Wollten Sie schon immer mal ein Whiskyfass zu Hause vor sich hinreifen lassen und dann nach frühestens 3 Jahren ihren eigenen Single Malt abfüllen? Lidl macht es jetzt möglich, mit einem Angebot im deutschen Onlineshop.
Bild: Lidl
Dort kann man sich, nach Bezahlung von 999 Euro, ein First Fill Oloroso Sherryfass mit 30 Liter Newmake Single Malt Destillat bestellen, das danach mit der Spedition nach Hause geliefert wird. Das schreibt Lidl in der Produktbeschreibung:
Sicher dir ein Holzfass frisch gefüllt mit 30 Liter Ben Bracken Newmake Single Malt Destillat von der Brennerei Eckerts aus dem saarländischen Tholey. Erfahrene Küfer haben in Handarbeit ein ehemaliges Sherryfass zurückgebaut und damit dieses mit Oloroso Sherry vorbelegte 30-l-Fass erschaffen. Du bekommst das Fass zu dir nach Hause geliefert und bist selbst für die Lagerung und Pflege zuständig. So sorgst du dafür, dass das Destillat innerhalb von drei Jahren zu deinem eigenen Single Malt Whisky heranreift. Wie lange das Destillat im Holzfass reift und wann es abgefüllt und getrunken wird, bestimmst ganz allein du. Erschaffe deinen eigenen, einzigartigen Whisky, ganz nach deinem Geschmack.
Bislang waren die Ben Bracken entweder Speysider oder Islay Malts – nun ist es ein deutsches Destillat – die Vorzüge einer Handelsmarke…
Im Lieferumfang enthalten sind:
Holzfass (30 Liter, 50 x 40 cm)
30 Liter Newmake Single Malt Destillat
Fassbock
Zertifikat
Flasche zum Abfüllen
Anleitung zur Fasspflege
Wer also einen Tausi locker hat und experimentierfreudig ist, der könnte hier zuschlagen. Allerdings sei von unserer Seite aus angemerkt, dass die Lagerung und Pflege des eigenen 30l-Fasses keine triviale Aufgabe ist, und auch die Fasspflege sorgsam vorgenommen werden muss.
Musiker und Bands zusammen mit Whisky? Wir kennen das von Motörhead, The Scorpions, Bob Dylan – und auch für Metallica. Dort plant man groß, mit eigener Brennerei – und wurde doch durch den Tod von Dave Pickerell mit dem Projekt doch etwas zurückgeworfen.
Nun hat Metallica bekannt gegeben, dass Rob Dietrich, nach eigenem Bekunden langjähriger Metallica-Fan, die vakante Position des Master Distiller übernehmen wird. Er hat 13 Jahre lang als Distiller bei Stranahan’s Single Malt Whiskey gearbeitet – und sich erst nach einigem Zögern entschieden, den Job für Metallica anzunehmen.
Rob Dietrich. Bild: Blackened Whiskey
Rob Dietrich, nach eigenem Bekunden langjähriger Metallica-Fan, weiß, dass er in große Fußstapfen tritt. Pickerell hat den Blackened Whiskey für Metallica entworfen, eine Mischung aus straight Rye Whiskeys und Bourbons. Seine Idee, durch Beschallung mit tiefen Frequenzen während der Reifung auf den Whiskey Einfluss zu nehmen, mag vielleicht nicht entscheidend für den Geschmack sein, originell und zu Metallica passend ist sie auf jeden Fall.
Übrigens: Nicht alle Mitglieder der Band sind Whiskey-Fans, wie Lars Ulrich anmerkt. Lead-Sänger und Gitarrist James Hetfield ist Antialkoholiker – hat sich aber in den kreativen Teil der Markenfindung stark eingebracht.
Metallica bei einem Konzert in London 2017. By Kreepin Deth – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=63725726
Von Kirsch Whisky sind wir darüber informiert worden, dass man sich exklusiv für Deutschland drei neue Abfüllungen aus der Destillerie Edradour sichern konnte. Es sind zwei Edradour-Whiskys sowie eine torfige Abfüllung unter dem Namen Ballechin. Alle sind limitiert und in Kürze im Fachhandel erhältlich, dort können Sie sich auch über die Preise informieren.
Hier die neuen Whiskys in ausführlicher Vorstellung:
Edradour 2009/2019 Oloroso & Sauternes Cuvee
9 Jahre
Dest. 2009
Abgef. 18.04.2019
Cuvee aus einem Oloroso & Sauternes Fass
Fassnr. 81+171
1021 Flaschen
55,9 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Ballechin 2007/2019 Bordeaux & Sauternes Cuvee
11 Jahre
Dest. 2007
Abgef. 30.01.2019
Peated
Cuvee aus einem Bordeaux & Sauternes Fass
Fassnr. 183+216
518 Flaschen
58,0 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Edradour 2008/2018 Hampden Rum Cask Finish
10 Jahre
Dest. 23.04.2008
Abgef. 12.11.2018
Gereift im:
9 Jahre im 1st Fill Bourbon Barrel
19 Monate Hampden Rum Cask Finish
Fassnr. 902
259 Flaschen
57,0 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Sample: Ardbeg Deutschland Verkoster: Bernhard Rems
Jetzt ist er also da, der neue Ardbeg Drum – vorgestellt am Wochenende bei Veranstaltungen mit den Ardbeg Embassies rund um den Globus und ab 9. Juni im generellen Verkauf. Und natürlich ist die Neugier groß, wie sich nun diese jährliche Ardbeg-Abfüllung präsentiert.
Wie haben wir damals über den Ardbeg Drum Committee Release geschrieben? „Spannend, unterhaltsam, ungewöhnlich – und trotzdem ein eindeutiger Ardbeg. Die Rumfässer sind im Mix dezent genug, um gefallen zu können, und der Ardbeg Rauch deutlich genug, um den Destilleriecharakter mitzunehmen. Kann man mehr von :)“ – es wird interessant sein zu sehen, wie sich der auf Standard-Trinkstärke reduzierte „kleine Bruder“ schlägt, ob er einen anderen Charakter zeigt.
Also dann:
Nase: Zitronig im Einstieg, ein wenig der Duft vom Sirup, in dem Dosenananas eingelegt sind. Der Rauch schwebt eher darüber, ist dabei recht typisch Islay, darunter ein Bett von Vanillezucker.
Gaumen: Rollt mild an die Zunge, fast überbordende Süße, dann entwickelt sich ein pfeffriges Gefühl am Gaumen. Das Fruchtige der Ananas ist da verschwunden, Gewürznelken, etwas Ingwer und leicht verbrannte Crème brûlée dominieren. Der Rauch erscheint erst im Moment des Schluckens deutlich.
Finish: Hier regiert der Torfrauch, gemeinsam mit seinen Regimentern aus Würze und anfangs dominanter Ingwerschärfe. Dann aber kämpft sich die vanillige Süße wieder zurück – von weichen Bitternoten unterstützt.
Alles in allem: Einer der ruhigsten Whiskys zum Ardbeg Day bisher. Weder der Rauch noch der Rum-Einfluss drängen sich in den Vordergrund. Der Rum ist überhaupt nur in der für Ardbeg doch exorbitant ausgeprägten Süße erahnbar. Hier gibt’s kein „boah, ey“ von Torfnasen – aber ein Nicken bei der Frage nach dem Nachschenken könnte trotzdem leicht fallen, denn manchmal darf es auch etwas verspielter sein. Ardbeg als easy drinking? Warum nicht. Besonders im Sommer sind manche Tage wie dafür gemacht…
Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Wie jede Woche schauen wir natürlich auch nach, was sich bei Ralfy, der auf der Isle of Man wohnt und von dort seine Videos produziert, tut – denn seine Tastingvideos sind anerkannt erstklassig und immer sehr informativ.
Es ist definitiv ein toller Whisky, den Ralfy diesmal verkostet, aber wie in der zweiten Überschrift schon angekündigt, gibt es für Leute, die ihn ebenfalls kosten wollen, ein Problem: es handelt sich nämlich um einen Whisky, den man nur in Auktionen bekommen wird, da er nie für den Verkauf produziert wurde. Der 20 Jahre alte Ardmore ist mit 54% abgefüllt – und erhält eine der höchsten Wertungen, die Ralfy jemals vergeben hat.
Ganze 95 Punkte sind es, die ihm verliehen werden, und wer wissen will, warum und wofür, der findet im 15 Minuten langen Video die Antworten. Zu sehen oben bei uns oder natürlich auch auf Youtube.
Blends und Blended Malts – der Unterschied besteht darin, dass Blends immer mit einem mehr oder weniger großen Anteil an Grain Whisky und verschiedenen Malts gemacht wird, bei Blended Malts kein Grain Whisky vorkommt, es sich also um eine Mischung von verschiedenen Single Malts aus verschiedenen Destillerien handelt.
Serge hat heute einige aus beiden Kategorien verkostet und kommt zu folgenden Ergebnissen, was die Punkteanzahl anbelangt:
Grant’s Cask Editions ‘Ale Cask Finish’ (40%, OB, William Grant, Cask Edition, blend, +/-2018): 72 Punkte
Grant’s Cask Editions ‘Sherry Cask Finish’ (40%, OB, William Grant, Cask Edition, blend, +/-2016): 68 Punkte
Johnnie Walker ‘Blender’s Batch Rum Cask Finish’ (40.8%, OB, blend, +/-2017): 79 Punkte
Johnnie Walker 18 yo (40%, OB, blend, +/-2018): 84 Punkte
No Name N°2 (48.9% Compass Box, blended malt, 8,802 bottles, 2019): 88 Punkte
Light, Creamy, Smoky Creation 10 yo 2007/2018 (60.5%, Cadenhead, blend): 86 Punkte
Und weil heute zwei Blends von Johnnie Walker dabei sind, gestalten wir unser Titelbild dementsprechend…
Ein altes Logo von Johnnie Walker, die zweitwertvollste Spirituosenmarke der Welt.
Bevor wir Sie in einem ausführlichen Bildbericht mit in die beiden Destillerien bei Mackmyra in Ostschweden nehmen (und dazu noch in zwei der Lagerhäuser, die mit echten Besonderheiten aufwarten können), möchten wir Sie mit einem der acht Gründer des Unternehmens bekannt machen: Magnus Dandanell.
Magnus Dandanell hat gemeinsam mit sieben Freunden aus einer feuchtfröhlichen Idee während eines Schiurlaubs Schwedens wohl bekannteste Brennerei Mackmyra entwickelt. Aus kleinen Anfängen wuchs eine international erfolgreiche Destillerie, die auch besonders in Deutschland mit ihren Whiskys und ihren Fasskaufprogrammen viele Freunde gefunden hat. Wir haben mit ihm über die Anfänge der Brennerei gesprochen – und darüber, wie sehr man bei Mackmyra bedacht darauf ist, neue Wege zu gehen.
Das Video dauert knapp sieben Minuten, ist in englischer Sprache geführt und obenstehend zu sehen. Viel Vergnügen damit.
Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt bei Mackmyra wurde von der Brennerei teilweise mitfinanziert. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.
Von Diageo sind wir heute über eine neue Kampagne zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol für junge Erwachsene informiert worden, die der Getränkekonzern gemeinsam mit MTV startet. Unter dem Motto „Weekend not wasted“ (in der Doppelbedeuitung von „kein verlorenes Wochenende“ und „am Wochenende nicht besoffen“) will man drei Episoden online und im TV lancieren, die eben diesen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol propagieren sollen.
Die erste der drei Episoden haben wir als Video nach der Pressemitteilung eingebunden. Hier die Details dazu:
DIAGEO & MTV präsentieren neue Kampagne zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol für junge Erwachsene
Diageo arbeitet für eine dreiteilige Videokampagne international mit MTV zusammen, um zu zeigen, wie man jeden Augenblick dank einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol genießen kann
Hamburg/Berlin, 03.06.2019 – Das internationale Spirituosenunternehmen Diageo, Anbieter von Marken wie GUINNESS, SMIRNOFF und JOHNNIE WALKER, hat eine innovative neue Kampagne zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol gestartet. Partner sind MTV und Viacom Velocity International.
Die Kampagne Weekend Not Wasted erreicht die Follower und Zuschauer von MTV in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Dänemark. Der Fokus liegt dabei auf der jungen Zielgruppe von 18 bis 24. Kern der Kampagne ist eine positive Message, welche Möglichkeiten ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol eröffnet, um jeden Augenblick zu genießen und das Beste aus dem Wochenende zu machen.
Konzipiert als dreiteilige Serie mit den internationalen MTV-Moderatoren Becca Dudley, Harriet Rose und Samuel Eni, nutzt die zeitgemäße Kampagne die Reichweite von MTV auf Social Media, um mit 18- bis 24-Jährigen auf sinnvolle und zugleich unterhaltsame Weise in Kontakt zu treten.
Weekend Not Wasted wird auf den Websites, YouTube und den Social Kanälen von MTV Premiere feiern und auf den TV-Sendern der Marke beworben, wobei die erste von drei Episoden am 3. Juni 2019 Premiere feiert.
Die neue Kampagne greift einen wachsenden Trend junger Menschen auf, die ein immer geschäftigeres, überfülltes Leben führen und das Beste aus jedem Moment herausholen wollen.
Diageo hat zusammen mit der Kreativagentur Just So die Kampagne entwickelt und produziert. In MTV hat Diageo einen Medienpartner gefunden, der sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol auf unterhaltsame und ansprechende Weise für sein Publikum einsetzt.
John Kennedy, Präsident Europa, Türkei und Indien bei Diageo, kommentiert den Start der Kampagne wie folgt:
„Es ist uns sehr wichtig, dass junge Erwachsene in Europa informiert und befähigt werden, Alkohol auf verantwortungsvolle und vernünftige Weise zu genießen.“
„Bei der Entwicklung der Kampagne haben wir unsere Marketingexpertise mit der Reichweite und dem Einfluss von MTV zusammengebracht, um die Botschaft zu vermitteln, dass uns übermäßiger Alkohokonsum daran hindern kann, das Beste aus dem Tag herauszuholen. Das Ergebnis ist eine wirklich spannende Zusammenarbeit und wir können es kaum erwarten, die Reaktionen zu sehen.
„Diageo DrinkiQ wandte sich aufgrund unserer konkurrenzlosen globalen Reichweite und der Attraktivität von MTV für junge Zielgruppen an Viacom Velocity, um Weekend Not Wasted zu kreieren“, kommentiert Lee Sears, SVP, Sales & Partnerships, Head of Viacom Velocity International. „Dieser von beiden Marken gemeinsam gestaltete Social Content, der feiert, was möglich wird, wenn man verantwortungsbewusst trinkt und den Tag nutzt, bietet Diageo einen wirkungsvollen Auftritt und Engagement in Schlüsselmärkten, in einer markensicheren Umgebung, wie nur wir sie bieten können.“
Die Kampagne ist Teil des kontinuierlichen Bestrebens von Diageo, den maßvollen Alkoholkonsum zu fördern, und einen langfristigen kulturellen Wandel zu bewirken.
Die erste Episode können Sie hier sehen:
Die drei Episoden werden wie folgt veröffentlicht:
Die Whiskywelt kommt gerade etwas mehr in Bewegung und testet die Grenzen, die bislang vorgegeben waren: Erst kam der Bierbrauer Brewdog mit einer eigenen Whiskylinie, von der bislang drei Abfüllungen erschienen sind, dann versuchte sich unlängst Whyte & MacKay mit dem „Light“, einem auf 21% Alkoholstärke verdünnten Spirit Drink (über den wir hier nicht berichtet haben, weil wir uns strikt auf die klassische Definition von Whisky ausrichten – daher zum Beispiel auch bei uns nichts über JB Honey oder Ähnliches).
Jetzt versucht sich die John Crabbie & Co. Destillerie in Edinburgh mit dem Crabbie’s Yardhead – und kündigt dabei an, den Markt aufzumischen („a disruptive malt“). Der Yardhead sei nämlich ein Single Malt, der vornehmlich für das Mixen gedacht ist.
Hier einmal die Fakten: Der Crabbie’s Yardhead ist ein Single Malt ohne Altersangabe, der von einer Fremddestillerie zugekauft wurde. Die Brennerei bezeichnet ihn als „sehr jungen Malt“, damit wird er kaum einmal über drei Jahre alt sein, die Mindestanforderung an einen Whisky. Auch auf eine Angabe der Region wird verzichtet. Abgefüllt ist er mit 40% Alkoholstärke, und im Geschmack soll er „Biskuit, Vanille, Zirus, süße Äpfel, Karamell und Toffee-Apfel“bieten. Laut der Destillerie eignet er sich deshalb vorzüglich zum Mixen mit Ingwer-Bier und Cola. Oder als Highball.
Das Besondere, so Crabbie, sei die Tatsache, dass statt einem Blend ein Single Malt zum Mixen vorgeschlagen werde. Er soll um 26 Pfund verkauft werden – eine kurze Recherche unsererseits ergab allerdings bereits Straßenpreise unter 20 Pfund.
Es bleibt zu sehen, ob der Markt dieses Angebot annimmt – ihn für neue Käuferschichten attraktiv zu machen und damit neue „Einfallstore“ in das Reich des Wassers des Lebens zu öffen, ist sicher ein richtiger Schritt. Ob dieser hier auch ein guter war, werden die Konsumenten beantworten.
Wer Whisky genießt, der kommt irgendwann nicht umhin, sich über die Auswahl des passenden Glases Gedanken zu machen. Und da macht es einem der Markt nicht leicht, denn über die letzten Jahre sind viele Arten von Gläsern mit dem Anspruch angetreten, DAS richtige Glas für Whisky zu sein. Auch in den diversen Foren und Diskussionsgruppen flammt dieses Thema immer wieder auf – ein Zeichen dafür, wie sehr es bewegen kann.
Da kommt ein Artikel wie „Choosing the right glassware is more important than you think. Here’s why…“ bei Master of Malt gerade richtig, denn er behandelt das oben angesprochene Thema, ohne dabei in die Falle des „richtigsten aller richtigen Gläser“ zu tappen. Der Beitrag von Annie Hayes beschäftigt sich nämlich mehr mit dem „Warum“: Warum sind Gläser unterschiedlich, und warum beeinflusst die Glasform das, was wir von einem Whisky erriechen und erschmecken? Es ist ja auch in der Tat so, dass Wein aus unterschiedlichen Gläsern unterschiedlich schmeckt – warum sollte das bei Whisky anders sein? Ist es nicht, und die Gründe dafür beleuchtet der Artikel sehr zugänglich.
Mit dem Wissen um die Gründe fällt es einem dann wesentlich leichter, sich für das eine oder andere Glas zu entscheiden. Denn in der Tat ist es wohl so, dass es kein Universalglas für jeden Whisky gibt, dass Nosinggläser ebenso ihre Daseinsberechtigung haben wie Tumbler, Glencairn-Gläser ebenso wie tulpenförmige Behälter. Und dass persönliche Vorlieben ebenso zählen wie die Physik…
Am vergangenen Wochenende waren wir zu Besuch in der schwedischen Destillerie Mackmyra und konnten dort vor Ort beide Brennereien, Lagerhäuser und den Lagerstollen sowie die Mackmyra Whisky Village, der Verbund aus Gravity-Brennerei, Besucherzentrum und einigen Attraktionen wie das Waldlager, Malting Floor und den Darrboden besichtigen.
Natürlich haben wir von unserer Reise jede Menge interessantes Material mitgebracht und werden es Ihnen in den nächsten Tagen und Wochen in mehreren Teilen vorstellen.
Beginnen möchten wir heute mit einem Video-Rundgang durch die Mackmyra Whisky Village in den Randbezirken von Gävle in Ostschweden. Dort steht nicht nur die imposante Gravity-Brennerei von Mackmyra, sondern man findet auch das Besucherzentrum, ein Lagerhaus im Wald und weitere Einrichtungen wie Malting Floor und eine Räucherkammer, wo das Malz mit schwedischem Torf und Wachholder geräuchert wird.
Gemeinsam mit Experience Manager Partick Björsjö haben wir einige der Stationen in der Mackmyra Whisky Village, die nebenbei auch für die lokale Bevölkerung wegen ihres ausgezeichneten Restaurants ein beliebter Treffpunkt ist, besucht und ein knapp acht Minuten langes Video gedreht, das Ihnen die Plätze dort zeigen soll. Das Video finden Sie obenstehend.
Wir wünschen viel Vergnügen mit dem ersten Teil unserer Berichterstattung aus Schweden!
Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt bei Mackmyra wurde von der Brennerei teilweise mitfinanziert. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.
Neuigkeiten von The Macallan gibt es zu vermelden: Ab Juli wird der neue The Macallan Estate bei ausgesuchten Händler zu einem Preis von £195 im Vereinigten Königreich (und zu entsprechenden umgerechneten Preisen in anderen Ländern) erhältlich sein. Seine Besonderheit: In ihm wurde Gerste, die rund um das Easter Elchies Anwesen wuchs, der Heimat von The Macallan, verarbeitet.
Hier die englischsprachige Presseaussendung dazu, die auch die offiziellen Tasting Notes enthält:
THE MACALLAN INTRODUCES ESTATE: A TRIBUTE TO OUR HERITAGE AND HOME
The Macallan has unveiled Estate, an extremely special new single malt containing rare spirit distilled with barley grown at Easter Elchies estate, the iconic home of the world-famous whisky.
A rich and complex whisky with a remarkably long finish, The Macallan Estate was created by Whisky Makers to celebrate the single malt’s peerless provenance and heritage.
It also represents a unique opportunity to experience a single malt containing spirit made from The Macallan’s precious home-grown barley, which is distilled just once a year over the course of a single week. Previously, this spirit has been limited to The Macallan’s most exclusive and sought-after releases.
The 485-acre Easter Elchies estate is set within the legendary Speyside region of Scotland, where The Macallan has been creating extraordinary single malts since 1824. Its carefully tended barley fields are located on the banks of the River Spey, overlooked by The Macallan’s new award-winning distillery.
The distillery, which was inspired by Scotland’s undulating hills and cut into the slope of the land to complement its Spey Valley setting, opened its doors to the public in June 2018.
Displaying a warm conker, chestnut hue, The Macallan Estate exudes aromas of wood spice and orange oil. The sweet, subtle hint of citrus acts as the perfect counterbalance to the traditional sherried richness associated with The Macallan’s distinctive single malts.
Sarah Burgess, Whisky Maker for The Macallan, said: “Our Easter Elchies estate lies within the legendary Speyside region of Scotland, a place of timeless natural beauty, and a place that we are proud to call home.
“With its wonderful sweet citrus hints and warming wood spice, The Macallan Estate is a rich, satisfying and complex spirit that pays homage to the fertile Speyside lands where The Macallan is located and celebrates the unrivalled craftsmanship for which we have been known since 1824.”
The Macallan Estate is presented in an elegant gift box featuring landscape-inspired designs and it reflects the natural stones found on our estate, with an inlay of slate. Inside, aerial photography showcases the estate’s impressive barley fields on the banks of the beautiful River Spey. Priced at £195, Estate will be available to buy from selected whisky specialists from July.
Whisky Makers Notes
Colour: Conker, chestnut hue Aroma: Warm, comforting and homely notes of cinnamon. Wood spice and orange oil, opening into dried fruits with a sweet lemon, banana and caramel. Palate: Soft and warming with wood spice, opening into a dry oak flavour spiked with candied raisin and fresh fig. Moving into a sweet fresh orange and delicate fresh citrus. Finish: A sweet citrus twist. ABV: 43%
Die neue Woche eröffnet Serge Valentin mit einem Duell zweier Abfüllungen von Whisky aus der Speyside-Brennerei Glen Keith – und zwar nicht irgendwelchen, sondern hochwertigen und gut gereiften Bottlings.
Whisky Nummer 1 stammt aus den Signatory Jubiläumsabfüllungen und trägt den Namen Craigduff. Bei Craigduff, das merkt auch Serge an, ist es nicht ganz einfach zu eruieren, woher dieser Whisky stammt – entweder aus Strathisla oder aus Glen Keith. Serge sagt, dass viele der in dieser Zeit bei Chivas beschäftigten Arbeiter und auch Signatory sagen, dass es Glen Keith war, also listet Serge den Whisky auch dementsprechend.
Dieser 31 Jahre alte Whisky tritt gegen einen 43 Jahre alten Glen Keith von Cadenhead an. Und wenn Sie sich jetzt fragen, welche Abfüllung gewinnt: Kann man bei nur einem Punkt Unterschied guten Gewissens von Gewinnern und Verlierern reden?
Allzu große Hoffnungen wollen wir nicht erwecken, dass der in der us-amerikanischen TTB-Datenbank aufgetauchte Kilchoman 100% Islay Sherry Cask auch für den europäischen Markt gedacht ist, ist er doch eine Einzelfassabfüllung und dementsprechend limitiert. Aber vielleicht, und das ist der Gedanke, warum wir über ihn berichten, ist er ja nicht der Einzige seiner Art und andere Sherryfässer wurden ebenfalls mit diesem Spirit belegt (einen Small Batch for Germany, allerdings nicht aus dem Sherryfass, gab es ja schon 2014 einmal).
Wie auch immer, der Kilchoman 100% Islay Sherry Cask stammt aus Fass 622 und ist am 20. Mai 2019 mit 56.1% ALk. vol. abgefüllt worden, wie man den Etiketten entnehmen kann:Wie gesagt: Er wird wohl eher nicht bei uns erhältlich sein, aber vielleicht, und das ist die Hoffnung, ist er ein Bote für Zukünftiges…
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.