Der französische Spirituosen-Hersteller Pernod Ricard ist den Whiskyaffinen nicht nur wegen der berühmten Anis-Schnäpse bekannt. Dieser Konzern engagiert sich weltweit und präsentiert eine breite Produktpalette. So gehören zu Pernod Ricard auch die schottischen Blends Chivas Regal und Ballantine’s, neben manchen weiteren kleineren Marken. Ebenfalls im Besitz von Pernod Ricard sind die schottischen Brennereien, neben weiteren, Glenlivet und Aberlour. Und in Irland gehört die Marke Jameson zu diesem Konzen. Auf ihrer deutschsprachigen Web-Präsenz stellt Pernod Ricard sich so dar: „Die Gruppe Pernod Ricard mit Sitz in Paris ist der zweitgrößte Spirituosen- und Weinkonzern weltweit mit führender Marktposition in allen Kontinenten.“

Pernod Ricard ist ein familiengeführte Aktiengesellschaft, die Familie Ricard ist größter Aktionär. Und seit Kurzem ist der berüchtigte US-Investmentfonds Elliott mit 2,5 Prozent beteiligt, zu dessen Spezialitäten zählt , Konzernen einen Strategiewechsel aufzuzwingen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet (der Artikel ist nur mit ausgeschaltetem Add-Blocker lesbar), ist Elliott mit der Unternehmensführung nicht zufrieden. Die Rendite sei zu schwach, verglichen mit der des Branchenführers Diageo. Und der Einfluss der Familie Ricard, gemessen an ihrer Kapitalbeteiligung zu groß. Unter anderem, neben weiteren Vorwürfen.

Es gab wohl in den letzten Tagen ein Treffen der beiden Parteien, auch wenn die Familie Ricard eine so deutliche Einflussnahme in die Konzernpolitik nicht gewohnt ist. „Pernod Ricard braucht niemandes Rat, um die permanente Verbesserung der Unternehmensführung anzustreben“, so zitiert die Süddeutsche Zeitung einen Firmensprecher. Wir vermuten, dass so noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.