PR: Baugenehmigung für Clynelish-Erweiterung erteilt

Wie Diageo in einer Presseaussendung bekanntgibt, ist nun auch die Baugenehmigung für die Erweiterung von Clynelish um ein modernes Besucherzentrum erteilt worden. Alle Details dazu können Sie dem nachfolgenden Pressetext entnehmen:


Transformation plans for Clynelish Distillery approved

A key milestone has been reached in the journey to transform the Clynelish Distillery visitor experience after Highland Council formally granted planning permission for the development today (Monday 17th June 2019).

With the green light given from planners, work is now expected to begin on the expansion of the distillery visitor experience in the coming weeks. Clynelish has had a long association with Johnnie Walker and it remains one of the key single malts that goes into making Johnnie Walker today. The plans include a comprehensive upgrade of the distillery visitor experience with a new upper floor to tell the Clynelish story, as well as a new bar and tasting area offering beautiful views of the Sutherland coast. The area surrounding the distillery will also benefit from enhanced landscaping.

The plans are part of a £150m investment in Scotch whisky tourism by leading distilling
company Diageo, focused on the world’s best-selling Scotch whisky brand, Johnnie Walker.

Clynelish Distillery shares its location with the iconic Brora Distillery, which closed in 1983.  Work is already underway to bring Brora back into production as part of a separate £35m  investment programme that will also revive distilling at Port Ellen Distillery on Islay.

Jacqueline James-Bow, Clynelish Distillery Brand Home Manager, said:

“This announcement is very exciting and we want to thank the Highland Council and all our neighbours for their continued support.“

Clynelish is one of a number of Diageo distilleries that will see major work undertaken as part investment plans totalling more than £185 million across Scotland. This includes the £150 million investment in the new global visitor attraction for Johnnie Walker in Edinburgh, as well as investment in 12 distillery brand homes, and the £35 million investment in the revival of the iconic lost distilleries of Brora and Port Ellen.

Whisky from Diageo’s distilleries all over Scotland contribute to the making of Johnnie Walker, but four distilleries – Glenkinchie, Cardhu, Caol Ila and Clynelish – will be linked directly to the new Johnnie Walker venue in Edinburgh, representing the ‘four corners of Scotland’ and the regional flavour variations crucial to the art of whisky blending. Together these sites will create a unique Johnnie Walker tour of Scotland, encouraging visitors to the capital city to also travel to the country’s extraordinary rural communities.

Wieder Whiskey-Lagerhaus in Kentucky teilweise eingestürzt

Im Juni 2018 traf es die Barton 1792 Distillery (unseren Bericht dazu finden Sie hier), nun trifft es die O.Z. Tyler Distillery in Owensboro: Teile eines ihrer Lagerhäuser sind heute in der Nacht gegen Mitternacht eingestürzt.

Ca. 4000 der 20.000 darin gelagerten Fässer sind vom Einsturz betroffen, und soweit es der Master Distiller, Jacob Call, beurteilen kann, sollte bei dem Vorfall keines der Fässer tatsächlich in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Was die Ursache des Einsturzes ist, können die Behörden zum momentanen Zeitpunkt noch nicht sagen, aber sollte mehr darüber verlautbart werden, werden wir natürlich darüber berichten.

Bilder und Videos des Einsturzes des Rickhouses können Sie bei 14news.com sehen – wir selbst können diese aus Copyright-Gründen nicht veröffentlichen. Unser Bild zeigt etwa gleichartige Lagerhäuser bei Jim Beam.

Lagerhäuser bei Jim Beam
Lagerhäuser bei Jim Beam. Bild (c) Whiskyexperts 2018

 

 

Neu: Glen Scotia Campbeltown Malts Festival 2019 Limited Edition Rum Cask Finish

Bei manchen Shops ist er schon online zu sehen, offiziell erhältlich ist er aber erst ab heute: Der Glen Scotia Campbeltown Malts Festival 2019 Limited Edition Rum Cask Finish ist die neueste Abfüllung der Destillerie in der Whiskyregion Campbeltown, die gerade dabei ist, in chinesischen Besitz überzugehen (wir berichteten).

Die auf 9500 Flaschen limitierte Ausgabe ist mit 51.3& vol. Alk. abgefüllt und ohne Farbstoff und Kältefiltration in die Flasche gekommen. Geschmacklich soll sie „in der Nase Meeresgischt und Süße zeigen, am Gaumen mit Noten von geschmolzenem braunem Zucker, Ananas und Citrusfrüchten, mit einem langen, trockenen Finish mit Gerwürzen und süßem Torf“.

Im deutschen Handel wird die Abfüllung rund 65 Euro kosten.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Whiskybase

Scotchwhisky: Wie besorgt sollten wir wegen gefälschter Whiskys sein?

Über Whiskyfälschungen haben wir immer wieder berichtet. Erst unlängst gab es einen Bericht auf BBC, nachdem 21 bei Auktionen gehandelte alte Whiskys untersucht wurden und sich ein Drittel davon als Fälschung herausstellte.

Gemacht hat diese Untersuchung das Unternehmen Rare Whisky 101, und dessen Mitbegründer Andy Simposn zeigt sich in einem Artikel auf Scotchwhisky.com davon überzeugt, dass die Zahlen die Gefahr von Whiskyfälschungen eher untertreiben als korrekt darstellen – auch wenn sich viele der mit alten Whiskys beschäftigten Personen über die Massivität der Anzahl von gefälschten Flaschen wunderten und die Validität der Untersuchung in Zweifel zogen.

Ein gefälschter Macallan (Vordegrund). Bild © Hotel Waldhaus, St. Moritz

Simpson legt nun neue Zahlen nach: In den letzten drei Jahren habe man 294 gefälschte Flaschen mit einem Gesamtwert von 6.6 Millionen Pfund gesehen, zwei komplette gefälschte Sets von Macallan Fine & Rate in den letzten 12 Monaten, und dem Vedrnehmen nach seien ganze Palletten hervorragend gefälschter Macallan 30yo in China aufgetaucht.

Der Artikel lässt aber auch Skeptiker zu den Behauptungen zu Wort kommen, so zum Beispiel  Dr Chris White von Royal Mile Whisky Auctions aus Edinburgh, der die Zahlen aus seiner Erfahrung absolut nicht nachvollziehen kann. Auch zwei andere Experten stimmen dessen Einschätzung zu. Nachdem der Markt wachse, gäbe es zwar auch mehr Fälschungen, aber proportional hätten diese ihrer Erfahrung nach nicht zugenommen.

Viele weitere Argumente werden im ausführlichen Artikel dargelegt, und man schlägt sich weder auf die eine oder andere Seite im Streit um die Dringlichkeit des Problems. Letztendlich rate man Käufern einfach zur Vorsicht – und dazu, sich möglichst intensiv in die Geschichte der Flaschen, die man im Auge hat, einzuarbeiten. 

So einfach machen es einem Fälscher leider nicht 🙂

Ältester Macallan könnte bei Online-Auktion bis zu 125.000 Dollar bringen

Ein knappes Jahr ist es her, da kündigte Macallan seinen bisher ältesten Whisky an, einen The Macallan 72 Years Old in Lalique – The Genesis Decanter in einem aufwendig gearbeiteten Decanter und einer nicht minder aufwendigen Holzbox (alle Infos dazu brachten wir hier). Der kolportierte Preis damals: 60.000 Dollar.

Jetzt kommt eine dieser Flaschen bei Skinner Auctioneers’ Fine Wine and Rare Spirits in einer Online-Autkion unter den Hammer – und wer auch immer der Verkäufer ist, darf sich nach Einschätzung des Auktionshauses auf einen satten Gewinn einstellen: Bei der Versteigerung, die morgen beginnt und bis 27. Juni dauert, sollte laut Skinner Auctioneers’ Fine Wine and Rare Spirits ein Zuschlag bei 100.000 bis 125.000 Dollar erfolgen.

Wer nicht so viel Geld locker hat, der könnte laut The Spirits Business auch um einen 43 Jahre alten White Bowmore 1964 um 10.000 bis 12.000 Dollar oder einen ebenso teuren 1964 Bowmore Gold  mitbieten. Oder einfach bis 28. Juni warten, wenn wir dann voraussichtlich über das Ergebnis der Auktion berichten…

Whiskyexperts vor Ort: Besuch bei Mackmyra, Teil 2 (27 Fotos und Video)

Als letzten Teil der Berichterstattung über unseren Aufenthalt bei Mackmyra in Schweden Anfang Juni laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam die Gravity Distillery im mittelschwedischen Gävle zu besuchen. Einen Videobericht über die Mackmyra Whisky Villageund ein Video-Interview mit Magnus Dandanell, CEO von Mackmyra, durften wir Ihnen ja bereits unlängst präsentieren. Den ersten Teil unseres Fotoberichts finden Sie hier.

Heute geht es zum Abschluss zu dem Bereich, wo das Malz für Mackmyra getorft wird, in ein Fasslager im Wald und eines in einem ehemaligen Bergwerk – und danach noch in die alte Destillerie, in der jetzt Gin produziert wird.

Nicht weit ab von der Gravity Brennerei findet an einen Haufen Torf und dahinter einen Container sowie ein etwas größeres Barackengebäude. Darin befindet sich das „Herz“ der Produktion torfigen Whiskys bei Mackmyra.

Das „Torfzentrum“ in der Mackmyra Whisky Village. Bild © Whiskyexperts 2019

Im Barackengebäude finden wir den Malzboden, wo die Gerste zum Keimen gebracht wird.

Hier darf die Gerste bei Mackmyra keimen. Bild © Whiskyexperts 2019
Keimende Gerste bei Mackmyra. Bild © Whiskyexperts 2019

Wenn die Keimung genau richtig fortgeschritten ist, wird die Gerste durch die kleine Öffnung mittels eines Förderbandes in die „Räucherkammer“ gebracht, die sich in einem Baucontainer befindet.

In diesem Container wird getorft. Bild © Whiskyexperts 2019

Der Torf wird in der Umgebung gewonnen und unterscheidet sich auch in den Geschmacksstoffen, die er bei der Räucherung abgibt, deutlich von dem in Schottland. Eine Spezialität bei Mackmyra ist es, dass man auch noch Wacholderreisig zur Verfeuerung beifügt – das ergibt, so die Brennerei, den „typisch schwedischen“ Geschmack.

Torf aus der Umgebung wird bei Mackmyra verwendet. © Whiskyexperts 2019
Dem Torf wird beim Verbrennen bei Mackmyra auch Wachholderreisig beigegeben. Bild © Whiskyexperts 2019

Das Ganze wird dann in einem kleinen Ofen verbrannt, der Rauch unter den Boden der Räucherkammer geleitet, wo er dann aufsteigt und die Gerste aromatisiert (und durch die Hitze trocknet und damit das Keimen beendet).

Torfofen bei Mackmyra. Bild © Whiskyexperts 2019
Ein Blick in die Räucherkammer bei Mackmyra. Der Duft hat sich im Holz total festgesetzt. Bild © Whiskyexperts 2019

Ein Fußmarsch von drei Minuten bringt uns danach in das Waldlagerhaus von Mackmyra, einer von mehreren Orten, wo die schwedische Destillerie ihre Fässer lagert. Das Lagerhaus sieht von außen eher aus wie ein Kommandobunker, und auch innen könnte man im ersten Moment nicht erahnen, was hier zu finden ist – wäre da nicht dieser intensive Whiskygeruch…

Nicht schön, aber praktisch: Das Waldlager bei Mackmyra. Bild © Whiskyexperts 2019
Ein Zweckbau, in dem die Schätze von Mackmyra in den Seitenräumen verborgen liegen. Bild © Whiskyexperts 2019

Hier lagern tausende 30l-Fässer mit Mackmyra. In Schweden ist es sehr populär, sein eigenes Whiskyfass von Mackmyra zu besitzen und einmal jährlich zu besuchen.

30 Liter Fässer bei Mackmyra im Waldlager. Bild © Whiskyexperts 2019
30 Liter Fässer bei Mackmyra im Waldlager. Bild © Whiskyexperts 2019

Aber auch einen Museumsraum hat man im Waldlager eingerichtet. Hier sieht man die allererste Brennblase, die im Eigenbau entstand und die Geschichte und den Erfolg der schwedischen Destillerie begründete.

Die erste Brennblase von Mackmyra. Bild © Whiskyexpert 2019

Ein zweites Lager konnten wir ebenfalls besichtigen, und dieses ist in der Regel nicht zugänglich: Gut eine Autostunde von der Destillerie entfernt hat sich Mackmyra in ein stillgelegtes Eisenbergwerk eingemietet und lagert dort ebenfalls einige der 30 Liter Fässer, aber vor allem größere Fasstypen. Das Bergwerk ist zum größten Teil nicht mehr begehbar, aber natürlich sind die verwendeten Stollen und Lagerräume bestens abgesichert und ausgebaut.

Ein Bergwerk als Fasslager. Der Blick zurück auf den Eingang. Bild © Whiskyexperts 2019
Ein Bergwerk als Fasslager. Der Blick tiefer in den Berg hinein. Bild © Whiskyexperts 2019

Zwar lagern auch im Eingangsstollen einige Fässer, die wirklichen Lagerräume befinden sich aber in den Seitenstollen. Und dort ist die Luft so dermaßen alkoholgeschwängert, dass man schon nach kurzer Zeit genügend Alkohol in der Atemluft hat, um als betrunken zu gelten (das verfliegt aber binnen Minuten wieder).

Eines der Fasslager im Bergwerk von Mackmyra. Bild © Whiskyexperts 2019
Eines der Fasslager im Bergwerk von Mackmyra. Bild © Whiskyexperts 2019

Hier ist übrigens ein Phänomen festzustellen, das man sonst nur aus amerikanischen Lagerhäusern kennt: Der Alkoholgehalt in manchen Fässern steigt während der Lagerung.

Eines der Fasslager für 30 Liter Fässer im Bergwerk von Mackmyra. Bild © Whiskyexperts 2019

Hier werden die Fässer entleert:

Fassentleerungsanlage Im Bergwerk von Mackmyra. Bild © Whiskyexperts 2019

Dann kommen wir zum Abschluss in den Raum, in dem jede Menge Fassexperimente und alte Schätze gelagert werden – und der ist beeindruckend groß:

Eines der Fasslager im Bergwerk von Mackmyra. Bild © Whiskyexperts 2019
Eines der Fasslager im Bergwerk von Mackmyra. Bild © Whiskyexperts 2019

Die Versuchung war groß, sich dort einfach einsperren zu lassen um dann die verschiedenen Fässer mal durchzukosten – aber noch lag ja der Besuch bei der alten Mackmyra-Brennerei vor uns, diesmal rund 45 Autominuten vom Bergwerkslager entfernt, in der namensgebenden kleinen Ortschaft.

Die alte Mackmyra-Brennerei. Bild © Wiskyexperts 2019

Die ehemalige Schmied wird nicht mehr zur Whiskyproduktion genutzt, aber es sind noch die alten Whiskybrennblasen darin vorhanden – und die liegen in einem ehemaligen Generatorhaus an einem kleinen Bach, der hier früher zur Energieerzeugung genutzt wurde.

Ein Blick auf den malerischen Bach neben der alten Mackmyra-Brennerei. Bild © Whiskyexperts 2019

Bevor wir einen Blick auf die Brennblasen werfen, noch einer auf die alte Mühle, die dort im Einsatz war. Sie stammt von Brewers Engineer & Co aus Leeds in England.

Die beiden Brennblasen dort stammen von Forsyths in Schottland, ebenso wie die neuen Nachbauten in der neuen Gravity-Brennerei.

Die Brennblasen in der alten Mackmyra-Brennerei. Bild © Whiskyexperts
Die Brennblasen in der alten Mackmyra-Brennerei. Bild © Whiskyexperts

Alte und neue Brennerei sind auf jedenfall sehenswert – nicht nur dann, wenn man Fan von Mackmyra ist. Man merkt überall, dass hier jede Menge Enthusiasten Whisky machen, dass man mit Herz bei der Sache ist und dass man seinen eigenen Stil über die Jahre gefunden hat – ein Stil, der auch international ankommt. Kein Wunder also, dass bereits über 19.000 private Fässer verkauft wurden und dass jede neue Abfüllung mit Interesse aufgenommen wird.

Ach ja, und wer sich fragt, woher das Symbol auf den Korken der Bottlings von Mackmyra stammt, dem kann geholfen werden: Dieser Maueranker ist es, der im ganzen alten Gebäude zu finden war und die Wandschichten zusammenhielt – und den man neben dem Eingang wie einen Talisman angebracht hat.

Hier hat man sich das Logo von Mackmyra abgeschaut. Bild © Whiskyexperts 2019

Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt bei Mackmyra wurde von der Brennerei teilweise mitfinanziert. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.

Fortune: Ein Besuch bei der Yamazaki Distillery

Sie ist Japans älteste Brennerei und gehört eigentlich auf jeden Besuchsplan von Whiskyfreunden, falls sie es einmal nach Japan schaffen: Die Yamazaki Distillery, im Besitz von Beam Suntory und seit 1923 Japans erste kommerzielle Whiskybrennerei. Nicht nur aus historischen Gründen ist sie interessant zu besuchen, auch die „Whiskybibliothek“ mit über 7000 ausgestellten Flaschen macht eine Besuch dort besonders interessant.

Yamazaki. Bild © Roman Hurth
Yamazaki – die Whiskybibliothek. Bild © Roman Hurth

Wer es in nächster Zeit nicht dorthin schafft und dennoch mehr über die Brennerei wissen will, dem legen wir den Artikel „Inside Japan’s Oldest Whisky Distillery“ auf Fortune ans Herz. Dort schreibt Hannah Lott-Schwartz über die Destillerie, die von Shinjiro Torii gegründet wurde. Auch über die Beziehung zwischen Shinjiro Torii und Masataka Taketsuru, dem Gründer von Nikka Whisky, kann man darin lesen:

Though Shinjiro is widely regarded as the father of Japanese whisky, the founder of competitor Nikka Whisky also claims the title. Shinjiro had enlisted the help of Masataka Taketsuru, a young man who studied whisky in Scotland, for Suntory’s first whisky attempt, which failed gloriously. Released in 1929, the Shirofuda (or White Label) whisky and its bold smokiness was too forward too fast for a population that favored subtler flavors. As Suntory global brand ambassador and former master distiller Mike Miyamoto explains, it’s the equivalent of visiting Japan for the first time and sitting down to a truly authentic Japanese meal—it would be simply too foregin to enjoy. The pair parted ways, and Masataka founded Nikka Whisky shortly thereafter.

Auch einige sehr schöne Bilder begleiten den Artikel, sodass wir ihn als interessante Lektüre durchaus empfehlen können.

Yamazaki. Bild © Roman Hurth
Yamazaki. Bild © Roman Hurth

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (132)

Auch an diesem Sonntag können wir Ihnen wie seit 132 Wochen die Whiskyvideos und Podcasts der Woche vorstellen, in denen wir Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ bringen, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In Folge Nummer 131 haben wir einen Podcast und diese Videos für Sie vorbereitet:

Barrels & Casks – Glendronach 1992 Vintage (Denmark)

Hier geht’s zum Podcast

Malt Mariners –  Craigellachie 15 SMWS – Big Bang Dram

https://youtu.be/fTfdH2Ft030

Whisky a. d. Sicht eines Amerikaners – Clynelish 22yo (whic)

Whisky & Vinyl –  Timorous Beastie 12 in Fassstärke

Schnaps.Blog –  Midleton Dair Ghaelach

Pat Hock – Jura 19yo The Paps

Malte Talks Malts – Scotch Universe – Ursa Major II (Glenmorangie)

  

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Photo credit: Wiertz Sébastien on Visual Hunt / CC BY

Exklusiv-Video: Verkostung des Balvenie „Stories“ 12yo mit Kirsten Grant

Mitte Mai kündigte The Balvenie für den deutschen Sprachraum die Veröffentlichung der neuen, zunächst einmal dreiteiligen „Stories“ Serie an – mit Abfüllungen, die nicht nur mit ihrem Inhalt Geschichten über die Brennerei und die Menschen, die dort arbeiten, erzählen. Denn auf der Webseite der Destillerie kann man zu jeder Abfüllung einen über 30 Minuten langen Podcast zur Flasche hören, in dem man über die Hintergründe des Whiskys mit persönlichen Geschichten der Akteure informiert wird.

Aber natürlich geht es bei Whisky hauptsächlich um eines: Um den Geschmack. Und um den Geschmack dieser drei Abfüllungen näher zu erkunden, haben wir uns mit Kirsten Grant, Ur-Ur-Enkelin von William Grant, dem Gründer von William Grant & Sons (ihnen gehören unter anderem die Brennereien The Balvenie und Glenfiddich), getroffen, um mit ihr alle drei Bottlings zu verkosten.

Wer Kirsten, die auch US Commercial Strategy Director des Unternehmen ist, kennt, der weiß, dass Tastings mit ihr keine knochentrockenen Analysen sind, sondern bei allem Informationsgehalt immer viel Spaß machen. Und darum freut es uns, dass wir Sie per Video an diesen drei Tastings und den Spaß, den wir dabei hatten, teilhaben lassen können.

Im ersten Video, das knapp über fünf Minuten lang ist, geht es um den „The Sweet Toast of American Oak – 12yo„, einen Whisky, der drei Monate lang in speziell behandelten Fässern nachreifen konnte. Seine Hintergrundgeschichte als Podcast können Sie hier abrufen – unser Video sehen Sie als unser Sonntagsvideo obenstehend. Die beiden weiteren Videos zu den anderen Abfüllungen folgen in Kürze. Viel Vergnügen – und wir melden uns später wie üblich wieder mit den Whiskvideos der Woche!

Auswandern nach Irland? Arranmore sucht Bewohner (mit Video)

Wer von uns hat nicht hin und wieder den Traum, seinem bisherigen Leben den Rücken zuzukehren und auf eine einsame Insel zu ziehen? Und wäre es nicht schön, wenn diese einsame Insel nicht trotz aller Einsamkeit eine hervorragende Anbindung ans Internet hätte? Man von dort aus  – die richtige Idee vorausgesetzt – arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen könnte?

By Geyo John, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53340299

So etwas gibt es, und zwar in Irland. Die Insel Arranmore (Árainn Mhór ) liegt an der Nordwestküste und ist knapp fünf Kilometer vom Festland entfernt. Das größte Problem dort: Der dramatische Bevölkerungsrückgang. Mangels beruflicher Chancen wanderten die Leute dort ab – ein Schicksal, das die Insel mit vielen anderen teilt…

So hat man sich zu einer sehr ungewöhnlichen Idee entschlossen: Gemeinsam mit dem Telekom-Unternehmen Drei hat man in die digitale Infrastruktur investiert und damit eine Internetanbindung geschaffen, die laut Yahoo News derer von Großstädten wie London, Dublin oder New York mehr als ebenbürtig ist.

Arranmore/Irland

Gleichzeitig wirbt man mit offenen Briefen in den USA und Australien nach neuen Bürgern für die Insel. Man wirbt damit, dass hier bereits talentierte junge Leute wie Grafikdesigner, Softwareentwickler und Fotografen leben, sowie Handwerker, die auf Bestellung fast alles herstellen können. Zuwanderer fänden hier ein ideales digitales und analoges Arbeitsumfeld vor. Zudem könne man garantieren, dass der Arbeitsweg auf der Insel ohne Ausnahme immer kürzer als 5 Minuten sei.

Die Inselverwaltung hat gemeinsam mit Drei ein Promovideo geschaffen, mit dem man auf die Suche nach neuen Bürgern der Insel geht – und den Trailer dazu gibt es hier zu sehen (im Video ist dann ein Link auf die neun Minuten lange Vollversion):

Natürlich wären auch Deutsche willkommen, und wer die Atmosphäre auf einer dem Atlantik zugewandten Insel schätzt und für seine Arbeit hauptsächlich auf das Internet angewiesen ist, der könnte dort sein Glück finden. Irischen Whiskey und Guinness vom Zapfhahn gibts im lokalen Pub auch… – und wer weiß, vielleicht wäre dort auch eine kleine Whiskeybrennerei ein willkommener Schub für die lokale Wirtschaft…

 

Fremde Federn (49): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun mehr als einem halben Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Duos aus Ben Nevis, Glendronach, Macduff und Glen Grant

Vier Duos bilden heute das Verkostungsprogramm bei Angus MacRaild, der am Samstag die Vertretung von Serge Valentin auf Whiskyfun übernimmt – nämlich aus den Destillerien Macduff, Glen Grant, Glendronach und Ben Nevis. Die Speyside und die Higlands sind die Heimat von jeweils zwei der Destillerien, und innerhalb der Destillerie sind die Abfüllungen für die Verkostung bunt zusammengewürfelt.

Von den Wertungen her? Alles im grünen Bereich:

  • Macduff 13 yo 1964/1977 (80 proof, Cadenhead Dumpy): 88 Punkte
  • Macduff 15 yo 2002/2018 (53.9%, Acorn, cask #900936, hogshead): 87 Punkte
  • Glen Grant 11 yo 2007/2019 (60.9%, Scotch Malt Whisky Society, #9.161 ‘Cream tea at the patisserie’ for Spirit Of Speyside 2019, 2nd fill bourbon barrel, 228 bottles): 85 Punkte
  • Glen Grant 1995/2018 (46%, Wemyss Malts ‘Zesty Effervescence’, barrel, 252 bottles): 80 Punkte
  • Glendronach 12 yo 2006/2019 (58.5%, Scotch Malt Whisky Society #96.25 ‘Fruitilicious!’, 2nd fill barrel, 162 bottles): 83 Punkte
  • Glendronach 26 yo 1992/2019 (50.8%, OB for Whisky Online, cask #8318, PX puncheon, 233 bottles): 90 Punkte
  • Ben Nevis 22 yo 1996/2019 (44.4%, Thompson Brothers, refill sherry butt, 531 bottles): 90 Punkte
  • Ben Nevis 22 yo 1996/2019 (50.7%, Caora, cask #1381, refill hogshead, 321 bottles): 91 Punkte

Die Ehre des Titelbilds gehört heute der Brennerei mit der höchsten Durchschnittsbewerung – und das ist Ben Nevis.

Ben Nevis. © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

TTB-Neuheit: Glenmorangie 21yo Hand-Selected by Dr. Bill Lumsden

Hin und wieder berichten wir auch über Neuheiten in der us-amerkianischen TTB-Datenbank, die aller Voraussicht nach nicht direkt in Europa erhältlich sein werden. In diesem Fall tun wir es, weil es durchaus sein könnte, dass ähnliche Abfüllungen dann auch bei uns auftauchen könnten.

Es handelt sich bei unserem Fund um eine Einzelfassabfüllung aus der Brennerei Glenmorangie. Das Fass 237 enthielt Whisky, der 21 Jahre lang in ihm reifen durfte – abgefüllt ist der Whisky mitt 56,6% – weitere Angaben lassen sich auf den Etiketten nicht finden. und es wurde von Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling, Whisky Creation & Whisky Stocks, persönlich ausgewählt. 

Hand-Selected by Dr. Bill Lumsden“ ist auch extra und prominent auf den Etiketten erwähnt. Ein Einzelfall? Oder Auftakt für weitere derartige Einzelfassabfüllungen der Highland-Destillerie, die dann eventuell auch bei uns zu kaufen sein werden? Die Zeit wird es weisen:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

PR: Taliskers Microadventure Guide 2019

Mit dem Talisker Microadventure Guide 2019 will der Whisky von der Insel Skye Naturbegeisterten einige Orte an den Küsten Deutschlands vorstellen (auch ein See in der Nähe Berlins ist dabei), an denen die Natur noch Abenteuer bereit hält. Dabei bedient sich Talisker der German Roamers, Pioniere der deutschen Outdoor-Fotografie, die man um ihre Lieblingsplätze gebeten hat.

Zusätzlich zur PR dazu hat man uns auch ein Cocktailrezept gesendet, den Talisker Black Beard. Dies und die Locations für die Microadventures finden Sie nachfolgend:


TALISKERS MICROADVENTURE GUIDE 2019

Wild, abenteuerlich, direkt vor der Haustür – entlegene Lieblingsorte für Naturbegeisterte und Outdoor-Fans (in spe) an deutschen Küsten und Seen

Hamburg, 14.06.2019 – Bye-bye Routine des Alltags, hallo Mikro-Abenteuer! Mikro-Abenteuer sind kurze, spontane Ausflüge für kleines Budget direkt vor der Haustür. Ohne wochenlange Planung, unkompliziert durchzuführen und ideal mit dem alltäglichen Einerlei zu verbinden. Mit dem Ziel, etwas Neues auszuprobieren, seine Grenzen und Fähigkeiten zu testen, um die eigene Komfortzone zu durchbrechen, ganz ohne Weltreise und Extremherausforderungen. Für diejenigen, die die Abenteuerlust packt, zeigt Talisker, wie man aus dem Alltagstrott ausbricht und sich in der freien Natur erholt.

Bei einem Nine-to-five-Job und dutzendfach sozialen Verpflichtungen sind schnelle und einfache Exkursionen ein großer Schritt in die richtige Richtung: sich nach Feierabend einfach auf das Fahrrad schwingen und bei Sonnenuntergang das Abendrot auf dem Steg des nächstgelegenen Sees genießen. Oder unter freiem Himmel meditieren. Wem das nicht reicht, der schlägt einfach sein Zelt auf, um draußen zu übernachten und den Geräuschen der Natur zu lauschen. Dieses Gefühl von Freiheit kann einem am nächsten Morgen im Büro niemand nehmen. Und steht doch mal ein Wochenende (oder länger) bevor, wird der Rucksack gepackt, und los geht’s zu den mehr als 2.400 Kilometer langen Küsten von Nord- und Ostsee. Dort warten einzigartige Naturräume wie etwa das Wattenmeer für ausgedehnte Wanderungen, um Pflanzen zu erkunden, den Wind zu spüren, sich ohne GPS zurechtzufinden, ein Feuer zu machen und einen selbst gefangenen Fisch darüber zu braten – es gilt, Erfahrungen in der freien Natur zu machen, denn nur so kommt der Körper zur Ruhe und erholt sich von den Strapazen des routinierten Alltags.

Taliskers Microadventure Guide für „Made by the Sea“-Enthusiasten

Inspiriert von Taliskers Herkunft und seiner einzigartigen Verbundenheit zu Küste und Meer haben sich Gleichgesinnte zusammengetan: die German Roamers, Pioniere der deutschen Outdoor-Fotografie mit einer beeindruckenden Instagram-Community und Mary Scherpe von Stil in Berlin, eine der wohl bekanntesten Food- & LifestyleBloggerinnen Berlins. Gemeinsam geben sie OutdoorFans Inspirationen für ihr nächstes Mikro-Abenteuer an Deutschlands atemberaubendsten Küstenlandschaften und See-Spots.

Talisker: Verbundenheit zum Abenteuergeist im ursprünglichsten Sinne

Wer über die Grenzen Deutschlands hinaus möchte, für den bieten die Schönheit und Abgelegenheit der Isle of Skye die perfekte Kulisse, um eins mit der Natur zu werden. Mit ihren unglaublichen Küstenlinien und der artenreichen Flora lädt sie Abenteurer ein, sich mit den Naturgewalten zu messen. Die Insel ist eine der entlegensten, rausten und zugleich schönsten Landschaften Schottlands. Außerdem beheimatet sie den ältesten Single Malt Scotch Whisky: Talisker. Dieser wird dort gelagert und reift dort. Als eine der ersten, heute noch arbeitenden Destillerien trotzt sie seit ihrer Gründung 1830 den Elementen – dem Spirit der Natur und den Kräften des Meeres mit hohen Wellen und peitschenden Stürmen. Von der See geformt und definiert: Nur wenige Whiskys erzählen die Geschichte ihrer Herkunft so klar wie Talisker. Sein salziger Duft und würziger Geschmack tragen die schroffe, wilde Küste in sich.

Gespensterwald, empfohlen von German Roamer Roman Königshofer, Instagram: @rawmeyn

An dieser faszinierenden Küste liegt ein Wald mit über 170 Jahre alten Bäumen. Der Wind aus Richtung Ostsee und die salzige Luft gaben ihnen im Laufe der Jahre das gespenstische Aussehen. Von Rostock aus in Richtung Nienhagen ist das Naturschauspiel am besten mit dem Auto zu erreichen. Wanderungen durch den Wald, entspannen am Strand und/oder die leckeren Meeresfrüchte schlemmen, für die diese Region bekannt ist. Einer der schönsten Sonnenaufgänge Deutschlands lässt sich früh am nahe gelegenen Strand erleben. Einen Augenblick später, wenn die Sonne etwas höher steht, bietet sich die perfekte Gelegenheit, den Wald zu erkunden, um eine magische Atmosphäre zu erleben.

Bülk, empfohlen von German Roamer Leo Thomas, Instagram: @theolator

Ursprünglich für seinen historischen Leuchtturm bekannt, ist der Ort einer der ältesten an der Kieler Förde. Der spannendste Teil beginnt ein paar Hundert Meter vom Leuchtturm entfernt – mit einem urigen Pfad durch den Wald, mehrere Kilometer entlang der steilen Küstenklippen. Gleichzeitig erstreckt sich der Blick auf Ostsee und die idyllischen saftigen Wiesen Norddeutschlands. Da es keine Straße in der Nähe gibt, ist das einzige Geräusch, das man hört, das Rauschen des Meeres. Es ist ein großartiger Ort, um dem Alltag ein wenig zu entfliehen, die Batterie aufzuladen und anschließend wieder voll durchzustarten.

Rügen, empfohlen von German Roamer Max Münch, Instagram: @muenchmax

Rügen – die größte und wahrscheinlich auch schönste Insel Deutschlands. Ihre lange Geschichte reicht zurück bis in die Eiszeit, weswegen die Insel mit unglaublich hohen Klippen, tiefen Wäldern, wunderschönen weißen Stränden, unendlichen Hügeln und Lagunen gesegnet ist. Wer sich in der friedlichen Natur verlieren möchte, startet den Tag am besten sehr früh und wandert von Sassnitz zum Nationalpark Jasmund – nach einem dichten Wald und entlang mystischer Klippen findet man sich an einem Ort wieder, dem sogenannten Kieler Bach. Dort kann jeder Wanderer einen eindrucksvollen Sonnenaufgang genießen.

Usedom, empfohlen von German Roamer Max Münch, Instagram: @muenchmax

Einer meiner Lieblingsplätze am Nordufer Deutschlands ist Usedom, die zweitgrößte Insel Deutschlands. Wer gerne frischen Fisch isst, ist hier genau richtig. Nördlich von Berlin gelegen und ca. drei Stunden entfernt, warten endlose Strände, hohe Klippen und üppig grüne Wälder
darauf, entdeckt zu werden. Dieser Ort liegt in der Nähe von Basin, einer kleinen Stadt, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt, die ebenfalls einen Besuch wert ist.

Langer See, empfohlen von Mary Scherpe, Stil in Berlin, Instagram: @stilinberlin

Eine bessere Art, Berlin nach Feierabend zu genießen, ist ein Spaziergang (oder eine Radtour, da der Weg recht lang ist) entlang des Strandufers des auf der anderen Seite der Stadt gelegenen Langen Sees. Dieser lange See (11 km!) ist eigentlich nur ein breiterer Teil des Flusses Dahme, der später in die Spree mündet. Es gibt ein ordentliches Strandbad mit einem 100 Meter langen Sandstrand und weiten Rasenflächen, auf denen man sich sonnen kann. Das Wasser ist so natürlich, dass es am Seeufer trüb sein kann und wahrscheinlich einige Pflanzen und Fische darin sind. Das sollte Wasserratten aber nicht abschrecken – die Abkühlung entlohnt dafür.

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Weststrand am Darß, empfohlen von Mary Scherpe, Stil in Berlin, Instagram: @stilinberlin

Bei einem Wochenende (oder länger) lohnt sich ein Ausflug zu dem meiner Meinung nach schönsten Strand der Ostsee: dem Westufer vom Darß, einer Halbinsel zwischen Stralsund und Rostock. Dieser Teil der Insel ist ein Naturschutzgebiet nur mit Wäldern. Dank der starken Winde und Gezeiten hat der Strand weißen Sand, hellblaues und grünes Wasser und umgestürzte Bäume. Salziges Wasser hat unter deren Rinde leuchtend rotes Holz freigelegt. Es ist jedes Mal anders, wenn man hier ist. Ich war das letzte Mal über Neujahr dort und konnte wegen Hochwasser und Sturm nicht einmal Teile des Strandes betreten. Diejenigen, die die normalerweise recht zahmen Bedingungen rund um die Ostsee kennen, werden die Wildheit dieses Ortes zu schätzen wissen. Überall gibt es Rad- und Wanderwege, und ich empfehle Besuchern, entweder in Ahrenshoop oder in Prerow zu bleiben, Letzteres ist etwa fünf Kilometer vom Weststrand entfernt.

Made by the Sea im Glas: Talisker empfiehlt seinen Perfect Serve

Wer sich zu Hause die Erinnerung an seinen Trip in die unberührte und noch verwilderte Natur erhalten möchte, sollte einen Talisker genießen. Dieser ist bei Whiskyfreunden seit jeher vor allem in seiner ursprünglichen Form sehr beliebt – das macht ihn auch unterwegs in der Feldflasche zum perfekten Begleiter. Wer es eher gemixt mag, der ist mit einem Talisker Black Beard gut beraten. Das wilde, rauchige Aroma des Talisker Whiskys entfaltet sich vor allem in Kombination mit den aromatischen Brombeernoten.

Talisker Black Beard

  • 4 cl Talisker Skye
  • 1 cl Brombeerlikör
  • Ginger Beer
  • Garnitur: Brombeere

Talisker Skye und Brombeerlikör in ein mit Eis befülltes Longdrinkglas geben. Mit Ginger Beer auffüllen und mit einer Brombeere garnieren.