br1966

Für Leute mit sehr tiefen Taschen sind heute zwei besondere Whiskys veröffentlicht worden: Ein BenRiach aus dem Jahr 1966 (21.9.1966, 46 Jahre, 44.1%, Hogshead #2381, 62(!) Flaschen), der sich „Vestige“ nennt, und ein Glendronach aus dem Jahr 1968 (24.9.1968, 44 Jahre, keine Prozentangabe in der Presseaussendung, Oloroso Sherry Butt #5, 632 Flaschen) namens „Recherché“. Beides sind die ältesten Abfüllungen aus den jeweiligen Destillerien und sicher dafür prädestiniert, Sammlerobjekte zu werden.

Das schlägt sich auch im Preis nieder: Der Glendronach wird £2749.99 kosten, der BenRiach £3999.99.

4 KOMMENTARE

  1. Man könnte glauben, da hat wer eine Stelle zu viel beim Preis geschrieben.

  2. Seit längeren werden die Whisky´s wie Aktien gehandelt, von Leuten die es nicht im geringsten interessiert was sich drinnen verbirgt. Reine Geldmacherei, deswegen diese hohen Preise. Jeder will ein Stück vom Kuchen. Sammler die auch GenussMenschen sind ziehen hierbei den kürzeren. Bei den Bordeaux´s wie auch bei den Cognacs und Armangnacs war der Vorgang der selbe. Management (Reine ZahlenMenschen ohne Vorstellung und Interesse an komplexen und subtilen Geschmack, Marketing (Verpackung, Präsentation) solange die Zahlen und die Prozente fließen. Money rules the World! NaJa…..

  3. Völlig bei Ihnen. Gerade aber die Entwicklung bei Bordeaux und Armangnacs zeigt auch, dass diese Blasen dann doch irgendwann einmal platzen. Cognac ist das beste Beispiel dafür. Wenn man sich für Cognac interessiert, kauft man momentan ziemlich günstig ein, weil Cognac „out“ ist. Beim Whisky muss man halt zur Zeit auf die Unabhängigen ausweichen. Da gibt es momentan grandiose Bottlings zu im Vergleich vernünftigen Preisen (unlängst gab es einen 28jährigen Macduff von A.D. Rattray, der wirklich ein Gedicht war und nicht die Welt kostete). Wir wollen hier auf Whiskyexperts den Unahängigen auch mehr Raum geben – sie sind halt noch etwas scheu und rücken nicht so einfach mit Vorabinfos heraus 🙂