Ein Bericht, der in Osttirol heute erschienen ist, beschäftigt sich mit der Naturbrennerei Kuenz in Dölsach. Diese über die Region hinaus bekannte Brennerei stellt nicht nur hervorragende Obstbrände her, sondern wird ab 2017 auch einen eigenen Whisky anbieten, den Rauchhkofel. Dies ist eine Neuentwicklung, die zur Zeit in den Eichenfässern der Brennerei lagert und darauf wartet, abgefüllt zu werden. Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Artikel:
Am 10. Oktober 2014 haben Florian und Johannes den Getreidebrand in die Eichenfässer gegeben. „Das klare Destillat steht jetzt schon zur Verkostung bereit. Es ist spannend zu verfolgen, wie sich aus dem Getreidebrand ein echter Whisky entwickelt”, so Florian. Im Herbst 2017 wird man den ersten Whisky „Rauchkofel” vom Kuenzhof genießen können.
In der Brennerei wird momentan auch am Besucherzentrum gebaut. Was man dort wann und wie zu sehen bekommen kann, erfährt man auf der Website der Brennerei.
SWR-Redakteur Alfred Schmit gibt in einem Beitrag auf der Website des SWR Tipps zur Geldanlage mit Whisky. Mehr als eine sehr weitläufige Einführung ins Thema darf man sich dabei nicht erwarten, die Anregungen, die dort gegeben werden, sind zumindest nicht grundfalsch. Es gibt auch ein gut zweiminütiges Soundfile dazu – das können Sie hier abhören.
Vier Destillerien in Norwegen, vier in Finnland, eine in Island, jede Menge in Schweden und Dänemark – auch unsere anderen nördlichen Nachbarn haben, was Whisky anbelangt, einiges zu bieten.
Whiskysaga.com hat nun eine Karte der Destillerien aus diesen Ländern zusammengestellt und auf ihrer Seite veröffentlicht. Auf der Karte sind nicht nur die Destillerien verzeichnet, sondern ein Klick auf die Symbole bringt auch noch zusätzliche Informationen zum Vorschein. Super!
Die klickbare und zoombare Karte gibts auf whiskysaga.com
So sehr man Serge’s Verkostungen von ausgefallenen, alten und exotischen Abfüllungen interessant finden kann – wir freuen uns immer, wenn er auch aktuelle Standards und preislich attraktive Neuerscheinungen verkostet. Der Nutzwert ist einfach höher, und selbst wenn man seinen Geschmack nicht teilt, so ist einfach die Menge an Verkostungen, die man bei ihm findet, ein guter Referenzpunkt, an dem man so ungefähr abschätzen kann, wo man selbst eine Abfüllung einordnen würde. Und die einen oder anderen „Unbekommbaren“ darunter, Raritäten und Antiquitäten, sind dann wie das Salz in der Suppe.
Ganz in diesem Sinne bringen wir Ihnen heute die Wertungen von Serge’s Verkostung einer Reihe von Abfüllungen aus der Destillerie Glenlivet – darunter auch der Founder’s Reserve, der in Deutschland den 12jährigen ablöst, und einige weitaus ausgefallenere Tropfen. Hier, ohne Kommentare unsererseits, die Wertungen:
Glenlivet ‚Founder’s Reserve‘ (40%, OB, 2015): 78 Punkte
Glenlivet ‚Nàdurra First Fill Selection Batch No. FF0714‘ (48%, OB, 2014): 82 Punkte
Glenlivet 18 yo ‚Guardians‘ (55.7%, OB, cask #2911, 2011): 86 Punkte
Glenlivet 7 yo (75° proof, Peter Thompson, early 1970s): 92 Punkte
Glenlivet 35 yo 1979/2014 (51.6%, Mackillop’s Choice, cask #6102, 235 bottles): 90 Punkte
Glenlivet 1946/1972 (43%, Berry Bros and Rudd): 77 Punkte
Glenlivet 30 yo 1983/2013 (58.8%, Berry Bros and Rudd, for A. Light, cask #2877): 88 Punkte
Auch in Österreich wird am 30. Mai der Ardbeg Day begangen, und hier werden die Abfüllungen in der Embassy nur nach voriger Reservierung abgegeben. Die offizielle Embassy ist laut Aussendung diesmal die Bar Halbestadt – und so wird der Ardbeg Day in Österreich ablaufen:
Was erwartet Dich am Ardbeg Day 2015?
Ganz der Tradition entsprechend feiert Ardbeg am 30. Mai gemeinsam mit seinen treuesten Fans die neueste Ardbeg Abfüllung. 2015 steht ganz unter dem Motto:
Der ultimative Islay Malt. Einzigartig, mystisch, legendär feiert sein 200jähriges Bestehen!
Wo wird der Ardbeg Day 2015 stattfinden? Wie erhalte ich eine Flasche der neuen Abfüllung?
EMBASSY – BAR HALBESTADT – Stadtbahnbogen 155/U6, 1090 Wien 17:00
Ab in die Zukunft und rein in die Halbestadt! Erich Wassicek und Konny Wunder öffnen die Tore und freuen sich auf ein futuristisches get-together. Die ersten 90 Committee Mitglieder, die sich bis zum 27. Mai unter der in der Mail angegebenen Adresse zum Ardbeg Day anmelden, erhalten mit ihrer Anmeldungsbestätigung einen Voucher, mit welchem eine Flasche der neuen Limitierten Edition Ardbeg Perpetuum vorab reserviert und während des Ardbeg Day Events exklusiv gekauft werden kann.
Der Ardbeg Day beginnt um 17:00 mit einer exklusiven Verkostung der neuen, Limitierten Edition Ardbeg Perpetuum.
Muss ich etwas beachten, wenn ich meine vorab reservierte Flasche der Limitierten Edition, Ardbeg Perpetuum abholen möchte?
Bitte berücksichtige, dass nur vor Ort anwesende, per Voucher legitimierte Gäste mit Personalausweis jeweils eine Flasche der neuen Abfüllung erhalten. Beachte hierbei, dass es uns nicht möglich sein wird eine Flasche der neuen Abfüllung zu verschicken, oder an Dritte zu übergeben. Die Flasche kann nur persönlich vom Ticketbesitzer in Empfang genommen werden.
Von Ardbeg erreichte uns soeben eine Pressemitteilung zur kommenden Ardbeg-Day-Abfüllung „Perpetuum“. Sie enthält neben Infos über Verfügbarkeit und Preis auch die offiziellen Tasting Notes, und wir teilen sie natürlich gerne mit Ihnen:
Ardbeg feiert 200-jähriges Bestehen. Neben diversen Festlichkeiten wird dieses seltene Jubiläum mit einer limitierten Abfüllung gefeiert, die den rauchigsten, torfigsten und komplexesten Single Malt der Welt vollendet verkörpert: Am Ardbeg Day am 30. Mai 2015 stellt die Destillerie seinen Ardbeg Perpetuum vor, eine Abfüllung, in der sich Reminiszenzen an die ereignisreiche Vergangenheit, Gegenwart und vielversprechende Zukunft vereinen.
Die Welt hat sich gewaltig verändert seit die Brennerei Ardbeg im Jahr 1815 auf der kleinen schottischen Insel Islay den Betrieb offiziell aufnahm. Dennoch wird ihr Single Malt auch 200 Jahre später noch vom Torf, dem weichen Wasser und dem authentischen Charakter der Insel geprägt. Im Ardbeg Perpetuum spiegelt sich die enge Verbindung zur wilden Landschaft von Islay perfekt wider.
Der Ardbeg Perpetuum bringt Stile und Schicksalswendungen zum Tragen, die sich im Laufe der Zeit auf die Brennkunst von Ardbeg ausgewirkt haben. Sie werden geschickt zu einer Abfüllung verschmolzen, die das Beste verkörpert, was Ardbeg zu bieten hat. Kenner werden eine unendlich tiefgründige, reiche, verführerische Kombination klassischer Ardbeg-Wesenszüge und außerordentlich cremiger Nuancen herausschmecken.
Dr. Bill Lumsden, Director of Distillation and Whisky Creation bei Ardbeg sagt:
„Ardbegs Charakter existiert seit nunmehr 200 Jahren und wird hoffentlich noch weitere Jahrhunderte Bestand haben. Wir feiern den runden Geburtstag mit der zum Ardbeg Day 2015 erscheinenden Jubiläumsabfüllung Ardbeg Perpetuum. Die limitierte Abfüllung enthält einige sehr alte und junge Ardbeg Destillate, seidige Noten aus Bourbonfässern, würzige Anteile aus Sherryfässern und in die Zukunft weisende Überraschungen. Das Ergebnis ist ein Zusammenspiel aus klassischen Geschmacksnuancen, die an dunkle Schokolade und Melasse erinnern mit einer Andeutung von Meeresgischt, Torfrauch, Vanille nebst einer Note von Sherryfässern. Dabei ist ein denkwürdiger Single Malt mit unendlichem Abgang entstanden.“
Ardbeg Perpetuum wird mit 47,4 Volumenprozent Alkohol nicht kühlfiltriert abgefüllt und ist ab 30. Mai 2015 in Ardbeg Embassies und im gut sortierten Fachhandel zum Preis von ca. 77,90 € (UVP) erhältlich. Außerdem wird Ardbeg Perpetuum in ausgewählten Bars und Restaurants ausgeschenkt.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Preis gilt für Deutschland und wird in Österreich und der Schweiz etwas anders kalkuliert werden
Verkostungsnotizen
Farbe: Tiefe Bernsteinfarbe Aroma: Sanft, köstlich und verlockend, mit der unverwechselbaren ardbeggian Kombination aus Teer, Ruß und Kiefernharz. Danach kommen Andeutungen von dunkler Schokolade, Toffeesirup, Kaffeesatz und eine entfernte nussige Note. Ein bisschen Wasser fördert die frische, salzige Meeresbrise, ein bisschen Leinsamenöl und die Duftnote des unverkennbaren Ardbeg Charakters: Kiefernharz und Zitrusfrüchte. Ein unglaublich frisches Bukett für solch einen torfigen Whisky. Mundgefühl: Die cremige Textur verteilt sich sanft im Gaumen. Geschmack: Intensiver, robuster, rauchiger Torf; herzhafter geräucherter Speck, Zimt und Muskatnuss, aber auch eine unglaublich cremig-süße, vanillig-schokoladige Geschmacksnote, welche den Gaumen schmeichelt. Ein unendlich langer Abgang, mit ein bisschen Leinsamenöl, dank den Sherryfässern, ein kleinwenig Teeröl und Teer, sehr dezent und sanft.
Dass in Zeiten niedriger Zinsen und Renditen Whisky als Spekulationsobjekt immer beliebter wird, darüber konnten wir schon mehrfach berichten. Eine neue Idee haben Rupert Patrick, ehemaliger Commercial Director bei Diageo, und Paul Tustain entwickelt. Letzterer ist CEO bei und Gründer von Bullion Vault, einer Handelsplattform im Internet, auf der Gold und Silber per Onlinekonto gekauft und verkauft werden kann, ohne dass man sich über die Lagerung der Edelmetalle Gedanken machen muss. Denn darum kümmert sich Bullion Vault.
So ähnlich soll auch WhiskyInvestDirect funktionieren. Die Anleger können hier dann in Whisky investieren, der größtenteils noch in Fässern lagert. Über Angelsden werden die für den Start benötigten £2.000.000 gesammelt, knapp über 50 % konnten schon akquiriert werden. Für den Rest bleiben noch 13 Tage. Und der Crowdfunding Blog Crowdstreet sieht für dieses Konzept recht große Erfolgschancen. Neben einer Rendite von 5 % spricht für Whisky, dass es sich um ein emotionales Investment, was „für viele Menschen noch ungleich interessanter sei, als profanes Gold“, handelt.
Eine Laphroaig-Session findet heute bei Serge Valentin statt – und in seiner Verkostung tummeln sich auch der neue 15jährige zum 200. Jubiläum sowie der 25jährige in Fassstärke, der letztes Jahr erschienen ist. Das Quartett der verkosteten Abfüllungen wird noch durch zwei Unabhängige komplettiert. Die Wertungen können sich sehen lassen:
Laphroaig 15 yo ‚200th Anniversary‘ (43%, OB, 2015): 90 Punkte
Laphroaig 25 yo ‚Cask Strength 2014 Edition‘ (45.1%, OB): 90 Punkte
Laphroaig 14 yo 2000/2015 (55.4%, Riegger’s Selection, cask #4126, 102 bottles): 90 Punkte
Laphroaig 15 yo 1998/2014 (61.6%, SV, LMDW, refill sherry butt, cask #700356, 554 bottles): 84 Punkte
Lost Distilleries und Abfüllungen, die einem lange im Gedächtnis bleiben werden (garniert mit ganz „normalen“ Geschmackseindrücken) – das ist die Kurzzusammenfassung unserer heutigen Blogrundschau, die Verkostungsnotizen auf verschiedenen internationalen Whiskyseiten zusammenfasst. Also, gehen wir gleich in medias res:
Einen Caperdonich 1994 von Berry’s Own Selection hat man auf Maltreview.com verkostet – man mag die Lebendigkeit und Tiefe dieser Abfüllung aus der verlorenen Destillerie
Auch der Imperial 1995 der Creative Whisky Company wird sehr gemocht – zumindest auf The Mashtun
Einen Highland Park Odin hätten wir auch noch – oder besser gesagt: Words of Whisky hatte ihn, und man mag ihn dort, allerdings ohne große Begeisterung
Sehr begeistert hingegen ist man auf tire-bouchon vom Kilkerran WIP 5 aus dem Jahr 2013 (Bourbon Wood) – der neue und letzte der Serie kommt ja dieser Tage auf den Markt (in zwei Variationen)
Und auf Malt Fascination lobt man den Balvenie Tun 1509 in höchsten Tönen – man reiht ihn noch über den Balvenie Tun 1401
Einen Beitrag über die irische Glendalough Distillery findet man heute im Irish Examiner. Der Artikel beleuchtet die schon recht abwechslungsreiche Geschichte dieser noch jungen Destillerie aus Wicklow und beschreibt kurz einige der verschiedenen Produkte, die man dort bereits auf den Markt bringt. Wer mehr über das aufstrebende Unternehmen wissen will, ist mit dem Artikel dort bestens bedient.
Von Benromach gibt es heute zu Wochenbeginn eine neue Abfüllung zu vermelden: Der Benromach 15yo wird auf den internationalen Märkten gelauncht. Für die Destillerie stellt er laut Ewen Macintosh, dem COO von Gordon & Macphail, den Besitzern von Benromach, einen wichtigen Meilenstein dar. Er folgt in der Komposition den gleichen Prinzipien wie der Zehnjährige: im alten Speyside-Stil gemacht und ganz leicht getorft.
Der Benromach 15yo wird mit 43% abgefüllt und kostet in England knapp unter 50 Pfund. Auf den Exportmärkten kann die Preisgestaltung durch Steuern und Zölle sowie dem Umrechnungskurs natürlich davon abweichen.
Edit: Ein paar Stunden nach unserer Meldung gibt es nun auch Infos zum neuen Benromach auf der offiziellen Website – Sie können sie hier nachlesen.
Ein Artikel in der svz.de feiert das fünfjährige Bestehen der Preußischen Whiskydestillerie Schönermark; und diese wiederum feiert ihr Jubiläum mit der ersten fünfjährigen Abfüllung, die weicher und runder sein soll als die bisherigen Abfüllungen, aber trotzdem den typischen Charakter des Destillats weiter fortschreibt.
Die Destillerie in der Uckermark ist nicht nur regional bekannt, Cornelia Bohn, die die Destillerie gegründet hat und betreibt, fährt als Botschafterin ihres Whiskys zu Messen im In- und Ausland und findet auch dort viel Zuspruch. Hier ein Auszug aus dem Artikel:
„Inzwischen fühle ich mich wie eine Art Botschafterin der Uckermark“, sagt Cornelia Bohn. Sie muss Vorträge halten, wie sie als Frau eine eigene Brennerei betreibt. Sie muss auf internationalen Messen den rauen Hochprozentigen aus Schönermark inmitten der kaum noch überschaubaren Konkurrenz behaupten. Sie muss nach Monaco, um über ihre Verpackungsidee zu referieren. Zwischendurch war der Preuße ausverkauft. Von der jüngsten Abfüllung im November gab es gerade noch bis Dezember Nachschub, dann zuckten die Händler mit den Schultern.
Aus dem Archiv des ersten deutschen Fernsehen stammt die Dokumentation „Flüssiges Gold – Die Schotten und ihr Whisky“, die wir für Sie als unser Sonntagsvideo auf Youtube ausgegraben haben. Es ist eine knapp 45minütige Reise durch Schottland aus dem Jahr 2004, ein Besuch bei den Menschen, die Whisky machen und Whisky genießen, und ein Wiedersehen mit einigen der üblichen Verdächtigen der Whiskyszene. Zu sehen auf Youtube oder wie üblich gleich hier bei uns:
An die Mitglieder der Glengoyne Familiy wurde heute die Nachricht ausgesendet, dass ab sofort das 4. Batch des Glengoyne Teapot Dram zu bestellen ist. Mit 58.7% abgefüllt, ist er ein Sherry-Whisky in Fassstärke, der an den Whisky erinnern soll, der an die Arbeiter der Destillerie ausgeschenkt wurde. Insgesamt gibt es 3178 Flaschen davon.
Der Teapot Dram hat sich im Vergleich zum Batch #3 wiederum deutlich verteuert und kostet nun 90 Pfund (Nummer 3 war um 75 Pfund zu haben, Nummer 2 um 60 Pfund). Dazu kommen natürlich noch, bei Versand, die nicht gerade günstigen Versandgebühren aus Schottland.
Für alle, die nicht der Glengoyne Family beigetreten sind, ist der Teapot Dram #4 ab dem 18. Mai hier zu bestellen (für Family Members ist das ab sofort möglich, auf ein Gratis-Goodie wie im Vorjahr, den Flachmann, wurde diesmal aber verzichtet).