Normalerweise steht der Besuch des Cöpenicker Whiskyherbst dick und fett unterstrichen im Terminkalender unseres Redakteurs Dirk Piesczek. In diesem Jahr standen dort dann aber zwei Termine für den September an: Köpenicker Whiskyfest und der Cöpenicker Whiskyherbst. Sich zwischen diesen beiden Veranstaltungen zu entscheiden war sehr schwer, der Einfachheit halber fuhr er zu beiden. Ein kurzes Resümee:

Köpenicker Whiskyfest
Die freiheit 15 in Köpenick ist ein bekannter Veranstaltungsort, er hat sich in den letzten Jahren als Heimat des Cöpenicker Whiskyherbst etabliert. Die neuen Veranstalter präsentierten mit dem Köpenicker Whiskyfest in bewährter Umgebung ein anderes Angebot.

Schwerpunkt waren die unabhängige Abfüller, ergänzt durch zwei deutsche Whiskybrenner und dem Verband Deutscher Whiskybrenner. Begleitend ermöglichten die verschiedenen Tastings einen Einstieg in die Welt der Whiskys, das Kennerlernen bestimmter unabhängiger Abfüller oder die Exklusivität eines Karuizawa oder Raritäten Tastings.

Insgesamt waren vielleicht ein klein bisschen weniger Aussteller als in den Vorjahren vertreten. Jedoch wirkte dadurch die Ausstellungsfläche aufgeräumter und übersichtlicher. freiheit 15 ist und bleibt eine wunderschöne Location für eine Whiskymesse unter freiem Himmel.

Cöpenicker Whiskyherbst
Das bewährte Angebot in einer neuen Umgebung. Mit der Alten Malzfabrik der Schultheiss-Brauerei wurde ein Veranstaltungsort mit einer größeren Außenfläche gefunden. Das mehr an Fläche wurde u.a. durch Biertischgarnituren gefüllt. Das Mehr an Sitzgelegenheiten, welche in Köpenick in den Jahren davor fehlten, entspannte hier die Raumsituation deutlich. Wieder waren alle große Marken mit ihrem bekannten Angebot vertreten, wieder konnten hochkarätige Partner für die verschiedenen Tastings gewonnen werden.
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Das Zeitfenster bei den Tastings war vielleicht ein wenig klein. Denn wenn sich schon die Gelegenheit bietet, mit dem ehemaligen Manager von Talisker, Charlie Smith, BenRiach’s Sales Director Alistair Walker oder John Campbell, Laphroaig’s Distillery Manager, gemeinsam verschiedene Drams zu verkosten, möchte man auch danach noch Raum und Zeit für die Fragen haben, die man schon immer stellen wollte. Apropos Raum: Vor allem der komplett in schwarz gehaltene Seminarraum 1 war für ein Tasting, sagen wir, ungewöhnlich.

Möglicherweise kommt der neue Veranstaltungsort auch bald wieder an seine Grenzen. Denn am Samstag Abend war der Cöpenicker Whiskyherbst wieder sehr gut gefüllt. Die Alte Malzfabrik bietet aber noch genug Potential für eine größere Ausstellungsfläche.

Fazit: Zwei wirklich sehr lohnende Veranstaltungen. Aber bitte nicht mehr innerhalb von 7 Tagen. Es sollte möglich sein, zwei Termine zu finden, die etwas weiter auseinander liegen. Es mag sein, dass für den Berliner Köpenick zu weit ist und der Köpenicker ungern nach Berlin fährt. Für mich macht die Distanz von 20 km zwischen den beiden Veranstaltungsorten bei meiner Anfahrt von über 500 km nicht den Unterschied.