Neu: The Macallan Concept 2

Ab Januar 2020 wird er im globalen Travel Retail zu finden sein, schon zuvor in Taoyuan Airport in Taiwan und im London Heathrow Airport Terminal 5: Die Destillerie Macallan hat den neuen The Macallan Concept 2 letzte Woche der Presse bei der TFWA World Exhibition & Conference in Cannes vorgestellt.

Geschaffen wurde er von Whisky Maker Steven Bremner, und er soll dessen zwei großen Leidenschaften vereinen: Whisky und Musik.

Der The Macallan Concept 2 wurde aus einer Mischung von Whiskys komponiert, die in Sherry-seasoned American oak casks, Miguel Martin Sherry casks und ex-Bourbon barrels reiften.

Der mit 40% Alkoholstärke abgefüllte Whisky soll in der Nase kandierte Äpfel, Vanille, Eiche und Kastanie zeigen, am Gaumen Toffee, getrocknete Apfelspalten, Mandeln, Zimt und Holznoten. Im mittellangen Finish zeigen sich laut Destillerie süße Töne, dazu etwas Gewürz und Toffee.

Der The Macallan Concept 2 wird € 135,- kosten, abgefüllt ist er, trotz seines Erscheinens im Travel Retail, in 0,7 Liter Flaschen.

Scotch Whisky Association mit Statement über US-Strafzölle

Recht wenig Freude hat die Scotch Whisky Association (SWA) naturgemäß mit den nächste Woche in Kraft tretenden Strafzöllen für europäischen Whisky in der Höhe von 25% bei Import in die USA. Besonders deshalb, weil Single Malt für mehr als die Hälfte der für das Vereinigte Königreich zu erwartenden Belastungen herhalten muss.

Die SWA stellt im Statement von Karen Betts, Chief Executive der SWA, fest, dass die Strafzölle die Whiskyindustrie empfindlich treffen werden und die USA und EU dringend aufgefordert sind, den Konflikt zu lösen, um Schaden von der Whiskyindustrie, aber auch anderen Wirtschaftszweigen abzuwenden.

Hier das Statement in seiner Gänze:

“We are very disappointed that the United States Government has announced a tariff of 25% on imports of Single Malt Scotch Whisky and Liqueurs from the UK. This is a blow to the Scotch Whisky industry.  Despite the fact that this dispute is about aircraft subsidies, our sector has been hit hard, with Single Malt Scotch Whisky representing over half of the total value of UK products on the US Government tariff list (amounting to over $460 million).

“The tariff will undoubtedly damage the Scotch Whisky sector. The US is our largest and most valuable single market, and over £1 billion of Scotch Whisky was exported there last year.  The tariff will put our competitiveness and Scotch Whisky’s market share at risk.  We are also concerned that it will disproportionately impact smaller producers.  We expect to see a negative impact on investment and job creation in Scotland, and longer term impacts on productivity and growth across the industry and our supply chain.  We believe the tariff will also have a cumulative impact on consumer choice.   

“The Scotch Whisky industry has consistently argued against the imposition of tariffs in our sector.  For the last 25 years, trade in spirits between Europe and the US has been tariff-free. In that time, exports of Scotch Whisky to the US and of American Whiskey to the UK and Europe have grown significantly, benefitting communities on both sides of the Atlantic, boosting investment, employment and prosperity for all.  For this reason, the Scotch Whisky Association – alongside American and European spirits producers – has urged the EU and the US not to draw spirits into trade disputes that have nothing to do with our sector.

„We believe it is imperative that the EU and US now take urgent action to de-escalate the trade disputes that have given rise to these tariffs, to ensure that these latest tariffs are not implemented on 18 October, and to ensure that other tariffs – including on the export of American Whiskey to the EU – are removed quickly. In particular, the UK government must now work with both sides to urge a negotiated settlement and to ensure that these damaging tariffs do not take effect.”

Karen Betts

Jetzt bei Whiskyexperts gewinnen: 3 x das Amrut „Kofferset“ mit je vier Abfüllungen!

Unser neuesten Gewinnspiel entführt sie auf den indischen Subkontinent – und in eine Destillerie, die ihre Anerkennung zuerst in Schottland, der Heimat des Whiskys, gewonnen hat – um dann weltweit Furore zu machen: Amrut.

Gemeinsam mit unserem Partner Kirsch Whisky verlosen wir 3 x das Amrut „Kofferset“ mit je vier Abfüllungen zu 0,7 Liter, mit dem Sie die ausgezeichnete Qualität und Geschmacksvielfalt des ersten indischen Single Malts in vielen Facetten kennen lernen können. Ein traumhafter Gewinn für alle, die das Besondere abseits des Üblichen suchen.

Vorab aber einmal einige Infos zur Brennerei und zum Gewinn (das Lesen hilft auch bei der Beantwortung unserer Preisfrage). Wer Amrut näher kennen lernen will, der kann unsere Berichte vom Besuch im Vorjahr nachlesen und nachsehen – hier und hier):

Die Marke Amrut: Single Malt mit indischen Wurzeln

Indische Gerste vom Fuße des Himalayas und Quellwasser aus dem Gebirge – schon ein Blick auf die Zutaten verrät: Amrut Indian Single Malt Whisky aus dem südindischen Bangalore ist untrennbar mit seiner Heimat verbunden. Das gilt auch für seinen Namen: Laut indischer Mythologie wühlten Götter und Dämonen das Meer auf. Den Fluten entsprang ein goldenes Gefäß – darin das Elixier des Lebens: Amrut.

Eine Auswahl an Amrut-Abfüllungen im HQ in Bangalore. Bild © Whiskyexperts

Die Brennerei: 900 Meter über dem Meeresspiegel

Gegründet im Jahr 1948 von J.N. Radhakrishna, waren die Amrut Distilleries in ihrer Anfangszeit einer der größten Zulieferer für „Indian made Liquor“ an das indische Militär. Nach dem frühzeitigen Tod Radhakrishnas übernahm sein Sohn das Unternehmen – und baute Amrut zu einer weltweit respektierten und nachgefragten Marke auf.

Die Destillerie Amrut. Bild © Whiskyexperts

Neben seinen ungetorften Whiskys aus indischer Gerste produziert Amrut auch Single Malt aus getorftem Malz, das aus Schottland kommt. Für ein natürliches Aroma wird das Getreide bei Amrut ausschließlich in kleinen Chargen gemaischt. Die Reifung erfolgt unter tropischen Bedingungen – rund 900 Meter über dem Meeresspiegel in Bangalore. Durch das Klima reifen die Malts wesentlisch schneller als zum Beispiel in Schottland und gewinnen in kürzerer Zeit mehr Aromenvielfalt. Amrut Single Malt Whiskys werden allesamt weder kühlfiltriert noch gefärbt.

Stills bei Amrut. Bild © Whiskyexperts

Die Spirits: International ausgezeichneter Single Malt Whisky

Amrut Single Malt Whisky ist das Ergebnis jahrelanger Forschung. Das Ziel: einen indischen Whisky produzieren, der es mit den besten der Welt aufnehmen kann. Mit Erfolg, wie zahlreiche internationale Auszeichnungen zeigen – darunter der Gold Award bei der IWSC 2016. Neben seinen Whiskys produziert Amrut – ebenfalls international ausgezeichneten – Rum.

Das Kofferset: Amrut x4

Mit dem Amrut Kofferset können Sie vier der Abfüllungen aus der Brennerei in Bangalore genießen – wir verlosen insgesamtg drei dieser Koffer mit vier Flaschen zu je 0,7 Liter Inhalt: 

  • Amrut Single Malt (46% alk. vol.) – aus nordinischer Gerste vom Fuße des Himalayas, in ex-Bourbonfässern gereift
  • Amrut Single Malt peated (46% alk. vol.) – aus schottischer getorfter Gerste. Am Gaumen fruchtig, in der Nase und im Finish der Torfrauch. Ein Erlebnis!
  • Amrut Fusion (50% alk. vol.) – wie der Name schon sagt: eine Fusion aus getorfter schottischer Gerste und ungetorfter nordindischer Gerste, separat eingemaischt und destilliert, in amerikanischen Weißeichenfässern gereift.
  • Amrut Cask Strength (61,8% alk. vol.) – wunderschön ausbalanciert zwischen Gewürzen und Frucht, kraftvoll und beeindruckend

Und so gewinnen Sie eines der drei Amrut Koffersets mit je vier Abfüllungen:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wo produziert die indische Amrut Distillery ihre Single Malts?

a) Mumbai
b) Dehli
c) Bangalore

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Amrut“!

3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.

Unter allen richtigen Antworten mit dem richtigen Betreff, die uns bis 20. Oktober 2019, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 21. Oktober 2019 bekannt. Die Gewinne werden danach durch Kirsch Whisky versendet.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Amrut“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 20. Oktober 2019, 23:59 Uhr. Die Gewinnerinnen/die Gewinner werden am 211. Oktober 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Whisky sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand des Preises erfolgt durch Kirsch Whisky, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiderbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Nikka investiert 55 Mio. Euro zur Steigerung der Produktion um 20%

0

Wie Nikkei Asia Review heute berichtet, wird der japanische Brenner Nikka die Produktion in seiner Yiochi Distillery auf Hokkaido ein neue Tanks aufstellen, um dort den mehr produzierten Spirit vor und nach der Fasslagerung zwischenlagern zu können. Ein neues Lagerhaus soll gebaut werden – aber vor allem wird man wieder rund um die Uhr arbeiten. Diese Praxis wurde kurz vor der Jahrtausendwende eingestellt und soll nun wiederbelebt werden.

Das Investitionsprogramm, das man zu fahren gedenkt, wird bis 2021 umgerechnet 55.5 Millionen Euro kosten und soll den Output um insgesamt 20% steigern. Es betrifft auch die Miyagikyo Distillery, wo man ebenfalls ein neues Lagerhaus bauen will.

Der Ausstoß der Brennerei soll dann ab 2025 wider die 5,8 Millionen Liter Alkohol übertreffen, die man bereits im Rekordjahr 1983 prodzuiert hat. Erst ab 2030 wird man die 2014 eingestellten oder nur mehr reduziert zum Verkauf gelangenden Marken Taketsuru, Miyagikyo und Yoichi wieder im vollen Umfang anbieten können.

Die Miyagikyo Distillery von Nikka

 

Die Gewinner des Garnheath 44yo, Dailuaine 12yo und Bunnahabhain 12yo von Douglas Laing!

Und wieder ist ein Gewinnspiel vorbei – und wieder freuen wir uns über die tolle Beteiligung. Diesmal gab es ja wunderbare Whiskys aus einer Abfüllungsserie  zu gewinnen, die aus den Regalen des Fachhandels und denen bei Whiskyfreunden daheim einfach nicht mehr wegzudenken ist – mit ihrer Vielfalt und Qualität, die für jede Brieftasche etwas Feines bietet.

Die Rede ist von den Whiskys des unabhängigen Abfüllers Douglas Laing aus Glasgow. Die Single Malts und Single Grains aus den Linien Provenance, Old Particular und Xtra Old Particular sind sorgsam ausgesucht und werden in Verkostungen und Tests immer wieder hoch bewertet.

Dank unseres Gewinnspielpartners Bremer Spirituosen Contor konnten wir in dieser Woche nicht nur eine oder zwei, sondern sogar drei ausgezeichnete Abfüllungen quer durch die drei erwähnten Linien verlosen:

  • Einen Provenance Bunnahabhain 12 Years
  • Einen Old Particular Dailuanie 12 Years (Sherry Butt) und
  • Einen Xtra Old Particular XOP Garnheath 44 Years  

Wer gewonnen hat, sagen wir Ihnen nach einer Kurzvorstellung der Preise:

Gewinn Nr. 1: Provenance Bunnahabhain 12 Years

Dieses Einzelfass, ein Refill Barrel (DL12221), wurde im Mai 2005 mit Destillat befüllt und im Dezember 2017 mit 46% ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration abgefüllt. Insgesamt gibt es davon nur 98 Flaschen.

In der Nase zeigt die Abfüllung cremige Vanillenoten, saftige Ananas und Meerluft – schön abgerundet und dabei intensiv. Am Gaumen erlebt man eine spannende Mischung aus würzigen Ingwerdrops, süßer Zuckerwatte, Zimt, zerstoßenem Pfeffer und Meersalz. Das Finish ist lang und würzig, mit einer Note süßer Früchte.

 

Gewinn Nr. 2: Old Particular Dailuanie 12 Years (Sherry Butt)

Im Juli 2005 wurde das Sherry Butt DL12429 mit New Make aus der Speyside-Brennerei Dailuaine befüllt, um dann mit Februar 2018 mit 48,4% Alkoholstärke abgefüllt zu werden – mit einer Ausbeute von 674 Flaschen. Natürlich ist auch diese Old Particular-Abfüllung von Douglas Laing wie alle ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration.

In der Nase zeigt der Whisky schöne Sherrynoten, sanfte Gewürze und dunkle mazerierte Früchte sowie Getreidetöne. Am Gaumen findet sich nach einem sanften Antritt ein angenehmer und leicht pfeffriger, fruchtiger sowie malziger Eindruck. Im Finish erlebt man würzige Rosinen, die Düfte von Selbstgebackenem und ein fast minziger Unterton, gemeinsam mit Eichenfracht.

Gewinn Nr. 3: Xtra Old Particular XOP Garnheath 44 Years

Eine echte Rarität – ein Single Grain aus einer Lost Grain Distillery, die bereits im Jahr 1986 vom Besitzer Inver House Distillers geschlossen und danach abgetragen wurde. Der Single Grain stammt aus dem im Februar 1974 befüllten Refill Barrel, das im März 2018 dann mit 45.8% in Fassstärke abgefüllt wurde, ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration. Von dieser raren Abfüllung gibt es insgesamt nur 141 Flaschen.

In der Nase finden Sie eine Explosion frischer Vanilleschoten, Erdbeer-Bonbons und Brioche, am Gaumen regieren zuckrige Süße und Hobelscharten, dazu Pfirsiche in Sirup und angekohlte Bananen. Im langen Finish entdecken Sie cremige Vanille, Aprikose, geröstete Mandeln und Erdbeermarmelade.

Und das sind unsere Gewinner

Den Provenance Bunnahabhain 12 Years gewinnt:

Horst Rossnagel aus 63456 Hanau

Den Old Particular Dailuanie 12 Years (Sherry Butt) gewinnt:

Gisela Nüssen aus 57258 Freudenberg

Den Xtra Old Particular XOP Garnheath 44 Years gewinnt:

Sascha Helm aus 35315 Homberg

Wir gratulieren allen Gewinnern ganz herzlich. Die Preise werden Ihnen in den nächsten Tagen durch das Bremer Spirituosen Contor zugesendet.

Ach ja, und – natürlich – geht es gleich heute dann weiter mit dem nächsten Gewinnspiel 🙂

Bis dahin!

Ihr Whiskyexperts-Team

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (148)

Willkommen zur bereits 148. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In Ausgabe 148 finden Sie diese neuen Videos:

Whisky Evening – Ardbeg 19

Pat Hock – Arran 12 Master of Distilling II

https://youtu.be/i410-Jo421s

Whisky a.d. Sicht e. Amerikaners – The Glenrothes Whisky Maker’s Cut

Malt Mariners – Johnnie Walker Green Label 15 Jahre

Malte talks Malts – Highland Park 12 Jahre

Whisky Babbler – Talisker 18

Whisky Plausch – Arran Rum Finish (The Nectar)

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Photo credit: Wiertz Sébastien on Visual Hunt / CC BY

Exklusiv-Video: Unser Besuch bei Kavalan in Taiwan

Unser heutiges Sonntagsvideo hat es in sich: Über 25 Minuten geballte Infos über die Kavalan Distillery in Taiwan, die wir in unseren beiden Reportageteilen bereits häppchenweise serviert haben, haben wir in dem obenstehenden Video nochmals editiert und als großes Feature zusammengefasst.

Die Brennerei der King Car Group, die wir im September auf Einladung von Kavalan besucht haben, ist mit 9 Millionen Litern reinem Alkohol eine der größten Maltwhisky-Brennereien der Welt. Und in ihrem kurzen Bestehen hat sie bereits viele internationale Preise für sich verbuchen können.

Wir nehmen Sie mit durch die Fassaufarbeitung, zu einem der Lagerhäuser, in das Besucherzentrum, die öffentlich zugängliche Brennerei und in jenen neuen Teil der Brennerei, der den Besuchern ansonsten völlig verborgen bleibt – mit 10 Stills, 3 Mash Tuns und 24 Washbacks. Durch alle Stationen führt uns Kaytlin Tsai, die bei Kavalan für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist und uns alles genau erklären konnte.

Genießen Sie dieses Video, das wir – wie alle unsere Videos seit einiger Zeit – unter die Creative Commons Lizenz gestellt haben, damit Sie es auch problemlos teilen können. Das Video darf auch überall eingebunden werden.

Jedenfalls wünschen wir Ihnen einen schönen Sonntag und freuen uns darauf, Ihnen etwas später die Videoverkostungen deutscher Vlogger zeigen zu dürfen. Bis dahin viel vergnügen mit dem Video aus der Kavalan Distillery.

Unsere anderen Features aus Taiwan:

Nur bis Sonntag: Garnheath 44yo, Dailuaine 12yo und Bunnahabhain 12yo von Douglas Laing gewinnen!

Nur noch bis Sonntag können Sie wunderbare Whiskys aus einer Abfüllungsserie gewinnen, die aus den Regalen des Fachhandels und denen bei Whiskyfreunden daheim einfach nicht mehr wegzudenken ist – mit ihrer Vielfalt und Qualität, die für jede Brieftasche etwas Feines bietet.

Die Rede ist von den Whiskys des unabhängigen Abfüllers Douglas Laing aus Glasgow. Die Single Malts und Single Grains aus den Linien Provenance, Old Particular und Xtra Old Particular sind sorgsam ausgesucht und werden in Verkostungen und Tests immer wieder hoch bewertet.

Dank unseres Gewinnspielpartners Bremer Spirituosen Contor können wir in dieser Woche nicht nur eine oder zwei, sondern sogar drei ausgezeichnete Abfüllungen quer durch die drei erwähnten Linien verlosen:

  • Einen Provenance Bunnahabhain 12 Years
  • Einen Old Particular Dailuanie 12 Years (Sherry Butt) und
  • Einen Xtra Old Particular XOP Garnheath 44 Years  

Gewinn Nr. 1: Provenance Bunnahabhain 12 Years

Dieses Einzelfass, ein Refill Barrel (DL12221), wurde im Mai 2005 mit Destillat befüllt und im Dezember 2017 mit 46% ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration abgefüllt. Insgesamt gibt es davon nur 98 Flaschen.

In der Nase zeigt die Abfüllung cremige Vanillenoten, saftige Ananas und Meerluft – schön abgerundet und dabei intensiv. Am Gaumen erlebt man eine spannende Mischung aus würzigen Ingwerdrops, süßer Zuckerwatte, Zimt, zerstoßenem Pfeffer und Meersalz. Das Finish ist lang und würzig, mit einer Note süßer Früchte.

 

Gewinn Nr. 2: Old Particular Dailuanie 12 Years (Sherry Butt)

Im Juli 2005 wurde das Sherry Butt DL12429 mit New Make aus der Speyside-Brennerei Dailuaine befüllt, um dann mit Februar 2018 mit 48,4% Alkoholstärke abgefüllt zu werden – mit einer Ausbeute von 674 Flaschen. Natürlich ist auch diese Old Particular-Abfüllung von Douglas Laing wie alle ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration.

In der Nase zeigt der Whisky schöne Sherrynoten, sanfte Gewürze und dunkle mazerierte Früchte sowie Getreidetöne. Am Gaumen findet sich nach einem sanften Antritt ein angenehmer und leicht pfeffriger, fruchtiger sowie malziger Eindruck. Im Finish erlebt man würzige Rosinen, die Düfte von Selbstgebackenem und ein fast minziger Unterton, gemeinsam mit Eichenfracht.

Gewinn Nr. 3: Xtra Old Particular XOP Garnheath 44 Years

Eine echte Rarität – ein Single Grain aus einer Lost Grain Distillery, die bereits im Jahr 1986 vom Besitzer Inver House Distillers geschlossen und danach abgetragen wurde. Der Single Grain stammt aus dem im Februar 1974 befüllten Refill Barrel, das im März 2018 dann mit 45.8% in Fassstärke abgefüllt wurde, ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration. Von dieser raren Abfüllung gibt es insgesamt nur 141 Flaschen.

In der Nase finden Sie eine Explosion frischer Vanilleschoten, Erdbeer-Bonbons und Brioche, am Gaumen regieren zuckrige Süße und Hobelscharten, dazu Pfirsiche in Sirup und angekohlte Bananen. Im langen Finish entdecken Sie cremige Vanille, Aprikose, geröstete Mandeln und Erdbeermarmelade.

Und so gewinnen Sie eine der drei Abfüllungen von Douglas Laing:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: In welcher schottischen Stadt hat der unabhängige Abfüller Douglas Laing seinen Firmensitz

a) Glasgow
b) Inverness
c) Edinburgh

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Douglas Laing“!

3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.

Unter allen richtigen Antworten mit dem richtigen Betreff, die uns bis 6. Oktober 2019, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 7. Oktober 2019 bekannt. Die Gewinne werden danach vom Bremer Spirituosen Contor versendet.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Douglas Laing“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 6. Oktober 2019, 23:59 Uhr. Die Gewinnerinnen/die Gewinner werden am 7. Oktober 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und dem Bremer Spirituosen Contor sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand des Preises erfolgt durch das Bremer Spirituosen Contor, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Trinken Sie noch oder podden Sie schon? The Glenlivet Capsule Collection (mit Video)

Whiskycocktails in Kapseln? Nun, was auf den ersten Moment wie eine Schnapsidee (pun intended) klingt, ist vielleicht eine und bestimmt keine nachhaltige – aber was The Glenlivet hier zur London Cocktail Week eingefallen ist, ist zumindest von der Marketingseite her eine auf den ersten Blick recht gute.

Was ist die Glenlivet Capsule Collection? Nach Angaben der Speyside-Brennerei sind es „Cocktails ohne Glas“ – oder profaner gesagt, so etwas wie Ariel Pods, aber diesmal tatsächlich zum Genießen.

Glenlivet meint auch, dass diese Cocktail Capsules dem Cocktail im Glas oder in Minifläschchen überlegen wären, was die Umweltfreundlichkeit betrifft – denn die Hülle, die 23ml an Flüssigkeit fasst, sei aus Seegras hergestellt.

Gemeinsam hat man mit Tayēr + Elementary drei Geschmacksrichtungen kreiert, und zwar Zitrus, Holz und Gewürz. Man nimmt die Kapsel in den Mund, zerbeißt sie und schluckt sie dann. Wer kein Seegras schlucken will, der kann die Hülle auch in den Kompost werfen.

Hier wird die Glenlivet Capsule Collection in einem Video erklärt:

Laut dem Bericht in metro.co.uk war die Reaktion der Leute auf die Cocktail Capsules gemischt. Manche finden, dass sie eine witzige Idee seien, andere vergleichen sie mit den Waschmittel-Pods und halten eher wenig davon. Und einige haben Glenlivet sanft darauf hingewiesen, so metro.co.uk. (und das meinen die wohl nicht als Scherz), dass manche Leute wahrscheinlich auf die Idee kommen könnten, sich die Kapsel sonstwo hinzustecken. Und es wohl auch machen werden.

Nicht jeder muss alles verstehen.

Fremde Federn (65): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Monat für Monat erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun über einem Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe Nummer 64 ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Serge verkostet: Whisky aus Schweden

God dag, kära vänner och bon vivants! Heute hat sich Serge Valentin ganz jenen Whiskys gewidmet, die aus Schweden kommen – und das sind in diesem Fall zehn Abfüllungen aus fünf Brennereien. Bimber, High Coast, Mackmyra, Box und Smögen – das sind die Kandidaten, die heute einer genaueren Begutachtung unterzogen werden.

Hier die Wertungen aus der Verkostung an diesem Samstag, die ausnahmsweise (?) nicht von Angus MacRaild bestritten wird:

  • Bimber 2016/2019 ‘The 1st Release’ (54.2%, OB, England, 1000 bottles, 2019): 87 Punkte
  • High Coast ‘Quercus IV Mongolica’ (50.8%, OB, Sweden, 2019): 79 Punkte
  • High Coast ‘Berg’ (50%, OB, Sweden, PX matured, 2019): 82 Punkte
  • Mackmyra ‘Vintersol’ (46.1%, OB, Sweden, 2019): 78 Punkte
  • Mackmyra 11 yo 2007/2019 (49.5%, Cadenhead, World Whiskies, Sweden, bourbon barrel, 258 bottles): 80 Punkte
  • Smögen 7 yo 2011/2019 (62.4%, OB, Sweden, cask #56/2011, 325 bottles): 86 Punkte
  • Box 2012/2018 (61.4%, OB, Sweden, Private Bottling, American oak, cask #2015-799, 164 bottles): 82 Punkte
  • Mackmyra 10 yo ‘Ten Years’ (46.1%, OB, Sweden, +/-2017): 86 Punkte
  • Box ‘Dálvve batch 04’ (46%, OB, Sweden, 1st fill Bourbon, 2018): 84 Punkte
  • Box ‘The Festival 2017’ (54.2%, OB, Sweden, 1000 bottles): 85 Punkte

Und weil wir im Mai dieses Jahres für Sie bei Mackmyra waren (hier unser Bericht), bestreiten wir mit einem Foto von dort das Titelbild…

Mackmyra Gravity Distillery. Die Stills. Bild © Whiskyexperts

Neu: The Singleton Of Glen Ord Distillery Exclusive

In der Destillerie Glen Ord gibt es laut einer Information der Destillerie ab sofort (und nur dort) eine Destillerieabfüllung des Singleton of Glen Ord. Der Whisky ohne Altersangabe wird mit 48% abgefüllt und kostet vor Ort 90 Pfund, also umgerechnet etwas mehr als 100 Euro. 6000 Flaschen davon wurden produziert

Was es sonst noch zu dieser neuen Abfüllung zu sagen gibt, hat Diageo in der nachfolgenden englischsprachigen Presseaussendung zusammengefasst:


THE SINGLETON OF GLEN ORD LAUNCHES ITS FIRST EVER LIMITEDEDITION DISTILLERY EXCLUSIVE BOTTLING

The Singleton of Glen Ord distillery has released its first ever limited-edition Single Malt Scotch whisky that is exclusively available to purchase at the Highland distillery. With just 6000 bottles available, The Singleton of Glen Ord will retail at RSP £90 per 70cl bottle and is bottled at 48% ABV.

Daniel Cant, the Senior Site Manager at Glen Ord, said:

“This unique liquid perfectly captures the essence of Glen Ord distillery character, with our famous green fruity flavours shining through in this release. Our motto is Luceo non uro, inspired by our founder from the Clan Mackenzie. It means “I shine not burn” and continues to inspire us today with our emphasis on slow batched distillation. With this vision, the distillery team have crafted this outstanding bottling to celebrate our history and create a special memento of whisky history for our visitors to take home and enjoy.”

Maturing in a mixture of refill casks and ex-bourbon American oak casks brings a gentle vanilla and spice to the distillery character, helping to extend the finish to end with a long, lingering taste. On the nose, there is a fresh, balanced yet vibrant aroma with crisp orchard fruits including green apples and ripe pears, accompanied by gentle notes of floral and spice. On the palate, there is an initial burst of orchard fruits, swiftly followed by wood spices and vanilla fudge. The spice character lingers, prolonging the overall finish. After a moment, the spice fades, leaving a buttery texture with a hint of nearly-ripe peaches. With a splash of water, the fruity flavours become more pronounced, thus making the flavour profile lighter and more vibrant. Some ester notes can be found, with bursts of foam bananas and pear drops, originating from the use of ex-bourbon casks.

This new The Singleton of Glen Ord bottling is the perfect collector’s item for Scotch fans and allows visitors to the legendary distillery to take a piece of history home with them, and to savour a dram long after their whisky pilgrimage has ended.

Exklusiv: Wir verkosten Kavalan vor Ort

Mitte September bot sich uns die Möglichkeit, die Destillerie Kavalan in Taiwan zu besuchen. Den ersten Teil unseres Bildberichts können Sie hier sehen, den zweite Teil finden Sie hier. Zum Abschluss unseres Besuches ihrer Destillerie lud uns Kavalan noch in ihren Tasting Room ein.

Dieser befindet sich im obersten Stockwerk des Spirit Castle, wie Kavalan ihr Besucherzentrum nennt. Dort trafen wir Master Blender Ian Chang, der uns in einem Interview, welches Sie hier finden, einen Einblick in seine Arbeit bei der Kavalan Destillerie sowie die Stilistik und Charakteristik ihrer Whisky gab. Und natürlich nahmen wir seine und Kavalans Einladung an, einige Abfüllungen aus dem Portfolio der Brennerei zu verkosten.

Kavalan Classic

40 % Vol.Das Design der Flasche nimmt die Form des Wolkenkratzer Taipeh 101 auf. Von 2004 bis 2007 war er das höchste Gebäude der Welt. Der Kavalan Classic bildet den Einstieg ins Portfolio der Brennerei. Zugleich ist er, so Kavalan, der Bestseller unter ihren Whiskys. Bei dieser Abfüllung setzt Kavalan sechs unterschiedliche Fass-Sorten ein. Neben Ex-Bourbon-Casks und Sherry-Fässern reifte der Whisky auch in ehemaligen Rot- sowie Weißwein-Fässern. Verhalten zu Beginn, offenbart er Sommerfrüchte und Vanille, zeigt sich würzig und süß zugleich. Leicht und rund, zugleich komplex am Gaumen. Auch hier süße Vanille mit Früchten, wohl balanciert. Wohlig wärmend süß und recht lang beim Finish. 

King Car Whisky Conductor

46 % Vol.Diese Abfüllung von Kavalan trägt als einzige den Namen des Unternehmens. Auch hier zu Beginn verhalten, vielleicht sogar schüchtern, doch sehr ausbalanciert. Am Gaumen wird er deutlich kräftig, weiterhin wohl ausbalanciert. Deutliche Frucht-Noten, angenehm bitter-süß mit einer leichten Würze aus dem Eichenholz. Im Finish stark und kräftig bleibend, nimmt er sich einige Zeit, bevor er langsam sich verabschiedet.

Die Solist Range

Die Solist Range besteht aus Einzelfass-Abfüllungen, die in unterschiedlichen Fass-Arten reiften. Mit ihrer eigenen Küferei ist es Kavalan möglich, unterschiedliche Fässer nach ihren Wünschen und eigenen Bedürfnissen aufzubereiten. Auf jeder Abfüllung ist die Fass-Nummer vermerkt, welche auch das Datum der Fass-Befüllung beinhaltet. Durch ihre schnellere Reifung in Taiwan sind die Kavalan Whiskys im Vergleich zu europäischen Whisky vom Alter her jünger

Kavalan Solist Bourbon

Cask Strength 58,6 % Vol.Leicht, süß und würzig an der Nase, am Gaumen mit Vanille-Noten sowie Aromen heller Früchten, sowie überraschend mit deutlichen würzigen Kräuter-Noten, welche die Süße etwas zurückdrängen. Das langanhaltende Finish zeigt leichte Bittern-Noten. Ein ganz feiner ehrlicher und klarer Bourbon Cask Whisky ohne Show und ohne Tricks.

Kavalan Solist Vinho Barrique

Cask Strength 57,1 % Vol.Sehr exotisch-fruchtig in der Nase, dabei eher mit einer dazu gehörenden Säure denn viel Süße. Wohl balanciert und komplex am Gaumen zeigt sich hier erneut sehr viel Frucht, ein insgesamt äußerst angenehm zu trinkender Whisky, der sich mit leichten ausgewogenen Frucht-Bitter-Noten langsam verabschiedet.

Kavalan Solist Mosctael

Cask Strength 55,6 % Vol.An der Nase deutet dieser Whisky nur ganz leicht die Schwere und Süße an, die wir später am Gaumen finden werden. Und hier wird der Solist Mosctael äußerst deutlich: Rosinen, ganz leichte Röst-Aromen, Datteln, alles erinnert an Früchtebrot. Dazu verbindet er die Schwere mit einer Reinheit und Ausgewogenheit, die wir bis jetzt bei jeder Abfüllung der Kavalan Destillery gefunden haben. Der Kavalan Solist Mosctael verlangt viel Aufmerksamkeit und belohnt diese mit viel Komplexität der feiner und zugleich deutlichen Aromen.

Serge verkostet: Ben Nevis von unabhängigen Abfüllern (Teil 3)

Der dritte Teil von Serge Valentins Verkostung von unabhängig abgefüllten Whiskys von Ben Nevis ist auch jener mit den meisten Bottlings – ganze neun Abfüllungen sind heute bei ihm zu finden.

Diesmal ist die Bandbreite der Bewertungen sehr weit gestreckt: die niedrigste Wertung beläuft sich auf 78 Punkte, was bei Serge eher „mau“ bedeutet, die höchste zeigt 91 Punkte.

Ohne viel weitere Vorrede geht es nun zu den Abfüllungen der Verkostung und ihren Bewertungen:

  • Ben Nevis 12 yo 2006/2018 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, cask # 12592, 399 bottles): 79 Punkte
  • Ben Nevis 6 yo 2011/2017 (46%, Hepburn’s Choice, 359 bottles): 80 Punkte
  • Ben Nevis 11 yo 2007/2018 (56.2%, Le Gus’t, first fill bourbon, cask #17, 228 bottles): 87 Punkte
  • Ben Nevis 1996/2017 (51.9%, Or Sileis, Legends, sherry, cask #1088, 298 bottles): 90 Punkte
  • Ben Nevis 22 yo 1996/2019 (50.4%, Best Dram, bourbon hogshead, cask #1714, 168 bottles): 87 Punkte
  • Ben Nevis 22 yo 1996/2019 (50.7%, Caora, refill hogshead, cask #1381, 321 bottles): 91 Punkte
  • Ben Nevis 21 yo (52.2%, Chorlton Whisky, hogshead, 170 bottles, 2018): 78 Punkte
  • Ben Nevis 20 yo 1996/2016 (58.1%, Whisky Broker, hogshead, cask #744, 125 bottles): 88 Punkte
  • Ben Nevis 22 yo 1995/2018 (52.9%, Whic, sherry butt, cask #1510, 472 bottles): 89 Punkte
Ben Nevis. © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen