Exklusiv: Interview mit Master Distiller Dennis Malcom, Glen Grant Teil II

Glen Grant’s Master Distiller Dennis Malcom entwickelt sich langsam zum Dauergast bei uns auf Whiskyexperts. Schon im Mai konnten wir ihn anlässlich seiner sehr persönlichen Abfüllung „Glen Grant Five Decades“ interviewen. Am Rande der InterWhisky in Frankfurt nutzten wir die Gelegenheit, über seine Arbeit und deren Entwicklung in den letzten Jahren ein wenig mehr zu erfahren.

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Whiskyexperts:  Hat sich Ihr Beruf über die Jahre verändert und wenn ja, wie?

Dennis Malcolm: „Er hat sich insoferne verändert als eine ganze Menge Automation in den Prozess eingezogen ist. Mir ist völlig klar, dass sich das Rad der Zeit dreht: Die Zukunft ist schon híer. Ich hoffe, dass ich mit meiner Arbeit auch etwas von der Vergangenheit schütze – um die Zukunft zu sichern. Ich sage immer zu jungen Leuten und zu mir selbst: Wenn der Wandel kommt, versuche in der Zeit des Wandels am Steuer zu sein. Dann kannst Du die Richtung so bestimmen, wie Du willst.“

Whiskyexperts:  Einige Leute sagen, Whisky schmeckt heute generell anders als vor 30 Jahren, selbst dann, wenn er aus der selben Destillerie kommt. Stimmen Sie dem zu – und wenn, was könnte der Grund sein?

Dennis Malcolm: „Dem stimme ich nicht zu denn: wenn man die Kontrolle über den kompletten Produktionsvorgang in seiner Anlage hat, und wenn man die Parameter nicht verändert, was sollte sich ändern? Die Zutaten sind gleich, die Form der Brennblase ist unverändert, die Parameter im Prozess sind nicht anders geworden und die Fassarten, die man verwendet, haben sich nicht verändert – also was sollte anders geworden sein? Nein, da kann ich nicht zustimmen. Ich kann meine Hand zum Schwur heben und sagen: Der Whisky, den wir in Glen Grant machen, der Single Malt, den wir dort herstellen seit ich dort bin; er ist der Gleiche. Keine Veränderung.“

Whiskyexperts: „60% des Geschmacks und der Charakteristik des Whiskys kommt vom Holz des Fasses“. Die Auswahl der Fässer und deren Management sind wichtige Faktoren in der Whiskyherstellung. Sind sie darin involviert und wie hanfdhaben sie das?

Dennis Malcolm: „Das Management der Fässer ist tatsächlich der Schlüssel, so wie Form der Brennblase, die den Charakter des Spirits definiert. Ich kaufe alle Fässer bei Glen Grant ein. Ich definierte die Prozentzahl jedes Fasstyps, den wir lagern. Und wenn wir etwas auswählen, das sagen wir 18-20 Jahre alt sein soll, dann schaue ich mir ALLE entsprechende Fässer an. Gerade jetzt mache ich dasn, weil wir daran denken, eine neue, ältere Abfüllung von Glen Grant zu veröffentlichen.“

Whiskyexperts:  Wie würden Sie den Hausstil von Glen Grant beschreiben?

Dennis Malcolm: „Auch über die Farbe. Und die ist ein helles Gold. Ich versuche, eine konsistente Farbe zu erhalten. Ich möchte die Leute nicht verwirren, und von haselnussbraun in einem Jahr zu geld im nächsten Jahr wechseln. Ich möchte eine konsistent helle, goldene Farbe. Ich möchte, dass wir für einen trockenen, fruchitigen Whisky mit einem nussigen Finish stehen. Das ist Glen Grant auf den Punkt gebracht.“

 

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Serge verkostet: Dufftown

Dufftown Destilerie, Foto von Anne Burgess, CC-Lizenz
Dufftown Destilerie, Foto von Anne Burgess, CC-Lizenz

Dufftown in der Speyside liegt in der selben engeren geografischen Region wie Balvenie, Convalmore, Glendullan, Glenfiddich oder Mortlach. Die Destullerie wurde nicht als solche gebaut, sondern von eine Mühle umgebaut. Heutzutage ist sie unter Whiskyfreunden für den Singleton of Dufftown bekannt, früher gab es jedoch einige andere Abfüllungen. Serge Valentin von Whiskyfun hat heute drei (inkl. Singleton) davon verkostet und findet, dass die gute alte Zeit in der Tat gut, wenn nicht sogar besser war:

  • Singleton of Dufftown 18 yo (40%, OB, +/-2013): 79 Punkte (verliert fast 10 Punkte, weil er am Gaumen so schwach ist)
  • Dufftown-Glenlivet 8 yo (80° proof, OB for Ghirlanda, Italy, +/-1968): 92 Punkte
  • Dufftown-Glenlivet 1963/1977 (70°proof, Berry Bros & Rudd, 26 2/3 FL OZS): 92 Punkte

Adventkalender 6.12.: Wir verkosten Bladnoch 23yo

Zum Nikolaustag hat unser Adventkalender etwas Besonderes parat: Eine Miniatur eines 23jährigen Lowlanders aus der Destillerie Bladnoch. Silvia Behrens und Bernhard Rems haben ihn gemeinsam für unsere Leser verkostet und berichten hier von ihren Eindrücken. Hat das Alter dem Bladnoch die richtige Reife gebracht?

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Nase: Oh, hier stellt sich ein wunderschöner, typischer Lowlander vor, mit viel Butter, Sahne, dick und reichhaltig, kräutrige Noten und zitroniger Überbau – oder weißer Balsamico? Jedenfalls eine wunderbare Nase, die ausgewogen und interessant zugleich ist.

Gaumen: Vanille, Puderzucker, aber auch Zitronenzesten, wiederum reich und reichhaltig. Man schiebt ihn im Mund herum, und jede Stelle, die er trifft, verdichtet den excellenten Eindruck dieses Whiskys. Ein bemerkenswerter Tropfen.

Finish: Lang, rund, süß, etwas zitronig dann. Harmoniert mit dem, was wir vorher erlebt haben.

Alles in allem: Ein liebenswerter, beeindruckender Lowlander. Sehr gut im Gesamteindruck, nahe an der Spitzenklasse, aber dafür gerade ein wenig zu wenig ausdifferenziert, zu viel Süße in sich. Dennoch: Der hat Klasse und ist interessant. Bravo!

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Und wieder heißt es 24 Stunden warten, bevor wir das nächste Türchen öffnen dürfen…

Exklusiv: Whiskyexperts & Càrn Mòr Spezialitätentasting in Wien am 14. 2. 2014

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Wir beginnen unsere Zusammenarbeit mit der Càrn Mòr Society of Austria im Jahr 2014 mit einem Verkostungesevent der Spitzenklasse für Sie (Anmeldedaten weiter unten). Das 5. Pre Market Release Tasting bringt zu hervorragendem schottischen Essen 9 Single Cask Abfüllungen in drei Flight zu je 3 ausgesuchten Releases:

Eine Einzelfass-Vertikale mit drei Abfüllungen aus dieser Traditionsdestillerie ist nur ein Teil unserer Verkostung
Eine Einzelfass-Vertikale mit drei Abfüllungen aus dieser Traditionsdestillerie ist nur ein Teil unserer Verkostung

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Flight 1: Die Zeitmaschine – die CÀRN MÒR Vintage Collection. Hier gehen wir schrittweise fast 30 Jahre zurück in die Vergangenheit, um drei Fässer aus drei Destillerien zu verkosten

  • Glen Ord 2004 – Cask Nr. # 55, Bottled 2009 @ 46 %
  • Aberlour 1994 – Cask Nr. # 4413, Bottled 2010 @ 46 %
  • Benriach 1985 – Cask Nr. # 5491, Bottled 2011 @ 46 %

 

Flight 2:  Die Tamdhu-Vertikale „CELEBRATION OF THE CASK“. Drei Einzelfässer in Fassstärke aus einer einzigen, mit Geschichte durchtränkne Destillerie – zum Vergleichen und Eindringen in einen Destilleriecharakter, der erst heuer wieder belebt wurde.

  • Tamdhu 1991 Opitz One Bourbon Hogshead/Pinot Noir Trockenbeerenauslese Finish– Cask Nr. # 35096 @ 51.4 % – 21 Years
  • Tamdhu 1991 Sherry Hogshead – Cask Nr. # 35095 @ 54.0 % – 22 Years
  • Tamdhu 1989 Bourbon Hogshead – Cask Nr. # 8149 @ 54.0% – 24 Years

 

Flight 3: Schätze der Vergangenheit „CELEBRATION OF THE CASK“. Kostbares, Seltenes und Besonderes, wie sonst selten in einer Verkostung:

  • Teaninich 1973 Sherry Puncheon – Cask Nr. # 20237 @ 54.0 % – 40 Years
  • Glenglassaugh 1972 Sherry Butt – Cask Nr. # R13/08/01 @ 43.1 % – 41 Years
  • Glen Grant 1965 Bourbon Hogshead – Cask Nr. 2137 @ 49.6 % – 48 Years

grantcaskUnd als Überraschung:

Das Top des Fasses Glen Grant 1965 # 2137 wird unter den Teilnehmern als Souvenir verlost. Ein schöner Wandschmuck, ein exquisites Serviertablett oder die Krönung auf einem Whiskyschrank – dieses alte Fass ist einzigartig.

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Wir sind uns sicher, dass dieses Event rasch ausgebucht sein wird, um rasche und damit rechtzeitige Anmeldung wird also gebeten. PS: Dieses Tasting ist sicher auch eine großartige Idee für ein Weihnachstgeschenk, an das sich der Beschenkte oder die Beschenkten lange erinnern werden

Glen Grant Distillery, Foto von S8z11, GNU-Lizenz
Glen Grant Distillery, Foto von S8z11, GNU-Lizenz. Von hier stammt das älteste Fass unserer Verkostung aus dem Jahr 1965.

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Die Daten der Veranstaltung:

Freitag, den 14. Februar 2014
im Wiener Beisl „EssKultur“ (www.ess-kultur.at)
Marxergasse 14, 1030 Wien

Einlass zum Dinner: ab 18:00
Beginn des Tastings: 19:30 Uhr

Teilnehmerzahl: 35 Personen

Kostenbeitrag pro Person € 45,–

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Ab 18.00 Uhr stehen folgende Gerichte für Sie bereit:

  • Roastbeef mit Skirlies (schottische Spezialität)
    oder
  • Gemüselasagne
    und
  • Cranachan (schottische Nachspeise)

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Und so melden Sie sich an:

Bitte den Kostenbeitrag von € 45,– auf das Konto Nr. 300010-65720 bei der Erste Bank AG, BLZ 20111, Empfänger: Gillespie & Partners GmbH, Kantgasse 3, 1010 Wien, mit Zahlungsgrund „Name (Max Mustermann) und Càrn Mòr Tasting“, überweisen. Außerdem bitten wir um Anmeldung per e-Mail (office@gillespiepartners.com) mit gleichzeitiger Bekanntgabe Ihres  bevorzugten Whiskys.

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Diese Verkostung ist etwas Besonderes, und wir freuen uns wirklich sehr, diese für Sie mitveranstalten zu können. Melden Sie sich noch heute an – wir freuen uns, Sie bei diesen ausgesuchten Spezialitäten zu sehen.

(Titelbild mit Glas und Verkostungsnotizen Copyright Alexander Kohn)

Serge verkostet: Strathisla

Strathisla Destillerie,Foto von Aramaki, GNU Free Documentation Lizenz
Strathisla Destillerie,Foto von Aramaki, GNU Free Documentation Lizenz

Serge Valentin hält Strathisla für den pefekten Malt zu Weihnachten, insbesondere alle alten sanften Sherry-Whiskys von Gordon & MacPhail. Im Vergleich dazu und um sich selbst zu widersprechen verkostet er heute auf Whiskyfun noch zwei weniger dunkle.

  • Strathisla 10 yo (43%, OB, Chivas Brothers LTD, early 1960s, 75cl) 91 Punkte
  • Strathisla 23 yo 1989/2013 (58.1%, Berry Bros & Rudd, Switzerland, cask #5966) 88 Punkte
  • Strathisla 16 yo 1970/1987 (61.3%, Gordon & MacPhail for Intertrade, 75cl) 87 Punkte

The Highland Herold: Winterausgabe erschienen

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Passend zur kühleren Jahreszeit präsentiert “The Highland Herold” in seiner Winterausgabe (Nummer 21) Heißgetränke, die (auch) mit Whisky funktionieren. Dazu gibt es Gerichte von Whiskykoch Chris Pepper, ein Portrait der beiden Islay Distillery Manager Eddie MacAffer (Bowmore) und Jim McEwan (Bruichladdich), eine Übersicht der in diesem Winter erschienenen neuen Abfüllungen sowie einiges mehr.

 

Wer angesichts des bevorstehenden Orkantiefs Xaver den Weg zum Fachhandel scheut, findet “The Highland Herold” als PDF auf ihrer Website.

Adventkalender 5.12.: Wir verkosten Tyrconnell

Silvia Behrens und Bernhard Rems haben heute wieder ein Türchen des Adventkalenders für unsere Leser geöffnet, und in selbstloser Weise den dahinter zu findenden Inhalt verkostet. Die heutige Miniatur kommt aus Irland und ist der Tyrconnell Single Malt Irish Whiskey mit 40%.

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Nase: Eine erfrischende Begegnung. Sehr ausgeprägte Noten von Honig, Zitrone, Pfirsich und etwas Schärfe von Ingwer ergeben ein lebhaftes Bild, das hohe Erwartungen weckt.

Gaumen: Schade, schade. Was so vielversprechend begonnen hat, wird hier etwas wässrig und dünn. Nach wie vor sind hier die süßen Honignoten, man findet Orange und Aprikose, Malz, aber wie schon gesagt hat das zu wenig Gewicht, um wirklich zu begeistern.

Finish: Wir finden das Finish durchaus lang, und wieder sehr süß. Etwas ölig wirkt es nun, und zur malzigen Süße gesellt sich hinten auch etwas Herbes, Trockenes.

Alles in allem: Stark begonnen, und dann etwas schwächelnd. Man möchte den Tyrconnell gerne mal in Fassstärke probieren, denn vielleicht ist das etwas Mangelnde eher dem zugefügten Wasser geschuldet als dem Destillat selbst. Trotzdem nur ein „Geht so“.

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Morgen ist Nikolaustag, und wir hoffen auf ein besonderes Vergnügen hinter dem sechsten Türchen…

Serge verkostet: St. Magdalene

Die alten Gebäude von St. Magdalene - Foto von Tom Sargent, CC-Lizenz
Die alten Gebäude von St. Magdalene – Foto von Tom Sargent, CC-Lizenz

Manche nicht mehr in Betrieb befindlichen Destillerien sind „nur“ eingemottet, können also jederzeit wieder produzieren (nach mehr oder weniger aufwändigen Arbeiten). Gutes Beispiel dafür wäre Glen Keith, die heuer wieder in Betrieb ging. Andere Destillerien sind unwiederbringlich verloren. So zum Beispiel St. Magdalene (oder auch Linlithgow genannt). Drei dieser Abfüllungen aus der ehemaligen Lowland-Destillerie hat Serge Valentin verkostet, und eine davon wurde sogar erst heuer abgefüllt (an der mangelnden Häufigkeit neuer Abfüllungen kann man durchaus schließen, dass die verbleibenden Fässer sehr, sehr spärlich sind – eventuell noch spärlicher als bei Port Ellen).

  • Linlithgow 1982/2011 (46%, The Ultimate, Rare Reserve, 284 bottles): 89 Punkte
  • St Magdalene 31 yo 1982/2013 (53.5%, Hart Bros, Finest Collection): 87 Punkte
  • Linlithgow 1982/2008 (61.8%, Càrn Mor, Celebration of the Cask, refill sherry butt, cask #2220, 582 bottles): 92 Punkte

Adventkalender 4.12.: Wir verkosten Bowmore 12yo

Auch heute öffnen wir eine Tür in unserem Minitaturen-Adventkalender, und zwar die vierte. Dahinter finden wir einen Bowmore 12yo, die jüngste Standardabfüllung dieser Islay-Destillerie. Der 12yo ist mit 40% abgefüllt, kühlfiltriert und gefärbt. Silvia Behrens und Bernhard Rems teilen sich die Miniatur und schreiben eine gemeinsame Verkostungsnotiz.

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Nase: Silvia findet Rauch und den fischigen Duft einer Räuchermakrele darin, später etwas Lebkuchen und etwas Leder. Für Bernhard riecht der Whisky nach erkalteter Glut oder den mit Meerwasser abgedämpften, verkohlten Holzscheitern eines Lagerfeuers. Die Säure, die beide darin entdecken, hat bei Bernhard den eher nicht so erfreulichen Beigeschmack von Reflux.

Gaumen: Hier gewinnt der Whisky plötzlich deutliche Süße, Kirschnoten, eine gewisse Malzigkeit. Er ist pfeffrig, an den Zungenseiten sehr alkoholisch, die Rauch und Ledertöne nehmen sich zurück. Die Konsistenz wirkt wässrig, ohne sonderlichen Tiefgang.

Finish: Das mittellange Finish beginnt eher süß, wird dann scharf und endet holzig. Vorne im Mund bleibt der Whisky länger, hinten reisst er sehr schnell ab.

Alles in allem: Der Bowmore 12yo macht es einem nicht leicht. Er hat gute Ansätze, aber summa summarum bleibt er unbedeutend, flach und kommt ein wenig langweilig daher. Dabei lässt er in sich schon spüren, dass Bowmore das Zeug zu Besonderem hat. Aber das setzt sich in dieser Abfüllung leider nicht durch. Der Islay-Fan unter den Verkostenden ist bei ihm noch skeptischer als der Allrounder…

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Damit warten wir wieder 24 Stunden, bevor wir die nächste Türe im Adventkalender öffnen…

Neu: Glenglassaugh 40yo

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Die zweite neue Abfüllung von Glenglassaugh nach dem Verkauf an BenRiach kommt nun auf den Markt: Ein 40 Jahre alter Single Malt aus der Speyside-Destillerie soll Whiskyliebhaber mit dem typischen weichen Geschmack von Glenglassaugh gewinnen. Mit 42.5% abgefüllt, werden zunächst ca. 600-800 Flaschen produziert, aber der Vierzigjährige soll ein fester Bestandteil der Produktlinie werden (so wie die beiden 26-  und 30-jährigen). Einen Preis konnten wir bislang noch nicht in Erfahrung bringen – aber man sollte nicht mit einem Schnäppchenangebot rechnen…

Malt Maniacs Awards 2013

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Die in der Szene wohl angesehensten Awards sind jene der Malt Maniacs – und wie jedes Jahr werden sie auch heuer kurz vor Weihnachten vergeben. Hier sind also die Auszeichnungen, die in Blindverksotungen von den Experten von Malt Maniacs vergeben wurden:

Ultra Premium Kategorie (Preise höher als 150 Euro):

  • Gesamtgewinner: Karuizawa 1973/2013 (67.7%, Number One Drinks, Ex-Sherry Oak, C#1607, 138 Bts.)
  • Bester Whisky mit Sherryeinschlag: Glenfarclas 1989/2012 (56.6%, OB The Family Casks, C#11046, 591 Bts.)
  • Bester getorfter Whisky: Benriach 27yo 1985/2013 (48.9%, OB, C#7188, 257 Bts.)
  • Bester „naturbelassener“ Whisky: Karuizawa 1983/2012 (62.1% Number One Drinks for LMDW, Hogshead, C#8597, 282 Bts.)
  • „Thumbs up“-Preis: Teeling 21yo ‘Vintage Reserve’ (46%, Teeling Whisky Co., 2013*)

Premium-Kategorie (51 bis 150 Euro):

  • Gesamtgewinner: Kavalan ‘Solist’ (57.8%, OB, NAS, Sherry Cask, C#S06082, 2013*)
  • Bester Whisky mit Sherry-Einschlag: Glendronach 18yo 1994/2012 (56.6%, OB for Kenny Hsu – Taiwan, Oloroso Sherry Butt, C#68, 621 Bts.)
  • Bester getorfter Whisky: Amrut ‘Peated’ (63%, Blackadder Raw Cask, NAS, C#BA18/2013, 268 Bts., 2013)
  • Bester „naturbelassener“ Whisky: Clynelish 1996/2013 (57.1%, Berry Bros. for LMDW, C#6421)
  • „Thumbs up“-Preis: Celtique Connexion Islay 1999/2013 ‘Sauternes Finish’ (58.7%, Celtic Whisky Compagnie, 332 Bts.)

Alltagswhiskys (höchstens 50 Euro):

  • Gesamtgewinner: Aberlour ‘A’Bunadh Batch #45′ (60.2%, OB, NAS, Oloroso Sherry Butts, 2013*)
  • Bester Whisky mit Sherry-Einschlag: Glendronach 10yo 2002/2013 (52.8%, OB for The Whisky Fair, C#710, 665 Bts.)
  • Bester getorfter Whisky: Benriach 10yo ‘Curiositas’ (46%, OB, Peated, 2013*)
  • Bester „naturbelassener Whisky“: Springbank 12yo ‘Cask Strength’ (50.3%, OB, 2013*)
  • „Thumbs up“-Preis: Benriach 10yo ‘Curiositas’ (46%, OB, Peated, 2013*)

Für die Liste der anderen Medailliengewinner folgen Sie bitte einfach unserem Link.

Mackmyra baut in Deutschland

 

Das erste Lager ist rechts neben dem Fachwerkhaus zu sehen.
Das erste Lager ist rechts neben dem Fachwerkhaus zu sehen.

Die erste schwedische Whisky-Brennerei, Mackmyra Svensk Whisky, errichtet eines ihrer Lagerhäuser in Deutschland, rund 35 Kilometer östlich von Hamburg auf Gut Basthorst. Der Spatenstich erfolgte am letzten Samstag, geplant ist, das Fasslager offiziell Ende März/Anfang April 2014 zu eröffnen. Es sollen ab diesem Zeitpunkt circa 400 Fässer der Kunden eingelagert werden, die ihr eigenes Fass bestellt und Deutschland als Lagerort gewählt haben. Deutschland bietet sich deshalb an, weil man weniger Alkohol- und Mehrwertsteuer bezahlt als in Schweden. Im Augenblick hat der erste Lagerabschnitt Platz für circa 150 Fässer und ist als Showroom hergerichtet. Durch weitere Anbauten wird die Kapazität auf bis zu 1.500 Fässer erweitert.

Auf der Website von Mackmyra können Interessenten zwischen vier Fasstypen (jeweils 30 Liter Fassungsvermögen) und drei Rezepten, insgesamt also zwischen 12 verschiedenen Whiskys wählen. Es wird empfohlen, in den ersten Jahren wenigstens einmal pro Jahr das Fass zu verkosten und ab dem 4. Jahr eventuell sogar alle 6 Monate, damit man den optimalen Reifegrad trifft. Bei einer Lagerung in Deutschland kann man sein eigenes Fass schneller und einfacher verkosten. Nach 3 Jahren Lagerung rechnet Mackmyra mit 48 Halb-Liter-Flaschen in Fassstärke.

Für das Lager auf Gut Basthorst gibt es für die Rezepte Elegant und Rauch in Kombination mit den Fässern Bourbon und Gravity bis Ende des Jahres ein Angebot. Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an Angela Pulejo, Area sales manager der MACKMYRA Swedish WHISKY gmbh.

E-mail: angela.pulejo@mackmyra.com

 

Serge verkostet: Ardbeg Single Cask

 

Ardbeg - Foto von Rappilio, CC-Lizenz
Ardbeg – Foto von Rappilio, CC-Lizenz

Heute verkostet Serge Valentin auf Whiskyfun den 1992er Ardbeg von Douglas Laing aus einem refill hogshead, in diesem Jahr in ihrer Old Particular Reihe erschienen und für rund £ 450 pro Flasche erhältlich (oder schon nicht mehr?). Zum Vergleich wählt er nach dem Zufallsprinzip einen Ardbeg von High Spirits, auch Anfang der 90er destilliert, allerdings aus einem Ex-Sherry-Fass und schon nach 12 Jahren abgefüllt.

  • Ardbeg 12 yo 1990/2003 (46%, High Spirits, 312 bottles) 90 Punkte
  • Ardbeg 21 yo 1992/2013 (48.6%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, ref #DL10065, 232 bottles) 91 Punkte

Noch 5 Tage im Fotowettbewerb

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Bis zum 8. Dezember können Sie uns noch Ihr Whiskyfoto für unseren Wettbewerb um den von Kenny Mackay handsignierten Càrn `Mòr Miltonduff 1989 senden – und sich damit die Chance sichern, dieses seltene Sammlerstück zu besitzen (und danach wie ein echter Snob einfach zu öffnen und zu genießen *g*). Wie Sie mitmachen können, und welche Bilder bereits eingesendet wurden, sehen Sie hier auf unserer Wettbewerbs-Seite. Wir freuen uns auf Ihre Einsendung und wünschen Ihnen jetzt schon viel Glück!