Whisky im Bild: Ben Nevis (5 Bilder)

Nach einigen sehr umfangreichen Bildergalerien möchten wir Ihnen heute eine etwas kleinere Sammlung von Bildern präsentieren – zu einer Brennerei, für die es seltsamerweise sehr wenig gute Aufnahmen gibt: Ben Nevis. Die in japanischen Besitz stehende Highland-Destillerie ist kein klassischer Destillerie-Bau, sondern hat eher industriellen Charme. Und sie liegt am Fuß des namensgebenden Bergs (der höchste in Schottland) fast auf Seehöhe.

Jochen Wied hat während seines Sommerurlaubs 2019 die nachfolgenden fünf Bilder aufgenommen – und uns so sehr schöne Aufnahmen der etwas schmucklosen Brennerei zur Verfügung gestellt. Durch einen Klick können Sie diese vergrößern:

The English Whisky Company mit Exklusivabfüllung für Harvey Nichols

Harvey Nichols in Edinburgh wird ab sofort einen neuen Whisky von The English Whisky Company führen – den Harvey Nichols Peated Burgundy Cask Single Barrel English Whisky.

Auch wenn auf der Flasche keine Altersangabe steht, so kann man sich das Alter selbst leicht ausrechnen: Destilliert 2007, abgefüllt 2019, ist es wahrscheinlich der älteste bislang auf den Markt gekommene englische Whiskey.

Neben seinem Alter hat die auf 280 Flaschen limitierte Abfüllung noch zwei weitere Besonderheiten: Sie ist mit 38ppm so torfig wie manche Abfüllungen aus Caol Ila, und sie wurde über die gesamte Reifezeit in einem 250 Liter fassenden Burgunderfass gereift (Pinot Noir). Abgefüllt wurde der Whisky mit 51% vol.

Zum Geschmack zitueren wir die Originalbeschreibung auf der Webseite von Harvey Nichols, wo man die Abfüllung auch online bestellen kann (allerdings nicht nach Deutschland, Sie bräuchten dann eine englische Lieferadresse):

Those lucky enough to have travelled to the foodie mecca that is Mexico’s Oaxaca will be familiar with the local mole, made using toasted nuts and sesame seeds, dried fruit, Christmassy spices, dark chocolate and earthy smoked chillies. Those who haven’t, can experience these wonderful aromas and flavours in this whisky, not to mention cherry chocolate liqueurs, summer pudding, lapsang souchong, leather bound books, smoked paprika, freshly brewed coffee, and something that evokes sipping malty Horlicks around a bonfire on a winter night. There’s nothing else quite like it.

Wenn Sie Interesse an einer der Flaschen haben und eine UK-Lieferadresse angeben können, so können Sie diese hier im Webshop von Harvey Nichols um 110 Pfund plus Versand erwerben.

Spectrum News: Bericht über die und aus der texanischen Treaty Oak Distillery (mit Video)

Dass amerikanischer Whiskey nicht nur aus Kentucky oder Tennessee stammt, ist mittlerweile Allgemeinwissen. Auf der Landkarte des US-Whiskeys ist zum Beispiel auch Texas eine interessante und gut mit Destillerien bestückte Region.

Wer sich ein wenig näher mit der Whiskeyproduktion in Texas und vor allem der dort ansässigen Treaty Oak Distillery beschäftigen will, der findet im Artikel „Whiskey Industry Flourishing in Texas“ in Spectrum News vor allem ein Video über die oben erwähnte Treaty Oak Distillery (die ersten Aufrufe sind frei zugänglich, danach verschwindet die Seite hinter einer Paywall).

Im Video (und auch im Artikel, der eigentlich nicht viel mehr als ein Transkript des Audios im Clip ist) erfährt man zum Beispiel über die typischen klimatischen Bedingungen in Texas und auch, dass man bei der Brennerei viel Wert auf lokale Zutaten legt:

Texas-style bourbon, like the one crafted at Treaty Oak, means using Texas products from start to finish.

“We buy all of our grain from Texas farmers. These are heirloom seed, non-GMO of course, organically farmed corn and wheat,” said Powell.

Zum Artikel mit dem Video geht es hier.

Bonhams mit 15 Millionen Pfund Umsatz bei Wein- und Whiskyauktionen 2019

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Am Sekundärmarkt für Whisky haben sich in der letzten Zeit Anzeichen gemehrt, dass es zu einer gewissen Abkühlung bei der Preisentwicklung kommen könnte. Andererseits zeigt er sich auch wieder mehr als robust, wenn man andere Indikatoren ansieht.

So zum Beispiel hat das Auktionshaus Bonhams vermeldet, dass man im abgelaufenen Jahr über 15 Millionen Pfund (umgerechnet 17,6 Millionen Euro) mit Auktionen im Bereich Wein und Whisky umgesetzt hat. Dieser Umsatz wurde vor allem von Rekordauktionen bei alten Macallan-Abfüllungen getragen.

Im Mai 2019 hat Bonhams in Hong Kong zwei 60 Jahre alte Macallans für £751,703 und £814,081 verkauft, eine dritte Flasche aus der Serie wurde dann in Edinburgh um £848,750 an den Mann gebracht. Ein Fass von Macallan 22yo brachte £342,271.

Unser Bild zeigt den Macallan Valerio Adami 1926, der um £848,750 versteigert wurde

Die Rekorde bei Macallan sind laut Angaben von Martin Green, dem Leiter der Whiskyabteilung in Edinburgh, nur das Tüpfchen auf dem I. Insgesamt sei die Nachfrage für Abfüllungen von Bowmore, Glenfiddich, andere Macallans und Whiskys von geschlossenen japanischen Brennereien sehr hoch, vor allem im asiatischen Raum.

Four Roses Senior Brand Ambassador Al Young ist tot

Schon am 25. Dezember ist der ehemalige Distillery Manager und Senior Brand Ambassador von Four Roses, Al Young, im Kreise seiner Familie verstorben.

Young begann seine Karriere in der Whiskeyindustrie im Jahr 1967 bei Joseph E Seagram und Sons und arbeitete in mehreren der Destillerien des Unternehmens in Kentucky und Indiana, bevor er bei Four Roses in Lawrenceburg 1990 Distillery Manager wurde.

2007 wurde er zum Senior Brand Ambassador ernannt. Young war auch Mitglied der Kentucky Distillers’ Association (KDA) und wurde in deren Hall of Fame aufgenommen. Er war auch für sein phänomenales Wissen über die Geschichte des Bourbon bekannt.

Young hinterlässt seine Frau Gretchen und drei Kinder.

Al Young. Bild: Four Roses

The Forest Distillery beendet Crowdfunding für Cat & Fiddle Inn erfolgreich

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Im Peak District planen Lindsay und Karl Bond die höchst gelegene Whisky-Brennerei im Vereinigten Königreich, Schottland ausgenommen (wir berichteten). Die Beiden übernahmen im Oktober letzten Jahres den Pachtvertrag für den 206 Jahre alten Pub ‚Cat & Fiddle Inn‘. Das ‚Cat & Fiddle Inn‘ liegt 515 m über dem Meeresspiegel. Eigentlich wollte sie die Keller des Gebäudes nur zur Lagerung ihres Whiskys verwenden, den sie neben Gin und in ihrer The Forest Distillery produzieren. Doch die Beiden erweiterten ihre Planungen und Vorhaben. So soll hier nun auch eine neue Whisky-Brennerei entstehen. Und auch der Pub, der seit 2015 geschlossen ist, wieder eröffnet werden. Bei crowdfunder.co.uk starten sie eine Kampagne, um für diese Projekt erweiterte finanzielle Möglichkeiten zu erhalten. Diese endete Anfang Dezember, das Ziel von £ 50.000 wurde mehr als erreicht. Insgesamt können sich Lindsay und Karl über £ 54.548 freuen. Die Kosten einer Renovierung des alten Gebäudes belaufen sich allerdings auf £ 250.000. Doch schon im April soll der Pub wieder eröffnet werden. Über einen Zeitplan für die geplante Destillerie konnten wir jedoch noch keine Einzelheiten finden. Wir wünschen den Beiden viel Erfolg bei ihrem ehrgeizigen Projekt.

Das Cat & Fiddle Inn soll eine Destillerie werden. By Dave Dunford – Own work, CC BY-SA 2.5, Link

Serge verkostet: Junge Destillerien

Ein interessantes Tasting-Paket hat Serge Valentin zum Start in das neue Jahrzehnt zusammen geschnürrt. In der Verkostung finden wir Whiskies und Spirits junger Brennereien aus Schottland, England und Irland. Der Einstieg ist der Lowland-Brennerei Daftmill mit einem 11-jährigen Whisky mit einer hohen Bewertung vorbehalten. Aus der englischen The Lakes Distillery finden wir die beiden Whiskymaker’s Reserve No.1 und No 2, welche mittelprächtige erhalten. Und den Abschluss bilden zwei Samples aus der Waterford Distillery. Von der Brennerei des ehemaligen Bruichladdich-Mitbesitzers Mark Reynier ist noch keine Abfüllung erhältlich. Aus diesem Grund finden sich in der heutigen Verkostung ’nur‘ zwei Samples aus dieser irischen Brennerei. Auch wenn diese Proben keine Bewertung erhalten, so lassen ihre Verkostungsnotizen die Vorfreude auf die erste Abfüllung dieser Brennerei größer werden.

Die heutige Session auf Whiskyfun in der gewohnten Kurzübersicht:

  • Daftmill 11 yo 2008/2019 (55.5%, OB, for The Whisky Bars of Scotland, bourbon, cask # 068/2008) 89 Punkte
  • The Lakes ‘Whiskymaker’s Reserve No.1’ (60.6%, OB, England, 2019) 80 Punkte
  • The Lakes ‘Whiskymaker’s Reserve No.2’ (60.9%, OB, England, 2019) 84 Punkte
  • Waterford 3 yo 2016/2019 ‘Ratheadon’ (50%, OB, Irish, sample bottle) keine Wertung
  • Waterford 2 yo 2016/2019 ‘Rathclough’ (50%, OB, Irish, sample bottle) keine Wertung

Erste "Cask only"-Onlineauktion startet in London am 22. Januar

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Zwei Dutzend Whiskyfässer werden ab 22. Januar 12 Tage lang versteigert, in der wahrscheinlich ersten Online-Auktion, die ausschließlich Whiskyfässern (natürlich solchen mit Inhalt) gewidmet ist.

Es wird die erste von vier geplanten Auktionen der Firma Cask Trade sein, so ein Bericht der BBC, und sie ist mit Fässern aus Privatbesitz bestückt. Alle Fässer sind vom Auktionshaus auf Echtheit und rechtmäßigen Besitz überprüft worden.

Mit dabei bei der Auktion sind zum Beispiel ein Springbank sherry hogshead aus dem Jahr 1995 (Schätzwert £40,000-£50,000) und ein Fass aus Glen Ord, das 2015 befüllt wurde und auf £2,000-£3,000 geschätzt wird.

Die Auktion wird auf der Webseite auctionyourcask.com online gehen. Dort kann man sich jetzt bereits über die Modalitäten für das Einreichen von Fässern und das Bieten informieren.

Whisky im Bild: Ein Besuch bei Glenfarclas (35 Bilder)

Am ersten Tag des Jahres wollen wir Sie zu einer traditionsreichen Familiendestillerie in der Speyside mitnehmen – die großen Wert darauf legt, als Highland Brennerei bezeichnet zu werden. Glenfarclas zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Brennereien unter Whiskyfreunden, und wenn man etwas über die Destillerie sagt, dann fällt einem wohl zuerst ein, dass sie ein ausgezeichnetes Fassmanagement betreiben und daher nach wie vor eine Reihe von Abfüllungen in der Core Range anbieten können. Aber auch ihre „Familiy Casks“, die Vintage-Bottlings, sind beliebt und begehrt (und leider auch nicht mehr ganz billig).

Jochen Wied war im Sommer 2019 bei Glenfarclas und hat seinen Besuch mit der Kamera dokumentiert. Wir dürfen seine Bilder hier veröffentlichen und sagen herzlichen Dank dafür. Kommen Sie also mit und sehen Sie sich bei Glenfarclas um (Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern):

Glenfarclas – ein fotografischer Rundgang
von Jochen Wied


Whisky des Monats Januar 2020: The Glenlivet 18yo

Mag das neue Jahr auch manch Neuerung, Änderung oder Modifikation bringen. Unsere Whiskys des Monats müssen auch 2020 die bekannten und bewährten Kriterien erfüllen. An erster Stelle steht, fast selbstverständlich, eine uns überzeugende Qualität. Hinzu kommt eine hohe Verfügbarkeit. Dieses Kriterium schließt Einzelfass-Abfüllungen und stark limitierte Bottlings aus. Und natürlich müssen auch zukünftig unsere Whiskys des Monats zu einem recht attraktivem Preis erhältlich sein. Unser Whisky des Monats Januar ist The Glenlivet 18yo.

Glenlivet – die Brennerei mit Konfliktpotential

Auch wenn eine Brennerei schon seit mehr als 100 Jahren existiert, ihren Charakter und der ihres Whiskys ändert sich meist nur punktuell und in Nuancen. Die Destillerie Glenlivet (gälisch für ‚Tal des Flusses Livet‘) war schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt und berühmt für ihren Whisky von herausragender Qualität. Zudem zeigte sie auch zu Beginn des 19. Jahrhunderts, dass die Menschen hinter dieser Brennerei in der Speyside auch Konflikten nicht unbedingt aus dem Weg gehen. Als ab 1823 der „Act of Excise“ das illegale Brennen von Whisky in Schottland erschwerte und zugleich die legale Produktion unterstützte, war es George Smith, der als erster in der Region Speyside eine offizielle Lizenz zur Whiskyherstellung erwarb und 1824 die Destillerie Glenlivet errichtete. Damit zog er sich, vorsichtig formuliert, den Unmut seiner illegal brennenden Kollegen zu. Fortan sicherte sich George Smith mit zwei geladenen Steinschloss-Pistolen neben seinem Bett eine ruhige Nacht und einen erholsamen Schlaf sowie sein Überleben und den Fortbestand seiner Brennerei. Mit einem gewissen Stolz präsentiert Glenlivet in seinem Besucherzentrum diese beiden Pistolen – oder zumindest zwei ähnlich aussehende.

Fotograf / Quelle: Pernod Ricard Deutschland

The Glenlivet – unmissverständlich

Die Zahl der illegalen Brennereien in der Speyside reduzierte sich durch den „Act of Excise“ deutlich. Innerhalb von zehn Jahren verschwanden sie fast vollständig. Die legale Brennerei Glenlivet konnte mit ihren Whiskys erfolgreich die Bedürfnisse des Marktes decken. Neben der rechtlich unbedenklichen Produktion war dafür vor allem die hohe Qualität ihres Produkts verantwortlich. Glenlivet war das Synonym für herausragender Whisky, der Name Glenlivet bürgte für einen feinen Genuss. Was lag also für die anderen Brennerei im Tal des Flusses Livet näher, sich diesen Namen auszuleihen?

The Glenlivet Distillery
Glenlivet. Picture von Y. Kono. Published under GNU License

Die Destillerien stellten dem Namen ihrer Whiskys ein ‚Glenlivet‘ voran, die Möglichkeit einer Verwechselung war so gegeben. Der studierte Jurist John Gordon Smith, jüngster Sohn des Gründers George Smith, übernahm nach dem Tod seines Vaters 1871 die Leitung der Brennerei und bereitete der Vielzahl der Glenlivet-Whisky ein juristisches Ende. Zwar konnte die Verwendung der Bezeichnung ‚Glenlivet‘ durch die anderen Brennereien aus dem Tal des Flusses Livet nicht unterbunden werden. Doch die Familie Smith sicherte sich die exklusive Verwendung von drei weiteren Buchstaben in Verbindung mit dieser Ortsangabe. Seit 1880 heißen die Whiskys aus der Brennerei unmissverständlich: The Glenlivet.

The Glenlivet 18yo – ein komplexer Speysider par exellence

Die Whiskys der Brennerei The Glenlivet sind mit ihren fruchtigen Aromen typisch für die Whisky-Region Speyside. Bei unserem Whisky des Monats The Glenlivet 18yo kommen zu diesen Frucht-Aromen heller Früchten und Rosinen noch Nuss-Noten hinzu. Eichennoten und ein zarter Anflug von Rauch ergänzen das komplexe Aromen-Spektrum und komplettieren einen wunderbar Gaumen schmeichelnden Whisky.

Fotograf / Quelle: Pernod Ricard Deutschland

The Glenlivet 18yo findet sich sowohl im Getränke-Einzelhandel als natürlich auch im Whisky-Fachhandel. Preislich liegen wir hier im Bereich zwischen 60 und 70 €. Mancher Einzelhändler bietet diesen Whisky temporär zu einem attraktiveren Aktions-Preis an als andere Mitbewerber.

Whiskyexperts 2019/2020 – Ein Rück- und Ausblick

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Der Jahreswechsel ist eine beliebte Zeit für Rück- und Ausblicke, gute Vorsätze, „xxx des Jahres“ und so weiter. Für uns ist es vor allem ein Anlass, Ihnen allen zu danken. Zu danken für das Interesse an dem, was wir Tag für Tag für Sie tun – und dass dieses Interesse von Tag zu Tag, von Monat zu Monat größer wird, und zwar in einem Ausmaß, das wir – in unseren Anfängen im Jahr 2013 – nicht für möglich gehalten haben.

Hier ein paar Zahlen dazu: 2019 sind wir im Vergleich zum Vorjahr und unter den unbestechlichen Augen von Google Analytics nochmals gewachsen, und zwar um 26% bei den Besuchern, 31% bei den Sitzungen und 23% bei den Artikelaufrufen. Fast eine halbe Million Besucher waren es 2019, die sich für unsere Inhalte interessierten – und sie haben unsere Artikel über 2,4 Millionen Mal aufgerufen.

Solche Zahlen verpflichten, zumal sie in unserem Fall nicht durch Foren oder einen Shop „aufgefettet“ werden, sondern tatsächlich das Interesse an Informationen über Whisky in all seinen Spielarten repräsentieren. Dementsprechend haben wir uns auch angestrengt, Ihnen neben der aktuellen Berichterstattung Whisky auch aus erster Hand erlebbar zu machen.

2019 haben wir Destillerien in Südafrika, Indien, Deutschland, den USA, Schweden, Dänemark, England, Taiwan, Irland und natürlich auch Schottland besucht und Berichte von dort mitgebracht, zum Teil mit exklusiven Einblicken, die Sie in dieser Art sonst nirgendwo gefunden haben (einige Bilder davon unten stehend). Wir haben Messen besucht, Interviews geführt, Whiskys verkostet, recherchiert und informiert. Und es hat bei aller Arbeit viel Spaß gemacht. Das muss auch einmal gesagt werden.

In diesem Sinne wird es Sie sicher nicht verwundern, dass wir auch nach fast sieben vollen Jahren Whiskyexperts (in denen wir Sie keinen einzigen Tag ohne einen Beitrag ließen) nach wie vor große Lust haben. Lust auf Whisky, Lust auf die Leute, die mit Whisky zu tun haben – sei es als Genießer oder in Destillerien, im Handel oder im Vertrieb, Lust auf Whiskyexperts und das Arbeiten für Sie.

Was können wir also jetzt schon über Whiskyexperts 2020 sagen? Dass vieles, was Sie gewohnt sind, gleich bleiben soll. Und dass sich einiges dennoch ändern wird. Hinter den Kulissen haben wir im Dezember zum Beispiel an einem sanften Redesign der Seite gearbeitet. Wir wollen damit unseren Auftritt auf den verschiedensten Endgeräten harmonisieren und optimieren – PC, Tablet quer und hoch, Handy. Und wir wollen die über 11.000 Artikel, die sich mittlerweile in unserem Archiv befinden und einen Wissensschatz zu Whisky aus den letzten sieben Jahren darstellen, besser und übersichtlicher präsentieren, denn wir können aus unseren Analysedaten sehen, dass viele der Artikel auch nach Jahren noch recht gefragt sind.

Gleichzeitig haben wir den Code etwas optimiert und unserem Server aufgerüstet, sodass das Redesign auch etwas mehr Geschwindigkeit bringen sollte.

Das sanfte Redesign wird pünktlich mit 1. Januar online gehen, und wir hoffen, dass es so sanft ausgefallen ist, dass es erst auf den zweiten Blick auffällt. Gewohntes sollte eben nicht zu schroff geändert werden.

Auch viele gewohnte Rubriken werden wir im nächsten Jahr wie gehabt fortsetzen: Die Whiskyvideos der Woche von deutschen Vloggern ebenso wie die „Fremden Federn“, in denen wir auf Verkostungsnotizen aus der deutschen Whiskyszene hinweisen. Beide Formate sind sehr beliebt, und wir freuen uns, dass wir so die Szene ein wenig unterstützen können. Ersetzen werden wir allerdings in absehbarer Zeit unsere Sonntagsvideos – es wird leider immer schwerer, gutes und vor allem unter CC-Lizenz erhältliches Material zu finden.

Ansonsten bleibt uns nur noch, Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen – und ein glückliches, friedvolles und erfolgreiches 2020. Wenn wir uns sorgsam umschauen, dann leben wir als Mitteleuropäer in einer guten Region in einer guten Zeit und unter guten Umständen. Zu ändern und zu verbessern gibt es immer was – und wenn wir unsere Energie darauf verwenden, es vor allem und zuerst bei uns selbst zu tun, dann kann das Gute nur besser werden.

In diesem Sinne wünschen wir: Frohes Feiern! Und ausnahmsweise ist heute auch anderes als Whisky erlaubt 😉

Whiskyfun: Die Favoriten von Serge und Angus im abgelaufenen Jahr

Auf Whiskyfun findet sich heute ausnahmsweise kein Tasting, sondern eine Zusammenfassung der liebsten Whiskys (und Malternatives) von Serge Valentin im Jahr 2019, ergänzt um die Lieblingswhiskys von Angus MacRaild, die „Zitronen“ des Jahres und die Malternatives, also die Spirituosen, die keine Whiskys sind.

Konkret gibt es folgende Listen:

  • Beste neue Abfüllungen
  • Beste ältere Abfüllungen
  • Abfüllungen mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis
  • Beste Malternatives
  • Die Zitronen des Jahres
  • Serge’s Jahressieger
  • Angus‘ Jahresssieger

Und natürlich werden die einzelnen Abfüllungen hier nicht verraten – sondern sind hier nachzulesen…

PR: Thomas Flothmann verstärkt ab 1. März 2020 St. Kilian Distillers

Bei St. Kilian in Rüdenau nimmt man für das nächste Jahr eine hochkarätige personelle Ergänzung vor. Thomas Flothmann, der jahrelange Geschäftsführer von SLYRS, wird das Management-Team von St. Kilian Distillers ab dem 1. März 2020 verstärken.

Hier alle weiterführenden Infos in der Pressemitteilung der Brennerei:


THOMAS FLOTHMANN VERSTÄRKT AB 1. MÄRZ 2020 ST. KILIAN DISTILLERS

Rüdenau, 31. Dezember 2019. Mit Thomas Flothmann verstärkt sich das Management-Team von St. Kilian Distillers ab dem 1. März 2020 um einen erfahrenen Whisky-Manager und rüstet sich weiter als größte Whisky Destillerie Deutschlands für die zukünftige Expansion.

Flothmann war jahrelang Geschäftsführer der SLYRS Whisky Destillerie am Schliersee, dem „Ice Breaker“ der im internationalen Vergleich noch jungen deutschen Whisky-Szene. Der erfahrene Manager hat mehr als drei Jahrzehnte die nationale Konsumgüterszene im In- und Ausland mitgeprägt, unter anderem in leitenden Positionen im Beiersdorf Konzern. Vor seinem Einsatz bei SLYRS lebte er lange Zeit im Ausland (UK, USA, Frankreich) und war unter anderem 12 Jahre für die Marken Nivea, Elastoplast, Atrixo, Labello und Eucerin in Großbritannien und Irland verantwortlich. Der gebürtige Holsteiner ist Vater von drei Kindern und hat das Golfen und Segeln zum Hobby. Die weitere Distribution und die Entwicklung von St. Kilian als Premiummarke wird im Zentrum seiner Tätigkeit im unterfränkischen Rüdenau sein. Die Nähe zum Zentrum der Rhein-Main Neckar Metropolregion mit nur 45 Minuten Distanz zum Frankfurter Flughafen / Frankfurter Kreuz sieht Flothmann als große Chance:

„Ich freue mich sehr auf meine zukünftige Aufgabe bei St. Kilian und verfolge die beachtliche Aufbauleistung des Teams in Rüdenau von Anfang an mit großem Respekt. Die Geolokation von St. Kilian Distillers als Besucher-Destillerie könnte nicht besser sein. Nahezu 6 Millionen Menschen leben im Umkreis von 90 Minuten, 70 Millionen Fluggäste nutzen den Flughafen RheinMain jährlich. Die Stadt Frankfurt als europäische Bankenhauptstadt und internationales Messezentrum hat 10 Mio. Übernachtungen im Jahr.“

Mario Rudolf, Master Distiller und Geschäftsführer bei St. Kilian begrüßt die Verstärkung:

„Mit einem so erfahrenen Betriebswirt und Brand Manager hat St. Kilian alle Chancen, zukünftige Initiativen und Expansionswege sinnvoll und mit Tempo zu gehen, dabei Fehler zu vermeiden und in den kommenden Jahren das Geschäft weiter auszubauen. Als Master Distiller und Produktionsleiter bei St. Kilian kann ich mich mit meinem Team dabei voll und ganz auf die Produktion, unsere Produktvielfalt und auf die Qualität und Innovation unseres Single Malt Whiskys – made in Germany fokussieren. Ein Traumjob, der mir unendlich Spaß macht.“

Gründer und Firmeninhaber Andreas Thümmler fügt hinzu:

„Wie auch Thomas Flothmann habe ich an der European Business School studiert, einer der Kaderschmieden für Manager in Deutschland. Wir sind beide in unserer DNA geprägt von Internationalität und der Ambition, das Beste aus einer Firma und ihren Produkten herauszuholen und mit unserem jungen motivierten Team zuerst Deutschland und später die Welt als Whiskymarke zu erobern. Dafür haben wir alle Mittel, viel Zeit und Geduld und vor allem schon heute einen Champions League verdächtigen Whisky. Die Erfahrung, der Tatendrang und das Netzwerk von Thomas Flothmann werden uns in Zukunft auf unserem Weg begleiten.“

ST. KILIAN – WHISKY MADE IN GERMANY

St. Kilian produziert Single Malt Whisky – Made in Germany und inspiriert von Whiskykulturen aus aller Welt. Hier trifft reines Gerstenmalz auf echte schottische Pot-Still-Brennblasen – und jahrzehntelanges WhiskyKnow-how auf deutsche Ingenieurskunst.

Die Whisky-Destillerie der St. Kilian Distillers liegt nur eine Autostunde von Frankfurt am Main entfernt am ganz in der Nähe der romantischen Fachwerkstadt Miltenberg am Main in Unterfranken. Die Region ist eng mit dem irischen Heiligen Kilian verbunden. Dieser hätte sich vor 1500 Jahren wahrscheinlich kaum erträumen können, Namensgeber einer Whisky-Destillerie zu werden.

St. Kilian Distillers – Destillerie

Agriland: Wie die Ballykilcavan Farm für die Waterford Distillery Laureate-Gerste anbaut

Einen interessanten Perspektivenwechsel kann man mit einem Artikel des irischen Agriland-Journals vornehmen: Das Landwirtschaftsmagazin hat heute einen Artikel aus dem August neu veröffentlicht, der sich mit der Ballykilcavan Farm beschäftigt. Diese irische Farm aus dem County Laois versucht, sich mit zusätzlichen Ideen mehr Unabhängigkeit durch weitere Einnahmequellen zu schaffen. Eine davon ist eine eigene Brauerei, die andere die Zusammenarbeit mit der Waterford Distillery.

Die Waterford Distillery im Sommer 2017. Bild (c) Bernd Scheer

Für die Waterford Distillery von Marc Reynier baut man Laureate-Gerste an. Im Artikel wird auf die Besonderheiten der Gerstensorte eingegangen, und auch auf die schon länger andauernde Beziehung mit der Waterford Distillery. Auch ein Video (das wir Ihnen aus Copyright-Gründen hier nicht zeigen können) ist im Artikel enthalten, ebenso einige Fotos von der Farmarbeit.

Gerste in Nahmaufnahme. Photo by Cambridge Brewing Co. on Visualhunt / CC BY-ND

Man erfährt zum Beispiel, dass die Farm im letzten Jahr den gewünschten Protein-Gehalt in der Gerste nicht erzielen und daher nicht an die Waterford Distillery verkaufen konnte. Auch erfährt man von den Eindrücken des Farmers, als er den New Make aus seiner Gerste verkosten konnte:

David tasted his whisky straight off the still and was able to compare it to the previous year’s whisky. While he admits he isn’t a whisky buff he did notice a difference from one year to the next.

On one occasion, David tasted whisky from a heavy soil and a light soil.

“There was a huge difference – one was quite floral and there were different aromas off it. The other one was a little bit dull and heavy.”

Ein interessanter ausführlicher Artikel, der Einblicke in die Arbeit derer gibt, die für Destillerien arbeiten.