Dass der Abbau von Torf für die Whiskyindustrie seine Spuren in der Umwelt hinterlässt und nicht wirklich nachhaltig ist, ist hinlänglich bekannt – ebenso der Umstand, dass sie reichhaltige Biotope und Zufluchtsstätte für Wildtiere sind. Dass Torfmoore höchst effiziente CO2-Speicher sind, gilt allerdings nicht als Allgemeinwissen.
In Schottland sind es ca. 20% der Landmasse , die als Torfgebiete gelten. Gemeinsam haben sie in etwa 1,6 Milliarden Tonnen (!) CO2 gebunden, die beim Erhitzen natürlich peu a peu wieder in den Atmosphäre freigesetzt werden. Und: Bereits 80% der Moore in Schottland gelten als geschädigt – was auch insofern nicht unerheblich ist, da die Moore 70% des schottischen Trinkwassers bereitstellen und auch Whisky auf sauberes Wasser angewiesen ist.

All diese Faktoren haben die Whiskyindustrie dazu gebracht, in den letzten Jahren mehr und mehr über ihren Fußabdruck bezüglich des Torfabbaus nachzudenken – und ein neuer Artikel, der jetzt auch online bei The Spirits Business erschienen ist, beleuchtet dieses Umdenken im Detail.
Unter „For peat’s sake: how spirits firms are restoring Scotland’s peatlands“ beleuchtet man die branchenweite Strategie, die die Scotch Whisky Association bereits im Jahr 2023 für die Unternehmen und mit den Unternehmen skizziert hat. Gemeinsames Handeln ist notwendig, da die Renaturierung geschädigter Torfgebiete sehr kostenintensiv ist; man spricht von bis zu 40.000 Pfund pro Hektar. Sie ist allerdings sofort umweltwirksam und wirkt sich auf die CO2-Bilanz aus – sobald Entwässerungsgräben geschlossen sind und das Moor neue Feuchtigkeit sammeln kann, verbessert sich die Umweltbilanz.
Der Artikel führt auch die Initiative von Diageo auf, die mit 5 Millionen Pfund bis 2030 3000 Hektar Moorgebiet renaturieren will (wir berichteten hier). Auch wird om Artikel von Kooperationen zwischen Diageo, Suntory Global Spirits (Laphroaig) und The Glenmorangie Company (Ardbeg) gesaprochen, die sich um die Moore auf Islay kümmern wollen, auch im Sinne des Vogelschutzes.
Auch aus Eigennutz ist der Schutz der Moore in Schottland für die Whiskyindustrie zwingend: Torf ist eine wichtige Ressource in der Produktion, und man will nicht in Gefahr laufen, sie nur mehr eingeschränkt oder gar nicht nutzen zu dürfen.
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