Die britische Lakes Distillery hat über den in Leeds beheimateten Private-Equity-Fonds Comhar Capital 4,25 Millionen Pfund zur Unterstützung des Wachstums der Brennerei erhalten. Im Gegenzug bekam Comhar Capital eine Minderheitsbeteiligung an der Destillerie. Es ist bereits die vierte Investition der von Neil Armstrong uand Craig Wilkinson Investmentgesellschaft in The Lakes Distillery.
Mit dem frischen Kapital will die Lakes Distillery Investitionen in die Brennerei und das Besucherzentrum tätigen und die Whiskyproduktion schon in diesem Jahr auf 1,2 Millionen Flaschen pro Jahr verdreifachen.
Außerdem sollen acht neue Washbacks installiert werden, damit die Produktion rund um die Uhr laufen kann. Ein neues Lagerhaus ist ebenso geplant wie die Unterstützung der Verkaufstätigkeit in UK, Europa, Asien und den USA.
Die Lakes Distillery wurde 2011 von Nigel Mills und Paul Curry gegründet. 2015 holte man sich Whiskymaker Dhavall Gandhi ins Team, der zuvor bei The Macallan arbeitete.
Auch heute gibt es bei Serge Valentin auf seiner Seite Whiskyfun wieder eine „time warp session“, bei der er Whiskys aus verschiedenen Dekanden verkostet und vergleicht.
Diesmal geht es um die Stadtdestillerie Oban in den schottischen Highlands, und er verkostet einerseits den Oban Little Bay als „zeitgenössischen“ Whisky, und andererseits einen 1972 destillierten und 17 Jahre lang gereiften Oban vom unabhängigen Abfüller Gordon & MacPhail, der ca. 1989 erschienen ist.
Der alte Oban setzt sich in der Verkostung durch, aber auch der Little Bay kann gut Punkte sammeln:
Oban ‚Little Bay‘ (43%, OB, +/-2018): 84 Punkte
Oban 17 yo 1972 (40%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, +/-1989): 90 Punkte
Und hier noch einige Bilder der Destillerie:
Oban Destillerie, forografiert von Urs, GNU-Lizenz
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Von Kirsch Import gibt es wieder einmal neue und interessante Abfüllungen, die in den nächsten Tagen im Handel auftauchen werden (dort erfährt man dann auch die Preise). Es handelt sich um den Elements of Islay Peat & Sherry Germany only von Elixir Distillers und den West Cork 16yo, der den 12yo ablöst.
Hier alle Infos zu den beiden Abfüllungen direkt vom Importeur:
Dunkel, rauchig & kraftvoll: Elements of Islay Peat & Sherry – Exklusiv für Deutschland!
Hinter der Reihe steht das Whisky-begeisterte Team der Elixir Distillers, die sich unter anderem mit ihrer Marke Port Askaig einen ausgezeichneten Ruf unter Islay-Liebhabern erworben haben. Für „Elements of Islay“ wählen sie ausgewählte Batch-Abfüllungen aller aktiven Brennereien des Eilands aus – von Laphroaig an der Südküste bis Bunnahabhain ganz im Norden. Große schwarze Kürzel auf dem Etikett verraten wie in einem „Whisky-Periodensystem“ die einzelnen Brennereien hinter den Abfüllungen, eine kleine Zahl daneben zeigt das jeweilige Batch an.
„Peat“ – so heißt die erste ständig verfügbare Abfüllung von „Elements of Islay“. Der kräftige Blended Malt vereint die vielfältigen Charakterzüge der Islay-Brennereien in einem komplexen Insel-Whisky mit prägnanten Noten getrockneter Früchte, würzigem Torf und aromatischen Röstaromen. Wie alle Bottlings wird auch dieser Whisky ohne künstliche Farbstoffe, nicht kühlgefiltert abgefüllt – verfügbar als „Pure Islay“ mit 45% Vol. und als „Full Proof“ in Fassstärke!
Exklusiv für Deutschland gibt es vom „Peat“ eine Sonderabfüllung in Fassstärke gereift im Single Sherry Hogshead: „Peat & Sherry – exclusive to Germany“. Die Vermählung verschiedener Single Malts verbindet den stark rauchigen Stil Islays mit dem ausgeprägten Charakter Sherryfass-gereifter Whiskys. 500 Flaschen sind von dieser limitierten Edition erhältlich!
In der Nase dominiert zunächst der Rauch: Lagerfeuer, Räucherofen, rußig. Nachdem dieser etwas verflogen ist, stürmt der Sherry nach vorne, dunkle Trauben und verschiedene Beerenfrüchte. Am Gaumen maritime Noten mit süßlichen Beeren, dazu Lakritze und etwas Eiche. Der langanhaltende Abgang wird von Getreidenoten, einer schönen Würze und mundfüllendem Rauch begleitet. Sobald der Rauch sich verzieht bleibt noch die Süße des Sherrys für eine ganze Weile auf der Zunge.
Peat & Sherry – Exclusive to Germany Elements of Islay
Islay Blended Malt Scotch Whisky Gereift im Single Sherry Hogshead 500 Flaschen 58,2 % Vol. Fassstärke Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Neues von der grünen Insel: West Cork 16 Jahre – Irish Single Malt Whiskey
Die West Cork Distillers kennen ihr Equipment so gut wie sonst wohl keine Brennerei. Denn: Den größten Teil der Geräte zum Maischen, Fermentieren und Destillieren hat das Team selbst gebaut. Die südlichste Whiskey-Brennerei Irlands setzt bei der Produktion rundum auf Handarbeit – und ist dabei die einzige auf der grünen Insel, die für ihren Whiskey ausschließlich selbst gemälztes Getreide verwendet. Hinter diesem Aufwand steht die Vision der drei Gründer: Spirits höchster Qualität herstellen und dabei gleichzeitig nachhaltige Arbeitsplätze für die Menschen in einer der abgelegensten und zugleich schönsten Regionen Irlands schaffen.
Nachdem die 12er Serie von West Cork vor kurzem eingestellt wurde, erscheinen bald neue West Cork Standard-Abfüllungen. Vorab freuen wir uns Ihnen bereits einen 16-jährigen West Cork anbieten zu können! Dieser Whisky reifte vollständig in Bourbon-Fässern und wurde mit 40 % Vol. abgefüllt.
West Cork 16 y.o. West Cork Distillers
16 Jahre Irish Single Malt Whiskey Gereift in Bourbon Fässern 40,0 % Vol. Nicht gefärbt
Gemeinsam mit etwas Whisky zur letzten Ruhe gebettet werden – das ist die Möglichkeit, die das US-Unternehmen Bogati Urn Company mit seiner Urne in der Form eines Bourbonfasses bietet. Und die Urne hat nicht nur das Aussehen eines kleinen Bourbonfasses, sondern ist tatsächlich aus den Dauben eines benutzen Fasses gemacht.
Die Urne ist die Erfindung von William Elam, einem 77 Jahre alten pensionierten Rechtsanwalt aus Kentucky. Von ihm stammt auch der Slogan „Forever aging„, der auf dem Fass angebracht wird. Vertrieben wird die Urne von Andrea Bogard LeBlanc mit seiner Firma Botagi Urn Company. Der verkauft die in einer Küferei in Virginia gefertigten Fassurnen allerdings nur an Wiederverkäufer, genauer gesagt an Friedhöfe und Krematorien. Die Urne mit dem Kaufpreis von ca. 250 Dollar kann auf Wunsch auch noch mit einer gravierten Bronzeplakette versehen werden – das kostet dann 13 Dollar mehr.
Die Fässer sind nebenbei Verkaufsschlager und das Unternehmen kommt mit der Produktion nicht nach.
Für Händler ist die Urne hier bestellbar (allerdings erst nach Anmeldung und Freischaltung durch Bogati. Mehr Infos zur Urne und den Erfinder derselben können Sie auf Whisky Advocate finden.
Die Edrington Group hat verlautbart, dass sie sie Marketingrechte für ihre Whiskys in Korea verkaufen wird und sich damit vom koreanischen Markt verabschiedet. Edrington Korea hat den Angestellten bereits mitgeteilt, dass man mit Ende März den Geschäftsbetrieb einstellen wird – momentan handelt man mit den Angestellten die Modalitäten der Vertragsauflösung per Ende Februar aus.
Dieser Rückzug betrifft beim Whisky Marken wie The Macallan, Highland Park und Glenrothes. Diese wird es allerdings wohl weiterhin in Korea geben, falls man sich mit einem Unternehmen auf die Übernahme der Distribution einigt.
Highland Park
Glenrothes
The Macallan
Dem Vernehmen nach gibt es vier Interessenten für die Übernahme der Distribution in Korea: Hite Jinro, Beam Suntory Korea, TransBev und FJ Korea.
Unter Industrie-Insidern stellt sich die Frage, warum Edrington diesen Schritt macht, obwohl gerade die Single Malts der Gruppe in Korea trotz der Verlangsamung der Märkte sehr gut laufen. Man vermutet, dass die Steuerlast, die in Korea größer als der operative Gewinn sei, diesen Rückzug ausgelöst haben könnte. Auch Diageo hat bereits ein Werk in in Korea geschlossen.
25% betragen die zusätzlichen Zölle, die die USA im Handelsstreit mit der EU bei Whisky aus Schottland einhebt. Ein Handelshindernis, das laut Schätzung der SWA (Scotch Whisky Association) die Exporte in die USA innerhalb eines Jahres um 20% verringern könnte – oder in Geld ausgedrückt, die Whiskyindustrie um 80 Millionen Pfund bringt. Damit aber noch nicht genug: Seitens der USA überlegt man nun, die Zölle für Single Malt sogar noch weiter zu erhöhen.
Grund genug für eine Delegation rund um Karen Betts. Chief Executive Officer der SWA, nächste Woche über den Atlantik zu reisen und sich mit hochrangigen Rerpäsentanten der Regierung zu treffen, um diese erhöhten Strafzölle abzuwenden und generell für deren Abschaffung zu lobbyieren.
Ein Argument dabei: Diese Zölle schaden auch der US-Wirtschaft, nicht nur der schottischen, und eine Erhöhung könnte für beide Seiten schlimme Auswirkungen haben. Karen Betts:
Tariffs on whisky products also has an impact on the American economy. Price rises impact sales, which impacts on investment and jobs, and also has an effect on taxes.
Auch der englische Premier, Boris Johnson, setzt sich für eine Abschaffung dieser Zölle ein – dementsprechend will man ihn in die Bemühungen einbinden.
Ein Standard und ein Klassiker – diese beiden Attribute kann man ohne viel Aufhebens an den Springbank 15yo anheften, denn beides trifft auf diesen Whisky aus der Campbeltown-Brennerei fraglos zu. Ein Standard ist er nicht nur in dem Sinne, dass er zur Standard-Range von Springbank gehört, sondern in vielen etwas breiter sortierten Whiskyschränken seinen Platz findet, und ein Klassiker auch deshalb, weil geschmacklich das darstellt, was einen klassischen Whisky ausmacht.
Ähnlich sieht das Ralfy in seiner neuesten Verkostung, die er eben diesem Springbank 15yo gewidmet hat. Bei ihm bekommt der Whisky schöne 91 Punkte – und jede Menge Lob, auch für die Destillerie, die er als Vorbild für viele andere Brennerein gesehen haben will. Zusätzlich gibt es wieder viele Informationen rund um das Genießen (so weist Ralfy mit Recht darauf hin, dass ein Whisky im Glas ruhen muss, bevor er seine Tiefe und Substanz preisgibt).
14 Minuten dauert das Video, und es ist wie immer sehr unterhaltsam. Zu sehen obenstehend und auch auf Youtube.
Fettercairn ist bei uns vor allem mit seiner Fior-Abfüllung bekannt geworden – ansonsten findet man diese Brennerei wesentlich seltener in den Regalen als die berühmteren Highland-Malts. Aber von dort gibt es durchaus sehr schöne Whiskys, wie zum Beispiel auch die heutige Verkostung von Serge Valentin auf Whiskyfun beweist.
Eine seiner „time warp sessions“ ist es heute wiederum, mit den Jahrgängen 2008, 1988 und 1962 – und das klingt nicht nur spannend, das ist es auch.
Hier die Abfüllungen aus der heutigen Verkostung mit ihren Punktewertungen:
Fettercairn 10 yo 2008/2019 (57.4%, eSpirits for Liquid Treasures, 10th Anniversary, rum barrel, 136 bottles): 85 Punkte
Fettercairn 30 yo 1988/2019 (56.9%, Signatory Vintage for C. Dully Selection, hogshead, cask #2007, 2019 bottles): 89 Punkte
Fettercairn 37 yo 1962/2000 (50.1%, Scotch Malt Whisky Society, #94.3, ‘The oldest yet’): 88 Punkte
Und hier, wie üblich, auch noch ein Bild der Brennerei in den Highlands:
Das neue Jahr hat bei BORCO-MARKEN-IMPORT auch einen neuen Webauftritt und einen neuen Claim gebracht: Der Importeur auch zahlreicher Whiskymarken will sich damit zeitgemäßer präsentieren und seine Unternehmenskultur in den Fokus rücken.
Lesen Sie mehr dazu in der Pressemitteilung, die wir von BORCO dazu erhalten haben:
Neues digitales Aushängeschild: BORCO hüllt Homepage in modernes Design und präsentiert frischen Claim
Hamburg, Januar 2020. Das hanseatische Familienunternehmen BORCO-MARKEN-IMPORT begrüßt das neue Jahr mit einer frisch überarbeiteten Homepage, die in zeitgemäßer Gestaltung Einblick in das facettenreiche Unternehmensprofil des unabhängigen Spirituosenunternehmens gibt. Hierfür sorgen zukünftig benutzerfreundliche, dynamische Navigationsschritte, ausdrucksstarke Bilder und umfassende Informationen rund um die BORCO-Welt für einen umfassenderen Einblick, die Kunden, Distributionspartner und potenzielle Mitarbeiter gleichermaßen begeistern sollen.
Dabei nimmt die Darstellung der Unternehmenswerte und der Stärken unter dem Mantel des neu formulierten Claims „Building Brands with Passion since 1948“ einen prominenten Platz ein und zeigt die Unternehmenskultur, welche BORCO als eines der größten, eigenständigen Spirituosenunternehmen in Deutschland so einzigartig macht. Daneben wird den Top-Marken, darunter SIERRA Tequila, HELBING Kümmel, FINSBURY Gin und RUSSIAN STANDARD Vodka, mehr Platz und Sichtbarkeit eingeräumt. Dank verbesserter Menüführung und reduzierter Inhalte, erhalten Besucher grundsätzlich eine kompaktere Ansicht des vielseitigen Portfolios.
Aufgrund textlicher Überarbeitungen und des Einsatzes von lebendigem Bildmaterial wirkt der neue Internetauftritt insgesamt strukturierter, anschaulicher und einladender. Als passioniertes Familienunternehmen war es BORCO bei dem Relaunch der Homepage ein besonderes Anliegen, die persönliche und familiäre Atmosphäre der verschiedenen Arbeitsbereiche digital aufleben zu lassen. Zu diesem Zweck wurde die Karriereseite der Homepage visuell und textlich neu ausgerichtet. Mit bebilderten Zitaten kommen nun einige Gesichter hinter den BORCO-Marken zu Wort und die Karriereseite gewinnt damit sowohl an Emotionalität als auch Attraktivität. Abgerundet wird der Karriereteil von einer optisch ansprechenden Darstellung der Vakanzen – mit dem Highlight, dass die Stellenausschreibungen im Handumdrehen per E-Mail mit Freunden geteilt werden können.
Stets in Einklang mit den Anforderungen unseres digitalen Zeitalters und unerlässlich für die Benutzerfreundlichkeit, reagiert das Design automatisch auf verschiedene Endgeräte, wie Laptops, Smartphones und Tablets und lässt sich hier mit hohem visuellen Anspruch ausspielen sowie lädt dazu ein, die BORCO-Welt in all ihren Facetten zu erkunden.
Damit sei nur eine Auswahl an Neuerungen genannt. Stöbern Sie doch gern selbst unter www.borco.com.
Wenn Sie noch nie etwas von The Moffat Blend gehört haben, dann sind Sie wohl in guter Gesellschaft – denn dieser Blended Whisky ist erst knapp vor Weihnachten in einer Auflage von 2500 Flaschen erschienen (einen Bericht dazu haben wir auf DnG24.co.uk gefunden). Dieser Blended Malt ist das Kind von Nick Bullard, der mit seiner Firma Dark Sky Spirits die Abfüllung in lokalen Shops und Hotels vertreibt. The Moffat – das ist auch im Namen eine Hommage an die Gemeinde, in der Nick nun lebt, und die laut seiner Auskunft mitgeholfen hat, diesen Blended Malt zusammenzustellen. Bullard sagt, dass man ihn vom Geschmack her als Speyside Malt einschätzt, und dass er nur Whiskys aus Schottland enthält.
Nun hat Bullard laut der BBC eine staatliche Finanzierung von mehr als £300,000 für sein Projekt einer eigenen Brennerei in Moffat (das liegt etwa auf halbem Weg zwischen Glasgow und Carlisle) erhalten. Man will mit dem Geld die Kosten des Baus und der Ausstattung der Moffat Distillery sowie eines Lagerhauses für Whisky unterstützen und damit die Kosten für das Abfüllen und den Transport der Whiskys reduzieren. Auch möchte man das Geschäft mit den Blends damit forcieren – wohl auch, um die Anlaufkosten so einer Brennerei, die ja weit mehr als die £300,000 betragen, etwas zu minimieren.
Es ist übrigens nicht der erste Bauantrag, den das Unternehmen für die Brennerei stellte, wie wir aus gutinformierten Kreisen erfuhren. Der erste Bauantrag, der die Brennerei in ein bestehendes Gebäude im Ort einfügen wollte, wurde von den Bewohnern nicht goutiert. Der Neubau am Rand von Moffat ist dazu gedacht, auf die Bedenken einzugehen – ob dies dann auch gelingen wird, bleibt abzuwarten.
Ob aus dem Projekt tatsächlich schon bald eine Brennerei wird, bleibt abzuwarten. Wir bleiben für Sie natürlich am Ball. Wer sich persönlich über den Fortgang informieren will, der kann das in der Facebook-Gruppe der geplanten Destillerie tun.
Die Mars Distillery in Japan produziert eigentlich hauptsächlich den japanischen Kornbrand namens Shochu, hat sich aber auch als Whiskybrennerei bereits international einen Namen gemacht. Die 1985 gegründete und zwischen 1990 und 2011 eingemottete Brennerei produziert auf den Brennblasen der ehemaligen Kagoshima Distillery aus Kyushu, die 1984 stillgelegt wurde.
Serge hat fünf der Abfüllungen der Shinshu Mars Brennerei verkostet, nach aufsteigendem Alkoholgehalt gereiht. Hier die Ergebnisse der Verkostung:
Mars Maltage Cosmo ‘Manzanilla Sherry Cask Finish’ (42%, OB, Japan, blended malt, 2019): 84 Punkte
Mars ‘Burn The Barrel’ (43%, OB, Japan, Edition II, Y’s cask, blended malt, 2019): 79 Punkte
Mars Komagate ‘Limited Edition 2019’ (48%, OB, Japan): 83 Punkte
Mars Komagate ‘Yakushima Ageing 2019’ (58%, OB, Japan): 88 Punkte
Mars Shinshu 2013/2016 (61%, Blackadder, Japan, refill bourbon barrel, cask #1647, 239 bottles): 82 Punkte
Leider haben wir kein brauchbares Bild der Brennerei zur Verfügung, also helfen wir uns mit dem Mount Fuji…
Auch in diesem Jahr wird in Stuttgart wieder die beliebte 0711 Spirits im Römerkastell stattfinden, und zwar vom 24. bis 26. Januar. Was Whiskyfreunde diesmal dort erwartet, können Sie in der untenstehenden Pressemitteilung nachlesen:
0711 Spirits – Spirituosenmesse im Römerkastell
Vom 24.-26. Januar 2020 wird die Phoenixhalle in Stuttgart Schauplatz der sechsten 0711 Spirits in Stuttgart. Bei der Messe für Jedermann heißt es probieren, verkosten und den Abend genießen – werden doch hunderte von hochwertigen Spirituosen wie Whisky, Rum, Gin und andere Getränke zu günstigen Probierpreisen ausgeschenkt und zum Verkauf angeboten. Damit jeder Besucher das stilvolle Event mit Baratmosphäre ausgiebig genießen kann, ist die Veranstaltung am Freitag und Samstag sogar bis 23 Uhr geöffnet.
Nach fünf sehr erfolgreichen Messen in den letzten Jahren wird die „0711 Spirits“ auch 2020 im Raum Stuttgart die Anlaufstelle für Genießer von hochwertigen Spirituosen sein. In der stilvollen Atmosphäre der Phoenixhalle im Römerkastell in Stuttgart bieten über 80 Aussteller an den drei Messetagen alles aus der Welt der Spirituosen und Getränke. Die Besucher können an allen Ständen probieren und Neues entdecken.
Das Angebot reicht von Whisky und Rum, über die aktuelle Trendspirituose Gin, bis hin zu Obstbränden, Tequila und Grappa. Doch auch Wein und Bier sowie alkoholfreie Getränke werden angeboten. Dabei spricht die Messe sowohl Kenner und Connoisseure, wie auch Einsteiger bei diesem Thema an. Oft werden die Besucher an den Ständen noch direkt von den Herstellern oder Importeuren betreut und erfahren so spannende Details über die Produkte. In den speziellen Seminaren und Tastings welche über das ganze Wochenende abgehalten werden kann jeder Besucher von einem Profi geführt dann noch tiefer in die Verkostung einsteigen und erfährt Spannendes über dessen Herstellung und Geschichte.
Eine leckere Auswahl an hochwertigen Speisen, unterschiedliche Delikatessenstände sowie ein Zigarrenhersteller, runden das Angebot ab. Die 0711 Spirits hat am Freitag- und Samstagabend bis 23 Uhr geöffnet und bietet so eine abwechslungsreiche Abendunterhaltung. Alle Produkte können natürlich vor Ort käuflich erworben werden. Karten für den Eintritt und die speziellen Tastings sind jetzt online erhältlich unter www.0711spirits.de/tickets
Wer sich ein wenig genauer über die Holyrood Distillery in Edinburgh informieren will, die ja eher noch ein „new kid on the block“ ist (etwas über ein halbes Jahr ist es her, dass sie eröffnet wurde), der findet in einem ausführlichen Artikel in Herlad Scotland gutes Lese- und Wissensfutter – und ein kurzes Interview mit Rob Carpenter, der hinter diesem Destillerieprojekt steckt.
In dem Artikel geht es vor allem um den interessanten Weg bis zur Eröffnung der Brennerei, der nicht ganz frei von Stolpersteinen war. Auch er bestätigt, was vor kurzem Billy Walker in einem Interview bei uns sagte: Man braucht sehr, sehr viel Geld, um eine Destillerie an den Start zu bringen.
Holyrood Distillery whisky stills and washbacks
Holyrood Distillery Opening (back) – Distillers Ollie Salveson, Elizabeth Machin and Jack Mayo and (front left) founders Rob Carpenter and David Robertson
Holyrood Distillery Opening – founders David Robertson and Rob Carpenter
Holyrood Distillery gin experience room
Holyrood Distillery whisky stills which are unusually tall
Carpenter spricht auch über seinen Master Distiller Jack Mayo, der von der Glasgow Distillery Company nach Edinburgh kam, und über die Bedeutung von Besucherzentren und Whiskytourismus für eine junge Destillerie (und wohl nicht nur für die).
Auf den ersten eigenen Whisky angesprochen, meint Rob Carpenter, dass man sich von der Holyrood Distillery nichts Gewöhnliches erwarten sollte:
The reason we are hopeful is that we are following a very different approach than most new distilleries in that we are doing a lot of work with speciality malts. Things like caramel malt, crystal malt and chocolate malt, and also doing lots of work with different yeasts“
Abgeschlossen wird der Artikel mit sechs Fragen an Carpenter, die sich eher um ihn und sein Leben drehen.
Dass sich Japan völlig überrascht vom internationalen Erfolg der eigenen Whiskys sah, haben wir bereits seit einiger Zeit deutlich sehen können: Die Verfügbarkeit der gewohnten japanischen Whiskys bei uns hat rapide abgenommen, die Preise sind in die Höhe geschossen und viele Unternehmen haben auf Altersangaben auf den Whiskys verzichtet, weil die Bestände einfach nicht mehr vorhanden waren.
Wie Nikkei Asian Review (nach drei Artikeln hinter einer Paywall) jetzt schreibt, hat auch Nikka die letzten verfügbaren Whiskys mit Altersangabe auslaufen lassen. Die Taketsuru Pure Malts, die es mit 17, 21 oder 25 Jahren gibt, werden mit Ende März nicht mehr produziert werden.
Taketsuru Pure Malt besteht aus Malts aus den Destillerien Yoichi und Miyagikyo – dort hat man bereits 2015 wegen der geringen Lagerbestände auf Altersangaben verzichtet. Zusätzlich hat man angekündigt, bei Yoichi, Miyagikyo und Taketsuru die Auslieferung von abgefülltem Whisky zu drosseln, um auf diese Weise wieder mehr Lagerbestände aufbauen zu können.