Erst Smooth Ambler, nun Rabbit Hole – der Getränkekonzern Pernod Ricard verstärkt sein Engagement im Bourbon-Segment. Wie The Spirits Business berichtet, hat das französische Unternehmen im Rahmen seines aktuellen Drejahresplans mit dem Titel „Transform And Accelerate“ einen Mehrheitsanteil an der Brennerei in Kentucky gekauft. Das jüngste Mitglied des Kentucky Bourbon Trails wurde erst 2012 in Lousville, Kentucky von Kaveh Zamanian gegründet, der früher als Psychologe und Pyschoanalytiker arbeitete. Er wird auch nach dem Kauf einen Teil seiner Anteile halten und weiter im Unternehmen arbeiten.
Die Rabbit Hole Distillery produziert momentan pro Jahr etwas über 4.5 Millionen Liter Bourbon, Rye und Gin.
Beide Seiten zeigten sich mit dem Kauf naturgemäß zufrieden – Details dazu wurden allerdings nicht verlautbart. Man rechnet damit, dass dder Verkauf in Bälde vertraglich abgeschlossen ist.
Laut einem Exklusivbericht von scotchwhisky.com haben sich die Regeln für erlaubte Fassarten in der Herstellung von Scotch gerade grundlegend geändert. Zwar ist es nach wie vor es allein Eichenholz, das zur Reifung von Whisky verwendet werden darf, aber nun sind offiziell auch andere Vorbelegungen als bislang erlaubt (das genaue Regelset finden Sie im Artikel).
So können nun auch Fässer verwendet werden, die zum Beispiel Tequila oder Mezcal, Calvados, fassgereiften Cachaça, Shochu oder Baijiu, sowie einige andere Frucht- und Obstbrände enthielten. Nach wie vor nicht erlaubt ist es, Ciderfässer zu verwenden, auch wenn das zum Beispiel bei Glen Moray so gemacht wurde – und wenn man sich die Abfüllungen der letzten Jahre ansieht wird man bemerken, dass die Brennereien die offiziellen Regeln ohnehin schon relativ locker genommen haben (man denke nur an den Springbank Calvados Finish).
Verboten bleiben jedenfalls nach wie vor auch Fässer, die vorher mit Wein oder Bier belegt waren, das mit Zuhilfenahme von Steinfrüchten produziert wurde, wo nach der Fermentation Geschmacksträgerhinzugefügt wurden oder solche, zu denen nach der Destillation Zucker oder Geschmack hinzugefügt wurde.
Damit, so scotchwhisky.com, wäre es nun auch möglich, Whisky in einigen ehemaligen Ginfässern zu reifen.
Der Artikel ewähnt auch eine von uns bereits vor einiger Zeit berichtete Initiative von Diageo, die Regeln für die Fassverwendung etwas lockerer zu interpretieren – ob man sich auch wegen dieser Intitative bei der Scotch Whisky Association und danach beim Gesetzgeber für die Änderungen, die ab sofort in Kraft treten, entschieden hat, beantwortet der lesenswerte Beitrag nicht.
Hat es in den letzten Monaten danach ausgesehen, als wäre der Wachstumstrend bei den Whiskypreisen nach langen Jahren etwas gebrochen, so belehren uns die Zahlen, die Whiskystats.net in seinem monatlichen Report veröffentlicht hat, eines Besseren: Nachdem der Index der 500 historisch am Häufigsten gehandelten Whiskys im letzten Oktober seinen bisherigen Höchststand erreicht hat, wurde dieser Spitzenwert im Mai nochmals übertroffen. In Summe gesehen war Whisky bei Auktionen so teuer wie noch nie zuvor.
Interessant dabei: Islay-Abfüllungen erleben momentan einen echten Boom und haben im index wertmäßig sogar die Speysider deutlich überholt. Bowmore und Ardbeg führen dabei die Rally an.
Die meistgehandelten Whisky im Mai waren übrigens Yamazaki und – Trommelwirbel – die Game of Thrones Serie von Diageo. Unter diesen war die Clynelish-Abfüllung die Meistgehandelte – sie erzielte einen Durchschnittspreis von 108 Euro.
Es gibt aber auch Whiskys, die um weit weniger verkauft wurden, als einmal kosteten – als Beispiel sei hier der Kilkerran 12yo Campbeltown Dinner genannt, der im Januar 2018 1300 Euro brachte, zur Zeit aber nur 430 Euro lukrieren konnte…
Lassen Sie uns den Tag gleich mit einer irischen Whiskey-Neuerscheinung beginnen: irish-whiskeys.de, Importeur und Online-Fachgeschäft für irische Whiskeys, informiert uns über den neuen J. J. Corry The Battalion von The Chapel Gate Irish Whiskey Company, der ab sofort erhältlich ist. Seine Besonderheit: Ein Teil des Whiskeys reifte in Mescalfässern.
Die mit 7000 Flaschen limitierte Ausgabe kostet 59,90 € – die Pressemitteilung gibt Ihnen weitere Infos, zunächst über den Whiskey Bonder, der den Whiskey kreiert hat, und dann über die spezifische Abfüllung (inkl. Tasting Notes):
Neu – J. J. Corry The Battalion
The Chapel Gate Irish Whiskey Company
The Chapel Gate Irish Whiskey Company ist Irland’s einziger Whiskey Bonder und sie reifen derzeit ihren Whiskey im Rackhouse einem Warehouse auf der McGuane Family Farm in Cooraclare, County Clare, Irland. Irish Whiskey Bonding beschäftigt sich damit Whiskey von anderen Destillerien auszusuchen und dann außerhalb der Destillerie reifen zu lassen und zum Schluss den Whiskey zu finishen oder zu blenden, um einen einzigartigen unverwechselbaren Whiskey zu kreiieren,
Whiskey Bonding war früher ein üblicher Weg, um Whiskey in Irland herzustellen und Bonder waren oft Schankwirte und Einzelhändler in kleinen Städten für die Einheimischen. Diese Vorgehensweise starb im frühen 20. Jahrhundert aus, als die Irish Whiskey Industrie kollabierte. Whisky Bonder wurden nicht mehr beliefert, da die bestehenden Destillerien nun voll und ganz den Markt kontrollieren wollten und Bonder nicht mehr beliefert wurden.
The Battalion
J. J. Corry The Battalion ist eine limitierte Abfüllung, die zunächst in Bourbonfässer reifte und dann eine Nachreifung in Mescal- und Tequilafässern erhalten hat. Es ist Irland’s erster Whiskey, der in diese Fassarten reifen durfte. 40 % der Abfüllung ist 13 Jahre alter Single Malt, der erst in einem Bourbonfass reifte und dann in einem Mescalfass gefinisht wurde. Die anderen 60 % sind 9 Jahre alter Grain Whiskey, der zunächst im Bourbonfass reifte. 30 % davon reifte im Tequilafass nach und die restlichen 30 % im Mescalfass.
Benannt wurde der Whiskey nach dem Battalion, der im mexikanisch-amerikanischen Krieg von 1846-1848 in Mexiko kämpfte. Dieser Battalion wurde San Patricos genannt, da er hauptsächlich aus irischen Einwanderern bestand. Diese Männer hatten sich von den USA abgewand und kämpften nun für Mexiko. Benannt wurde er nach St. Patrick’s dem irischen Schutzpatron.
Der Whiskey wurde mit 41 % abgefüllt und ist auf 7.000 Flaschen limitiert.
Aus der Schweiz kommt eine neue Abfüllung der Rugen Distillery – der Swiss Mountain Single Malt Whisky «ICE LABEL» Edition 2019. Was es mit ihm auf sich hat und wie er laut der Brennerei schmeckt, verrät die nachfolgende Pressemitteilung:
Matten b. Interlaken, 13. Juni 2018: Die neue Edition des im ewigen Eis gereiften Whisky der Rugen Distillery – der Swiss Mountain Single Malt Whisky «ICE LABEL» Edition 2019 – ist abgefüllt. «Die Abfüllung ist soeben erfolgt, der 10-jährige Whisky wird in einer limitierten Anzahl von 969 Flaschen angeboten», bestätigt Kurt Althaus, Master Distiller bei der Rugenbräu AG.
Kurt Althaus, Master Distiller. Bild Rugenbräu Ag
«ICE LABEL Edition 2019»
Der Swiss Mountain Single Malt Whisky «ICE LABEL» Edition 2019 «Aged 10 years» ist vier Jahre im historischen Felsenkeller der Rugenbräu und anschliessend sechs Jahre im ewigen Eis in einer Eisgrotte auf dem Jungfraujoch ausgereift. «Frisch fruchtige Noten von Pflaumen, Birnen und Rosinen prägen die neue Edition. Zudem schmeicheln Holunderblüte und Rosendüfte der Nase», beschreibt Althaus. Der Whisky wurde Fassstark und unfiltriert abgefüllt und beeindruckt durch seine Ausgewogenheit: Leicht holzig-herbe sowie warme Tabaknoten erinnern an eine elegante Zigarrenbox. Im Glas brilliert der «Ice Label» in einem leuchtend sonnigen Gold mit einem Hauch von Bronze. Erhältlich ist der Whisky in der Rugen Gnuss-Wält.
Weltweit einzigartig …
Im März 2008 wurde der erste Swiss Mountain Single Malt Whisky der Rugen Distillery auf den Markt gebracht. Seither haben sich die Profis mit Leidenschaft, Sinn für Tradition und Innovationsgeist der Entwicklung des Whiskys gewidmet. Der mehrfach ausgezeichnete Swiss Mountain Single Malt Whisky «Ice Label» gilt als Flaggschiff der Distillerie. Im Frühling 2018 wurde unter der Leitung des Master Distiller ein Whisky im Tropenhaus Frutigen zur Reifung deponiert: «Aktuell sind wir weltweit die einzige Whisky-Distillerie, welche Whiskys im ewigen Eis, im Felsenkeller und in den Tropen reifen lässt und dies in einem Radius von rund 50 km, beziehungsweise innerhalb einer Region», weiss Remo Kobluk, Geschäftsführer der Rugenbräu AG.
Erhältlich ist der Whisky in der Rugen Gnuss-Wält ab Freitag, 14. Juni 2019.
Glendronach hat soeben die Veröffentlichung einer neuen Abfüllung bekannt gegeben: Der Glendronach Port Wood wird ab sofort in den Fachgeschäften erhältlich sein.
Der Glendronach Port Wood ist nicht kältefiltriert und nicht gefärbt. . Er ist mit 46% vol. abgefüllt und wurde zunächst in Pedro Ximénez und Oloroso sherry casks gereift, um dann noch in Port Pipes nachgereift zu werden. Der Preis ist für UK mit 60 Pfund angegeben, das entspricht ca. 67 Euro.
Weitere Details zu ihm, wie zum Beispiel die offiziellen Tasting Notes können Sie der nachfolgenden Pressemitteilung entnehmen:
PORT PIPES OF DOURO VALLEY INSPIRE THE GLENDRONACH PORT WOOD
Inspired by the historical import of casked port into Scotland during the 19th century, The GlenDronach distillery is pleased to announce the release of The GlenDronach Port Wood.
The GlenDronach distillery was established in 1826 by founder James Allardice, at a time when both sherry and port were ‘de rigueur’, with the finest port pipes travelling along Portugal’s Douro River, destined for the wine cellars of Scotland’s gentry.
Made by our craftsmen using the same, time-honoured methods passed down through generations for almost two hundred years, The GlenDronach’s rich, full bodied Highland spirit has been matured in the distillery’s signature Pedro Ximénez and Oloroso sherry casks, followed by a second maturation in some of the finest port pipes from the majestic Douro Valley of Portugal.
Expertly selected and married by The GlenDronach Master Blender, Dr Rachel Barrie, The GlenDronach Port Wood is a rich and fruity ten-year-old limited release to be savoured.
Master Blender, Dr Rachel Barrie said:
“The GlenDronach means ‘valley of the brambles’ in old Scots Gaelic. We are delighted to celebrate this heritage with a Portuguese twist on our revered Pedro Ximénez and Oloroso sherry cask maturation, which uses the finest Spanish oak.
This extra maturation in Port casks imparts a deep cherry wood colour and enriches the layers of fruit in The GlenDronach, with delightful waves of Victoria plum, brambles and sandalwood on the nose. Layers upon layers of rich fruit flavour open up on the palate with notes of roasted apple crumble and gingerbread, developing into baked orange and black cherry back-notes.”
The GlenDronach Port Wood is bottled at 46% ABV, and as is the case for all The GlenDronach expressions, is non-chill filtered and absorbs colour naturally over time from the Spanish oak in which it resides. It will be available to buy from specialist retailers worldwide from June.
TASTING NOTES THE GLENDRONACH PORT WOOD:
Appearance: Intense cherry wood. Nose: Breathe in delightful waves of Victoria plum, bramble and strawberry jam with top notes of cherry blossom and honeysuckle on a base of sandalwood and ginger.
Taste: Layers upon layers of rich fruits. Sip blackberry and roasted apple crumble with freshly baked gingerbread, developing into a baked orange and black cherry back-note.
Finish: Savour orange peel, sultana and cherry cake lingering into the richly fruity finish.
Ein 25 Jahre alter Springbank läutet eine neue Serie von Douglas Laing ein: „The Black Series“ wird ganz speziell ausgewählte Whiskys enthalten, so wie diesen in Fasstärke mit 47,7% vol. abgefüllten Springbank 1994, von dem es nur 148 Flaschen geben wird. Der Preis ist mit £800.00 angegeben – erhältlich wird diese neue Abfüllung in Europa und Asien sein.
Hier die Presseaussendung dazu:
Douglas Laing Unveils Super-Premium XOP “The Black Series” Single Cask Scotch Whisky
Award-winning Scotch Whisky creators, Douglas Laing & Co, today announce a brand extension to the Xtra Old Particular Single Cask Scotch Whisky range: XOP The Black Series.
The new, luxury packaging employs monochromatic colourways complemented by gold foil detail, said to honour the super-premium Single Casks planned. Each bottle is filled by hand and features an embossed metallised label, glass stopper and the signatures of Fred and Cara Laing. A striking black moleskin display case carries a certificate of authenticity alongside the antique Scotch Whisky.
The inaugural cask to be bottled under the new alias is an antique ex-Sherry hogshead, distilled at the Springbank Distillery in 1994. Bottled at Cask Strength (47.7%) over 25 years later, Douglas Laing & Co note that
“this rare Whisky has taken on an exceptionally rich, dark colour, an inviting hint as to dark fruited, subtly smoked, leathery and chocolatey spirit within”.
Family-owned since its inception in 1948, today the leading independent Scotch Whisky firm is spearheaded by second and third generation members, Fred and daughter Cara Laing. Commenting on XOP The Black Series, Cara Laing, Director of Whisky, said:
“This Springbank ‘black beauty’ is an extraordinary encapsulation of everything our family business proudly represents: Quality, luxury and the utmost attention to detail. The maiden release in this new Single Cask Series certainly sets an exceptionally high benchmark for future bottlings, and we are poised to rise to that challenge!”
XOP The Black Series Springbank Vintage 1994 is available throughout Europe and Asia with an expected retail price of £800.00. Just 148 bottles exist.
Als vorletzten Teil der Berichterstattung über unseren Aufenthalt bei Mackmyra in Schweden Anfang Juni laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam die Gravity Distillery im mittelschwedischen Gävle zu besuchen. Einen Videobericht über die Mackmyra Whisky Village und ein Video-Interview mit Magnus Dandanell, CEO von Mackmyra, durften wir Ihnen ja bereits unlängst präsentieren.
Nun aber kommen Sie mit in eine Brennerei, die zwar klassisch arbeitet, aber ganz und gar nicht klassisch aufgebaut ist…
Auf der Fahrt von Stockholm an Uppsala vorbei in Richtung Norden, stößt man nach etwa 170km auf die kleine Provinzstadt Gävle. Und wenn man in Gävle an den Stadtrand fährt, findet man nahe der Universität das Whiskyepizentrum des Landes: Die Mackmyra Whisky Village, oder auf schwedisch „Mackmyra Whiskyby“.
Hinter den Fässern am Bild liegt das Besucherzentrum, und nochmals dahinter die Gravity Distillery, eine auf kleiner Fläche, aber hoch gebaute Brennerei – der Neubau jener kleinen, ca. 20km entfernten Destillerie, in der vor 20 Jahren das Abenteuer Mackmyra begann.
Die Brennerei ist auf dem neuesten Stand der Technik – auch was Energieeffizienz und Klimaneutralität betrifft. Das kleine Heizkraftwerk neben dem 35 Meter hohen Turm ist ebenso auf diese Kriterien ausgerichtet:
Sie wird hier mit Hilfe eines Lifts nach oben befördert, um dann, der Schwerkraft folgend, verarbeitet zu werden (daher auch der Name „Gravity“). Von der Rückseite aus ist dieser Produktionsablauf durch die spiegelnden Scheiben zu erahnen:
Der Rundblick von dem oberen Stockwerk, das man mit einem Personenlift erreicht und der auch eine Skybar beherbergt, ist so weit wie die Landschaft flach ist:
Ganz rechts sieht man Gävle, und am Horizont, wenn man genau hinsieht, ein wenig vom bottischen Meerbusen.
Aber natürlich sind wir nicht der Landschaft wegen hier, sondern wegen der Brennerei, die Schwedens beliebtesten Whisky produziert. Neben all den Abfüllungen bei Mackmyra gibt es mittlerweile über 19.000 Privatfässer, deren Besitz schon fast zum guten Ton unter schwedischen Whiskyfreunden gehört. Wir haben das Glück, dass uns Magnus Dandanell, CEO von Mackmyra und einer der acht Gründer, auf eine private Tour durch die Brennerei mitnimmt.
Noch auf der gleichen Ebene finden sich auch die Gärbottiche, ebenfalls allesamt aus Edelstahl. Man hat hier viel Wert auf Funktionalität und Energieeffizienz gelegt, erklärt uns Magnus Dandanell.
Und wieder geht es ein Stockwerk tiefer, über die Treppe, an deren Seitenwände die Bilder aus der Werbelinie von Mackmyra hängen. Und zwar nur dort, sagt uns Magnus, denn in Schweden sind sie vom Staat zensiert, weil sie „zu verlockend seien, Mackmyra zu probieren“. Andere Länder, andere Sitten.
Und nun stehen wir im Heiligtum der Brennerei, vor den beiden Brennblasen. Sie sind von Forsyths in Schottland gefertigt und exakte Replikas der ursprünglichen Stills in der alten Mackmyra Destillerie (dort wird nun Gin produziert).
Wir durften natürlich auch vom New Make kosten – ob rauchig oder nicht rauchig, zeigt er durchwegs exzellente Qualität und zeugt von sauberer Destillation.
Zu guter Letzt kommen wir noch in den Raum, wo sich die Sammeltanks für den New Make befinden. Auch hier wird schön getrennt torfig und nicht torfig gesammelt und dann in die Fässer abgefüllt.
Wo sie dann gelagert werden und einen Blick in die alte Brennerei werfen wir dann im abschließenden zweiten Teil unserer Reportage, den wir in den nächsten Tagen veröffentlichen werden.
Für heute aber verabschieden wir uns von der Mackmyra Gravity Distillery, die in der späten schwedischen Abendsonne (zum Zeitpunkt der Aufnahme ist es bereits nach 22 Uhr) vor uns liegt…
Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt bei Mackmyra wurde von der Brennerei teilweise mitfinanziert. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.
Und auch heute geht es bei Serge Valentin mit rauchigen Whiskys, die ihre Herkunft nicht verraten (dürfen), weiter: Diesmal sind es sechs Abfüllungen, die er auf Whiskyfun näher unter die Lupe nimmt. Drei davon stammen vom unabhängigen Abfüller Elexir Distillers – er veröffentlicht diese torfigen „Geheim“abfüllungen unter dem Namen Port Askaig. Die erfreuen sich auch bei uns einiger Beliebtheit, allerdings sind diese drei, die bei Serge auf der Liste stehen, für Amerika gemacht. was schade ist, denn sie sind 25, 28 und 45 Jahre alt – und damit in einem Alter, wo der Torf in der Regel etwas subtiler wird.
Hier jedenfalls die Wertungen der heutigen Verkostung:
Islay Malt 10 yo 2008/2019 (58.7%, Liquid Treasures, 10th Anniversary, bourbon barrel, 171 bottles): 86 Punkte
Secret Islay Distillery 21 yo 1998/2019 (50.6%, The Whisky Agency, butt): 86 Punkte
Smoking Islay (60.5%, Blackadder, Raw Cask, cask #BA2013/452, 325 bottles, 2013): 89 Punkte
Port Askaig 25 yo (45.8%, Elixir Distillers, for North America, 3000 bottles, 2019): 90 Punkte
Port Askaig 28 yo (45.8%, Elixir Distillers, for North America, 3000 bottles, 2019): 90 Punkte
Port Askaig 45 yo (40.8%, Elixir Distillers, for the USA, 51 bottles, 2019): 91 Punkte
Und dem heutigen Schwerpunkt der Verkostung entsprechend, schauen wir mit unserem Titelbild doch einfach nach Port Askaig auf Islay, einverstanden?
Unlängst haben wir über einen neuen Fund in der us-amerikanischen TTB-Datenbank berichtet: Diageo wird die Game of Thrones Serie mit zwei weiteren Abfüllungen fortsetzen: Johnnie Walker A Song of Ice & A Song of Fire.
Nun gibt es etwas mehr Informationen dazu, nach der offiziellen Ankündigung der beiden Whiskys in den Vereinigten Staaten: In den USA werden die beiden Blends im August erscheinen, weltweit dann im Oktober. Der – abgesehen von den Grain-Bestandteilen – hauptsächlich mit Whisky aus Clynelish hergestellte „A Song of Ice“ und der mit rauchigen Whiskys aus Caol Ila komponierte „A Song of Fire“ werden in den USA je 43 Dollar kosten – so jedenfalls ist es im Onlineshop von The Reserve Bar nachzulesen.
Und so sehen die beiden Bottlings aus, die sich im Design harmonisch zu dem bereits erschienenen White Walker gesellen:
Wer jemals „Ulysses“ von James Joyce gelesen hat, der kennt auch Sweny’s Pharmacy am Lincoln Place in Dublin, und wer schon einmal dort war, der weiß auch, dass in den seit 1853 unveränderten Räumlichkeiten das Andenken an den Autor mit täglichen Lesungen hochgehalten wird.
Nun ist dieser Kulturort von der Schließung bedroht – drastische Mieterhöhungen machen es dem momentanen Betreiber nahezu unmöglich, den Betrieb dort weiter zu führen (der Ort ist seit 2009 keine Drogerie mehr, sondern wird von Freiwilligen als Ort der Begegnung gepflegt).
Nun hat sich Bernard Walsh, Direktor von Walsh Whiskey und Schöpfer von Writers‘ Tears, zur Unterstützung des Betriebs entschlossen. Wie er das macht, mehr über Sweny’s Pharmacy sowie ein Video dazu können Sie nachstehend aus der Pressemitteilung erfahren:
Writers’ Tears Turn To Joy as Whiskey Provides ‘Purely Medicinal’ Support To Threatened Bloomsday Pharmacy
Carlow & Dublin, Ireland – 12 June, 2019: As the annual Bloomsday (16th June) celebrations in Dublin, Ireland approach, Irish whiskey entrepreneur Bernard Walsh has come to the aid of Sweny’s Pharmacy – one of the most celebrated venues featured in James Joyce’s epic novel, Ulysses. Writers’ Tears premium Irish whiskey will provide financial and other support to Sweny’s which is under threat of closure from rising rent.
Located on Dublin City’s Lincoln Place, Sweny’s features in Chapter Five of Ulysses when the lead character, Leopold Bloom, pays a visit. Sweny’s officially ceased operating as a pharmacy in 2009 but since then, thanks to a dedicated team of volunteers, it has become a shrine to Joyce and Ulysses preserved just as it was when the author himself visited it in 1904 – as did his literary peers Oscar Wilde and Samuel Beckett in their time.
People come from all over the world to experience living history, to listen to Joycean readings (in five languages) and to buy the same lemony soap that Mr Bloom notionally bought on the 16th June 1904, and which itself becomes a talisman to the story told in the famous novel.
Bernard Walsh, Managing Director of Walsh Whiskey and creator of Writers’ Tears premium Irish whiskey, said:
“The role played by the volunteers who have kept Sweny’s open for the last 10 years has been immense in preserving Irish literary heritage for Dubliners and people the world over to experience. They both need and deserve our support if they are to carry on. All of us at Writers’ Tears are proud to play our part.
“I created Writers’ Tears as a homage to Ireland’s literary and creative greats and thankfully, a bit like Ulysses, it has come to be enjoyed by people in countries the world over. Writers’ Tears is a rare blend of two premium whiskeys (Single Pot Still & Single Malt). This style of whiskey was extremely popular in Joyce’s time and we designed the bottle to reflect that same Victorian era. So Sweny’s and Writers’ Tears are a good fit for each other on several levels.”
In addition to contributing to the rent, Writers’ Tears will promote Sweny’s need for support in the 50 countries it is sold in worldwide and to its customers through dedicated content on online channels. Writers’ Tears has also committed to buying hundreds of bars of the famous lemony soap to help promote interest in the unique venue.
P.J. Murphy, a volunteer and Board member of the F.W. Sweny and Co Trust (which has charitable status), said:
“Bernard’s support through Writers’ Tears is much appreciated. It will take our story, and those of Ulysses and Mr Joyce himself, to new audiences and generations both at home and abroad. We look forward to offering a free dram of Writers’ Tears whiskey to all of our Bloomsday revellers this Sunday.”
A special video to launch their partnership featuring “pharmacist”, P.J. Murphy, and whiskey creator, Bernard Walsh, has been released today:
Sechs exklusive Signatory-Abfüllungen hat der deutsche Importeur Kirsch Whisky heute angekündigt – alle exklusiv für ihn abgefüllt und teilweise in Fassstärke. Sie werden in Kürze bei den Fachhändlern in den Regalen zu finden sein.
Wir haben alle Infos über diese Abfüllungen für Sie zusammengefasst:
Caol Ila 2007/2019
Signatory Un-Chillfiltered by Kirsch
11 Jahre
Dest. 28.04.2007
Abgef. 18.04.2019
Sherry Cask Finish 24 Monate
Fassnr. 9 (Part)
456 Flaschen
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Ledaig 2011/2019
Signatory Un-Chillfiltered by Kirsch
7 Jahre
Dest. 14.09.2011
Abgef. 16.04.2019
Gereift im Hogshead
Fassnr. 700117
354 Flaschen
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Pulteney 2008/2019
Signatory Un-Chillfiltered by Kirsch
10 Jahre
Dest. 27.05.2008
Abgef. 16.04.2019
Gereift im Bourbon Fass
Fassnr. 800011
313 Flaschen
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Glencadam 2011/2019
Signatory Cask Strength by Kirsch
8 Jahre
Dest. 23.02.2011
Abgef. 15.04.2019
Gereift im Bourbon Fass
Fassnr. 800117
248 Flaschen
62,4 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Glenlivet 2007/2019
Signatory Cask Strength by Kirsch
12 Jahre
Dest. 27.03.2007
Abgef. 15.04.2019
Gereift im Sherry Fass
Fassnr. 900203
305 Flaschen
65,8 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Strathmill 2009/2019
Signatory Un-Chillfiltered by Kirsch
9 Jahre
Dest. 02.07.2009
Abgef. 15.04.2019
Gereift im 1st use Hogshead
Fassnr. 805073
270 Flaschen
56,1 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Als wir im April zu Besuch bei Paul John im indischen Goa waren (zwei unserer Berichte davon finden Sie hier und hier), hat uns Master Distiller Michael D’souza auch fünf Whiskys aus der Destillerie im Rahmen eines Tastings vorgestellt. Darunter war auch der Paul John Nirvana, der „Einsteigerwhisky“ der Brennerei (hier können Sie die Vorstellung des Nirvana im Video miterleben).
Der deutsche Importeur und Distributor, das Bremer Spirituosen Contor, hat uns nun in einer Pressemitteilung informiert, dass der Paul John Nirvana nun auch offiziell in Deutschland erhältlich ist – zu einem Preis von 29,99 €. Hier alle Infos dazu:
Ein aromatischer Einstieg in die Welt des indischen Single Malts:
Paul John Nirvana Indian Single Malt Whisky
Von den traumhaften Stränden Goas stammt die neueste Abfüllung der Paul John Brennerei aus Indien. Mit Paul John Nirvana betritt ein exotischer und ungetorfer Single Malt Whisky den deutschen Markt, um sowohl Whiskyliebhaber als auch Einsteiger zu begeistern. Die Abfüllung wurde von Master Distiller Michael D’souza geschaffen, um einen Einstieg in die Welt des indischen Whiskys zu ermöglichen. Der Whisky enthält keinerlei Farbstoffe oder zugesetzte Aromen und wurde nach einer vorsichtigen Kältefiltrierung auf 40 % Trinkstärke reduziert.
Paul John Nirvana weckt die Sinne mit einem weichen Hauch von Vanille, Obstkuchen und verführerischem Karamellpudding. Die wabenartige Süße umschmeichelt den Gaumen sanft, während der saftige, honigsüße Abgang dieses reichhaltigen Single Malts erhabene Erlebnisse jenseits des Weltlichen garantiert.
Das indische Goa ist nicht nur die Heimat der vielfach prämierten Paul John Single Malts, sondern eine ganz außergewöhnliche Erfahrung dazu. Dank seiner herrlichen Strände, der alten Kultur, der köstlichen Küche und seiner Gastfreundschaft liegt ein besonderer Zauber in der Luft. Ein Ort, an dem die Zeit stillsteht. Perfekt geeignet, um Paul John Nirvana seine Reife und seinen Charakter zu verleihen.
Paul John Single Malt wird aus indischer sechszeiliger Gerste, Wasser aus den Westghats, modernen Technologien und viel Liebe zur Leidenschaft destilliert. Durch das tropische Klima und die hohe Luftfeuchtigkeit ist die Reifung des Whiskys stark beschleunigt. Der Angels‘ Share beträgt hier 8-10 % im Jahr. Der Whisky reift in sorgsam ausgewählten amerikanischen Weißeichenfässern. Das verleiht Paul John Single Malt seinen einzigartigen Charakter.
Die geschmackliche Reise nach Goa kann ab sofort über den gut sortierten Handel erfolgen. Die unverbindliche Preisempfehlung von 29,99 € für die Flasche Paul John Nirvana ermöglicht dabei einen besonders einfachen Einstieg in die Welt der indischen Single Malt Whiskys.
Auszug der Auszeichnungen für Paul John Single Malts der vergangenen Jahre:
Paul John Kanya:
Asian Whisky of the year 2018 ‒ Jim Murray´s Whisky Bible 2018
Paul John Brilliance:
Gold Award, World Whiskies Award 2017
Gold Award, Wizards of Whisky Awards 2017
Paul John Bold:
Gold Award, Wizards of Whisky Awards 2017
Paul John Classic Select Cask:
Gold Award, Wizards of Whisky Awards 2017
Paul John Peated Select Cask:
Bester indischer Single Malt Whisky, World Whiskies Award 2017
Chairman’s Trophy/96 Punkte, American Ultimate Spirits Challenge 2017
Paul John Classic Select Cask:
Gold Award, Wizards of Whisky Awards 2017
Chicago und Alkohol? Die Assoziations-Kette ist schnell geknüpft. Wir denken an die Zeit der Prohibition in den USA. Die Zeit, in der der Handel mit Alkohol verboten war. Fast natürlich wurde der illegale Handel dann zu einem äußerst lukrativen Geschäft für Organisationen, die geübt waren in lukrativen Geschäften ohne rechtliche Grundlage.
Evanston – Eine Wiege der Prohibition
Eine eher unbekanntere Verbindung von Chicago und Alkohol ist Frances Elizabeth Willard. Sie und ihre Familie zogen 1858 nach Evanston, einem Vorort von Chicago. Hier wuchs Frances Elizabeth auf und engagierte sich im temperance movement, einer Massenbewegung gegen den Konsum von Alkohol. 1879 wurde sie Präsidentin der Woman’s Christian Temperance Union und behielt diesen Aufgabe bis zu ihrem Tod 1898. Die Einführung der Prohibition, für die sie sich ihr Leben lang einsetzte, konnte sie somit nicht mehr erlebten.
Die Prohibition endete 1933, so die geläufige Meinung. Formal wurde nur der achtzehnte Zusatzartikel der Verfassung aufgehoben. Den näheren Umgang mit Alkohol regelt seit dem der Bundesstaat oder die Counties. Noch heute gibt es einige Gemeinden, die sogenannte „dry counties“ sind. Und in Evanston endete diese Dürre-Periode erst 1972. Nun durften Hotels und Restaurants alkoholische Getränke wieder anbieten. Ab 1984 gab es sogar auch ein sogenannten liquor store, einen Fach- und Spezialhandel für alkoholische Getränke.
Paul Hletko: I killed prohibition in Evanston
Doch so richtig endete die Prohibition erst 2011. Paul Hletko startete nach über 100 Jahren wieder mit seinem FEW Spirits mit der Herstellung von alkoholischen Getränken in Evanston. Sicherlich nicht zufällig entspricht FEW den Initialen der großen und bekannten Verfechtern der Abstinenz, die lange in Evanston lebte. Und auch zu einigen witzigen Wortspielen lädt das FEW ein.
By the FEW – for the few
Seine kleine Destillerie liegt an der Chicago Avenue, Das Gebäude befindet sich in einem Hinterhof und ist nicht leicht von der Straße aus zu sehen. Die etwas versteckte Lage wusste einer der Vormieter sehr zu schätzen. In ihren Chop Shop wurden Fahrzeuge nach einem unrechtmäßigen Besitzerwechsel für einen Weiterverkauf, komplett oder in Teilen, umgearbeitet.
Der etwas rauere Charme des Gebäudes ist unverändert. Die Destillerie von FEW Spirits ist kein Design-Produkt. Und dies war auch nicht die Vision von Paul Hletko. Vielmehr galt es, einen Teil in der Geschichte der Familie Hletko aufzunehmen und fortzuführen. Sein Großvater, in Prag lebend, war Brauer. Und nach einer Zeit als Hersteller von Effektgeräten für elektronische Musikinstrumente startete Paul die Destillerie FEW Spirits, als Eigentümer und Master Distiller. Hier stellen er und sein Team Bourbon, Rye und American Whiskey sowie auch Gin her.
Wir laden Sie einen zu einem fotografischen Destilleriebesuch. Mit diesem Rundgang ergänzen wir unser Exklusiv-Video dieser Craft Destillery. Und wir zeigen Ihnen auch in einem der Fasslager von FEW Spirits, welche besonderen Abfüllungen wir in Zukunft noch erwarten dürfen. Viel Spaß!
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