Serge verkostet: Glen Scotia

Glen Scotia in der Whiskyregion Campbeltown steht immer etwas im Schatten von Springbank. Man hat in der letzten Zeit etwas mit den Destillerieabfüllungen experimentiert, und im letzten Jahr drei neue Abfüllungen auf den Markt gebracht, die der Destillerie ein wenig eine neue Ausrichtung geben sollen.

Zwei davon hat Serge Valentin verkostet (zusammen mit einer älteren Abfüllung von James McArthur), und auch er findet, dass mit den beiden, die er im Glas hatte, eine gute Tendenz zu erkennen sei. Die Wertungen sind zwar nicht astronomisch, aber doch um einiges besser als jene der letzten Abfüllungen in den bunten Dosen. Und zum alten Glen Scotia ist zu sagen: Früher war auch nicht alles besser…

  • Glen Scotia ‚Double Cask‘ (46%, OB, +/-2015): 78 Punkte
  • Glen Scotia 15 yo (46%, OB, 2015): 83 Punkte
  • Glen Scotia 12 yo (55.8%, James MacArthur, 75cl, +/-1986): 72 Punkte

Irland: Neue Destillerie bei Sligo geplant

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An der nordwestlichen Küste von Irland, in Connaught, liegt das durchaus malerische Städtchen Sligo, das auch die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ist. Dort soll nun, geht es nach einem Bericht von Hospitality Ireland, eine neue Destillerie entstehen. Im Hazelwood Gouse an den Ufern des Lugh Gill soll in spätestens eineinhalb Jahren mit der Produktion begonnen werden.

Die Planungsgenehmigung ist bereits erteilt, und es sollen dort neben der Destillerie auch ein Besucherzentrum mit einem Café und einem Shop entstehen.

In Irland boomt Whiskey momentan wie schon lange nicht mehr, die Irish Whiskey Association schätzt, dass Mitte des Jahres insgesamt 17 Destillerien in Irland das Wasser des Lebens produzieren werden, und weitere 17 sich dann im Planungsstadium befinden – bis vor kurzem waren es gerade einmal 2 Destillerien, die in Irland produziert haben.

Unser Bild zeigt Lough Gill, an dessen Ufern die Destillerie entstehen wird. By Giuseppe Peronato – Own work (Personal work), CC BY-SA 2.5

Video: Jim Rutledge (ex Four Roses) will eigene Destillerie bauen

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Nahe bei Louisville, Kentucky, will der ehemalige Master Distiller von Four Roses, Jim Rutledge, eine eigene moderne Destillerie bauen und dort gemeinsam mit einigen Partnern seinen eigenen Bourbon destillieren.

Rutledge startet zu diesem Zweck am 4. Mai eine Crowdfunding-Kampagne, hat aber schon jetzt eine Website für die J.W. Rutledge Distillery online gestellt, auf der auch das obenstehende Video zu sehen ist, in dem er seine Pläne erläutert.

Zudem kann man auf der Website auch über die Zusammensetzung der ersten Mashbill der Destillerie abstimmen, also de facto über die Zusammensetzung des ersten Bourbon Whiskeys, der dort produziert wird. Es wird allerdings auf jeden Fall bereits im ersten Jahr zusätzlich ein Straight Rye produziert werden.

Als eine Besonderheit der Destillerie wird angeführt, dass man in den Lagerhäusern die Fässer nicht stapeln, sondern auf einer einzigen Ebene lagern wird, um mehr Kontrolle über den Reifungsprozess des Whiskeys zu haben.

Neu: Longrow 18yo 2016 (60% Rum Casks, 40% Refill Sherry Casks)

Wenn man geglaubt hätte, der für 2016 erscheinende Longrow 18yo würde einfach die Erneuerung des letztjährigen Batches sein, dann könnte man jetzt vielleicht enttäuscht sein, aber da dem nicht so ist, gibt es für viele jetzt doppelten Grund zur Freude: Erstens einmal über das zeitnahe Erscheinen (in UK ist es jetzt schon soweit, bei uns wird es nicht mehr lange dauern), und dann über die interessante Komposition:

60% Rum Casks, 40% Refill Sherry Casks – das ist das neue Mischungsverhältnis (bislang war es 100% Sherry) – und die Tasting Notes, die wir als Service für Sie übersetzt haben, zeigen deutlich, dass man sich da etwas Besonderes erwarten kann:

Nase: Würzig, Zimt und Ingwer. Cider, mit dem Geschmack von Calvados, Teig und Birnendrops.

Gaumen: Sehr butterig. Etwas Ingwer, er entwickelt sich für die Nase in Richtung Marzipan und Kokos. Dicke Süße von Zuckerrohrsaft und saftigen Äpfeln.

Finish: Diesmal mit etwas mehr Torf als in den Vorjahren. Würzig mit Muskat und herabgebrannter Glut.

Die Kosten des mit 46% abgefüllten Longrow 18 wissen wir momentan noch nicht.

longrow 18 2016

PR: Tullamore D.E.W. veröffentlicht globale Forschungsergebnisse zur Rolle des Trauzeugen

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Tullamore D.E.W. fährt momentan eine Werbekampagne, in dem es um Trauzeugen, Bräutigame und den Werbespot namens „The Parting Glass“ geht (Sie können ihn auch oben ansehen) – inspiriert vom gleichnamigen Volkslied. Im Rahmen dieser Kampagne hat man eine Umfrage unter 1.200 Bräutigamen und Trauzeugen aus den USA, Kanada, Deutschland, Irland, Slowenien und Tschechien gemacht, und die Ergebnisse im #BestMen Report zusammengefasst. Nach der Presseaussendung, die wir hier für Sie bringen, können Sie die durchaus recht unterhaltsame Zusammenfassung als PDF downloaden:

Der Trauzeuge – EIN AMT VOLLER SCHRECKEN ODER EHRE?

Tullamore D.E.W. veröffentlicht globale Forschungsergebnisse zur Rolle des Trauzeugen

Oberhaching, April 2016. Meist sind es die liebsten Freunde oder nahestehenden Menschen, die mit dem Amt des Trauzeugen gekürt werden. Eine ehrenvolle Aufgabe, so sollte man meinen. Spannende Ergebnisse zum Thema Trauzeugenamt liefert aktuell eine weltweite Umfrage von Tullamore D.E.W., der originale Triple-Blend Irish Whiskey: Demnach sind sich 57% der Trauzeugen einig, der Trauzeugenstand bedeute eine lebenslange Männerfreundschaft. Allerdings halten 27% das Amt für einen Schrecken statt eine Ehre – 22% möchten nicht noch einmal Trauzeuge sein. Der Tullamore D.E.W. #BestMen Research Report wurde inspiriert von dem preisgekrönten „The Parting Glass“ Werbespot der irischen Whiskeymarke. Dieser zeigt einen Bräutigam und seine Trauzeugen bei einem „parting glass“ Tullamore D.E.W. vor der Hochzeit.

#BESTMEN REPORT RÄUMT MISSVERSTÄNDNISSE AUS DEM WEG

Für ein tiefes Verständnis der Rolle, Verantwortungen und Traditionen des Trauzeugen, hat der meistverkaufte Irish Whiskey Deutschlands Bräutigame und Trauzeugen weltweit befragt, und so eine zweiseitige Perspektive des Trauzeugenstandes geschaffen. Der #BestMen Report befasst sich unter anderem mit den Ängsten der Trauzeugen vor dem Hochzeitstag: 35% der Befragten fürchten, sie könnten „etwas Falsches sagen“ und weitere 15% haben
Angst, „ihre Sprache zu verlieren“. Nicht völlig unbegründet, haben doch 14% der Bräutigame zugegeben, sie würden heute einen anderen Trauzeugen wählen.

Glücklicherweise bietet der Bericht praktische Ratschläge für zukünftige Trauzeugen. Die Tradition des Toasts mit dem Bräutigam wird weltweit als ein „wichtiges“ Ritual angesehen und beinahe die Hälfte der Befragten findet ein gemeinsames Glas Whiskey vor der Trauung sei ein unvergesslicher Moment.

„Inspiriert durch unseren gefeierten Kurzfilm ‚The Parting Glass‘, wollten wir mehr über den Mittelpunkt der Geschichte herausfinden – der besonderen Beziehung von Bräutigam und seinen Trauzeugen. Als Trauzeuge ernannt zu werden kann im ersten Moment beängstigend sein, doch der #BestMen Research Report bietet Einblicke und Ratschläge, die das Leben für zukünftige Bräutigame und Trauzeugen erleichtern sollen“,

so Caspar MacRae, Global Brand Director von Tullamore D.E.W.

Weitere aufschlussreiche Ergebnisse sind in dem beiliegendem Report zu finden, Informationen zur #BestMen Kampagne auf der Tullamore D.E.W. Facebook Seite. Fans des Irish Whiskeys können sich diesem Thema auf allen Social Media Kanälen mit dem Hashtag #BestMen anschließen.

Und hier ist der Report als Download – eine kleine Vorschau untenstehend als Bild:

Tullamore D.E.W._#BestMen_Research Report

PR: Ardbeg erinnert an seine finstere Vergangenheit bei der Ardbeg Nacht

Am 28. Mai ist der Ardbeg Day – oder vielmehr: Die Ardbeg Night. Von der Destillerie haben wir nun die ersten offiziellen Infos zu diesem Ereignis bekommen – zusammen mit den offiziellen Tasting Notes des Ardbeg Dark Cove in der Abfüllung mit 46.5%. Hier also alles Wesentliche zum nächsten Ardbeg-Feiertag in Deutschland. Dazu auch noch eine sehr erfreuliche Mitteilung: Der Ardbeg Dark Cove wird deutlich günstiger zu haben sein als in Großbritannien. Mehr dazu in der Pressemitteilung:

ardbegday16

Ardbeg erinnert an seine finstere Vergangenheit bei der Ardbeg Nacht

München, 28. April 2016. Ardbegs Heimat hat eine dunkle Vergangenheit: Vor Jahrhunderten schmuggelten die Inselbewohner den Whisky nächtens von den Felsen der Ardbeg Cove zu pechschwarz bemalten Booten, mit denen er zum schottischen Festland auf wundersame Weise gelangte. Dieser dunkle Teil der Geschichte lebt in diesem Jahr erneut auf, wenn im Rahmen des jährlichen Islay Whiskyfestivals der Ardbeg Day am 28. Mai 2016 zur Ardbeg Night wird. In Deutschland steht der kräftig-getorfte Single Malt Whisky in Hamburg im Mittelpunkt: Über 500 Mitglieder des Ardbeg Committees treffen sich auf dem Stückgutfrachter Cap San Diego im Hamburger Hafen. Höhepunkt des Abends wird die gemeinsame Erstverkostung der diesjährigen limitierten Sonderabfüllung Ardbeg Dark Cove sein.

Neben Hamburg finden auch auf der schottischen Insel Islay und in vielen Städten der Welt Ardbeg Nächte statt – im vergangenen Jahr versammelten sich insgesamt 15.000 Teilnehmer. Manche der Veranstaltungen sind in geheimen und mysteriösen Orten geplant, wo das Ardbeg Committee und dessen Freunde Schmuggelgeschichten hören und eine Nacht lang ihre Lieblingsdestillerie feiern.

Michael Heads, Ardbeg Destillerie Manager und Vorsitzender des Committees sagt:

„Whisky zu destillieren und anschließend zu schmuggeln war einst weit verbreitet auf Islay. Und bevor Ardbeg offiziell gegründet wurde, dienten die Inselklippen als besonders berüchtigte Verstecke für Schmuggler“.

Nähere Details zum Ticketkauf für die Ardbeg Nacht erhalten die Ardbeg Committee-Mitglieder per Email-Newsletter und über den deutschsprachigen Twitteraccount @Ardbeg_de.

dark cove

Ardbeg Dark Cove 46,5 % Vol. Alk.

Die Farbe: Der bislang finsterste Ardbeg überhaupt.

An der Nase: Fleischige, erdige und würzige Aromen. Starke Noten von Bitterschokolade mit etwas Orange, kandiertem Toffee, Kaffee und Eiche. Ein Hauch von rauchigem Lagerfeuer im Hintergrund, mit einem mysteriösen floralen Einfluss, ähnlich blühender Johannisbeersträuche. Und eine Menge Leinsamenöl.

Im Geschmack: Das Gefühl im Mund ist fast herb oder limettenschalig. Anklänge an glimmende Holzkohle und Holzpolitur huschen über den Gaumen, während Noten von Rosinen, Datteln und Ingwer über einem anhaltenden Schatten von Teeröl liegen. Der Wiederhall von geräuchertem Schinken und tintenfischgeschwärzten Nudeln signalisieren den langen und würzigen Nachhall.

Der Abgang: Lang, würzig und vollmundig mit anhaltenden Noten von Toffee, Kaffee und Teer.

Der Ardbeg Dark Cove wird mit 46,5 % Vol. Alkohol abgefüllt und ist ab dem 28. Mai 2016 ab 18:00 Uhr bei teilnehmenden Ardbeg Embassies erhältlich, ab dem 6. Juni 2016 im ausgewählten Fachhandel. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 84,00 €.

Serge verkostet: Drei ältere Glenrothes

Der zweite Tag von Serge Valentin’s Verkostungssessions mit Glenrothes beschäftigt sich heute mit älteren Abfüllungen aus dieser Speyside-Destillerie. Cadenhead, Douglas Laing und The Whisky Agency steuern heute die Bottlings für die Verkostung bei:

  • Glenrothes 24 yo 1990/2015 (55.7%, Cadenhead, Small Batch, 966 bottles): 87 Punkte
  • Glenrothes 25 yo 1990/2015 (56.6%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, sherry butt, cask #10784, 285 bottles): 89 Punkte
  • Glenrothes 34 yo 1980/2014 (48,5%, The Whisky Agency, Private Stock, refill hogshead, 180 bottles): 87 Punkte

Und hier noch eine Karte und einige Infos über die Destillerie:

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Daten zu Glenrothes:

Land Schottland
Region Speyside
Geographische Lage 56° 37′ 0″ N, 3° 12′ 35,8″ W
Typ Malt
Status aktiv
Eigentümer Highland Distillers Group Ltd.
Gegründet 1878
Gründer James Stuart & Co.
Wasserquelle Ardcanny und Brucehill Quelle
Washstill(s) 5 × 22.990 l
Spiritstill(s) 5 × 25.400 l
Produktionsvolumen 5.600.000 l
Website www.theglenrothes.com

Geschichte der Destillerie

Die Brennerei wurde 1878 durch James Stuart & Co. gegründet. Nachdem die geldgebende Caledonian Bank schließen musste, gründeten William Grant, Robert Dick und John Cruickshank die Firma William Grant & Co. und stellten die Destillerie fertig. Sie war nach Glen Grant die zweite Destillerie im Ort. Die Produktion von Whisky begann am 28. Dezember 1879, an dem Tag als die erst 1877 erbaute Firth-of-Tay-Brücke bei Dundee einstürzte. 1887 kam die Brennerei zu Highland Distillers. Ein Feuer zerstörte am 15. Mai 1922 das Lagerhaus Nr. 1 mit rund 2.500 Fässern Whisky. Der brennende Whisky floß in den Burn of Rothes, der mitten durch den Ort läuft. 1963 wurde die Anzahl der Brennblasen von vier auf sechs, 1980 auf acht und 1989 auf zehn erhöht.

as Wasser der zur Region Speyside gehörenden Brennerei stammt aus der Ardcanny Quelle und der Brucehill Quelle. Die Destillerie verfügt über einen Maischbottich (mash tun) (4.92 t) und zwanzig Gärbottiche (wash backs) 12 aus Douglasienholz (je 25.500 l) und acht aus Edelstahl (ebenfalls je 25.500 l, z.Zt. ungenutzt). Destilliert wird in fünf wash stills (je 22.990 l, benutzt werden aber nur 12.900 l) und fünf spirit stills (je 25.400 l, benutzt werden aber nur 15.000 l) die durch Dampf erhitzt werden. Das verwendete Malz bezig die Destillerie lange Zeit aus der Mälzerei der Tamdhu-Destillerie.

Glenrothes Distillery. Photo von Potstill Vienna
Glenrothes Distillery. Photo von Potstill Vienna

Whisky im Bild: Neuer Singleton of Dufftown 25yo für Asien

Ein neuer Singleton of Dufftown 25yo ist gestern von Diageo angekündigt und vorgestellt worden.  Auch wenn diese Abfüllung wohl momentan nicht für den europäischen Raum gedacht ist, sondern in Asien erscheinen wird: interessant ist sie allenfalls. Wir haben nur das Bild von Diageo gefunden, einen entsprechenden Pressetext gibt es – zumindest in lateinischen Schriftzeichen – nicht.

Was können wir unter Zuhilfenahme des Bildes herausfinden? Der Singleton of Dufftown 25yo ist mit 43% abgefüllt, die Flaschen sind einzeln nummeriert – das deutet auf eine doch striktere Limitierung hin. Ein Finishing scheint es bei der Abfüllung nicht gegeben zu haben.

Mit den verschiedenen Singletons will Diageo laut eigenen Angaben einen Angriff auf die Spitzenposition unter allen Single Malts weltweit starten. Dazu werden die verschiedenen Singletons, die bislang unterschiedlich auf die Länder verteilt wurden, nach und nach weltweit verfügbar sein. Es steht aber anzunehmen, dass dies nicht für derart spezielle Ausgaben wie die vorliegende gelten wird…

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Verkauf der BenRiach-Gruppe: Reaktion von Billy Walker auf Whiskycast

Mark Gillespie von Whiskycast hatte die Gelegenheit, mit dem Schon-Bald-Nicht-Mehr-Besitzer der drei Destillerien Glendronach, BenRiach und Glenglassaugh zu telefonieren und seine Reaktion einzuholen. Das gut fünfminütige englischsprachige Interview ist auf der Site von Mark zu hören.

Kurz gesagt zeigt sich Billy Walker einerseits traurig, andererseits sehr erfreut über den Verkaud (der natürlich eine Menge Geld in die Kassen spülen wird). Walker streut Brown Forman Blumen und sagt, dass er schon von einigen Parteien auf einen Verkauf angesprochen wurde, er aber erst von Brown Forman überzeugt werden konnte. Billy Walker wird als Master Blender für die Destillerien tätig bleiben.

Wer den Vertrieb der drei Marken in Zukunft übernehmen wird, ist übrigens noch nicht entschieden – oder zumindest noch nicht an die Öffentlichkeit oder zu den bisherigen Vertriebspartnern gedrungen.

Update: Nach einem weiteren Telefoninterview von Mark mit Phil Lynch von Brown Forman ist es etwas klarer geworden, dass das Unternehmen in absehbarer Zeit die Distribution wohl über das eigene Netzwerk durchführen wird – ein Schritt, der niemanden wirklich überraschen würde…

Billy Walker genießt den Erfolg. Er hat nicht nur eine gute Blender-Nase, sondern auch ein Gespür für wirtschaftlichen Erfolg, da er Tendenzen in der Whisky-Industrie bereits im Anfangsstadium erkennt. Fotorechte bei Ernst J. Scheiner
Billy Walker. Fotorechte bei Ernst J. Scheiner

Breaking News: Brown Forman kauft Glendronach, BenRiach, Glenglassaugh

BenRiach, Glendronach und Glenglassaugh sind verkauft und werden amerikanisch! Das US-amerikanische Unternehmen Brown Forman hat heute bekanntgegeben, dass sie The Benriach Distillery Company Limited für 285 Millionen Pfund (das sind umgerechnet 366 Millionen Euro) kaufen werden. Der Deal soll am 1. Juni 2016 abgeschlossen sein.

Im Deal sind alle drei Destillerien, die Marken und die Abfüllanlage sowie das Hauptquartier in Edinburgh enthalten. The Benriach Distillery Company Limited wird dann mit seinen 165 Mitarbeitern als Subfirma von Brown Forman agieren.

Brown Forman ist die Mutterfirma von Jack Daniel’s Tennessee Whiskey und war bis 2005 bereits ein Minderheiteneigentümer von Glenmorangie. Mit der Akquisition, die heute bekanntgegeben wurde, kehrt das Unternehmen auf den Scotch-Markt zurück.

Hier können Sie die englischsprachige Pressemitteilung über den Kauf als PDF herunterladen.

Serge verkostet: Glenrothes

Eine ganze Menge an Abfüllungen aus der Speyside-Destillerie Glenrothes hat Serge für seine neueste Tasting-Session verkostet, so viele, dass er sie auf mehrere Teile aufteilt. Heute ist der erste Teil dran, und es befinden sich diesmal unter anderem unabhängige Abfüllungen aus Österreich, Deutschland und Holland dabei, wie auch solche von Adelphi und Cadenhead. Die Ergebnisse sind breit gestreut:

  • Glenrothes 8 yo (43%, Gordon & MacPhail, The MacPhail’s Collection, +/-2015): 87 Punkte
  • Glenrothes 7 yo 2007/2014 (66.7%, Adelphi, 1st fill sherry hogshead, cask #3529, 320 bottles): 88 Punkte
  • Glenrothes 12 yo 2002/2014 (54.8%, Single Cask Collection, bourbon hogshead, 240 bottles): 82 Punkte
  • Glenrothes 1996/2015 ‚Toasted Anise‘ (46%, Wemyss Malts, hogshead, 401 bottles): 84 Punkte
  • Glenrothes 1996/2014 (55.5%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 14028, 241 bottles): 85 Punkte
  • Glenrothes 19 yo 1996/2015 (56.2%, First Editions, refill hogshead, 242 bottles): 86 Punkte
  • Glenrothes-Glenlivet 14 yo 2001/2016 (46%, Cadenhead, Small Batch, 492 bottles): 84 Punkte
  • Glen Rothes 8 yo 1986/1994 (43%, Van Wees, The Ultimate, cask #91, 425 bottles): 78 Punkte

Unser Foto zeigt die Destillerie Glenrothes. Bild: Karl Wolffhardt

Kingsbarns Distillery im Mai mit Minibus gratis erreichbar

Wer im Mai plant, die Kingsbarns Distillery in den Lowlands zu besuchen, der kann sich ab diesem Zeitpunkt mit einem eigens von der Destillerie bereitgestellten Minibus fahren lassen. Der Bus fährt zunächst einmal im Mai 3x pro Tag und ist kostenlos. Die Fahrten sind so getimed, dass man bequem an den Führungen teilnehmen kann (die dann 10 Pfund kosten).

Alle Details dazu können Sie dem unten abgebildeten Flyer entnehmen, den wir Ihnen auch als PDF-File zur Verfügung stellen.

Kingsbarns Minibus Details

PR: Goldregen für Diageo

Diageo berichtet uns von einer großen Anzahl an Auszeichnungen für ihre Marken bei der diesjährigen San Francisco World Spirits Competition, wo man insgesamt 43 Preise für die hauseigenen Whisk(e)ys gewonnen hat. Hier die uns übermittelte Pressemitteilung in ihren relevanten Teilen.:

Goldregen für Diageo

Zahlreiche Auszeichnungen bei der 16. San Francisco World Spirits Competition

Bei der diesjährigen San Francisco World Spirits Competition überzeugten die Diageo Marken wieder einmal auf ganzer Linie. Besonders erwähnenswert: 43 Awards gingen in der Whisk(e)yKategorie an den weltweit agierenden Spirituosenhersteller.

Die San Francisco World Spirits Competition ist einer der renommiertesten Wettbewerbe auf dem Spirituosenmarkt und Jahr für Jahr ein Highlight für Hersteller, Vertreiber und Liebhaber der besten Spirituosen. „Die Competition evaluiert Jahr für Jahr die Branchenstandards. Für uns ist es besonders aufregend, zu sehen, dass die harte Arbeit unserer Brennereien auf so einem hohen Level anerkannt und ausgezeichnet wird“, sagte Deirdre Mahlan, Präsidentin Diageo North America.

Goldene Whisk(e)ys: Diageo auf Erfolgskurs

Diageo triumphierte mit insgesamt 43 Awards in der Whisk(e)y-Kategorie, davon auch zehn Doppelgold Auszeichnungen. Der Schlüssel zu Diageos großem Erfolg ist das Augenmerk auf Originalität und Tradition. Als Premium-Hersteller ist Diageo besonders stolz darauf, Generationen von Blendern und Distiller in ihren Reihen zu haben, die nicht nur das Wissen, die Fähigkeit und Erfahrung an die nächste Generation weitergeben, sondern und vor allem die Leidenschaft für Whisk(e)y.

Insbesondere das Aushängeschild Johnnie Walker dominierte hierbei mit insgesamt acht Auszeichnungen, darunter auch Doppelgold. Aber auch die Diageo Single Malts gingen nicht leer aus und bewiesen mit insgesamt sieben Doppelgoldauszeichnungen die passionierte Arbeit und jahrelange Führungsposition Diageos im Whisk(e)y-Bereich. Auf amerikanischer Seite gab es ebenfalls Grund zum Feiern: der Bulleit Bourbon und der demnächst gelaunchte The Hilhaven Lodge Straight American Whisky heimsten beide ebenfalls Doppelgold ein.

Die diesjährigen Gewinner

Die mit Doppelgold- und Goldmedaillen ausgezeichneten Brands finden Sie unten aufgeführt:

Doppelgold:

  • Bulleit Kentucky Straight Bourbon
  • Caol Ila 12 Year Old
  • Glenkinchie 12 Year Old
  • Johnnie Walker Blue Label
  • Lagavulin 16 Year Old
  • Oban Little Bay
  • Smoky Goat Blended Scotch

Gold:

  • Clynelish 14 Year Old
  • Cragganmore 12 Year Old
  • Dalwhinnie 15 Year Old
  • Johnnie Walker 15 Year Green Label
  • Johnnie Walker Black Label
  • Johnnie Walker Gold Label Reserve

Cocktailrezept: Raven Hair von Paul Thompson, Ona Mor, Köln

Cocktail und Whisk(e)y, geht das? Und wie! In lockerer Abfolge wollen wir auf Whiskyexperts immer wieder mal Cocktails vorstellen, die das unter Beweis stellen. Und die Sie selbst nachmachen können. Heute: Der Siegercocktail des Jameson Bartenders Ball 2016. Er kommt von Paul Thompson aus dem Ona Mor in Köln. Paul sagt über seinen Raven Hair:

Der Cocktail ist inspiriert von einem Lied namens Irish Eyes von dem britischen Folk Sänger Canny Chanta. Mein Vater ist zugleich der Interpret. Die heimische Zutat ist der Shrubb, dessen Basis ein Zwetschgenbrand ist, handgelesen und in kleiner Menge hergestellt aus dem Garten in dem ich groß geworden bin.

Und hier das Rezept zum Nachmixen und Genießen:

Raven Hair:

  • 5cl Jameson
  • 2,5cl Garden Shrubb
  • 3 dash Jameson Sloe Bitters

Garden Shrubb: Dietz‘ Zwetschgenbrand Apfel Cider Balsamico Essig Zucker, Sepia

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Viel Vergnügen!