Neue Destillerie in Japan: Akkeshi Distillery

Aus Japan gibt es eine neue unabhängige Destillerie zu vermelden, und zwar aus der Provinz Hokkaido: Die Akkeshi Distillery wird noch in diesem Monat den Betrieb aufnehmen und den Markt in der Zukunft mit stark getorften Bottlings und Blends versorgen.

Im selben Distrikt gibt es bislang nur die Yiochi Distillery von Nikka. Man hat sich beim Hausstil von Islay-Brennereien inspirieren lassen und wird auf zwei Brennblasen von Forsyths im ersten Jahr 30.000 Liter Alkohol produzieren. Vornehmlich wird man in Bourbon Barrels und Sherry Butts abfüllen, aber man hat auch einige französische und australische Rotweinfässer zur Verfügung, Rumfässer und natürlich auch japanische Eichenfässer, Mizunara Puncheons.

Die Website der neuen Destillerie ist auf englisch, sehr informativ mit Videos versehen – man spürt förmlich den Stolz und den Enthusiasmus, der dahinter steht, auch der Artikel in The Spirits Business, der uns auf die Destillerie aufmerksam machte, ist lesenswert.

Die Akkeshi Distillery in Hokkaido. Bildrechte: Akkeshi Distillery
Die Akkeshi Distillery in Hokkaido. Bildrechte: Akkeshi Distillery

43% der Beschäftigten in der UK Wein- und Spirituosenindustrie sind Frauen

Das Bild von der großteils männerdominierten Spirituosenindustrie ist, wenn man die Fakten genauer betrachtet, eigentlich ein Vorurteil. Folgt man den Zahlen, die heute in The Spirits Business veröffentlicht wurden, und die von der Wine and Spirit Trade Association stammen, dann ist das Bild ein ausgewogenes.

Die Zahlen im Einzelnen: 46% der Beschäftigten in diesem Industriezweig sind Frauen. 36% sind dabei in die Produktion eingebunden, und von diesen sind es 83% in der Spirituosenproduktion.

In der gleichen Untersuchung wurden auch 1000 Frauen zu ihrem Job in der Industrie befragt, und wie sie die Industrie selbst sehen. Die Antworten zeigen, dass ein Job in diesem Bereich zur Zeit als sehr erstrebenswert, weil interessant und trendy, gesehen wird.

Unbeantwortet bleibt im Artikel die Frage, wie der prozentuelle Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Industrie aussieht und ob sich dort vielleicht doch noch ein etwas anderes Bild bietet.

Dass es an Talent und Können selbstverständlich nicht mangelt, braucht nicht extra betont zu werden. Dazu passend ist vielleicht auch ein Artikel auf The Spirits Business interessant, den wir bereits im März schon einmal gefeatured haben: Er widmet sich 10 weiblichen Master Distillers und Master Blendern.

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Von ihr hörte man in letzter Zeit viel: Kirsteen Campbell, Master Blender bei The Famous Grouse

Neu: Die Messeabfüllungen zur Aquavitae in Mülheim

Etwas mehr als eine Woche ist es noch hin, dann startet die Aquavitae in Mülheim. Zahlreiche Aussteller bringen wieder jede Menge Whiskys und Neuvorstellungen mit, in Master Classes kann man unter Anleitung von Profis verkosten und Neues erfahren, die Gewinner des C2C Spirits Cup werden bekanntgegeben – summa summarum wird die Stadthalle Mülheim für zwei Tage das Whiskyzentrum Deutschlands.

Es ist schon Tradition, dass es auf der Aquavitae auch eine Messeabfüllung gibt – diesmal sogar zwei. Der Veranstalter, die Rolf Kaspar GmbH, hat gemeinsam mit Jack Teeling zwei irische Whiskeys ausgesucht, auf die man schon gespannt sein darf.

2001 Teeling Single Sherry Cask #10824

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Der Teeling 2001 stammt aus dem Sherryfass, ist mit 59,1%vol. abgefüllt und wurde im September 2001 destilliert. Im Juni 2016 wurde er abgefüllt, von ihm gibt es 282 Flaschen. Der Messepreis: 79,95EUR

1991 Teeling Single Cask #6767

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Der 1991 destillierte Teeling Irish Single Malt Whiskey wurde mit 50.2%vol. aus dem Fass #6767 im Jahr 2016 abgefüllt. Von ihm gibt es 198 Flaschen, der Messepreis für diese für einen irischen Whiskey uralte Rarität: 249,-EUR

Wer noch keine Karten für die Aquavitae hat, der kann sich diese noch im Vorverkauf besorgen – folgen Sie einfach unserem Link. Aber Achtung: das geht nur mehr bis Mittwoch.

Und wenn Sie dann auf die Aquavitae kommen, dann freuen wir uns, wenn wir uns dort sehen. Wir sind wieder mit einem Stand auf der Messe vertreten. Bis bald!

Glen Wyvis: Destillerie darf gebaut werden, das Haus des Managers nicht

In letzter Zeit hätte man bei Durchsicht der Meldungen zu Baugenehmigungen für neue Destillerien den Verdacht haben können, das sei meistens eher eine Formsache als eine knifflige Angelegenheit. Die Betreiber der geplanten Glen Wyvis-Destillerie bei Dingwall (sehen Sie hier unsere bisherigen Berichte dazu) mussten aber nun die gegenteilige Erfahrung machen.

Zwar ist die Baugenehmigung für die Destillerie erteilt worden, berichtet die Daily Mail auf ihrer Online-Seite, aber nicht so für das Haus des Managers – eine eigentlich normale und sehr übliche Einrichtung auf dem Destilleriegelände. Grund der Ablehnung: Durch das Haus würde sich der Verkehr auf der Zubringerstraße zu sehr erhöhen.

Von dem, was aus dem Artikel zu lesen ist, dürfte der Grund eher eine Nichtbefolgung ungeschriebener Einreichgesetze sein: Das Haus des Managers würde den Verkehr auf der Zubringerstraße um eine Fahrt alle zwei Stunden erhöhen – nicht gerade ein Stauauslöser bei einer Straße, auf der momentan 13 Fahrzeuge täglich fahren. Der wahre Grund, so vermutet der Betreiber der Destillerie, die bereits im nächsten Jahr produzieren soll, ist die getrennte Einreichung der Pläne für die Destillerie und das Haus.

Man hofft nun, auch mit Hilfe der lokalen Gemeinschaft, die keine Einwände gegen die Pläne hatte sondern sie sogar sehr begrüßt, die Entscheidung noch ändern zu können. In diesem Fall will man bereits im Dezember die Stelle des Distillery Managers ausschreiben.

The copyright holder of this file allows anyone to use it for any purpose, provided that the picture is attributed to Peter Reynolds.
Dingwall. The copyright holder of this file allows anyone to use it for any purpose, provided that the picture is attributed to Peter Reynolds.

Serge verkostet Diageos Special Releases: Auchroisk 25yo

Weiter geht es heute mit Serge Valentins Verkostung der diesjährigen Special Release von Diageo. Diesmal ist der Auchroisk 25yo an der Reihe – er tritt an gegen oder mit zwei weiteren Abfüllungen aus der Destillerie, einmal von Cadenhead, einmal von Claxton’s – und beide laut Serge geschmacklich absolut in der gleichen Liga. Die Unterschiede zwischen den drei (seiner Meinung nach ausgezeichneten) Abfüllungen lassen sich nur in Nuancen ausdrücken – anders aber sähe es aus, wenn Wasser zugegeben wird, da unterscheiden sie sich dann deutlich:

  • Auchroisk 27 yo 1988/2016 (48.6%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 258 bottles): 87 Punkte
  • Auchroisk 25 yo 1991/2016 (54.7%, Claxton’s, bourbon hogshead): 86 Punkte
  • Auchroisk 25 yo 1990/2016 (53.4%, OB, Special Release, 3,954 bottles): 87 Punkte
The copyright on this image is owned by Anne Burgess and is licensed for reuse under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 license.
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Neuer Ardbeg An Oa?

Neben dem Ardbeg Kelpie, der Ende August in der TTB-Datenbank in den USA aufgetaucht ist (siehe unseren Bericht hier), und der aller Voraussicht nach die Abfüllung zum nächsten Ardbeg Day werden wird, ist auch ein weiterer Name für Ardbeg gesichert worden (allerdings ohne Label, und nicht in den USA): Ardbeg An Oa. Zumindest existiert ein solcher Eintrag beim Intellectual Property Office in England (Sie können das Online-Dokument dazu hier einsehen), der laut dem Cutty Sark-Forum gemeinsam mit dem Namen für den Glenmorangie Bacalta, der nächsten Private Edition, vorgenommen wurde (über den Bacalta berichteten wir im Juni hier).

Was es nun genau mit dem Ardbeg An Oa (benannt nach der Oa Halbinsel auf Islay, westlich von Port Ellen) auf sich hat, vermögen wir noch nicht zu sagen. Time for Whisky, ein Blog für Hong Kong und Australien, vermutet dahinter eine neue Standardabfüllung und beruft sich dabei auf eine nicht genannte Quelle, die auch den Kelpie als Ardbeg Day-Abfüllung für 2017 bestätigte.

Bislang, und solange nicht von einer weiteren unabhängigen Quelle bestätigt, ist das Gerücht um eine neue Standardabfüllung neben dem Ten, dem Corryvreckan und dem Uigeadail genau das: ein Gerücht. Sicher scheint nur, dass es den Ardbeg An Oa geben wird. Wir bleiben jedenfalls dran.

Hier noch die Halbinsel Oa, westlich von Port Ellen, auf einer Karte von Google Maps:

[gmap id=“125″]

Video: Scotch! The Story of Whisky – Teil 2

Letzten Dienstag startete die BBC ihre Serie „Scotch! The Story of Whisky“. Das Ansehen dieser Dokumentation ist Nicht-Briten erst einmal nicht möglich. Es sei denn, auf einem Video-Portal wird ein Mitschnitt hochgeladen und somit zur Verfügung gestellt. Schon der erste Teil begeisterte uns sehr, heute haben wir den zweiten auf Youtube gefunden.
Auch hier gilt erneut: Dies ist nicht der offizielle Kanal der BBC. Wir hoffen, dass die BBC uns Nicht-Briten die Möglichkeit erlaubt, an dieser Serie teilzuhaben. Sollte die BBC in ihrem Kanal diese Serie anbieten, werden wir natürlich den Link entsprechend ändern.

https://www.youtube.com/watch?v=dPdq9NfYNOI

Neu: GlenDronach Single Cask Batch#14

Heute gab GlenDronach nähere Details zum nächsten Batch – es ist Nummer 14 – ihrer Single Cask Reihe bekannt. Die Fässer wurden von Master Distiller Billy Walker ausgewählt, der älteste Single Malt ist 30 Jahre alt, die jüngste der zwölf Abfüllungen stammt aus dem Jahr 2004.

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1985 Fass Nr. 1037/30 Jahre / PX Sherry Puncheon / 52,3% Vol
1989 Fass # 2662/26 Jahre alt / Oloroso Sherry Butt / 54,8% vol
1990 Fass # 2973/26 Jahre / PX Sherry Puncheon / 50,8% vol
1991 Fass # 2683/24 Jahre / Oloroso Sherry Butt / 49,2% Vol
1992 Fass # 226/24 Jahre / Oloroso Sherry Butt / 58,4% Vol
1993 Fass Nr. 42/23 Jahre / Oloroso Sherry Butt / 58,6% Vol
1994 Fass # 339/21 Jahre / PX Sherry Puncheon / 53,0% vol
1995 Fass # 543/20 Jahre / PX Sherry Puncheon / 54,6% Vol
1996 Fass # 1485/20 Jahre / PX Sherry Puncheon / 53,0% vol
2002 Fass Nr. 1504/14 Jahre / PX Sherry Puncheon / 55,5% Vol
2003 Fass Nr. 4034/13 Jahre / PX Sherry Puncheon / 52,5% Vol
2004 Fässer # 5523/12 Jahre / PX Sherry Puncheon / 58,3% Vol

Die GlenDronach-Website www.glendronachdistillery.co.uk und Facebook-Seite werden in den kommenden Wochen Informationen zu diesen neuen Releases enthalten. Dann werden wir auch mehr über die Flaschen-Preise der Single Caks wissen.

Neu: Batch Strength Limited Edition Blended Malts von Wemyss

Eine englischsprachige Pressemitteilung von Wemyss Malts informiert uns über eine neue Abfüllungsserie von Blended Malts. Die Batch Strength Limited Edition Blended Malts kommen in der „für ihren Charakter idealen Stärke“, sind aus Malts von insgesamt zehn verschiedenen Destillerien komponiert, nicht kältefiltriert und auf 6000 Flaschen pro Abfüllung limitiert.

Hier die Bilder zu Batch no. 001:

The Hive Batch Strength 001 – 54.5%

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Spice King Batch Strength 001 – 56.0%

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Peat Chimney Batch Strength 001 – 57.0%alc./vol.

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Die jeweiligen Abfüllungen werden zwischen 45 und 50 Pfund kosten. Zukünftige Batches können eine andere Flaschenanzahl aufweisen – jeweils abhängig von den verfügbaren Fässern.

 

Neu im Travel Retail: Bushmills Steamship Collection Port Cask Reserve

Exklusiv für den Travel Retail gibt es ab November die zweite Ausgabe der Bushmills Steam Ship Collection, den Port Cask Reserve. Der Irish Single Malt Whiskey folgt dem Sherry Cask Reserve, der im Februar anläßlich des 125. Jahrestags der Jungfernfahrt der SS Bushmills von der Destillerie herausgebracht wurde.

Der Bushmills Steamship Collection Port Cask Reserve wird mit 40% abgefüllt und in einer stabilen und handgefertigten Box angeboten. Er kostet 99 Pfund. Erhältlich wird er weltweit bei ausgewählten Outlets im Travel Retail Bereich sein.

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Neu: Tullibardine „The Murray“, 56.1% und „The 1970“, 40.5%

Schon bald auch in unseren Landen erhältlich ist die erste Abfüllung in einer neuen Serie, die von der Destillerie Tullibardine in Blackford, Perthshire in den Highlands ausgegeben wird. „The Murray“ ist der erste Whisky in der jährlich erscheinenden „The Marquess Collection„, die jeweils einen limitierten Whisky in Fassstärke vorstellen wird.

„The Murray“ ist mit 56.1% abgefüllt und ist der erste Cask Strength Whisky der Destillerie, der vor Ort destilliert, gelagert und abgefüllt wurde (die eigene Abfüllanlage wurde erst vor kurzem in Betrieb genommen). Einen Preis haben wir noch nicht erfahren, dafür aber, dass dies nicht die einzige Neuheit aus dem Hause Tullibardine sein wird.

Die zweite Veröffentlichung aus der Custodians Collection, „The 1970“ wird ebenfalls bald erfolgen. Er wurde mit 40.5% abgefüllt – nur 400 Flaschen davon wird es geben. Der Whisky ist eine Komposition aus zwei Sherry Hogsheads, eines ein First Fill, eines ein Second Fill. Sie wurden 46 Jahre nach ihrer Befüllung im August 2016 abgefüllt.

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Serge verkostet: Alte Blends und Blended Malts

Die Welt des Whiskys besteht nach wie vor nur zu einem geringen Teil aus Single Malts, auch wenn sich deren Anteil am Kuchen in den letzten Jahren stetig nach oben verändert hat. Der Großteil der Whiskys, die auf den Markt kommen, sind Blends, und einige sind Blended Malts, also eine Mischung aus Single Malts verschiedener Destillerien.

Einige Maltheads haben manchmal etwas die Eigenheit, auf die Blends herabzublicken – zu Unrecht, finden wir, denn dass es unter ihnen auch exzellente Tropfen gibt, ist nicht zu bestreiten. Serge hat heute nun einige alte Blends und Blended Malts verkostet (alt im Sinne von lange gereift) – und wir finden unter den sechs, die auf der Liste stehen, keinen mit einer schlechten Wertung. Aber sehen Sie selbst:

  • Speyside ‘Whiskyklubben Slainte’ (45.3%, Sansibar, blended malt, butt, 554 bottles): 86 Punkte
  • Fine Blended Malt Whisky ‘Very Old’ (45.2%, Whisky-Fässle, sherry butt): 86 Punkte
  • The Half Century Blend (45.5%, Blended Whisky Company, blend, 768 bottles):90 Punkte
  • Spice Tree Extravaganza (46%, Compass Box, blended malt, 12,240 bottles, 2016):86 Punkte
  • Speyside 35 yo 1980/2015 (47.3%, Sansibar, blended malt, sherry butt, 387 bottles): 85 Punkte
  • Linn House Reserve 35 yo (51.6%, Chivas Bros., blend, batch #LH35001, 2005): 85 Punkte
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Die Zusammensetzung des Spice Tree Extravaganza

Exklusiv: Das Diageo Special Release Tasting in Berlin (Teil 3)

Vor genau einer Woche lud Diageo in das Union Jack – The Whisky Pub in Berlin zu einer ganz besonderen Verkostung: Unter der Leitung von Thomas Plaue, Master of Whisky bei Diageo, konnten die Gäste alle zehn Abfüllungen der Special Release 2016 probieren. Whiskyexperts war dabei – und wir möchten Sie dazu einladen, die Verkostung mit uns aus erster Hand zu erleben.

Ein Blick auf einen Teil der Teilnehmer des Tastings in Berlin
Ein Blick auf einen Teil der Teilnehmer des Tastings in Berlin

In drei Teilen (der erste Teil erschien am letzten Freitag, der zweite Teil am Montag) und insgesamt 10 Full HD-Videos wird Ihnen Diageos Master of Whisky, Thomas Plaue die Whiskys im Detail vorstellen, über die offiziellen Tasting Notes sprechen – und wir werden unsere eigenen Eindrücke dazu schildern.

Die letzten drei Whiskys aus der Special Release 2016 waren an der Reihe, als es schon auf Mitternacht zuging. Und sie hatten es in sich.

Lagavulin 12yo:

lagavulin12Einige Vorbemerkungen von Thomas Plaue, und die offiziellen Tasting Notes zum Lagavulin 12yo als Video:

Unser zusätzlicher Eindruck: Schon zum sechzehnten Mal ist der Lagavulin 12yo in der Reihe vertreten, und auch in diesem Jahr kann er wieder begeistern. Zu der gewohnten Kraft kommt diesmal eine besondere Eleganz und Weichheit – ohne dass er seinen Charakter verraten würde. Toll! 

Brora 38yo:

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Im Video stellt Thomas Plaue zunächst den Brora 38yo vor, bevor Jürgen Deibel, einer der profiliertesten Whiskykenner in Deutschland, erzählt, warum wir es hier aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Ghost Whisky zu tun haben:

Unser zusätzlicher Eindruck: Die geschmackliche Nähe zu einem Talisker ist tatsächlich sehr ausgeprägt. Das ist Whisky auf allerhöchstem Niveau, eigentlich etwas zurückhaltend, aber dabei präsent und groß. Nur deshalb nicht der Tagessieger bei uns, weil uns der Mannochmore verblüfft hat. Vom Brora haben wir nichts anderes als Perfektion erwartet. 

Port Ellen 37yo:

portellen16th

Je später der Abend, desto kürzer die Videos. Hier die Vorstellung des Port Ellen 16th Release durch Thomas Plaue, die offiziellen Tasting Notes gibt es danach schriftlich und ausführlich:

Farbe: Poliertes Teakholz, gute Perlung.

Nase: Raffiniert und unaufdringlich; im Wesentlichen trocken; anfangs leichter Rauch, dann entfaltet sich eine Welle bekannter süßer und rauchiger Noten, begleitet von Jute und warmen Holztönen. All dies weist auf sein hohes Alter hin. Ferner Rauch kommt rasch näher und wird duftiger, während darüber die angenehmen Aromen von in Honig mariniertem geräuchertem Fleisch oder Wurzelgemüse schweben. Durch alles hindurch entwickelt sich eine frische reinigende Note, die mit süßer Minze, spritziger Zitrone und weinigen Tönen wetteifert. Schließlich tauchen weiche Noten von dunklem Kakao auf, sowie etwas Vanille und weiterer Holzrauch. Mit Wasser, zunächst süß, dann etwas abgetönter und pikanter, bevor die klare fruchtige Süße wiederkehrt.

Körper: Mittelschwer

Gaumen: Wundervoll in natürlicher Fassstärke. Süß, prickelnd und trocken, mit einer großartigen Mischung aus Holzasche, gebrannten Marmeladentörtchen, Melassetoffee und karamelisierter Orange. Dann alles durchdringender Rauch mit würzig-kräutriger Note und Nelken. Wasser macht ihn kühler und milder, verändert aber sein gut ausgewogenes Geschmacksprofil nicht. Zuerst dunkler Toffee, dann Räucherfleisch, Bücklinge, Asche und reinigende Phenole.

Abgang: Lang, kühlend und komplex; trocken, aber auch umhüllend. Sofort appetitlich, mit kandiertem Apfel, angebranntem Toast, Zitronenzesten, reifen roten Äpfeln und gebranntem Pflaumenkuchen. Ausgesprochen kräuterbetont und schwer mit holzigem Rauch, mit Wasser weicher.

Unser zusätzlicher Eindruck: Die Süße ist hier wirklich sehr deutlich vertreten, bevor sich die Asche durchsetzt. Ein ausgewogener, dichter Port Ellen – die Frage stellt sich, wie lange es noch Fässer dieser Qualität geben wird und wann die Zeit ihren Tribut fordert. Dieser hier jedenfalls zeigt noch keine Müdigkeit.

Mit dem Port Ellen endete der offizielle Teil der Verkostung und man stand danach noch zusammen, um die Eindrücke zu diskutieren. Ein schöner Abend war es, die weite Anreise wert, und wir hoffen, dass Sie an unserem Bericht ebenso viel Freude hatten wie wir an der Teilnahme an dieser außergewöhnlichen Verkostung.

Neu: Glen Moray Elgin Heritage Collection

Jetzt ist es soweit: Nach einer ersten Ankündigung im August (siehe hier) gibt es von Glen Moray nun den tatsächlichen Handelsstart der neuen Abfüllungslinie zu vermelden, die Glen Moray Elgin Heritage Collection. Sie besteht aus drei Bottlings mit Altersangaben und ist weltweit verfügbar, mit einem Fokus auf Australien, USA und Großbritannien.

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Glen Moray Elgin Heritage 12yo ist mit 40% abgefüllt und kostet £35. Er kommt aus American Oak Fässern. Der 15yo stammt aus American Oak und Sherryfässern, ist ebenfalls mit 40% abgefüllt und kostet £45. Der 18yo wird wiederum nur aus American Oak stammen und soll £65-£70 kosten. Er ist mit 47.2% abgefüllt.

Die Verfügbarkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz konnten wir noch nicht verifizieren.