Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (107)

In der aktuellen Folge von „Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche“ stellen wir Ihnen wie jede Woche Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ vor, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos (oder im Podcast) werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

Hier die Beiträge von heute – wir wünschen viel Vergnügen damit:

Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube  – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Photo credit: Wiertz Sébastien on Visual Hunt / CC BY

Video: Scotch Whiskey AKA Scotch Whisky Reel 1 (1947)

Das heutige Sonntagsvideo möchten wir Ihnen auf eine Empfehlung von Serge Valentin hin, dem Altmeister der Verkostungsnotizen auf Whiskyfun, ans Herz legen: Scotch Whiskey AKA Scotch Whisky Reel 1 (1947) zeigt in knapp 10 Minuten die Erzeugung schottischen Whiskys kurz nach dem zweiten Weltkrieg. In diesem Schwarzweißfilm sieht man die Whiskyherstellung, die damals noch von Hand geschah, von der Ernte der Gerste bis hin zum Rollen der Fässer in die Lagerhäuser bei Glenrothes.

Machen Sie mit uns mit dem obenstehenden Youtube-Video einen Ausflug in die Geschichte des schottischen Whiskys – in eine Zeit, die uns nach mehr als 70 Jahren schon irgendwie fremd und vielleicht dennoch sehr heimelig erscheint…

Fremde Federn (24): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben – wir wünschen allen, die uns diesmal oder bisher ihre Notes gesendet haben, ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus‘ Weihnachtsverkostung

Einfach mal mit Freunden gemeinsam zusammensitzen und guten Whisky genießen – das war der Wunsch von Angus MacRaild, der am Samstag zumeist Serge Valentin auf dessen Verkostungsseite vertritt.

Gesagt getan, und Angus fand sich mit einigen Freunden im Dornoch Castel Hotel ein, um dort eine Latte schöner und seltener Whiskys zu verkosten – quer durch das, was Schottland zu bieten hat. Und was soll man sagen? Das war schon mal der erste Durchgang eines Weihnachstfestes :-).

Hier die Abfüllungen der Verkostung und ihre Punktewertungen:

  • Imperial 21 yo 1996/2018 (44.8%, Thompson Bros, refill barrel, 152 bottles): 89 Punkte
  • Carsebridge 45 yo 1973/2018 (53.5%, Thompson Bros, sherry butt, 349 bottles): 88 Punkte
  • Bladnoch 13yo (80 poof, Cadenhead miniature, 1970s): 88 Punkte
  • Glenury Royal 13yo (80 poof, Cadenhead miniature, 1970s): 89 Punkte
  • Springbank 17yo (80 poof, Cadenhead miniature, 1970s): 90 Punkte
  • Highland Park 22 yo (80 poof, Cadenhead miniature, 1970s): 92 Punkte
  • Bowmore 13 yo (80 proof, Cadenhead miniature, 1970s): 91 Punkte
  • Balblair VH ‘Small Still’ (88 proof, OB, early 1970s): 92 Punkte
  • Ord 27 yo 1962/1989 (55.4%, Cadenhead miniature): 94 Punkte
  • Ord 26yo 1962/1988 (56.5%, Duthie for Japan): 93 Punkte
Photo credit: mattwunderle on Foter.com / CC BY

Sazerac finalisiert den Kauf von 19 Marken von Diageo

Etwas früher als angenommen ist der Kauf von 19 Marken, darunter auch einige kanadische Whiskys, durch das Familienunternehmen Sazerac von Diageo über die Bühne gegangen (einen ersten Report darüpber brachten wir Mitte November hier).

Diese Marken sind nun in neuem Besitz:

  • Seagram’s V.O.
  • Seagram’s 83
  • Seagram’s Five Star
  • Popov
  • Relska
  • The Club
  • Black Haus
  • Peligroso
  • Grind
  • Piehole
  • Parrot Bay
  • Stirrings
  • Scoresby
  • John Begg
  • Myers’s
  • Romana Sambuca
  • Yukon Jack
  • Booth’s
  • Goldschlager

 

Hier die englischsprachige Pressemitteilung, die uns dazu aus Louisville, Kentucky erreichte:


The Sazerac Company Completes Purchase of 19 Brands from Diageo

Louisville, Kentucky (Dec. 21, 2018) – The Sazerac Company, one of America’s oldest family owned, privately held distillers, has completed the sale of 19 brands from Diageo, a global leader in beverage alcohol with an outstanding collection of brands across the spirits and beer categories.

The brands purchased by Sazerac are Seagram’s V.O., Seagram’s 83, Seagram’s Five Star, Myers’s, Romana Sambuca, Yukon Jack, Booth’s, Goldschlager, Popov, Relska, The Club, Black Haus, Peligroso, Grind, Piehole, Parrot Bay, Stirrings, Scoresby and John Begg brands.

“We are excited to close on the sale of these 19 iconic brands from Diageo and we look forward to further developing these brands globally within the Sazerac portfolio,”

said Jake Wenz, Sazerac’s chief operating officer.

About the Sazerac Company

Sazerac is one of America’s oldest family owned, privately held distillers with operations in the United States in Louisiana, Kentucky, Indiana, Virginia, Tennessee, Maine, New Hampshire, South Carolina, Maryland, California, and global operations in the United Kingdom, Ireland, France, India, Australia and Canada. For more information on Sazerac, please visit www.sazerac.com.

TTB-Neuheit: Compass Box No Name No. 2

Frisch in der us-amerikanischen TTB-Datenbank ist eine zweite Ausgabe des No Name von Compass Box aufgetaucht. Der No Name No. 2 gibt wieder die genaue Zusammensetzung des (erneut) stark getorften Blended Malts preis: 75.5% Caol Ila aus Refill Sherry Butts, 10.5% Talisker aus Rejuvenated Hogsheas, 13.5% Clynelish, ebenfalls aus Rejuvenated Hogsheads, und 0.5% aus drei ungenannten Highland Single Malts, die in neuen französischen Eichenfässern gefinisht wurden. Lead Whiskymaker war dabei übrigens die aus Elgin stammmende und nun in London lebende Jill Boyd, die ihre Whiskykarriere ursprünglich bei William Grant begonnen hat.

8436 Flaschen sollen von Compass Box im Februar 2019 mit 48,9% Akoholgehalt abgefüllt werden.

Hier die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Edrington verkauft Destillerie Glenturret an Schweizer Weinhändler Art & Terroir

Seit Juni hat die Edrington Group (Besitzer von unter anderem The Macallan sowie Highland Park) die Destillerie Glenturret in den Highlands zum Verkauf ausgeschrieben. Nun ist der Besitzerwechsel der Brennerei, die seit 240 Jahren Whisky produziert, beschlossene Sache. Und mit ihm ist auch die Schweiz unter die Eigner von schottischen Whiskybrennereien geraten.

Glenturret, im Besitz von Edrington

Käufer ist nämlich der Weingroßhänder und -Produzent Art & Terroir, gemeldet in Zollikon in der Schweiz. Man will dort, nach der endgültigen Übernahme im Frühjahr 2019, alle bestehenden 23 Arbeitsplätze erhalten. Über die Kaufsumme wurde nichts verlautbart, steht im Artikel der BBC.

Edrington will nach eigenen Angaben die neuen Eigentümer während einer Übergangsperiode mit der eigenen Expertise begleiten.

Hier noch zwei Statements zum Verkauf, eines von Ian Curle, noch-CEO der Edrington Group:

When we announced the sale in June, we were clear that we expected that all jobs would be safeguarded and we are pleased that negotiations have settled on a good result for Edrington and Art & Terroir, and one which will protect all our employees at Glenturret. We are pleased to be placing The Glenturret in the hands of Art & Terroir and we know that the distillery will thrive under their management.

Und das sagt der Managing Director von Art & Terroir, Silvio Denz, zum Deal:

We are proud to take ownership of this fine and historic distillery. The Glenturret is the perfect choice as we enter the world of Scotch whisky and we are looking forward to working with the existing team to bring even greater success to this superb single malt and to its beautiful Perthshire surroundings.

Photo credit: pedrik on Foter.com / CC BY
Photo credit: fhwrdh on Foter.com / CC BY

PR: The Craigellachie Hotel feiert 125. Geburtstag

Eines der bekanntesten Whisky-Hotels der Welt feiert in diesen Tagen den 125. Geburtstag: Das Craigellachie Hotel, so ziemlich im Zentrum der Speyside, kann nicht nur auf eine lange Tradition zurückblicken, man hat sich für die Zukunft auch einiges vorgenommen. So wird zum Beispiel ab dem nächsten Jahr „The Quaich“ umgestaltet, und mit Jospeh Fischer wird man einen neuen Executive Chief in der Küche begrüßen können.

Der eigene Whisky namens Copper Dog, der von Diageo hergestellt und vertrieben wird, ist bereits in 64 Ländern der Welt erhältlich – wer allerdings die 850 anderen Whiskys, die das Hotel bietet, verkosten will, tut dies am Besten vor Ort, schreibt man in der nachfolgenden Pressemitteillung, die wir mit einigen Bildern vom Craigellachie Hotel „gewürzt“ haben:


TOP WORLD WHISKY HOTEL CELEBRATES 125TH ANNIVERSARY

Das Hotel. Bild © Craigellachie Hotel

The Craigellachie Hotel was designed by Charles Doig and built by Sir Alexander Edward in the 1890’s, who recognised that Craigellachie and Speyside was becoming a tourist attraction. Mr Edward went on to build several distilleries including the Craigellachie Distillery in 1893. Situated where the iconic river Spey meets the Fiddich, the hotel sits at the heart of Speyside and the Malt Whisky Trail, with some of the world’s top distilleries only a stone’s throw away. In 2016 it also launched its own whisky: Copper Dog, which is now one of Scotland’s most popular blended malts and distributed to 64 countries around the world.

Der Frühstücksraum. Bild © Craigellachie Hotel

Home to the lively Copper Dog bar and the world famous Quaich Bar, which boasts over 850 single malt whiskies, the 26 room hotel has played a pivotal role in the region’s tourism bounce, bringing much needed premium quality accomodation and food offer to the area whilst being a popular meeting place for the local community. Figures released by Moray Speyside Tourism have revealed that 806,000 people visited the region during 2017 – an increase of about 56,000 on the year before.

Das Copper Dog. Bild © Craigellachie Hotel
Das Copper Dog. Bild © Craigellachie Hotel
Das Copper Dog. Bild © Craigellachie Hotel
Das Copper Dog. Bild © Craigellachie Hotel
Das Copper Dog. Bild © Craigellachie Hotel
Das Copper Dog. Bild © Craigellachie Hotel

Managing Director, Kevin Smith who joined the hotel in 2010 from 5 star Mar Hall near Glasgow said:

Managing Director Kevin Smith. Bild © Craigellachie Hotel

“I’ve always said that we wanted to create a hotel that makes you feel at home when you arrive, and when you leave we want you feel like you can’t wait to return. Whether it’s the local community, Guy Ritchie, CHVRCHES, Frightened Rabbit, First Minister Nicola Sturgeon or the world’s distilling elite, we are proud to have created a world-class hospitality experience rooted in our home in Speyside, the largest whisky producing region in the world.

Die Quaich Bar. Bild © Craigellachie Hotel

“Our 125th anniversary marks an important part in the hotel’s journey, it’s been a record year for tourism, the number of guests visiting the hotel, for our very own whisky which is now enjoyed in over 64 countries across the world and for our restaurant Copper Dog which features in the Michelin Guide for the third year.

Die Quaich Bar. Bild © Craigellachie Hotel

“In 2019 we are marking our anniversary with a state-of-the-art cocktail menu, we welcome a brand new Executive Chef – Joseph Fisher – and a new look for ‘The Quaich’ which will offer dining for the first time. Whether for weddings, weekend breaks, indulging in Speyside cuisine or enjoying one of our 850 plus whiskies on offer, we look forward to the next generation of The Craigellachie and thank everyone for their continued support.”

Image by painter Luck Blake created to celebrate the hotel’s anniversary.

Arbikie veröffentlicht ersten schottischen Rye-Whisky seit 100 Jahren

Der Rye-Whisky ist nach Schottland zurückgekehrt: Die Arbikie Distillery hat laut einem Bericht der BBC soeben das erste Batch ihres Rye Whiskys veröffentlicht. Der Arbikie’s Highland Rye Single Grain Scotch Whisky wurde mit Roggen der familieneigenen Farm in Lunan Bay, Arbroath, 2015 gebrannt. Man verwendete eine Mischung aus Arantes Roggen, gemälzter Odyssey Gerste and Viscount Weizen. Der Whisky kam zunächst in first-fill charred American Oak casks und wurde dann in Pedro Ximénez casks gefinisht.

Der Arbikie’s Highland Rye Single Grain Scotch Whisky wird in ausgesuchten Fachgeschäften in Asien, Afrika, Nordamerika und auch Europa erhältlich sein. Der Preis einer der 998 abgefüllten Flaschen: 250 Pfund.

Wer den Arbikie’s Highland Rye Single Grain Scotch Whisky in Deutschland anbieten wird, konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen, werden diese Information aber im Fall der Fälle hier nachreichen.

PS: Die Veröffentlichung des Rye von Arbikie ist übrigens ein schönes Beispiel dafür, dass die Angaben auf den Labels in der TTB-Datenbank nicht immer dem entsprechen müssen, was dann tatsächlich auf den Markt kommt.  Als wir im September dieses Jahres über den Eintrag in der Datenbank berichteten, ging die Destillerie noch von einer Batchgröße von 1200 Flaschen aus. Auch das Design änderte sich etwas, und aus dem „ersten Grain aus Schottland seit über 200 Jahren“ wurden dann doch „nur“ 100 Jahre…

Serge verkostet: Eine bunte Mischung

Die bunte Mischung von verschiedenen Whiskys, die Serge Valentin heute auf seiner Seite verkostet, entzieht sich jeder sinnvollen Klassifizierung. Eine Flasche davon gibt nicht einmal preis, ob es sich bei ihrem Inhalt um einen Single Malt oder einen Blend handelt.

Vielleicht können wir das Mischmasch von heute, das Flaschen aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Alters bietet, so zusammenfassen: Nix Schlechtes findet sich darin.

Hier sind die sechs Kandidaten der Verkostung von heute, mit ihren Daten und ihrer Punktewertung:

  • Mackmyra 2013/2018 (49.4%, OB, Sweden, for SE23 whisky club, 1st fill oloroso, cask #7404): 85 Punkte
  • Special Scotch Whisky 50 yo (79.4° proof, Strachan’s of Royal Deeside, bottled 1968): 92 Punkte
  • Black Friday 18 yo ‘Orkney’ (54.6%, The Whisky Exchange, 2018): 89 Punkte
  • High Coast ‘Dàlvve Sherry Influence’ (48%, OB, Sweden, 2018): 85 Punkte
  • Sequoia ‘Pure Malt 1ère Impression (46%, OB, Distillerie du Vercors, France, 2018): 80 Punkte
  • Campbeltown Blended Malt 4 yo 2014/2018 (57%, North Star Spirits, two refill hogsheads, 726 bottles): 80 Punkte

Und welches Bild? Gut, auch einfach etwas Schönes, Buntes 🙂

Photo credit: DanielKrieg.de on Foter.com / CC BY-ND

 

BBC: Mehr als ein Drittel der getesteten alten Whiskys gefälscht

Zu einem vernichtenden Ergebnis kam ein Test, den das Scottish Universities Environmental Research Centre (SUERC) in East-Kilbride im Auftrag des Medienunternehmens BBC durchführte. Von den 55 Flaschen alten schottischen Single Malts waren 21 schlicht und ergreifend Fälschungen. 10 davon stammten angeblich aus der Zeit vor 1900.

Zum Nachweis der Fälschungen, die von Rare Whisky 101 eingesendet wurden, wurde das Alter der in den Flaschen enthaltenen Flüssigkeiten mit fortschrittlichen Methoden der Radiokarbondatierung gemessen – und so konnte nachgewiesen werden, dass der Inhalt der Abfüllungen nicht mit den Angaben am Etikett übereinstimmte und wesentlich jünger war.

Die Flaschen, und das ist dabei nicht unwichtig, wurden zufällig bei Auktionen, in Geschäften und bei privaten Sammlern ausgesucht – also nicht auf Verdacht selektiert. Ob sie dadurch tatsächlich ein repräsentatives Sample des Marktes darstellen oder ob die Zahl der Flaschen dafür doch zu gering ist, ist  eine Überlegung wert.

Wären alle 21 Flaschen bei Auktionen unbeanstandet unter den Hammer gekommen, so Rare Whisky 101, hätten sie einen Wert von 635.000 Pfund repräsentiert. Insgesamt schätrzt man beim Unternehmen, dass Flaschen im Wert von 41 Millionen Pfund als Fälschungen im Umlauf oder in Sammlungen zu finden sind, das ist mehr, als am Sekundärmarkt auf Auktionen umgesetzt wird.

Die Schlussfolgerung von RW101 für potentielle Käufer liest sich sehr harsch: „Man sollte alte Whiskyflaschen zunächst als Fälschungen betrachten, bevor sie sich als echt erweisen.“

Unser Ratschlag für potentielle Interessenten: Vorsicht ist immer die Mutter der Porzellankiste, und wie bei allen anderen Dingen gilt, dass man tunlichst Ahnung davon haben sollte, was man tut – besonders, wenn es um Werte geht.

Mehr zu den Resultaten und der verwendeten Messmethode im Artikel der BBC.

von Kotivalo (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Baugenehmigung für 12 Whiskey-Lagerhäuser in Co Westmeath erteilt

Ein riesiges Projekt erhält grünes Licht: Bis zu 200.000 Fässer mit irischem Whiskey könnten bald in zwölf Lagerhäusern reifen, die in Moyvore in Co Westmeath entstehen sollen, in einer ländlichen Gegend westlich von Dublin.

Das 140 Millionen Euro teure Projekt war zunächst einmal gescheitert, als die Genehmigung für den Bau wegen Bedenken rund um den Landschaftsschutz nicht erteilt wurde. In einem Berufungsverfahren hat man nun aber zugunsten des Bauträgers, der Vault Storage Limited entschieden, sodass den Bauarbeiten nun nichts mehr im Wege steht (eine Webseite des Projekts, das eigentlich schon im August hätte starten sollen, finden Sie hier).

Das Projekt soll dringend benötigte Lagerkapazitäten für die boomende irische Whiskeyindustrie schaffen, und wurde deshalb auch von der Irish Whiskey Association begrüßt, die die Berufung unterstützte und schon im Frühjahr vor mangelnder Lagerfläche warnte. Über 100 Arbeitsplätze werden durch den Bau und den Betrieb der Lagerhallen geschaffen, berichtet unter anderem RTE Irland in einem Artikel.

Whisky im Bild: Häuser in Tobermory (Wallpaper)

Auch heute möchten wir Ihnen in unserer Reihe „Whisky im Bild“ ein rechtefreies Wallpaper zum Download anbieten. Die bunten Häuser in Tobermory sind ein echtes Postkartenmotiv und auch Ideengeber für eine unlängst erschienenen Abfüllungsreihe der auf der Insel Mull beheimateten Destillerie, die ihren Namen von eben diesem Ort trägt.

Das Billd ist rechtefrei, Sie können es nach Belieben verwenden, auch für kommerzielle Zwecke. Die Vollversion (4000×3000 Pixel, 1.39MB) können Sie hier direkt herunterladen, unten finden Sie eine verkleinerte Version zum Anklicken und Ansehen. Viel Vergnügen!

Serge verkostet: Aberlour Casg Annamh und Einzelfass

Gestern hat sich einer unserer Leser gewünscht, Serge möge doch auch mehr „normale“ Abfüllungen verkosten und nicht ausschließlich teure und seltene Tropfen.

Nun, abgesehen davon, dass der Eindruck, Serge Valentin habe sich auf Besonderes spezialisiert, vielleicht auch dadurch entsteht, dass er eben viel Besonderes zum Verkosten angeboten bekommt, scheint er heute die Bitte erhört zu haben – und verkostet eine der neuen Abfüllungen aus Aberlour, die auch den Weg in die Regale des Fachhandels gefunden haben, den Casg Annamh. Dazu gibt es auch die Besprechung einer Abfüllung, die für einen Whiskyshop in Frankreich gemacht wurde.

Hier die Wertungen der beiden verkosteten Whiskys:

  • Aberlour ‘Casg Annamh’ (48%, OB, 2018): 85 Punkte
  • Aberlour 13 yo (57.7%, OB for The Whisky Lodge, 1st fill sherry, cask #79212, 618 bottles): 88 Punkte
Aberlour. Bild © Alexandra Kreutz
Aberlour. Bild © Alexandra Kreutz
Aberlour. Bild © Alexandra Kreutz
Aberlour. Bild © Alexandra Kreutz