Exklusiv-Video: Verkostung des Balvenie „Stories“ A Day of Dark Barley 26yo mit Kirsten Grant

Mitte Mai kündigte The Balvenie für den deutschen Sprachraum die Veröffentlichung der neuen, zunächst einmal dreiteiligen „Stories“ Serie an – mit Abfüllungen, die nicht nur mit ihrem Inhalt Geschichten über die Brennerei und die Menschen, die dort arbeiten, erzählen. Denn auf der Webseite der Destillerie kann man zu jeder Abfüllung einen über 30 Minuten langen Podcast zur Flasche hören, in dem man über die Hintergründe des Whiskys mit persönlichen Geschichten der Akteure informiert wird.

Aber natürlich geht es bei Whisky hauptsächlich um eines: Um den Geschmack. Und um den Geschmack dieser drei Abfüllungen näher zu erkunden, haben wir uns mit Kirsten Grant, Ur-Ur-Enkelin von William Grant, dem Gründer von William Grant & Sons (ihnen gehören unter anderem die Brennereien The Balvenie und Glenfiddich), getroffen, um mit ihr alle drei Bottlings zu verkosten.

Wer Kirsten, die auch US Commercial Strategy Director des Unternehmen ist, kennt, der weiß, dass Tastings mit ihr keine knochentrockenen Analysen sind, sondern bei allem Informationsgehalt immer viel Spaß machen. Und darum freut es uns, dass wir Sie per Video an diesen drei Tastings und den Spaß, den wir dabei hatten, teilhaben lassen können.

Im dritten und letzten Video, das knapp über sieben Minuten lang ist, geht es um den „A Day of Dark Barley  – 26yo„, einen sehr komplexen und eleganten Whisky, der im Jahr 2006 als 14 Jahre alte Abfüllung bereits einmal auf den Markt kam und von dem einige Fässer zurückgehalten wurden, um weiter reifen zu können. Seine Hintergrundgeschichte als Podcast können Sie hier abrufen – unser Video von der gemeinsamen Verkostung sehen Sie obenstehend. Viel Vergnügen!

Neu: Glenmorangie Rare Cask – erste von vier Abfüllungen erschienen

Was wir vor einiger Zeit in der us-amerikanischen TTB-Datenbank gefunden haben, nämlich das Glenmorangie Rare Cask 237, hand selected by Dr Bill Lumsden, war wohl bereits eine weitere Ausgabe einer auf vier Bottlings geplanten Serie, die jetzt mit dem Glenmorangie Rare Cask 1748 ihren Ausgang nimmt.

Die nur in der Brennerei erhältlichen 636 Flaschen der Erstausgabe enthalten 16 Jahre alten Whisky, der nach der für Glenmorangie üblichen Standardreifezeit von 10 Jahren in ex-Bourbonfässern nochmals sechs Jahre lang in PX-Fässern reifen durfte. Das solle in der Nase einen Duft von Kaffee und Walnusskuchen ergeben, am Gaumen dann cremigen Fudge, Toffee und süße, gekochte Früchte am Gaumen.

Abgefüllt wurde der Glenmorangie Rare Cask 1748 mit 55% vol. Alk., der Preis der neuen Abfüllung beträgt bemerkenswerte 650 Britische Pfund.

Dass auch die weiteren Abfüllungen der Reihe, die noch 2019 mit den nächsten drei Fässern abgeschlossen werden soll, alle wie verlautbart exklusiv in der Destillerie zu erhalten sein werden, scheint uns nicht gesichert – zumindest Rare Cask 237 dürfte der Eintragung in der Datenbank wegen unter Umständen auch zur Veröffentlichung in den USA (und ev. anderswo) vorgesehen sein…

Video: Ralfy verkostet Gooderham & Worts 17yo (Review #781)

Gooderham & Worts? Nie gehört? Nun, Da sollten Sie sich keine Gedanken machen, denn da geht es Ihnen wie wohl den meisten Whiskyfreunden. Es liegt nämlich daran, dass der Whiskey, von dem wir hier sprechen, aus einer Region kommt, die bei uns wenig Beachtung findet: Kanada.

Die sehr laxen kanadischen Gesetze, was sich alles als Whiskey titulieren darf (in Kanada ist es zum Beispiel erlaubt, bis zu 9.09% Wein zur Geschmacksbildung in Whisky zu blenden), haben vielleicht Mitschuld daran, dass dieser bei uns eher ein Schattendasein führt, abgesehen vielleicht von einigen Marken und dem Crown Royal Northern Harvest Rye, der von Jim Murray vor ein paar Jahren für alle überraschend zu seinem Whisky des Jahres gekürt wurde.

Der Gooderham & Worts 17yo Blended Canadian Whisky scheint jedenfalls bei Ralfy voll punkten zu können – erhält er doch satte 89 Punkte. Roggen, Weizen und Mais geben ihm den Geschmack, den Ralfy sehr zu schätzen scheint. Sein Rat zum Ende des fast 16 Minuten langen Videos auf Youtube oder oben bei uns: Immer neugierig bleiben, immer auf Entdeckungsreise sein.

Ein Ratschlag, dem wir uns gerne anschließen.

PR: Sembo Amirpour ist Deutschlands WORLD CLASS Bartender 2019!

Im Januar haben wir über den Beginn der Auswahl zum World Class Bartender 2019 berichtet, nun ist das Finale geschlagen und der diesjährige Gewinner steht fest. Diageo, Veranstalter der World Class, stellt ihn und seinen Siegercocktail in einer Pressaussendung vor, die wir natürlich gerne mit Ihnen teilen:


Sembo Amirpour ist Deutschlands WORLD CLASS Bartender 2019!

Berlin, 19. Juni 2019 – Gestern Abend stand es endlich fest: Sembo Amirpour aus der Bar „The Old Jacob“ in Bonn konnte mit seinem Feingefühl für Aromen sowie einer exzellenten Darbietung der Cocktailkunst den Titel als bester Bartender des Landes für sich entscheiden. Ab sofort darf er sich „WORLDCLASS Bartender of the Year 2019 Germany“ nennen. Mit herausragendem Know-how und Geschick setzte sich der Bonner damit erfolgreich vor einer hochkarätigen Jury gegen 13 weitere Anwärter durch. Bewertet wurden die Teilnehmer unter anderem von Sven Goller (WORLD CLASS Winner Germany 2017, Besitzer Das Schwarze Schaf), Tess Posthumus (WORLD CLASS Winner Netherlands 2015, Besitzerin Flying Dutchman) und dem Host der Bulleit Challenge: Jakob Etzold (Point Leo Estate, Beverage Manager).

Bild: Diageo

WORLD CLASS Finale Berlin: 14 Finalisten, vier Challenges, zwei Tage, ein Gewinner

14 Finalisten bewiesen in den vergangenen zwei Tagen ihre Cocktailfertigkeiten sowie ein Gespür für Sensorik und beeindruckten die Jury in Berlin. In vier anspruchsvollen Themenbereichen, die auf Basis vorher eintrainierter Studiomodule und anderer globaler Contests aufgesetzt wurden, mussten die Bartender zeigen, was sie konnten.

Bild: Diageo

Startschuss war Montag, der 17. Juni. Bei den ersten beiden Challenges „Citrus Heart“ und „Wanderlust“ waren Kreativität und Nachhaltigkeit gefragt. Die Herausforderung der Tanqueray Gin „Citrus Heart“-Challenge bestand darin, gemeinsam mit einem Influencer-Partner innerhalb eines Mini-Workshops einen individuellen Highball zu kreieren. Nicht nur die persönlichen Lieblingszutaten des Cocktail-Neulings bestimmten den Charakter des Drinks. Auch kaufmännisches Geschick war gefordert: In der Warenhauskette METRO mussten die Teilnehmer, ausgestattet mit 100 €, nachhaltige Zutaten, wichtige Tools sowie Gläser in einem Wettkampf gegen die Zeit finden. Besonderes Augenmerk richtete sich bei dieser Aufgabenstellung auf Lokalität und Saisonalität. „Es ist uns eine große Freude, in diesem Wettbewerb mit Kunden aus der Bartenderszene zusammenzuarbeiten und mehr über ihre Bedürfnisse zu erfahren. Das hilft uns, unser Sortiment noch besser auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen“, sagt Patricia Praß, Category Management METRO Wein & Spirituosen.

Die Ketel One Vodka „Wanderlust“-Challenge stand hingegen ganz unter dem Motto „Home and Away“ und war durch und durch inspiriert vom Thema nachhaltiges Reisen und Abenteuerlust. Dabei sollten sich die Finalisten zwei spezifische Zutaten überlegen, die in den Drinks besonders in Szene gesetzt werden mussten. Während der erste Drink Erinnerungen an die Heimat weckte, führte der zweite Drink bei der Jury zu Fernweh und echtem Urlaubsfeeling.

Am Dienstag, dem 18. Juni, ging es dann spannend und anspruchsvoll weiter: Vollendete Perfektion des Handwerks, ein Gespür für die optimale Komposition, gepaart mit einer Prise Entertainment – das waren die benötigten Bartender-Qualitäten, um die Jury von sich zu überzeugen. Während es bei der Schöpfung eines Drinks oftmals auf Geschmack und Aroma als wichtigste Komponenten ankommt, stand bei den Bulleit Whiskey „Finishing Moves“-Competition die Textur im Zentrum. Bevor die Finalisten ihre Fähigkeiten vorführen mussten, zeigte Jakob Etzold, Barkeeper und Host dieses Wettbewerbs, welche Rolle Temperaturen, aber vor allem Texturen spielen und wie mit ihnen gearbeitet wird. Das erlernte Wissen mussten die Teilnehmer anschließend in die Schöpfung eines Bulleit-Cocktails transformieren.

Wer wird „WORLD CLASS Bartender of the Year 2019 Germany“? Showdown im Schlosshotel Grunewald in Berlin

Am Dienstagabend wurden die nach dem Punktestand besten drei Bartender – die „WORLD CLASS Top 3“ Sembo Amirpour, (The Old Jacob, Bonn), Katrin Löcher (Suderman Bar, Köln) und Christof Reichert (Hotel Adlon Kempinski, Berlin) – im finalen Showdown im Schlosshotel Grunewald ins Rennen geschickt. Dieser Abend stand ganz im Zeichen von Barkultur und Hospitality. Dabei entschied sich im „Tartan Tiki Road to Glasgow“-Contest, wer die Reise zum Global Final nach Glasgow antreten wird. Jeder der drei Kandidaten zog per Los eine Basis-Spirituose mitsamt einer zusätzlichen Aufgabenstellung und musste daraus einen Tiki, einen Drink in Punsch-Form, kreieren. Die Schwierigkeit bestand vor allem darin, dass die Teilnehmer, passend zur diesjährigen Destination, ausschließlich mit Whisky-Größen wie Johnnie Walker, The Singleton oder Talisker arbeiten durften. Bei der Präsentation vor der versierten Jury konnten die Finalisten zudem nur mit einer packenden Darbietung der eigenen Cocktailkreation punkten. Diese Wettbewerbssituation forderte den Bartendern alles ab, denn es konnte nur der bestehen, der sein Handwerk perfekt beherrscht und neben Originalität auch Schnelligkeit, Routine und Belastbarkeit an den Tag legt.

Nun darf sich Sembo Amirpour als Sieger ein Jahr lang „WORLD CLASS Bartender of the Year 2019 Germany“ nennen und im Herbst als Botschafter der gehobenen Barkultur durch Deutschland touren. Außerdem sicherte er sich mit dem Titel einen Platz beim „WORLD CLASS Global Final 2019“ in Glasgow, misst sich dort mit den besten internationalen Bartendern der Welt und kämpft um den Titel des „WORLD CLASS Bartender of the Year 2019“.

Einer der Gewinner Drinks von Sembo Amirpour  – WORLD CLASS Competition 2019 Germany – „Golden Kemuri“

Zutaten:
50 ml Johnnie Walker Black Label
10 ml Französischer Kräuterlikör
15 ml Smokey Honey
2 Dash Soja Sauce 
2 Limettenscheiben

Garnish
Geräuchertes Skeleton Leaf, Limettenscheiben

Zubereitung:

In einem kleinen Topf 200 ml Wasser mit 30 g Lapsang Tee erhitzen. 10 Minuten ruhen lassen und im Anschluss abseihen. Dem Tee bei mittlerer Hitze 500 g Honig zugeben, bis der Honig vollständig aufgelöst ist. 

Smokey Honey
Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. 2 g Zitronensäure hinzufügen und in einem luftdichten Glas bis zu 3 Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Geräuchertes Skeleton Leaf
Mit einem Flambierer das Skeleton Leaf und die Räucherchips anbrennen.

PR: Mackmyra-Whisky wird 20 Jahre alt

Die schwedische Destillerie Mackmyra wird in diesem Jahr 20 Jahre alt – und kann dabei auf eine stetige Reihe von Erfolgen und eine ständig wachsende Fangemeinde rund um den Globus zurückblicken.

Rückblick und Ausblick, das sind auch die Generalthemen der Presseaussendung, die wir für Sie von Mackmyra bekommen haben. Garniert haben wir sie mit einigen Bildern von unserem Besuch dort vor knapp drei Wochen, über den sie hier und hier nachlesen können.

Hier aber die Presseaussendung:


Mackmyra-Whisky wird 20 Jahre alt

In diesem Jahr wird Mackmyra 20 Jahre alt, und zwar das Unternehmen selbst und gleichzeitig an sich wie auch die erste Single-Malt-Destillerie Schwedens. Das Motto des Unternehmens lautet entsprechend „The Swedish Original since 1999“. Heute wie schon zu Zeiten der Gründung hat Mackmyra die Vision, stets die Entwicklung voranzutreiben und einen innovativen und klimaneutralen Malt-Whisky von Weltrang zu erschaffen. Der unermüdliche Einsatz der vergangenen 20 Jahre hat sich gelohnt – wir haben uns eine wohlverdiente Position als führende Destillerie in der Kategorie „Neue Whiskys weltweit“ erobert. 

Mackmyra Gravity Distillery. Bild © Whiskyexperts

Es ist 21 Jahre her, da trafen sich acht frühere Studienfreunde im mittelschwedischen Örtchen Sälen. Bei diesem Treffen wurde die Idee geboren, den ersten schwedischen Single Malt zu erschaffen. Gesagt, getan: Ein Jahr später wurde Mackmyra Svensk Whisky gegründet, und am 18. Dezember 1999 konnte der erste Mackmyra destilliert werden. Die Geschäftsidee war simpel: Genießerinnen und Genießern in Schweden, dem übrigen Europa und auch im Rest der Welt sollte ein attraktives Sortiment an Whiskys und zugehörigen Produkten angeboten werden; den Rahmen würde die starke Marke Mackmyra bilden. Produziert in Schweden mit guten schwedischen Ingredienzien, größtenteils sogar in schwedischen Eichenfässern gelagert.     

Die alte Mackmyra-Brennerei. Bild © Wiskyexperts 2019

Beispiele für interessante Produkteinführungen in diesem Jahr sind der weltweit erste mit künstlicher Intelligenz hergestellte Whisky, in Zusammenarbeit mit den Technologieunternehmen Fourkind und Microsoft, aber auch das Konzept für persönliche 30-Liter Fässer, das jetzt für den Export vorgestellt wird.

„Heute wie damals haben wir riesige Entdeckerfreude und Experimentierlust bei der Whisky-Herstellung. Doch inzwischen besitzen wir eine der modernsten Destillerien der Welt, die ‚Gravity Distillery‘, die 35 Meter hoch aufragt. Wir erzeugen Whisky nach allen Regeln der Kunst, doch mit unseren besonderen Kniffen und mit schwedischen Rohstoffen. Whisky ohne Zusätze und mit möglichst geringer Umweltauswirkung herzustellen, das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Wir sind stetig dabei, den Klima-Fußabdruck von Mackmyra weiter zu reduzieren“,

sagt Magnus Dandanell.      

Magnus Dandanell, CEO Mackmyra. Bild © Whiskyexperts

 

Im Laufe der Jahre hat Mackmyra immerhin 78 spannende Editionen hervorgebracht, und diese haben 117 Auszeichnungen erhalten, davon 43 Goldmedaillen. Der Geschmack des schwedischen Whiskys kommt an: 18.000 Menschen haben durch ihr eigenes Fass eine enge Beziehung zum Unternehmen aufgebaut. So bilden unsere Kundinnen und Kunden einen Teil der lebendigen Firmenkultur, die Mackmyra auszeichnet. Im Jubiläumsjahr wird es verschiedene Überraschungen geben – Aktionen, Kampagnen und spannende neue Produkte. All das findet nicht nur in Schweden statt, sondern auch in Großbritannien und in Deutschland, wo es jeweils ein Tochterunternehmen gibt.   

Brennblasen der Gravity Distillery. Fotograf: Jack Harding

„Mit uns hatte Schweden seine Premiere als Whisky-Land, und heute hat sich die Zahl der Destillerien hier auf etwa 77 erhöht, von denen sich viele ebenfalls der spannenden Aufgabe widmen, Single Malts herzustellen. Heute wie vor 20 Jahren ist es unsere Vision, die Entwicklung immer weiter voranzutreiben und einen innovativen und klimaneutralen Malt-Whisky von Weltrang zu erschaffen. Gemeinsam mit unseren fantastischen Mitarbeitern, mit Kunden, Anteilseignern, Kooperationspartnern und Lieferanten gelang und gelingt uns das mit großem Erfolg! So können wir mit Freude den nächsten 20 Jahren entgegensehen“,

resümiert Magnus Dandanell, Geschäftsführer von Mackmyra Svensk Whisky.

30 Liter Fässer bei Mackmyra im Waldlager. Bild © Whiskyexperts 2019

Gastbeitrag: Treffpunkt an der Ecke Saddell & High – Face to Face bei der Glen Scotia Distillery (Teil 1)

Whisky ist immer sehr stark mit den Menschen verbunden, die ihn erzeugen. Ihre Ideen, ihre Erfahrungen prägen seinen Stil ebenso wie es die Brennblasen tun.

Es sind aber nicht nur die im Rampenlicht stehenden Menschen, wie zum Beispiel die Master Blender oder die Distillery Manager – jeder der Mitarbeiter, vom Mash Man bis zum Verantwortlichen für die Lagerhäuser, trägt seinen Teil dazu bei, dass der Whisky einer Brennerei im Idealfall etwas Unverwechselbares wird – oder, wenn es sich um Mitarbeiter des Visitor Centers handelt, der Besuch dort.

Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon einen einfühlsamen Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery verdanken, nimmt sich in einem neuen Beitrag den Menschen hinter der Brennerei Glen Scotia in der Whiskyregion Campbeltown an und nähert sich auf diese Weise dem, was die Destillerie besonders macht. Den Artikel bringen wir für Sie in zwei Teilen heute und morgen – und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre:

Treffpunkt an der Ecke Saddell & High – Face to Face bei der Glen Scotia Distillery (Teil 1)

Was sich wie ein Treffpunkt in New York City anhört, sind weltweit die einzigartigen Koordinaten an denen am südlichen Ende der schottischen Kintyre Halbinsel die Glen Scotia Distillery in Campbeltown liegt.

cke Saddell and High - die GlenScotia Distillery. © Stefan Bügler
Ecke Saddell and High – die Glen Scotia Distillery. © Stefan Bügler

An dieser Straßenecke begrüßen mich aber Tausende „Mitarbeiter“ der Destillerie: Honigbienen. Seitdem sie im letzten Jahr „eingestellt“ wurden, brummt es gewaltig unter den Kirschbäumen.  Hier stellen die Bienen ihre Version eines Drams flüssigen Goldes her, der auch im Shop der Brennerei als „Distillery Release“ verkauft wird.

Distillery Manager Iain Mc Allister sieht das Bienenprojekt als ihren kleinen Beitrag „die Umwelt mit Respekt zu behandeln und für zukünftige Generationen zu erhalten.“

Die Honigbienen von Glen Scotia. © Stefan Bügler
Die Honigbienen von Glen Scotia. © Stefan Bügler

Meet: The Bees

Bei Glen Scotia seit: August 2018 – in zwei Bienenstöcken lebt jeweils eine Population von etwa 250.000 Bienen
Lieblingsplatz in der Brennerei: unter den Kirschbäumen mit Blick auf Glen Scotia.
Glen Scotia Lieblingsabfüllung: Kirschblütenhonig von den Bäumen der Brennerei

Distillery Shop – Face to Face mit Roseanne & Hannah

Ein paar Meter weiter in der High Street brummt es auf eine etwas andere Weise vor dem Distillery Shop. Roseanne beginnt mit ihrer Tour für rund 20 Besucher aus Amerika, Asien und Europa.

Roseanne beginnt ihre Distillery Tour bei Glen Scotia. © Stefan Bügler
Roseanne beginnt ihre Distillery Tour bei Glen Scotia. © Stefan Bügler

Im Shop füllt Hannah gerade die Regale wieder auf, die während des Campbeltown Malts Festivals in der vorherigen Woche von Hunderten von Besuchern komplett geplündert wurden. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt sie. Besucher aus aller Welt willkommen zu heißen, ist eine Herzensangelegenheit für Roseanne, Hannah und ihren Kollegen Callum Frazer, der heute frei hat. Zudem können sie das im grandiosen Ambiente der 1900er tun, in dem der Besucherbereich der Destillerie eingerichtet ist.

Roseanne und Hannah im Shop von Glen Scotia
Roseanne und Hannah im Shop von Glen Scotia. © Stefan Bügler

Meet: Roseanne Powell & Hannah Young, Shop and Tour Guides

Bei Glen Scotia seit: März 2019 (Roseanne) & April 2019 (Hannah)
Lieblingsplatz in der Brennerei: der Distillery Shop, „wo sich die Welt bei Glen Scotia trifft“
Glen Scotia Lieblingswhisky: Campbeltown Malts Festival 2019, 2003, 15 yo Peated & Rum Finished, aufgrund „seiner Tiefe,Süße und Sanftheit“ (Roseanne) & die Distillery Shop Abfüllung „Peated 2008“, wegen „ihres öligen Charakters gepaart mit einer guten Portion Torf und Rauch“ (Hannah)

Mash House – Face to Face mit David Watson

Im Mash House treffe ich David Watson, der gerade die Befüllung der 2,8t fassenden Mash Tun mit dem First Water begutachtet, das den Zucker aus dem gemahlenen Gerstenmalz extrahiert. Vor einigen Monaten wurden zwei obere Sektionen aus der Mash Tun entfernt und nun bietet sich Mitarbeitern wie Besuchern ein freier Blick in das Innere. Zudem verbreitet sich so ungehindert der süße malzige Geruch im ganzen Gebäude.

Die Mash Tun ist nicht einfach nur ein Arbeitsgerät für David. Er arbeitet hier seit 1991 und ist der am längsten beschäftigte Mitarbeiter, der alle Höhen und Tiefen (in denen er bei der Brennerei angestellt blieb) erlebt hat. Damit ist er quasi eine Institution und ein Füllhorn an Informationen, die er einem lokalen Autor für eine kürzlich veröffentlichte Broschüre über die Historie der Brennerei seit ihrer Gründung 1832 zur Verfügung gestellt hat. 

David ist komplett zufrieden mit seinem Arbeitsplatz und sagt: „ich habe hier im Mash House angefangen und hier ist der Platz an dem ich auch aufhören möchte.“ Die nun blau gestrichene Mash Tun (früher in rot), die stolz in der Mitte des Gebäudes steht, ist synonym für Glen Scotia’s Wiederbelebung im Jahr 2014, als der Eigentümer Loch Lomond Distillery von Exponent Private Equity übernommen wurde. Seitdem wurde stark in die Brennerei investiert und die Produktpalette überarbeitet und erweitert.

Zur Produktion erzählt David: „die Mash Tun wird mit dem gemahlenen Gerstenmalz befüllt und viermal mit heißem Wasser durchspült, um Stärke in Zucker umzuwandeln und letzteren zu extrahieren. Das First Water wird mit 66°C eingebracht. Die Temperatur wird mit jeder Befüllung erhöht und endet mit 85°C bei der vierten Befüllung. Dieses sogenannte Fourth Water wird dann wieder als erste Befüllung für den nächsten Batch genutzt, da der Zuckeranteil schon relativ gering ist, aber natürlich genutzt werden soll. So wird im kompletten Prozess auch nichts vergeudet, denn die zurückbleibenden festen Bestandteile des Malzes (Draff) wird an lokale Farmer als Viehfutter verkauft. Der komplette Prozess dauert rund 8,5 Stunden.

David Watson Mashman bei Glen Scotia
David Watson Mashman bei Glen Scotia. © Stefan Bügler

Meet: David Watson, Mashman

Bei Glen Scotia seit: März 1991
Lieblingsplatz in der Brennerei: das Mash House – „hier habe ich angefangen und hier möchte ich aufhören“ (in Rente gehen)
Glen Scotia Lieblingswhisky: 25 year old – „diese Abfüllung enthält Whisky aus meiner Anfangszeit bei Glen Scotia. Ich habe ihn mitproduziert und er hat mein komplettes Arbeitsleben, alle Höhen und Tiefen in der Brennerei begleitet. Deshalb wird er neben seinem tollen Geschmack immer eine spezielle Bedeutung für mich haben.“

Tun Room – Face to Face mit Hector McMurchy

Vom Mash House gehe ich schnell durch das Stillhouse in den dahinter gelegenen Tun Room, der im Jahr 2010 komplett erneuert wurde. Ich kann mich noch gut an die sechs alten hellblau gestrichenen Washbacks aus Corton Stahl erinnern, die durch sechs glänzende neue 25.000l fassende Washbacks ersetzt wurden. Der Austausch fand via Kran durch ein extra dafür geschaffenes Loch im Dach statt. 

Zwischen den Washbacks treffe ich auf Assistant Distillery Manager Hector McMurchy, der mir auch die drei draußen vor der Tür instaliierten Washbacks zeigt. Ein seltener Anblick in einer Malt Distillery und für Hector ein spannender Teil der Produktion: „die Gärung ist draußen langsamer als im Tun Room. Dadurch erhalten wir ein anderes Geschmacksprofil mit stärkeren Fruchtnoten im Rohbrand.“

Washbacks vor der Tür - Glen Scotia Distillery
Washbacks vor der Tür – Glen Scotia Distillery. © Stefan Bügler

Zudem werden alle Washbacks nur mit 14.500l befüllt mit einer minimalen Gärzeit von 70 Stunden. In der Praxis jedoch hat Glen Scotia eine über alle neun Washbacks gerechnete durchschnittliche Gärzeit von fast 129 Stunden. Das dürfte einer der längsten Gärzeiten in der schottischen Whiskyindustrie sein, die auch zur Fruchtigkeit im New Make beiträgt.

Gerade an diesem lokalen Campbeltown Geschmack hat Hector großen Spaß, seitdem er 2015 von der benachbarten Springbank zu Glen Scotia wechselte.

Hector McMurchy im Glen Scotia Tun Room
Hector McMurchy im Glen Scotia Tun Room. © Stefan Bügler

Meet:  Hector McMurchy, Assistant Distillery Manager

Bei Glen Scotia seit: Januar 2015
Lieblingsplatz in der Brennerei: der Tun Room, „aufgrund der drei Washbacks vor der Tür und den langen Gärzeiten.“
Glen Scotia Lieblingswhisky: 200ml Warehouse Abfüllungen, „da unsere Besucher das Erlebnis des Lagerhaustastings mit nach Hause nehmen können.“

(Den zweiten Teil des Artikels können Sie am Donnerstag bei uns lesen…)

Serge verkostet: Glenfiddich vs. Wardhead

Glenfiddich findet man nicht als unabhängige Abfüllungen. Es ist die Firmenpolitik von William Grant & Sons, ihre Whiskys nur als Blended Malts von Dritten abfüllen zu lassen, als sogenannte Teaspooned Malts. Im Fall von Glenfiddich nennt sich das dann Wardhead, und enthält zumeist zusätzlich Balvenie, wohl zumeist in homöopathischen Mengen.

Zwei offizielle Glenfiddich treten heute bei Serge gegen zwei unabhängige Abfüllungen an – die Ergebnisse der Verkostung können Sie hier zumindest schon mal nach Punkten sehen. Wie immer empfehlen wir die Lektüre der Notes. Sie sind unterhaltsam und aufschlussreich zugleich:

  • Glenfiddich 12 yo (40%, OB, +/-2018): 83 Punkte
  • Glenfiddich 14 yo ‘Rich Oak’ (40%, OB, +/-2017): 79 Punkte
  • Wardhead 21 yo 1997/2018 (46%, Spirit & Cask Range, cask #25, 420 bottles): 85 Punkte
  • Wardhead 21 yo 1997/2019 (54.8%, Valinch & Mallet, bourbon hogshead, cask #19-2101, 339 bottles): 86 Punkte
Die Destillerie Glenfiddich

Nu-Metal Band Slipknot bringt eigenen Whiskey auf den Markt

Die Reihe der Bands und Musiker, die sich mit einem eigenen Whisky oder Whiskey auf den Markt begeben, wird länger. Nun haben auch die us-amerikanischen Metal-Musiker Slipknot angekündigt, es mit einer eigenen Marke zu versuchen.

Slipknot. Bild von Morten JensenFlickr: Slipknot, CC BY 2.0, Link

Für den No 9 Iowa Whiskey, der am 10. August in allen US-Bundesstaaten erscheinen soll, hat man sich mit der im Familienbesitz befindlichen Cedar Ridge Distillery in Iowa zusammengetan. Die Zusammenarbeit mit Cedar Ridge geschah hauptsächlich deshalb, weil sowohl Band als auch Brennerei aus dem gleichen US-Bundesstaat stammen. Und auch der Mais, der für den Whiskey verwendet wird, stammt aus Iowa – nur Cedar Ridge verwendet diese lokale Zutat, laut Shawn „Clown“ Crahan, dem letzten verbleibenden Gründungsmitglied der Band.

Whiskey-Autor Fred Minnick konnte den No 9 Iowa Whiskey bereits verkosten und fand ihn recht ansprechend. Der Whiskey soll als Hauptbestandteile Mais und Roggen aufweisen und Gewschmacksnoten von Geißblatt, Mais, Apfelbutter und Schokolade bieten.

Der Whiskey wird $39.99 kosten, schreibt The Independent, es wird aber auch einen Special Release um $69.99 geben. Als Europäer wird man sich den Whiskey wohl selbst importieren müssen…

PR: Neu von Kirsch Whisky – Bunnahabhain Peated, West Cork Irish IPA & Irish Stout Cask

Drei neue Whiskys sind gerade vom Importeur und Distributor Kirsch Whisky angekündigt worden – ein junger, stark getorfter Bunnahabahain und zwei in Bierfässern gefinishte irische Whiskeys von West Cork Distillers. Diese sollten wie üblich einige Tage nach unserer Meldung auch beim Händler Ihres Vertrauens auftauchen, der Ihnen dann auch über den jeweiligen Preis Auskunft geben kann.

Hier die Infos von Kirsch Whisky dazu:


Signatory Small Batch Edition #4:
Bunnahabhain Staoisha 4 y.o. – Heavily Peated

Unsere Signatory Small Batch Edition geht in die vierte Runde: Vier Fässer – vier Jahre alter Whisky!

Trotz seines jungen Alters weiß dieser Bunnahabhain Staoisha zu überzeugen. Ein Refill Butt und vorallem die drei Dechar/Rechar Hogsheads (auch Alligator-Casks genannt) sorgen für einen ausgeprägten Charakter! Dechar/Rechar bedeutet nichts anders, als dass die verwendeten Hogsheads vor der Befüllung zunächst von innen abgehobelt und erneut stark ausgebrannt werden (Ein Video, wie solche Fässer bei West Cork ausgbrannt werden, finden Sie hier: Cask charring – Alligator style West Cork Distillers auf whiskyexperts.net)
Wie immer: Ohne Farbstoff und Kühlfiltration.

Bunnahabhain Staoisha 2014/2019
Signatory Small Batch Edition #4

4 Jahre
Dest. 13.10.2014
Abgef. 13.05.2019
Gereift in:

  • Refill Butt #10405
  • Dechar/Rechar HHD #10626
  • Dechar/Rechar HHD #10632
  • Dechar/Rechar HHD #10634

48,1 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert


West Cork Bierfass Finishes: Irish IPA & Irish Stout Cask

West Cork wurde 2003 von den drei Freunden Denis McCarthy, Ger McCarthy und John O’Connell gegründet – zwei früheren Fischern und einem Lebensmittel-Entwickler. Dazu holte sich das Trio zwei hochkarätige Berater ins Boot: Dr. Barry Walsh, der unter anderem als Master Blender für Jameson tätig war, und Frank McHardy – ehemaliger Master Distiller bei Springbank. Für seine Whiskeys verwendet das Team ausschließlich frisches Quellwasser aus dem nahegelegenen Ilen River. Das Getreide stammt aus irischem Anbau und wird noch in Handarbeit vor Ort gemälzt.

Typisch für den milden irischen Whiskey-Stil, sind alle Abfüllungen von West Cork dreimal destilliert. Die Brennblasen werden dabei nur halbgefüllt – für eine stärkere Interaktion zwischen dem Kupfer der Pot Stills und den aufsteigenden Dämpfen. Neben seinen Single Malts und Blends produziert West Cork Poitín – die irische Version eines „New Makes“ –, Wodka und Gin mit dem Namen „Two Trees“. Trotz hoher Ansprüche an Qualität und Handarbeit ist West Cork in der Lage, seine Spirits zu attraktiven Preisen anzubieten.
Für die Bierfass-Finishes wird der West Cork Blended Whiskey nach einer Reifung in 1st Fill Bourbon Fässern in IPA & Stout Fässern aus der Black’s Brauerei in Kinsale gefinished. Der Einfluss der Bierfässer ist in der Nase, als auch am Gaumen deutlich zu spüren.

West Cork Irish IPA Cask Finish
Irish Blended Malt Whiskey

Dreifach destilliert
Gereift in:

  • 1st Fill Bourbon Fässer
  • Black’s Irish IPA Cask Finish

40,0 % Vol.
Nicht gefärbt

West Cork Irish Stout Cask Finish
Irish Blended Malt Whiskey

Dreifach destilliert
Gereift in:

  • 1st Fill Bourbon Fässer
  • Black’s Irish Stout Cask Finish

40,0 % Vol.
Nicht gefärbt

Louisville Business First: 12 Bilder aus dem Bulleit Visitor Center

Am 25. Juni wird Bulleit sein Besucherzentrum in Shelbyville, Kentucky eröffnen. Louisville Business First hat den Fotografen Chris Fryer am Montag hingeschickt – und er hat vor Ort 12 Bilder gemacht, die die Highlights des 10 Millionen Dollar teuren Visitor Centers einfangen. Folgen Sie einfach unseren Links, um die Bilder in einer Slideshow zu sehen.

Die Destillerie dort gibt es bereits seit 2017, Diageo hat insgesamt dort 150 Millionen Dollar investiert, um dort einen attraktiven Komplex zu errichten, der auch für Besucher des Kentucky Bourbon Trails ansprechend ist.

Im Besucherzentrum finden sich neben interaktiven Elementen, die den Besuchern Bulleit Bourbon näher bringen sollen, auch ein Verkaufsraum und Tastingräume. Touren werden dann ab 25. Juni angeboten, sie kosten 20 Dollar inklusive Tasting.

Photo credit: A Train via Visualhunt / CC BY-ND

The Highland Herold #43 Sommer 2019 erschienen

Es ist wieder soweit: Der Highland Herold ist erschienen, mit seiner aktuellen Ausgabe für den Sommer 2019 bietet er wieder sehr schönen Lesestoff für alle Whiskybegeisterte. 

Die Redaktion hat uns über einige Inhalte informiert – danach finden Sie wie immer einen Link, unter dem Sie die aktuelle Ausgabe #43 kostenfrei herunterladen können:

The Highland Herold #43 – Sommer 2019

Aus dem Inhalt

  • Whisky statt five:am: Ernie Scheiner traf David Prior, den neuen Eigentümer der Bladnoch Distillery, und berichtet über die Rückkehr der „Queen of the Lowlands“. Ergänzt durch Blindverkostungsnotizen von Michaela Habbel und Gerhard Liebl zum Bladnoch 17 Year Old mit Californian Red Wine Finish.
  • St. Kilian Signature One: Der erste auch im Handel verfügbare Single Malt Whisky der St. Kilian Distillers aus Rüdenau ist da. Eine längere Fassung dieses Artikels mit zusätzlichen Infos zur Brennanlage findet sich auf shmckr.com.
  • Gold vom Slyrse: Vor 20 Jahren wurde der erste Slyrs Bavarian Single Malt Whisky destilliert. Ernie Scheiner hat die Brennerei besucht und beschreibt in diesem Artikel Geschichte und Gegenwart des Unternehmens am Schliersee. Kristina Wolf und Callum Fraser steuern Blindverkostungsnotizen zum Slyrs Classic und zum Slyrs Sauternes Finish bei.
  • Mr. Pepper’s Restaurant: Im April richtete Whiskykoch Chris Pepper ein Tamdhu Whisky Dinner mit Brand Ambassador Gordon Dundas aus. Sebastian Büssing nahm daran teil und sprach mit Gordon über die Aufgaben eines Brand Ambassadors sowie die Eigenschaften der Whiskys von Tamdhu.

Den neuesten Highland Herold #43 können Sie hier gratis herunterladen. Dort finden Sie auch das detaillierte Inhaltsverzeichnis.

Exklusiv-Video: Verkostung des Balvenie „Stories“ The Week of Peat 14yo mit Kirsten Grant

Mitte Mai kündigte The Balvenie für den deutschen Sprachraum die Veröffentlichung der neuen, zunächst einmal dreiteiligen „Stories“ Serie an – mit Abfüllungen, die nicht nur mit ihrem Inhalt Geschichten über die Brennerei und die Menschen, die dort arbeiten, erzählen. Denn auf der Webseite der Destillerie kann man zu jeder Abfüllung einen über 30 Minuten langen Podcast zur Flasche hören, in dem man über die Hintergründe des Whiskys mit persönlichen Geschichten der Akteure informiert wird.

Aber natürlich geht es bei Whisky hauptsächlich um eines: Um den Geschmack. Und um den Geschmack dieser drei Abfüllungen näher zu erkunden, haben wir uns mit Kirsten Grant, Ur-Ur-Enkelin von William Grant, dem Gründer von William Grant & Sons (ihnen gehören unter anderem die Brennereien The Balvenie und Glenfiddich), getroffen, um mit ihr alle drei Bottlings zu verkosten.

Wer Kirsten, die auch US Commercial Strategy Director des Unternehmen ist, kennt, der weiß, dass Tastings mit ihr keine knochentrockenen Analysen sind, sondern bei allem Informationsgehalt immer viel Spaß machen. Und darum freut es uns, dass wir Sie per Video an diesen drei Tastings und den Spaß, den wir dabei hatten, teilhaben lassen können.

Video 1 zum „The Sweet Toast of American Oak – 12yokönnen Sie hier sehen.

Im zweiten Video, das knapp über sechs Minuten lang ist, geht es um den „The Week of Peat – 14yo„, einen sanft getorften (30ppm) Whisky aus der Speyside-Destillerie, der uns vor allem durch seine Harmonie gefiel. Seine Hintergrundgeschichte als Podcast können Sie hier abrufen – unser Video von der gemeinsamen Verkostung sehen Sie obenstehend. Das letzte Video der Verkostjngsserie folgt dann morgen. Viel Vergnügen!

Serge verkostet: Glencadam

Nach einem Tag Pause am Montag ist Serge Valentin wieder in Sachen Verkostung unterwegs – diesmal geht es um die Highland-Brennerei Glencadam, die vor kurzem die Genehmigung zum Bau eines Besucherzentrums erhalten hat (wir berichteten) und sich davon wohl auch etwas mehr Bekanntheit erhofft, denn so wirklich im Rampenlicht steht diese interessante Brennerei nicht. Dort hat man aber nach wie vor eine große Range an Standards mit Altersangaben, und eine davon, allerdings eine Sonderedition, ist auch in der Verkostung heute vertreten. Daneben gibt es noch drei unabhängige Abfüllungen im Quartett – und durch die Bank recht annehmbare Bewertungen.

Hier die vier Bottlings aus der Verkostung von heute:

  • Glencadam 13 yo ‘The Re-awakening’ (46%, OB, 6000 bottles, 2017): 80 Punkte
  • Glencadam 6 yo 2011/2018 (65.3%, Master of Malt, bourbon): 82 Punkte
  • Glencadam 7 yo 2011/2019 (52.6%, Valinch & Mallet, bourbon barrel, 176 bottles): 82 Punkte
  • Glencadam 2011/2019 (65.6%, C&S Dram Collection, bourbon barrel, cask #800130, 254 bottles): 82 Punkte

PR: SCOTCH – A GOLDEN DREAM Ab 19. Juli 2019 exklusiv auf DVD in deutscher Sprachfassung

Ab 19. Juli können Whiskyfreunde im Fachhandel die Limited Edition der DVD „Scotch – A golden Dream“ des Polyband-Fachverlags erstehen – eine ca. 85 Minuten lange Geschichte des Whiskys – und zugleich die Geschichte von Jim McEwan, ehemals Mastzer Distiller bei Bruichladdich und Whiskylegende.

Die Limited Edition zeichnet sich durch eine Reihe von Goodies aus, die man gemeinsam mit der DVD erhält – so zum Beispiel ein Postkarten-Set oder eine Islay Distillery Map. Auch wir von Whiskyexperts sind in der Limited Edition mit einem eigenen Feature über die Whiskys von Islay im Booklet vertreten.

Lesen Sie alles Wissenswerte zu „Scotch – A Golden Dream“ in der nachfolgenden Presseaussendung:


SCOTCH – A GOLDEN DREAM

Ab 19. Juli 2019 exklusiv auf DVD in deutscher Sprachfassung erhältlich

Wer nach Schottland reist, kommt an schottischem Whisky nicht vorbei. Das Nationalgetränk Schottlands erfreut sich großer Beliebtheit – nicht nur in seiner Heimat, sondern auch außerhalb. Höchste Zeit also, seine Geschichte zu erzählen.

Die Destillerie Bruichladdich

Der Film SCOTCH – A GOLDEN DREAM macht sich gemeinsam mit einigen der größten Namen der Branche auf die Spuren des Whisky-Handwerks. Komplett in Schottland vor Ort gedreht, erzählt der Film die Geschichte des „Wassers des Lebens“. Er wirft einen umfassenden Blick auf die Herstellung von Whisky und die faszinierenden Menschen, die damit täglich zu tun haben. SCOTCH – A GOLDEN DREAM ist zugleich auch die Geschichte von Jim McEwan, Brennmeister und Whisky-Legende. In seiner über 50-jährigen Karriere hat er es vom Auszubildenden zu einem der bekanntesten Gesichter der Branche geschafft. Gekrönt wurde sein Werdegang mit der Übernahme der brachliegenden Bruichladdich Distillery auf seiner Heimatinsel Islay, die er zu neuem Weltruhm geführt hat. In einer Reihe persönlicher Interviews mit ihm und einigen der wichtigsten Köpfe der Whiskybranche wie u. a. Dr. Bill Lumsden (Glenmorangie), Georgie Crawford (Lagavulin), Richard Paterson (The Dalmore) und dem Whisky-Experten Charles MacLean werden die Geschichte des und Geschichten um das „Uisge Beatha“ (gäl.: Wasser des Lebens) mit Leben erfüllt.

Der Film feierte im Frühjahr 2019 Premiere auf dem Glasgow Film Festival und war anschließend in Großbritannien im Kino zu sehen. Die deutsche Premiere findet in Zusammenarbeit mit Bruichladdich im Rahmen eines Launch-Events am 4. Juli 2019 in München statt, in Anwesenheit von Lynne McEwan, Senior Brand Manager Bruichladdich Distillery und Ewald J Stromer, Brand Ambassador Bruichladdich Distillery.

Jim McEwan

Ab dem 19. Juli 2019 veröffentlicht polyband SCOTCH – A GOLDEN DREAM dann als limitierte Malthead Edition auf DVD, mit einer exklusiv erstellten deutschen Sprachfassung und umfangreichen Extras wie einem Bruichladdich-Kofferanhänger, einer Islay Distillery-Map, einem Postkarten-Set und einigem mehr. Alle Fans des schottischen Originaltons finden selbstverständlich auch die Originalsprachfassung auf der DVD sowie optional zuschaltbare deutsche und englische Untertitel.

Die Exklusivversion für ca. 20,- Euro wird zunächst ausschließlich im Whisky-Fachhandel erhältlich sein. Eine Standard-Edition ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant.

Technische Daten DVD:

Originaltitel: Scotch – A Golden Dream
UK-Titel: Scotch – The Golden Dram
Land: Großbritannien Jahr: 2018/2019
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch (optional)
Bildformat: 16:9
Genre: Dokumentation
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Disc-Type: 1 x DVD 9
Ländercode: 2 PAL
Laufzeit: ca. 85 Minuten

„Mich hat dieser Film emotional sehr bewegt … er hat mich in der Zeit zurückversetzt, und mich daran erinnert, was wir alles durchlebt haben, um die Bruichladdich Distillery zu dem zu machen, was wir heute kennen. Es sind auch großartige Erinnerungen an alle, die uns auf dieser Reise begleitet haben, und von denen einige nicht mehr unter uns weilen – ihr Beitrag soll unvergessen bleiben. Es ist eine inspirierende Geschichte und ich bin stolz, dazu beigetragen zu haben.“ (Jim McEwan)

Jim McEwan. Bild © Polyband.de