Serge Valentin von Whiskyfun hat heute drei junge Lagavulin im Glas, darunter auch die neue, wenn auch jährliche 12jährige Special Release. Und diese bekommt von ihm nicht nur satte 92 Punkte, sondern auch höchstes Lob für Klarheit und Geschmack (voriges Jahr gab es übrigens 91 Punkte). Auch die anderen Abfüllungen schneiden bei der Verkostung nicht schlecht ab:
Laggan Mill ‚The Secret Islay‘ (56%, The Coopers Choice, sherry, cask #9466, 320 bottles, 2013: 88 Punkte
Lagavulin 12 yo ‚Special Release 2013‘ (55.1%, OB): 92 Punkte
Lagavulin 15 yo 1979 (59.2%, The Syndicate, +/-1994): 92 Punkte (den wird man aber wohl nur mehr schwer finden…
417 Whiskys hat Ralfy schon mit einer Video-Review verkostet und besprochen, Nummer 418 widmet sich jetzt der Hausdestillerie von Gordon & MacPhail, Benromach. Es geht um den rauchigen Speysider Benromach 2004 Peat Smoke – und laut Ralfy ist das einer der beweist, dass man auch in der Speyside guten rauchigen Whisky herstellen kann (aber: Wer die rauchigen Whiskys von BenRiach kennt, wird diesen Umstand kaum anzweifeln. Bei Ralfy bekommt der 2004 Peat Smoke schöne 86 aus 100 Punkten – und 15 Minuten auf Video. Wie immer sehenswert, egal ob hier oder auf Youtube.
Der letzte Tag vor Weihnachten ist angebrochen, und als Vorbereitung für diesen Festtag finden wir eine ältere Miniatur hinter dem vorletzten Türchen: Den Bruichladdich Links 1, The Old Course St. Andrews. Er ist bis 2003 14 Jahre in einem Refill-Fass aus Spanischer Eiche gereift – weltweit wurden 12.000 Flaschen abgefüllt (und zusätzlich die Miniaturen). Silvia Behrens und Bernhard Rems haben ihn verkostet.
Nase: Es beginnt mit Zitronenzesten und einem Hauch von Rauch, wirklich nur ganz, ganz wenig. Etwas Seeluft gesellt sich dazu, dann kandierter Ingwer. Je länger der Links im Glas verweilt, desto mehr treten Frucht- und Blumennoten hervor – er wirkt fast zerbrechlich. Im Hintergrund etwas Metallisches, das nicht ganz dazu passt.
Gaumen: Die zarten Fruchtnoten bleiben, auch der Rauch, aber jetzt noch subtiler. Das Ganze wird mit ein Paar Krümeln Milchschokolade glasiert, dann findet sich etwas Bitteres, Metallisches im Hintergrund
Finish: Mittel, wärmend, trocken werdend.
Alles in allem: Ein anständiger, aber nicht herrausragender Whisky, der zu gefallen weiß. Er wirkt für seine 14 Jahre etwas jung, durch seine subtilen Noten aber nicht ungestüm. Wir geben ihm ein sicheres „Gut“.
Morgen ist Weihnachten – was wird uns und den Lesern das Christkind bringen?
Einer der Namen, den man unweigerlich mit Whisky in Verbindung bringt, ist der Name der Familie Urquhart. John Urquart war schon im Gründungsjahr Partner der Herren James Gordon and John Alexander MacPhail – und seine Familie sollte mit Gordon&MacPhail verbunden, ja gleichgesetzt sein. Heute ist Michael Urquhart der Managing Director von G&M, und als solcher wurde er für seine Verdienste um den schottischen Whisky und seine Geschäftstüchtigkeit mit dem Lifetime Award des anerkannten whiskyadvocate blogs ausgezeichnet. Wohlverdient, finden wir, und gratulieren von hier aus recht herzlich. (Da wir kein rechtefreies Bild von Michael besitzen, finden Sie sein Konterfei auf whiskyadvocateblog.com)
Glendronach Destillerie. Bild: K. Schwebke. CC-Lizenz.
Serge Valentin von Whiskyfun hat sich einer ganzen Menge von Glendronachs für eine Verkostung angenommen, darunter auch zwei, die gerade erst erschienen sind und die vom Preis her mehr als vernünftig gestaltet sind. Das sind gleich die beiden ersten in der Verkostung: Der Cask Strength Batch 3 und die Abfüllung für Whiskybase. Beide kratzen knapp an der Marke von 90 Punkten – wer also ein Faible für sherrylastige Whiskys hat, kann bei beiden bedenkenlos zugreifen. Hier einmal alle Wertungen:
Glendronach ‘Cask Strength’ (54.9%, OB, batch 3, 2013): 89 Punkte
Glendronach 11 yo 2002/2013 (57.2%, OB, for Whiskybase, oloroso sherry butt, cask #2751, 701 bottles): 89 Punkte
Glendronach 11 yo 2002/2013 (52.1%, OB for The Whisky Agency, Pedro Ximenez Sherry Puncheon, cask #712, 624 bottles): 90 Punkte
Glendronach 13 yo 1996/2009 (59.4%, OB, oloroso, cask #193, 399 bottles): 86 Punkte
Glendronach 1996/2011 (54.7%, OB for 25th Anniversary Wein & Whisky Berlin, PX sherry puncheon, cask #1372, 401 bottles): 87 Punkte
Glendronach 18 yo 1995/2013 (53.7%, OB, batch 9, PX sherry puncheon, cask #3302, 677 bottles): 87 Punkte
Glendronach 16 yo 1994/2011 (56%, OB for K&L Wine Merchants USA, Pedro Ximenez Puncheon, cask #3186, 606 bottles): 88 Punkte
Glendronach 14 yo 1994/2009 (58.5%, OB, oloroso sherry puncheon, cask #2311, 602 bottles): 72 Punkte
Glendronach 19 yo 1994/2013 (56.3%, OB for Monnier & Trachsel, oloroso sherry butt, cask #1098, 690 bottles): 85 Punkte
Glendronach 20 yo 1993/2013 (52,6%, OB for The Whisky Fair, oloroso sherry butt, cask #13, 668 bottles): 90 Punkte
Glendronach 19 yo 1993/2012 (54.2%, OB, UK, oloroso sherry butt, cask #487, 673 bottles): 89 Punkte
Glendronach 20 yo 1993/2013 (54.7%, OB, oloroso sherry butt, cask #16, 669 bottles): 88 Punkte
Glendronach 16 yo 1993/2009 (60.4%, OB, oloroso sherry, cask #523, 634 bottles): 87 Punkte
Glendronach 16 yo 1992/2009 (57.2%, OB, oloroso sherry butt, cask #1140, 598 bottles): 91 Punkte
Glendronach 21 yo 1992/2013 (59,8%, OB, batch 9, oloroso sherry butt, cask #195, 566 bottles): 90 Punkte
Glendronach 19 yo 1991/2011 (50.4%, OB for The Nectar, Belgium, PX sherry puncheon,cask #3181, 624 bottles): 86 Punkte
Glendronach 21 yo 1991/2013 (49,9%, OB, batch 9, PX sherry puncheon, cask #5405, 702 bottles): 80 Punkte
Glendronach 23 yo 1990/2013 (50,6%, OB, batch 9, PX sherry puncheon, cask #1243, 379 bottles): 88 Punkte
Auch heute wird es rauchig – aber diesmal gehen wir wieder nach Irland, um dort den Connemara Peated Single Malt Whiskey zu verkosten. Silvia Behrens und Bernhard Rems haben die 22. Miniatur für uns verkostet.
Nase: Fichtennadeln, ein Geruch nach Badesalz, vermengt mit Rauch, Torf und einem Wald nach einem Regen. Jod ist da, das etwas Modrige eines Moores, alkoholische Schärfe. Nach einiger Zeit arbeitet sich Süße nach vorne, ein Geschmack wie ein Rumaroma, aber mit metallischem Einschlag.
Gaumen: Metall und Rost sind die ersten Eindrücke, die man am Gaumen wahrnimmt. Rauch spürt man, Chili, feuchte Erde, etwas Barbecue-Aroma, es hat einen „dosigen“ Geschmack, als würde man die letzten Reste aus einer Konserve herausstochern. Aber: Man kann das durchaus mögen.
Finish: Lang, wärmend. Bitter wie Tang oder Algen, ziemlich ungestüm.
Alles in allem: Einen Schönheitspreis für seine Aromen gewinnt der Connemara Peated Single Malt nicht – insgesamt hat das etwas Verrottendes an sich, aber das ist das Morbide, das man durchaus auch als „gothic“ lieben kann. Letztlich haben wir uns dann doch auf ein „Gut“ geeinigt, weil er Charakter hat und nicht an Gefallsucht leidet.
Noch zwei Fenster können wir öffnen – dann ist Weihnachten. Bis morgen!
Nach der vierten Ausgabe der Work In Progress Batches von Kilkerran aus der Destillerie Glengyle in Campbeltown waren die Erwartungen an den fünften Batch heuer eher niedrig: Während Kilchoman auf Islay definitiv bemerkenswerte junge Whiskys auf den Markt brachte, vermissten viele Whiskyfreunde bei Kilkerran soetwas wie einen erkennbaren Hausstil. Die Überraschung war groß, als dann Batch 5 auf den Markt kam und Serge Valentin den Kilkerran Bourbon wood mit 91 Punkten bewertete (der Sherry Wood bekam 84 Punkte). Und jetzt kürt Whiskyadvocate Blog den Sherry Wood zum Whisky des Jahres aus den Regionen Lowlands und Campbeltown. Wer sich sein eigenes Urteil bilden will: beide Abfüllungen sind noch im Fachhandel erhältlich, beide zu einem durchaus christlichen Preis…
Morgen wird dann der Lifetime Achievement Award verliehen…
Ein etwas seltsam anmutender Streit zwischen der Scotch Whisky Association und einem Brenner aus Bad Elzig beschäftigt gerade einige Anwälte und die Potsdamer Neuen Nachrichten. Die Schotten wollen Norbert Eggenstein verbieten, seinen Whisky und seine Destillerie „Glen Sandhill“ zu nennen. Grund: Die Schotten wollen das „Glen“ für schottische Destillerien reservieren, da man fürchtet, der Konsument könnte meinen, der Whisky der Destillerie Glen Sandhill käme aus Schottland.
Wir wünschen der Scotch Whisky Association herzlich einen „Guten Morgen“ und freuen uns, dass sie aufgewacht ist. Als Frühstückswhisky empfehlen wir dann einen Glen Els aus dem Harz. Den gibt es seit 2005/2006.
Kilchoman Distillery, Foto von Apollon440, Public Domain
Von Kilchoman gibt es Infos über die für 2014 geplanten Abfüllungen. Nachdem heuer etwas über 130.000 Liter Alkohol produziert und in Fässer abgefüllt wurden, hat man sich auch für nächstes Jahr einiges vorgenommen:
Zweifelsohne wird es auch wieder Abfüllungen für spezielle Märkte (Z.B. Deutschland oder Frankreich) und Einzelfassabfüllungen für Händler oder Clubs geben.
Bei uns ist gerade wieder ein Wettbewerb am Laufen. Wir machen das ja öfter und gerne :-), und die Preise, die es bei uns gibt, sagt man uns, sind wirklich besonders. Jetzt gerade gibt es bei uns eine von Mr. Bourbon, Tom Bulleit himself, handsignierte Flasche seines excellenten Bourbons – zur Verfügung gestellt von Diageo.
Wir haben Tom Bulleit anlässlich seines Besuches in Europa getroffen und den Bulleit Bourbon verkostet. Durch seinen höheren Rye-Anteil ist er nicht so süß wie andere Bourbons und macht sowohl klassisch on the rocks als auch pur Freude. Tom Bulleit hat die Flasche doppelt signiert: Auf der Vorderseite mit seiner persönlichen Unterschrift, und auf der Rückseite mit einer Widmung und seiner Baseball-Unterschrift, die noch aus seiner College-Zeit herrührt. Die Flasche ist damit ein Unikat und ein Stück Bourbon-Geschichte.
Tom Bulleit signiert die Flasche Bulleit Bourbon für unsere Leser.
Und so können Sie diese Flasche gewinnen:
Diesmal geht es um die Beantwortung einer Gewinnfrage (leicht wird es, wenn Sie unseren Artikel über den Besuch von Tom Bulleit lesen – folgen Sie einfach dem Link):
Die Gewinnfrage:
In welcher Stadt in Kentucky wird der Bulleit Bourbon hergestellt?
Die richtige Antwort schicken Sie ab sofort an folgende email:
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 24. Dezember 2013, 15 Uhr mitteleurpäischer Zeit erreichen, ziehen wir den Gewinner der handsignierten Flasche.
Teilnahmebedingungen:
Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 24. Dezember 2013, 15:00 Uhr. Der Gewinner wird noch am 24. Dezember um 16:30 Uhr auf unserer Webseite bekanntgegeben – ein glücklicher Teilnehmer bekommt die Flasche sozusagen unter den Weihnachtsbaum gelegt :-). Der Wettbewerb findet unter Ausschluß des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Viel Vergnügen und viel Erfolg beim Mitmachen – und Danke fürs Liken und Teilen dieser Meldung!
Das amerikanische Whiskyadvocate Blog hat nun auch den Islay/Islands Whisky des Jahres 2013 gewählt. Die Wahl fiel auf den Talisker Storm. Das deshalb, weil er nach den Worten des Blogs „alles ist, was einen Talisker ausmacht, aber etwas lauter gedreht“. Der Storm bietet das Talisker-typische zu einem interessanten Preis, so Whiskyadvocate Blog weiter. Wir meinen: Wenn man sich durch den Namen „Sturm“ nicht in eine falsche Erwartungshaltung drängen lässt, ist der Storm ein durchaus trinkbarer Talisker.
Die nächste Preisverleihung widmet sich den Lowlands und der Region Campbeltown. Wir berichten natürlich wieder darüber.
Wir sind mit unserem Adventkalender wieder zurück auf Islay. Cadenhead’s hat im Herbst einen 22jährigen Caol Ila mit 54.1% Alkohol abgefüllt, den es nicht nur als 0.7l Flasche gibt, sondern auch als Miniatur. Kann diese Einzelfassabfüllung unsere Tester Silvia Behrens und Bernhard Rems überzeugen? Lesen Sie es hier.
Nase: Die Salzgischt des aufgewühlten Meeres steigt Dir in die Nase, man riecht Schiffsplanken, eine Meeresbrise. Ein leichter Schweißgeruch mengt sich dazu, der Geruch einer Sägemühle, Rauch, der sich in den Haaren gefangen hat, alkoholische Schärfe, die das alles unterstützt. Caol Ila, wie es leibt und lebt.
Gaumen: Ölig und klar zugleich ist der erste Schluck, er hat eine Salzkruste, den Geschmack einer Petroleumfunzel. Man schmeckt Minze, Ingwer, dann erstaunlich viel Süße von Honiggebäck, Sandelholz und Harz. Ein Caol Ila, der zum maritimen Charakter Süße mit sich bringt, die nicht deplaziert wirkt, sondern ergänzend. Sehr interessant.
Finish: Sehr lang, wärmend, immer noch salzig, zum Ende hin mit leichtem Bitterton.
Alles in allem: Ein schöner, interessanter Caol Ila, der zwar mächtig Rumms im Rauch und der Salzigkeit hat, aber nicht rabiat wirkt. Die markante Süße macht ihn besonders – Kraft mit Schönheit gepaart. Für uns ein klares „Sehr gut“.
Wir freuen uns schon auf morgen, auf das 22. Türchen unseres Adventkalenders.
Als kleines Geschenk an alle Whiskyfreunde, die ihre Sammlung effizient und einfach, aber mit Top-Funktionen verwalten wollen, gibt es ab heute bis einschließlich Mittwoch, den 25. Dezember die Vollversion von WhiskyScope zum reduzierten Weihnachtspreis von € 19.90 statt der üblichen € 39.90.
Mehr als 60 dieser Reports gibt es in Whiskyscope
Mit WhiskyScope können Sie Ihre Sammlung, Ihre Tastings und Ihre Einkäufe perfekt verwalten. In der aktuellen Version 1.08 ist WhiskyScope kompatibel mit Office 365 – wer keine Office-Version mit Access installiert hat, kann kostenlos die Access Runtime 32bit downloaden und Whiskyscope so nutzen. Bitte beachten Sie, dass WhiskyScope nicht mit 64bit-Versionen von Office oder Access kompatibel ist – wohl aber mit 64bit Windows (XP bis Windows 8).
Jede Menge Funktionen von der Einkaufs- bis zur Sammlungsverwaltung – inklusive Tasting Notes.
Wenn Sie die Kompatibilität von WhiskyScope vorab testen wollen, gibt es eine Lite-Version (geringerer Funktionsumfang, älterer Build) gratis zum Downloaden. Nutzen Sie die Gelegenheit, einer der vielen zufriedenen User unserer im Haus programmierten Sammlungsverwaltung für Whiskyfreunde zu werden.
Die Destillerie Tomatin in den Highlands hatte gestern das traditionelle Weihnachtsessen – und dieses Bild entstand als Weihnachtsgruß an alle Fans der Destillerie (man beachte die weihnachtliche Kleidung ;-)). Und rechtzeitig für das Bild waren die Highlands auch mit etwas Schnee überzuckert, hat man mitgeteilt.
Und wer den Fehler im Bild zuerst entdeckt und als Kommentar hier postet, der darf heute abend bei seinem Dram besonders stolz sein 🙂