Wer für den nächsten Urlaub nach einer exotischen Whiskydestination sucht: Wie wäre es mit Wellington in Südafrika? Dort steht Afrikas einzige Whiskydestillerie, die James Sedgwick’s Distillery – und sie bietet ab September zu ausgesuchten Terminen Führungen für jeweils 10 Personen an. Sie starten jeweils am Freitag und am Samstag um 10 sowie um 2 Uhr.
Was wird geboten? Zunächst gibt es einen Whisky-Cocktail, danach ein Video über die Destillerie und dann die Führung, die in einer Verkostung von drei Samples mit Snackbegleitung endet – ein kleines Food-Pairing sozusagen. Kostenpunkt: 350 Rand, knapp 22 Euro. Damit Sie wissen, was dort in der Verkostung wahrscheinlich zu erwarten ist: Aus der James Sedgwick’s Distillery stammen Whiskys wie der Three Ships oder der Bain’s Cape Mountain Whisky, die auch bei uns nicht ganz unbekannt sind.
Die Karten für die Führung können NICHT vor Ort gekauft werden, sondern müssen hier vorgebucht werden. Und falls Sie die Führung mitmachen: Nicht vergessen, einige Fotos für uns aufzunehmen 🙂
In seiner Videoverkostung von heute widmet sich Ralfy Mitchell einem interessanten Whisky aus der Destillerie The Balvenie: Der The Balvenie 12yo Single Barrel ist mit 47.8% aus First Fill Bourbon Casks abgefüllt (zwar eine Einzelfassabfüllung, jedoch nicht in Fassstärke, sondern auf die generelle Stärke bei The Balvenie gebracht). Es geht genau genommen um Fass 5862 (so können Sie, falls Sie die Abfüllung daheim haben, nachsehen, ob es das selbe Fass ist).
In diesem Fall gibt Ralfy nochmals Wasser in den Whisky, weil er ihn persönlich zu vehement findet, sehr trocken und stark – und benotet ihn erst danach. Die Punktewertung für diesen weit verbreiteten und relativ kostengünstigen Whisky aus der seit 1892 arbeitenden Destillerie in der Speyside ist ganz ansehnlich: 89/100. Warum sich Ralfy für diese Wertung entschieden hat, erklärt er in den 20 Minuten des Videos, das Sie wie immer gleich bei uns oder auf Youtube sehen können.
Nicht nur der Black Art 1992, der Laddie Ten 2nd Edition und der Octomore 10yo sind zu erwartende Neuerscheinungen von Bruichladdich, die auf der amerikanischen TTB-Datenbank aufgetaucht sind, dank unseres Lesers Paul Kirbis sind wir nun auch noch auf einen möglichen neuen Port Charlotte 10 Second Edition aufmerksam geworden.
Dieser getorfte Bruichladdich Port Charlotte 10 soll mit 50% abgefüllt werden, ist also keine Fortsetzung der fassstarken Linie Port Charlotte PCxx, sondern zählt zu den „Normalgewichtigen“. 18.000 Flaschen sind von ihm laut Etikett in Planung. Und die Labels sehen so aus:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Wir haben Ihnen ja schon des öfteren Karten für die schottischen Destillerien vorgestellt, sei es nun solche, die online abrufbar sind oder solche, die man an die Wand hängen kann – was wir Ihnen heute präsentieren, sprengt allerdings alle bisherigen Maßstäbe: Die Website Distillery Directory & Distillery Map listet sage und schreibe momentan 8654 Brennereien, Brauereien und Weingüter weltweit, die man entweder auf einer Weltkarte entdecken oder mit einer ganz gut funktionierenden Suchfunktion finden kann.
Natürlich sind davon ein Gutteil keine Whisky-Destillerien, und bei über achteinhalbtausend Einträgen wird sich wohl der eine oder andere Fehler finden lassen (oder eine Destillerie, die nicht vorhanden oder nicht beschrieben ist), aber allein die schiere Menge der Einträge macht die Karte zu einem nützlichen Tool oder wunderbaren Spielzeug, je nach Sichtweise. Und nachdem sie ein Schwarmprojekt ist, kann man ja selbst dazu beitragen, dass etwaige Schwachstellen ausgemerzt werden können.
Wir können nur mit dem österreichischen Kabarettisten Karl Farkas sagen: „Schaun Sie sich das an!“
Fast schon verboten schöne Flugaufnahmen von der Isle of Skye, der Heimat von Talisker, und Schottland im Generellen (zum Beispiel Tantallon Castle in North Berwick) können wir Ihnen heute präsentieren – für die Besitzer entsprechender Endgeräte sogar in UHD 4k (vergessen Sie nicht, die Qualität des Videos umzuschalten und es als Vollbild zu streamen). Mark Mannschreck hat die Aufnahmen vor fast genau einem Jahr mit einem DJI Inspire One gemacht und auf Youtube hochgeladen.
Danke an den Whisky-Vikar Wolfgang F. Rothe für den indirekten Hinweis auf das Video 🙂 und wir wünschen Ihnen allen viel Vergnügen beim Schauen und Staunen – und einen wunderschönen Sonntag!
Die Destillerie Wolfburn in Thurso hat in den letzten Tagen den neuen Wolfburn Aurora abgefüllt und ein Bild der ersten befüllten Flaschen veröffentlicht, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.
Wolfburn Aurora besteht aus 80% Whisky aus Bourbon-Fässern und 20% Whisky aus Sherryfässern (eine Änderung zum ursprünglich geplanten Verhältnis von 85/15). Er wurde mit 46% abgefüllt und sollte mit Ende September dann auch bei uns verfügbar sein.
Ein Artikel in der Times (zum Lesen des gesamten Artikels ist eine kostenlose Registrierung nötig) berichtet von heftigen Gewinnrückgängen im Scotch-Geschäft des französischen Konzerns Louis Vuitton Moët Hennessy: Während der Umsatz um 6% auf 81.2 Millionen Pfund stieg (laut dem Unternehmen ein Zeichen für die Stärke ihrer Single Malt-Marken), ist der Gewinn vor Steuern im gleichen Jahr um fast 30% auf 13.8 Millionen Pfund zurückgegangen.
Ein Teil des Rückgangs ist darauf zurückzuführen, dass Ardbeg und Glenmorangie nach dem Verkauf der Scotch Malt Whisky Society um 1.23 Millionen Pfund an private Investoren im Jahr 2015 nicht mehr von den anscheinend doch sehr hohen Gewinnen der Gesellschaft profitieren können.
Ein weiterer Grund für den Gewinnrückgang, den das Unternehmen angab, sind die Wechselkursveränderungen zwischen Pfund und Euro, die sich vor allem nach dem Brexit-Votum ergeben haben.
Sku’s Recent Eats beschert Freunden der Whiskys von Bruichladdich wieder Vorfreude – der Blog berichtet nämlich von einem neuen Label, das man auf der Website des amerikanischen Tax and Trade Bureaus gefunden hat: den Bruichladdich Black Art 1992. Der 24jährige Whisky sollte mit 48.4% abgefüllt werden und in einer Auflage von 12.000 Flaschen erscheinen. Wann, wo und zu welchem Preis – das ist allein aus dem Eintrag in der Datenbank nicht zu ersehen, und selbst das ob – wir weisen immer wieder darauf hin – ist eine Wahrscheinlichkeit, keine Sicherheit.
Wenn der Black Art 1992 so gut wird wie seine Vorgänger, dann darf man sich sicher darauf freuen…
Auf seinen Reisen durch Schottland ist Marcel Freudenstein auch in Pitlochry in den Highlands vorbeigekommen. Fährt man von Süden her auf der A9 bei dem Ort auf die A924 ab, dann kommt man vor dem Ortseingang zur Destillerie Blair Athol. Die 1798 als Aldour Distillery gegründete Brennerei ist mit ihren Steinwänden nicht nur für den Whisky, sondern auch für ihr Aussehen berühmt. Der Whisky selbst gefällt durch eine fruchtige, frische Note, die man am besten in unabhängigen Abfüllungen erkundet, denn offizielle Bottlings bis auf die Abfüllung in der Flora & Fauna-Serie gibt es schon seit mehreren Jahren nicht mehr (nur direkt bei der Destillerie ist momentan ein Distillery Bottling erhältlich).
Hier zwei Aufnahmen des Gebäudes als unser „Whisky im Bild“ von heute:
Wer sich für Whisky interessiert, der kommt über kurz oder lang nicht am Begriff „unabhängiger Abfüller“ vorbei. Viele ausgezeichnete Bottlings stammen aus der Hand solcher Abfüller, die ihre Fässer entweder gereift oder frisch von Destillerien kaufen.
The Whisky Exchange hat jetzt einen sehr nützlichen Artikel geschrieben, in dem 20 dieser unabhängigen Abfüller in Kurzportraits vorgestellt werden. Obwohl sich die Liste der Abfüller, die Erwähnung finden, auf den englischsprachigen Raum konzentriert, ist sie auch für Whiskyfreunde im deutschsprachigen Raum relevant, weil die meisten von ihnen auch bei uns importiert und vertrieben werden. Sehr lesenswert!
Bunt gemischt stehen hier Originalabfüllungen und Bottlings unabhängiger Abfüller
Vor einiger Zeit haben wir über Teilnahmemöglichkeiten zum „Ardbeg Ardventurer“berichtet – mittlerweile ist die Auswahl an Kandidaten getroffen worden und die Abenteuertour durch Islay kann in drei Tagen, am 5. September 2016, beginnen. Wie Sie sich über die Fortschritte der Competition tagesaktuell informieren können, hat uns Ardbeg in untenstehender Presseaussendung übermittelt:
Ardbeg sucht den ultimativen „Ardventurer“
München / Islay 2. September 2016. Islay, die Heimat der Ardbeg Destillerie steht kommende Woche im Mittelpunkt einer besonderen Trekkingtour: Unter Führung von Destillerie-Manager Mickey Heads und dem erfahrenen Explorer und BBC-Moderator Monty Hall werden insgesamt 10 Teilnehmer aus Großbritannien, den USA, Kanada, Schweden, Japan, zwei aus Deutschland, die wilde Natur der südlichsten Hebriden-Insel durchwandern. Auf dem Programm stehen Übernachtungen und Trekking zum Loch Uigeadail, Loch Carn a Mhaoil und dem Kildalton Cross mit Rucksack und Zelt, Torfstechen, Transport von Ardbeg-Fässern mit dem Ruderboot entlang der Inselsüdseite nach Port Ellen sowie ein besonderes Praktikum in der Destillerie. Unter den Teilnehmern wird der ultimative „Ardventurer“ ermittelt, der bzw. die mit Eigenschaften wie Überlebensqualitäten in der freien Natur, physischer Ausdauer, Charakterstärke und innovatives Denken die Jury am besten überzeugt. Tägliche Updates und weitere Informationen zur Tour finden sich unter: https://www.ardbeg.com/ardbeg-events/theultimate-ardbeg-ardventurer
Gestern wurde der Laphroaig 30yo auf einer Veranstaltung in Berlin vorgestellt (wir waren dabei und werden davon noch berichten), hier erst einmal die offizielle Presseaussendung von Beam Suntory zum Release der neuen Abfüllung, die ab sofort in limitierter Stückzahl auch in Deutschland erhältlich sein wird:
Exklusiver Scotch Single Malt Whisky: Laphroaig 30yo besticht durch höchste Qualität
Frankfurt am Main, 02. September 2016 Seine Heimat ist die schroffe und weite Landschaft Schottlands. Sein Geschmack spiegelt die jahrhundertealte Whisky-Tradition der LaphroaigDestillerie wider, die Anfang des 19. Jahrhunderts auf der Insel Islay begann. Mit dem Laphroaig 30yo bringt Beam Suntory im September eine Abfüllung von höchster Qualität auf den Markt.
Komplexe Zusammensetzung sorgt für einen unverkennbaren Geschmack
30 Jahre – so lange hat der neue Laphroaig in Bourbon-Fässern aus Weißeichen-Holz gereift. Das Ergebnis ist ein ausbalancierter und außergewöhnlich weicher Geschmack. Ein Zusammenspiel von Mandarinen und Mango rundet das Aroma gerösteter Mandeln und Kokosnuss ab. Torf-Öle, die nach Zedern, Wintergrün und rauchigem Salbei duften, verleihen dem edlen Single Malt Whisky einen unverkennbaren und charakteristischen Geschmack. Im Abgang ist er lang und komplex – mit einem Hauch von Steinobst und grünem, handgerollten Tabak. „Der Laphroaig 30yo veredelt besondere Genussmomente und ist eine wahre Rarität. Denn eine Reifezeit von 30 Jahren ist selten“, sagt Master Distiller John Campbell. „Das macht diesen Single Malt zu einem sehr exklusiven Whisky.“
Basis ist ein über 200 Jahre altes Rezept
Die beiden Brüder Alexander und Donald Johnston haben 1800 das Rezept für den ersten Laphroaig entwickelt – einen besonders reichhaltigen Single Malt. Bis heute zeichnen sich die Whiskys von Laphroaig durch ihren unverkennbaren rauchig-torfigen Geschmack aus. Noch immer werden sie nach alter Tradition hergestellt. Dabei wird Gerstenmalz über Torffeuer getrocknet. Der Rauch des geruchsintensiven Torfs von der Insel Islay verleiht dem Laphroaig sein reiches und einzigartiges Aroma.
Der Laphroaig 30yo hat 53,5 Vol. % und ist ab September in deutschen Fachgeschäften sowie Online als limitierte Edition erhältlich.
Von Redbreast gibt es eine neue Abfüllung zu vermelden: Redbreast Lustau Edition. Lustau ist eine der berühmtesten Sherry-Bodegas Spaniens, und dementsprechend ist der Redbreast Lustau Edition in first fill Oloroso Sherry Casks aus der Bodega in Jerez gereift und trägt im Geschmack all jene Noten, die durch die Reifung in Sherryfässern verstärkt oder herausgearbeitet werden.
Der Redbreast Lustau Edition ist mit 46% abgefüllt und wird übrigens eine permanente Erweiterung der Range werden. Er wird noch im September auf den Markt kommen und anfänglich in Irland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und auch Deutschland erhältlich sein. Ab Oktober wird man ihn dann auch in den USA finden. Preis in Großbritannien: 55 Pfund.
Tormore in der Speyside wurde erst 1960 erbaut und gehört damit zu den jüngeren „klassischen“ Destillerien in Schottland. Serge Valentin hat zwei unabhängige Abfüllungen aus der architektonisch recht interessanten Brennerei verkostet, eine von Gordon & MacPhail und eine vom unabhängigen österreichischen Abfüller Single Cask Collection. Beide werden von ihm wohlwollend aufgenommen:
Tormore 1997/2014 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseur’s Choice): 80 Punkte
Tormore 20 yo 1995/2015 (53.1%, Single Cask Collection, bourbon hogshead, cask #20143, 220 bottles): 84 Punkte
Die Destillerie Tormore. Foto von Frank Gauert, alle Rechte vorbehalten.