Laut einer Quelle von Reuters, die mit den Verkaufsverhandlungen zwischen Sazerac und Brown-Forman vertraut ist, bietet Sazerac 32 Dollar pro Aktie von Brown-Forman, dem Eigentümer von Jack Daniel’s oder schottischen Whiskymarken wie Glendronach, Glenglassaugh und Benriach – in Summe wären das 15 Milliarden Dollar.
Damit möchte Sazerac dem ebenfalls angedachten Merger zwischen Brown-Forman und Pernod Ricard entgegentreten (wir berichteten hier). Analysten fänden wohl mehr Geschmack am Deal mit Pernod Ricard, weil sich durch die globale Ausrichtung und Reichweite für Brwon-Forman bessere Möglichkeiten bieten, aber man sieht die langjährigen Verbindungen zwischen Brown-Forman und Sazerac durchaus als Verhandlungsvorteil für das US-Unternehmen. Beide möglichen Deals sind auch ein Produkt des schwierigen Umfelds für Spirituosen in der jetzigen Weltlage, in der es durchaus sinnvoll ist, Kräfte am Markt zu bündeln und Synergien zu nutzen.
Der Deal zwischen Sazerac und Brown-Forman wäre ein typischer Buyout – über die Verhandlungen mit Pernod Ricard hört man, dass hier auch ein Aktientausch angedacht sei, der Brown-Forman noch etwas Kontrolle über das eigene Unternehmen gewähren würde.
Sazerac wollte den Bericht von Reuters nicht kommentieren, Brown-Forman und Pernod-Ricard haben auf eine Anfrage des Nachrichtendienstes erst gar nicht reagiert.
















