Master Distiller Dave Pickerell gestorben

Die Whiskywelt verliert einen ihrer ganz Großen: Wie us-amerikanische Whiskyseiten übereinstimmend melden, ist Dave Pickerell, Mentor der amerikanischen Whiskyszene und Master Distiller, am 1. November in San Francisco gestorben.

1994 begann er seine Laufbahn bei Maker’s Mark, wo er 14 Jahre lang die Herstellung des Whiskeys beaufsichtigte. Danach arbeitete er als Konsulent für viele aufstrebende Craft Distilleries, und baute deren Stills. Er half Brennereien wie Whistle Pig, Hillrock Estate (bei beiden war er ebenfalls Master Distiller) oder Woodinville beim Aufbau der Marken, oder zuletzt Metallica bei der Erschaffung ihres eigenen Whiskeys, Blackened. Man kann ihn in seiner Bedeutung nicht hoch genug einschätzen, ähnlich einer Rolle, wie sie der leider ebenfalls schon verstorbene Dr. Jim Swan für die schottische Destillerienszene hatte.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Möge er in Frieden ruhen!

Dave Pickerell. Bild: Whistle Pig

TTB-Neuheiten: Spey The Scottish Chief & Boucan , Glenlivet FRAOS & Winchester Reserve 50yo

Und wieder haben wir ein wenig in der TTB-Datenbank gewühlt und einige interessante Labels gefunden, die auf die Veröffentlichung neuer Whiskys hindeuten. Für Leser, die uns erst seit kurzem folgen: Die us-amerikanische TTB-Datenbank ist eine offizielle Stelle in den USA, bei der Getränke-Unternehmen ihr Neuerscheinungen anmelden müssen, wenn sie auf dem amerikanischen Markt erscheinen sollen. Deren Daten sind öffentlich zugänglich. Damit ist nicht gesagt, dass die jeweilige Abfüllung tatsächlich erscheint oder auch in Europa zu haben sein wird, aber wir finden, die Etiketten sind schöner Brennstoff für die Gerüchteküche – und in 98% der Fälle haben wir bei der Zusammenstellung unserer Berichte ein gutes Händchen, und die Abfüllungen erscheinen dann tatsächlich auch in Europa.

Unser erster Fund betrifft die Highland-Destillerie Speyside Distillery und ihre Marke Spey. Dort bereitet man anscheinend die Veröffentlichung von zwei neuen Abfüllungen vor: Spey The Scottish Chief und Spey Boucan. Beide Etiketten sind sehr zurückhaltend mit Informationen über die Zusammenstellung und das Alter des Whiskys, The Scottish Chief ist auf 18000 Flaschen limitiert, Spey Boucan auf eine nicht genannte Anzahl, die fünfstellig zu sein scheint. Alle beide sind einzeln durchnummeriert – die Alkoholstärke beträgt 46%.

Hier die Etiketten:

Bei The Glenivet bahnen sich zwei Neuheiten an: Eine Founder’s Reserve American Oak Selection und ein 50jähriger Glenlivet aus der Winchester Collection, abgefüllt im Juni 2018. Ersterer wird wohl eine rein auf Bourbonfässern basierende Version des Founder’s Reserve werden, der Glenlivet 50yo etwas für sehr prall gefüllte Geldtaschen.

Hier einmal die Labels der Founder’s Reserve American Oak Edition, die mit 40% Alkoholstärke abgefüllt ist:

Und hier der Glenlivet 50yo, der aus dem Jahr 1967 stammt und mit 48% Alkoholstärke abgefüllt wurde:

 

Video: Pat Hock über den neuen Spirit of St. Kilian Batch #6

Vorgestern stellte die Destillerie St. Kilian in Rüdenau ihren neuen Spirit of St. Kilian Batch #6, ein 21 Monate alter getorfter Spirit, der auch in Sauternes-Fässern reifte, offiziell vor (die Meldung dazu finden Sie hier).

Im Rahmen der Aquavitae 2018 in Mülheim, die am letzten Wochenende stattfand, sprachern wir mit dem Blender des Batches, Pat Hock (vielen auch als einer der Vlogger bekannt, die uns Sonntag für Sonntag mit neuen Tasting Videos versorgen), über die Intentionen hinter der Abfüllung – und über die nähere Zukunft der Destillerie, die ja im nächsten Mai den ersten dreijährigen Whisky wird abfüllen können.

Das Video unseres Interviews finden Sie obenstehend. Es stammt von unserem Youtube-Kanal mit nunmehr bereits 199 Videos. Abonnieren Sie ihn doch hier, und bleiben Sie stets auf dem Laufenden bei unseren Beiträgen! 

Serge verkostet: Vier Ben Nevis mit Charakter

Whiskys aus der Highland-Brennerei Ben Nevis können in der Regel durch ihren expressiven Charakter gefallen – sie haben wenig Lieblichkeit und sehr viel geschmackliches Durchsetzungsvermögen. Das konstatiert auch Serge Valentin seinen vier Abfüllungen, die er heute verkostet. Es sind vier unabhängige Abfüllungen, und zwei davon stammen von Douglas Laing, die beiden anderen von La Maison du Whisky und Cask & Thristle – letztere Abfüllung wurde für China gemacht.

Punktemäßig befinden wir uns an der Oberseite von „sehr gut“, mit Wertungen zwischen 87 und 89 Punkten – dabei hilft wahrscheinlich auch ein wenig mit, dass alle Abfüllungen 19 Jahre und mehr alt sind, und eine vernünftige Alkoholstärke vorweisen, so um die 50 – 55 Prozent.

Hier die Wertungen der Verkostung:

  • Ben Nevis 22 yo 1996/2018 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask #DL 12518, 168 bottles): 88 Punkte
  • Ben Nevis 25 yo 1991/2018 (55.3%, La Maison du Whisky, Artist #8, sherry, cask #2375, 561 bottles): 89 Punkte
  • Ben Nevis 19 yo 1998/2017 (50.5%, Cask & Thistle for SCSM, marsala finish, cask #9895, 310 bottles): 87 Punkte
  • Ben Nevis 21 yo 1996/2017 (52.8%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, for SCSM, refill hogshead, 205 bottles): 89 Punkte
Ben Nevis. © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Neu: Arran Tuscan Wine Cask Matured

Leser, die in nächster Zeit nach Edinburgh kommen, könnten bei Royal Miles Whiskies den neuen Arran Tuscan Wine Cask Matured entdecken und kaufen – zu einem Preis von 65 Pfund. Zu diesem Preis, plus Porto un Verpackung, findet man ihn auch im Webshop.

Der neue Arran wurde aus drei Fässern mit 58.5% Alkoholgehalt abgefüllt – und zwar zum exklusiven Verkauf in dem bekannten Geschäft in Edinburgh – oder im glasweisen Ausschank in der Nauticus-Bar in Leith. Er stammt aus dem Jahr 2008, und es gibt gerade einmal 800 Flaschen von ihm.

Die Geschmacksbeschreibung in unserer Übersetzung: Schwarzwälder Kirschtorte mir dunkler Schokolade und klebrigen Datteln, insgesamt überwiegt ein fruchtiger Eindruck.

The Ambassadors’ Collection: Auktionsergebnis übertrifft Erwartungen

Die Idee entstand beim jährlichen Weihnachtstreffen der Brand Ambassadors, welches in Edinburgh und Glasgow im jährlichen Wechsel stattfindet: Die Markenbotschafter stellten ausgesuchte, seltene und spezielle Flaschen zur The Ambassadors‘ Collection zusammen. Diese Kollektion kam bei ScotchWhiskyauctions.com zur Versteigerung. Und der Erlös dieser Auktion kam dann der The Scottish Licensed Trade Benevolent Society (oder kurz: The Ben) zugute. Dies Hilfsorganisation der Getränkeindustrie in Schottland unterstützt in Not geratene Menschen, die im Licensed Trade gearbeitet haben, sei es bei finanziellen, gesundheitlichen oder psychischen Problemen. Wir stellten Ihnen diese Charity-Auktion im Juli vor, inklusive der 29 Flaschen, die versteigert wurden.

Die Auktion begann am 6. August und endete eine Woche später. Und nun können die Brand Ambassadors anlässlich des Ben Barrel Ball auch das Ergebnis ihrer Charity Auktion präsentieren. Beeindruckende £ 10.150 wurden mit der Versteigerung der 29 Flaschen erzielt. Dies ist mehr, als die Markenbotschafter zu hoffen gewagt haben. Alleine mit der Auktion der Springbank 11yo Ambassadors Collection Bottle konnten £ 2.200 gesammelt werden. Auf der Facebook-Seite der Ambassadors‘ Collection wird eine jährliche Wiederholung der Auktion in Aussicht gestellt. Darüber würden wir uns sehr freuen, und auch wieder sehr gerne begleiten.

PR: Johnnie Walker stellt 28-jährigen Midnight Blend vor

Die abschließende Ausgabe ihrer Master Blender’s Private Collection stellt Johnnie Walker in ihrer heutigen, englischsprachigen Presseaussendung vor. Und wenn wir richtig gezählt haben, ist dieser Midnight Blend die fünfte Abfüllung in der Reihe.

Der Midnight Blend ist auf 3.888 einzeln nummerierte Dekanter limitiert. Und wie sein Name auch schon vermuten lässt, soll er am Besten nach dem Abendessen oder kurz vor Mitternacht genossen werden. Den offiziellen Tasting Notes nach bietet der Midnight Blend verschiedene Ebenen aus Butterscotch, Karamell und Toffee, ausgewogen mit einer Fruchtigkeit und einem Hauch von Würze.

Dieser 28-jährige Blend ist ab Novemer in ausgewählten Standorten erhältlich und ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 750 $, also etwas mehr als 650 €, versehen.

Die komplette englischsprachige Pressemitteilung finden Sie wie gewohnt folgend:


Johnnie Walker Introduces 28 Year Old Midnight Blend

Final Release in Master Blender’s Private Collection Is an Opulent After-Dinner Whisky

Johnnie Walker has launched the final and fifth edition in the John Walker & Sons Private Collection, 28 Year Old Midnight Blend – a smooth and indulgent Scotch Whisky to be shared amongst friends and best enjoyed after dinner.

Only 3,888 limited-edition, individually numbered collectible decanters of this decadent Scotch have been released, with each containing rare and precious whiskies aged for a minimum of 28 years. Made to be savoured after-dinner, or approaching the ‚midnight‘ moment, 28 Year Old Midnight Blend features layers of butterscotch, caramel and toffee, balanced with a fruitiness and touch of spice.

Johnnie Walker Master Blender Jim Beveridge said:

„Whiskies aged for 28 years are rare, and very special. In our search to find the flavours and characteristics necessary for a rich, indulgent Scotch like Midnight Blend, we were very lucky to have access to some of the most mature reserves drawn from the four corners of Scotland. Each individual malt and grain used in the final whisky adds layers of flavour to the 28 Year Old Midnight Blend, leaving hints of fruit, sweet and spice and making it a wonderful final addition to the Private Collection.“

Working closely alongside fellow blender Craig Wallace, Jim sampled hundreds of the finest single malt and grain whiskies to eventually hand-select only a few rare whiskies with the character necessary for a Scotch this wonderfully smooth and indulgent.

The John Walker & Sons Private Collection was first launched in 2014 and features small batch, limited releases crafted using casks from the most valuable parts of the Johnnie Walker reserves that have yielded whiskies of outstanding quality.

The latest Edition (42.8%), 28 Year Old Midnight Blend, is best served neat, in a balloon glass, rolled in the hand to gently warm the whisky and release the distinctive aromas. For a truly decadent serve, enjoy with a square of dark chocolate.

28 Year Old Midnight Blend will be available from November at select locations with a recommended retail price of $750 RSP.

Serge verkostet: Interessantes aus Edradour

Serge Valentin begibt sich heute mit seiner Verkostung in die Highlands zur kleinen, malerischen Destillerie Edradour. Nun, ganz so klein ist sie nicht mehr, nachdem sie in der letzten Zeit gehörig ausgebaut wurde, aber die alten Gebäude strahlen immer noch den für sie so typischen Charme aus.

Alle Abfüllungen, die Serge heute verkostet, sind Originalabfüllungen der Destillerie, einige davon aber bei uns, da sie für den asiatischen Raum gemacht wurden, wohl eher nur über verschlungene Umwege zu erhalten. Die Wertungen reichen von eher durchschnittlichen 78 Punkten bis hin an die 90er-Grenze. Serge meint, dass die Abfüllungen der Brennerei in den letzten zwanzig Jahren generell an Qualität gewonnen haben, und zwar deutlich.

Hier die Resultate der Verkostung:

  • Edradour 2008/2018 (57.9%, OB, first fill sherry butt, cask #8, 515 bottles): 89 Punkte
  • Edradour 10 yo 2005/2016 (55.9%, OB, first fill sherry butt, for Taiwan, cask #52): 84 Punkte
  • Edradour 11 yo 2004/2016 (59.2%, OB, first fill sherry butt, for Taiwan, cask #476): 85 Punkte
  • Edradour 22 yo 1995/2018 (54,2%, OB, for Whisky L Shanghai, Oloroso finish, 661 bottles): 83 Punkte
  • Edradour 9 yo 2006/2015 (46%, OB, Barolo hogsheads, 2275 bottles): 78 Punkte

Whisky des Monats November 2018: Tamdhu 12yo

Mittlerweile wählen wir zum 69ten mal eine Abfüllung zu unserem Whisky des Monats. So subjektiv dies auf der einen Seite natürlich ist (und auch sein muss), finden sich auf der anderen Seite offene und nachvollziehbare Kriterien. Neben einer, fast selbstverständlichen, überzeugenden Qualität steht hier eine hohe Verfügbarkeit, die bestimmte, limitierte Abfüllungen ausschließt. Und dieser Whisky muss auch noch zu einem attraktiven Preis erhältlich sein. Manchmal greifen wir auf eine Destillerie und ihre Whiskys auch mehrmals zu. So wie in diesem Monat: Unser Whisky des Monats November 2018 ist der Tamdhu 12yo.

Schon 2015 fiel unsere Wahl zum Whisky des Monats April auf einen Tamdhu. Damals überzeugte uns der Tamdhu Batch Strength mit seinen üppigen und vollen Aromen. Und schon zu dieser Zeit kündigten die Eigentümer einen neuen, 12-jährigen Tamdhu in Trinkstärke an. Unschlüssig war man nur noch, wie viel Volumen-Prozent Alkohol diese Trinkstärke beinhalten wird. 3 Jahre später, mit der Markteinführung des neuen Tamdhu 12yo im letzten Monat, wissen wir es nun genau: Es sind 43 % Vol.

Tamdhu. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Tamdhu. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Mit dem neuen 12-jährigen Tamdhu beschreiten die Eigentümer, die Ian MacLeod Distillers Ltd., einen recht ungewöhnlichen Weg. Die bisherige 10-jährige Standard-Abfüllung verschwindet aus dem Sortiment und macht Platz für diesen neuen, zwei Jahre älteren Tamdhu. Auch dieser Speyside-Whisky lagerte ausschließlich in mit Oloroso Sherry vorbelegten Fässern und präsentiert sich ungefiltert in seiner natürlichen Farbe.

Voll und dicht in der Nase, zeigt der Tamdhu 12yo die typischen Aromen, die wir von einem ausschließlich in Ex Sherry-Fässern gereiften Whisky erwarten. Helle Früchte bilden gemeinsam mit Rosinen und Nuss ein feinmaschiges und kräftiges Aromengeflecht. Am Gaumen überrascht er mit einer samtigen, öligen Textur, die erneut von, leicht herb werdend, fruchtig-nussigen Aromen begleitet wird. Auch im mittellangen Finish sind Früchte und Nüsse sehr präsent. Insgeamt ist der Tamdhu 12yo ein klassischer Sherry-Whisky.

Mittlerweile müsste der neue Tamdhu 12yo im Handel flächendeckend angekommen sein. Preislich liegt er im mittleren 40 € Bereich und damit ein wenig höher als sein um zwei Jahre jüngerer Vorgänger. Für einen sehr guten Whisky, welcher ausschließlich in ehemaligen Sherry-Fässern lagerte und eine zweistellige Altersangabe aufweist, ein immer noch sehr attraktiver Preis.

Tamdhu. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Tamdhu. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Exklusiv-Video: So wird Whisky geblendet (mit Steven Shand, Wemyss Malts)

Blending ist für viele Whiskyfreunde ein Vorgang, über den man wenig Genaues weiß und dem man dementsprechend mit etwas Skepsis begegnet. Dabei ist das Blending von Whisky vielleicht die wahre Hohe Schule des Könnens rund um das Endprodukt.

Denn bei einer Single Cask Abfüllung ist es die Kunst, das richtige Fass zur richtigen Zeit abzufüllen. Beim Blenden ist das kunstfertige Kombinieren von verschiedenen Whiskys, deren Blending nicht nur die jeweiligen Eigennoten harmonisch zusammenfügt, sondern auch neue Noten erschafft, das Essentielle. Und das erfordert höchstes Sinneskönnen von dem Blender, der diesen Vorgang ausführt – und immer wieder aus etwas unterschiedlichen Komponenten ein beständiges Geschmackserlebnis kreieren muss.

Wie genau nun das Blenden vor sich geht, welche Schritte es braucht und was man dabei als Blender alles beachten muss, das hat uns für Sie ein echter Profi erklärt. Steven Shand ist Blender bei Wemyss Malts und war als Brand Manager am Stand von Alba Import bei der Aquavitae in Mülheim zu Gast. Er hat sich für Whiskyexperts die Zeit genommen, mit den Zutaten des Spice King von Wemyss diesen vor laufender Kamera nachzublenden und dabei jeden Schritt zu erklären und zu beleuchten. Wir haben uns nach der Aufnahme davon überzeugen können, dass zwischen dem nachgeblendeten Spice King und dem Original in der Flasche kein merkbarer Unterschied zu finden war.

Über 19 Minuten dauert unser Video, das Sie auch auf unserem Youtube-Kanal finden, aber wir versprechen Ihnen, dass jede einzelne davon spannend und informativ ist. Wenn Sie jemals mehr über das Blenden wissen wollten: Hier ist die Gelegenheit dazu.

Whisky im Bild: Rundgang bei Highland Park (17 Bilder)

Ein Besuch bei Highland Park ist für Whiskyfreunde, die in den Norden Schottlands kommen, fast Pflicht. Und so manche unserer Leser hat diesen Trip schon mehrmals gemacht – und mehrmals mit einem Besuch verbunden.

So auch Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen in Vorarlberg, die in diesem Sommer auf den Orkney Islands war und dabei einen Abstecher zur Traditionsbrennerei Highland Park machte. Von dort hat sie uns wieder 17 neue Aufnahmen mitgebracht, die wir Ihnen heute in einem Whisky im Bild vorstellen. Die Galeriebilder sind wie immer anklick- und damit vergrößerbar.

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Serge verkostet: Zwei neue Amrut-Abfüllungen aus Indien

Aus Indien kommen hervorragende Single Malts – man sehe sich nur die Abfüllungen von Paul John und Amrut an, die auch an internationalen Maßstäben gemessen Spitzenklasse darstellen.

Auch Serge Valentin bricht immer wieder eine Lanze für die beiden südindischen Marken, und auch heute hat er zwei neue Abfüllungen aus der Amrut Distillery am Rand von Bangalore auf der Verkostungsliste (wenn Sie mehr über die Brennerei erfahren wollen, legen wir Ihnen unseren Reisebericht mit neun Videos von Beginn dieses Jahres ans Herz).

Verkostet hat Serge einen Amrut Rye und eine Einzelfassabfüllung für einen französischen Händler. Und beide Abfüllungen erhalten hohe Bewertungen:

  • Amrut 5 yo ‘Rye’ (50%, OB, for LMDW, India, 2018): 87 Punkte
  • Amrut 2013/2018 (62.8%, Le Gus’t, India, bourbon, cask #2288, 102 bottles): 90 Punkte
Die Destillerie Amrut bei Bangalore. Bild © Whiskyexperts

PR: Bourbon meets Sauternes – St. Kilian Batch #6 ist da

Auf der Aquavitae in Mülheim wurde er offiziell vorgestellt, nun ist er auch im Webshop der Brennerei in Rüdenau und im Handel erhältlich: Der St. Kilian Batch #6 vereint Bourbon- und Sauternesfässer mit einem rauchigen Spirit.

Hier der offizielle Pressetext der Destillerie dazu:


BOURBON MEETS SAUTERNES: NEUER SPIRIT OF ST. KILIAN SETZT EIN RAUCHIG-SÜSSES AUSRUFEZEICHEN

Batch 6 des Malzbrands verbindet würzige Raucharomen mit einer feinen Süße

Rüdenau. „Bourbon meets Sauternes“ – mit Batch 6 ihres „Spirit of St. Kilian“ feiern die Whisky-Macher gleich zwei Premieren: Erstmals kommen der bislang rauchigste New Make der Rüdenauer und französische Sauternes-Weißweinfässer zum Einsatz. Der auf 5.200 Flaschen limitierte, in schottischen Pot-Still-Brennblasen gebrannte Malzbrand reifte für mindestens 21 Monate in drei unterschiedlichen Eichenholzfässern – und beeindruckt mit kräftigen Rauchnoten und würzig-süßer Vanille.

„Keine Frage, das ist ein Spirit mit Charakter – und genau das war ja unser Ziel“, schwärmt Master Distiller Mario Rudolf von der jüngsten Abfüllung der St. Kilian Distillers. Ihr Name „Bourbon meets Sauternes“ verweist schon auf die verwendeten Fasstypen: amerikanische Ex-Bourbon-Fässer und Sauternes-Weißweinfässer aus Frankreich.

Rauch und Vanille in würziger Harmonie

Es ist das zweite Batch mit Torfcharakter: Der preisgekrönte „Turf Dog“ – ein fruchtig-rauchiger New Make der St. Kilian Distillers – bildet das Fundament ihrer neuen Abfüllung. Für seine jüngste Kreation setzte Mario Rudolf allerdings noch einen drauf: „Für das neue Batch verwenden wir erstmals auch unseren ‚Turf Beast‘, ein Spirit aus stark getorftem Highland-Malz“ so Mario Rudolf. Für ein breites Aromenspektrum reiften die torfigen Anteile der neuen Abfüllung in unterschiedlichen amerikanischen Bourbon-Fässern: in drei klassischen Ex-Bourbon-Barrels aus Kentucky mit 195 Litern Inhalt und in einem nur 55 Liter fassenden Quarter Cask der befreundeten und international ausgezeichneten Craft-Destillerie Garrison Brothers aus Texas – für noch stärkere Vanille- und Honignoten.

Süße Grüße aus Frankreich

Um die Raucharomen des Spirits harmonisch einzubinden und dem Batch eine delikate Fruchtigkeit zu verleihen, suchte der Master Distiller nach einem geeigneten Fasstyp – und fand die Lösung in Frankreich: „Unsere Wahl fiel schnell auf französische Sauternes-Weißweinfässer. Sie verleihen dem Destillat fruchtig-süße Aromen und ergänzen den torfigen Grundcharakter unseres Spirits perfekt.“ Das Ergebnis: ein rauchig-würziger, zugleich aber komplexer Malzbrand mit zarten Noten gerösteter Nüsse und feiner Vanille.

Ein Spirit wie seine Macher: leidenschaftlich, eigenständig und überraschend

Für Master Distiller Mario Rudolf ist „Bourbon meets Sauternes“ mehr als nur ein neues Batch des Spirit of St. Kilian: „Wir wollen zeigen, was geschmacklich möglich ist – und unseren Fans einen echten Charakter-Spirit anbieten. Der ist so, wie wir selbst: leidenschaftlich, eigenständig und immer gut für Überraschungen.“ Das limitierte, neue Batch 6 ist ab sofort im Onlineshop auf stkiliandistillers.com und im ausgewählten Fachhandel erhältlich.

The Spirit of St. Kilian Batch 6 – Fassgelagerter Malzbrand, 44,9 % vol.

  • Turf DOG (54 ppm), Turf Beast (92 ppm) sowie ungetorfter New Make destilliert im Jahr 2016
  • gereift in Ex-Bourbon Barrels, Ex-Bourbon Quarter Casks & französischen Sauternes-Weißweinfässern
  • abgefüllt als fassgelagerter Malzbrand mit 44,9 % vol.
  • limitiert auf 5.200 Flaschen

PR: Brown-Forman Deutschland launcht WOODFORD Reserve Kentucky Straight Malt

Von Woodford Reserve gibt es nun auch in Deutschland eine neue, interessante Abfüllung zu kaufen, deren Erscheinen in den USA im Juni wir bereits berichteten: Brown-Forman Deutschland stellen mit dem Woodford Reserve Kentucky Straight Malt ihren ersten Malt Whiskey für Bourboin-Liebhaber vor. In der Mashbill überwiegt bei ihm das Gerstenmalz – ansonsten die traditionelle Bourbon-Herstellung. Was dies nun für den Geschmack bedeutet, können Sie der nachfolgenden Pressemitteilung entnehmen:


Erster Malt Whiskey für Bourbon Liebhaber: American Whiskey Spezialist Brown-Forman Deutschland präsentiert WOODFORD Reserve Kentucky Straight Malt

Ab November 2018 erweitert Brown -Forman Deutschland mit WOODFORD Reserve Kentucky Straight Malt das Portfolio erstmals um eine neue Linie: Malt Whiskey für Bourbon Liebhaber. Der Newcomer bereichert die feine WOODFORD Reserve Marken- familie mit dem Bourbon WOOODFORD Reserve Distiller’s Select, dem WOODFORD Reserve Kentucky Straight Rye und dem jüngsten Mitglied WOODFORD Reserve Double Oaked um eine bislang eher unbekannte American Whiskey Spezialität.

Obwohl Malt weitläufig mit Schottland verbunden wird, hat Kentucky, Heimat der WOODFORD Reserve Distillery, eine weit zurückreichende Malt Whiskey Tradition. Diese führt bis auf die Zeiten vor der Prohibition zurück und inspirierte Master Distiller Chris Morris, einen eigenen Malt herzustellen. Die Rezeptur mit 51 Prozent Gerstenmalz, 47 Prozent Mais und 2 Prozent Roggen sowie die für die Herstellung von American Whiskey vorgeschriebene Lagerung in neuen ausgekohlten Eichenfässern, die das Holz eine größere Rolle beim Geschmack spielen lässt, bringen einen im Vergleich zur Muttermarke butterigeren und nussigeren Whiskey hervor. Er verbindet den Geschmack von Zartbitterschokolade, Kakao, karamellisierten Nüssen, getrocknetem Obst sowie einer Note frisch gemahlener, gerösteter Eiche und ist eine Bereicherung für jede gut sortierte Whiskey Bar, zu Hause und in der Gastronomie.

WOODFORD Reserve Kentucky Straight Malt ist in der bekannten formschönen WOODFORD Flasche in der Einheit 0,7 Liter erhältlich (45,2 Prozent Alkoholvolumen). Das Flaschenlabel in kräftigem Blau unterscheidet ihn auf den ersten Blick von den weiteren WOODFORD Reserve Spezialitäten. Er ist ab November 2018 bundesweit im ausgewählten Fachhandel zu beziehen (unverbindliche Preisempfehlung 43,99 Euro). Weitere Informationen unter woodfordreserve.com.