Glencraig? Kinclaith? Nie davon gehört? Wenn Sie sich nicht sehr intensiv mit der Geschichte des Whiskys in Schottland auseinandersetzen, dann ist das kein Wunder – denn die Chancen, dass Sie eine oder gar beide Abfüllungen bereits im Glas hatten, ist ob ihrer Seltenheit relativ gering.

Die vielleicht eher zu erhaltene Abfüllung ist Glencraig. Es ist nämlich ein Whisky, der zwischen 1956 und 1981 bei Glenburgie auf deren Lomond Stills gebrannt wurde (so wie Mosstowie bei Miltonduff – nur ist Glencraig noch seltener zu bekommen). Schwieriger wird es bei Kinclaith, denn diese bei der Grain-Brennerei Strathclyde zwischen 1957 und 1975 arbeitende Lowland-Brennerei zählt zu den wirklich raren und sehr teuren Lost Distilleries.

Und eben diese zwei Whiskys hat Serge Valentin heute auf Whiskyfun verkostet – was ein besonderes Vergnügen gewesen sein muss. Denn abgesehen von dem wohligen Gefühl, Whiskygeschichte im Glas gehabt zu haben, waren Sie auch beide ein Genuss am Gaumen

  • Glencraig 42 yo 1976/2018 (42%, Signatory Vintage, 30th Anniversary, bourbon barrel, cask #4283, 176 bottles): 89 Punkte
  • Kinclaith 40 yo 1969/2009 (47.3%, Signatory Vintage, hogshead, cask #301445, 217 bottles): 87 Punkte
Das alte Excise-House bei Glenburgie. Bild: Potstill Wien