Exklusiv: Ein Besuch bei der James Sedgwick Distillery in Südafrika (Teil 2)

(Den ersten Teil unseres Reiseberichts können Sie hier nachlesen)

Nachdem wir im Inneren des Gebäudes die Pot Stills und die Column Stills der James Sedgwick Distillery gesehen haben, wird es klar, warum die Destillerie einen so hohen Turm mit Pagodendach besitzt: Den braucht man einfach für die hohen Brennsäulen zur Grain-Erzeugung. Das Dach selbst ist nur Zierde und erfüllt keine Funktion – abgesehen von jener, das Auge zu erfreuen. Und das tut es.

James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Nicht viel weniger hoch ist der Raum daneben, den wir nach einigen Schritten durch die südafrikanische Sommerhitze betreten. Er beheimatet die riesigen Fermentationstanks.

James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Daneben befindet sich eine Anlage, die man in einer Destillerie nicht vermuten würde, die aber auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen und aus Gründen des Umweltschutzes sinnvoll ist: Eine Installation zur Rückgewinnung von CO2, das während des Produktionsprozesses in den Gärtanks entsteht.

CO2 Rückgewinnung in der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

In diesem blauen „Ballon“ wird das Gas aufgefangen.

James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Zur Lagerung wird das CO2 gekühlt – die beiden Zapfen, die hier aus der Anlage ragen, sind aus Eis.

James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Das CO2 wird dann in riesigen, isolierten Tanks gelagert, bevor es zur Weiterverwendung abgeholt wird.

Einer der beiden CO2 Lagertanks der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Was uns generell auffällt, und was Andy Watts auch immer wieder betont: Man unternimmt seitens der Destillerie viel, um möglichst energiesparend und ressourcenschonend zu arbeiten. Man nutzt Abwärme, und man bereitet Wasser im großen Stil auf – eine absolute Notwendigkeit in einer Region, die unter permanenten Wassermangel leidet. Hier zwei Bilder der Wasseraufbereitungsanlage:

Wasseraufbereitungsanlage der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Hier wird das Brauchwasser der James Sedgwick Distillery aufbereitet. Bild © Whiskyexperts 2019

Ebenso wird auf die Sicherheit in der Destillerie geachtet. Man hat sogar eine eigene Betriebsfeuerwehr, und Sprinkleranlagen sind überdimensioniert ausgelegt. Am Gelände steht das betriebseigene Feuerwehrauto:

Betirebsfeuerwehr bei der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Die beiden großen Wassertanks sind ausschließlich für Löschwasser gebaut.

James Sedgwick Distillery – Löschtanks. Bild © Whiskyexperts 2019

Jetzt aber geht es in eines der acht Lagerhäuser bei der Destillerie. Was sofort auffällt ist, dass die Fässer nicht liegend, sondern stehend gelagert werden.

In einem der acht Lagerhäuser der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
In einem der acht Lagerhäuser der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Wir fragen Andy Watts, warum man sich für die Palettierung der Fässer entschieden hat, und ob diese Lagerung nicht umständlicher ist als die liegende Fasslagerung:

Hier ein Lagerzettel, wie er auf den Paletten angebracht ist:

Palettenbeschriftung in einem der acht Lagerhäuser der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Stehende Lagerung bedingt natürlich etwas: Das Einfüll-Loch des Fasses ist nicht dort angebracht, wo man es beim klassischen Fass kennt, sondern – genau – am Deckel. Das kann man bestens an den Fässern sehen, die auf ihre Befüllung warten:

Fässer bei der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Die Punkte (null bis 5) zeigen die Anzahl der vorigen Befüllungen des Fasses. Hier offenbart sich ein gewichtiger Unterschied zu schottischem Whisky, der durch das Klima bedingt ist: Whisky reift hier viel schneller und würde durch frische Fässer viel zu „holzig“ werden. Man füllt daher auch jungen Whisky sehr bald in merhmals gebrauchte Fässer um, um die Balance zwischen Fasseinfluss und Destillatreifung zu halten. Wie oft und wann, das hat man hier über die Zeit recht gut herausgefunden und wendet das so durch die Bank an.

Fässer bei der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Fässer bei der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Im Hintergrund kann man auf unserem letzten Bild schon die Fassfüllanlage sehen. Die schauen wir uns jetzt noch etwas genauer an:

Hier werden die Fässer der James Sedgwick Distillery befüllt. Bild © Whiskyexperts 2019
Hier werden die Fässer der James Sedgwick Distillery befüllt. Bild © Whiskyexperts 2019
Hier werden die Fässer der James Sedgwick Distillery befüllt. Bild © Whiskyexperts 2019

Es geht vorbei an der Vatting-Station…

Die Vatting Tanks der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Die Vatting Tanks der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

…zu dem, was Andy Watts als sein Spielzimmer bezeichnet (rechts im Bild):

Bild © Whiskyexperts 2019

Drinnen finden sich Tanks, Fässer – und in jedem einzelnen lagern Experimente, mit denen Andy Watts ständig auf der Suche nach Neuem und Interessantem ist. Wie das so bei Versuchslabors ist, darf hier nichts daraus an die Öffentlichkeit dringen, und wir fotografieren nur dezent aus der Ferne…

Der Playground von Andy Watts. Bild © Whiskyexperts 2019

Abgefüllt wird hier vor Ort übrigens nicht, der Whisky geht mit Tanklastern an einen anderen Ort. Ein blitzblank geputztes Exemplar eines solchen Lasters haben wir auch noch zu Gesicht bekommen:

Bild © Whiskyexperts 2019

In den letzten Minuten unseres mehrstündigen Rundgangs mit Andy Watts kamen wir noch an einem pittoresken Platz vorbei, wo ausrangierte Teile der Brennerei lagern. Wir haben versucht, das Funkeln des Edelstahls und der Kupferteile unter der heißen Sonne einzufangen:

Bild © Whiskyexperts 2019

Ein letztes Highlight erwartete uns noch bei der Rückkehr ins Besucherzentrum, das willkommenen Schutz vor der Hitze des Tages (mittlerweile waren es mehr als 30 Grad) bot: Wir konnten gemeinsam mit Andy Watts sieben Abfüllungen der James Sedgwick Distillery verkosten: Zwei Grains und fünf Single Malts.

Die Whiskys, die wir verkosten durften. Bild © Whiskyexperts 2019

Aber davon berichten wir mit einem eigenen Video – in Kürze hier bei uns auf Whiskyexperts. Bis dahin verabschieden wir uns und bedanken uns für Ihr Interesse, und bei der James Sedgwick Distillery für das wirklich beeindruckende Erlebnis. Wellington ist eine Reise wert!

Im Sinne der in unseren Leitlinien vorgegebenen Transparenz geben wir bekannt, dass die Reisekosten nach Südafrika und die Kosten für den Aufenthalt dort von der Redaktion getragen wurden. Der deutsche Importeur Diversa und die James Sedgwick Distillery haben uns bei der Organisation des Besuchs perfekt unterstützt. Dafür und für die gastfreundliche Aufnahme unseren herzlichsten Dank!
Die James Sedgwick Distillery nimmt keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Neu: Douglas Laing Old Particular 2019 Elements Single Cask Collection

Douglas Laing, der unabhängige Abfüller aus Glasgow, hat soeben eine neue Abfüllungslinie im Rahmen der Old Particular-Reihe angekündigt: Die Douglas Laing Old Particular 2019 Elements Single Cask Collection bringt insgesamt vier Abfüllungen, die von den vier Elementen Feuer, Luft, Erde und Wasser inspiriert wurden.

Die Serie startet heute mit dem „Fire“-Bottling, einem fasstarken 12 Jahre alten Craigellachie aus einem, wie das Unternehmen schreibt, charaktervollen Sherry-Fass, das mit 54.3% Alkoholstärke abgefüllt wurde. In UK wird diese Abfüllung 95 Britische Pfund kosten, den deutschen Preis reichen wir alsbaldigst nach.

Hier ist die englischsprachige Pressemitteilung, mit der der Whisky angekündigt wird:


Douglas Laing release their  Old Particular 2019 “Elements” Single Cask Collection

Leading Scotch Whisky specialist, Douglas Laing & Co, today announce a series of Old Particular Single Cask Limited Edition bottlings for 2019, inspired by the four Elements of Fire, Air, Earth and Water.

The series launches with the “Fire” bottling which, very aptly, is a mocha-spiced Craigellachie 12 Years Old from a well-fired and characterful Sherry butt. All the Old Particular Elements Single Casks are bottled at natural cask strength and are proudly offered without colouring or chill-filtration.

The packaging for these specialist bottlings depicts an intricate illustration of each of the four Elements.

Cara Laing, Douglas Laing’s Director of Whisky who selected the Whiskies, comments: “Our cask selection and packaging design pays tribute to the natural elements that contribute so significantly to the production of Scotch Whisky. From oak trees to charred casks, peat and of course water, this specialist Single Cask Collection celebrates the role of the Elements in the Whisky-making cycle.”

The Old Particular Single Cask Collection features four Whiskies each paired with one of the Elements – they will be available globally from specialist retailers worldwide. The first release, Craigellachie 12 Years Old “Fire” Edition is at cask strength and is expected to retail at £95.

Serge verkostet: Ein Blended Malt und scheue Single Malts (#2)

Auch heute gibt es bei Serge Valentin auf Whiskyfun hauptsächlich Verkostungen von Whiskys die sich scheuen, ihre Herkunft zu nennen, garniert mit einem Blended Malt. Fünf Stück sind es wiederum, und auch diesmal gibt es einen weiten Spread, was die Bewertungen betrifft.

Was hatte Serge also heute bei der Verkostung im Glas? Hier sind die Abfüllungen:

  • Speyside 26 yo 1992/2018 (51.6%, Liquid Treasures, Snakes, bourbon barrel, 270 bottles): 85 Punkte
  • Blended Malt 17 yo 2001/2018 (46.3%, Liquid Treasures, Snakes, sherry butt, 396 bottles): 83 Punkte
  • Speyside 45 yo 1973/2018 (53.2%, Maltbarn, sherry, 299 bottles): 92 Punkte
  • Speyside Region 43 yo 1973/2017 (51.3%, Whisky-Fässle, sherry butt): 91 Punkte
  • St. Ola 8 yo 2010/2018 (66.6%, The Whisky Barrel, Orcadian blended malt): 86 Punkte

Und für das Titelbild haben wir uns heute ein Motiv aus der Speyside ausgesucht, ist sie doch unter den Abfüllungen dominant vertreten. Das Bild zeigt die Craigellachie Bridge im Herbst.

Craigellachie Bridge. Photo credit: Schoon17 on VisualHunt.com / CC BY-ND

 

SWA begrüßt Spirits Deal zum Brexit zwischen USA und UK

Welche Auswirkungen auch immer der Brexit auf die Whiskyindustrie haben wird, wird sich erst herausstellen – eine aber wird es sicher nicht geben: Der Schutz der Bezeichnungen  Scotch Whisky, Irish whiskey, Tennessee whisky und Bourbon whisky wird auch nach dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU bilateral, also zwischen den beiden Vertragspartnern USA und UK, bestehen bleiben. 

Das ist insofern wichtig, da die USA der größte Exportmarkt für Scotch Whisky ist, mit einem Wert von 922 Millionen Britische Pfund im Jahr 2017. In diesem Sinne begrüßt die Scotch Whisky Association (SWA), die Interessensvertretung der Whiskyindustrie, den Deal in einer Presseaussendung, die wir nachstehend für Sie veröffentlichen. In der Aussendung und hier finden Sie auch eine Verlinkung auf die Veröffentlichung des Deals durch die US-Regierung:


SWA welcomes US-UK spirits agreement

The Scotch Whisky Association has welcomed the US-UK Spirits Agreement which will protect Scotch Whisky, and other whiskies, in the UK and US markets post-Brexit.

The U.S.-UK agreement on the mutual recognition of certain distilled spirits will continue the recognition of Scotch Whisky, Irish whiskey, Tennessee whisky and Bourbon whisky in bilateral trade following the UK’s exit from the EU. The agreement replicates an Exchange of Letters in 1994, between the then EC and the US, on the mutual recognition of certain distilled spirits and spirit drinks.

The United States was the top export market for Scotch Whisky by value in 2017, totalling £922m.

Commenting on the agreement, SWA International Director Sarah Dickson said:

„This agreement is good news for Scotland’s national drink, giving Scotch Whisky continued legal recognition in our largest global market.

„Scotch Whisky already enjoys legal protection in the US Federal Code, but this agreement mirrors the protection currently offered under the US-EU agreement and secures the continued recognition of all UK and US whiskies.

„This will give US consumers the confidence that after Brexit the Scotch Whisky they enjoy is distilled and matured in Scotland in accordance with UK law.

„Whatever challenges Brexit presents, the SWA will continue to take action all over the world to stop the sale of fake and counterfeit products that unfairly take advantage of the quality and reputation of Scotch Whisky.“

Find out more on the agreement  here.

Video: Ralfy verkostet Tobermory 17yo Madeira (Review #762)

Die neueste Videoverkostung von Ralfy beschäftigt sich mit einem Whisky von der Insel Mull, genauer gesagt einem siebzehnjährigen Tobermory aus dem Madeirafass, eine Originalabfüllung mit 55.5% Alk./Vol.

Die Wertung für diese Abfüllung ist fantastisch – 91 Punkte vergibt der Whiskykenner von der Isle of Man sehr selten, hier scheinen sie ihm angebracht „Unglaublich gut“, meint er. Auch wenn der Preis etwas höher ist, ist der Wert doch dementsprechend. Was Ralfy auch zusagt: Dass der Whisky ohne übertriebenes Marketing herausgebracht wurde.

Was er sonst noch über den Whisky zu sagen hat, können Sie im knapp über 13 Minuten langen Video sehen, entweder obenstehend hier bei uns oder auf Youtube.

 

Jim Beam mit neuer Kampagne: „Raised right“ (mit Video)

Jim Beam startet das Jahr 2019 mit einer neuen globalen Marketingkampagne. Unter dem Motto „Raised Right“ (zu Deutsch etwa: „wohlerzogen“, in der Bedeutung aber vielschichtiger als die Übersetzung, und im Film auch im Sinne von „to raise your glass right“, also „richtig anstoßen“, verwendet) will die Marke aus Kentucky ihre Familiengeschichte und den richtigen Umgang mit Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Ein erster TV-Spot, den wir Ihnen obenstehend vorstellen möchten, erzählt die Geschichte von James B. Beam und wie er gemeinsam mit der Familie und Freunden nach dem Ende der Prohibition die Destillerie in 120 Tagen wieder aufbaute.

Die Kampagne wird in den USA, Australien und Deutschland anlaufen und danach in weiteren Ländern on air gehen. Sie ist, um im Marketingsprech zu bleiben, als 360°-Kampagne gedacht, also in allen möglichen Medien wie TV, Print, Retail und Digital.

Die „Raised Right“-Kampagne wurde von adam&eveNYC ersonnen – es ist die erste Zusammenarbeit der Agentur mit Beam Suntory.

Nachdem die Kampagne auch in Deutschland anlaufen wird, werden wir auf die deutschsprachige Pressemitteilung dazu warten und nicht die englischsprachige aus den USA bringen. Den brandneuen Film dazu wollen wir Ihnen aber natürlich nicht vorenthalten…

Neu: Writers’ Tears Copper Pot Deau XO Cognac Cask Finish

Aus Irland erreicht uns die Meldung von einem neuen Writers‘ Tears Whiskey mit französischem Touch: Der Writers’ Tears Copper Pot Deau XO Cognac Cask Finish wurde, wie der Name schon sagt, in französischen Cognacfässern gefinisht, und zwar für neun Monate. Diese Abfüllung (46% Alk./Vol.) wird auch in Deutschland erhältlich sein, in Irland kostet sie € 75,-.

Hier ist die englischsprachige Pressemitteilung, die wir von Walsh Whiskey erhalten haben. Sie inkludiert auch die Tasting Notes:


New Irish Whiskey With A French Connection – Writers’ Tears Copper Pot Deau XO Cognac Cask Finish

Carlow, Ireland: 5 February, 2019:  Walsh Whiskey has released Writers’ Tears Copper Pot – Deau XO Cognac Cask Finish, a super-premium edition of its universally popular Writers’ Tears Copper Pot Irish whiskey. It is the fourth expression released under the Writers’ Tears range. On this occasion Founder Bernard Walsh has finished his unique blend of aged Single Malt and aged Single Pot Still whiskey for nine months in 12 French Oak Casks that have been seasoned for 10 to 15 years with Deau XO Cognac. The 46% ABV, triple-distilled, non-peated, super-premium whiskey is available in just eight markets worldwide including the USA, Ireland, Travel Retail (Ireland), Germany, Holland, Canada, France & the UK. The RRP is €74.99/STG £67.99.

Introducing the Writers’ Tears Copper Pot – Deau XO Cognac Cask Finish, Bernard Walsh explained the craftsmanship that has gone into every stage of the whiskey’s development:

“Everything about this expression comes from the highest quality inputs, from our own unique blend of triple-distilled Single Malt and aged Single Pot Still whiskeys, to the finish in French (Limousin) Oak casks from the renowned family cooperage of Allary that have been seasoned by the Legaret family’s Deau XO Cognac for between 10 to 15 years. Everything builds to a special experience that we are very proud to put our own family name to and are delighted to share with fans of the Writers’ Tears portfolio, as well as those who might be trying a Writers’ Tears expression for the very first time. Sláinte!”

Tasting Notes

Nose

Succulent notes of poached pear, summer berries, hints of freshly pressed grapes and citrus zest.

Taste

Creamy smoothness with rich chocolate undertones.

Finish

Floral and fruit aromas make way for an undeniably bold finish.

Bei Glenmorangie wird ab sofort Erweiterung gebaut

Zwei Projekte in der Highland-Destillerie Glenmorangie werden ab sofort gebaut: Das adaptierte Still House wird zwei weitere der ikonischen Pot Stills mit den langen Hälsen beherbergen – und zusätzlich wird aus wiederverwerten Steinen aus den Warehouses ein neues Gebäude errichtet, das zusätzliche Anlagen zum Maischen und Fermentieren aufnehmen soll. Weiters werden zwei neue Lagerhäuser gebaut – alles im Sinne einer Kapazitätserweiterung der Brennerei, die so wie Ardbeg (wo ebenfalls ausgebaut wird) zum Moët Hennessy gehört.

Für den Bau verantwortlich zeichnet Morrison Construction – ein Baunternehmen aus der Galliford Try Group mit über 1000 Mitarbeitern, das bereits früher für Glenmorangie gearbeitet hat und viele öffentliche und private Bauvorhaben in Schottland umsetzt. In den letzten fünf Jahren hat es Projekte im Gesamtwert von einer Milliarde Pfund betreut.

Das neue Stillhouse, das jetzt für Glenmorangie gebaut wird, können Sie jetzt schon in der untenstehenden Architektenzeichnung sehen.

Dsa neue Stillhouse von Glenmorangie. Bild: Morrison Construction

Neu: Octomore Ten Years Dialogos „The Outlier“

Nun ist er auch endlich offiziell von der Brennerei Bruichladdich vorgestellt: Der neue Octomore Ten Years Dialogos ist erschienen und auf der Webseite von Bruichladdich sowie auch im Fachhandel bestellbar.

Was gibt es über den Octomore Ten Years Dialogos „The Outlier“ zu sagen? Hier die Info, die an die Händler ging:


OCTOMORE TEN YEARS | DIALOGOS – THE OUTLIER.
 

Da Octomore 09.1 bis 09.3 allesamt im Jahr 2012 sowie aus der Sorte Concerto destilliert wurden, lag es nahe, für die Nummer 4 die Kriterien etwas abzuwandeln. Mit ihren zehn Jahren Reife ist die mittlerweile dritte Ausgabe des Octomore Ten Years eine Hommage an Single-Malt-Größen wie 06.2 und 07.4 und der absolute Ausreißer der aktuellen Serie.


 
Octomore Ten Years repräsentiert eigentlich alles, was ein Octomore nicht sein sollte: doppelte Reifezeit, kombiniert mit einer sehr komplexen Reifung in ehemaligen Bourbon-, Cognac- und Portfässern sowie naturbelassener Virgin Oak. Und dennoch überzeugt das Ergebnis!  Bei Bruichladdich sagt man: „Mit jedem Octomore entwickeln wir uns immer weiter. Nur so entsteht aus vielen einzelnen Faktoren etwas Großartiges, das sich am besten in den Worten von Aristoteles ausdrücken lässt: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
 
Ein Dram von enormer Tiefe, der sich erst mit der Zeit erschließt. Mehr als die Summe der einzelnen Teile erzählt der Octomore Ten Years seine ganz eigene Geschichte. Intensiv und vollmundig mit Noten von Schokolade, Tabak, Lagerfeuer und Leder, Vanillepudding, Blaubeeren, trockenes Stroh und Birnenbonbons. Würzig wärmend wie Glühwein, Tabak, Malz und Puderzucker, gehüllt in einen Mantel aus erdigem Torfrauch. Trocken am Gaumen.

  • Destilliert 2008, Erntejahr 2007
  • 100% schottische Optic-Gerste
  • 167PPM
  • Non-Chill filtered und ohne Farbstoff
  • Full-Term-Reifung in 1st-Fill-Port-Pipes (37%), 1st-Fill-Cognac-Fässern (31%), 2nd-Fill-Ex-American-Whiskey-Fässern (20%).
  • 3 Jahre in 1st-Fill-Ex-American-Fässern, 2 Jahre in Virgin-Oak- und 6 Jahre in Ex-American-Whiskey-Fässern (12%)

Alkoholgehalt: 56,8% vol.
UVP: 164,- €

 

Neu – Littlemill 40yo Celestial Edition

Die Loch Lomond Group, Besitzer und Nachlassverwalter der bereits abgerissenen Littlemill Distillery in den Lowlands, hat heute eine neue Abfüllung aus deren Beständen angekündigt. Es handelt sich dabei um einen 40-jährigen Single Malt mit 46.8% Alk./Vol., von dem es 250 Flaschen geben wird. Entsprechend dem Alter und der stetig weniger werdenden Fässer aus der Lowland-Brennerei ist der Preis nicht gerade bescheiden: 6.000 Britische Pfund wird man dafür auf den Tisch legen müssen.

Weitere Infos zur neuen Abfüllung sowie die Tasting Notes können Sie der nachfolgenden englischsprachigen Pressemitteilung entnehmen:


Stars align for launch of Littlemill 40 Year Old Celestial Edition

Loch Lomond Group has launched the Littlemill 40 Year Old Celestial Edition (46.8% ABV) in the UK, the oldest expression ever to be released from the now lost Littlemill distillery.

The precious liquid, distilled by what is rumoured to be one of the world’s oldest distilleries, is available now priced at £6,000. Only 250 bottles will be produced in total, making this a much sought-after collector’s item.

Littlemill 40 Year Old Celestial Edition celebrates the life’s work of Littlemill owner Duncan Thomas. The spirit represents the culmination of his knowledge and experience and captures the spirit of his pioneering distilling process.

The stunning presentation box captures an exact map of the night sky seen above Littlemill Distillery on the evening that the liquid was barrelled. Inside, the hand-faceted Glencairn Crystal decanter, each engraved with its unique bottle number, is finished with a solid brass stopper made in Glasgow. Each box also contains a 5cl vial of the 40 Year Old liquid, for those who would like to sample the whisky while keeping the bottle intact.

Duncan Thomas was a true pioneer of Scotch Whisky, pushing boundaries and introducing innovation that would long outlive him. One of his more lasting legacies was the introduction of the straight necked pot still with rectifying heads, that made it possible to create variations on each spirit he produced, allowing him to retain control of the character of the final liquid. This philosophy was embraced by Japanese distilleries in the East, and to mark this, the 40 Year Old box shows the star chart on the night that the spirit was laid to rest, charting the two paths of Duncan Thomas and Japanese Whisky experimentation.

Michael Henry, Master Blender at Loch Lomond Group, said: “The Littlemill 40 year old Celestial Edition is a fitting way to celebrate the legacy left by Duncan Thomas, and the truly exceptional liquid is worthy of his name.”

Rumoured to be one of the oldest in Scotland, and possibly even the world, the Littlemill distillery has a long and fascinating history. Officially established and producing whisky legally from 1772 in Bowling on the banks of the River Clyde near Glasgow, the distillery fell silent in 1994 and was subsequently destroyed by fire in 2004, never to produce a drop again.

Littlemill’s rich history includes a number of owners over its lifetime and it was notably one of the first distilleries to have a female licensee, Jane MacGregor, in 1823. In the 1930s, the distillery was known for triple distillation before moving to the more traditional double distillation now associated with Scotch whisky.

In 1931, under the stewardship of the American Duncan Thomas, Littlemill was at the forefront of still innovation with technical designs that could create three styles of single malts from full-bodied to light. These innovative stills provided the inspiration for the Loch Lomond Distillery, which was opened in the 1960s.

Rare amongst the Lowland malts in using a Highland water source, as well as peat from Stornoway and Perthshire, Littlemill whiskies are renowned for a subtly floral, vanilla-rich sweetness.

Littlemill 40 Year Old Celestial Edition is available to buy from specialists whisky stockists.

Littlemill 40 Year Old Celestial Edition Tasting Notes

Nose – Floral bursts of honeysuckle and elderflower, early summer hedgerow, with delicate honey sweetness and elegant oak spice of cinnamon and nutmeg.
Taste – Opens with mouth-watering fruits, crisp green apple and fresh pineapple with grapefruit and lime citrus then richer dried fruits of sultana and raisins before vanilla toffee gives sweetness to the mid-palate.
Finish – Long with layers of fruit and spice. Green fruits continue into the finish with gooseberry and kiwi before waves of warming cinnamon and clove spice.

Exklusiv: Ein Besuch bei der James Sedgwick Distillery in Südafrika (Teil 1)

Nordöstlich von Kapstadt, mitten in der südafrikanischen Weinregion und von der Stadt am Kap aus in knapp einer Stunde erreichbar, liegt der Ort Wellington – und an dessem westlichen Eingang die James Sedgwick Distillery. Uns präsentiert sie sich bei unserem Besuch vor der Kulisse der schroffen Berge, durch die der für den Grain Whisky aus der Brennerei namensgebende Bain’s Kloof Pass führt, als weißes Kleinod unter dem strahlend blauen Sommerhimmel der südlichen Hemisphäre.

Blick zum Eingang der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Die Brennerei selbst gibt sich als solche durch ihr Pagodendach erkennbar – allerdings ist dieses hier, abgesehen vom schmucken Aussehen, funktionslos und ziert den Turm mit den Grain Stills, die den Großteil der Produktion hier ausmachen.

Das ikonische Pagodendach der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Vor Ort werden wir vom Gründer und Master Distillery Andy Watts, einem ehemaligen englischen Cricketprofi, den es noch als Sportler nach Südafrika verschlagen hat (wer mehr über Andy und seine Geschichte erfahren will, findet hier ein Video, in dem er darüber erzählt), herzlich begrüßt und ins Besucherzentrum geleitet. Obwohl es noch nicht Mittag ist, wird es draußen mit über 30 Grad schon sehr warm.

Ein Blick in das Besucherzentrum. Bild © Whiskyexperts 2019

Drinnen sind wir alleine mit Andy Watts – die Destillerie ist für Besucher nur am Freitag und Samstag geöffnet, unseren Besuch hat man für Donnerstag arrangiert.

Andy erzählt uns kurz über die Geschichte der James Sedgwick Distillery, die im Jahr 1977 beginnt und nach wie vor die einzige Whiskybrennerei auf dem afrikanischen Kontinent darstellt:

Auch in diesem Schaubild ist die Geschichte der Brennerei und der Whiskyproduktion in Südafrika sehr schön dargestellt:

Whisky in Südafrika und in der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

In der James Sedgwick Distillery werden zwei verschiedene Whiskys hergestellt: Der Bain’s Cape Mountain Whisky ist ein vielfach ausgezeichneter Grain Whisky, der im Jahr 2018 bei den World Whisky Awards sogar als bester Grain der Welt prämiert wurde. Er ist auch im deutschen Sprachraum erhältlich. Leider nicht bei uns gibt es den Three Ships Single Malt Whisky, der in verschiedenen Altersstufen und mit diversen Sonderabfüllungen angeboten wird.

Video: Die Abfüllungen im Display

Damit ist die James Sedgwick Distillery eine der wenigen Brennereien weltweit, in der sowohl Grain Whisky als auch Malt Whisky erzeugt werden. Der Unterschied im Produktionsablauf der beiden Whiskyarten ist in einem Schaubild im Besucherzentrum übrigens hervorragend herausgearbeitet. Oben die Grain-Produktion, unten der Malt Whisky:

Grain vs. Single Malt in der Produktion. Bild © Whiskyexperts 2019

Hier nochmals alle Produkte der Core Range der James Sedgwick Distillery:

Die Core Range der Brennerei. Bild © Whiskyexperts 2019

Gemeinsam mit Andy Watts gehen wir nun aus dem Besucherzentrum zur Brennerei. Dort wird gerade Grain produziert (8 Monate im Jahr ist Grain Season, jeweils an die zwei Monate wird Single Malt produziert oder die Anlage zur Wartung stillgelegt. In großen Lastern wird südafrikanischer Mais angeliefert:

Grain wird zur James Sedgwick Distillery geliefert. Bild © Whiskyexperts 2019
Grain wird zur James Sedgwick Distillery geliefert. Bild © Whiskyexperts 2019

Gelagert wird das Getreide in einem Silo hinter dem Gebäude mit der Mühle – täglich werden zwischen 60 und 90 Tonnen verarbeitet:

Getreidesilo bei der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Wir werfen auch einen kurzen Blick auf die Mühle, die die Körner aufbricht, damit sie dann vermaischt werden können.

Getreidemühle der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Jetzt geht es ins Stillhouse. Zunächst sehen wir uns die beiden Stills für die Single Malt Produktion an. Wash Still und Spirit Still sind exakt gleich groß. Sie wurden in Schottland von Forsyths gefertigt und nach Südafrika gebracht. Wenn man vor dem Spirit Safe steht, dann hat man einen formidablen Ausblick auf die Berge, die Wellington im Osten einfassen.

Video: Die Stills und der Spirit Safe

Die beiden Stills hier noch in ein paar Bildern eingefangen – und auch den Spirit Safe können Sie hier nochmals aus der Nähe betrachten. Da zur Zeit unseres Besuches gerade Grain-Saison war, ist er allerdings nicht in Betrieb:

Die Stills der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Die Stills der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Die Stills der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Die Stills der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Die Stills der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Der Spirit Safe der James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Aktiv sind allerdings die Mash Tuns aus Edelstahl – der erste der beiden wird gerade mit lautem Zischen befüllt. Auch dazu ein kurzes Video.

Video: Mash Tuns aus Edelstahl

Die Column Stills für die Grainproduktion sind ein ungewohnter Anblick für jene, die die Pot Stills gewohnt sind. Schlank und hoch destillieren sie in einem einzigen Produktionsvorgang. Hier ein paar Bilder, inklusive der ältesten dort noch befindlichen Brennsäule:

Columns Stills, James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Columns Stills, James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019
Die älteste Column Still, James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Im Kontrollraum der Brennerei haben wir nochmals einen tollen Blick auf den Spirit Safe und die Pot Stills.

James Sedgwick Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Wir fragen Andy Watts nach den Besonderheiten der Produktion hier – und haben seine Antwort in einem Video zusammengefasst. Ein schöner Blick hinter die Kulissen für alle, die sich für Details der Whiskyproduktion interessieren:

Im zweiten Teil unseres Berichts vom Besuch bei der James Sedgwick Distillery nehmen wir Sie mit zu den gigantischen Fermentern, zu den Anlagen, die die Brennerei zu einem Musterbeispiel der Nachhaltigkeit machen – und dann natürlich in die Fasslager, die sich anders präsentieren, als man es sich erwartet hätte. Bis dahin!

Zum zweiten Teil des Artikels geht es hier.

Im Sinne der in unseren Leitlinien vorgegebenen Transparenz geben wir bekannt, dass die Reisekosten nach Südafrika und die Kosten für den Aufenthalt dort von der Redaktion getragen wurden. Der deutsche Importeur Diversa und die James Sedgwick Distillery haben uns bei der Organisation des Besuchs perfekt unterstützt. Dafür und für die gastfreundliche Aufnahme unseren herzlichsten Dank!
Die James Sedgwick Distillery nimmt keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Hunter Laing: Stewart Laing über Märkte und Ardnahoe

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Ihre Islay-Brennerei Ardnahoe steht kurz vor der offiziellen Eröffnung (schon im laufenden Monat könnten die beiden noch ausstehenden offiziellen Genehmigungen erteilt worden sein) – und auch sonst läuft es momentan sehr gut für Hunter Laing.

In einem Artikel in Herald Scotland zeigt sich Besitzer Stewart Laing erfreut über die Geschäftszahlen. Gerade in China sei ein deutliches Wachstum im Vergleich zur Vorjahresperiode (jeweils mit 1. Mai des Jahres) zu sehen. In Europa gäbe es trotz der Unsicherheiten rund um den Brexit „business as usual“ – die europäischen Kunden hätten bislang keine Hamsterkäufe getätigt und man sei mit der Situation zufrieden. Zudem, so Stewart Laing, wäre Europa ja nicht die Welt, wenn es um Whisky geht, auch China, die USA und Taiwan hätten hohes Potential.

Den Lagerwert bezifferte Stewart Laing mit 7.1 Millionen Pfund, 500.000 Pfund mehr als im Vorjahr.

Zur Destillerie Ardnahoe auf Islay meinte David Armour, der Finanzdirektor des Unternehmens, dass man die Kapazität der Brennerei seit den ursprünglichen Plänen verdoppelt hätte, und dass deshalb die Kosten von 8 Millionen Pfund nicht eingehalten werden konnten. Insgesamt befinde man sich aber im Plan.

Stewart Laing meinte, dass es sicher fünf bis sieben Jahre dauern würde, bis der erste Whisky aus Ardnahoe bereit wäre – und man wollte typisch torfigen Islay-Whisky produzieren. 

Ardnahoe aus der Luft. © Ardnahoe Distillery

Serge verkostet: Blends und NDS-Malts

NDS steht für No Distillery Statement – also für Whiskys, die nicht genau sagen, woher sie kommen (NAS stünde für No Age Statement, also Whiskys ohne Altersangaben). Vier dieser NDS-Whiskys hat Serge Valentin heute verkostet, und dazu einen brandneuen Blend von William Cadenhead.

Der Blend ist übrigens der erste Whisky mit dem Abfülljahr 2019, den man bei Whiskyfun verkostet. Gegen die Single Malts hat er es allerdings etwas schwer. Hier die Wertungen der Verkostung:

  • William Cadenhead Blend 20 yo (46%, Cadenhead, blend, butt, batch 2, 2019): 82 Punkte
  • Speyside Region 43 yo 1973/2017 (47.4%, The Whisky Agency for The Whisky Exchange, butt, 568 bottles): 93 Punkte
  • Speyside 29 yo 1989/2018 (49.1%, Maltbarn, bourbon barrel, 133 bottles): 89 Punkte
  • Port Askaig 34 yo (49.7%, Elixir Distillers, 2019): 91 Punkte
  • Port Askaig 33 yo (50.3%, Elixir Distillers, Impex Beverages USA, 2018): 91 Punkte

Und als Titelbild wählen wir heute der Port Askaigs wegen einfach eine schöne Islay-Szene…

Paps of Jura von Islay aus. Bild (c) Lydia Frontczak

TTB Neuheiten: Laphroaig 30yo, Tamdhu 15yo, Glenlivet Triple Cask, Inchmurrin Madeira

Der Shutdown in den USA ist zur Zeit vorbei (er könnte aber in absehbarer Zeit wieder in Kraft treten, wenn man sich beim Budget nicht einig wird), daher beginnen die Beamten, die die TTB-Datenbank warten, Neuerscheinungen wieder abzuarbeiten. Das beschert uns eine Menge neuer und interessanter Abfüllungen, von denen wir vier herausgegriffen haben. Wie immer der Hinweis, dass ihr Erscheinen durch die Aufnahme in die us-amerikanische Datenbank nicht fix sein muss – aber wahrscheinlich ist es dadurch auf jeden Fall.

Fangen wir mit einem interessanten Laphroaig an (Danke an unseren Leser Jedi für den Hinweis): Der Laphroaig 30yo mit dem Beinamen „The Ian Hunter Story Book 1 – Unique Charakter“ ist als Gedenken an Ian Hunter herausgebracht, dem letzten Mitglied der Johnston Familie, der die Destillerie führte, und dieser könnte mit 48% Alkoholstärke abgefüllt werden, allerdings ist diese Angabe auf dem Label offenbar ein Platzhalter. Hier die Etiketten:

Nur halb so alt, aber ebenso interessant ist der Tamdhu 15yo, der anscheinend dem Tamdhu 12yo folgen soll, allerdings als Limited Release, also wohl nicht als permanente Ergänzung der Produktfamilie. Der Speysider ist mit 46% Alkoholstärke abgefüllt und sieht von den Etiketten her wie folgt aus die Flaschenform dürfte so bleiben wie bei den anderen Tamdhu-Abfüllungen):

Kommen wir zur Neuheit Nummer 3, die diesmal für den Travel Retail gedacht scheint: Der Glenlivet Triple Cask Matured White Oak Reserve ist als 1-Liter-Flasche ausgelegt und daher wohl nicht für den Fachhandel gedacht. Zum Borubon- und Sherrycask gesellt sich hier laut Etikett ein hoher Anteil an Virgin Oak (amerikanische Weißeiche ohne vorige Belegung) dazu. Das ganze wird dann mit 40% Alkoholstärke abgefüllt. Auch hier die Etiketten:

Last but not least haben wir einen Inchmurrin mit Madeira Cask Finish gefunden. Es soll zu den Aromen von Gartenfrüchten noch etwas Muskat und Marzipan hinzufügen. Füllstärke dieser NAS-Abfüllung (ohne Altersangabe) ist 46%. Hier die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.