annandale

Seit längerem (zuletzt konnten wir Ende April über diese Projekt berichten) haben wir nichts mehr von der neuen Lowland Destillerie Annandale gehört. In ihrem Neujahrsgruß erzählen uns David Thomson und Teresa Church, wie der jetzige Stand ihres Projektes ist.

Nicht ganz überraschend benötigte die Renovierung des alten Destillerie-Gebäudes spezielle Lösungen. Die Ost-Wand des Mash Hauses war beim Kauf der Brennerei im April 2007 vom Einsturz bedroht und musste sorgfältig restauriert werden. Über Monate wurden Sandsteine gesucht, die in Farbe, Körnung und Porosität zu dieser Wand passen. Die Steinmetze hatten dann die Aufgabe, diese Steine in eine Form zu bringen, die zum restlichen Gebäude passt, ohne dass die Restauration sofort auffällt. Dies hieß auch, entgegen ihres Berufs-Ethos, beim Mauern die recht eigenwillige Anordnung der Steine der angrenzenden Gebäude zu berücksichtigen und aufzunehmen. Am 6. Dezember konnte endlich nach dreimonatiger Bauzeit das Gerüst entfernt werden. Ein Vergleich des Zustandes vor und nach den Arbeiten zeigt die Äußerst gelungene Arbeit.

Ein Grund für die lange Funkstille war die Sorge um die Sicherheit während der Einrichtung der neuen Destillerie. Mittlerweile sind bis auf ein paar Kleinigkeiten diese Arbeiten abgeschlossen und die Gebäude gesichert und überwacht. Die geplante Eröffnung Anfang des Jahres musste auf Ende April 2014 verschoben werden, dann soll endlich mit der ersten Destillation begonnen werden. Es wird den Annandale Single Malt Scotch Whisky als rauchige und nicht-rauchige Variante geben. Um die benötigten Umsatzzahlen erreichen zu können, müssen, etwas vage formuliert, zwischen 500.000 und 1 Million Flaschen Whisky pro Jahr verkauft werden.

Auch wenn vor allem die Außenarbeiten abgeschlossen sind, zeigen die Bilder des derzeitigen Bauzustandes der Brennerei, dass die Annandale Distillery eine der schöneren Destillerien in Schottland werden wird. Als wohl nach Bladnoch südlichste Destillerie Schottlands, in Dumfrieshire, unweit der englischen Grenze zwischen Gretna und Dumfries mit dem geplanten Besucherzentrum, Shop und Café wird sie sicherlich das erste Ziel mancher Schottland Rundreise sein.