Eye For Spirits: Wie der Schwefel in den Whisky kommt

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Unangenehme, schwefelige Noten im Whisky – vielen sind sie schon begegnet, und manch bekannter Whisky-Verkoster scheint seine ganze Energie nur noch für dieses Thema aufzuwenden. Sie werden immer auf eine Behandlung der Sherry-Fässer mit Schwefelkerzen oder Begasung mit Schwefeldioxid zurück geführt. Diese Maßnahmen sollen vor bakteriellem oder Wildhefebefall schützen.

Philip Reim präsentiert uns auf Eye For Spirits in seinem Artikel für das Vorkommen von Schwefel und schwefelhaltigen Verbindungen im Scotch drei Gründe. Neben der schon erwähnten Behandlung der Sherry-Fässer entstehen im Herstellungsprozess des Whiskys Schwefelverbindungen zwangsläufig. Und ein Teil verschwindet auch wieder – und ein Teil auch nicht.

 

Nordirland: Nach 80 Jahren wieder Dunville’s Whiskey

Eine seit 80 Jahren „schlafende“ Marke kehrt nun wieder auf den Markt zurück: Wie The Irish Times heute berichtet, wird Dunville Whiskey wieder erscheinen. Der Dunville Whiskey wird in der Echlinville Distillery, in Kircubbinin, Co Down, produziert werden, die seit letztem Jahr wieder die entsprechende Lizenz besitzt. Und obwohl Whiskey natürlich mindestens drei Jahre im Fass reifen muss, gibt es Dunville Whiskey bereits wieder. Echlinville Distillery Managing Director Shane Braniff erklärte, dass man Bestände einer anderen Destillerie aufkaufte und selbst geblendet hat. Diese „Erstausgabe“ wird, so der Direktor, natürlich lange vor 2016, wenn der nächste Batch von Dunville Whisky erscheinen wird, ausverkauft sein.

Dunville Whisky gab es seit 1935 nicht mehr. Die Echlinville Distillery erhielt ihre Lizenz im Mai 2013, als erste Destillerie in Nordirland seit über 125 Jahren und wird gerade zu einem hochmodernen Destilleriekomplex ausgebaut.

Foto der alten Dunville Distillery  von Thomas Holmes Mason (1877-1958), aus der Mason Photographic Collection der National Library of Ireland.
Foto der alten Dunville Distillery von Thomas Holmes Mason (1877-1958), aus der Mason Photographic Collection der National Library of Ireland.

Video: Islay in den Sechzigern

Ein höchst interessantes und amüsantes Video aus den Sechzigern bringt uns zurück auf ein vergangenes Islay – mit wunderbaren Malts, ursprünglichen Destillerien und einem Inselleben, wie es dies heute nicht mehr gibt. 25 Minuten in SW, hergestellt vom schottischen Fernsehen und zu unserer Aufmerksamkeit gebracht von Dr. Mario Prinz und Whisky Somelier Arun Prashant. Schauen Sie sich das an!

 

Hanse Spirit Eintrittskarten: Die Gewinner stehen fest

Heute morgen zog unsere Glücksfee aus allen richtigen Antworten auf unsere Gewinnfrage (die richtige Antwort war: zum vierten Mal) die drei glücklichen Gewinner der jeweils zwei Eintrittskarten zur Hanse Spirit in Hamburg. Herzlichen Glückwunsch! Sie wurden per Mail benachrichtigt.

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Allen Anderen danken wir für ihre Teilnahme. Und wir weisen an dieser Stelle noch auf ein weiteres Gewinnspiel hin: Bis Ende des Monats verlosen wir noch eine Flasche Glenfarclas 10yo, die von Global Brand Ambassador Ian McWilliam handsigniert wurde.

Serge verkostet: Bowmore x12

Wir sollten wohl annehmen, dass diese Verkostung nicht an einem einzigen Tag geschah, sondern nur die Ergebnisse hier zusammengefasst wurden – denn 12 Kostproben auf einmal zu bewerten schein uns hier eine fast unmögliche Aufgabe zu sein. Wie auch immer: Serge Valentin von Whiskyfun hat sie in einer Verkostung bewältigt, mit 12 Abfüllungen von Bowmore und gemischten Resultaten. Die offiziellen Abfüllungen schneiden dabei schwäcer ab aös die unabhängigen – ein Trend, den man immer wieder sieht. Interessant übrigens, dass Serge bei seiner Verkostung den 18jährigen ganz ähnlich bewertet wie wir es in unserer Adventverkostung taten: Sensationelle Nase, der Rest eher schwach. Hier die gesammelten Ergebnisse:

  • Bowmore ‚Legend‘ (40%, OB, 2013): 77 Punkte
  • Bowmore 12 yo (40%, OB, +/-2013): 84 Punkte
  • Bowmore 18 yo (43%, OB, +/-2013): 76 Punkte
  • Bowmore 1996/2011 (46%, Moon Import, cask #1330, 268 bottles): 87 Punkte
  • Bowmore ‚Feis Ile 2013‘ (56.5%, OB, bourbon, 1000 bottles): 83 Punkte
  • Bowmore 16 yo 1997/2013 (56.3%, James MacArthur, Old Masters, bourbon wood, cask #800203): 85 Punkte
  • Bowmore 16 yo 1997/2013 (56.1%, Riverstown, hogshead, cask #3013-205, 251 bottles): 85 Punkte
  • Bowmore 22 yo 1990/2013 (46.8%, Wilson & Morgan, PX sherry finish, casks #3321-3350): 84 Punkte
  • Bowmore 25 yo ‚Small Batch Release‘ (43%, OB, +/-2013): 78 Punkte
  • Bowmore 23 yo 1989/2013 (52%, The Whisky Agency and Three Rivers Tokyo, refill butt, 300 bottles): 89 Punkte
  • Bowmore 1976/1994 (51.4%, Scotch Malt Whisky Society, #3.22): 84 Punkte
  • Bowmore (?) 1961/1973 (43%, Berry Bros & Rudd for Best Milano): 94 Punkte
Bowmore Destillerie, Foto von Mick Garatt, CC-Lizenz
Bowmore Destillerie, Foto von Mick Garatt, CC-Lizenz

Wolfburn: Newsletter abonnieren und Sample gewinnen

Fässer in Wolfburn
Fässer in Wolfburn

Wolfburn wirft langsam aber sicher ein wenig die Leinen aus, um im Teich der Interessenten zu fischen. Auch wenns bis zum ersten Release noch gut zwei Jahre hin sein wird, beginnt man bereits diese Woche damit, einen eigenen Newsletter an Interessenten auszusenden. Die nördlichste Festlanddestillerie Schottlands hat sich ein nettes Incentive dafür ausgedacht: Wer den Newsletter hier abonniert, kann eine kleine Probe des Spirits aus Wolfburn gewinnen. Nicht uninteressant, würden wir sagen…

Diageo verteuert Whiskys um 10% – 17%

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Ansatzweise haben wir bereits am Morgen davon erfahren, nun hat es uns eine zweite, unabhängige Quelle bestätigt: Diageo wird die Preise seiner Abfüllungen für die Händler (und damit für die Käufer) am 1. Februar um ca. 10% bis 17% anheben. Wir sprechen hier hauptsächlich von den Standardabfüllungen. Laut einer belgischen Quelle werden sich die Preise für einige der Standards wie folgt verändern:

Caol Ila 12 + 7 euros
Cardhu 12 + 2 euros
Dalwhinnie 15 + 3,50 euros
Lagavulin 16 + 7 euros
Oban 14 + 8 euros
Talisker 10 + 3 euros

Normalerweise haben die Preiserhöhungen eines Marktführers etwas wie Leuchtfeuercharakter – es steht zu befürchten, dass sich auch 2014 die meisten Whiskys preislich nicht gegen Süden bewegen, sondern überverhältnismäßig teurer werden.

Fair Händler werden vielleicht mit der Weitergabe der Preissteigerungen warten, bis das Lager umgeschlagen ist (man wird ja noch hoffen dürfen…)

Serge verkostet: Zwei neue offizielle Balvenie

Der neue 16jährige Balvenie Triple Cask und eine 12jährige Single Barrel Abfüllung sind heute in der Verkostung bei Serge Valentin von Whiskyfun. Interessanterweise schneidet der jüngere der beiden Whiskys bei Serge punktemäßig deutlich besser ab (aber auch der Triple Cask wird nicht schlecht beurteilt). Der Triple Cask hat für ihn einfach zu viel Eiche im Finish, das gab Punkteabzug. Der 12jährige hingegen gewinnt diese Punkte im Finish dazu. Hier die Details:

  • Balvenie 16 yo ‚Triple Cask‘ (40%, OB, 2013): 83 Punkte
  • Balvenie 12 yo ‚Single Barrel‘ (47.8%, OB, cask #12759, 2013): 87 Punkte
Balvenie Destillerie, Foto von Cls With Attitude, CC-Lizenz
Balvenie Destillerie, Foto von Cls With Attitude, CC-Lizenz

Aberfeldy plant neues Besucherzentrum

STV News berichtet heute, dass die Destillerie Aberfeldy das Besucherzentrum einer komplettem Renovierung unterziehen will. Die Arbeiten dafür sollen bereits am Samstag beginnen und im April abgeschlossen werden.

Man wird dabei auch das Restaurant überarbeiten, mit einer neuen Speisekarte und einer Ausrichtung auf lokale Produkte, so Charlotte Brown, die Managerin des Besucherzentrums. Auch der Laden wird ausgebaut und das Angebot erweitert. Ebenfalls neu: eine Ausstellung alter Erinnerungsstücke, die der Öffentlichkeit zum ersten Mal zugänglich gemacht werden.

Aberfeldy
Aberfeldy – Foto von Garrit, GNU-Lizenz

Whyte & Mackay: Suntory dementiert

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suntory

Gestern fragte The Spirit Business bei Suntory nach, was an dem Gerücht wahr sei, der japanische Getränkekonzern wolle Whyte & Mackay übernehmen. Heute dementiert laut The Spirit Business Hasumi Ozawa aus Suntorys PR-Abteilung: “We have never negotiated on the acquisition of Whyte and Mackay”.

Wir wissen jetzt mehr, sind aber dadurch nicht schlauer, wie es mit Whyte & Mackay weitergehen soll.

Serge verkostet: Zwei Luxus-Blends

Chivas 18 by Pininfarina

Zwei besondere Blends sind heute in der Verkostung bei Serge Valentin – einer besonders besonders durch seine Verpackung, der andere durch seine Historie. Ersterer ist der Chivas Regal 18 yo ‚Pininfarina Level 1‘, dessen Gestaltung aus der bekannten italienischen Designschmiede stammt, der andere der „The General“ von Compass Box, der vor allem durch das Alter einer Komponente (33yo) besticht. Nachdem es bei Whisky eher um den Inhalt als um die Form gehen sollte, wird auch jener von Serge bewertet – und da schneiden beide nicht schlecht ab:

  • Chivas Regal 18 yo ‚Pininfarina Level 1‘ (40%, OB, blend, 2013): 83 Punkte
  • The General (53.4%, Compass Box, blend, 1698 bottles, 2013): 91 Punkte

Richard Paterson im Gespräch mit WhiskyCast

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WM

Über mögliche Interessenten an einem Kauf von Whyte & Mackay berichten wir in den letzten Wochen regelmäßig. Und werden es wohl auch noch weiter tun, solange einerseits die von Diageo dominierte United Spirits nicht abschließend formuliert haben, wie sie die Bedenken des Office of Fair Trading ausräumen möchte. Und es anderseits mehrere Interessenten für einen Kauf von Whyte & Mackay gibt.

Es ist aber auch interessant, wie die Menschen, die bei Whyte & Mackay arbeiten, über diese Situation denken. Mark Gillespie hatte beim Victoria Whisky Festival in Kanada exklusiv die Möglichkeit, für WhiskyCast mit ihrem Master Blender Richard Paterson zu sprechen. „The Nose“ arbeitet seit nun mittlerweile fast 44 Jahren bei Whyte & Mackay und erlebte in dieser Zeit neun Übernahmen. Mittlerweile durfte er seinen 19 Boss begrüßen, und die genaue Anzahl der Marketing Menschen, die er in dieser Zeit traf, kann er nicht genau benennen. So ist aus seiner Sicht die Konstante von Whyte & Mackay die Unbeständigkeit, die ihn ein wenig enttäuscht werden lässt.

Das komplette Interview wird es bald bei WhiskyCast HD zu sehen sein. Vorab gibt es im Artikel und in der Episode 462 von WhiskyCast einen kurzen Ausschnitt. Bei Minute 2:24 geht es los.

Unsere drei Gewinnspiele: Links zum Mitmachen

Gleich drei Gewinnspiele haben wir momentan auf Whiskyexperts für Sie laufen – und an allen dreien können Sie jetzt noch teilnehmen und schöne Preise gewinnen, wenn Sie unseren Links folgen:

Wir wünschen viel Glück bei allen dreien!

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Suntory bietet für Whyte & Mackay

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WM

CNBC TV18 berichtet, dass der japanische Spirituosen-Riese Suntory nur wenige Tage nach der angekündigten Übernahme von Beam Inc. nun auch ein Angebot zur Übernahme von Whyte & Mackay abgegeben hat. Das Angebot soll bei knapp unter 1 Millinon US-$ liegen und durch drei private Investoren unterstützt worden sein. Suntory hat dieses gerücht bisher nicht kommentiert, The Spirit Business konnte weder von Vertretern von Suntory noch von Diageo (als jetziger Besitzer von Whyte & Mackay) und Whyte & Mackay selbst eine Stellungnahme erhalten.

Durch einen Kauf von Whyte & Mackay würde Suntory ihre Position auf dem Markt in Großbritannien weiter ausbauen. Diageo ist gezwungen, sich von Whyte & Mackay zu trennen, um die Bedenken des Office of Fair Trade UK bezüglich einer möglichen Monopolstellung von Diageo auszuräumen (wir berichteten).