Die vierte Ausgabe des Tamdhu Batch Strength ist nun in UK erschienen, wie wir über Drinkretailingnews.co.uk erfahren haben. Die vierte Ausgabe hat man diesmal mit 57.8% Vol./Alk. abgefüllt, in UK kostet die Abfüllung 75 Pfund. Gereift ist er zu 100% in Sherryfässern (präparierte Oloroso-Fässer) aus amerikanischer und europäischer Eiche. Abfgefüllt wurde, ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltration.
In der Regel schaffen es die neuen Bottlings von Tamdhu relativ rasch über den Ärmelkanal zu uns, sodass mit einem Erscheinen in Deutschland ebenfalls bald zu rechnen ist.
Vor einigen Tagen konnten wir über einen neuen Tamdhu 15yo berichten – das Newsbit dazu können Sie hier nachlesen.
Der Importeur für die Highland Destillerie Glengoyne, BORCO Marken Import aus Hamburg, hat uns heute über das offizielle Erscheinen der ersten Ausgabe der Glengoyne Legacy Serie, „Chapter One“ informiert (erhältlich ist dieser Whisky ja bereits seit kurzem).
Infos zu dieser neuen Abfüllungsserie, die nun jährlich neu erscheinen soll, können Sie dem Pressetext entnehmen, in dem Sie auch die offiziellen Tasting Notes finden:
Glengoyne Legacy Serie: Erste limitierte Abfüllung „Chapter One“ nun erhältlich
Hamburg, März 2019. Der Highland Single Malt Whisky Glengoyne bringt mit „Chapter One“ die erste Abfüllung seiner limitierten Serie „Legacy“ auf den deutschen Markt, welche zukünftig mit jährlich wechselnden Sonderabfüllungen ein Kapitel in der Geschichte der Destillerie und ihrer Menschen offenbaren soll. Das erste Kapitel ehrt den Destillerie Manager Cochrane Cartwright, der maßgeblich zum heutigen Glengoyne-Stil mit dem Credo „Unhurried since 1833“ beigetragen hat. Cartwright begann 1869 in der Glengoyne Destillerie sein Handwerk auszuführen. Die Destillerie stand schon immer für eine behutsame, entschleunigte Art der Whisky-Kunst. Doch war es Cartwright, der die Brennblasen noch langsamer betrieben und damit zu den langsamsten in Schottland werden ließ. Er war es auch, der die Reifung in Sherry-Fässern einführte ─ das Markenzeichen aller Whiskys aus dem Hause Glengoyne, welches bis heute besteht. Die Veränderungen brachten die süßen, fruchtigen Noten von Glengyone noch deutlicher zum Vorschein.
„Chapter One“ reift in erstbefüllten Oloroso Sherry-Fässern aus dem spanischen Jerez, welche auch von Cartwright damals verwendet wurden. Die Kombination dieser mit zweitbefüllten Fässern lässt den Hausstil von Glengoyne durchscheinen. Der Whisky wird nicht kalt-filtriert bei 48% Vol. abgefüllt und leuchtet in einem edlen, dunklen Bernstein. Erhältlich ist Glengoyne Legacy „Chapter One“ in einer hochwertigen Geschenkdose, die mit einem Burgunderton die Reifung des Whiskys in erlesenen Sherry-Fässern widerspiegelt.
Verkostungsnotiz:
Nase: reich und umfassend, Toffee-Pudding mit Datteln, Vanillecreme, warme Birne und Zimt.
Geschmack: üppig, mit Schichten von süßen, fruchtigen Sherrynoten und sanften Eichennoten, die von Vanille begleitet werden.
Nachgang: Noten von getrockneten Früchten und Gewürzen münden in einen langen, ausbalancierten Nachgang.
UVP: 57,90€
Über Glengoyne
Das inhabergeführte Unternehmen ist aufgrund der Tatsache, dass das Haus auf jedweden Zuckerkulör-Zusatz verzichtet unter Connaisseuren sehr beliebt. Umgeben von einer malerischen Landschaft, geprägt von dichten Wäldern und grünen Hügeln, wird in der Destille „Glengoyne“, deren Name sich von „glen guin“ (Tal der wilden Gänse) ableitet, seit 1833 ununterbrochen ungetorfter Whisky destilliert. Dieser ist nicht nur ein Ergebnis der an Pedanterie grenzenden Akribie der Inhaberfamilie, sondern ebenso der Naturverbundenheit und der kompromisslosen Qualitätsansprüche, die die Familie Macleod an ihre Single Malts stellt. Die Inhaber stehen damit einem der letzten unabhängigen und familiengeführten Whisky-Unternehmen vor, das auf traditionsbewusste Herstellung ebenso viel Wert legt wie auf Zugänglichkeit und Transparenz der Marken.
Glengoyne Distillery, Bild von K. Schwebke unter CC-Lizenz
Zum ersten Mal wird der Templeton Rye offiziell in Deutschland erhältlich sein: Wie uns die Destillerie heute mitteilte, wird Hardenberg-Wilthen der exklusive Vertriebspartner für den us-amerikanischen Rye.
TEMPLETON RYE AND HARDENBERG-WILTHEN AG SIGN EXCLUSIVE DISTRIBUTION DEAL FOR THE GERMAN MARKET.
Another major step forward in the International Roll out of the premium whiskey brand.
Nörten-Hardenberg, Germany – Templeton Rye Spirits has announced an exclusive distribution agreement with Hardenberg-Wilthen AG for the distribution of the Templeton Rye American Whiskey Portfolio in Germany. Under the agreement Templeton Rye will be represented and distributed exclusively in Germany by Hardenberg and will enter this market for the first time.
Shane Fitzharris, Executive Vice President of Global sales says
“We are very excited to enter the German market with Templeton and start working with such a strong partner as Hardenberg-Wilthen. American whiskey is experiencing strong growth among German consumers and with our exclusive partnership with Hardenberg-Wilthen now in place, we believe that together we are perfectly positioned to drive the category even further through the Templeton brand”
Templeton Rye’s latest distribution agreement comes off the back of the official opening of the state-of-the-art Templeton Distillery in Iowa in August 2018 coupled with the successful launch of the premium American whiskey brand into International and EU markets where the brand has now entered 20 export markets in just under a year.
“We are delighted to take such a strong brand and great product in a growing category. Especially in on-trade we see an uplift of Rye whiskey due to interest of consumers to different whiskey taste notes and premium brands. We believe in a strong and successful partnership to implement Templeton as THE Rye Whiskey in the German market”
– Marc Kerger, Director Marketing & On- trade sales at Hardenberg Wilthen.
About Hardenberg Wilthen
Hardenberg-Wilthen AG is a family business in Lower Saxony with headquarters in Nörten-Hardenberg and branches in Wilthen and Mainz. Founded around 1700, Hardenberg-Wilthen AG is one of the largest manufacturers of branded spirits in Germany. The portfolio includes well-known German spirits brands from its own production as well as internationally established and successful premium spirits in food retailing and gastronomy. The range covers all key spirits categories: Brandy, gin, grain brandies, herbal liqueurs, liqueurs, rum, vodka and whiskey.
About Templeton Rye
Templeton Rye Whiskey tracks back to the early 1920s when residents of the small town of Templeton distilled a much sought-after rye whiskey. That bootlegging enterprise, forced underground during the Prohibition era, nonetheless flourished during that period and the famous “Templeton Rye” becoming legendary. Re-introduced in 2006 the current Templeton Rye whiskey portfolio remains inspired by the entrepreneurial spirit of the original bootleggers.
On August 7, 2018, Templeton Rye Spirits, LLC marked the beginning of a new chapter, highlighting a rich history with the community they call home with the opening of the Templeton Whiskey Distillery , a 34,500 square-foot distillery, visitor center and museum in Templeton, Iowa. A $35 million project and a significant investment in the community of Templeton. In 2018 the brand also implemented a global roll out of the portfolio and has entered 20 International export markets in just under 12 months.
Templeton Distillery Snapshot
• 55,000 square-foot barrel aging warehouse that can store up to 54,000 barrels
• Located on 20-acres of land just east of downtown Templeton
• Produces up to 500,000 proof gallons of rye whiskey annually
• Capability to produce all styles of American whiskey under one roof
• Features stills imported from Forsyth’s in Scotland to produce the highest quality spirits
• 28 employees, up 17 positions from previous staffing needs
• Includes museum, visitor center and tasting room
Local Economic Impact
• $35 million project, which includes a museum, visitor center and tasting room
• Invested more than $1 million in the local economy
• Donated $250,000 to the City of Templeton to build the Community Center, which was formerly a school
• Utilized local contractors throughout Iowa for multiple aspects of the new distillery
• Will attract thousands of visitors from across the country each year to further boost the economy in the region
Japanischer Neuzugang auf dem deutschen Markt – dank des Importeurs Schlumberger: Zwei Hatozaki Blended Whiskys werden ab April im Handel erhältlich sein – und auf der ProWein vom 17. bis zum 19. März am Stand von Schlumberger zu verkosten.
Alle Infos dazu entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Pressemitteilung:
Neue Whiskys aus Japan
Schlumberger bringt die Hatozaki Blended Whiskys der Kaikyo Distillery von Akashi-Tai auf den deutschen Markt
Meckenheim, 13. März 2019. Nachdem die Schlumberger Vertriebsgesellschaft erst zu Beginn dieses Jahres den Sake von Akashi-Tai in ihr Sortiment aufgenommen hat, ergänzt sie ihr Portfolio im April um die neuen Hatozaki Blended Whiskys der japanischen Brauerei. Diese werden in der Kaikyo Distillery produziert, einer speziell für die Herstellung von Spirituosen konzipierten Anlage, die ihren Namen der berühmten AkashiKaikyo Brücke verdankt.
Obwohl die Familie Yonezawa bereits seit 1856 in ihrer eigenen Akashi-Tai Brauerei Sake braut, startete sie erst im Jahr 1917 mit der Destillation von Spirituosen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Spirituosenproduktion, also im Jahr 2017, beschloss das Unternehmen, die alten Brennblasen durch neue Copper Twin Pot Stills der renommierten schottischen Firma Forsyth’s zu ersetzen. Die neue Anlage wurde speziell für die Herstellung von japanischem Single Malt Whisky konzipiert und trägt den Namen „The Kaikyo Distillery“, nach der berühmten Akashi-Kaikyo-Brücke. Sie ist eines der Wahrzeichen der Stadt Akashi und mit 1.991 Metern Länge die aktuell längste Hängebrücke der Welt.
In der Kaikyo Distillery werden zwei unterschiedliche Whisky-Typen produziert: Single Malt und Blended Whiskys. Die Single Malt Whiskys werden in den neuen Copper Twin Pot Stills gebrannt und reifen in erlesenen Eichenfässern wie Ex-Sherry-Casks und Fässern aus heimischer Mizunara-Eiche. Die Destillation dieser Signature Single Malts in den neuen Pot Stills startete 2017, sodass diese erst in einigen Jahren auf den Markt kommen werden. Parallel wurde eine Linie von japanischen Blended Whiskys unter dem Namen Hatozaki produziert, die bereits jetzt verfügbar ist. Namensgeber ist der Hatozaki-Leuchtturm, der älteste steinerne Leuchtturm Japans. Er ist seit 1620 ein Wegweiser für Segler, die das turbulente Wasser vor dem Hafen von Akashi befahren. Er ist ein Symbol für Zuverlässigkeit, Offenheit gegenüber der Welt und dem Handel, was den gegenseitigen Austausch von Waren und Ideen ermöglicht. Daher wurde dieser Leuchtturm, der sich vor den Toren der Brennerei befindet, als das perfekte Symbol für die hervorragenden Blended Whiskys der Kaikyo Distillery auserkoren.
Die Hatozaki Blended Whiskys werden aus den eigenen, reifenden Fassbeständen verschnitten. Unter diesen Whiskys befinden sich sowohl Malt- als auch Grain-Whiskys unterschiedlichen Alters, Stilistik und Fasstyps. Dadurch erhalten die Whiskys Tiefe und Finesse sowie eine unvergleichliche Balance und Komplexität. Die Fässer verschiedener Reifealter werden stets bestmöglich verschnitten, sodass jede Charge einen unterschiedlichen Anteil an Whiskys verschiedenen Alters enthalten kann. Aus diesem Grund ist kein Alter auf der Flasche aufgeführt.
Hatozaki Blended Whisky 40 % vol (UVP 39,90 €)
Der Hatozaki Japanese Blended Whisky ist ein Premium-Blend aus Whiskys, die bis zu 12 Jahre im Fass gelagert wurden und einen Mindestgehalt an Malt Whisky von 40 % aufweisen. Er ist ein verhältnismäßig leichter Whisky mit einem typischen MaltWhisky-Charakter. Getreide-Noten, florale Nuancen und eine leichte Süße ermöglichen es, den Whisky sowohl pur wie auch als Cocktail zu genießen.
Hatozaki Pure Malt Whisky 46 % vol (UVP 49,90 €)
Der Hatozaki Pure Malt Blended Whisky besteht aus einem Vatting aus 100 % MaltWhiskys, die in Ex-Bourbon-Fässern, ehemaligen Sherry Casks und Fässern aus heimischer Mizunara-Eiche gelagert wurden. Er besitzt ein reichhaltiges Profil mit Aromen von süßem Getreide und malzigen Trockenfrüchten sowie einem leichten Hauch von Rauch und Honig im Finish.
Verkostet werden können die beiden Whiskys bereits auf der diesjährigen ProWein vom 17. bis zum 19. März 2019 am Stand von Schlumberger (Stand D91, Halle 14).
Glenlivet ist einer der altehrwürdigen Namen unter den schottischen Whiskys – und einer der größten Produzenten (man matcht sich mit Glenfiddich um Platz 1, konnte diesen aber nur kurzfristig erringen).
Serge Valentin lässt heute auf Whiskyfun zwei fünfzehnjährige Glenlivets gegeneinander antreten – eine recht neue Abfüllung von Gordon & MacPhail in Fassstärke, und einen Glenlivet, der 53 Jahre zuvor, nämlich im Jahr 1950 destilliert wurde und mit 42% Alkoholstärke in die Flasche kam.
Glenlivet 15 yo 2003/2018 (59.4%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice for The Whisky Exchange, refill bourbon barrel, cask #18/991, 176 bottles): 86 Punkte
Smith’s Glenlivet 1950/1966 (25° U.P., Christopher & Company London): 91 Punkte
New York, Malmö, Köln, Rom, New Brunswick, Amsterdam, Paris, Edinburgh, Glasgow, Belfast und London – das sind die Jurystützpunkte für die Ermittlung der Siegerwhiskys des „Spirit of Speyside„-Festivals. Dass es zu dieser internationalen Bewertung kam, ist der Idee und dem Engagement von Peter Klas, einem Whiskyshop-Besitzer aus Köln zu verdanken. Und natürlich ist auch heuer wieder eine Jurysitzung in Köln – im Beisein von James Campbell, Chairman des Festivals.
Alles dazu in nachfolgender Pressemitteilung, die auch eine Liste der Finalisten enthält, aus denen die Jurys die Sieger aussuchen:
Spirit of Speyside Festival – bester Whisky des Jahres wird auch in Köln gekürt
Schottlands größtes Whiskyfestival „Spirit of Speyside“ lässt erneut in Köln über den besten Whisky des Jahres abstimmen. Eine Woche vor dem offiziellen Brexit kommt James Campbell, Chairman des Festivals persönlich nach Köln um für Schottland, Scotch Whisky und die Zusammenarbeit in Europa zu werben.
Im Jahr 2016 fand das Voting für den Spirit of Speyside Festival Award zum ersten Mal außerhalb Schottlands, in Köln statt. Damals noch als Experiment ins Leben gerufen von Peter Klas, Inhaber des Whiskyshops Scotia Spirit Cologne und James Campbell, Chairman des Festivals. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und in Schottland war man von der Idee so begeistert, dass man dieses neue Konzept auf andere Länder ausweitete. In diesem Jahr wird nun in New York, Malmö, Köln, Rom, New Brunswick, Amsterdam und Paris, sowie Edinburgh, Glasgow, Belfast und London verkostet und abgestimmt. Begleitet nach Köln, wird James Campbell von Linda Mellis, Member of the Board und Brand Ambassadorin für Glen Moray und ehemals Diageo.
Peter Klas wurde 2018 in Schottland als „Spirit of Speyside International Ambassador“ ausgezeichnet.
Aus den von allen Destillerien der Speyside eingereichten Whiskys werden von einer schottischen Expertenjury 8 Finalisten ausgewählt. In vier Kategorien unterschiedlicher Altersklassen. Im Rahmen des Festivals vom 01.05. bis 05.05.2019, werden dann in kleinen Tastingrunden Stimmen für die finalen Gewinner abgegeben. In Köln kann nun eine Runde von Whiskyenthusiasten außerhalb Schottlands die Whiskys probieren und seine Stimme abgeben. Im Whiskyfachgeschäft Scotia-Spirit in der Friesenstraße 16a, in Köln.
Am Freitag trafen wir uns mit einer kleinen Gästerunde auf Einladung von Alba Import, dem deutschen Importeur von Bladnoch, im Hafen Club Hamburg, um dort mit David Prior die Verkostung von fünf aktuellen Bladnoch-Abfüllungen zu erleben. Das Tasting geschah in Form eines Gesprächs zwischen David Prior und Dietmar Schulz von Alba Import, bei dem aber natürlich auch die Gäste die Chance hatten, Fragen zu stellen – und dies auch ausführlich nutzen. Wir haben die Verkostung auf Video aufgezeichnet, den zweiten Teil der Aufzeichnung mit 30 Minuten Länge können Sie obenstehend sehen.
Im zweiten Teil verkosteten wir den Bladnoch Adela, einen 15 Jahre alten Whisky, der in Sherryfässern reifen durfte. Die durch die Sherrylagerung in ihm entstandenen Geschmacksnoten, die das Grasige eines Lowlanders (bei Bladnoch ohnehin nicht dominant ausgeprägt) sind sauber und bar jedes überbordenden Holzeinflusses – ein wirklich schöner Sherrywhisky. Zum Abschluss verkosteten wir den Bladnoch Talia 27yo, der wieder rein in Sherryfässern reifte und dessen Destillation noch unter United Distillers stattfand. Er ist ein ruhiger, ausgewogener und komplexer Whisky aus Bourbonfässern, der mit seiner Harmonie viele der Anwesenden begeisterte.
Zu beiden Abfüllungen wusste David Prior viel über die Hintergründe zu erzählen, und natürlich auch sonst viel Interessantes über die Brennerei und deren Zukunft. Auch diesmal ist die Tonqualität nicht ganz optimal, wir bitten das zu entschuldigen – aber dem Vergnügen sollte dies wie gesagt keinen Abbruch tun.
Der unabhängige Abfüller Claxton’s hat uns über die neuesten Whiskys in seinem Portfolio informiert: Die Frühlingskollektion besteht aus fünf Abfüllungen, im Alter zwischen sieben und vierundzwanzig Jahren und aus den Regionen Islay, Islands, Highlands und der Speyside. Alle sind Einzelfassabfüllungen und natürlich ungefärbt und nicht kältefiltriert.
Hier haben wir einmal alle Bilder zu den fünf Abfüllungen und die Kenndaten zusammengefasst. Erscheinen werden sie laut der Ankündigung Ende März. Preise sind uns nicht genannt worden.
TOBERMORY 1994 – 24 Years Old, Sherry Butt, 55.3% ABV
Über 4 Jahrzehnte lang durfte der 1975 Tomatin Warehouse 6 Collection Third Edition in einem spanischem Oloroso Sherryfass reifen, bevor er nun abgefüllt wurde. Das Fass Nummer 35834 ergab gerade einmal 300 Flaschen, und jede davon wird aufwendig in einer handgefertigten Holzbox präsentiert, wohl wieder, wie beim Vorgänger, mit eigenen Gläsern.
Abgefüllt wurde dieser Whisky mit 46.5%, er sollte in absehbarer Zeit bei ausgesuchten Händlern erhältlich sein – der Preis des Whiskys für Deutschland ist uns noch nicht bekannt, wird aber, sobald wir ihn vom deutschen Importeur in Erfahrung bringen können, hier nachgetragen. In UK kostet er jedenfalls 2400 Pfund.
Bereits zwei Ausgaben der Warehouse 6 Collection sind in der Vergangenheit erschienen, einmal ein Tomatin 1971 und zweitens ein Tomatin 1972. Beide waren im Preis schon damals vierstellig angesiedelt…
1989 wurde ein Fass mit Macallan befüllt und – so schätzt man bei der Auktionsfirma Whisky Hammer, vom Besitzer um rund 3000 Pfund gekauft. Als Hogshead hatte es damals ca. 250 Liter Inhalt. An die 152 Liter sind es jetzt, da das Fass unter den Hammer kam, berichtet The Press and Journal heute.
Wer auch immer der Besitzer des Fasses war: Er hat ein gutes Geschäft gemacht. Ein nicht genannter Käufer war nämlich bereit, für das Fass satte 161.500 Pfund auf den Tisch zu legen. Nach Auskunft des Auktionshauses wird der neue Besitzer den Whisky aber nicht abfüllen, sondern weiter im Lagerhaus in Craigellachie liegen lassen. Als Investment oder um es später dann doch abzufüllen – wer weiß.
Im Vorjahr wurde ein ähnliches Fass mit 30 Jahren Alter um 242.000 Pfund versteigert – das scheint der bisherige Weltrekord für eine Fassversteigerung zu sein, wie wir hier berichteten. Frühere Verkäufe brachten wesentlich weniger ein.
Gibt es eine bessere Möglichkeit, die aktuellen Abfüllungen von Bladnoch besser kennen zu lernen als die, sie gemeinsam mit dem Mann zu verkosten, der die Destillerie gekauft und vor dem Verfall gerettet hat?
Am Freitag trafen wir uns mit einer kleinen Gästerunde auf Einladung von Alba Import, dem deutschen Importeur von Bladnoch, im Hafen Club Hamburg, um dort mit David Prior die Verkostung von fünf aktuellen Bladnoch-Abfüllungen zu erleben. Das Tasting geschah in Form eines Gesprächs zwischen David Prior und Dietmar Schulz von Alba Import, bei dem aber natürlich auch die Gäste die Chance hatten, Fragen zu stellen – und dies auch ausführlich nutzen. Wir haben die Verkostung auf Video aufgezeichnet, den ersten Teil der Aufzeichnung mit 50 Minuten Länge können Sie obenstehend sehen.
Im ersten Teil gab es drei Whiskys zu kosten: Zu Beginn gab es den Pure Scot, einen Blend mit teilweise – natürlich – Whiskys aus Bladnoch, aber auch einem Anteil aus der Brennerei Lagavulin. Danach verkosteten wir den Bladnoch 10yo, einen reinen Bourbonfass-Whisky (und vielleicht auch deshalb unser Favorit im ersten Teil), der den Hausstil der Brennerei deutlich zeigt („lowlandish“, aber mit einem etwas kräftigeren, dichteren Charakter). Der letzte Whisky im ersten Teil war der Bladnoch Samsara, der in kalifornischen Rotweinfässern reifte.
Während der Verkostung plauderte David Prior viel aus dem Nähkästchen, sodass sich die 50 Minuten Video für alle, die etwas mehr über Bladnoch wissen wollen, kurzweilig und spannend gestalten. Leider ist die Tonqualität nicht ganz optimal, wir bitten das zu entschuldigen – aber dem Vergnügen sollte dies keinen Abbruch tun.
Unser Interview mit David Prior können Sie hier sehen – den zweiten Teil des Tastings werden wir morgen veröffentlichen.
Naja, ok, nicht wirklich alles. Und nicht wirklich von überall. Aber vieles aus ganz unterschiedlichen Ländern ist es diesmal, was Serge Valentin im Glas hat. Konkret gesagt: Sieben Abfüllungen aus Australien, Schweden, Argentinien, Frankreich und Großbritannien – aber nur drei der Abfüllungen sind Whisky (und ein New Make) – auch so ziemlich eine Premiere unter der Woche.
Und weil wir da strikt sind und selbst mit Geschmack versehene „Spirit Drinks“ wie einen Jim Beam Apple konsequent übersehen, bringen wir auch nur die Tasting Notes dieser vier mit Whisky verbundenen Abfüllungen aus der Verkostung:
Sullivan’s Cove 12 yo (58%, Liquor Library and La Maison du Whisky, Australia, cask #TD0114, 2018): 86 Punkte
High Coast ‘Quercus III – Petraea’ (50.8%, OB, Sweden, 2018): 75 Punkte
Distillerie du Vercors ‘Sequoia’ (43%, OB, France, peaty, 2018): 79 Punkte
Bimber (63.5%, Artful Dodger, London new make spirit drink, 2018): 86 Punkte
Und womit illustrieren wir diese sehr ungewöhnliche Verkostung auf Whiskyfun heute? AM Besten wohl mit sehr vielen Fragezeichen… 🙂
Der Rechtsstreit zwischen der Waldhornbrennerei Klotz und der Scotch Whisky Assosciation SWA ist noch nicht vorüber: Wie uns die Brüder Klotz mittels einer Presseaussendung wissen ließen, hat man sich gemeinsam mit der Anwaltskanzlei, die die deutsche Brennerei im Fall vertreten hat, dazu entschlossen, das für die Destillerie negative Urteil mittels einer Berufung anzufechten.
Hier alle Informationen zu diesem Schritt, der heute erfolgte:
Scotch Whisky / Glen Buchenbach – Waldhornbrennerei geht in Berufung
Das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 7. Februar 2019 im Whisky-Fall „Glen Buchenbach“ war noch nicht der Schlusspunkt. Die Waldhornbrennerei Klotz hat heute angekündigt, in Berufung zu gehen. „Aus unserer Perspektive wurden einige entscheidende Punkte nicht berücksichtigt“, erklärt Michael Klotz den Schritt. „Dieses Urteil passt nicht in unser Rechtsverständnis. So wird jeder faire Wettbewerb verhindert“, ergänzt sein Bruder Jürgen. Seit 2013 versucht der Verband der schottischen Destillerien, die Scotch Whisky Association (SWA), der schwäbischen Waldhornbrennerei aus Berglen bei Stuttgart die Nutzung der Marke „Glen Buchenbach“ für Whisky zu untersagen.
Die Schotten sind der Auffassung, dass das Wort „Glen“ den Eindruck erwecke, es handele sich um Scotch. Die Richter aus Hamburg folgten zuletzt dieser Auffassung. Dass beim europäischen Verbraucher durch das Wort „Glen“ Assoziationen zu Schottland – und damit zu Scotch Whisky – geweckt werden, und dass die SWA der Waldhornbrennerei daher die Verwendung des Wortes „Glen“ untersagen kann, versteht Sven Mühlberger überhaupt nicht: „Aus unserer Sicht spricht die Faktenlage klar für die Waldhornbrennerei. Die Scotch Whisky Association selbst hat ein Umfragegutachten des Instituts für Demoskopie Allensbach zur Verbraucherauffassung in Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweden, Polen, Niederlanden und Italien in Auftrag gegeben. Aus diesem geht eindeutig hervor, dass gerade einmal ein Prozent der befragten Teilnehmer einen unmittelbaren Bezug zwischen ,Glen‘ und Scotch Whisky herstellen konnten! Wir finden das widerspricht der Auffassung des Gerichts und des Klägers mehr als deutlich. Wir hätten gerne gesehen, dass sich das Gericht zu den Prozentzahlen äußert. Die Urteilsbegründung war aus unserer Sicht unbefriedigend,“ sagt der Rechtsanwalt, der die Waldhornbrennerei vertritt.
Dass die Brüder Klotz mittlerweile von so manchen als Whisky-Rebellen bezeichnet werden, können sie gut verschmerzen: „Wenn man Rebell so definiert, dass man gegen einen übermächtigen Gegner für Gerechtigkeit kämpft, dann passt das ganz gut zu uns“, sagt Jürgen Klotz. Bruder Michael fügt hinzu: „Wir wollen hier nicht die Prozesshansel sein. Aber wir können nach all unseren Recherchen und den Ergebnissen, die wir durch die Umfrage oder andere Nachforschungen gewonnen haben, nicht verstehen, warum das Landgericht am 7. Februar gegen uns entscheiden hat.“
Glen Buchenbach von der Waldhornbrennerei Klotz aus Berglen-Oppelsbohm. Fotorechte ebendort.
Bestärkt werden die Brüder auch durch eine riesige Welle der Sympathie: „Wir bekommen sehr viel Zuspruch aus dem In- und Ausland. Jede fünfte Bestellung ist mit unterstützenden Worten versehen. Viele Menschen können nicht nachvollziehen, was da passiert und das lassen sie uns wissen und bestärken uns darin, weiterzukämpfen. Sie haben ein feines Gespür für Gerechtigkeit“, erzählt Jürgen Klotz. Unterstützung kommt selbst vom renommierten Trinity College in Irland. Die Iren bestätigen, dass das Wort „Glen“ irischen Ursprungs ist. „Das zeigt doch, wie absurd es ist, das Wort „Glen“ in Verbindung mit Scotch zu bringen“, sagt Michael Klotz.
Weitere Zitate zur Berufung
Michael Klotz von der Waldhornbrennerei
„Unser Whisky heißt Glen Buchenbach, weil ,Glen‘ Tal heißt und wir aus dem Buchenbach-Tal kommen. Zudem steckt ,Glen‘ in unserem Ortsnamen Berglen. Das ist ein glasklarer Bezug zu unserem Ort. Das hat super gepasst, das war einprägsam. Täler gibt es nicht nur in Schottland.“
Jürgen Klotz von der Waldhornbrennerei
„Uns erscheint das Urteil so, wie wenn die bayrischen Bierbrauer per Gerichtsbeschluss jedem untersagen dürften, das Wort ‚Bach‘ im Namen zu tragen.“
Rechtsanwalt Dr. Sven Mühlberger, der die Waldhornbrennerei vertritt:
„Eine Irreführung setzt voraus, dass der Verbraucher daran gewöhnt ist, aus der Bezeichnung ,Glen‘ Rückschlüsse auf Scotch Whisky zu ziehen. Das Wort ,Glen‘ spielt in der EU für Whisky jedoch überhaupt keine Rolle. Wir konnten darlegen, dass lediglich drei Prozent der in Deutschland verkauften Whiskys Scotch Whiskys sind, die das Wort ,Glen‘ beinhalten. In Großbritannien, der Heimat des Scotch sind es mit 3,7 Prozent nur unwesentlich mehr. In Frankreich, einem der europäischen Hauptabsatzländer für Whisky sind es sogar nicht einmal zwei Prozent. Hier erreicht der irische Glendalough Whisky sogar höhere Verkaufszahlen als so mancher Scotch.“
„Mit der gleichen Argumentation könnte die Scotch Whisky Association nahezu jeden Schottisch anmutenden Begriff wie ,Mac‘, ,Maria Stuart‘ oder ,Macbeth‘ für sich beanspruchen, da diese Begriffe ggf. unzutreffende Assoziationen zu Schottland und damit zu Scotch Whisky hervorrufen können. Dies kann vom Europäischen Verordnungsgeber, der in erster Linie den Begriff Scotch Whisky schützen wollte, keinesfalls gewollt sein.“
Aus den USA erreicht uns die Meldung, dass die Destillerie Glenlivet eine neue Ausgabe ihrer Winchester Collection veröffentlicht hat, den fünzigjährigen Glenlivet Winchester Collection Vintage 1967.
Was man über ihn in aller Kürze wissen muss: Es ist die dritte Ausgabe, nach einem Glenlivet 1964 im Jahr 2014 und einem Glenlivet 1966 im Jahr 2016, diesmal kostet die Flasche 25.000 US-Dollar und wird in einer Auflage von 150 Stzück weltweit vertrieben.
Mehr Details können Sie der nachfolgenden englsichsprachigen Pressemitteilung entnehmen:
The Glenlivet Releases 50-Year-Old Winchester Collection Vintage 1967
The third installment of The Glenlivet Winchester Collection, a $25,000 edition of rare single malt, is available in handcrafted bottle and case designed in partnership with award-winning British designer Bethan Gray.
NEW YORK, March 11, 2019 /PRNewswire/ — Scotch whisky connoisseurs can now get their hands on a piece of history with the global release of The Glenlivet Winchester Collection Vintage 1967, a blend of rare single malts, the youngest of which was laid down by former The Glenlivet Master Distiller, Robert Arthur in 1967. The launch is the third in The Glenlivet Winchester Collection, which celebrates over 40 years of dedication to Scotch from Master Distiller Alan Winchester – and follows the release of Vintage 1966 in 2016 and Vintage 1964 in 2014. Each bottle will retail at a suggested MSRP of $25,000 with 150 bottles released globally.
„The Glenlivet Winchester Collection Vintage 1967 is a unique expression that allows the current generation to peek into the rich past of The Glenlivet,“ says Sona Bajaria, Vice President of Marketing, The Glenlivet, Pernod Ricard USA. „This rare release pays homage to The Glenlivet’s accomplished Master Distiller, Alan Winchester, and to the valued heritage of the brand. Looking towards the next 50 years, we hope to continue to open up the scotch whisky category with expressions that can stand the test of time.“
The Glenlivet Winchester Collection 1967 brings together malts from several rare oak casks, the youngest of which was filled in December 1967. Slowly matured in its cask over the 50-year period, portions of the whisky have evaporated through the wood over time, as typical with aged whiskies, resulting in a precious amount of rare liquid that remained for bottling in June 2018. The whisky is non-chill filtered at cask strength, and boasts a rich and fruity nose, notes of apricot jam and sweet ripe peaches, and a hint of toasted almonds. The smooth taste continues with fondant orange and milk chocolate flavors, velvety texture and a long, and a luxuriously sweet finish.
„The launch of Vintage 1967 is a momentous occasion for The Glenlivet, and a particularly proud one for me personally,“ says The Glenlivet Master Distiller Alan Winchester. „To have my name associated with one of the finest single malts that money can buy is an honor – what a fantastic way to celebrate more than 40 years in the Scotch whisky industry. By collaborating with the talented Bethan Gray, we have been able to epitomize not only Vintage 1967’s luxurious quality but also the craftsmanship that led to its creation. The result is a beautiful and captivating bottle that ensures Vintage 1967 is a feast for the eyes as well the palate.“
Taking inspiration from the rolling hills that surrounds The Glenlivet distillery in Scotland, award-winning British designer Bethan Gray handcrafted the exquisite bottle and case that hold the 50- year-old single malt, reflecting the craftsmanship and exceptional quality of its contents. Alan and Bethan worked closely on gathering influences for the design on the grounds of the distillery, where Bethan also has her own historical past. Her grandfather lived and worked as a forester in the Cairngorms, home of The Glenlivet, and the layers of mist that gather in the surrounding valleys became inspiration for the unique reinterpretation of her Dhow pattern that surrounds the bottle.
„Everything I do is about collaborating with people to tell stories through craft, so it was a real honor to work with Alan Winchester to create this incredibly special bottle of scotch whisky,“ said Bethan Gray. „We’re both inspired by spending time in nature, so what better inspiration than the Cairngorms, where The Glenlivet distillery is based?“
The Scotch whisky making process itself was further inspiration for Bethan. The bottle is blown by master glassblower Brodie Nairn to precisely the right size and thickness and then hand-cut, creating an ombré color effect that mimics the ageing process of the liquid inside. It is then engraved and hand-painted, making each one unique. The hand-stained birds-eye maple case is made using solid copper overlays that reflect The Glenlivet’s charred barrels and copper stills. Created by hand by artisans, the technique used to overlay the delicate copper was invented specifically for this case in its curved form. The mother-of-pearl inlaid into the case has been inspired by the local freshwater pearl mussel shells indigenous to the Spey River.
Consumers can follow @TheGlenlivet_US and visit www.theglenlivet.com/en-us for the latest happenings or to find out more about The Glenlivet Winchester Collection.