Bislang wurde es in dieser Art und Weise nur an Brandy ausprobiert – aber die Methode hätte das Potential, auch mit Whisky verwendet zu werden: Forschern der Universität Cádiz in Spanien ist es laut einem Bericht von Discover gelungen, durch Ultraschall Brandy, der durch einen Aufbau mit Eichenchips floss, innerhalb von drei Tagen einen Reifegrad zu verleihen, der im Fass erst nach zwei Jahren möglich gewesen wäre.

Dazu wurde der Brandy beim Durchdringen der Eichenchips mit Ultraschall beschossen, was die Zellmembranen der Eiche zum Platzen brachte und die Inhaltsstoffe freigab.

Acht professionelle Verkoster schätzten den Geschmack des so gewonnenen Brandys nahezu gleichwertig mit jenem ein, der traditionell gereift wurde, und lobten die Fruchtigkeit und Intensität des Geschmacks.

Whiskyfreunde brauchen sich – ebensowenig wie Freunde von Brandy – vor der neuen Methode nicht zu fürchten. Technisch gesehen darf in der EU ein solches Produkt weder als Brandy noch als Whisky verkauft werden – und als Scotch nirgendwo. Die Erfinder der Methode sehen aber dennoch Vorteile für die Produzenten und Konsumenten in ihrer Entwicklung: Mit ihr könne man rasch erkennen, wie sich die Verwendung verschiedener Fasstypen auf das Grundproukt auswirken würde.

Einige Fässer in der Destillerie Glendronach. Bildrechte bei Marcel Freudenstein