Auch heute gibt es wieder eine neue Abfüllung aus der Highland-Destillerie Knockdhu. anCnoc 35 yo erscheint in der zweiten Auflage, mit einigen Unterschieden zur ersten. Dieses Mal reifte der Whisky ausschließlich in Ex-Bourbon Barrels (bei der ersten Ausgabe kamen auch Sherry Fässer zum Einsatz). Abgefüllt wurde er erneut ohne Kühlfilterung und Färbung, nur 670 Flaschen werden weltweit erhältlich sein. Geändert hat sich allerdings der Preis dieses „premium single malt Scotch whisky“. Die UVP wird bei The Spirits Business mit £ 500 angegeben, das sind rund £ 300 mehr, als die erste Ausgabe vor vier Jahren gekostet hat.
Seit mehr als zwei Jahren versucht Diageo, ihren Single Grain mit sehr großem Aufwand und recht wenig Erfolg auf dem Markt zu etablieren (wir berichteten). Als ein Grund wurde der sicherlich hohe Preis des Haig Club ausgemacht. Aus diesem Grund wurde eine günstigere Alternative entwickelt, der Haig Club Clubman. Er ist eher zum Mixen gedacht und soll ein jüngeres Publikum erreichen, auch mit Hilfe einer 2,5 Millionen Pfund teuren Launchkampagne (auch darüber berichteten wir).
Seit heute ist der zur Kampagne gehörende TV-Spot zu sehen, in Großbritannien im Fernsehen, für alle anderen auf Youtube. Im Video mit dem Titel „Make Your Own Rules“ werden verschiedene Regeln des Whisky-Trinkens aufgezählt und mit dem Haig Club Clubman gebrochen. Mit von der Partie ist auch wieder David Beckham, der seit der Markteinführung des Haig Club diese Marke bewirbt:
Im Sommer haben wir bereits einmal über eine Cofaidh-Abfüllung von Sebastian Büssing berichten können (ein Whisky mit einem Kaffeefass-Finish) – jetzt haben wir seine Pressemitteilung über den Abschluss der Cofaidh-Serie mit einem irischen Whiskey erhalten. Hier sind alle Informationen für Sie:
Der Irish Cofaidh Whiskey – Der letzte Whisk(e)y aus der Kaffeefass Finish Trilogie
Mit dem Irish Cofaidh endet die Cofaidh (Gälisch für Kaffee) Trilogie, der Single Cask Whisk(e)ys in Fassstärke, die in einem Kaffeefass von Sebastian Büssing gefinished worden sind.
Mit satten 60,8% kommt der Irish Cofaidh in die Flasche. Er ist wie seine Vorgänger, der Cofaidh und der Cofaidh Peated, wieder auf 48 Flaschen á 0.2L limitiert und wurde per Hand abgefüllt.
Der Ursprungswhiskey hat sich durch das Finish im Kaffeefass wieder deutlich geändert. In der Farbe wieder deutlich intensiver und im Geschmack sehr rund, mit Kaffee-, Schokoladen- und würzig-fruchtigen Aromen gepaart mit Vanille kann der Irish Cofaidh überzeugen.
Die 0.2L Flasche liegt bei 29,90€ zzgl. Versand und kann bei Sebastian Büssing via PN über Facebook oder via Email: sb@derfloh.com bestellt werden.
Es wird vorerst der letzte Whisk(e)y aus dem Kaffeefass in limitierter Anzahl sein.
Aber die nächsten Projekte stehen schon bald an: Ein Whisky aus einem Ex-Ciderfass und zur Whisky’n’more in Bochum wird es einen limitierten Messewhisky mit einem Schwarzbierfassfinish geben.
Man darf also weiterhin gespannt sein, was da noch kommen wird.
Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit gibt es im Einzel- und Fachhandel verschiedene Spirituosen in speziellen Geschenkverpackungen. In ihrer heutigen Pressemitteilung stellt Beam Suntory Austria ihre diesjährigen Angebote vor. Diese Pressemitteilung teilen wir mit Ihnen hier fast ungekürzt:
Wien, 12. Oktober 2016. Vom klassischen Kentucky Straight Bourbon über rauchig-torfigen Single Malt bis hin zu exquisitem Cognac – die hochwertigen Geschenkverpackungen von Beam Suntory bieten für jeden Geschmack das passende Weihnachtsgeschenk. Neben erlesenen Spirituosen verfügen die Geschenkverpackungen über einzigartige Zugaben, die die jeweiligen Besonderheiten hervorheben: Whisky-Tumbler und Nosinggläser für stilechten Genuss, Eiskugelformen und Rezeptkarten für perfekte Longdrinks. Ob Jim Beam Double Oak mit erlesenem Kristall-Tumbler, rauchiger Laphroaig Quarter Cask mit Nosingglas oder Courvoisier VSOP mit Champagner–Schalen – alle Sets sind ab diesem Herbst im Einzel- oder Fachhandel erhältlich und sorgen für eine ganz besondere Weihnachtszeit.
Bourbon
Jim Beam Kentucky Straight Bourbon: Ein echter Klassiker seit über 220 Jahren
Jim Beam Kentucky Straight Bourbon Whiskey vereint Qualität, Tradition und Leidenschaft. Seinen vollen und milden Geschmack erhält er dank der längeren Reifezeit von vier Jahren. Ab Oktober gibt es die Geschenkedition mit limitiertem Designglas. Das Besondere an dem Glas ist das Original Zitat von Fred Noe, dem Ur-Urenkel von Jim Beam und Master Distiller in 7. Generation. Der Rezeptvorschlag im Inneren erleichtert Profis sowie Hobby-Barkeepern das Nachmixen eines erfrischenden Jim Beam Lime Splash. Dafür ein Glas mit Eis und Jim Beam füllen und die dreifache Menge Zitronenlimonade hinzufügen. Einen Spritzer Limettensaft hinzugeben, mit einer Limettenscheibe garnieren, fertig ist der Longdrink.
Unverbindliche Preisempfehlung: 14,99-15,99 Euro.
Jim Beam Apple: Ein überraschend erfrischendes Geschmackserlebnis
Jim Beam Apple ist die perfekte Mischung von Bourbon, abgerundet mit einer leichten, erfrischenden Apfelnote. Nach dem erfolgreichen Markteintritt im vergangenen Jahr, gibt es das Produkt ab Oktober auch als exklusive Geschenkedition. Neben einer 0,7-Liter-Flasche enthält das Set ein Longdrink-Glas, das sich ideal zum Genuss des erfrischenden Signature Drinks Jim Beam Apple & Tonic eignet. Dafür ein Glas mit Eis füllen, Jim Beam Apple hinzufügen und mit der dreifachen Menge Tonic Water auffüllen. Eine Apfel- oder Zitronenscheibe gibt dem Longdrink den letzten Schliff.
Unverbindliche Preisempfehlung: 14,99-15,99 Euro.
Jim Beam Honey: Echter Honig für süße Genussmomente
Der neueste Trend aus der Whiskey-Welt: extra große Eiskugeln. Durch ihre Form schmelzen sie langsamer und verwässern so nicht den Drink – ideal also, um Jim Beam Honey eiskalt und pur zu genießen. Für alle, die sich davon selbst überzeugen möchten, gibt es ab Oktober das Jim Beam Honey Geschenkset mit innovativer Eiskugelform und Rezeptvorschlag. Neben dem Pur-Genuss lässt sich der Longdrink Jim Beam Honey & Ginger Ale einfach zu Hause nachmixen. Dafür Jim Beam Honey und dreimal so viel Ginger Ale zusammen mit einem Spritzer Bitters in ein Glas mit Eis geben und zum Schluss mit einer Zitronenscheibe garnieren.
Unverbindliche Preisempfehlung: 14,99-15,99 Euro.
red STAG by Jim Beam: Ein Bourbon der anderen Art
red STAG kombiniert den unverwechselbaren Jim Beam Geschmack mit dem Aroma der Schwarzkirsche. So treffen ausgeprägte fruchtige Aromen auf die Bourbon-typischen Vanille-Noten und überraschen mit einem einzigartigen Geschmackserlebnis. Ab Oktober ist die red STAG by Jim Beam Geschenkedition mit innovativer Eiskugelform und Rezeptvorschlag erhältlich. Wer den Longdrink red STAG Ginger & Lime schnell nachmixen will, gibt red STAG in ein Glas mit Eis und fügt einfach die dreifache Menge Ginger Ale hinzu. Zum Garnieren des Signature Drinks eignet sich eine Limettenspalte.
Unverbindliche Preisempfehlung: 14,99-15,99 Euro.
Jim Beam Devil’s Cut: Intensives Aroma aus dem Fassholz extrahiert
Wenn Bourbon reift, verdunstet ein kleiner Teil – der „Angel’s Share“. Aber ein kräftigerer Bourbon bleibt im Holz gefangen. Das ist der Devil’s Cut, der dank eines einzigartigen Verfahrens aus dem Fassholz extrahiert wird. Jim Beam Devil’s Cut ist ein markanter und vollmundiger Bourbon und besticht mit einem komplexen Charakter aus Eichenaromen mit einer weichen Vanille-Note. Wer ihn aus einem stilechten Tumbler-Glas genießen oder verschenken möchte, trifft mit diesem Geschenkset genau die richtige Wahl. Egal ob pur, auf Eis oder als Longdrink – seine intensiven Aromen überraschen selbst Bourbon-Kenner.
Das Set ist ab Oktober erhältlich.
Unverbindliche Preisempfehlung: 17,49-19,99 Euro.
Jim Beam Double Oak: Zweifach gereift für ein doppeltes Geschmackserlebnis
Jim Beam Double Oak reift zweifach in neu ausgeflammten Eichenfässern. Der längere Kontakt mit dem Eichenholz ergibt einen intensiven und komplexen Bourbon, der gleichzeitig ausgewogen im Geschmack ist. Zeitlos, elegant und ein Garant für stilechten Genuss ist der exklusive Kristall-Tumbler, der in dem neuen Geschenkset enthalten ist. Ebenfalls in der Geschenkverpackung enthalten ist ein praktischer Rezeptvorschlag zum Nachmixen des Signature Drinks Jim Beam Double Oak Fashioned. Er besteht aus 6 cl Jim Beam Double Oak, 4 Spritzern Cocktailbitter, 2 Zuckerwürfeln und einer Zitronen- sowie einer Orangenzeste. Das Geschenkset ist ab Oktober erhältlich.
Unverbindliche Preisempfehlung: 21,99-24,99 Euro.
Maker’s Mark – das „mild-süße“ Geheimnis
In Maker’s Mark steckt echtes Handwerk: In der ältesten noch betriebenen Bourbon- Destillerie der Welt werden die Flaschenetiketten noch per Hand gedruckt und gestanzt und jede einzelne Flasche wird von Hand in rotes Wachs getaucht – das unverwechselbare Qualitätssiegel von Maker’s Mark. Der Bourbon schmeichelt dem Gaumen, denn statt mit herbem Roggen wird er mit rotem Winterweizen hergestellt. Zu dem exklusiven Geschenkset gehören zwei edle Tumbler, in dem sich das Aroma von Maker’s Mark so richtig entfalten kann.
Unverbindliche Preisempfehlung: 27,00-30,00 Euro.
Single Malts und Irish Whiskeys
Laphroaig Quarter Cask: Die Nr. 1 unter den getorften Single Malts
Von der rauen schottischen Insel Islay stammend, polarisiert diese Ikone unter den Single Malts. Seine intensiven Torfnoten sind einzigartig und sorgen auch bei eingefleischten Whisky-Fans für konträre Meinungen. Genau in diesen unverwechselbaren Geschmacksnoten liegt sein einzigartiger Charakter – nicht zuletzt ist Laphroaig die Nr. 1 unter den getorften Single Malts. Für alle Fans gibt es ab sofort ein edles Geschenkset mit zwei von drei hochwertigen Nosing-Gläsern mit echten, unverkennbaren Laphroaig Sprüchen zum Sammeln, Verkosten und Trinken.
Unverbindliche Preisempfehlung: 35,00-40,00 Euro.
Bowmore 12 Jahre: Der Single Malt aus den berühmten No. 1 Vaults
Bowmore 12 Jahre stammt nicht nur aus der ersten Destillerie der renommierten Insel Islay, sondern auch aus dem ältesten schottischen Whiskylagerhaus: den berühmten No.1 Vaults. Die kühle, salzige Meeresluft und eine Lagerung über 12 Jahre unter dem Meeresspiegel verleihen Bowmore 12 Jahre ein ganz besonderes Aroma. Der getorfte Single Malt vereint Anklänge von Heidekraut und Honig mit einer rauchigen Torfnote und einem langanhaltenden, feinen Nachklang. Als Geschenkset inklusive hochwertigem Nosing-Glas ist er ab sofort erhältlich.
Unverbindliche Preisempfehlung: 32,00-35,00 Euro.
The Ardmore Legacy: Der perfekte Einstieg in die Welt der torfigen Malts
The Ardmore ist tief verwurzelt mit seiner Heimat, den schottischen Highlands. Zur Trocknung der Gerste verwendet die Brennerei ausschließlich Highland-Torf aus der Region. Dieser verleiht The Ardmore Legacy eine angenehm leichte Rauchnote – perfekt geeignet sowohl für Einsteiger als auch Kenner rauchigtorfiger Single Malts. Ab sofort ist der Highland Single Malt mit dem Geschmack cremiger Vanille, rauchiger Holzkohle und süßem Honig als Geschenkedition erhältlich. Neben der 0,7-Liter-Flasche enthält das Set einen außergewöhnlichen Tumbler mit Adler in Kupferoptik, der symbolisch für die nach der Destillerie benannten Adler steht. Diese schweben noch heute majestätisch über der Brennerei in den schottischen Highlands.
Unverbindliche Preisempfehlung: 20,00-25,00 Euro.
Connemara: Der einzige getorfte Irish Whiskey
Er ist mild wie ein Ire und rauchig wie ein Schotte: Connemara Single Malt Whiskey aus der gleichnamigen Region im Westen Irlands. Ab sofort ist der wunderbar ausgeglichene Single Malt im edlen Geschenkset mit einem Nosing-Glas für die private Verkostung zu Hause erhältlich. Ob pur, auf Eis oder mit einem Tropfen Wasser entfaltet Connemara ein reichhaltiges, rauchiges Aroma mit einem Hauch von Honig, Malz und süßen Früchten.
Unverbindliche Preisempfehlung: 25,00-30,00 Euro.
Auchentoshan American Oak: Ideal für Trendsetter
Ganz nach dem Motto „distilled different“ ist Auchentoshan der einzige schottische Single Malt, der dreifach destilliert wird. Dadurch erhält er seinen einzigartigen zugänglichen Geschmack mit Noten von Vanille, Kokos und weißen Pfirsichen. Das aktuelle Geschenkset bietet neben der 0,7-Liter-Flasche eine Emaille-Tasse wie sie aktuell unter Top-Barkeepern in den Metropolen der Welt eingesetzt wird. Mit Hilfe des beiliegenden Rezeptbuchs lässt sich damit der Signature Drink Auchentoshan & Ale perfekt kreieren.
Unverbindliche Preisempfehlung: 32,00-35,00 Euro.
Kilbeggan: Geheimtipp unterm Weihnachtsbaum
Der Irish Whiskey Kilbeggan wird bereits seit 1757 in der gleichnamigen ältesten lizenzierten Whiskey-Destillerie der Welt hergestellt. Er gilt seit jeher als bestgehütetes Whiskey-Geheimnis Irlands. Der aus der meist ausgezeichneten Destillerie der grünen Insel stammende Whiskey ist zweifach destilliert, schmeckt daher besonders mild und vereint harmonische Noten von Pfirsichen, Karamell, Vanille, Mandel-Nougat und Malz. Mit dem Geschenkset können Sie ab sofort Irlands feinsten Whiskey in einem hochwertigen Whiskey Tumbler entdecken.
Wir verlieren ein klein wenig die Übersicht. Denn laut dem Frontier Magazine gibt es eine neue Abfüllung der AnCnoc Peaty Collection. Nach Peatlands, Tushkar, Rutter, Flaughter, Cutter, Rascan, Stack und Barrow müsste dies die neunte leicht getorfte Abfüllung aus der Brennerei Knockdhu sein. Aber ganz sicher sind wir uns da nicht.
Abgefüllt mit 46 Vol. % und als Small Batch, setzen die Inver House Distillers mit ihrer Marke AnCnoc weiter auf den globalen Travel Retail Markt. AnCnoc Rùdhan in der Ein-Liter-Flasche soll 64,99 € kosten und ab Mitte Oktober im Travel Retail erhältlich sein.
Der in Glasgow ansässige Whisky Blender und unabhängige Abfüller Hunter Laing, so berichtet heute Herald Scotland, konnte im letzten Geschäftsjahr 20 % weniger Gewinn erzielen. Zwar stieg der Umsatz ganz leicht an (von 6,4 Mio. £ auf £ 6,5 Mio. £), jedoch konnten nicht die gewünschten Margen erzielt werden.
Hunter Laing, geführt von Stewart Laing und seinen Söhnen Andreas und Scott und nicht zu verwechseln mit Douglas Laing, investierte im vergangenen Jahr allerdings auch in ein neues Lager in East Kilbride und in die erste eigene Brennerei Ardnahoe auf Islay (wir berichteten). Hier sollen die Arbeiten im Februar/März des nächsten Jahres beginnen. Und auch in den eigenen Whisky-Bestand wurde investiert. So wird der Wert der Lagerbestände auf 6,1 Mio. £ geschätzt, im letzten Jahr wurde dieser mit nur 4,8 Mio. £ taxiert.
Insgesamt bleibt Finanzdirektor David Armour recht entspannt. Der anstehende und noch nicht definierte Brexit bereite ihm zwar leichte Sorgen, der Verkauf in die USA und in den Fernen Osten sei wahrscheinlich höher als der nach Europa. Und obwohl Hunter Laing bereits ihren Whisky in mehr als 60 Länder exportieren, gibt es noch neue Märkte, die erschlossen werden, so zum Beispiel Südamerika.
Es ist Herbst, die Blätter fallen von den Bäumen und es gibt einen neuen Lagavulin 12 yo. So beginnt Serge Valentin seine heutige Verkostung der diesjährigen Special Releases von Diageo, und wir gehen davon aus, dass die Verkostungen der weiteren Bottlings in den nächsten Tagen auf Whiskyfun folgen werden.
Der Einstieg ins heutige Tasting ist der 2016er Lagavulin Distillers Edition vorbehalten. Während hier die Nase sehr überzeugen kann, findet Serge diese Abfüllung nicht Lagavulin genug. Ganz anders sieht es bei dem Special Release aus. Dies sei eine der diesjährigen Must-Buys, neben dem Kilkerran 12. Ein deutliches Statement!
Die heutige Lagavulin-Verkostung in der Übersicht:
Lagavulin 2000/2016 ‚Distillers Edition‘ (43%, OB, lgv 4/505) 83 Punkte
Lagavulin 12 yo ‚Special Release 2016‘ (57.7%, OB) 93 Punkte
Gestern haben wir Ihnen die Herbststimmung bei der Destillerie Aberfeldy gezeigt, heute fahren wir mit Wolfgang F. Rothe zur Destillerie Blair Athol, ebenfalls in den Highlands gelegen. Der Whiskyvikar hat uns freundlicherweise sein Foto der Destillerie von seinem erst kürzlich beendeten Schottlandbesuch zur Verfügung gestellt, und wir haben die Freude, es mit Ihnen hier teilen zu können. In brennende Farben getaucht präsentiert sich die 1798 in Pitlochry gegründete Brennerei von ihrer romantischsten Seite. Zum Vergrößern einfach das Bild anklicken.
Longmorn hat im englischen Sprachraum seine neue Range vorgestellt – nach dem Longmorn Distiller’s Choice, dem alterslosen Einstiegsangebot der Destillerie, gibt es nun auch wieder zwei Longmorn mit Altersangabe: Den Longmorn 16yo und den Longmorn 23yo.
Die zu Pernod Ricard gehörige Destillerie versucht sich durch die neue Preisgestaltung offensichtlich im oberen Luxussegment zu positionieren, denn der Preis für die 16jährige Ausgabe liegt um fast das Vierfache höher als er bis zur Einstellung des Longmorn 16yo, der damaligen Standardabfüllung, war.
Ergänzung: In der englischen Presse werden etwas andere Preise genannt als in der Presseaussendung – diese Zahlen sind in Klammern zu finden.
Hier die Details zu den neuen Abfüllungen:
Longmorn 23yo
Beginnen wir mit dem Longmorn 23yo: Er ist mit 48% abgefüllt, er soll 1450 Dollar (engl. Presse nennt 1087 Dollar), also mehr als 1300 Euro (900) kosten. Die offiziellen Tasting Notes lesen sich so:
Nose: Soft vanilla fudge and creamy caramel, dipped in milk chocolate and honey Taste: The taste leads with ripe pears and sweet red apples interlaced with tantalizingly spiced ginger cake Finish: An exceptionally long and velvety smooth finish. A fitting reward for the patience and perfection that its founder put into its creation.
Longmorn 16yo
Der neue Longmorn 16yo versteht sich als die ultimative Version des klassischen Longmorn 16yo, der bisherigen Standardabfüllung. Allerdings schreibt man, dass man im Vergleich zur eingestellten Version mehr First Fill American Oak Casks verwendet. Auch er ist mit 48% abgefüllt, kosten wird er 252 Dollar (englische Presse nennt 189 Dollar), umgerechnet 225 Euro (170 Euro).
Hier ebenfalls die offiziellen Tasting Notes im englischen Original:
Nose: Stewed orchard fruits, layered with indulgent notes of sweet vanilla crème brûlée Taste: The palate is rewarded with the rich flavours of ripe fruity pears and luxuriously smooth, creamy milk chocolate Finish: Full-flavoured and exquisitely drawn out
Und hier noch die Packshots inklusive der Überverpackung:
Nach dem Brora von gestern verkostet Serge Valentin heute die 16. Ausgabe des Port Ellen im Rahmen der Special Release 2016 von Diageo, die teuerste Abfüllung in der diesjährigen Range. Und Serge wäre nicht Serge, wenn er nicht noch andere Port Ellen zum Vergleich dazu verkosten würde – wer hat, der hat.
Das Urteil zur 16th Release? Hervorragend, auch wenn seiner Meinung nach ein ganz klein wenig enttäuschend, weil man eben mit gewaltiger Erwartungshaltung an solche Abfüllungen herantritt. Und von den beiden anderen Port Ellen, die Serge in der Verkostung probiert, kann eine mit der neuen Diageo-Abfüllung mithalten, eine andere gar nicht:
Port Ellen 24 yo 1979/2004 (56.8%, Signatory Vintage, cask #6773, 541 bottles): 91 Punkte
Port Ellen 37 yo 1978/2016 (55.2%, OB, Special Release, 2,940 bottles): 91 Punkte
Port Ellen 14 yo 1977 (59.7%, Intertrade, +/-1991): 75 Punkte
Das Londoner Unternehmen Berry Bros & Rudd ist Whiskyfreunden vor allem durch seine unabhängigen Abfüllungen bekannt. Zudem zählt es zu den bekanntesten Weinhändlern der Metropole.
Nun hat man sich dort entschlossen, das Portfolio um einen texanischen Bourbon zu erweitern. Wie The Whisky Business berichtet, soll der Texas Ligation Bourbon die Premium Spirits Linie des ältesten englischen Weinhändlers unterstützen und wird ca. 50 Pfund kosten. Er wird aus drei verschiedenen Mashbills von Douglas McIvor geblendet und mit 46% abgefüllt, nachdem er zuvor in vier amerikanischen und zwei europäischen Eichenfässern gelagert wurde. Destilliert wurde der Spirit von den Brüdern Jonathan und Robert Likarish, in der Ironroot Republic Distillery in Denison, Texas.
Ob der Bourbon durch Importeure auch bei uns erhältlich sein wird, bleibt abzuwarten.
Eine Mail von Glengoyne’s Distillery Manager Robbie Hughes informierte uns über eine limitierte Kunstedition, deren erste Flasche sich ab sofort im Webshop der Destillerie erwerben lässt.
Es handelt sich dabei um die sogenannte Jolomo-Edition des 10jährigen Glengoyne, der in einer Box mit einem herbstlichen Motiv der Destillerie Glengoyne angeboten wird. Das Gemälde stammt von John Lowrie Morrison (dessen Künstlername Jolomo ist – daher die Bezeichnung) und betitelt sich „Autumn Moon over Glengoyne“.
Die Flasche mit dem limitierten Motiv kostet 36 Pfund, ein Anteil davon geht an eine Kunstschule in Glasgow, die 2014 bei einem Feuer teilweise zerstört wurde.
Es steht anzunehmen, dass noch drei weitere saisonale Motive für die Linie erscheinen werden, sodass man damit dann im Endeffekt einen Reigen von Jahreszeitenbildern erwirbt. Hier noch das Originalgemälde und ein Foto der Edition:
Wolfgang F. Rothe, auch bekannt als der Whiskyvikar, ist vor kurzem von seiner letzten Schottlandreise zurückgekehrt und hat uns zwei Bilder gesendet, die die Schönheit der schottischen Destillerien im Herbst zeigen.
Heute möchten wir Ihnen die Destillerie Aberfeldy in den Highlands zeigen, die vom Herbst mit einem brennenden Kleid ausgestattet wurde – eines, das zum Zeitpunkt der Aufnahme noch im Wandel begriffen war. Zum Vergrößern einfach anklicken:
Aberfeldy im Herbst, Bildrechte bei Wolfgang F. Rothe
Aus der 1. Whiskydestillerie Österreichs, der Whiskydestillerie Haider im Waldviertel, erreichte uns eine Information zu einem neuen Buch, das Mag. Jasmin Haider-Stadler gemeinsam mit dem freien Journalisten Mag. Roland Graf geschrieben hat und das sich unter dem Titel „Roggen‘ Roll“ mit dem Roggen beschäftigt, dem Hauptbestandteil des Rye-Whiskys. Ein Buch, das nicht nur für den Whiskyfreund interessant sein dürfte, enthält es doch auch jede Menge Rezepte rund um den Roggen, vom Brot bis zum Bier. Hier nähere Informationen:
Österreichs Rogg-Star: Das Buch zum täglichen Brot
Geschichten und Rezepte zum dunklen Korn – vom Mehl zum Cocktail
Auf den heimischen Feldern wächst mehr Roggen als in den gesamten USA. Dass davon kaum jemand weiß, war nur ein Grund für das Buch, mit dem Jasmin HaiderStadler und Roland Graf dem Getreide eine längst überfällige Würdigung widmeten. Die Waldviertler Destillateurin (Whiskydestillerie Haider) und der Gastro-Journalist zeichnen darin den Aufstieg des Roggens, aber auch seine Ablöse durch NeuZüchtungen wie Triticale nach. „Dunkel, irgendwie altvertraut, hoch emotional, weil mit unserem täglichen Brot verbunden“ ist der Roggen für Jasmin Haider. Und CoAutor Graf ergänzt: „Das Getreide, das vom Schwarzbrot bis zum Rye Whisky so vielen Lebensmitteln Charakter und Farbe gibt, ist bedroht“.
Die Gespräche mit den „Rogg-Stars“, wie das Duo Saatgut-Züchter, Mälzer, Brenner und Brauer nennen, machen daher einen wesentlichen Teil des 60-seitigen Buchs aus. Ihre Liebeserklärungen an den Roggen stehen neben Rezepten mit Roggenmehl, Rye-Whisky und Roggenbier. Bäuerinnen und Bäcker haben zu dieser schmackhaften Auswahl ebenso beigetragen wie renommierte Barchefs (u. a. verrät Münchens Legende Charles Schumann seine „Negroni“-Rezeptur) oder Haubenkoch Harald Pollak.
Ein großes Kapitel ist auch dem Roggenwhisky aus Österreich gewidmet, der die aromatischen Eigenschaften des Getreides seit nunmehr 20 Jahren nützt. „Es ist wesentlich über unsere Lebensmittel Bescheid zu wissen“, so die beiden Autoren, „der Band „Roggen‘ Roll“ soll dazu einen Beitrag leisten“. Und zwar, das sei ergänzt, einen ebenso lesenswerten wie unterhaltsamen. Wozu nicht zuletzt die Illustrationen (von Björn Rogatti) beitragen. Lassen Sie es „roggen“!
Bestellinfo: Erhältlich ist das Buch „Roggen‘ Roll – die erstaunliche Karriere eines Getreides“ um EUR 10 im Webshop der Whisky-Erlebniswelt (shop.roggenhof.at, Kategorie Geschenke)
Die Autoren
Mag. Jasmin Haider-Stadler, geboren 1982 in Wien und aufgewachsen im Waldviertel/NÖ. Seit Anfang 1995 destilliert ihre Familie dort den ersten österreichischen Whisky. In der Whiskydestillerie J. Haider und der „Whisky-Erlebniswelt“ ist sie verantwortlich für Marketing, Leitung Tastings, Produktion und Präsentation nach außen. www.whiskyerlebniswelt.at
Jasmin Haider
Mag. Roland Graf, geboren 1972 in Wiener Neustadt/NÖ, widmet sich als freier Journalist vor allem dem Getränke-Sektor. Seine Beiträge und Kolumnen erscheinen in Magazinen in Österreich (u. a. A la Carte, WIENER, schaufenster) und Deutschland (Mixology, BEEF!) sowie in diversen Online-Medien. www.trinkprotokoll.at