Neu: Tomatin 36yo (mit Tasting Notes)

Die Highland-Destillerie Tomatin hat heute den neuen Tomatin 36yo veröffentlicht. Der erste Batch umfasst weltweit 800 Flaschen mit einem empfohlenen Verkaufspreis von £499.99. Der Whisky wurde mit 46% abgefüllt und ist in einer Kombination aus Bourbon barrels und Oloroso Sherry Butts gereift.

Hier sind die offiziellen Tasting Notes in unserer Übersetzung:

Aroma: Birnensaft, Ingwerstückchen, Butterscotch, Vanilleeis, Sherry und Milchschokolade.
Gaumen: Holz- und Malznoten, nicht so süß wie die Nase, Nelken und Kardamom.
Finish: Weich und elegant, cremig mit einem Hauch Würze.

36 Bottle Box Lo

36 Bottle Lo

Neu: Tullibardine 1952 (60yo) – mit Video

Mit 60 Jahren ist der Tullibardine 1952 der älteste Whisky, der in dieser Brennerei jemals abgefüllt wurde. Destilliert wurde er gerade einmal 3 Jahre nach Gründung der Highland-Destillerie im Jahr 1949. Vor dem Abfüllen wurde er jetzt noch in kleinen Sherryfässern gefinisht.

Nach so langer Zeit haben die Engel einen gehörigen Anteil des Fassinhaltes an sich genommen: Nur 70 der außergewöhnlich geformten Decanter werden auf den Markt kommen – und zwar zu einem Preis zwischen 16.000 und 20.000 Pfund. Die Stärke des Whiskys ist im Artikel auf The Spirits Business nicht angegeben.

Auch einen Film zum Whisky gibt es auf Youtube oder hier bei uns: Zwei Minuten lang ist er, und am Ende sieht man auch die hölzerne Präsentationsbox, in der der Tullibardine verkauft wird.

Tulli-1952-decanter_800

Serge verkostet: Zwei Craigellachie

Vor einiger Zeit hat die Bacardi-Gruppe die Destillerie Craigellachie in der Speyside mit drei neuen Originalabfüllungen (13, 17 und 23 Jahre) wieder ins Rampenlicht gestellt. Aber auch bei Unabhängigen lässt sich einiges dieser Destillerie finden (Whiskybase listet über 300 solcher Abfüllungen).

Serge Valentin hat heute zwei unabhängige Craigellachies verkostet, beide mittleren Alters. Jener von Douglas Laing schneidet dabei deutlich besser ab als der von Wemyss:

  • Craigellachie 2002/2014 ‚Dark Treacle Fondant‘ (46%, Wemyss Malts, butt, 804 bottles): 78 Punkte
  • Craigellachie 18 yo 1995/2014 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, sherry butt, 252 bottles): 85 Punkte

Wir verkosten: The Quiet Man 8yo Single Malt, 40%

The Quiet Man, ein Nordire, der in Derry City abgefüllt wurde, ist uns von Irish-whiskeys.de zum Verkosten zugesandt worden. Das Interessante daran: Hier wurde New Make von anderen Destillerien gekauft und im eigenen Betrieb in First Fill Bourbon Casks umgefüllt. Der Whiskey reifte dann die komplette Zeit in Nordirland, Londonderry.

 

 

 

 

The Quiet Man 8yo, 40%
Single Malt Whiskey
Niche Drinks Co. Ltd, 10 Rossdowney Road, Derry, Northern Ireland
mit Farbstoff
Verkoster: Silvia Behrens, Bernhard Rems
Sample von: Irish-Whiskeys.de

 

 

 

 

 

 

 

tqmot

Nase: Ein Korb Gartenfrüchte, warmes Kompott mit einem Schuss Zitrone und einer kleinen Gewürznelke, Apfelkoch und rote Beeren, mit reichlich Vanillezucker abgeschmeckt, sowie etwas Agavendicksaft. Darüber jede Menge Pfirsichduft und der Duft frisch geschnittener Narzissen. Weich und rund und bezaubernd.

Gaumen: Im ersten Moment wässrig, dann sich eindickend wie ein Nektar. Über den Pfirsich legt sich eine Grapefruit-Note, bringt würzige Bitterkeit, aber ausgewogen und niemals dominant. Warme Zuckerwatte ummantelt das Ganze.

Finish: Erstaunlich lang, bittersüß, schön ausbalanciert.

Alles in allem: Durchgehend erfreulich, ein sehr schön breiter Whiskey, der mit der würzig-dezenten Bitternote zu aller Süße und Ausgeglichenheit noch etwas Ecken und Kanten addiert. In der Nase und am Gaumen versteckt sich der Alkohol, das macht ihn gefährlich trinkbar. Ein Sehr Gut hat er sich verdient, und wie gerne würden wir den auch noch mit 46% sehen …

Whisky im Bild: Karte der schottischen Destillerien (groß)

2401 x 3451 Pixel groß ist die Karte der schottischen Destillerien von Wikimedia Commons, die wir Ihnen hier zum Download präsentieren. Maximilian Dörrbecker hat sie unter Verwendung von topographischem Material von Eric Gaba erstellt. Sie können hier eine ZIP-Datei mit der Karte von unserem Server herunterladen. Bitte die Datei nur mit den Credits weitergeben.

Die Karte zeigt fast alle existierenden Destillerien, die auch bereits Whiskys am Markt haben (als Auslassungen sind unserem Leser Klaus Doblmann unter anderem Macduff, Glenglassaugh und Abhainn Dearg aufgefallen), weiters viele Lost Distilleries und auch einige Grain Distilleries (hier nur jene, die sich in Betrieb befinden). Jedenfalls eine tolle Arbeit.

"Scotland map of whisky distilleries-de" by Maximilian Dörrbecker (Chumwa) - Own work, usingtopographic map by Sting (Eric Gaba)map of whisky regions by Rappilio. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.
Scotland map of whisky distilleries-de“ by Maximilian Dörrbecker (Chumwa) – Own work, usingtopographic map by Sting (Eric Gaba)map of whisky regions by Rappilio. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.

Die Karte gibt es auch auf Wikimedia als png-Datei zum Download, falls Sie diesen Dateityp bevorzugen.

Ralfy’s Video Review #542: Ardbeg Ten, neu betrachtet

Ein Klassiker ist er, der Ardbeg Ten. Viele sagen, er sei eine der besten Einstiegs-Standards, die man um Geld kaufen kann. Tatsache ist: Wenn es um Islay-Whiskys geht, wird er fast immer im ersten Atemzug genannt.

Verkostungsnotizen von ihm gibt es wahrscheinlich fast so viele, wie es Whiskyliebhaber mit Internetaffinität und Mitteilungsbedürfnis gibt (nur wir hier haben noch keine gepostet – ein zu tilgendes Versäumnis). Warum ihn also nochmals besprechen?

Nun, erstens einmal: Wenn Ralfy einen Whisky unter die Lupe nimmt, ist das immer aufschlussreich und unterhaltsam, und zweitens verändern sich auch die Standards mit der Zeit (man denke nur einmal an den Ardbeg Uigeadail). Und Ralfy’s letzte Review des Ten ist mittlerweile 5 Jahre her.

Das Ergebnis ist ein Erfreuliches: 89/100 – und Ralfy meint, er sei so gut wie er vor fünf Jahren war. Was sich verändert habe, so Ralfy, sei seine Erfahrung mit Whiskys, und deshalb würde er den Ten jetzt auch etwas anders erleben.

14 Minuten, die wieder einmal Freude machen. Auf Youtube, oder oben bei uns.

Whisky mit Eis: Wenn schon, dann mit Stil

Whisky mit Eis – in der Regel ist das, was den Geschmack anbelangt keine gute Idee. Das Eis kühlt den Whisky und der verschließt sich dadurch, und man beraubt sich so selbst der Komplexität und der vielschichtigen Aromen, die das Wasser des Lebens bietet.

Manchmal möchte man den Whisky aber einfach nur trinken. Und es gibt ja kein Gesetz, das Eis im Whisky oder Whiskey verbietet. Einen Schuss Bourbon über Eis und ihn auf diese Weise cool genießen – wenn der Sommer so richtig Kraft hat, dann ist das manchmal durchaus nicht zu verachten. Und unser Motto bei Whiskyexperts ist ja sowieso: Erlaubt ist, was schmeckt.

Besonders schön geht es mit dem tropfenförmigen Eis, das eine von Pininfarina entwickelte Hochdruck-Eismaschine herstellt: Durch die Erzeugung unter Druck springt und kracht das Eis nicht, wenn es mit Flüssigkeit in Berührung kommt, und der einzelne Tropfen sitzt ohne Wackeln am Glasboden. Zudem schmilzt er durch die geringere Oberfläche auch langsamer berichtet Daily Mail.

Die Maschine dafür gibts um umgerechnet 350 Euro zu kaufen, oder man geht in London ins Savoy oder ins Connaught Hotel. Dort bekommt man den Eistropfen mit seinem Drink serviert. In diesem Sinne: Genießen Sie den Sommertag!

icedrop

Video: Besuch bei Deanston

Sonntag ist auf Whiskyexperts Video-Tag, und heute begeben wir uns zu einer Destillerie, die in einer ehemaligen Baumwoll-Mühle installiert wurde: Deanston.

Deanston gehört wie Tobermory und Bunnahabhain zur südafrikanischen Distell Group und hat über die letzten Jahre einiges an Reputation gewonnen. Wie die erst 1965 gegründete Destillerie innen und außen aussieht, können Sie im schön gemachten knapp über vier Minuten langen Video hier bei uns (oberhalb des Newsartikels) oder direkt auf Youtube sehen.

In eigener Sache: Whiskyexperts baut um

Über die nächsten Tage wird Whiskyexperts den Internetauftritt etwas umbauen – dabei kann es zu einigen kurzen Auszeiten oder zu nur teilweise verfügbaren Features kommen. Auch kann die Seite hin und wieder nur unvollständig oder etwas chaotisch geladen werden.

Natürlich bemühen wir uns, diese Umbauzeiten so kurz wie möglich zu halten und wir werden dazwischen auch immer wieder den ungestörten Betrieb garantieren können. Jedenfalls freuen wir uns darauf, Ihnen die Änderungen und Verbesserungen schon bald präsentieren zu können. Danke für Ihr Verständnis!

Details zur Produktumstellung bei Nikka Whiskys

0

Wir haben ja schon vor einigen Tagen die Nachricht gebracht, dass Nikka seine Produktlinie radikal umstellen wird, da geringe Lagerbestände eine Fortführung in der gewohnten Weise unmöglich machen. Der japanische Whiskyboom hat die Lager geleert, man muss nun darauf achten, mit den bestehenden Lagern sinnvoll umzugehen und daneben mittel- bis langfristig wieder ausreichende Bestände aufzubauen.

The Spirits Business hat nun Details zur Umstellung bestätigt – und sie ist wirklich umfassend. Eingestellt werden mit sofortiger Wirkung:

  • Alle Yoichi und Miyagikyo Single Malts mit Altersangabe
  • ebenso deren NAS-Ausgaben
  • der Tsuru 17yo in der Keramikflasche
  • der Tsuru 17yo im Glasdecanter
  • G&G White
  • Black Nikka 8 yo
  • und Malt Club.

Für Yoichi und Miyagikyo werden neue NAS-Statements auf den Markt kommen, aber diese mit einem neuen Blending und einem neuen Preis. Die neuen Abfüllungen werden in Japan im September vorgestellt, international dann Anfang 2016.

Prinz Charles besucht Ardbeg und Laphroaig

Zwei Islay-Destillerien feiern dieses Jahr ihren 200. Geburtstag: Ardbeg und Laphroaig. Gestern war Prinz Charles auf der Insel der acht Destillerien, und von seinem Besuch bei Ardbeg hat Deadline News einen Bericht und einige Fotos gebracht, die wir hier aus Copyrightgründen leider nicht bringen können.

Charles erhielt eine Flasche Kildalton als Gastgeschenk, denn dieser Whisky wurde ja zur Unterstützung einer seiner Initiativen für lokale Anliegen in Schottland aufgelegt.

Kildalton

Vom Besuch bei Laphroaig hat Beam Suntory zwei Bilder veröffentlicht:

laphcharl2

laphrchar

Serge verkostet: Drei alte Ben Nevis

Die Whiskys aus der Destillerie Ben Nevis gehören zu jenen, die mit einem gewissen Abenteuergefühl beim Öffnen einer unbekannten Flasche verbunden sind: Mal sind es wunderbare Tropfen, mal breitet man lieber den Mantel des Schweigens über sie. Einfach sind sie aber niemals, denn sie haben einen ausgeprägten Charakter, der vom Prädikat „lieblich“ ziemlich weit entfernt ist.

Serge Valentin hat heute drei ältere Abfüllungen aus der Destillerie verkostet, und er kommt zu folgenden Wertungen:

  • Ben Nevis 22 yo 1990 (60.4%, Jack Wiebers, cask #0218, 120 bottles): 84 Punkte
  • Ben Nevis 32 yo 1972/2004 (47.6%, OB for LMDW, hogshead, cask #600, 116 bottles): 87 Punkte
  • Ben Nevis 43 yo 1970/2014 (44.7%, Berry Bros & Rudd, single blend, cask #3): 80 Punkte

Video: Whisky und Tee – wie man mischt

Vor einiger Zeit brachten wir einen Artikel des Wall Street Journals über die asiatische Gepflogenheit, Whisky und Tee zu mixen. Hier ist nun ein Video (auch auf Youtube), das an einem Beispiel zeigt, wie man diese Mischung in der Menge vornimmt. Wie mit Wasser beginnt man mit einer kleinen Menge und beobachtet, wie der Tee den Whisky verändert. Viel Vergnügen beim Nachmachen und Ausprobieren, und wir würden uns über Ihre Erfahrungsberichte freuen.

Blogrundschau: Benromach, Glendronach, Laphroaig, Balblair, Springbank

Den Whiskytag heute beginnen wir wieder einmal mit einer Blogrundschau, in der wir uns englischsprachigen Seiten und deren Verkostungsnotizen widmen. Und los geht’s:

  • Der Benromach 15yo ist zunächst einmal auf Maltfascination verkostet worden – mehr Holz, mehr Frucht als der 10yo, also durchaus sehr gut; aber man findet ihn nicht so herausragend wie es der 10yo bei seinem Erscheinen war.
  • Auch Words of Whisky hat den Benromach 15yo verkostet – hier findet man ihn ebenfalls sehr gut, mag aber den 100 Proof noch lieber.
  • Der Laphroaig Cairdeas 2014 wird auf Boozedancing sehr gemocht – und nebenher gibts einen schönen Bericht über einen Besuch bei Laphroaig
  • Besthotwhiskyreviews schenkt sich den Balblair 10yo von Gordon & MacPhail ein – man mag ihn, bricht aber nicht vor Begeisterung zusammen.
  • Sehr begeistert zeigt man sich hingegen auf Masterquill vom Springbank 18yo – auch wenn man meint, er wäre wegen seiner „Maskulinität“ nicht für jedermann.
  • Und WhiskyIsrael hat den Glendronach Cask Strength Batch #4 im Glas – man ist sehr erfreut, auch wenn der große Sherryhammer ausbleibt.