Wie man Glen Garioch ausspricht :-)

verify-logoHier zum Drüberstreuen ein ganz kurzes Video, das ein für allemal klärt, wie die Highland-Destillerie Glen Garioch tatsächlich ausgesprochen wird. Die unterrichtende Autorität ist niemand Geringerer als Distillery Manager Kenny „Digger“ Grant.

Neue Reihe von Old Pulteney im Duty Free

old_putneyAb dem nächsten Monat gibt es von Old Pulteney die Lighthouse-Serie. Zunächst werden diese neuen Abfüllung wohl nur in Asien erhältlich sein, im Spätsommer diesen Jahres sollen diese Flaschen in den bonbonfarbenen Verpackungen auch weltweit verfügbar sein. Als Thema nimmt Pulteney drei historische Leuchttürme in der Nähe von Wick auf.

Verkostungsnotizen:

Noss Head: In einem hellen Blau präsentiert, reifte diese Abfüllung in Bourbon-Fässern. Dieser Whisky ist vollmundig, süß und würzig mit einem Hauch von Kokos-, Zitronen und Orangen und einem lang anhaltenden Abgang. UVP £39.99

Duncansby Head: Die Farbwahl fiel hier auf ein hell leuchtendes Rot. Gereift in Bourbon Fässern und Sherry-Fässern, hat der Whisky einen süßen vollmundigen Geschmack mit Noten von Honig, Schokolade und Orangen. UVP £44.99

Pentland Skerries: Auffallend und ungewöhnlich für Whisky, die Umverpackung – sie ist lila. Der Whisky reifte in Sherry-Fässern und hat einen süßen, vollmundigen Geschmack mit einem Hauch von Rosinen, Gewürze und Schokolade. UVP £54.99

Prince Charles auf Schottland-Reise

logoggHeute startet Charles Philip Arthur George Mountbatten-Windsor, besser bekannt als Prince Charles, seine dreitägige Schottland-Reise. Auf seinem Programm steht, laut dailyrecord, neben einem Besuch der Glen Grant Distillery, hier eröffnet er unter anderem eine neue Abfüllanlage, die Eröffnung einer Biomasse-Anlage in der Speyside, welche die Abfälle aus der Whisky-Herstellung der umliegenden Destillerien verarbeitet. Sie wird jedes Jahr 8,32 Megawatt Strom erzeugen. Nach Angaben des Betreibers wird dies ausreichen, um 9.000 Häuser in der Gegend zu versorgen. Als Nebenprodukt fällt darüber hinaus eine als Tierfutter nutzbare Proteinergänzung an.

Serge verkostet: Glendullan

glendullanHeute morgen nimmt Serge Valentin die Glendullan Neuerscheinung von Signatory zum Anlass, sich dieser Speyside-Destillery mit einem Horizontal-Tasting zu widmen. Da ca. 97 Prozent der Produktion von Diageo für Blended Whiskys verwendet werden, ist Glendullan als Single Malt Whisky relativ selten und unbekannt.

  • Glendullan 15 yo 1997/2013 (46%, Signatory, Un-chilfiltered Collection, hogshead, cask #5067+5068, 729 bottles) 79 Punkte
  • Glendullan 12 yo 1997/2009 (56.1%, James MacArthur, Old Masters, bourbon, cask #5059) 80 Punkte
  • Glendullan 1981/2001 (55.5%, Scott’s Selection) 84 Punkte
  • Glen Dullan 20 yo 1978/1998 (50%, Douglas Laing, Old Malt Cask, 299 bottles) 74 Punkte
  • Glendullan 18 yo ‚Manager’s Dram‘ (64%, OB, 1989) 87 Punkte

Whisky im Bild: James Wills – Kilchoman

Anthony Wills und Sohn James sind die Eigentümer von Kilchoman, der jungen Islay-Destillerie. James war Gast auf der 6. Wiener Whiskymesse und hielt dort eine interessante Masterclass, in der er die Destillerie vorstellte und vier verschiedene Abfüllungen verkosten ließ. Es waren dies 100% Islay, die Machir Bay Abfüllungen von 2012 und 2013 sowie Kilchoman Loch Gorm, die sehr gelungene Abfüllung im Sherry-Fass. Hier sehen wir James am Messestand mit den verkosteten Abfüllungen.

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Buffalo Trace Distillery: Neues Warehouse

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Buffalo Trace Distillery Warehouse X„Auf der Suche nach dem heiligen Gral des Bourbon Whiskeys“ hat die Buffalo Trace Distillery den nächsten Schritt getan. Auf dem Firmensitz in Frankfort, Kentucky, auf dem seit mehr als 60 Jahren keine keine neuen Gebäude hinzu kamen, wird es ein neues Warehouse geben. In diesem „Warehouse X“ genannten Lager werden separate Kammern, in denen jeweils unterschiedliche Bedingungen geschaffen werden, den Einfluss von Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftstrom bei der Fasslagerung nachvollziehbar machen. Der Baufortschritt und weitere Information zu diesem Projekt gibt es auf einer eigenen Website.

Verkostungsnotiz: Highland Park Loki

2013-03-08-loki_whisky_caseIm Rahmen der 6. Wiener Whiskymesse hatte ich die Möglichkeit, den neuen Highland Park Loki zu verkosten. Loki ist der zweite Release in der Valhalla-Kollektion, 15 Jahre alt, mit 48.7% abgefüllt und mit einer Holzverpackung in Form eines Wikingerschiffes zum Verkauf angeboten. In England kostet er ca. 130 Pfund, was für einen fünfzehnjährigen Whisky ein stolzer Preis ist (in Österreich und Deutschland wird er wohl, auch nach der Euro-Umrechnung, etwas teurer angeboten werden).

Nase: Das Ganze beginnt sehr fruchtig, fast zitronig. Irgendwie schleicht sich auch noch ein Anflug von Ingwer hinein, eine leichte Bitterkeit schwebt wie ein Mantel über allem. Interessant, weil einerseits Highland Park und dann doch wieder nicht. Es ist fast so, als wolle sich Loki in der Nase nicht fassen lassen.

Gaumen: Na aber hallo! Wo kommt denn plötzlich der ganze Rauch her? In der Nase hat er sich nicht identifizieren lassen, hier ist er aber sehr präsent – zumindest zu Beginn. Und dann wird es aber sofort wieder fruchtig und zitronig, Apfel ist da, wieder eine Bitterkeit über allem (Lakritze?). Auch hier ist Loki fast wie zwei Whiskys in einem. Das Ganze widerspricht sich nicht, sondern ergänzt und verstärkt sich irgendwie. Sehr interessant.

Finish: So ein Schelm, dieser Loki. Hier ist er auf einmal süß, ein merkbarer Vanilleton, der sich mit Gewürz mischt. Der Rauch schimmert noch etwas nach, aber wieder ist Loki anders als erwartet. Ich spüre keine Fruchtigkeit mehr, er schmeichelt sich davon. Das Finish ist mittellang, aber durchaus beeindruckend.

Zusammenfassung: Loki hat was. Man bekommt das Gefühl, er ist ein kunstvoll gemixter Zaubertrank aus verschiedenen Arten von Whisky. Dabei zerfällt er aber nicht, sondern bleibt ein harmonisches Ganzes. Irgendwie will mit kein anderer Whisky einfallen, der das kann, was Loki kann, und es so gut kann wie Loki – nämlich in allen Stufen aus mehreren Seelen zu bestehen. Dennoch: Der Preis ist sicherlich ein Sammlerpreis; im Konzert der Fünfzehnjährigen ist er preislich, auch wenn Loki in seiner Vielschichtigkeit da heraussticht, ziemlich weit vorne weg. Ist einem der Whisky das wert? Das muss jeder selbst für sich entscheiden. An Qualität und Charakter mangelt es ihm jedenfalls nicht.

( Anmerkung: Verkostungsnotizen sind immer subjektive Eindrücke und damit persönliche Wertungen. Sie können die eigene Erfahrung nicht ersetzen. Wir ermutigen Sie daher, sich nicht auf fremde Bewertungen zu verlassen sondern sich Ihre eigene Meinung zu bilden. Welche Verkoster eine Referenz für Ihre persönlichen Vorlieben sein können, stellt sich mit der Zeit heraus)

Verkostungsnotiz: Longrow Rundlets & Kilderkins

Longrow-11-Rundlets-Kilderkins-LARGEDer Blog von whiskyexchange.com hat heute eine Verkostungsnotiz zum Longrow Rundlets & Kilderkins veröffentlicht, gemeinsam mit einigen Hintergrundinformationen zu diesem Release. Der Nachfolger des Springbank Rundlets & Kilderkins aus dem Jahr 2012 wird dort gelobt, aber nicht so sehr wie der vorjährige Spingbank. Die Übersetzung ihrer Zusammenfassung lautet wie folgt:

„Er ist sehr fein, genau die richtige Balance zwischen süß, rauchig und fruchtig. Sollte ich ihn kritisieren müssen, dann wäre das allein der Tatsache geschuldet, dass er nicht so gut ist wie der Springbank Rundlets & Kilderkins aus dem letzten Jahr – er ist nicht so komplex und interessant wie dieser. Also ist er für mich „nur“ ein sehr guter Whisky, anstelle einer meiner Favoriten dieses Jahr – was weit davon entfernt ist, etwas Schlechtes zu sein.“

Den Longrow Rundlets & Kilderkins finden Sie momentan noch im gut sortierten Fachhandel – nachdem er limitiert abgefüllt wurde, könnte sich das aber bald ändern…

Serge verkostet: Brora

Brora_Distillery_-_geograph.org.uk_-_1140670Eine Lost Distillery steht heute auf dem Programm der Verkostung von Serge Valentin auf Whiskyfun. Alle Flaschen, die er zum Tasting verwendet hat, sind schon vor einiger Zeit auf den Markt gekommen (neue Broras gibt es naturgegeben nur mehr sehr spärlich, da die Destillerie bereits 1983 geschlossen wurde – gemeinsam mit anderen Perlen wie Banff, Dallas Dhu, Glen Mhor, Glenlochy, Glenugie, North Port und St. Magdalene). Broras sind beliebte Sammlerobjekte, und deshalb macht es auch Sinn, sich älteren Releases anzunehmen. Dies sind die von Serge verkosteten Abfüllungen im Einzelnen:

  • Brora 22 yo 1981/2004 (46%, Signatory, Un-chilfiltered Collection, refill butt, Fass #1560, 851 Flaschen): 87 Punkte.
  • Brora 18 yo 1981/2000 (50% Douglas Laing, Old Malt Cask, 732 Flaschen): 80 Punkte
  • Brora 30 yo 1976/2007 (55.1%, Douglas Laing, Platinum, 104 Flaschen): 92 Punkte
  • Brora 1972/1996 (40%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice): 90 Punkte
  • Brora 1972/1997 (40%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice): 91 Punkte

Wiener Whiskymesse: Drams to go vom WCoA

Unsere Berichterstattung von der Whiskymesse aus Wien wollen wir nicht mit dem Stand eines kommerziellen Ausstellers, sondern mit dem für Wien typischen Angebot eines Clubs beginnen: Wer sich nämlich auf der 6. Wiener Whiskymesse durch alte und seltene Whiskys durchkosten wollte, der kam am Stand des Whisky Club of Austria im 1. Stock nicht vorbei. Hunderte verschiedene Flaschen quer durch alle Regionen und Jahrzehnte standen dem interessierten Besucher zur Verfügung. Highlights aus dem Angebot heraussuchen zu wollen ist schwer: selbst eine Woche Messe hätte nicht ausgereicht, all das zu verkosten, was einem ins Auge stach. Neben Abfüllungen aus den 60ern fanden sich viele Flaschen von Lost Distilleries und nicht mehr erhältliche Originalabfüllungen. Favorit unserer Verkostungen hier war ein 27jähriger Fettercairn aus dem Jahr 1962 (abgefüllt 1987) von Cadenhead – bernsteinfarben, wunderbar rund und weich und komplex.

Zoomen Sie sich einfach einmal durch die Bilder und planen Sie schon mal für die nächste Wiener Whiskymesse in zwei Jahren vor: Alleine dieser Stand mit seinen 450 Flaschen ist es wert, von weit her zu kommen…

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Distell Group kauft Burn Stewart (Bunnahabhain)

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distellBunnahabhain, Tobermory, Ledaig und Deanston sind nun „südafrikanische“ Whiskys. Die südafrikanische Distell-Group kauft Burn Stewart und ihre Marken – und zwar für kolportierte 244 Millionen Dollar. Der Kauf folgt einer bereits im Jahr 2007 eingegangenen Partnerschaft, in der die Distell Group und Burn Stewart Bunnahabhain, Black Bottle und Scottish Leader südlich der Sahara gemeinsam vermarkteten.

Was dieser Kauf für die Single Malts Bunnahabhain, Tobermory, Ledaig und Deanston bedeutet, bleibt vorerst einmal abzuwarten (auch, was die Verfügbarkeit von Fässern für unabhängige Abfüller angeht – die bislang ja ausgezeichnet gegeben war…).

Whisky im Bild: 6. Wiener Whiskymesse

In zwanzig Minuten endet die 6. Wiener Whiskymesse. Es gab mehr Aussteller, mehr Besucher – und sehr interessante Masterclasses. Natürlich werden wir über die Messe hier ausführlich berichten, vorab aber einmal als Appetitanreger einfach ein Blick aus dem ersten Stock in die zentrale Messehalle, in dem ein Teil der Aussteller seine Kojen hatte. Bild copyright: Briana Pfaffel.

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Glenfiddich 50yo Video Interview (und 1974 Verkostung)

glenfiddich_logo@2xDie Vancouver Sun hat gestern ein Video mit Master Distiller und Global Brand Ambassador Ian Millar von Glenfiddich auf Youtube online gestellt, in dem Ian über den Glenfiddich 50yo spricht (der momentan um ca. 26.000 Dollar verkauft wird) – und einige jüngere Expressionen von Glenfiddich, darunter auch den Glenfiddich 1974, gemeinsam mit der Moderatorin verkostet. Sehenswert!

Penderyn: Whisky aus Wales

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penderynOb Whisky oder Whiskey – diese Frage stellt sich für Waliser nicht, denn mit Wysgi haben sie ihre eigene Interpretation des Wortes „Wasser des Lebens“. Und ob nun zweifach oder dreifach gebrannt für ein besseres Destillat sorgt – seit 14. September 2000 zeigt die Penderyn Distillery, dass auch ein einziger Brennvorgang hervorragende Ergebnisse bringen kann.

Durch insgesamt sieben perforierten Platten läuft der gasförmige Alkohol, an jeder dieser Platten verliert er unerwünschte Zusätze, um am Schluss mit 92 Vol. % den Spirit Safe zu erreichen. Verdünnt auf 63,4Vol. %, wird der Spirit in Buffalo Trace Bourbon Fässern abgefüllt und genießt später eine Nachreifung in, hauptsächlich, Madeira Barrique Fässern, aber auch Oloroso Sherry, Vintage Port und gelegentlich in alten Islay Whisky Barrels.

In ihrem Youtube-Kanal stellt die Penderyn Distillery jede Woche Waliser vor oder Menschen, welche zu Wales eine Verbindung haben. In dieser Woche ist es Gareth Edwards, Cask Manager der Penderyn Distillery. Er führt uns durch das Fasslager und erläutert seine Arbeit und den Prozess, den der Whisky nach der Destillation durchläuft.