Von Mareike Spitzer haben wir eine Pressemitteilung zu einem neuen irischen Whiskey erhalten, den sie mit irish-whiskeys.de exklusiv als Deutschlandpremiere auf der Aquavitae präsentieren wird und der durch seine Zusammensetzung Interesse erregen kann. Hier die Ankündigung des Blends der St. Patrick’s Distillery samt den Tasting Notes und einem Bild des neuen Whiskeys:
Irish Whiskeys kommt mit einer Deutschlandpremiere zur Aquavitae: St. Patrick’s Distillery
Dank der schnellen Spedition ist die Ware eine Woche früher als geplant eingetroffen und so bringen werden die Produkte ganz exklusiv auf der diesjährigen Aquavitae in Mülheim an der Ruhr vorgestellt.
Die St. Patricks Distillery hat einen ganz neuen Ansatz für die Herstellung ihrer Spirituosen. Die Basis für deren Vodka und Gin sind nur Kartoffeln. Es wird kein Getreide in irgendeiner Form verwendet. Doch neben diesen Spirituosen gibt es einen Blended Irish Whiskey und dieser bringt eine neue Richtung in den irischen Whiskey: Er besteht aus einem 3-jährigen Grain Whiskey und einem 21-jährigem Single Malt Whiskey. Diese Zusammensetzung verleiht diesem Blend eine außergewöhnliche komplexe Note, die man von einem Blend nicht erwartet.
Bei Bruichladdich wurde auf der Webseite diese Woche ein personeller Umbau bekannt gegeben, der durch den Abgang von Jim McEwan (im Juli) und Duncan McGillivray (schon im letzten Jahr) angestoßen wurde, aber für Insider keineswegs überraschend kommt: Production Director wird Allan Logan, und Adam Hannett nimmt die Position des Head Distillers ein. Beide sind langjährige Mitarbeiter der Destillerie.
Die Destillerie Tomatin hat uns darüber informiert, dass ihr CEO, Robert Anderson, von der Keeper of the Quaich Society in ihre Reihen aufgenommen wurde. Die Zeremonie dazu hat am 5. Oktober stattgefunden. Mit ihm wurden 42 andere neue Mitglieder aus 19 Ländern geehrt – die Gemeinschaft umfasst nun 2457 Personen.
Über das DCS Compendium von Balvenie haben wir ja schon gestern berichtet – heute haben wir die offizielle Presseaussendung von The Balvenie erhalten, zusammen mit einigem Bildmaterial. Beides wollen wir Ihnen gerne hier leicht bearbeitet vorstellen:
THE BALVENIE ENTHÜLLT DAVID STEWARTS BEEINDRUCKENDES LEBENSWERK
EINMALIGE WHISKY-KOMPOSITION AUS 25 SINGLE CASK RARITÄTEN UND BEGLEITENDEM SCHRIFTSTÜCK SPIEGELT DIE BESONDERE EXPERTISE DES MALT MASTERS WIDER
Das The Balvenie DCS Compendium ist eines der bedeutsamsten Whisky-Kollektionen, die jemals kreiert worden sind. Als besonderes Lebenswerk von The Balvenie Malt Master David Charles Stewart (DCS) – ein legendärer Vertreter der Whisky-Welt – wurde das Compendium zu Ehren seiner beispiellosen Karriere erstmalig bei einem internationalen Launch Event in London enthüllt. Eine Hommage an seine Leidenschaft für einmaligen Single Malt, die vor mehr als fünf Jahrzehnten in der Destillerie in Dufftown begann.
Für das The Balvenie DCS Compendium hat David Stewart außergewöhnlich seltene Single Malts ausgewählt, insgesamt 25 unvergleichliche Single Cask Whiskys. Ergänzt wird das Lebenswerk von einem begleitenden Buch, das David Stewarts jahrelange Expertise und Weisheiten bündelt. Er ist nicht nur einer von 12 Malt Mastern in der Scotch Whisky-Industrie, die das künstlerische wie auch naturwissenschaftliche Verständnis zur Whisky-Herstellung perfektioniert haben, sondern zugleich der dienstälteste in Schottland.
Eine Kollektion feinster Single Malts, die ihresgleichen sucht
The Balvenie Malt Master David Stewart zu Beginn seiner beispiellosen Karriere
Dieser Launch ist nicht nur ein ganz besonderer Meilenstein in David Stewarts Karriere, sondern auch in der Geschichte der The Balvenie Distillery. 25 außergewöhnlich seltene und verschiedene Single Cask Whiskys machen das Compendium für Whisky-Liebhaber und -Kenner so einmalig. Die verschiedenen Spezialitäten werden innerhalb der nächsten fünf Jahre schrittweise in besonderen Sets zu je fünf individuellen Abfüllungen veröffentlicht. Dabei bezieht sich jede dieser Kompositionen auf ein Kapitel in dem literarischen Gegenstück. Beginnend mit „Chapter One“, der aktuellen Enthüllung des ersten Single Malt-Sets aus fünf verschiedenen Jahrzehnten, thematisiert das erste Kapitel den wesentlichen Charakter von The Balvenie. Die gesamte Kollektion umfasst Whiskys, die zwischen 1961 und 2009 destilliert wurden und von acht bis hin zu über 50 Jahren in je nur einem einzigen Fass gereift sind – die jüngsten und auch ältesten Single Cask Whiskys von The Balvenie, die jemals enthüllt wurden. Der Alkoholgehalt jeder Qualität liegt dabei auf Fassstärke. Schon von Natur aus ist somit jede einzelne Abfüllung ein limitiertes Kunstwerk.
Ein besonderes Erbe in fünf eindrucksvollen Kapiteln
Kennen sich seit vielen Jahren: The Balvenie Malt Master David Stewart (rechts) und Global Brand Ambassador Sam Simmons (links)
Das geschriebene Pendant des The Balvenie DCS Compendiums ist in Zusammenarbeit mit dem Global Brand Ambassador Dr. Samuel J. Simmons, einem sehr engen Kollegen und guten Freund von David Stewart, entstanden. Das Buch besteht aus insgesamt fünf Kapiteln, die die einzigartige Karriere des Malt Masters festhalten. Eigens von David Stewart unterzeichnet, wird das literarische Lebenswerk zu jedem Whisky-Set erhältlich sein. „The Balvenie wird für seinen einzigartigen Charakter bewundert – geprägt durch die besondere Hingabe und Geduld, mit der wir unseren Whisky herstellen sowie seine reichen und bezeichnenden Honignoten gleichermaßen. Nach so vielen Jahren war es einfach an der Zeit, die gesammelten Fähigkeiten und das Wissen zu bündeln, die meine Kollegen – wirklich außerordentliche Handwerkskünstler – und ich uns in der vergangenen Zeit in der Destillerie angeeignet haben. Und das auf eine ganz besondere Art und Weise“, äußert sich Malt Master David Stewart zum Compendium. „Jeder der The Balvenie zu schätzen weiß, wird es genießen, das DCS Compendium zu entdecken. Genauso wie wir, als wir die Whisky-Komposition kreiert haben.“
Ein einmalig beständiger Charakter, der Jahrzehnte prägt
The Balvenie DCS Compendium „Chapter One“
Das literarische Werk beginnt mit dem Thema „Distillery Style“: Es sind die charakteristischen süßen Honignoten der Single Malts aus der The Balvenie Distillery, die das erste Kapitel in den Fokus stellt. Insbesondere David Stewart spielt hier eine bedeutende Rolle – wie er diesen einmaligen Charakter identifiziert und durch den Reifeprozess erzielt, sodass jede einzelne Qualität von The Balvenie diese klare und vertraute Note bewahrt. Und das unabhängig von der Fassart, in der der Whisky reift.
Individuelle Gravur auf jedem einzelnen Whisky-Set
Die Whisky-Spezialitäten aus „Chapter One“ sind alle in Refill-Fässern aus amerikanischer Eiche gereift. Die neun bis 46 Jahre alten Single Cask Single Malts präsentieren sich in einem hochwertigen Rahmen aus Walnussholz, handgefertigt von The Balvenie Craftsmen Sam Chinnery. In streng limitierter Auflage von nur 50 Exemplaren weltweit weist jedes Set als besonderes Sammlerstück eine individuelle Gravur auf. Die einzigartige Whisky-Komposition aus dem The Balvenie DCS Compendium „Chapter One“ ist in Deutschland zu einem UVP von 35.000 € erhältlich. Als besonderes Einzelstück kann zusätzlich der The Balvenie 1997 17 Year Old Cask 5365 erworben werden. Lediglich 18 der weltweit 64 Flaschen der süß-vanilligen und leicht-würzigen Whisky-Rarität stehen für deutsche Whisky-Liebhaber auch einzeln gerahmt zum Verkauf bereit (UVP 900 €).
Eine Reise durch die Welt der hohen Whisky-Kunst
Nach der Präsentation der ersten Whisky-Komposition in diesem Jahr werden vier weitere Sets bis 2019 enthüllt. In liquider Form spiegeln diese Single Cask Raritäten die weiteren Kapitel des geschriebenen Compendiums wider:
Chapter Two: The Influence of Oak
Chapter Three: Secrets of the Stock Model
Chapter Four: Expecting the Unexpected
Chapter Five: Malt Master’s Indulgendce
Whisky-Liebhaber und -Kenner dürfen sich schon jetzt auf eine spannende Entdeckungsreise freuen, die sie die feinsten Single Malts aller Zeiten erleben lässt. Stets den Spuren von Malt Master David Stewart und seinen unbezahlbaren Erfahrungen folgend.
THE BALVENIE DCS COMPENDIUM „CHAPTER ONE“ WHISKYS
THE BALVENIE 1968 46 Year Old – Cask 7293
TASTING NOTES
Duft: Nach Malz und Eiche zusammen mit Noten von braunem Zucker, vanilligem Toffee, kandierter Orange, Zimt und Ingwer
Geschmack: Samtig, nach Blütenhonig, vanilliger Eiche und einem Hauch Zitrone sowie einer zurückhaltenden Schärfe
Nachklang: Sanfte, anhaltende Noten von Vanille und Eichenwürze
Alkoholgehalt: 45,9 % vol.
THE BALVENIE 1978 37 Year Old – Cask 2708
TASTING NOTES
Duft: Reich und malzig, nach süßem Toffee und Vanille-Karamell, gefolgt von Honig- und cremigen Eichennoten
Geschmack: Reich nach Honigsirup, Karamell, cremiger Vanille und leichter Zimtwürze
Nachklang: Lang anhaltend cremig-süß und mild-würzig
Alkoholgehalt: 50,2 % vol.
THE BALVENIE 1985 30 Year Old – Cask 612
TASTING NOTES
Duft: Wohlduftend nach frischer Zitrone, überlagert von Heidehonig und milder Eichenwürze
Geschmack: Nach frischer Zitrone und kandierter Orange, mit einem süßen Hauch von Ahornsirup, leicht-würzig, mit einer dezent-vanilligen Eichennote
Nachklang: Zart-zitronig, dezent-würzig und eine leichte Eichennote
Alkoholgehalt: 54,1 % vol.
THE BALVENIE 1997 17 Year Old – Cask 5365
TASTING NOTES
Duft: Malzig, Aromen von Vanille, Toffee und Honig sowie einem Hauch Zimt überlagert von einer Karamellnote
Geschmack: Angenehm tiefgründig, nach süßem Toffee, vanilliger Eiche, flüssigem Honig und einer leichten Würze
Nachklang: Reich mit einer cremigen Süße und leichter Würze
Alkoholgehalt: 60,7 % vol.
UVP: 900 €
Ausschließlich diese Rarität ist in Deutschland in einer sehr limitierten Auflage auch einzeln, in Walnussholz gerahmt, erhältlich.
THE BALVENIE 2005 9 Year Old – Cask 6587
TASTING NOTES
Duft: Frisch, nach spritzigem Orangenaroma mit Noten von Gerstenzucker, kräftiger Vanille und einem Hauch Honig
Geschmack: Süßer Malzgeschmack, nach fruchtigem Obst und Vanille, mit einem Hauch von Zitrone und zartem Blütenhonig
Nachklang: Sanft mit leichten Malz- und Fruchtnoten
Alkoholgehalt: 57,5 % vol.
Der Octomore von Bruichladdich scheidet die Geister. Manche lieben ihn heiß, manche halten ihn für einen Freak unter den Whiskys, auf Show getrimmt und simpel gestrickt. Welcher Fraktion auch immer Sie anhängen – lesen Sie heute einmal die Verkostungsnotizen von Serge, in denen er den Octomore 7.1 und den Octomore 7.3 beschreibt. Wenn Sie auf Serge’s Urteil vertrauen, dann werden Sie feststellen, dass beide Seiten richtig liegen können – es kommt einfach darauf an, welchen Octomore man probiert. Hier die Wertungen:
Octomore 5 yo 2009/2015 ‚07.1‘ (59.5%, OB): 83 Punkte
Octomore 5 yo 2010/2015 ‚07.3 Islay Barley‘ (63%, OB): 91 Punkte
The English Whisky Co. hat heute einen neuen Whisky auf den Markt gebracht, Nummer 17 in der Reihe der Releases. Es handelt sich dabei um den ersten dreifach destillierten Whisky der St. George’s Distillery in Norfolk. Erhältlich ist er im Onlineshop der Destillerie, der Kostenpunkt ohne Porto und Verpackung: 50 Pfund.
Hier die Tasting Notes in unserer Übersetzung:
Nase: Vanillesoße, leicht zitronig mit einem Hauch Orange, Blaubeerkuchen und dunkle Schokolade. Cremiger Toffee und Butterscotch. Subtile Noten von Lakritze.
Am kommenden Wochenende werden auf der Aquavitae in Mülheim die Sieger des C2C Spirits Cup präsentiert. Der erste deutsche Publikumspreis für Whisky (und Rum), der mit Blindverkostungen ermittelt wird, geht heuer zum zweiten Mal über die Bühne – mit Tastings in ganz Deutschland. Petra Milde hat das Tasting in München mit einer ausführlichen Fotoreportage dokumentiert, sodass auch jene, die nicht an so einem Verkostungsevent teilnehmen konnten, einen Einblick in die Abläufe und die Arbeit eines Jurors erhalten können. Und Arbeit ist das richtige Verkosten und Bewerten von fast 20 Spirituosen auf jeden Fall. Den ausführlichen Bildbericht finden Sie auf meinwhisky.com.
Das „Dramfest“ wird in Elgin abgehalten werden, und zwar vom 9. bis 11. September, in der Stadthalle. Es wird dort neben Whisky auch andere Getränke geben – zum Beispiel Gin und Craft Beer aus der Region. Auch ums Essen und lokale Produkte wird es gehen.
Wer also in der herbstlichen Nebensaison noch einen Grund für einen Besuch der Speyside sucht: Bingo! 🙂
Selten, aber doch berichten wir über Neuerscheinungen, die vorderhand nicht am deutschen Markt erhältlich sind, aber für unsere Leser dennoch von Interesse sein könnten. Wie zum Beispiel heute über den Marktstart des ersten Single Cask Whisky von Three Ships aus Südafrika. Zur Distell Group gehörig, die auch Bunnahabhain, Tobermory und Deanston besitzt, ist der Three Ships Südafrikas bekanntester Whisky.
Der Three Ships Single Cask ist 10 Jahre alt und reifte in amerikanischen Eichenfässern, bevor er für 14 Monate in PX Sherry Casks gefinished wurde. Er ist mit 46.2% abgefüllt und erscheint im Rahmen der Three Ships Masters Collection, von der es jährlich neue Abfüllungen geben soll.
Man wird ihn von ausgesuchten Fachhändlern in Südafrika erhalten, umgerechnet soll er 55 Euro kosten. Wer schon einmal einen Three Ships gekostet hat weiß, dass man sich durchaus eine interessante Abfüllung erwarten kann. Quelle: The Whisky Business.
Die Connacht Whiskey Distillery in Ballina, Co. Mayo, wurde nun offiziell eröffnet und bringt die Tradition des Pot Still Whiskeys nach über 100 Jahren Absenz zurück in den Westen Irlands. Einen Bericht über die Eröffnungsfeier der 10 Millionen Euro teuren Destillerie finden Sie in Irish Building.
Die kleine Destillerie wird 40 Arbeitsplätze in der Region schaffen und 70.000 Cases im Jahr produzieren. Der Whiskey Director der Destillerie ist Tom Jensen, früherer CEO von Remy Cointreau USA. Als Master Distiller fungiert Rob Cassell.
Schon vor kurzem hat Serge Valentin jede Menge Abfüllungen aus der Destillerie Caol Ila verkostet (siehe hier), heute folgt der zweite Teil, und wieder sind es Unabhängige, denen er in der Verkostung sein Augenmerk widmet. Auch diesmal kreisen die Bewertungen rund um die 85 Punkte, und einen Sieger auszurufen ist schwer. Hier mal die verkosteten Whiskys und ihre Bewertungen – für die Beschreibungen einfach unserem Link zum Originalartikel folgen:
Caol Ila 2003/2015 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, 1st fill bourbon barrels): 84 Punkte
Caol Ila 2006/2015 (58.2%, Gordon & MacPhail, Exclusive for La Maison du Whisky, refill sherry hogshead, cask #306217, 251 bottles: 84 Punkte
Caol Ila 2000/2013 (56.8%, Malts of Scotland for Edition Feinschmecker, bourbon hogshead): 84 Punkte
Caol Ila 20 yo 1995/2015 (57.3%, Signatory Vintage, Straight From The Cask, hogshead, cask #714, 385 bottles): 86 Punkte
Caol Ila 1995/2008 (58.9%, Berry Brothers & Rudd, cask #10018+10019): 85 Punkte
Mehr Verkostungen zur Destillerie Caol Ila werden folgen.
Eine neue Kollektion von Balvenie wurde gestern am 13. Oktober in London vorgestellt: Balvenie DCS Compendium, als Hommage an Malt Master David Charles Stewart. Es handelt sich dabei um insgesamt 25 Abfüllungen, die bis 2019 in Batches erscheinen werden und insgesamt 125.000 Pfund kosten sollen. Das berichtet scotchwhisky.com in seiner Onlineausgabe.
Batch Nummer 1 umfasst fünf Flaschen, die man gemeinsam oder einzeln erstehen kann. Preislich sind sie alle sehr ambitioniert angesetzt:
1968: 46yo, Cask 7293, refill American oak hogshead, abgefüllt am 11. Juni 1968, 45.9%, £19,000.
1978: 37yo, Cask 2708, refill American oak barrel, abgefüllt am 11. März 1978, 50.2%, £4,500.
1985: 30yo, Cask 612, refill American oak barrel, abgefüllt am 1.2 Februar 1985, 54.1%, £1,300.
1997: 17yo, Cask 5365, refill American oak barrel, abgefüllt am 9. Juni 1997, 60.7%, £700.
2005: 9yo, Cask 6587, refill American oak barrel, abgefüllt am 6. Mai 2005, 57.5%, £400.
Den Preis für den Neunjährigen begründet man übrigens mit dem Umstand, dass es der einzige Balvenie sein wird, der mit diesem Alter abgefüllt werden soll und es daher eine einzigartige Gelegenheit sei, einen jungen Balvenie zu verkosten (was in realiter richtig, aber faktisch falsch ist: Es gab einmal einen 8jährigen Balvenie).
Als Bild können wir derweilen nur das amerikanische Label des 1968ers bieten, es ist das einzig Rechtefreie.
Nase: Eine dezente malzige Süße zeigt sich und wird begleitet von den Noten des Grain Whiskeys – mal deutlicher, mal dann aber auch leichter und dann weiß der Drombeg durch seine Milde zu gefallen.
Gaumen: Anflüge von Honig und Vanille ergänzen hier jetzt die malzige Süße. Der Drombeg, benannt nach dem berühmten Steinkreis, bleibt weiterhin recht mild, leicht und angenehm trinkbar.
Finish: Kurz mit einer alkoholischen Schärfe, die hier erstmals auftritt.
Alles in allem: Der Drombeg Irish Whiskey Blend kommt aus dem Hause der West Cork Distillers. 2003 starteten John O’Connell, Denis McCarthy und Ger McCarthy dieses Projekt einer unabhängigen irischen Destillerie. Zehn Jahre später reichte die damalige Brennerei in Union Hall schon nicht mehr aus und eine neue in Skibbereen nahm den Betrieb auf. Und wie bei vielen anderen neu gestarteten Destillerien findet sich im Portfolio auch Vodka und Gin, um kurzfristig Einnahmen zu generieren. Doch haben sich die West Cork Distillers dem Whiskey als Teil der irischen Identität verschrieben. Der Drombeg Irish Whiskey Blend bildet den Einstieg in ihre sich noch weiter entwickelnde Range. Das Etikett weist ihn als „Matured in Doublewood“ aus. Und diese Reifung hätte insgesamt durchaus ein wenig länger sein dürfen. So gibt es von uns ein knappes „Gut“ für diesen Blend.
Im Schweizer Online-Magazin Drinks and More findet sich ein Exklusivinterview mit Yu-Ting Lee (CEO der King Car Group, zu der Kavalan gehört) und Ian Chang (Masterblender von Kavalan). Die beiden wurden natürlich zur Destillerie und den dort produzierten Whiskys befragt. Hier ein kurzer Auszug:
F: Kavalan hat in sehr kürzer Zeit ein ansehnliches Sortiment an Whiskies herausgebracht. Was ist von Kavalan in nächster Zeit an interessanten Innovationen zu erwarten?
Ian Chang: Wir arbeiten einerseits permanent an der Optimierung der Qualität aber auch an der Weiterentwicklung unserer Produktelinie. Wir forschen an einigen Innovationen und werden in nächster Zeit mit einigen Überraschungen aufwarten können. Herr Lee ist sehr innovativ und hat viele Ideen. Wir werden uns also sicher nicht auf den Lorbeeren ausruhen.