Neu von Kirsch Whisky: Sechs exklusive Signatory-Abfüllungen für Deutschland

Sechs exklusive Signatory-Abfüllungen hat der deutsche Importeur Kirsch Whisky heute angekündigt – alle exklusiv für ihn abgefüllt und teilweise in Fassstärke. Sie werden in Kürze bei den Fachhändlern in den Regalen zu finden sein.

Wir haben alle Infos über diese Abfüllungen für Sie zusammengefasst:

Caol Ila 2007/2019
Signatory Un-Chillfiltered by Kirsch

11 Jahre
Dest. 28.04.2007
Abgef. 18.04.2019
Sherry Cask Finish 24 Monate
Fassnr. 9 (Part)
456 Flaschen
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Ledaig 2011/2019
Signatory Un-Chillfiltered by Kirsch

7 Jahre
Dest. 14.09.2011
Abgef. 16.04.2019
Gereift im Hogshead
Fassnr. 700117
354 Flaschen
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Pulteney 2008/2019
Signatory Un-Chillfiltered by Kirsch

10 Jahre
Dest. 27.05.2008
Abgef. 16.04.2019
Gereift im Bourbon Fass
Fassnr. 800011
313 Flaschen
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert 

Glencadam 2011/2019
Signatory Cask Strength by Kirsch

8 Jahre
Dest. 23.02.2011
Abgef. 15.04.2019
Gereift im Bourbon Fass
Fassnr. 800117
248 Flaschen
62,4 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Glenlivet 2007/2019
Signatory Cask Strength by Kirsch

12 Jahre
Dest. 27.03.2007
Abgef. 15.04.2019
Gereift im Sherry Fass
Fassnr. 900203
305 Flaschen
65,8 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Strathmill 2009/2019
Signatory Un-Chillfiltered by Kirsch

9 Jahre
Dest. 02.07.2009
Abgef. 15.04.2019
Gereift im 1st use Hogshead
Fassnr. 805073
270 Flaschen
56,1 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

PR: Neu – Paul John Nirvana Indian Single Malt Whisky

Als wir im April zu Besuch bei Paul John im indischen Goa waren (zwei unserer Berichte davon finden Sie hier und hier), hat uns Master Distiller Michael D’souza auch fünf Whiskys aus der Destillerie im Rahmen eines Tastings vorgestellt. Darunter war auch der Paul John Nirvana, der „Einsteigerwhisky“ der Brennerei (hier können Sie die Vorstellung des Nirvana im Video miterleben).

Der deutsche Importeur und Distributor, das Bremer Spirituosen Contor, hat uns nun in einer Pressemitteilung informiert, dass der Paul John Nirvana nun auch offiziell in Deutschland erhältlich ist – zu einem Preis von 29,99 €. Hier alle Infos dazu:


Ein aromatischer Einstieg in die Welt des indischen Single Malts:

Paul John Nirvana Indian Single Malt Whisky

Von den traumhaften Stränden Goas stammt die neueste Abfüllung der Paul John Brennerei aus Indien. Mit Paul John Nirvana betritt ein exotischer und ungetorfer Single Malt Whisky den deutschen Markt, um sowohl Whiskyliebhaber als auch Einsteiger zu begeistern. Die Abfüllung wurde von Master Distiller Michael D’souza geschaffen, um einen Einstieg in die Welt des indischen Whiskys zu ermöglichen. Der Whisky enthält keinerlei Farbstoffe oder zugesetzte Aromen und wurde nach einer vorsichtigen Kältefiltrierung auf 40 % Trinkstärke reduziert.

Paul John Nirvana weckt die Sinne mit einem weichen Hauch von Vanille, Obstkuchen und verführerischem Karamellpudding. Die wabenartige Süße umschmeichelt den Gaumen sanft, während der saftige, honigsüße Abgang dieses reichhaltigen Single Malts erhabene Erlebnisse jenseits des Weltlichen garantiert.

Das indische Goa ist nicht nur die Heimat der vielfach prämierten Paul John Single Malts, sondern eine ganz außergewöhnliche Erfahrung dazu. Dank seiner herrlichen Strände, der alten Kultur, der köstlichen Küche und seiner Gastfreundschaft liegt ein besonderer Zauber in der Luft. Ein Ort, an dem die Zeit stillsteht. Perfekt geeignet, um Paul John Nirvana seine Reife und seinen Charakter zu verleihen.

Paul John Single Malt wird aus indischer sechszeiliger Gerste, Wasser aus den Westghats, modernen Technologien und viel Liebe zur Leidenschaft destilliert. Durch das tropische Klima und die hohe Luftfeuchtigkeit ist die Reifung des Whiskys stark beschleunigt. Der Angels‘ Share beträgt hier 8-10 % im Jahr. Der Whisky reift in sorgsam ausgewählten amerikanischen Weißeichenfässern. Das verleiht Paul John Single Malt seinen einzigartigen Charakter.

Die geschmackliche Reise nach Goa kann ab sofort über den gut sortierten Handel erfolgen. Die unverbindliche Preisempfehlung von 29,99 € für die Flasche Paul John Nirvana ermöglicht dabei einen besonders einfachen Einstieg in die Welt der indischen Single Malt Whiskys.

Auszug der Auszeichnungen für Paul John Single Malts der vergangenen Jahre:

Paul John Kanya:
Asian Whisky of the year 2018 ‒ Jim Murray´s Whisky Bible 2018

Paul John Brilliance:
Gold Award, World Whiskies Award 2017
Gold Award, Wizards of Whisky Awards 2017

Paul John Bold:
Gold Award, Wizards of Whisky Awards 2017

Paul John Classic Select Cask:
Gold Award, Wizards of Whisky Awards 2017

Paul John Peated Select Cask:
Bester indischer Single Malt Whisky, World Whiskies Award 2017
Chairman’s Trophy/96 Punkte, American Ultimate Spirits Challenge 2017

Paul John Classic Select Cask:
Gold Award, Wizards of Whisky Awards 2017

Whiskyexperts vor Ort: Besuch bei FEW Spirits (37 Bilder)

Chicago und Alkohol? Die Assoziations-Kette ist schnell geknüpft. Wir denken an die Zeit der Prohibition in den USA. Die Zeit, in der der Handel mit Alkohol verboten war. Fast natürlich wurde der illegale Handel dann zu einem äußerst lukrativen Geschäft für Organisationen, die geübt waren in lukrativen Geschäften ohne rechtliche Grundlage.

Evanston – Eine Wiege der Prohibition

Eine eher unbekanntere Verbindung von Chicago und Alkohol ist Frances Elizabeth Willard. Sie und ihre Familie zogen 1858 nach Evanston, einem Vorort von Chicago. Hier wuchs Frances Elizabeth auf und engagierte sich im temperance movement, einer Massenbewegung gegen den Konsum von Alkohol. 1879 wurde sie Präsidentin der Woman’s Christian Temperance Union und behielt diesen Aufgabe bis zu ihrem Tod 1898. Die Einführung der Prohibition, für die sie sich ihr Leben lang einsetzte, konnte sie somit nicht mehr erlebten.

Die Prohibition endete 1933, so die geläufige Meinung. Formal wurde nur der achtzehnte Zusatzartikel der Verfassung aufgehoben. Den näheren Umgang mit Alkohol regelt seit dem der Bundesstaat oder die Counties. Noch heute gibt es einige Gemeinden, die sogenannte „dry counties“ sind. Und in Evanston endete diese Dürre-Periode erst 1972. Nun durften Hotels und Restaurants alkoholische Getränke wieder anbieten. Ab 1984 gab es sogar auch ein sogenannten liquor store, einen Fach- und Spezialhandel für alkoholische Getränke.

Paul Hletko: I killed prohibition in Evanston

Doch so richtig endete die Prohibition erst 2011. Paul Hletko startete nach über 100 Jahren wieder mit seinem FEW Spirits mit der Herstellung von alkoholischen Getränken in Evanston. Sicherlich nicht zufällig entspricht FEW den Initialen der großen und bekannten Verfechtern der Abstinenz, die lange in Evanston lebte. Und auch zu einigen witzigen Wortspielen lädt das FEW ein.

By the FEW – for the few

Seine kleine Destillerie liegt an der Chicago Avenue, Das Gebäude befindet sich in einem Hinterhof und ist nicht leicht von der Straße aus zu sehen. Die etwas versteckte Lage wusste einer der Vormieter sehr zu schätzen. In ihren Chop Shop wurden Fahrzeuge nach einem unrechtmäßigen Besitzerwechsel für einen Weiterverkauf, komplett oder in Teilen, umgearbeitet.

Der etwas rauere Charme des Gebäudes ist unverändert. Die Destillerie von FEW Spirits ist kein Design-Produkt. Und dies war auch nicht die Vision von Paul Hletko. Vielmehr galt es, einen Teil in der Geschichte der Familie Hletko aufzunehmen und fortzuführen. Sein Großvater, in Prag lebend, war Brauer. Und nach einer Zeit als Hersteller von Effektgeräten für elektronische Musikinstrumente startete Paul die Destillerie FEW Spirits, als Eigentümer und Master Distiller. Hier stellen er und sein Team Bourbon, Rye und American Whiskey sowie auch Gin her.

Wir laden Sie einen zu einem fotografischen Destilleriebesuch. Mit diesem Rundgang ergänzen wir unser Exklusiv-Video dieser Craft Destillery. Und wir zeigen Ihnen auch in einem der Fasslager von FEW Spirits, welche besonderen Abfüllungen wir in Zukunft noch erwarten dürfen. Viel Spaß!

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Serge verkostet: Rauchiges ohne Destillerieangabe

Von ihnen gibt es ja nicht wenige: Rauchige Whiskys, die auf dem Etikett nicht verraten, aus welcher Brennerei sie kommen – zum Beispiel fallen uns da Finlaggan, Islay Storm, Peat Reek und noch einige ein.

Vier dieser Whiskys hat Serge Valentin jetzt auf Whiskyfun verkostet – und deren Bewertung reicht von mauen 65 bis zu tollen 90 Punkten. Hier die Wertungen:

  • Highland Region 8 yo ‘Peated Port Finish’ (50.6%, Chinese Zodiac, +/-2016): 65 Punkte
  • An Islay Distillery 9 yo 2007/2018 (54.9%, Cadenhead, Small Batch, bourbon barrel and sherry hogshead, 330 bottles): 82 Punkte
  • Port Askaig 10 yo (55.85%, Elixir Distillers, 10th Anniversary, 10,000 bottles, 2019): 88.7546535 Punkte (steht wirklich so da)
  • Isle of Islay 10 yo 2007/2018 (57.1%, Creative Whisky Co. for The Whisky Barrel, refill hogshead, cask #200703, 285 bottles): 90 Punkte

Drei Viertel dieser Whiskys kommen von Islay – also kommt auch unser Titelbild von dort…

An der Südküste von Islay. Im Hintergrund Laphroaig. Photo credit: travelmag.com on VisualHunt / CC BY

Exklusiv für Deutschland: Vier neue Octave-Abfüllungen von Duncan Taylor

Vier neue Abfüllungen aus der Octave-Serie des unabhängigen Abfüllers Duncan Taylor, die exklusiv in Deutschland erscheinen werden, dürfen wir Ihnen heute vorstellen. Doe Octave-Serie hat ihren Namen von den Sherry Octave-Fässern, die nur 1/8 der Größe normaler Fässer haben und daher einem Whisky in kurzer Zeit ein besonders kräftiges Finish verleihen.

Dies sind die vier Abfüllungen, die ausschließlich und zur Gänze in Deutschland erhältlich sein werden, gemeinsam mit ihren Daten und den englischsprachigen Tasting Notes:

ARDMORE PEATED 2008 10YO 54.1% (120 Flaschen)

Colour: Antique gold
Nose: Poached pear and cherry lips.
Taste: Hickory smoked peanuts. Silky.
Finish: Smoky satay sauce and BBQ. Long with gentle spice.

BUNNAHABHAIN 2008 10YO 53.9% (106 Flaschen)

Colour: Old gold
Nose: Soft and sweet with ginger notes.
Taste: Sour cherry and dark chocolate. Rich and chewy sherry.
Finish: Less fruit, more savoury with medium length.

BUNNAHABAIN PEATED 2014 4YO 53.8% (87 Flaschen)

Colour: Antique gold
Nose: Creme brulee, soft coastal notes, nori, and faint smoke.
Taste: Malted milk biscuits and wet peat. Gentle but powerful.
Finish: Smoky coastal notes reemerge. Warming and surprisingly long.

INVERGORDON 2007 12YO 53.4% (76 Flaschen)

Colour: Amber
Nose: Sweet almonds with soft herbal notes and a hint of herbs.
Taste: Icing sugar and stone fruits. Not over sweet.
Finish: Gentle and warming. Spice fades and sweetness returns.

Video: Ralfy verkostet Cutty Sark 25yo Blended Scotch (Review #779)

Natürlich ist diese Woche Ralfy wieder mit einem Video am Start – insgesamt ist dies seine 779. Besprechung eines Whiskys. Und vielleicht ist es wieder einmal an der Zeit, die Rahmenbedingungen zu beschreiben, unter denen er seine Wertungen abgibt:

Bei Ralfy ist es so, dass er Reviews zu Whiskys, die unter 80 Punkte bekommen würden, nicht als Video veröffentlicht. Er beschränkt sich also darauf, nur solche Whiskys ins Rampenlicht zu stellen, die er auch zumindest gut findet und bringt keine Verrisse.

Und so ein Whisky, der es seiner Meinung nach verdient, besprochen zu werden, ist der Cutty Sark 25yo, ein Blended Scotch Whisky, also eine Mischung aus Malts und Grain Whiskys. Bemerkenswert ist er schon allein durch sein Alter, denn so viele über 20 Jahre alte Blends findet man momentan nicht (Chivas wäre einer davon).

Der Cutty Sark 25yo bekommt bei ihm 92 Punkte (im Video zeihgt er 82 Punkte, korrigiert das aber in den Kommentaren dann auf 92 – vielen Dank an C. Warnke für den Hinweis, somit also eine fantastische Wertung. Warum das so ist, und wie Ralfy generell zu Blends steht, können Sie in dem 12 Minuten lange und wie üblich recht interessanten Video sehen – entweder obenstehend bei uns oder auf Youtube.

 

TTB-Neuheit: Glendronach Kingsman Edition 1989

Das wird sicher nicht billig: Glendronach hat eine neue Abfüllung in der us-amerikanischen TTB-Datenbank eingereicht, und zwar die zweite Ausgabe der Kingsman Edition. Die erste Ausgabe war 25 Jahre alt und wurde 1991 destilliert (sie kostete bei der Veröffentlichung über 500 Pfund).

Jetzt sind die Etiketten für die zweite Ausgabe aufgetaucht. Diesmal ist der Whisky, der wie üblich in Oloroso- und PX-Sherryfässern reifte, satte 29 Jahre alt (destilliert 1989) und mit 50.1% abgefüllt. Ob es bei der Glendronach Kingsman Edition 1989 wieder mehr als 2000 Flaschen wie bei Ausgabe 1 werden, können wir nicht sagen – auch über den Preis verrät der Eintrag in der Datenbank natürlich nichts.

Hier jedenfalls die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

 

Serge verkostet: Raasay, Kingsbarns, Smögen und den wilden Rest der Welt

Heute ist die Verkostung bei Serge Valentin auf Whiskyfun so Kraut und Rüben wie sie nur sein kann. Whisky aus aller Herren Länder, New Make, komischer Spirit – fast könnte man meinen: alles, was die Menschheit erfunden hat, um unter Zuhilfenahme von Alkohol den Gaumen zu stimulieren.

Ob das gut gehen kann? Natürlich nicht. Kann das Spaß machen? Und wie!

Ladies and Gentlemen, hier die Kuddelmuddeltohuwabohuverkostung von heute:

  • Mekhong (35%, OB, Bangyukhan, Thai spirit, +/-2018): 60 Punkte
  • Taketsuru ‘Pure Malt’ (43%, OB, Japan, blended malt, +/-2018): 87 Punkte
  • Glen Breton 14 yo ‚Rare‘ (43%, OB, Canada, single malt, +/-2018): 9 Punkte (neun)
  • Milk & Honey ‘New Make’ (40%, OB, Israel, +/-2018): Ohne Punkte
  • Isle of Raasay ‘Unpeated New Make’ (OB, sample, distilled 24/4/19): Ohne Punkte
  • Chase ‘Islay Whisky Cask’ (46%, OB, cask aged vodka, England, +/-2018): 78 Punkte
  • Kingsbarns ‘Dream to Dram’ (46%, OB, 2019): 84 Punkte
  • Smögen 7 yo 2011/2019 (62.2%, OB, Sweden, bourbon barrel, cask #57/2011, 327 bottles): 90 Punkte

Und weil wir von allen genannten Destillerien das schönste Bild von Raasay haben, haben wir Raasay als Titelbild 😉

Besucherzentrum der Teeling Distillery erzielt 13 Millionen Euro Einnahmen

Wenn es in den letzten Monaten einen auffälligen Trend bei den Destillerien in Schottland und anderswo gibt dann jenen, dass man bereit ist, große Summen in Besucherzentren zu investieren und diese neu- oder auszubauen. Schauen Sie doch einfach einmal auf diese Seite; hier stehen die Ergebnisse der Suche auf Whiskyexperts nach „Besucherzentrum“ – und es ist beeindruckend, was sich hier getan hat.

Der Grund dafür ist einfach erklärt: Durch den nach wie vor boomenden Whiskytourismus werden Besucherzentren zu wichtigen Einnahmequellen von Brennereien. Und je jünger diese ist, desto wichtiger sind sie. Hier kann man sogar Geld machen, wenn man noch keinen Whisky hat.

Anlass dieser einleitenden Betrachtungen ist eine Meldung aus Irland, die wir in der Irish Times gefunden haben: Die Teeling Distillery, 2015 eröffnet und heute den vierten Geburtstag feiernd, hat bekannt gegeben, dass sie seit ihrer Eröffnung 425.000 Besucher begrüßt und dabei 13 Millionen Euro im Besucherzentrum eingenommen hat. Die Summe setzt sich aus Eintrittsgeldern, Verkäufen im Cafe und Shop sowie der Vermietung für Events zusammen. Ein schönes Zubrot für die Brennerei in den Dubliner Liberties.

Ebenfalls dem Artikel zu entnehmen ist, dass die Teeling Distillery durch Fáilte Ireland 200.000 Euro für den weiteren Ausbau der Einrichtungen bekommen hat – und dass bei den World Travel Awards als eine der besten Distillery Tours in Europa auf der Shortlist ist.

Dublin hat ja erst gestern eine neue Destillerie bekommen: Roe & Co von Diageo wurde am Montag eröffnet und ist ab 21. Juni öffentlich zugänglich – und in Gehweite von Teeling gelegen… 

Teeling Distillery im Herbst 2018. Bild © Whiskyexperts

 

Roe & Co Distillery in Dublin eröffnet – ab 21. Juni öffentlich zugänglich

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25 Millionen Euro hat man bei Diageo in die Roe & Co Distillery in Dublin investiert – ab 21. Juni wird sie für die Öffentlichkeit zugänglich sein und damit die Destillerieszene in der irischen Hauptstadt um eine weitere Attraktion ergänzen. Eröffnet wurde sie heute.

In einem ehemaligen Guinness-Kraftwerk perfekt gelegen (in den Liberties, unweit des Guinness Besucherzentrums und nahe der Pearse Lyons Brennerei), will man ein Besuchermagnet werden. Und ab 21. Juni bietet man dafür Touren an, zum Preis von € 25,- pro Person. Dafür kann man 75 Minuten lang in einer Gruppe von höchstens 16 Personen die Brennerei besichtigen und an einem kleinen Cocktailkurs teilnehmen . Insgesamt 50.000 Besucher erwartet man sich in der Brennerei, die 18 Personen Arbeit gibt im ersten Jahr.

Jener Whiskey, der momentan unter dem Markennamen Roe & Co verkauft wird, ist ein Blend mit Malt- und Grainwhiskys anderer Brennereien. Einen ersten eigenen Whiskey aus der Brennerei wird es erst in frühestens drei Jahren geben.

Einen ersten Blick in die Brennerei gewährt dieses Youtube-Video von The Independent.

So sah es bei Roe & Co im November 2018 aus. Bild © Whiskyexperts

Inchdairnie Distillery destilliert ersten Haferwhisky in Schottland seit 100 Jahren

Die erste Charge Hafermaische wurde über das Wochenende erzeugt – nun destilliert man bei der Lowland-Brennerei Inchdairnie den ersten Haferwhisky in Schottland seit 100 Jahren. Dieses Projekt steht bei der Brennerei seit 2 Jahren auf der ToDo-Liste (damals hat man dort den ersten Rye-Whisky Schottlands seit ebenfalls 100 Jahren destilliert – wir haben darüber berichtet), 100 Tonnen davon hat man jetzt eingemaischt, allerdings in einem Rezept, in dem neben Hafer auch 49% anderes Getreide vorkommt.

Es hat einige Zeit gedauert, bis man bei Inchdairnie den richtigen Hafer für den Whisky gefunden hat – jener, mit dem die Haferflocken für das Müsli hergestellt werden, eignet sich laut Angaben der Brennerei nicht dazu. Der Spirit wird in Bourbonfässer kommen, und zur Hälfte auch in portugiesische Moscatel-Fässer.

Destilliert wurde auf der hauseigenen Lomond Hill Still, und man erwartet sich insgesamt 20.000 Liter New Make. Master Distiller Ian Palmer rechnet mit einem Whisky, der an Grain Whisky erinnern sollte, allerdings cremiger und weicher – denn auch die Maische hatte diese Eigenschaften.

Da es keine eigene Definition für Haferwhisky der SWA gibt, wird der Whisky dann als Single Grain Whisky verkauft werden – wann das der Fall ist, ist noch nicht bekannt. Inchdairnie ist dafür bekannt, seine Fässer nicht früh zu verwenden. Auch den Rye-Whisky, der 2017 gebrannt wurde, wird es erst 2029 geben.

Inchdairnie. Foro: Dr. Mario Prinz
Inchdairnie. Foro: Dr. Mario Prinz
Inchdairnie. Foro: Dr. Mario Prinz
Inchdairnie. Foro: Dr. Mario Prinz

TTB-Neuheiten: Douglas Laing Earth, Bunnahabhain Marsala Cask Finish, Duncan Taylor Big Smoke

Drei interessante Neuheiten aus der us-amerikanischen TTB-Datenbank haben wir für Sie heute gefunden, und bei allen kann man durchaus annehmen, dass sie nicht nur für den amerikanischen Markt gedacht sind, sondern auch Chancen haben, bei uns in Europa veröffentlicht zu werden.

Bei Neuheit Nummer 1 ist das sogar sicher, denn es ist die dritte Ausgabe der Elements-Serie von Douglas Laing, bei der die erste Abfüllung im Februar erschienen ist. Nach „Fire“ (wir berichteten hier) und „Air“ erwartet uns nun „The Elements Collection Earth„, ein acht Jahre alter Caol Ila, den es allerdings als Einzelfassabfüllung nur in einer Auflage von 253 Flaschen gibt, falls diese Zahl nicht nur ein Platzhalter ist. Der mit 59.8% Vol. abgefüllte Whisky, der im November 2010 destilliert und im Juni 2019 gebottelt wurde, reifte in einem Refill Hogshead. Und so sehen die Etiketten aus:

Die Neuheit Nummer 2 stammt aus der Islay-Brennerei Bunnahabhain und ist ebenfalls eine kleinere Auflage. Der Bunnahabhain 1988 Vintage Marsala Cask Finish stammt aus dem Warehouse 8 der Brennerei, ist mit 47,4% Vol. abgefüllt unmd wurde am 1.12.1988 destilliert. Die 1128 Flaschen wurden laut Etikett bereits am 18. Januar 2019 abgefülllt, sind aber – so hat unsere Recherche ergeben, bislang noch nirgendwo gesichtet worden. Hier die Etiketten des 30 Jahre alten Whiskys, der 2 Jahre davon in den Marsala-Fässern nachreifen durfte:

Kommen wir zur Neuheit Nummer drei, und die stammt vom unabhängigen Abfüller Duncan Taylor. Hier handelt es sich um einen neuen torfigen Whisky ohne Altersangabe, der aus Single Malts verschiedener Destillerien zusammengestellt und dann mit 50% Vol. abgefüllt wurde. So sehen die Etiketten des The Big Smoke Heavily Peated Blended Malt Scotch Whisky aus:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Whisky im Bild: Lismore Lighthouse beim Sound of Mull (Wallpaper)

Auch an einem Feiertag wie heute ist Whiskyexperts für Sie als Whiskyfreund da – wie übrigens seit 2293 Tagen, als wir am 1. März 2013 die Seite offiziell online gestellt haben,  ohne einen einzigen Tag Pause.

Nach einiger Zeit möchten wir Sie wieder mit einem lizenzfreien Wallpaper versorgen, diesmal eine sehr stimmungsvolle Aufnahme eines Leuchthauses nahe der Insel Mull, die die Destillerie Tobermory beherbergt. Lizenzfrei bedeutet, dass Sie das Bild nach Gutdünken verwenden, verändern und verbreiten dürfen, auch kommerziell und ohne Quellenangabe. 

Beim Leuchtturm handelt sich dabei um das Lismore Lighthouse, das entgegen seines Namens nicht auf Lismore steht, sondern, durch einen kleinen Kanal von der Insel getrennt, auf Eilean Musdile. 

Unser Bild ist fast 3MB schwer und 6000×2799 Pixel groß. Hier können Sie es in Originalgröße herunterladen, unternstehend finden Sie es verkleinert zum Ansehen und zum Vergrößern.

Viel Vergnügen damit und einen schönen Pfingstmontag, an dem wir uns bei Bedarf natürlich auch mit News und Infos bei Ihnen melden werden!

 

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (131)

Sind das wirklich schon 131 Wochen? So lange nämlich können wir Ihnen schon  die Whiskyvideos und Podcasts der Woche vorstellen, in denen wir jede Woche Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ bringen, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In Folge Nummer 131 haben wir diese Videos für Sie vorbereitet:

Whisky Dodo –  Ben Nevis 6 Jahre von Best Dram 

Malt Mariners –  Bunnahabhain 12 Jahre

Whisky a. d. Sicht eines Amerikaners – Dingle Batch 4

I have a dram – Glen Els Willowburn Port Cask Matured Batch 1

Whisky & Vinyl –  Ardbeg Drum 

WhiskyBabbler –  Pride of Islay 12 

Pat Hock – Nikka From the Barrel

Malte Talks Malts – Glenburgie 9yo, Claxton’s

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Photo credit: Wiertz Sébastien on Visual Hunt / CC BY