Serge verkostet: neue getorfte anCnoc, Glenglassaugh TORFA

Und wieder befasst sich Serge Valentin von Whiskyfun in seiner Verkostung mit Neuheiten – und zwar mit solchen, die besonders Petafreaks sehr interessieren werden. Wir haben ja vor kurzem von den neuen, getorften anCnoc Whiskys berichtet, ebenso wie wir einen Bericht von einem dieser Tage erschienenen getorften Glenglassaugh namens TORFA brachten. Beides sind ja nun Destillerien, die man nicht gerade für ihre rauchigen Whiskys kennt – umso erfreulicher ist – zumindest in Serge’s Augen – das Ergebnis. Viel Lob und wenig Kritik gibt es:

  • AnCnoc ‚rutter‘ (46%, OB, peated, 11ppm, 2014): 84 Punkte
  • AnCnoc ‚flaughter‘ (46%, OB, peated, 14.8ppm, 2014): 87 Punkte
  • AnCnoc ‚tushkar‘ (46%, OB, for Sweden, peated, 15ppm, 2014): 86 Punkte
  • Glenglassaugh ‚Torfa‘ (50%, OB, 2014): 80 Punkte

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Whisky im Bild: Wolfburn füllt das tausendste Fass

Heute, am 2. April 2014, hat man in der Destillerie Wolfburn das eintausendste Fass gefüllt. Es war Fass #189 von heuer – nach 811 Fässern im Jahr 2013. Laut Produktionsmanager Shane Fraser von Wolfburn wurde damit ein gestecktes Ziel früher als geplant erreicht – und das, so betont er, ohne dabei die Qualität zu kompromittieren. Shane schreibt, dass die meisten Fässer heuer bislang Sherryfässer waren, und dass fast alle davon sicher länger als 3 Jahre befüllt bleiben. Den ersten Whisky aus der Destillerie dürfen wir im 1. Quartal 2016 erwarten.

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Serge verkostet: Die neuen offiziellen Mortlachs

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Eine ausgesprochen spannende Verkostung ist das heute bei Serge Valentin von Whiskyfun – spannend deshalb, weil er die neuen, offiziellen Mortlachs verkostet, die im Vorfeld ja durch ihren Preis und die Flaschengröße von 0.5l sehr heftige Diskussionen ausgelöst haben. Und er verkostet sie im Vergleich mit älteren, unabhängigen Abfüllungen, um sie so besser im Kontext beurteilen zu können. Zusammenfassend sagt Serge; Mortlach könnte das neue Macallan werden, und zwar in jeder Hinsicht. Die neuen Abfüllungen sind gut und teuer, besonders die 25yo ist extrem gut und extrem teuer. Trotzdem kann man für weniger Geld in der gleichen Kategorie jeweils einen zumindest gleichwertigen Unabhängigen finden. Hier die Wertungen:

  • Mortlach ‚Rare Old‘ (43.4%, OB, 50cl, 2014): 82 Punkte
  • Mortlach 16yo (43%, Flora & Fauna, +/- 2011): 84 Punkte
  • Mortlach ‚Special Strength‘ (49%, OB, 50cl, 2014): 84 Punkte
  • Mortlach 18 yo 1995/2013 (46%, Carn Mor, hogshead, two casks, 693 bottles): 83 Punkte
  • Mortlach 18 yo (43.4%, OB, 50cl, 2014): 86 Punkte
  • Mortlach 18 yo (54.8%, Jack Wiebers, Wiebers Brothers, 2013): 90 Punkte
  • Mortlach 25 yo (43.4%, OB, 50cl, 2014): 92 Punkte
  • Mortlach 26 yo 1987/2014 (57.5%, Adelphi, refill sherry, cask #3101, 192 bottles): 91 Punkte

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Unser Aprilscherz von gestern

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Gestern war der erste April. Rund um die Welt ist es an diesem Tag Usus, sein Gegenüber mit einer Lüge, die gleichzeitig ziemlich glaubhaft und ebenso ziemlich abwegig ist, „in den April zu schicken“. Viele Nachrichtenseiten und Zeitungen haben dies gestern getan, und auch wir konnten die Finger nicht davon lassen. Natürlich ist unsere Meldung, dass whisky.de unsere Site und unsere Domains aufgekauft hat, der Phantasie entsprungen. Weder besteht von unserer Seite Interesse an einem Verkauf, noch will irgendjemand whiskyexperts kaufen – so verrückt ist dann doch keiner. In diesem Sinne freuen wir uns schon darauf, Sie im nächsten April wieder nasführen zu dürfen :-),

Bernhard Rems, Dirk Piesczek und Simon Rosenkranz bei einem Redaktionstreffen in Nürnberg (oder besser gesagt: Danach)
Bernhard Rems, Dirk Piesczek und Simon Rosenkranz bei einem Redaktionstreffen in Nürnberg (oder besser gesagt: Danach)

Suntory baut Hakushu-Destillerie aus

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The Spirits Business berichtet heute von den Plänen des japanischen Getränkekonzerns Suntory, die Destillerie Haushu um zwei Stills zu erweitern. Dies, so der Konzern, sei notwendig, um den gestiegenen Bedarf an Whisky zu decken. Die Kosten der bis September 2014 dauernden Erweiterung belaufen sich auf ca. 6.5 Millionen Euro. Diese Ankündigung kommt kurz nach jener, auch die Destillerie Yamazaki auszubauen.

Hakushu

Wir verkosten: finch – Schwäbische Highland Whiskys

Whisky aus Deutschland – es ist schwer, sich hier einen Überblick über die mittlerweile mehr als 100 verschieden Marken und Brennereien zu verschaffen. Einerseits gibt es die traditionellen Korn- und Obstbrennereien, die ihr Portfolio durch fassgelagerte Getreidebrände erweitern. Daneben gibt es Brauereien, die ihr Wissen über die Herstellung von Bier auch bei ihrem eigenen Whisky einbringen. Und es gibt Landwirte mit einer Brennlizenz, die ihr selbst angebautes Getreide in ihrer eigenen Destilliere in Hochprozentiges umwandeln.

Hans-Gerhard Fink brennt seit 2001 Whisky, und zwar in der größten Pot Still Brennblase Deutschlands, die er zusammen mit einem Brennereihersteller entwickelt hat. Für seinen Whisky verwendet er Weizen und Dinkel, den er auf den kargen steinigen Böden des Schwäbischen Hochlands selbst anbaut. Sein Whisky lagert in dem tiefen feuchten Kellergewölbe seines Hofguts Aglishardt und trägt den Namen “finch® Schwäbischer Highlandwhisky”. Unser Interview mit ihm finden Sie hier.

Heute verkostet unser Redakteur Dirk Piesczek zwei aktuelle Abfüllungen des finch® Schwäbischer Highland Whiskys.

 

finch® Schwäbischer Highland Whisky Destillers Edition 03/2014, 42 % Vol.

finch-Destillers-Edition

Die Basis für diese Destillers Edition bildet Weizen aus eigenem Anbau. Ein 7-jähriger Whisky aus einem Weißwein-Barriquefass wurde mit einem 6-jährigen Whisky aus einem Bourbonfass vereint.

Nase: Dieser Whisky muss erst einmal ein wenig atmen. Nach der Aufnahme von Sauerstoff präsentiert er seine dezente Nase. Leichte Vanille-Noten, ein wenig recht frisches Holz, kombiniert mit einer kleinen Süße und Würzigkeit. Dies alles schön miteinander verwoben, und doch sind die einzelnen Aromen erkennbar. Ergänzt werden die Geschmacksnoten durch einen wunderbar eingebundenen Alkohol.

Gaumen: Am Gaumen zeigt er eine leichte Cremigkeit. Wir finden die Noten aus der Nase wieder, allerdings ein klein wenig zurückhaltender. Hier darf die Destillers Edition ruhig ein bisschen deutlicher, ein wenig lauter, ein wenig voluminöser sein.

Finish: Recht kurz. Auch hier hätte ihm mehr Deutlichkeit sehr gut gestanden. Und auch hier finden wir den Alkohol, wenn wir ihn überhaupt bemerken, sehr gut eingebunden. Denn eigentlich wäre jetzt die Gelegenheit, in den Vordergrund zu treten.

Alles in allem: Die Nase der Destillers Edition macht sehr viel Spaß. Wohl dosierte Aromen präsentieren sich sowohl als Gesamteindruck wie auch als einzeln differenzierbar. Am Gaumen kann er nicht ganz halten, was die Nase verspricht. Insgesamt gibt das ein Gut mit 3,6 Sternen.

 

finch® Schwäbischer Highland Whisky Dinkel-Port, 41 % Vol.

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Der Dinkel-Port basiert auf Dinkel aus eigenem Anbau sowie Dinkelmalz. Er reifte zunächst 4 Jahre im Rotwein-Barriquefass und wurde dann weitere 22 Monate im Portweinfass gefinished.

Nase: Das Portweinfass hat hier seine Spuren hinterlassen. Wir finden rote Früchte mit einer leichten Süße. Allerdings ist der Einfluss des Portweinfasses dezenter als vielleicht erwartet. Und das steht dem Dinkel-Port sehr gut. Es wird nicht alles durch das Finish überlagert und lässt im Hintergrund auch den Dinkel mit einer leichten, frischen Getreidenote zu Wort kommen.

Gaumen: Recht ölig am Gaumen, tauschen hier die Aromen ihre Positionen. Der Dinkel tritt in den Vordergrund. Danach erscheinen die süßen roten Früchte. Die Aromen treten deutlich hervor und verbleiben eine längere Zeit.

Finish: Der lange Abgang bringt zum ersten Mal den Alkohol mit seiner leichten Schärfe ans Licht.

Alles in allem: Dieser Whisky möchte gefallen und dies gelingt ihm auch. Auf eine nette freundliche Art und Weise kommt er einem entgegen, ohne unangenehm einfordernd zu sein. Auch hier finden wir für die Bewertung ein Gut, mit 3,8 Sternen aufgrund des ausgewogeneren Gesamtauftritts ein wenig besser als bei der Destillers Edition.

 

 

Ein paar andere Aprilscherze – oder doch nicht?

Was kann man heute glauben, und was nicht? Heute verlassen selbst die ernsthaftesten Medien die Pfade der Seriosität und bringen Meldungen, die auch erfunden sein könnten. Wir haben hier mal einige zusammengestellt, bei denen wir uns nicht so ganz sicher sind, wie sie gemeint sind (sagen wir jetzt mal):

  • Bei Master of Malt kann man jetzt die seltensten Whiskys aus der Ferne gratis verkosten
  • The Whisky Exchange hat ein Geheimnis gelüftet, das die Welt des Whiskys verändern wird: Fässer aus charred chinese oak
  • Visit Scotland hat einen Videobericht über schottische Kühe, die Milch mit Whiskygeschmack geben
  • Dramming.com berichtet, dass Diageo offiziell einräumt, No Age Statement wären nur ein Marketing-Gag.

Wir können da nur sagen: Muuuuuuh 🙂

Whisky des Monats April: James E. Pepper 1776 Straight Rye Whiskey

Das Besondere an dem heutigen Datum lassen wir an dieser Stelle außer Acht. Wie gewohnt präsentieren wir am Ersten unsere Wahl zum Whisky des Monats. Und, wie gewohnt, wieder sehr subjektiv. Unsere Empfehlung für den April kommt aus den USA und ist damit eine Premiere, denn noch nie kam unser Whisky des Monats aus dem großen weiten Land auf der anderen Seite des Atlantik. Und damit ändert sich natürlich auch die Schreibweise, also heißt es richtig:

bottleRye
Whiskey des Monats April: James E. Pepper 1776 Straight Rye Whiskey 50 %Vol. (100 Proof)

Die Familie Pepper beschäftigte sich über drei Generationen mit der Herstellung von Whiskey. Begonnen hat alles mit Elijah Pepper in Kentucky. Vier Jahre, nachdem sich die amerikanischen Kolonien von Großbritannien für unabhängig erklärt hatten, begann er im County Woodford, Kentucky mit dem Brennen von Whiskey. Heute ist dort die Woodford Reserve Distillery beheimatet. Nach seinem Tod 1838 führte sein Sohn Oscar die Brennereitätigkeit weiter. Er errichtete an der gleichen Stelle eine neue größere Brennerei und stellte den schottischen Chemiker Dr. James C. Crow ein. Gemeinsam perfektionierten sie das Sour Mash Verfahren zur Herstellung von Whiskey, welches heute immer noch Verwendung in der Bourbon-Herstellung findet.

Colonel James E. Pfeffer trat 1867 in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters. Er entwickelte sich zum Bourbon Aristokraten. Er verkehrte oft im Waldorf Astoria Hotel in Manhattan, führte dort den Old Fashioned Cocktail ein und war mit den Größen der Industrie bekannt. 1879 verkaufte er die alte Brennerei und ließ in Lexington die zu dieser Zeit größte Bourbon Destillerie in den USA bauen. 1903 starb der Colonel, er hinterließ keine Kinder, die Destillerie wurde an eine Investorengruppe verkauft. Während der Prohibition war James E. Pepper Whiskey, wie einige andere Marken, zu „medizinischen Zwecken“ auf Rezept erhältlich. Nach dem Ende der Prohibition arbeitete die Brennerei wieder erfolgreich, bevor das Ende 1958 kam. Die Lagerbestände reichten zwar noch bis in die 70er Jahre, doch der ursprüngliche James E. Pepper Whiskey ist nicht mehr auf normalem Wege erhältlich. (Auf der Website www.jamesepepper.com finden Sie die reich bebilderte und ausführlich dargestellte Geschichte des Pepper Whiskeys).

Der „neue“ James E. Pepper Whiskey wurde von der Midwest Grain Products Ingredients (MGPI) in Lawrenceburg, Indiana destilliert. Die Brennerei, die vormals Lawrenceburg Distillers Indiana (LDI) hieß, arbeitet im Auftrag der Georgetown Trading Co und musste sich an das alte Rezept von James E. Pepper mit einem Roggenanteil über 90% halten, welches sie nach jahrelanger Arbeit in einem seiner Briefe fanden.

 

Nase: Kraftvoll, ein wenig rau und ungestüm. Äußerst würzig, Aromen von kräftigen Gartenkräutern, dabei leicht säuerlich. Durch die Zugabe von Wasser wird die Nase verhaltender.

Gaumen: Auch hier eine kraftvolle Würze, durch die leichte Säuerlichkeit erinnert er ein wenig an den Sud von eingelegten Gewürzgurken. Zum Schluss bietet er eine getreidige Trockenheit. Ein wenig Wasser macht ihn ein bisschen gezähmter und bringt eine vorher nicht wahrnehmbare Süße ans Licht.

Finish: Sehr lang, nachhallend.

Alles in allem: Ein sehr intensiver und voller Whiskey zu einem attraktiven Preis (um die 30 €). Er schmeichelt sich nicht an, er möchte gebändigt werden, entweder pur oder durch die Zugabe von Wasser. Der sehr hohe Roggenanteil präsentiert einem Malthead neue Geschmackserlebnisse, die Lust auf weitere Erfahrungen machen.

 

Wer sich intensiver mit Whisk(e)y aus Amerika beschäftigen möchte, dem sei das englischsprachige Buch „American Whiskey, Bourbon & Rye: A Guide to the Nation’s Favorite Spirit“ von Clay Risen ans Herz gelegt. Der Redakteur der New York Times gibt auf 297 Seiten einen kompakten Überblick über die verschiedenen Marken und Brennereien des amerikanischen Whiskeys sowie eine Einführung in seine Geschichte und Gegenwart.

 

Whiskyisrael: SWA schafft die Altersangabe bei Whiskyflaschen ab

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Schon auf den Tag genau vor einem Jahr (wir berichteten) bewies Gal Granov auf seinem Blog whiskyisrael.co.il seine guten Kontakte zur SWA. Heute präsentiert er das Ende der Angabe des Alters auf Whiskyflaschen. Ab Januar 2015 soll es nur folgende Beschreibungen auf den Etiketten geben:

NAS (Bedeutet: Es gibt keine nähere Informationen über den Whisky, er ist 3 Jahre und älter)
Young (3-8 Jahre alt)
Mature ( 8-18 Jahre alt)
Old (18-30 Jahre alt)
Very Old (30 Jahre und älter)

Die Altersangabe sei, so die SWA, ein Phänomen des 20. Jahrhunderts. In den früheren Tagen sei beim Kauf eines Whiskys nicht nach dem Alter gefragt worden, sondern das Glas oder die Flasche sei einfach direkt aus dem Fass befüllt worden. So müsse die Entfernung der Altersangabe auf Whiskyflaschen als Bewahrung einer alten Tradition gesehen werden.

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Whisky.de kauft whiskyexperts.de (incl. .at, .net, .com, .org)

Nach Ende der Sperrfirst, des sogenannten non disclosure agreements, können wir heute bekanntgeben, dass im Zuge des Kaufs von whisky.com durch die Lünings (wir berichteten hier und hier) auch die Domains von whiskyexperts und das redaktionelle Team durch whisky.de aufgekauft wurden. Für den symbolischen Betrag von einem Euro gingen die gesamten Assets in den Besitz von whisky.de über, wobei whiskyexperts noch bis Ende des Sommers als eigenständige Marke geführt wird.

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„Der Verkauf war eine wirtschaftliche Notwendigkeit“, so Silvia Behrens, ehemalige Besitzerin der Newsseite. „Wir haben uns schlichtweg verkalkuliert. Weder Handel noch Produzenten, die ja von uns ebenso profitiert haben wie die Leser, waren gewillt, uns auch nach mehrmaligem Nachfragen durch Werbeeinschaltungen zu unterstützen. Die Gratismentalität hat am Internet nun auch bei der Wirtschaft Einzug gehalten. Leider lässt sich mit Gratis weder der Server noch Nahrung bezahlen – und auch der Whisky kostet bekanntlich genug Geld.“

Für die Zukunft ist Behrens optimistisch: „Im Verbund von whisky.de und whisky.com hoffen wir, bei Wohlverhalten einfach mit durchgefüttert zu werden. Inhaltlich wird sich bei uns nicht viel ändern: Wir werden weiterhin so schnell über Neuigkeiten aus der Whiskywelt berichten, dass uns vor lauter Schnelligkeit keine Zeit bleibt, unsere Artikel noch auf Tippfehler Korrektur zu lesen.“

Horst Lüning zeigt sich ebenfalls erfreut über die Neuerwerbung: „Andere sammeln Whiskys, ich sammle Domains. Whiskyexperts hat mir in der Sammlung noch gefehlt. Und zudem hat die Site auch einen angenehmen Nebeneffekt für mich: Endlich kann ich die Schnappschüsse meiner Mittagessen auch über Facebook hinaus verbreiten.“

whiskyundfrauen: Discover the Taste: Gespräch mit Thomas Plaue, Diageo

 

Vor kurzem hatte magaretemarie die Gelegenheit, sich mit Thomas Plaue, Master of Whisky bei Diageo, für ihren Blog whiskyundfrauen über seine Arbeit, die Brennereien von Diageo und was wir von ihnen in der Zukunft erwarten dürfen, zu unterhalten. Auf magaretemaries offene und direkte Fragen gab Thomas Plaue offene und direkte Antworten. Absolut lesenswert, auch wenn uns manche Aussicht vielleicht nicht unbedingt gefallen wird.Diageo-3335

Neu: Nikka Coffey Malt

In Europa wird der neue Whisky von Nikka zuerst erhältlich sein, und zwar in der Core-Range und nicht wie bisher als Sonderabfüllung: Der Nikka Coffey Malt ist Malt Whisky, der in Coffey Stills, die normalerweise für Grains verwendet werden, gebrannt wurde. Dabei handelt es sich um eine kontinuierliche Destillation.

Er stammt aus der Destillerie Miyagikyo und wird als „zitronig frisch mit Spuren von Birne, Pfeffer und Balsamico“ beschrieben, berichtet The Spirit Business. Preis ist uns bislang keiner bekannt.

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Serge verkostet: Springbank zwischen 2004 und 1954

50 Jahre Springbank sind heute bei der Verkostung von Serge Valentin von Whiskyfun im Glas. Es beginnt mit dem relativ neuen Gaja Barolo Fassfinish und endet bei einer alten Black Dumpy Cadenhead-Abfüllung – und zwar einer „nicht gefälschten“, wie Serge ausdrücklich festhält. Die Campbeltown-Destillerie ist bei Sammlern wie Genießern für ihre Abfüllungen gleichermaßen beliebt – und sieht man sich Serge’s Wertungen an, dann geht es ihm ganz offensichtlich nicht anders:

  • Springbank 9 yo 2004/2013 ‚Gaja Barolo‘ (54.7%, OB, 11000 bottles): 86 Punkte
  • Springbank 15 yo 1996/2012 (56.3%, Douglas Laing, Directors Cut, sherry butt, DL ref 8700, 302 bottles): 88 Punkte
  • Springbank 1975 (43%, The Merchant’s Collection, Italy, +/-1998): 90 Punkte
  • Springbank 34 yo 1967/2001 (40.9%, Hart Bros, Finest Collection): 91 Punkte
  • Springbank 33 yo 1967/2001 (41.4%, Douglas Laing, Old Malt Cask, Ref #3370, 204 bottles): 92 Punkte
  • Springbank 25 yo 1954/1979 (80°proof, Cadenhead, dumpy): 86 Punkte

springbank

Deutscher Whisky, was ist das?

Ernie – Ernst J. Scheiner sprach mit dem Präsidenten der Deutschen Whiskybrenner Hans-Gerhard Fink.

Der Landwirt Hans-Gerhard Fink betreibt seit der Einrichtung einer Verschlussbrennerei in Nellingen (Schwaben) die größte deutsche Whiskybrennerei finch, die 2013 um die 4000 Besucher begrüsste und eine Produktionskapazität von 250 000 Liter aufweist. Seit der Gründung des Verbands Deutscher Whiskybrenner e.V.  im Jahre 2013 ist er dessen Präsident.

Brennmeister Hans-Gerhard Fink und seine 3000 Liter große Pot Stil der Finch Whisky Destillerie. Copyright Hans-Gerhard Fink
Brennmeister Hans-Gerhard Fink und seine 3000 Liter große Pot Stil der Finch Whisky Destillerie. Copyright Hans-Gerhard Fink

Gibt es denn eigentlich den deutschen Whisky, wie und worin unterscheidet er sich vom Schottischen u.a.?

Den „Deutschen Whisky“ gibt es nicht! Viele deutsche Brenner destillieren unterschiedliche Rohstoffe, reifen den Whisky in individuell unterschiedlichen Fasstypen unter verschiedenen Bedingungen. Dabei entsteht eine Vielfalt an Whiskys.

Schottische Whiskys werden im Pot Still-Verfahren destilliert, wie ist das mit den deutschen Destillaten? Sind die Ergebnisse vergleichbar?

Deutsche Whiskys werden überwiegend in Pot Stills hergestellt. Einige wenige, überwiegend in den nördlichen Teilen Deutschlands lagern Getreiderohsprit oder klassischen Korn (z.B. von Euroalkohol), um schnell günstig auf den Zug aufzuspringen.

Die Ergebnisse aus den deutschen Pot Stills sind in der Regel besser, da Vor- und Nachlauf aus dem Prozess entfernt werden und nicht bei der nächsten Destillation wieder zugefügt und somit verschleppt werden.

Gibt es bestimmte immer wiederkehrende Aromenstrukturen in deutschen Whiskys?

Ganz klar, nein.

Welchen Einfluss hat das deutsche Klima auf die Fassreifung?

Der Temperaturverlauf und das gesamte Klima im Warehouse beeinflussen die Reifung. Ich denke wir werden im Vergleich etwas schnellere Reifung haben als in Schottland oder in Schweden, aber viel langsamer als in Spanien oder Südindien.

Wann sind deutsche Whiskys eigentlich trinkreif?

Wenn sie schmecken, mild und rund sind.

In welchen Fässern reifen deutsche Destillate besonders gut?

In Eichenfässern. Ich arbeite mit gebrauchten Fässern, andere mit Neuen, das ist die Frage des Konzepts.

Wird sich der deutsche Whisky zu einem internationalen Produkt entwickeln können?

Auf jeden Fall, nur wird nicht jede Brennerei die für einen Export notwendige Menge produzieren.

Was sind die entscheidenden Faktoren, die eine solche Entwicklung positive beeinflussen?

 Die Disziplin und die Glaubwürdigkeit einer regionalen, handwerklichen, qualitätsorientierten Produktion sind unsere Eckpfeiler. Die Goldgräber unter den Produzenten, die sich mit verbrauchertäuschenden Methoden auszeichnen, gefährden diese Entwicklung gewaltig. Der Verband wird für seine Mitglieder eine klare Abgrenzung zu solchen Fehlentwicklungen darstellen.

Der Bad Dürkheimer Ralf Hauer betreibt seit 2012 eine Brennerei in Bad Dürkheim, die sowohl mit einer für deutsche Whiskybrenner typischen Verstärkersäule (üblich bei Edelobstbrennern) als auch mit einem Alembik-Hut brennen kann. Bei letzterem Verfahren ist eine für Schottland typische doppelte Destillation möglich. Copyright Ernst J. Scheiner 2014. Alle Rechte vorbehalten.

Hat Ihr Verband für seine Mitglieder Qualitätskriterien für die Herstellung von Whisky festgelegt wie die Austrian Whisky Association?

Bei uns muss jedes Mitglied eine eigenständige, produzierende Brennerei betreiben und glaubwürdig, authentisch im Fasslager Whisky nach dem europäischen Spirituosenrecht reifen und herstellen. Ist das nicht gegeben ist keine Aufnahme möglich oder es kommt zum Ausschluss.

Wird es eine geschützte Geographical Idication, also geografische Herkunftsbezeichnung wie Deutscher Whisky, Schwäbischer Whisky oder Bayrischer Whisky geben?

Für eigene, geschützte GI sind wir noch zu jung in der Whiskyproduktion, das wird sich entwickeln. Wenn sich nach der Pionierphase von den Whisky brennenden Destillerien richtige Whiskybrennereien herauskristallisiert haben, werden wir sicher darüber nachdenken müssen.

Wie viele Mitglieder hat ihr Verband?

Unser Verband Deutsche Whiskybrenner hat mit Stand Februar 2014, 26 Mitglieder und 6 Fördermitglieder.

Wir danken für das Gespräch.