Zu Beginn seiner heutigen Session stellt sich Serge die Frage, ob die neueren Abfüllungen von Laphroaig eine Tendenz dazu haben, sanfter und „gefälliger“ zu werden. Um diesen Eindruck zu verwerfen oder erhärten, verkostet er zunächst einen neuen Laphroaig aus dem Travel Retail, um sich danach unabhängigen Bottlings zuzuwenden.

Der Laphroaig „The 1815 Legacy Collection“ kann Serge nicht überzeugen, aber das liegt weniger an einem sanften Charakter, sondern daran, dass das Holz seiner Meinung nach den Spirit völlig dominiert. Auch bei den Unabhängigen ist diesmal nicht alles eitel Wonne, aber auch nicht alles mau. Ein richtiges Wow-Erlebnis in der Verkostung bereitet der Laphroaig 10yo für Japan aus den (vermutlich) 1970ern…:

  • Laphroaig ‘The 1815 Legacy Edition’ (48%, OB, travel retail, 2017): 72 Punkte
  • Williamson 6 yo (50.2%, That Boutique-y Whisky Company, batch 1, 595 bottles, 2017): 79 Punkte
  • Laphroaig 14 yo 2001/2015 (46%, Murray McDavid, Benchmark, bourbon, cask #372): 80 Punkte
  • Laphroaig 10 yo 1996/2016 (50.6%, Specialty Drinks, Masterpieces, PX sherry butt, 516 bottles): 76 Punkte
  • Laphroaig 18 yo 1998/2017 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask # 11634, 262 bottles): 84 Punkte
  • Laphroaig 30 yo (53.6%, Hunter Laing, The Kinship, refill bourbon hogshead, 165 bottles, 2017): 88 Punkte
  • Laphroaig 10 yo (43%, OB, for Japan, 75cl, 1970s?): 94 Punkte
Laphroaig vom Meer aus gesehen. © Whiskyexperts