Bunnahabhain, Deanston, Ledaig und Tobermory haben mit Angus Upton einen neuen Global Brand Ambassador. Wie Drinks International berichtet, wird der von der Scotch Malt Whisky Society kommende Upton (er war dort für VIP-Tastings zuständig und einer der Jüngsten im Tasting Panel) die Malts der Distell Group weltweit vertreten.
Die neue Besetzung wurde notwendig, nachdem sich Kirstie McCallum aus dieser Position zurückzog. Wir wünschen Angus viel Spaß am neuen Betätigungsfeld!
Die Welt des kanadischen Whiskys besteht nicht nur aus Crown Royal – die Abfüllungen dort sind durchaus vielfältig und interessant, man muss sich ihnen nur mit dem Wissen nähern, dass die Produzenten dort mehr Freiheiten in der Gestaltung des Produktes besitzen und daher ein Vergleich mit schottischen, irischen oder amerikanischen Marken nicht zielführend ist. Und weil nur wenige davon den Sprung über den großen Teich schaffen, sind sie bei uns auch eher Exoten.
Serge Valentin hat heute sechs kanadische Whiskys verkostet. Ein paar davon kennt und bekommt man auch bei uns – leider sind es die, die bei Serge nicht gerade berauschend abschneiden. Aber es gibt auch welche, die seinen Gefallen finden:
Black Velvet (40%, OB, blend, Canada, +/-2015): 60 Punkte
Crown Royal (40%, OB, blend, Canada, rotation 1973): 70 Punkte
Shefford Manor 3 yo (40%, OB, Canadian rye, +/-2015): 65 Punkte
Tangle Ridge 10 yo (40%, OB, Canada, blend, +/-2015): 55 Punkte
WhistlePig 12 yo ‘Old World’ (43%, OB, Canada, straight rye, +/-2016): 88 Punkte
Canadian Rockies 35 yo (79.3%, OB, Canadian, for Taiwan, 2016): 89 Punkte
Bild: Diverse kanadische Whiskys – Foto von Hammersbach, CC-Lizenz
Mareike Spitzer von irish-whiskeys.de hat uns über zwei neue Whiskeys informiert, die nun in Deutschland vom Unternehmen vertreten werden und in Limburg zum ersten Mal verkostet werden können, unter Beisein eines der Besitzer der Marke, Jason Stubbs. Hier sind die wichtigsten Daten und Fakten für Sie:
Barr an Uisce – Craft Irish Whiskeys
Deutschlandpremiere auf The Whisky Fair in Limburg
Kurz vor Beginn der Traditionsmesse am nächsten Wochenende gibt es noch zwei brandneue Whiskeys aus Irland. Barr an Uisce Irish Whiskey ist eine neue unabhängige Whiskey Company in Irland und stellt sich erstmals auf der Whisky Fair in Limburg am Wochenende vor. Irish Whiskeys vertritt Barr an Uisce in Deutschland und wird diese erstmals auf einer Messe präsentieren. Jason Stubbs, einer der Eigentümer der Marke wird am Sonntag vor Ort sein und gerne ein persönliches Tasting direkt vor Ort geben.
Wer und was ist Barr an Uisce?
„Barr an Uisce“ bedeutet „über dem Wasser“. Außerdem ist es der irische Name, Barraniskey, eines Townlands im Herzen des wunderschönen County Wicklows an der Ostküste Irlands. Uisce bedeutet Wasser und wurde benutzt, als irische Mönche erstmals anfingen das zu destillieren, was wir heute als Whiskey kennen. Sie haben es „Uisce Beatha“, Wasser des Lebens, genannt.
Wicklow ist bekannt als der Garten Irlands und bestätigt dies mit einer atemberaubenden Landschaft. Die frischen Wasserströme, sanft geschwungene Hügel, üppige Wälder und wunderschöne Ausblicke bestätigen alles, wenn wir an Irland denken.
Der Gründer von Barr an Uisce Irish Whiskey, Ian Jones, kommt aus dem kleinen Dorf Redcross, welches direkt unterhalb von Barraniskey im County Wicklow liegt.
Ian’s Urgroßvater, Tim Dineen, gehörte ein Pub in Peak im County Cork, welches an der Süd-West Küste Irlands liegt. Um der Familientradition zu folgen, führt Ian’s Familie noch heute ein Pub als Familienunternehmen in Redcross, mitten in den sanften Hügeln des County Wicklow. Es ist das Zentrum der Gemeindeaktivitäten und des Lebens – auch noch über 100 Jahre nachdem sein Ur-Großvater mit der Geschichte begann. In diesem Pub in Redcross kommen Familien und Freunde zusammen, um Musik miteinander zu genießen und gemeinsam zu lachen, in einem typischen Irish Pub.
Barr an Uisce Irish Whiskey feiert die Tradition des Pubs als Zentrum der Gemeinschaft.
Redcross hat eine sehr interessante Geschichte. Es war einer der größten Haltepunkte für Pferde und Pferdewagen, die auf dem Weg von Südirland nach Dublin waren. Menschen, die an der Ostküste Irlands entlang gereist sind, haben in Redcross Halt gemacht. Es wurde ein Treffpunkt für Klatsch, Neuigkeiten, Kultur und Musik. 1803 wurde die Barraniskey Kirche gebaut. Noch heute steht das kupfer farbene Kreuz auf dem Friedhof in Redcross. Dieses kupferne Kreuz war die Inspiration für das Logo von Barr an Uisce Irish Whiskey.
Die Whiskeys
Barr an Uisce Irish Whiskey gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: Einen 10 Jahre alten Single Malt und einen Signature Blended Whiskey.
Barr an Uisce „1803“
Ein 10 Jahre alter Single Malt Whiskey, gereift in first fill Kentucky Bourbon Barrels und mit 46 % abgefüllt und nicht kühlgefiltert, um den vollen Geschmack zu erhalten. Ein ausdrucksstarker Whiskey, der in Erinnerung bleibt.
Der Whiskey wurde mit dem Wasser aus der eigenen Familienquelle im County Wicklow auf 46 % reduziert. Er hat Aromen von Vanille, weißer Schokolade und Karamel.
1803 steht für das Jahr, in dem die Kirche in Barraniskey gebaut wurde.
Barr an Uisce „Wicklow Rare“
Der Signature Blend von Barr an Uisce besteht aus 80 % Grain Whiske y und 20 % Single Malt Whiskey. Der Grain Whiskey reifte für 4 Jahre in First Fill Bourbon Barrels und der Single Malt durfte 10 Jahre in First Fill Bourbon Barrels reifen, bevor beide Whiskeys zusammengefügt wurden. Nachdem beide Whiskeys zusammen geblendet wurden, reiften sie weitere 6 Monate gemeinsam in Oloroso Sherry Fässern. Der Whiskey wurde mit 43 % abgefüllt und nicht kühlgefiltert, um das volle Aroma zu erhalten. Im Geschmack findet man Vanille, Honig und getrocknete Früchte.
Wicklow Rare wurde von den Eigentümern von Barr an Uisce selbst direkt vor Ort in der Destillerie entwickelt.
Wie The Scotsman heute berichtet, wird die Edrington Group (sie besitzen unter anderem auch die Marke Famous Grouse und die Destillerie Highland Park auf unserem Titelbild) das Büro in Perth schließen und alle Aktivitäten im Büro in Glasgow konzentrieren. 13 Arbeitsplätze werden durch die Schließung obsolet, bei 90 anderen redet man mit den Angestellten über die Möglichkeit einer Übersiedlung nach Glasgow.
Dort zieht man in ein neues Gebäude, allerdings ist der genaue Platz dafür noch nicht bekannt. Auch im alten HQ in Glasgow werden 8 Arbeitsplätze durch die Übersiedlung eingespart werden.
Heute endet die Sperrfrist für Informationen über einen neuen Lowland-Whisky von Douglas Laing, „The Epicurean“, und so können wir Sie mit den Informationen dazu versorgen. Der Importeur, das Bremer Spirituosen Contor, hat uns eine Presseaussendung geschickt, in der der neue Whisky vorgestellt wird. Hier ist sie in ihren relevanten Teilen:
NEUVORSTELLUNG VON “THE EPICUREAN”
Lowland Malt Scotch Whisky by Douglas Laing
Das schottische Familienunternehmen, Douglas Laing, wurde unlängst mit dem Titel „World Whiskies Awards’ Brand Innovator of the Year 2016“ ausgezeichnet. Das neueste Beispiel an einzigartiger Markenkreation ist die aktuelle Erweiterung der legendären Remarkable Regional Malts Kollektion um „The Epicurean“ Lowland Malt Scotch Whisky. Dieser elegante Vatted Malt vereint die feinsten Malt Whiskys der Lowlands und ergänzt auf perfekte Weise die bestehende Range an Remarkable Regional Malts aus der Speyside (Scallywag), den Highlands (Timorous Beastie) sowie der Insel Islay (Big Peat) und anderen schottischen Inseln (Rock Oyster).
Douglas Laing’s „The Epicurean“ vereint das Beste, was die Ost- und Westküste Schottlands zu bieten hat. Ein beeindruckendes Kraftpaket an intensiven Aromen von gemälzter Gerste, Zitrusfrüchten und Kräutern, wunderbar ergänzt um eine Fülle an floralen Noten. Aufwändige Illustrationen von Cocktail-Utensilien und Kristall-Dekantern schmücken Flasche sowie Geschenkschatulle und erinnern an das lebhafte Partyleben Glasgows in den 30er Jahren.
Fred Laing, Managing Director von Douglas Laing und Vertreter der zweiten Generation des Familienunternehmens, meint dazu:
“Um 1930 war “The Epicurean” in Glasgow eine typische Bezeichnung für wichtige Persönlichkeiten, die auf keiner Gästeliste fehlen durften und auf Partys stets im Mittelpunkt standen. Wo auch immer „The Epicurean“ auftauchte, wurde er sofort von einer Traube an Bewunderern umringt, die voller Spannung seinen Berichten folgten. Diese handelten meist von den edelsten Speisen und Getränken, die er während seiner Reisen um die ganze Welt kennenlernen durfte. Unser „The Epicurean“ ist eine Hommage an diesen schillernden und weltgewandten Genießer, der die Menschen seiner Zeit mit elegantem Charme, Charisma und einer Spur von frecher Großschnäuzigkeit faszinierte. Jegliche Ähnlichkeit zu Personen im aktuellen Management von Douglas Laing ist selbstverständlich reiner Zufall!
„The Epicurean“ ist als ein Lowland “Vatted” Malt die perfekte Ergänzung unserer Remarkable Regional Malts Kollektion, die bisher aus Timorous Beastie (Highlands), Scallywag (Speyside), Rock Oyster (Islands) und Big Peat (Islay) bestand.”
Die Firmenphilosophie von Douglas Laing folgt stets dem Ziel, den Whisky nicht zu verfälschen und deshalb mit relativ hohem Alkoholgehalt, in diesem Fall 46,2% vol., ohne Farbstoffe und rigoros ohne Kältefiltration abzufüllen. Der ausschließlich als Small Batch abgefüllte „The Epicurean“ Lowland Malt Scotch Whisky ist ab Ende April 2016 im gut sortierten Fachhandel erhältlich.
Verkostungsnotizen:
Ein beeindruckendes Kraftpaket an intensiven Aromen von gemälzter Gerste, Zitrusfrüchten und Kräutern, wunderbar ergänzt um eine Fülle an floralen Noten.
Am Gaumen vollmundig und süß wie karamellisierter Zucker. Aromen von geflämmter Zitrusschale und Pfirsich verbinden sich mit würzig-intensiven Thymian-Note.
Der lang anhaltende Nachklang endet in den für diesen Whisky typischen Kräuternoten mit einem Hauch Mandeln, frisch gemähtem Gras und karamellisiertem Zucker.
The Epicurean Lowland Blended Malt in der 0,7-Liter-Flasche, 46,2 % Vol., UVP: 41,90 Euro
In Österreich ist THE EPICUREAN unter anderem beim Importeur Genuss am Gaumen zu beziehen.
Die Woche auf Whiskyfun beginnt mit einer Reise auf die andere Seite der Weltkugel. Das tasmanische Trio kann Serge Valentin durchaus begeistern, wobei der Cradle Mountain eher durch das ungewöhnliche Fass (Cabernet Sauvignon Hogshead) auffällt. Die drei Downunders und ihre Bewertungen in der Übersicht:
Overeem ‘Sherry Cask Matured’ (60%, OB, Old Hobart Distillery, Tasmania, cask #OHD-074, +/-2015) 84 Punkte
Cradle Mountain 18 yo (52.9%, Cadenhead, World Whiskies, Tasmania, cabernet sauvignon hogshead, 132 bottles, 2015) 70 Punkte
Lark ‚Small Cask Aged‘ (58%, OB, Tasmania, Port cask, cask #473, 2014) 86 Punkte
Fast täglich sehen wir auf verschiedensten Blogs Beiträge zum Thema No Age Statement Whisky. Manche davon sind recht emotionale Beiträge, manche teilweise polemisch, einige gehen schlichtweg von fragwürdigen Annahmen aus. Unter all diesen Artikeln finden sich aber hin und wieder welche von unbestreitbarer Qualität, die gesondert zu erwähnen unserer Meinung nach angebracht ist.
Einer dieser Artikel ist auf Malt Mileage, einer australischen Seite, zu finden, stammt von Angelo Capuano und betitelt sich schlicht „The thing about No Age Statement (“NAS”) whisky is…“ und ist ganz nebenbei auch den Leuten bei Bruichladdich aufgefallen, die ihn gestern ebenfalls gefeatured haben.
Wie fasst man diesen langen, detaillierten und analytischen, dabei aber sehr gut lesbaren Artikel zusammen? Vielleicht so: Er versucht einerseits, die Gründe für das vermehrte Auftauchen von NAS-Whisky emotionslos zu beleuchten und die Logik dahinter aus Herstellersicht nachzuvollziehen, beschäftigt sich dann aber mit jedem dieser Pro-Argumente und hält ihnen die Nachteile für die Konsumenten entgegen. Hauptargument dagegen ist die Intransparenz beim Verhältnis zwischen Preis und Leistung, die – so zumindest die Argumentation von Malt Mileage – die durchaus auch vorhandenen Vorteile der Weglassung eines Altersstatements nicht aufwiegen kann. Aber auch andere Aspekte werden ausführlich und vor allem ausgewogen betrachtet.
Man mag, vor allem aber nicht nur auf Seiten der Industrie, nicht mit allen Argumenten dieses Artikels konform gehen, aber er ist unserer Ansicht nach eine gute, weil faire Basis für eine Diskussion und einem ernsthaften Dialog beider Seiten, der in dieser Angelegenheit erst langsam ins Rollen kommt, aber durchaus notwendig wäre.
Dass der Johnnie Walker Green Label wieder in Deutschland erhältlich ist, hat sich ja mittlerweile herumgesprochen – und dass der Preis für ihn in überschaubaren Grenzen bleibt, hat für zusätzliche Freude gesorgt. Für jene, die noch nicht so lange Whisky genießen: Der Johnnie Walker Green Label wurde als einer der trinkbarsten Blends von Johnnie Walker angesehen, und sein Verschwinden vom Markt wurde selbst unter Single Malt Freunden bedauert.
Jetzt also ist er wieder da, und auch auf dem englischen Markt hat er wieder Einzug gehalten. Grund genug für Ralfy, sich des Blends nach sechs Jahren erneut mit einem Video zu widmen. Damals, 2010, bekam der Green Label von ihm satte 89 Punkte. Wird es bei Ralfy diesmal also wieder eine ähnlich hohe Wertung geben? Nun, nicht ganz. Diesmal nicht, aktuell werden es 84 Punkte und Ralfy meint, der Green Label sei ein anderer als der von vor sechs Jahren – und es sei nicht nur sein eigener Geschmack, der sich geändert habe.
Warum der Green Label seiner Meinung nach anders ist, erklärt Ralfy in den knapp 15 sehenswerten Minuten des Videos – hier bei uns oder auf Youtube.
Wir haben bereits vor mehr als zwei Jahren von der geplanten Glen Wyvis-Destillerie berichtet, die in Dingwall entstehen soll. Damals standen die Eckdaten bereits fest: Die Destillerie sollte öffentlich finanziert werden, und man schätzte einen Finanzbedarf von 1 Million Pfund.
Aus der Million sind nun eineinhalb geworden, aber die Idee des Crowdfunding blieb bestehen. Wie einige schottische Medien, darunter auch der Independent, berichten, ist die Kampagne dafür nun angelaufen. 10% der angestrebten Summe sind bereits von 67 Personen investiert worden (Stand: Sonntag mittags), hier können Sie sehen, was man als Gegenleistung für seine Anteile über Community Shares Scotland erhält.
1.5 Millionen Pfund sind ein ambitioniertes Ziel, in gut zwei Monaten werden wir sehen, ob es erreicht werden konnte.
Dass sich Bourbon immer größerer Beliebtheit auch in unseren Regionen erfreut, merken wir von Whiskyexperts auch an den ständig steigenden Zugriffszahlen auf Artikel zu diesem Thema. Leider ist es im deutschen Sprachraum noch immer etwas schwierig, an etwas ausgefallenere Abfüllungen zu gelangen.
Zumindest für Wien und für einen Abend gab es allerdings Abhilfe: Die EBRA veranstaltete am Samstag in der österreichischen Hauptstadt ein ganz besonderes Bourbon und Rye – Tasting, bei dem wir von Whiskyexperts ebenfalls anwesend waren.
Wer ist nun die EBRA? Hier ein Zitat von der Website des Vereins:
Die European Bourbon and Rye Association, kurz EBRA, ist ein Verein nach Schweizer Recht und hat als Ziel amerikanische Whiskeys bekannter zu machen und eine Plattform für Liebhaber dieser Whiskeys zu bilden. Der Verein organisiert für seine Mitglieder und neugierige Gäste mehrere internationale Tastings im Jahr.
Das Tasting startete um 19 Uhr im 5. Wiener Gemeindebezirk, wie auf dieser Einladung angekündigt:
Verkostet wurden neun Abfüllungen, darunter auch Spezialabfüllungen der EBRA und alle durchaus kräftige Vertreter ihrer Gattung (nur zwei davon waren unter 50%). Damit konnte man einen sehr schönen Überblick über handwerklich herausragende Vertreter amerikanischen Whiskeys gewinnen. Zuvor konnte man sich noch bei ausgezeichnetem Essen für das Kommende stärken.
Ein Blick in den Tastingraum
Nach einem Bulleit Bourbon als Einstieg, der mithalf, die Sinne auf die geschmackliche Intensität des amerikanischen Whiskeys vorzubereiten, ging es gleich in medias res:
Der zehnjährige Bulleit, der mittelfristig auch nach Europa kommen soll, gefiel als rundere und dichtere Ausgabe des normalen Bulleit. Lediglich im Finish wirkte er eine Spur zu alkoholisch.
Der Larceny 92 Proof vermittelte den Eindruck des heftigen alkoholischen Abgangs noch deutlicher – bis dahin konnte er aber mit Weichheit und Honignoten punkten.
Der Wild Turkey, der speziell für EBRA abgefüllt wurde, zeigte die alte Charakteristik von Wild Turkey mit mehr Holz und viel Süße sowie einem schönen, langen Abgang. In der Nase begann er mit Pappkarton und Champignons, zeigte dann aber rasch deutliche Süße.
Die ersten drei Whiskeys sind aufgetischt und werden verkostet und kritisch bewertet
Weiter ging es zu Whiskey Nummer vier:
Fast bei allen Teilnehmern des Tastings unter den Top 3: Der Maker’s Mark Cask Strength. Ein komplexer, ständig changierender Whiskey mit fruchtigen Noten wie Marille oder Papaya, dazu angenehme Süße durch den Weizen und einem tollen Finish.
Der Knob Creek Single Barrel mit 60% war eigentlich vornehmlich eine laute und ungestüme Variante des normalen Knob Creek, ohne diesem Neues hinzuzufügen.
Aus der George Dickel Distillery stammte der Tennessee Whiskey, der extra für die EBRA abgefüllt wurde. In der Nase gebuttertes Popcorn, am Gaumen Pfirsich und ein wunderbar sanftes, aber langes Finish – dieser Whiskey wusste durch seine Andersartigkeit zu begeistern und zählte bei viele Gästen zu den Lieblingen des Abends.
Der nächste Whiskey war eine ausgesprochene Rarität und so nirgendwo im Handel zu beziehen: Ein sechsjähriger Corn Whiskey (99% Mais, 1% Gerste) aus Indiana. Extreme Süße am Gaumen und ein sehr langes, speicheltreibendes Finish kennzeichneten ihn – die 67.25% Alkohol konnte man eigentlich nur an diesem wirklich bemerken. Er ruht übrigens nach wie vor im Fass und wird wohl erst in ca. 2 Jahren endgültig abgefüllt.
An ihm scheiden sich die Geister: Für manche ist der Elijah Craig Barrel Proof (im Tasting das Batch mit 68.5%) nur mehr holzig, für andere der Inbegriff des Bourbon-Geschmacks. Auch bei ihm war der Alkohol gut eingebunden.
Ein würdiger Abschluss des Abends war der im Weinfass nachgereifte Corn-Whiskey, ebenfalls eine EBRA-Abfüllung. Eine harmonische Komposition süßer Geschmäcker, ein Dessert zum Abschluss und bei den meisten Teilnehmern an Platz 1 gereiht.
Die Verkostung endete erst knapp nach Mitternacht, und sie hat gezeigt, wie viel Vielfalt und Qualität im Bourbon steckt. Die EBRA hat diese Vielfalt als Botschafter nach Wien gebracht (und bringt sie auch in andere Nachbarländer) – wir wollen auf jeden Fall beim nächsten EBRA-Tasting in unserer Nähe wieder dabei sein und Neues aus den USA entdecken.
Die dritte Folge der Videoserie von Balvenie über Handwerkskunst ist vor kurzem erschienen, und wie angekündigt bringen wir diese nach ihrer Veröffentlichung bei uns auf der Site als Sonntagsvideo.
Chefkoch Michel Roux Jr. besucht diesmal Naine Woodrow in ihrer berühmten Töpferei in Clapham, um mit ihr darüber zu reden, was die Kunstfertigkeit in ihrem Beruf so besonders macht. Wie schon in den letzten beiden Folgen wird dann gekonnt der Bogen zur Handwerkskunst bei Balvenie geschlagen – begleitet von schönen und eindrucksvollen Bildern, die diese jeweils 8 Minuten sehenswert machen – hier bei uns oder auf Youtube.
Bulleit Bourbon und Bulleit Rye haben nicht nur rasch die Bars der Welt für Cocktails erobert, sie genießen unter Fans amerikanischer Whiskeys auch „neat“ einen guten Ruf. Thrillist hat nun 13 weniger bekannte Fakten über die Marke von Diageo zusammengesucht und in einer Liste veröffentlicht. Darin finden wir zum Beispiel, dass der Bourbon einen hohen Rye-Anteil enthält, dass der größte amerikanische Markt Kalifornien ist – und einige andere nützliche und weniger nützliche Fakten.
Lesestoff für das Wochenende gefällig? In der Süddeutschen finden Sie einen Artikel über die ewige Konkurrenz von schottischen und irischen Whisk(e)ys, von Bourbon oder Whisky aus Japan, wenn es um persönliche Präferenzen geht. So, wie es eingefleischte Fans von Scotch gibt, so lassen andere nichts über ihre Iren kommen oder über die amerikanischen Abfüllungen. Dabei, so der Tenor des Artikels, haben alle Spielarten des Wassers des Lebens ihre Vorzüge:
Man kann sich das wirklich sehr leicht merken, mit einer einfachen Eselsbrücke: Aus Irland (Ireland) und Amerika kommen Whiskeys, die sehr weich sind. Whiskys mit Torf oder Rauch im Aroma gibt es hingegen nur in Schottland – weit und breit kein „e“ in Sicht. Auch nicht in „Japan“ – ein Land aus dem immer mehr hervorragende Whiskys stammen. Wenn man also einen weichen Whiskey trinken möchte, kann ab hier kaum mehr etwas schiefgehen.
Ganz nebenbei erfährt man im Artikel, wie der Tumbler als Whiskyglas entstanden ist und was das mit der Prohibition zu tun hat.
Der Artikel ist flott geschrieben, daher unsere Leseempfehlung, auch wenn er nicht von viel Tiefgang geprägt ist.
Auch am Wochenende versorgen wir Sie mit den neuesten Informationen über Whisky – aus Schottland und aus aller Welt. So gibt es heute Neues über deutschen Whisky zu berichten. Die Gutsbrennerei Geuting hat uns über eine neue Abfüllung in einer Presseaussendung informiert, und wir geben diese Informationen gerne an Sie weiter:
Die Gutsbrennerei Geuting präsentiert ihre neue Whiskyabfüllung
Mit Hingabe und viel Liebe zum Detail ist es dem Team unserer Brennerei wieder einmal gelungen, einen einzigartigen Whisky auf den Weg zu bringen.
Aus drei neuen Fässern aus amerikanischer Weißeiche, wurden unterschiedliche Whiskydestillate zu einem einzigartigen Whisky vermählt.
Vier Jahre reifte im Fass Nr. 40 ein Single Malt Destillat, im Fass Nr. 49 ein Single Grain Destillat und im Fass Nr. 50 eine Kombination aus Single Malt und Single Grain Destillaten auf dem Gutshof unserer Familie im ehemaligen Getreidelager.
Zwischen den fast 200 Jahre alten Mauern des Gebäudes war der Whisky kaum Temperaturschwankungen ausgesetzt und konnte in Ruhe reifen.
Die gelungene Komposition der Fässer macht unseren Münsterländer Whisky unverwechselbar.
Die Abfüllung ist auf 1142 Flaschen limitiert und kostet 42 Euro.
Tasting Notes
Nase:
Malzig, fruchtig, feine Holznote
Geschmack:
Malzig, fruchtig, würzig nach Muskat, feine Holznote