Serge verkostet: Unabhängige Abfüllungen von Ben Nevis (Teil 1)

Zu Beginn seiner Verkostung meint Serge Valentin, dass Ben Nevis es in letzter Zeit mit Leichtigkeit in seine liebsten fünf Brennereien geschafft hat. Das nicht nur des Whiskys wegen, sondern auch wegen der Ehrlichkeit, mit der die Destillerie agiert. Kein Marketinggeschwurbel, „industrielle“ Produktion ohne Behübschungen, und natürlich grundguter Whisky.

Sechs unabhängige Abfüllungen stehen heute, im ersten Teil der Ben Nevis-Verkostung, auf dem Programm, und natürlich erhalten sie durch die Bank stattliche Bewertungen. Hier snd die Kandidaten:

  • Ben Nevis 22 yo (51.6%, The Whisky Show 2019, UV-sensitive label, refill sherry butt, 2019): 89(.999) Punkte
  • Ben Nevis 1994/2018 (56.2%, Or Sileis, sherry, cask #8126, 259 bottles): 88 Punkte
  • Ben Nevis 21 yo 1996/2018 (47.2%, Liquor Library & The Whisky Agency, bourbon cask): 90 Punkte
  • Ben Nevis 15 yo 2001/2017 (53.7%, Kintra, cask #000152, 259 bottles): 85 Punkte
  • Ben Nevis 23 yo 1996/2019 (51.3%, The Single Malts of Scotland, for The Nectar, hogshead, cask #536, 249 bottles): 88 Punkte
  • Ben Nevis 22 yo 1997/2019 (58.5%, The Single Malts of Scotland, sherry butt, cask #91, 540 bottles): 90 Punkte
Ben Nevis. © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

PR: „The Blend“ – Bartender-Programm von Beam Suntory D und Ö startet auf dem BCB 2019

Nicht nur, aber in letzter Konsequenz natürlich auch mit Whisky hat eine Ankündigung von Beam Suntory Deutschland und Österreich zu tun, die den Launch eines neuen Programms namens „The Blend“ für Bartenderinnen und Bartender auf dem BCB in Berlin ankündigt – und nachdem wir wissen, dass wir auch in dieser Berufsgruppe zahlreiche Leser haben (und unter Barbesuchern natürlich ebenso), bringen wir die Informationen dazu natürlich sehr gerne:


Beam Suntory Deutschland und Österreich launchen das globale Bartender*innen-Programm „The Blend“ auf dem BCB 2019

Die Bar-Ikonen und „The Blend“ Partner Ryan Chetiyawardana und Joe Schofield unterstützen den Auftakt in Berlin mit spannenden Sessions.

Beam Suntory, ein weltweit führender Anbieter von Premium-Spirituosen, bietet Bartender*innen in Deutschland und Österreich ab Oktober ein vielfältiges neues Programm für Inspiration und Weiterbildung auf globaler Ebene: „The Blend by Beam Suntory“. Der offizielle Start erfolgt auf dem Bar Convent Berlin mit zwei inspirierenden Sessions, die von den „The Blend“ Partnern und Bar-Ikonen Ryan Chetiyawardana und Joe Schofield ausgerichtet werden.

„The Blend by Beam Suntory“ wurde bereits vor 33 Jahren als „Club Suntory“ in Zusammenarbeit mit australischen Bartender*innen gegründet. Das Netzwerk ist mittlerweile auf über 17.000 Mitglieder herangewachsen und sucht weltweit seinesgleichen. Das facettenreiche Angebot des Programmes unterstützt, inspiriert und vernetzt Bartender*innen in jedem Stadium ihrer Karrieren. Die vielfältigen Aktivitäten richten sich an Branchenneulinge ebenso wie an langjährige Profis und kreative Meinungsführer*innen der Barwelt. Sie finden sowohl offline als auch online statt: Auf der Website www.theblend.world gibt es interaktive Schulungsworkshops, eine umfangreiche Rezept-Datenbank und die Möglichkeit, sich auszutauschen. Hinzu kommen regelmäßige Workshops und Events zu aktuellen Bar-Trends sowie der jährliche Wettbewerb „The Perfect Blend“.

Das Programm expandiert seit diesem Jahr weltweit, um die Bartender*innen-Szene rund um den Globus zu vereinen. „‚The Blend‘ ist einzigartig: vielseitig, frei zugänglich und global. Wir freuen uns sehr, dass wir mit diesem Format nun auch in Deutschland und Österreich die Barszene unterstützen können“, erklärt Viktorija Lileiko, On Trade Engagement Managerin Beam Suntory Deutschland.

Dass moderne Herangehensweisen und innovative Ideen den Schwerpunkt des Programms bilden, stellt gleich das erste Highlight unter Beweis: Zum Launch auf dem Bar Convent Berlin (7. bis 9. Oktober 2019) richten die beiden Bar-Größen Ryan Chetiyawardana aka „Mr. Lyan“ und Joe Schofield zwei innovative Sessions exklusiv für Mitglieder des Programms aus. Diese finden täglich in mehreren Durchgängen statt. Beide Bartender zeichnen sich durch eine unkonventionelle Denkweise und ständiges Entwickeln neuer Ideen und Techniken aus – Qualitäten, die die Barwelt voranbringen und ideal zum Ansatz von „The Blend by Beam Suntory“ passen.

Behind The Scenes Of Lyaness“ mit Ryan Chetiyawardana

Kaum jemand denkt das Thema Bar immer wieder so grundlegend neu wie Ryan Chetiyawardana, international bekannt unter „Mr. Lyan“. Nicht ohne Grund wurde er kürzlich vom Fachmagazin „Drinks International“ zur einflussreichsten Person im internationalen Bar-Business gewählt. Er betrieb das „Dandelyan“ in London, das bei den „World’s 50 Best Bars“ zur besten Bar der Welt gekürt wurde, und hat kürzlich sein neues Bar-Konzept „Lyaness“ eröffnet. Besonderheit ist der klare Fokus auf sieben einzigartige Zutaten, um die herum „Mr. Lyan“ seine Drinks gruppiert. Sie bilden die Basis für die Kommunikation mit dem Gast und für alle weiteren Themen der Bar, vom Design bis zur Nachhaltigkeit. Die Lyaness Bar kommt als Pop-up Format auf den BCB 2019 – die Teilnehmer können so das eindrucksvolle Konzept von Grund auf kennenlernen.

„Multi-Sensory Bartending“ mit Joe Schofield

Joe Schofield wurde 2018 zum „International Bartender Of The Year“ bei den „Tales Of The Cocktail“ in New Orleans gewählt. Er zählt zu den Vordenkern des Themas Sensorik an der Bar. In seiner Zeit als Barchef im „Tippling Club“ in Singapur gründete er gemeinsam mit dem dortigen Betreiber und Küchenchef Ryan Clift die Sensorium Group. Ein einzigartiges Beratungs- und Restaurantkonzept, das die Grenzen des Genusserlebnisses erweitert. Bekanntestes Beispiel ihrer gemeinsamen Arbeit ist das „Dreams & Desires“ Menü. Es besteht aus der weltweit wohl ersten essbaren Menükarte mit 12 hocharomatischen Gummibären und den jeweils korrespondierenden aufwendigen Drinks. Dieses einzigartige Erlebnis bringen Schofield und Clift nun auf den diesjährigen Bar Convent Berlin: Die Teilnehmer verkosten drei eigens für die „The Blend“ Sessions entwickelte Gummibären sowie die dazugehörigen Drinks und lernen in diesem Zuge das außergewöhnliche Multisensorik-Konzept kennen. 

Alle interessierten Bartender*innen können sich bereits ab dem 10. September 2019 – noch vor dem offiziellen Start der Website am 1. Oktober – für „The Blend“ und die Sessions auf dem BCB unter bcb.theblend.world/de anmelden. Sie finden statt in den Lofts der Halle 9 (9-LO) der „Station Berlin“. Zudem besteht vor Ort die Möglichkeit, sich über das umfangreiche Programm von „The Blend“ zu informieren, um auch nach dem Bar Convent Berlin aktives Mitglied dieser internationalen Gemeinschaft zu sein und von den vielen Vorteilen zu profitieren.

The Irishman Whiskey im Windschatten des Netflix-Blockbusters auf Youtube (mit 5 Videos)

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Die Gelegenheit kann sich Walsh Whiskey natürlich nicht entgehen lassen: Nachdem der neue Film „The Irishman“ von Martin Scorsese momentan in aller Munde ist, bietet er eine gute Gelegenheit, auch den gleichnamigen Whiskey von Walsh Whiskey zu promoten. Man tut das mit 16 Miniaturen über „The Irishman“ auf Youtube. Star der Folgen ist, neben dem Whisky, der irische Schauspieler Brendan Dempsey, der auch eine Rolle in Scorseses „Gangs of New York“ hatte.

Mehr zur Kampagne und anschließend fünf der 16 Folgen können wir Ihnen mit der nachfolgenden englischsprachigen Pressemitteilung präsentieren:


The Irishman Launches 16 Episode Mini-Series – Treat it with Respect!

Carlow, Ireland – 1 October 2019: Irish whiskey producer Bernard Walsh has a tiger by the tail and he is not letting go! The tiger is the blockbuster Netflix-Hollywood Martin Scorsese movie and the tail is his own The Irishman whiskey which shares the same name and brand-logo.

Having offered supplies of his whiskey to Mr Scorsese and released his movie trailer homage last week, Walsh is now doubling down on his own movie production-line with the launch of an online mini-series titled – Treat it with Respect! – which will feature on social media in the two months before the movie’s global release on Netflix on 27 November.

The Irishman whiskey (produced by Walsh Whiskey) has created a mini-series of 16 online movie clips that plays in the brand space shared by the Scorsese movie and the whiskey created by Bernard Walsh in 2006. The campaign is called “Treat it with Respect!” and features a mafiosa style “Wise Guy” who eulogises The Irishman as if it were a real person.

The series stars Irish Actor & Comedian, Brendan Dempsey, who appeared in and was directed by Martin Scorsese in his Oscar Winning movie Gangs of New York in 2002. The Treat it with Respect mini-series sees a Wise Guy sitting in a dark room with a spotlight in the foreground. He leans into and out of the light delivering tongue-in-cheek, one-liners such as – “The Irishman…all you need is one shot!”.

The lines could be about a mafiosa or about The Irishman whiskey – or both! Each clip opens and closes with an image of The Irishman whiskey logo on a red, Netflix-style screen and a bowl of exploding popcorn! The exploding popcorn effect was created thanks to a packet of pop-corn, a band-aid and a mouse-trap! Go figure.

Walsh Whiskey, which owns and produces The Irishman and Writers’ Tears whiskey brands will release the full mini-series of clips, one-by-one, on its web-site (www.walshwhiskey.com) and social media channels (YouTube, Instagram, Facebook & twitter) over the course of the two month build-up to the global release of The Irishman movie on 27th November on Netflix.

Commenting on the campaign, Bernard Walsh said:

“We are operating between the lines of the shared brand heritage between what are complimentary offerings – a blockbuster, award-chasing movie to be watched at home and an award-winning, premium whiskey which will be the perfect accompaniment to savouring the movie at home. We have written and made an offer to Mr Scorsese seeking a direct association with the movie – so far it’s an offer he hasn’t refused.

Walsh added:

“The release, last week, of our animated homage to the original trailer of the movie has already been very well-received. We now have a split-screen version of the two trailers so people can choose their own favourite! With the launch of this mini-series, we are signalling our intention to continue to celebrate the movie and our whiskey’s shared branding right through to Oscar night!”

The Irishman had its global premiere last Friday (27 September) when it opened the New York Film Festival which was attended by Mr Scorsese and leading members of the cast including Messrs. De Niro, Pacino and Pesci. Also in attendance was Walsh Whiskey executive Audrey Sheils who was photographed on the festival’s Red Carpet holding a bottle of The Irishman – Founder’s Reserve. What else?!

Kirsteen Campbell wird neuer Master Whisky Maker bei The Macallan

Nach dem Abgang von Dr. Nick Savage als Master Distiller zur Lowland-Destillerie Bladnoch hat The Macallan einige Zeit nach einem neuen Master Whisky Maker gesucht – und sich nun für eine Frau entschieden, die nicht nur im Whisky-Business bereits große Erfahrung hat, sondern auch im Edrington-Konzern arbeitete. Wie die Destillerie auf ihrer Webseite bekanntgab, wird Kirsteen Campbell diese Position übernehmen.

Kirsteen Campbell. Bild © The Macallan

Kirsteen war Master Blender bei The Famous Grouse (zuvor bei Cutty Sark), der Blend-Marke der Glenturret Distillery, die von Edrington an die Schweizer Art & Terroir verkaufte. Jetzt steht sie gemeinsam mit dem Master of Wood, Stuart MacPherson, dem sechsköpfigen Whisky Mastery Team bei Macallan vor:

  • Kirsteen Campbell, Master Whisky Maker
  • Stuart MacPherson, Master of Wood
  • Sarah Burgess, Lead Whisky Maker
  • Polly Logan, Whisky Maker
  • Steven Bremner, Whisky Maker
  • Russell Greig, Sample Room Assistant.
Whisky Mastery Team. Bild © The Macallan

Das Statement von Igor Boyadjian, Managing Director, The Macallan, dazu:

It is with great pleasure that we welcome Kirsteen Campbell to the position of Master Whisky Maker at The Macallan. Kirsteen will join the Whisky Mastery Team and together they will use their skills and craft to continue to create and enhance our exceptional portfolio of whiskies.

Und Kirsteen Campbell meint dazu:

I feel very honoured to become part of The Macallan Whisky Mastery Team and to be entrusted with creating this remarkable single malt whisky with the Whisky Mastery Team.

 

 

Neu im Global Travel Retail: Laphroaig 25yo The Bessie Williamson Story

Im Fachhandel bringt Laphroaig soeben den Laphroaig 30yo Ian Hunter Book One (wir berichteten hier), im Global Travel Retail komplementiert man diese Neuveröffentlichung mit einem Laphroaig 25yo The Bessie Williamson Story, benannt nach der früheren Distillery Managerin – und zwar in der gleichen Aufmachung als Buch, das auch einige Hintergrundinfos zu Bessie Williamson liefert.

Der mit 43% Alkoholstärke abgefüllte Whisky reifte in refill American Hogsheads und barrels.  Die offiziellen Tasting Notes lesen sich wie folgt:

Nose: Peaty with spicy and floral notes. Sweeter notes of pear drops, green apples and bonbons that add to a sweet malty backcloth.
Palate: Salty tar oil paste, sweet herbs and spices, acacia honey, tomato leaves and black pepper. Coastal notes with peat sweetness and earthiness bring the classic Islay spirit.
Finish: Warming and long lasting with floral and coastal notes.
Colour: Pale gold.

Der Laphroaig 25yo The Bessie Williamson Story ist ab sofort im Global Travel Retail erhältlich und kostet £700 (das sind umgerechnet rund 790 Euro).

Addendum 15:40 – Laut einem unserer Leser listen ihn Heinemann und Frankfurt Flughafen für 449,90 Euro.

Ruinen einer 300 Jahre alten Schwarzbrennerei nahe Glasgow entdeckt

Wer sich für Whiskygeschichte interessiert weiß, dass das Brennen des Wassers des Lebens nicht immer ein gern gesehener Wirtschaftszweig war – und schon gar nicht dann, wenn man dem Steuerbeamten den Zugriff auf die Einnahmen vorenthalten wollte. Illegale Schwarzbrennereien waren daher, wie man sich vorstellen kann, keine Seltenheit, und die Menschen machten das Mögliche, um sie vor der Entdeckung zu schützen.

Manchmal funktionierte das sehr gut. Im vorliegenden Fall sogar so gut, dass man die Überreste der wahrscheinlichen Brennerei erst um die dreihundert Jahre später entdeckte – obwohl es sich um eine recht stattliche Anlage handelte.

Dabei handelt es sich um eine Brennerei, die im Zuge einer Baumbeschauung im Loch Lomond and Trossachs National Park von einer lokalen historischen Gesellschaft gefunden wurde.

Zwei Häuser in unüblicher langer Bauweise, zwei Kilns zum Trocknen von Getreide, die Nähe zum Wasser und die versteckte Lage – das alles deutet darauf hin, dass hier rund um 1800 illegal Whisky erzeugt wurde, wird im Bericht im CEO Magazine einer der nun an der Erforschung beteiligten Archäologen zitiert. Es könnte sogar möglich sein, auch wenn man keine direkten Beweise dafür gefunden hat, sondern nur diesbezügliche Geschichten überliefert bekommen hat, dass hier in fast industriellem Ausmaß Whisky gebrannt wurde.

Der Artikel zeigt ein Bild der Ruinen und eine Rekonstruktionszeichnung der gesamten Anlage, die wir hier natürlich aus Gründen des Rechteschutzes nicht bringen. Einfach unserem Link folgen.

Unser Titelbild zeigt die Zeichnung einer illegalen Pot Still, die gerade von Zollbeamten entdeckt wird und in keinem Zusammenhang mit der jetzt entdeckten Brennerei steht…

Photo credit: Internet Archive Book Images via Visual hunt / No known copyright restrictions

Exklusiv: Whiskyexperts besucht Kavalan (Teil 2)

Den ersten Teil des Berichts finden Sie hier.

Das Besucherzentrum „Spirit Castle“

Bevor wir nun zur Brennerei selbst kommen, wollen wir mit Ihnen noch einen Blick auf und in das Besucherzentrum werfen. „Imposant“ ist wohl der Ausdruck, der das Besucherzentrum am Besten beschreibt. Bei Kavalan nennt sich das Zentrum Spirit Castle:

Die Größe ist beeindruckend, und die Ausstattung ist es auch. Computerisierte Tasting-Plätze, ein Cafe im ersten Stock (dort findet man auch einen Tasting-Raum und einen Raum für das Blenden des eigenen Kavalan), ein großer Shop und überall die für Taiwan so typische verspielte, liebevolle Optik:

Im Besucherzentrum bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Besucherzentrum bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Besucherzentrum bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Besucherzentrum bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Besucherzentrum bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Besucherzentrum bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Besucherzentrum bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Besucherzentrum bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019

Allein hier kann man sehr viel Zeit verbringen, mehr über Whisky erfahren, sich im Shop mit interessanten Abfüllungen eindecken und im Cafe einen Snack einnehmen oder auch einfach kurz entspannen.

Nun aber zur Brennerei selbst.

Brennerei 1 – Mittendurch statt nur dabei

Bei Kavalan gibt es eigentlich zwei Destillerien. Die erste, alte Destillerie verbirgt sich hinter dem kleinen Eingang unter dem Vordach im untenstehenden Bild. Sie wurde im Dezember 2005 fertiggestellt (das offizielle „Geburtsdatum ist April 2005), und begann im März 2006 mit der Whiskyproduktion.

Eine Gedenkplakette an der Wand der Destillerie. Bild © Whiskyexperts 2019
In der Bildmitte unter dem Vordach der Eingang zur ersten Kavalan Destillerie. Bild © Whiskyexperts 2019

Diese „alte“ Brennerei 1 ist natürlich nach wie vor in Betrieb – aber gleichzeitig ist sie eine der interessantesten Schaubrennereien, die wir bislang gesehen haben. Besucher können den Produktionsprozess von Beginn an bis zu den Fasslagern hin komplett mitverfolgen, mit ausführlichen Erläuterungen und Anschauungsobjekten. 

Schautafel in der Kavalan Distillery. Bild © Whiskyexperts
Schautafel in der Kavalan Distillery. Bild © Whiskyexperts
Eindrücke aus dem Whiskylehrpfad in der ersten Kavalan-Brennerei. Bild © Whiskyexperts 2019
Schautafel in der Kavalan Distillery. Bild © Whiskyexperts
Eindrücke aus dem Whiskylehrpfad in der ersten Kavalan-Brennerei. Bild © Whiskyexperts 2019
Eindrücke aus dem Whiskylehrpfad in der ersten Kavalan-Brennerei. Bild © Whiskyexperts 2019

Nach einem Besuch dort hat man auch als Anfänger einen guten Eindruck davon bekommen, wie Whisky erzeugt wird.

Begleiten Sie uns einmal auf einem Rundgang durch die Brennerei 1 und lassen Sie sich von Kaitlyn die Exponate und Anlagen kurz vorstellen:

Hier ein paar weitere Bilder aus dem ersten Teil des Rundgangs, die in die Materie einführen:

Der Einfluss von Fass und Zeit auf den Spirit. Bild © Whiskyexperts 2019
Verschiedene Fasstypen im Besucherbereich der Brennerei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
In den beiden großen Fässern lagert Sherry. Bild © Whiskyexperts 2019

Nach diesem eher theoretischen Teil über die Whiskyerzeugung kommt man dann in den Bereich, wo man einen Blick auf die (in Betrieb befindlichen) Stills werfen kann. Zwar ist alles hinter Glas, aber man sieht hier mehr als in manch anderer Brennerei.

Nochmals fotografisch ein Blick auf die Stills in der Brennerei 1. Im Vordergrund die deutschen Brennblasen, mit denen man zu Beginn gearbeitet hat. Allerdings ist man relativ rasch zur Auffassung gelangt, dass man damit nicht den Spirit erzeugen konnte, den man wollte. Sie sind aber nicht stillgelegt, sondern produzieren den Gin von Kavalan, der sich in Taiwan großer Beliebtheit erfreut. Dahinter dann die Stills von Forsthys aus Schottland.

Die Destillerie 1 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019

Das hier sind die Tanks, in denen der New Make Spirit für die Abfüllung in Fässer gelagert wird. Die Anlage, auf der abgefüllt wird, konnte man im Video sehen.

New Make Spirit Zwischenlager vor der Fassabfüllung. Bild © Whiskyexperts 2019

Und hier lagert er dann, der Whisky von Kavalan. Auf Paletten, mit Bändern nochmals extra verschnürt für mehr Stabilität bei den in Taiwan recht häufigen Erdbeben:

Fasslager bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Besucherzentrum und die Destillerie die Auszeichnung „Whisky Visitor Attraction of the Year“ im Jahr 2011 völlig verdient gewonnen hat – und auch aktuell auf jeden Fall eine Reise wert ist.

Brennerei 2 – der verborgene Riese

Nun aber geht es in in Richtung eines Teils der Kavalan-Brennerei, die noch nicht viele gesehen haben. Der große Erfolg hat es nötig gemacht, die Brennerei auszubauen und ihre Gesamtkapazität beträgt nun erstaunliche 9 Millionen Liter Aklohol pro Jahr. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung war Kavalan die neuntgrößte Maltdestillerie weltweit! Die Destillerie Nummer 2 ist unser Ziel, aber auf dem Weg dorthin gibt es noch einiges zu sehen.

Wir gehen mit Kaitlyn Tsai an den Malzspeichern vorbei zur neuen Brennerei, die sich harmonisch in die bestehenden Gebäude einfügt.

Wer viel brennt, braucht viel Malt. Bild © Whiskyexperts 2019
Malt-Silo bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019

Kaitlyn erklärt uns alles.

Beeindruckend liegt es vor uns, das neue Still House:

Blick auf das neue Still House. Bild © Whiskyexperts 2019
Blick auf das neue Still House. Bild © Whiskyexperts 2019

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Jetzt aber ist es an der Zeit, das „Heiligtum“ von innen zu betreten. Dazu müssen wir uns zunächst Schutzkleidung überstreifen und durch eine Luftschleuse treten. Nicht zu unserem eigenen Schutz, sondern um die ungestörte Sauberkeit der Anlage zu gewährleisten. Sauberkeit bis ins kleinste Detail ist ein wesentlicher Bestandteil der Produktionsphilosophie bei Kavalan – denn wer höchste Qualität erzeugen will, so erklärt uns Master Blender Ian Chang in einem Interview, der muss sie auch in den kleinsten Details einhalten.

Also gehen wir durch die Schleuse in den „Bauch“ des Still Houses. Und jeder Blick offenbart, wie penibel hier die Hygienestandards eingehalten werden.

Hier werden die Rückstände vom Einmaischen gesammelt und danach als Tierfutter verwendet. Bild © Whiskyexperts 2019
Alles blitzblank hier bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Pot Still von unten. Bild © Whiskyexperts 2019

Nun geht es zu den Stills nach oben. Auch hier hören wir wissenswerte Infos von Kailtyn Tsai.

Im Kreislauf des Spirits sehen wir nach dem Condenser ein waagrechtes Kupferrohr, das man so eigentlich nicht kennt. Wir fragen nach. Und dann genießen wir noch einmal die großartige Aussicht, die man aus dem Still House hat:

Bevor wir weitergehen, und zwar in der Produktion eigentlich rückwärts zu den Mash Tuns und Washbacks, noch einmal die Stills und die Spirit Safes fotografisch dokumentiert:

Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Im Still House der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019

Nun aber in den nächsten Raum, in dem wir wieder über die Größe der Destillerie staunen. Hier finden wir 24 Washbacks und 3 Mash Tuns.

Auch hier noch einige Bilder:

Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. So blitzsauber, dass man fast surreale Spiegelungen entdecken kann. Bild © Whiskyexperts 2019
Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019
Washbacks und Mash Tuns in der Brennerei 2 bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019

Was wir in der neuen Brennerei gesehen haben, hat uns beeindruckt. Hier wird auf höchstem Niveau gearbeitet – und das bestätigen auch unsere anschließenden Verkostungen, die wir Ihnen im dritten und abschließenden Teil unserer Reportage schildern wollen.

Abschließend noch etwas, das uns sehr wichtig ist: Ganz herzlichen Dank an die King Car Group und Kavalan, die uns ihr Vertrauen geschenkt und für unsere Leser diese tollen Einblicke in die Brennerei und die anderen Aktivitäten rund um die Marke Kavalan ermöglicht haben.

Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt in Taiwan wurde, abgesehen von den Flugkosten, von der Kavalan Distillery und der King Car Group organisiert und finanziert. Die Unternehmen hatten keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.

Serge verkostet: Zwei neue junge Tomintoul

Bei Serge Valentin auf Whiskyfun gibt es heute zwei unabhängig abgefüllte Whiskys aus der Destillerie Tomintoul – wobei der Begriff „jung“ angesichts dessen, was sonst momentan so bei unabhängigen abfüllern zu finden ist, vielleicht gar nicht so angebracht ist – mit 12 und 14 Jahren haben die beiden Abfüllungen eigentlich ein heute schon eher nicht mehr als jung zu bezeichnendes Alter.

Beide Abfüllungen bekommen in der Verkostung die gleiche Punktewertung, und zumindest für die erste gilt der Werbeslogan von Tomintoul – The Gentle Dram – durchaus:

  • Tomintoul-Glenlivet 12 yo 2006/2019 (54.3%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon barrel, 240 bottles): 82 Punkte
  • Tomintoul 14 yo 2005/2019 (57.2%, Liquid Treasures, 10th Anniversary, sherry hogshead, 215 bottles): 82 Punkte
Tomintoul, August 2017. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Video: Ralfy verkostet Queen Margot Blend 3yo (Review #795)

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Eine etwas andere Verkostung hat Ralfy heute für uns zu bieten – oder eigentlich: warum anders? Ralfy verkostet einen Whisky. Diesmal einen Blend, und zwar einen, den es im Supermarkt (zumindest in UK) zu kaufen gibt und der gerade einmal 3 Jahre alt ist. Es ist, so sagt Ralfy, der billigste Whisky, den er jemals verkostet hat: Der Queen Margot 3yo.

Aber wie schmeckt er, und welche Bewertung bekommt er? Wir wissen ja, dass Ralfy Whiskys, denen er eine Note unter 80 Punkte gibt, gar nicht erst auf Sendung bringt. Dementsprechend müsste der Queen Margot 3yo mehr als 80 Punkte haben?

Hat er. 85, um genau zu sein. Warum, und weshalb Ralfy auch einen Caol Ila ins Spiel bringt, das zeigt Ihnen das 13 Minuten lange Video, das Sie obenstehend und auf Youtube finden…

Whisky des Monats Oktober 2019: Johnnie Walker Gold Label Reserve

Eine hohe Verfügbarkeit, eine uns überzeugende Qualität zu einem attraktiven Preis: Dies alles suchen monatlich und finden es dann bei einer Abfüllung, die wir zu unserem Whisky des Monats küren. Und unser Meinung nach bieten dies auch Blends, und deshalb ist unser Whisky des Monats Oktober der Johnnie Walker Gold Label Reserve.

Manchmal steht uns nicht der Sinn nach dem Außergewöhnlichen. Nicht nach dem ganz Besonderen. Nicht nach dem Unwiederbringlichen. Manchmal suchen wir das vermeintlich Alltägliche, das scheinbar Durchschnittliche, das angeblich Einfache.
Es muss nicht jeden Tag ein „Integrity Malt“ sein. Manchmal steht uns einfach der Sinn nach einem guten Blend, der für vernünftiges Geld einen Genuss im Alltag erlaubt.

Bereits im Mai 2018 kürten wir mit dem Johnnie Walker Black Label einen Blend aus Massenproduktion zum Whisky des Monats – und dies ohne mit der Wimper zu zucken. Auch in diesem Monat sehen wir hier dazu keine Notwenigkeit. Und uns stört hier auch nicht, dass eine vermeintlich so wichtige Angabe eines Alters auf diesem Whisky nicht zu finden ist. Und auch an seiner Färbung, seiner Kühlfilterung und seinen „nur“ 40 % Vol. stören wir uns nicht.

Quelle: Johnnie Walker

Der Johnnie Walker Gold Label wurde das erste Mal 1920 anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Johnnie Walker kreiert. Sein Label Gold erhält dieser Blend von den Bergen, in denen einst in Schottland Gold gefunden wurde. Die Brennerei, die ihr Wasser aus diesen Bergen bezieht, heißt Clynelish. Und eben Clynelish ist einer der Lead Malts des Johnnie Walker Gold Label.

Clynelish. Bild © Diageo

Der Johnnie Walker Gold Label enthielt auf dem europäischen Markt bis 2012 noch eine Altersangabe. Danach entfiel das „18 year old“, wie bei manch anderen Abfüllungen auf unserem Markt auch. So änderte Diageo, Eigentümer der Marke Johnnie Walker, den Namen in Johnnie Walker Gold Label Reserve.

Bis 2012 enthiet der Johnnie Walker Gold Label noch ein „18 year old“. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Johnnie_Walker_Gold_Label.jpg Author Iceman7840. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Johnnie Walker Gold Label Reserve ist fein ausbalanciert und cremig. Er bietet nuancierte Honig-Noten in Kombination mit Toffee und Karamell sowie feine Holz-Aromen. Den Hintergrund bildet eine deutliche, kräftige sowie angenehme Malzigkeit, die ihn zu einem wunderbar trinkbarem Blend werden lässt.

Zumeist ist der Johnnie Walker Gold Label Reserve im Fachhandel für etwas mehr als 30 € zu finden. Eher selten trifft man ihn auch im Getränke- und Lebensmittel-Einzelhandel an. Beworben wird er oft als für Cocktails, wir empfehlen für diesen unkomplizierten Blend den puren Genuss.

Drei neue Glenmorangie im Global Travel Retail

Von Glenmorangie gibt es drei neue Abfüllungen zu vermelden, die Sie exklusiv im Global Travel Retail finden werden:

  • Glenmorangie The Accord ist 12 Jahre alt und wurde mit 43% Alkoholstärke abgefüllt. Er stammt aus Bourbon- und Oloroso Sherryfässern. Kosten: 53 Euro.
  • Glenmorangie The Elementa ist ebenfalls mit 43% alk. vol. abgefüllt, allerdings 14 Jahre alt. Er stammt aus frisch ausgebrannten Eichenfässern. Ihn erhält man für 75 Euro.
  • Noch zwei Jahre älter ist der Glenmorangie The Tribute, ebenfalls mit 43% Alkoholstärke. 16 Jahre lang durfte leicht getorfter Spirit in Bourbon Fässern reifen, bevor er mit dem normalen Glenmorangie Spirit vermählt wurde. Der Whisky kostet 115 Euro.

Alle drei Abfüllungen werden zu Beginn 2020 im Global Travel Retail erwartet.

PR: Ein halbes Jahrhundert gereift – Benromach aged 50 years

Jetzt hat uns vom deutschen Importeur Schlumberger auch die deutschsprachige Pressemitteilung zum Start des außergewöhnlichen Benromach 50yo erreicht – in ihr finden Sie alle Informationen und die Tasting Notes zur bislang ältesten Benromach-Abfüllung, die nun auch in limitierter Menge in Deutschland erhältlich ist:


Ein halbes Jahrhundert gereift – Benromach aged 50 years

Die Traditionsbrennerei präsentiert den derzeit ältesten Benromach Whisky als neue, streng limitierte Abfüllung ihrer Vintage-Range

Meckenheim, im September 2019 – 125 Flaschen weltweit, acht für den deutschen Markt – der derzeit älteste Benromach ist eine absolute Rarität, die in Deutschland exklusiv von der Schlumberger Vertriebsgesellschaft distribuiert wird. Der UVP für diesen exklusiven Speyside Single Malt Scotch Whisky liegt bei 8.900 €.

Noch bevor im Jahr 1969 der erste Mensch auf dem Mond landete, wurde dieser Speyside Single Cask am 11. Juni des Jahres destilliert. Während jenseits der Türen der Benromach Destillerie ein halbes Jahrhundert Weltgeschichte vonstatten ging, reifte der Whisky im RefillSherry-Hogshead Cask No. 2003 Jahr für Jahr weiter, auch in der Zeit, als die Brennerei zwischen 1983 und den 90er Jahren geschlossen war. Am 12. Juni 2019 – genau 50 Jahre nach der Destillation – wurde der einzigartige Whisky mit einer Fassstärke von 44,6 % vol abgefüllt.

Verkostungsnotizen:

Duft: Süße Sherryaromen, Pflaumensirup, geschmorte Rosinen, brauner Zucker und warme Gewürze. Noten von Buttertoffee, Ingwer und kandierter Orangenschale steigen auf, bevor sie in sanfte Rauchtöne übergehen.

Geschmack: Ein pfeffriger Auftakt führt zu reifer Aprikose und Pfirsich mit einer bittersüßen Note von getrocknetem Tabakblatt, sanften Menthol und endet in einem anhaltenden, fruchtigweichen Finish, das würzige Eichenholznoten trägt.

Traditionell von Hand und ohne Kältefiltration gefertigt, aus schottischer Gerste und reinstem Quellwasser aus den Romach Hills kreiert, bestechen die Single Malts von Benromach durch ihre goldene Farbe und ihren unvergleichlich warmen und milden Charakter und begeistern mit ihrem unverwechselbaren authentischen Stil Whisky-Liebhaber weltweit.

PR: Glenfiddich – Interview mit Warehouseman George Paterson

Glenfiddich möchte die Menschen, die den Whisky in der Speyside Brennerei erzeugen, mit einer Serie von PR-Artikeln näher vorstellen und ihre Arbeit etwas besser verständlich machen. fortgesetzt wird diese vierteilige Serie mit dem dritten Teil, einem Interview mit dem Warehouseman George Paterson, der im Interview über seinen Arbeitsalltag berichtet.

Alle Fragen und Antworten stammen aus dem uns zugesendeten PR-Text:


Glenfiddich – Interview mit Warehouseman George Paterson

F: WIE SIEHT EIN TYPISCHER TAG BEI EINEM WAREHOUSEMAN AUS?

Ich bin Warehouse Koordinator – das bedeutet, ich bin dafür verantwortlich, dass alle Abläufe in unseren Warehouses optimal funktionieren. Denn dort lagern alle unsere Kostbarkeiten, es ist sozusagen unsere Schatztruhe. Ich sorge also dafür, dass die Teams alle wichtigen Informationen haben, die sie benötigen, um ihre Arbeit bestmöglich erledigen zu können. Einige Aufgaben sind jeden Tag gleich, wie beispielsweise ein morgendliches Meeting, in dem wir die vergangenen 24 Stunden durchsprechen oder natürlich unsere ständigen Qualitätskontrollen. Da wir sehr viele Warehouses haben, ist jeder Tag anders und hält immer eine Überraschung bereit – das macht den Job so spannend.

F: WIE VIELE WAREHOUSES GIBT ES BEI GLENFIDDICH? UND WIE VIELE FÄSSER LAGERN DARIN? WISSEN SIE, WO JEDES EINZELNE FASS LAGERT?

Bei Glenfiddich haben wir über 40 Warehouses. Natürlich wissen wir ganz genau, wie viele Fässer dort lagern und auch wo sie liegen. Das ist aber ein gut behütetes Betriebsgeheimnis, das wir niemals verraten. Ich kann auch mit Stolz sagen, dass wir noch nie ein Fass verlegt haben…

F: WORAUF KOMMT ES BEI EINEM GUTEN WHISKYFASS AN? UND WAS MACHT DIE FÄSSER BEI GLENFIDDICH SO BESONDERS?

Da der Whisky den Großteil seines Geschmacks und der Aromen vom Fass erhält, ist deren Qualität natürlich besonders wichtig. Darum verwenden wir bei Glenfiddich nur die hochwertigsten Fässer für die Reifung. Jedes Holz gibt einen bestimmten Geschmack ab, darum wählen wir die Fasstypen für jede Reifung gewissenhaft aus, um sicherzustellen, dass sich die Aromen perfekt entwickeln können. Wenn ich ein Fass in Augenschein nehme, achte ich vor allem auf den Zustand der Innenseite. Denn das ist der Teil, der den Geschmack des Whiskys wesentlich beeinflusst. Das Fass darf keinesfalls muffig riechen oder Löcher haben. Außerdem werden alle Fässer geflämmt. Dadurch karamellisiert der im Holz befindliche Zucker, was den Geschmack unseres einzigartigen Single Malts prägt.

F: WORAUF KOMMT ES BEI EINER GUTEN FASSREIFUNG AN?

Neben dem richtigen Fass ist es vor allem wichtig, dass die Umgebung trocken ist. Bei Glenfiddich legen wir außerdem viel Wert darauf, dass unsere Fässer die gute Luft der Highlands atmen können. Die Temperatur in den Warehouses richtet sich also immer auch nach dem aktuellen Klima in Dufftown und variiert entsprechend. Das macht unseren Whisky so authentisch.

F: HABEN SIE SO ETWAS WIE EIN LIEBLINGSFASS? UND WENN JA, WELCHES WÄRE DAS?

Oh, da gibt es viele, nicht zuletzt das Fass, das an meinem Geburtstag abgefüllt wurde. Das war ein besonderes Ereignis für mich.

Jetzt mit Douglas Laing gewinnen: Garnheath 44yo, Dailuaine 12yo, Bunnahabhain 12yo

Neue Woche, neues Gewinnspiel – und diesmal eines mit einer Abfüllungsserie, die aus den Regalen des Fachhandels und denen bei Whiskyfreunden daheim einfach nicht mehr wegzudenken ist – mit ihrer Vielfalt und Qualität, die für jede Brieftasche etwas Feines bietet.

Die Rede ist von den Whiskys des unabhängigen Abfüllers Douglas Laing aus Glasgow. Die Single Malts und Single Grains aus den Linien Provenance, Old Particular und Xtra Old Particular sind sorgsam ausgesucht und werden in Verkostungen und Tests immer wieder hoch bewertet.

Dank unseres Gewinnspielpartners Bremer Spirituosen Contor können wir in dieser Woche nicht nur eine oder zwei, sondern sogar drei ausgezeichnete Abfüllungen quer durch die drei erwähnten Linien verlosen:

  • Einen Provenance Bunnahabhain 12 Years
  • Einen Old Particular Dailuanie 12 Years (Sherry Butt) und
  • Einen Xtra Old Particular XOP Garnheath 44 Years  

Gewinn Nr. 1: Provenance Bunnahabhain 12 Years

Dieses Einzelfass, ein Refill Barrel (DL12221), wurde im Mai 2005 mit Destillat befüllt und im Dezember 2017 mit 46% ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration abgefüllt. Insgesamt gibt es davon nur 98 Flaschen.

In der Nase zeigt die Abfüllung cremige Vanillenoten, saftige Ananas und Meerluft – schön abgerundet und dabei intensiv. Am Gaumen erlebt man eine spannende Mischung aus würzigen Ingwerdrops, süßer Zuckerwatte, Zimt, zerstoßenem Pfeffer und Meersalz. Das Finish ist lang und würzig, mit einer Note süßer Früchte.

 

Gewinn Nr. 2: Old Particular Dailuanie 12 Years (Sherry Butt)

Im Juli 2005 wurde das Sherry Butt DL12429 mit New Make aus der Speyside-Brennerei Dailuaine befüllt, um dann mit Februar 2018 mit 48,4% Alkoholstärke abgefüllt zu werden – mit einer Ausbeute von 674 Flaschen. Natürlich ist auch diese Old Particular-Abfüllung von Douglas Laing wie alle ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration.

In der Nase zeigt der Whisky schöne Sherrynoten, sanfte Gewürze und dunkle mazerierte Früchte sowie Getreidetöne. Am Gaumen findet sich nach einem sanften Antritt ein angenehmer und leicht pfeffriger, fruchtiger sowie malziger Eindruck. Im Finish erlebt man würzige Rosinen, die Düfte von Selbstgebackenem und ein fast minziger Unterton, gemeinsam mit Eichenfracht.

Gewinn Nr. 3: Xtra Old Particular XOP Garnheath 44 Years

Eine echte Rarität – ein Single Grain aus einer Lost Grain Distillery, die bereits im Jahr 1986 vom Besitzer Inver House Distillers geschlossen und danach abgetragen wurde. Der Single Grain stammt aus dem im Februar 1974 befüllten Refill Barrel, das im März 2018 dann mit 45.8% in Fassstärke abgefüllt wurde, ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration. Von dieser raren Abfüllung gibt es insgesamt nur 141 Flaschen.

In der Nase finden Sie eine Explosion frischer Vanilleschoten, Erdbeer-Bonbons und Brioche, am Gaumen regieren zuckrige Süße und Hobelscharten, dazu Pfirsiche in Sirup und angekohlte Bananen. Im langen Finish entdecken Sie cremige Vanille, Aprikose, geröstete Mandeln und Erdbeermarmelade.

Und so gewinnen Sie eine der drei Abfüllungen von Douglas Laing:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: In welcher schottischen Stadt hat der unabhängige Abfüller Douglas Laing seinen Firmensitz

a) Glasgow
b) Inverness
c) Edinburgh

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Douglas Laing“!

3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.

Unter allen richtigen Antworten mit dem richtigen Betreff, die uns bis 6. Oktober 2019, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 7. Oktober 2019 bekannt. Die Gewinne werden danach vom Bremer Spirituosen Contor versendet.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Douglas Laing“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 6. Oktober 2019, 23:59 Uhr. Die Gewinnerinnen/die Gewinner werden am 7. Oktober 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und dem Bremer Spirituosen Contor sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand des Preises erfolgt durch das Bremer Spirituosen Contor, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team