Es war bereits im Februar 2018, als wir von den Plänen der Eden Mill Distillery in St. Andrews, Fife, berichteten, die Brennerei zu vergrößern und mehr Whisky zu produzieren. Nun gibt es einige weitere Details zur Erweiterung, die mit Sommer 2020 abgeschlossen werden soll.
Wie The Spirits Business berichtet, wird man gut 3.5 Millionen Euro in das Projekt investieren – allerdings nicht an der geplanten Stelle. Urspünglich wollte man ja in den historischen Gebäuden der alten Seggie Distillery and Brewery bauen, nun ist man mit dem Vorhaben in ein anderes Gebäude am selben Gelände des neuen Universitätscampus übersiedelt. Grund dafür nach Angaben des Mitgründers Paul Miller: man könne dort flexibler und im Fall des Falles größer planen als am ursprünglich vogesehenen Standort.
Man will mit der neuen Brennerei CO2-neutral produzieren und setzt ganz auf erneuerbare Energien. 20 Leute sollen nach Fertigstellung der neuen Brennerei, die mehr als eine Million Flaschen pro Jahr als Output vorsieht, dort in der Produktion von Whisky und Gin sowie im Besucherzentrum und in der Verwaltung/Logistik Arbeit finden.
Auch an diesem Sonntag können wir Ihnen wie seit 132 Wochen die Whiskyvideos und Podcasts der Woche vorstellen, in denen wir Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ bringen, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In Folge Nummer 131 haben diese sechs Videos für Sie vorbereitet:
Malt Mariners – Laphroaig Lore
Taste. – Glen Moray – Nymphs of Whisky
Whisky a. d. Sicht eines Amerikaners – Mosgaard Organic (Denmark)
Whisky Plausch – Penderyn Rich Oak
Whisky & Vinyl – Ben Nevis 10 in Fassstärke
Pat Hock – Ardbeg Drum
https://youtu.be/C43LkAldjG0
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Unser heutiges Sonntagsvideo ist wiederum eines aus unserem reichen Fundus an Eigenproduktionen. Es wurde während unseres Besuches bei Amrut in Südindien im Jahr 2018 aufgenommen und zeigt, wie man dort die Fässer mit einer eigens gebauten Apparatur ausbrennt. Das geschieht etwas anders als man es zum Beispiel bei West Cork gesehen hat (ein Video davon finden Sie hier) – aber wenn es darum geht, wie spektakulär das aussieht, schenken sich die beiden Videos absolut nichts.
Einen Bericht über Amrut mit neun Videos haben wir hier veröffentlicht – falls Sie etwas tiefer in die Materie eindringen wollen. Und auch etwas später heute geht es mit einigen Videos weiter, wenn wir wieder der deutschen Vloggerszene ein Forum bieten. Bis dahin wünschen wir einen schönen Sonntag!
Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun knapp einem Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Das Interesse in Whisky ist seit nun schon recht langer Zeit konstant im Steigen – und selbiges gilt auch für den Whiskytourismus, der Freunde des Wassers des Lebens an dessen Erzeugungsorte führt. So konnten im Vorjahr erstmals über 2 Millionen Besucher aus aller Welt in den schottischen Brennereien begrüßt werden.
Diese 2.05 Millionen Besucher bedeuten eine Steigerung von 6.1% zum vergangenen Jahr, oder anders gesagt: weitere 115.000 Personen haben den Weg nach Schottland in die Destillerien gefunden.
Wie man unseren Berichten aus den letzten Monaten und Jahren entnehmen kann, reagiert die schottische Whiskyindustrie auf den Boom entsprechend und baut die Besucherentren aus (allein Diageo investiert sehr hohe Beträge in jene Brennereien, die an der Komposition von Johnnie Walker beteiligt sind und in ein riesiges Johnnie Walker Experience Center in Edinburgh) – oder man baut sogar komplett neue zu Brennereien, die bislang ohne solche auskommen mussten (Glencadam oder Glenallachie, um nur zwei zu nennen).
Hauptherkunftsländer der Besucher waren laut der Untersuchung der Scotch Whisky Association übrigens die USA und Deutschland.
Die geplante Johnnie Walker Experience in Edinburgh, Teil eines immensen Ausbauprogramms der Besucherzentren vieler Diageo-Brennereien in Schottland. Bild: Diageo.
Ab 19. Juli gibt es den Film auf DVD (wir berichteten hier) – am 4. Juli findet die Deutschlandpremiere von „Scotch – A Golden Dream“ um 19.30 Uhr im Kino Neues Maxim in der Landshuter Allee 33 in München statt – und Bruichladdich und Polyband.de laden Sie dazu ein (die Premierenkarten können Sie über den Link in der Presseinfo bestellen).
Übrigens: Auch Whiskyexperts wird bei der Premiere vor Ort sein, und wir freuen uns auf den einen oder anderen Plausch mit unseren Lesern dort. Hier aber din gesammlten Infos zur Premiere:
Whisky & Film-Event: SCOTCH – A GOLDEN DREAM
Die offizielle deutsche Filmpremiere zum DVD-Start inklusive Whisky-Tasting, moderiert von Lynne McEwan, Senior Brand Manager Bruichladdich Distillery und Ewald J Stromer, Brand Ambassador Bruichladdich Distillery.
Datum: Do, 4.7.2019, Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Kino NEUES MAXIM, Landshuter Allee 33, 80637 München
SCOTCH – A GOLDEN DREAM bereist die atemberaubende schottische Landschaft und macht sich gemeinsam mit einigen der größten Namen der Branche auf die Spuren des Whisky-Handwerks. Komplett in Schottland vor Ort gedreht, erzählt der Film die Geschichte des „Wassers des Lebens“. Er wirft einen umfassenden Blick auf die Herstellung von Whisky und die faszinierenden Menschen, die damit täglich zu tun haben. Wer sind sie, wie sind sie dazu gekommen und was sind ihre Träume? Wie sehen ihre Kunst, ihre Wissenschaft und ihr Alltag der Whiskyherstellung aus? Dies ist zugleich auch die Geschichte von JIM MCEWAN, Brennmeister und Whisky-Legende, der die Bruichladdich Distillery zu neuem Weltruhm geführt hat. In einer Reihe persönlicher Interviews mit ihm und einigen der wichtigsten Köpfe der Whiskybranche wie u. a. DR. BILL LUMSDEN (Glenmorangie), GEORGIE CRAWFORD (Lagavulin), RICHARD PATERSON (The Dalmore) und dem Whisky-Experten CHARLES MACLEAN werden die Geschichte des und Geschichten um das „Uisge Beatha“ (gäl.: Wasser des Lebens) mit Leben erfüllt. Für den Zuschauer entsteht so ein umfassendes Bild rund um das Thema und Lebensgefühl „Whisky“ – egal ob Whisky-Einsteiger, -Kenner oder Schottland-Interessent.
Trotz eines, wie Edrington sagt, schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfelds, kann die Gruppe momentan exzellente Zahlen veröffentlichen. Laut einem Bericht in Herald Scotland steigerte man die Einnahmen auf knapp 680 Millionen Pfund, das ist ein Plus von 9%, und den Gewinn um 4% auf fast 92 Millionen Pfund. Möglich wird das vor allem durch eine signifikant steigende Nachfrage im asiatischen Raum.
Die Strategie, auf „Super Premium Spirits“ zu setzen, scheint also erfolgreich zu sein, zumal diese Kategorie in den Exportmärkten wie Asien und den USA sehr gefragt ist. Edrington erzielt 95% der Umsätze mit dem Export.
Auf den Brexit und die möglichen Folgen angesprochen, gibt man sich bei der Edrington Group einerseits gut vorbereitet, andererseits hält man sich bedeckt, welche Folgen zu erwarten sind.
Weltweit beschäftigen die Besitzer von unter anderem The Macallan und Highland Park 3.200 Personen, in Schottland sind es 850.
So viele Abfüllungen gibt es noch nicht aus Daftmill, der kleinen Farm-Distillery, die sich mit der Veröffentlichung des ersten Whiskys 12 Jahre Zeit gelassen hat (und diese exklusiv über Berry Bros & Rudd vertreibt). Aber dennoch hat es Serge Valentin geschafft, fünf verschiedene Abfüllungen zu verkosten – und das gemeinsam mit Angus MacRaild, der immer häufiger auf Whiskyfun zu sehen ist.
Kommen wir ohne viel Vorrede zu den verkosteten Abfüllungen von heute – und die erhalten von beiden recht gute Noten:
Daftmill 2006/2019 (54.9%, OB, Taiwan Exclusive via Kingfisher/Longlife, First fill ex-bourbon cask, cask #48, 186 bottles): beide: 89 Punkte
Daftmill 2006/2019 (56%, OB, Royal Mile Whiskies Exclusive, First fill ex-bourbon cask, cask #44, 216 bottles): Serge 87 Punkte, Angus 88 Punkte
Daftmill 2006/2019 (56.9%, OB, Europe Exclusive, First fill ex-bourbon cask, cask #77, 198 bottles): Serge 84 Punkte, Angus 85 Punkte
Daftmill 2006/2019 (57.4%, OB, Luvians Exclusive, First fill ex-bourbon cask, cask #89, 216 bottles): Serge 86 Punkte, Angus 84 Punkte
Daftmill 2006/2019 (57.4%, OB, Berry Bros. retail exclusive, First fill ex-sherry cask, cask #39, 606 bottles): beide 90 Punkte
Die Gebäude der Daftmill-Destillerie. Foto von Jeff24 unter GNU Lizenz
Wir haben ja schon darüber berichtet, dass die Roe & Co Distillery in Dublin vor einigen Tagen offiziell eröffnet wurde und dass das Besucherzentrum mit 21. Juni den Betrieb aufnehmen wird – heute haben wir die offizielle Pressemitteilung von Diageo dazu bekommen und bringen diese gerne hier für Sie:
Der Beginn einer Ära: Die Roe & Co Destillerie in Dublin öffnet ihre Pforten für Besucher
Ein neues Zuhause für den Irish Whiskey in der St. James´s Gate Guinness Power Station in Dublin
Berlin/ Dublin 20. Juni 2019: Kenner können den Premium-Blend Roe & Co bereits seit 2017 genießen, und ab dem 21. Juni ist die Destillerie im hippen Liberties District von Dublin endlich für die Öffentlichkeit zugänglich. Den Besucher erwartet dort ein Erlebnis, das von Historie sowie ebenso von gegenwärtigen Trends geprägt ist und das bereits vom Lonely Planet Reiseführer zu einem der zehn „Best new openings for travelers in 2019“ gekürt wurde. Die Vermischung von Tradition und Gegenwart beginnt bereits bei Gebäude und Lage: Das ehemalige Kraftwerk der Guinness-Brauerei ist eines der bemerkenswertesten Gebäude des Brauerei- und Whiskeydistrikts und wurde für Roe & Co runderneuert.
Bild: Roe & Co
Weibliche Kreativität in der Männerdomäne Whiskey
Roe & Co besteht aus einer handverlesenen Kombination irischer Malz- und Maiswhiskeys und wird in Bourbon-Fässern gereift. Der elegante Premium-Blend besitzt die typische Geschmeidigkeit eines irischen Whiskeys und verfügt gleichzeitig über eine bemerkenswerte Tiefe im Geschmack. Eine weitere Besonderheit dieses Whiskeys und seiner neuen Heimat sind die Personen, die dahinterstehen. Roe & Co und das neu eröffnete Destillerieerlebnis sind die Resultate der Zusammenarbeit eines starken weiblichen Teams:
– Gráinne Wafer, Global Brand Director Roe & Co
– Caroline Martin, Diageo Master Blender
– Lora Hemy, Roe & Co Head Distiller
– Fiona Sheridan, Roe & Co Assistant Distiller
– Tanya Clarke, General Manager Reserve & Incubation Brands
– Hayley Millner, Marketing Manager, Roe & Co Irish Whiskey
– Shannon Green, Senior Engineering Project Manager
Gráinne Wafer fasst das Erlebnis so zusammen:
„Wir befinden uns auf einem spannenden Weg, der mit der Weiterentwicklung des Konzepts von Irish Whiskey durch Master Blender Caroline Martin begann, und nun beginnen wir die nächste Etappe in unserem neuen Hauptquartier. Der Prozess der Neuerfindung und Weiterentwicklung unter dem Namen Roe & Co ist damit aber noch nicht abgeschlossen.“
Das Team um die „extrem talentierte“ Destillateurin Lora Hemy bietet in Destillerie und angeschlossener Bar nun intime Einblicke in das Tagesgeschäft rund um das Geschmackserlebnis Whiskey, so die Global Brand Director.
Bild: Roe & Co
Das Roe & Co Lebensgefühl: industrielles Design gepaart mit urbanem Deko
Bei der Renovierung des Gebäudes lag das Hauptaugenmerk darauf, industrielles Design mit modernem urbanen Dekor zu verbinden. Die neue Destillerie verfügt über drei einzigartige Destillierblasen aus Kupfer, die unter der talentierten Head Destillateurin Lora Hemy und ihrem Team sowohl Dreifach- als auch Doppeldestillation ermöglichen. Die kupfernen Destillierblasen können von einer Glasbrücke aus begutachtet werden. Ein besonderes Highlight ist die Distillery-eigene Power House Bar, die von Drinksology designt wurde, den kreativen Köpfen hinter einigen der weltweit besten 50 Bars, wie zum Beispiel der The Dead Rabbit Bar in New York. Die Mischung aus industriellem Design und modernem urbanen Dekor spiegelt sich in allen Designelementen von der Arbeitskleidung bis hin zu einem eigens kreierten Tiki-Druck auf dem Barzubehör wider. Die Illustration des Tikis reflektiert Kernelemente der Roe & Co Geschichte vom St. Patrick’s Turm und dem Birnbaum, der seit dem 17. Jahrhundert auf dem Gelände der ursprünglichen Destillerie steht, bis zu den ikonischen Schornsteinen der Dubliner Skyline. Rund um die Roe & Co Destillerie befindet sich ein Garten, der einer Vielfalt an irischen Wildblumen als Heimat sowie zum Anbau von Cocktailzutaten für die Bar dient
Gemeinsam zum Erfolg
Diageo CEO Ivan Menezes würdigte bei der Eröffnungsfeier die Leistung aller Beteiligten:
„Ich bin stolz, heute in einem der bedeutendsten Gebäude der Skyline Dublins stehen zu können. Die Verwandlung von einem Kraftwerk in eine moderne Destillerie ist das Ergebnis einer großartigen Teamleistung. Unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Gut, und wir fördern jede und jeden Einzelnen im Rahmen eines inklusiven und diversen Miteinanders. Die Fortschritte, die wir rund um die Roe & Co Destillerie sehen, sind der Verdienst eines fantastischen weiblichen Teams. Ihr könnt zu Recht stolz sein, Gráinne, Lora, Fiona, Caroline, Tanya, Shannon und Hayley.“
Zu Beginn des Jahrzehnts gab es in Irland noch vier produzierende Whiskey-Destillerien. Mit der Eröffnung der Roe & Co Destillerie sind es nun 27. Pro Runde kann die Destillerie 14.000 Liter Whiskey produzieren, die Maximalkapazität liegt bei 500.000 Litern Alkohol. Die Destillerie mit angeschlossener Bar schafft 18 neue Arbeitsplätze und trägt dazu bei, die Anziehungskraft des Brauerei- und Destillerieviertels Liberties zusätzlich zu stärken. „Die Investition von 25 Millionen Euro in die Roe & Co Destillerie hat sich auch dahin gehend gelohnt, dass wir einen weiteren Beitrag zur wachsenden Anziehungskraft der Liberties leisten konnten. Auch durch das Guinness Storehouse ist der Distrikt bereits heute das beliebteste Ziel für Touristen in Irland, und Diageo ist daran gelegen, diese Beliebtheit weiter aufrechtzuerhalten“, erklärt Gráinne Wafer.
Bild: Roe & Co
EINE TOUR DURCH DIE ROE & CO IRISH WHISKEY ERLEBNISDESTILLERIE
Besucher der Destillerie erhalten beim Eintritt Stempelkarten, mit denen sie im ehemaligen Kraftwerk für ihre Schicht ein- und wieder ausstempeln – eine Verneigung vor der Vergangenheit des historischen Gebäudes. Im Rahmen der Führungen gibt das Team dem Besucher einen Überblick über Aufstieg und Fall des irischen Whiskeys. Gerade der Niedergang des irischen Whiskeys ist schließlich untrennbar mit der Geschichte von Roe & Co verbunden, da die Gorge Roe&Co Destillerie in den 1920er-Jahren durch die Wirtschaftskrise insolvent war. In der neuen Heimat von Roe & Co erwartet den Besucher eine Sinnesreise mit Spaß und Geschmack. Die 75-minütige Tour durch die Destillerie bietet nicht nur die Chance, die Whiskey-Experten bei der Arbeit zu beobachten, sondern auch viele historische Fakten. In Zimmer 106, das nach der Anzahl der unterschiedlichen Blends benannt ist, die bis zur Perfektion des modernen Roe & Co ausprobiert werden mussten, erhalten Besucher einen Einblick in den einzigartigen Herstellungsprozess von Roe & Co. Der Flavours Workshop bietet den Gästen dann eine Sinneserfahrung, in der sie die fünf Säulen des Geschmacks, süß, sauer bitter, salzig und umami, erforschen und ihr individuelles Geschmacksprofil für einen Whiskey-Cocktail erfahren. Dieses neu gewonnene Wissen kann anschließend in die Bestellung eines WORLD CLASS Cocktails mit Roe & Co in der Power House Bar angewendet werden, der in der Tour ebenfalls inbegriffen ist.
Kosten für die Tour inkl. Whiskey Tasting, Flavours Workshop und Cocktail in der Power House Bar: 25 € pro Person Touren täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr, sieben Tage die Woche.
Whisky ist immer sehr stark mit den Menschen verbunden, die ihn erzeugen. Ihre Ideen, ihre Erfahrungen prägen seinen Stil ebenso wie es die Brennblasen tun.
Es sind aber nicht nur die im Rampenlicht stehenden Menschen, wie zum Beispiel die Master Blender oder die Distillery Manager – jeder der Mitarbeiter, vom Mash Man bis zum Verantwortlichen für die Lagerhäuser, trägt seinen Teil dazu bei, dass der Whisky einer Brennerei im Idealfall etwas Unverwechselbares wird – oder, wenn es sich um Mitarbeiter des Visitor Centers handelt, der Besuch dort.
Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon einen einfühlsamen Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery verdanken, nimmt sich in einem neuen Beitrag den Menschen hinter der Brennerei Glen Scotia in der Whiskyregion Campbeltown an und nähert sich auf diese Weise dem, was die Destillerie besonders macht. Den Artikel bringen wir für Sie in zwei Teilen (der erste Teil erschien gestern) – und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre:
TREFFPUNKT AN DER ECKE SADDELL AND HIGH – Face to Face bei der Glen Scotia Distillery (Teil 2)
Stillhouse – Face to Face mit Sean McGeachy
Zurück im Stillhouse, ist Sean McGeachy dabei den Mittellauf des Rohbrandes bei 73% Alc. Vol. zu trennen, nach ca. 15 Minuten Vorlauf.
In vier bis fünf Stunden wird er den Mittellauf bei 63% Alc. Vol. trennen. Danach wird der Nachlauf weitere fünf Stunden destilliert bis der Alkoholgehalt bei weniger als 1% liegt. Glen Scotia verfügt über zwei Brennblasen und produziert jährlich rund 500.000l zweifach gebrannten reinen Alkohol, mit 10 Maischen wöchentlich von Montag 6 Uhr morgens bis Samstag 17 Uhr.
Etwa 15 Stunden werden für den kompletten Brennprozess benötigt und somit nimmt die ganze Produktion vom Mahlen des Malzes bis zum Rohbrand durchschnittlich etwa 152 Stunden in Anspruch.
Sean hat vor sechs Jahren im Mash House angefangen und wechselte nach drei Jahren in die Destillation. Das Stillhouse ist sein Lieblingsplatz in der Brennerei, denn „wenn der Rohbrand durch den Spirit Safe und damit in Richtung Fassabfüllung fließt, dann werden all unsere Fertigkeiten zusammengeführt.“
Sean erinnert sich gut an die Zeit, als die Brennblasen noch dunkelbraun waren. Das lag an etwa sechs Anstrichen mit Möbelbeize, die Ende der 70er und Anfang der 80er auf die Brennblasen aufgebracht wurden. Als Glen Scotia im Jahr 2014 überholt wurde, wurden die Anstriche abgetragen und nun erstrahlen die Brennblasen in hellem Kupfergold. Allerdings muss der untere Teil der Spirit Still, die aus dem Jahr 1977 datiert, bald erneuert werden, da er für die Produktion zu dünnwandig wird.
Während ich mit Sean spreche, fällt mir auf, dass ich die Kondensatoren bei meinen Besuchen nie gesehen habe. Sofort sprintet Sean die Treppen hoch, durch die Hintertür im Stillhouse und zeigt mir die „tube and shell condensers“, die in einem kleinen Hof zwischen der alten Malztenne, Mash House und Stillhouse beheimatet sind.
Die relativ langen Lyne Arms, die Fortsetzung der Schwanenhälse der Brennblasen, beeinflussen die Reinheit und den Geschmack des Rohbrandes durch einen längeren Kupferkontakt. Auch im Brennprozess wird nichts vergeudet. Die Rückstände in den Brennblasen, das Pot Ale, wird an lokale Farmer als Pflanzendünger für ihre Gerstenfelder verkauft. Es schließt sich somit ein perfekter Kreis.
Bei Glen Scotia seit: 2013 Lieblingsplatz in der Brennerei: das Stillhouse, „denn hier vereinigen sich alle unsere Fähigkeiten, unsere Arbeit im Rohbrand. Glen Scotia Lieblingswhisky: „Die Whiskies direkt aus dem Fass im Lagerhaus-Tasting. Insbesondere Tawny Port Fässer.“
Warehouses
In perfektem Timing schreitet Hector durch die großen Stillhouse Türen und möchte mir die Lagerhäuser zeigen. Es lagern rund 12.000 Fässer in der Brennerei, die meisten von ihnen sind ehemalige Bourbon Barrels (195l) in Erstbefüllung. Sie lagern hauptsächlich auf Paletten zu jeweils sechs Fässern.
„Aufgrund der hohen Qualität der Fässer sind die Verluste durch Leckagen absolut vernachlässigbar. Bevor die Fässer bei Glen Scotia angeliefert werden, checkt sie die firmeneigene Küferei im Loch Lomond Distillery Komplex, wo auch weitere Glen Scotia Fässer reifen“, erklärt Hector.
Das Glen Scotia Lagerhaus ist in drei verbundene Sektionen geteilt. Nach den ersten zwei Sektionen mit Paletten zeigt mir Hector den dritten Teil und die Atmosphäre ändert sich komplett. Die Fässer sind im traditionellen Dunnage Stil in zwei Reihen hoch gestapelt. Dadurch bekomme ich einen kompletten Eindruck über das gesamte Lagerhaus mit seiner imposanten Größe und hohen Decke. Fast sakral mutet dies an und als mir Hector die Reihe mit den sechs Fässern zeigt, die für das Lagerhaus-Tasting genutzt werden, möchte ich spontan auf die Knie gehen, vor allem als Hector Gläser aus seiner Jackentasche holt und das erste Fass öffnet.
Im Angebot sind ex-Bourbon Fässer verschiedener Jahrgänge in Erst- und Zweitbefüllung mit getorftem oder ungetorftem Whisky, ein 2008 peated Oloroso Butt (500l) in Erstbefüllung, abgerundet mit einem fantastischen 1989er wiederbefüllten Sherry Hogshead (250l), dem ältesten Fass in der Brennerei. Wenn man Glück hat, sind diese Whiskies auch in 200ml Flaschen im Distillery Shop erhältlich, doch dieser ist nach dem Campbeltown Festival leider komplett ausverkauft.
Ich habe schon einige Warehouse-Tastings in Schottland hinter mir. Und wie so oft, ist auch hier die Qualität der Whiskies sehr hoch. Dazu kommt hier die einzigartige Atmosphäre im Lagerhaus, die die Straßenecke Saddell & High zu einem perfekten Ziel einer Whisky-Pilgerreise macht.
Musterregale – Face to Face mit Iain McAliister
Nun ja, alle guten Dinge müssen zu Ende gehen, aber Hector hat noch eine Zugabe geplant. Wir laufen die Stufen zum Büro hinauf, wo wir Iain McAllister treffen, der aus Carradale stammt, einem Ort unweit von Campbeltown an der Ostküste Kintyres. Iain ist seit mehr als 11 Jahren Distillery Manager und hat nun das Vergnügen Glen Scotia Whisky zu trinken, für dessen Produktion er sich verantwortlich zeichnet.
Auf Iains Schreibtisch liegen Fotos, die die letzten 20 Jahre der Brennerei Geschichte abdecken. Nun bekommen alle Geschichten Gestalt, die mir David, Hector und Sean erzählt haben.
Die Art und Weise wie Iain über Glen Scotia und die Veränderungen spricht, lässt mich seine Liebe und Leidenschaft für Glen Scotia spüren. Er scheint genau an dem Ort zu sein, an dem er sein möchte. Die Musterflaschen in den Regalen hinter seinem Schreibtisch symbolisieren dies in flüssiger Form. Und so greift er hinter sich und schenkt mir ein Dram eines 2009 medium peated (23ppm) ex-Bourbon Barrels in Erstbefüllung ein und krönt damit meinen Besuch.
Bei Glen Scotia seit: März 2008 Lieblingsplatz in der Brennerei: Die Musterregale, die viele viele Jahre Produktionshistorie von Glen Scotia repräsentieren Glen Scotia Lieblingswhisky: Die Single Cask Range, „denn sie zeigt die Vielseitigkeit und die hohe Qualität von Glen Scotia Whisky, bringt sie zu den Whisky-Liebhabern in der ganzen Welt und spiegelt die Musterregale in meinem Büro.“
Zum Abschluß möchte Iain doch noch etwas für ihn wichtiges loswerden: „alles dreht sich um die Menschen und den Whisky. Wir leben in einem sehr schönen Teil der Welt und sind sehr stolz und dankbar, dass wir durch Glen Scotia Whisky uns mit so vielen Menschen weltweit verbinden können, die wir mit Freude am Ursprung in der Brennerei begrüßen. Herzlichen Dank! Slainte Mhath!“
Es ist schwer, da noch etwas hinzuzufügen. Abgesehen vom Brummen in der Destille und in den Bienenstöcken ist es ruhig geworden bei Glen Scotia. Es ist nach 17 Uhr. Der Distillery Shop ist geschlossen. Roseanne und Hannah sind auf dem Weg nach Hause. Hector und Iain verabschieden mich und werden alsbald folgen. David und Sean werden noch rund eine Stunde arbeiten und um 18 Uhr die Produktion an die nächste Schicht übergeben.
Und ich setze mich an das Ufer des Hafens von Campbeltown, schaue das Loch entlang und lasse die spannenden Eindrücke der letzten Stunden auf mich wirken.
Mitte Mai kündigte The Balvenie für den deutschen Sprachraum die Veröffentlichung der neuen, zunächst einmal dreiteiligen „Stories“ Serie an – mit Abfüllungen, die nicht nur mit ihrem Inhalt Geschichten über die Brennerei und die Menschen, die dort arbeiten, erzählen. Denn auf der Webseite der Destillerie kann man zu jeder Abfüllung einen über 30 Minuten langen Podcast zur Flasche hören, in dem man über die Hintergründe des Whiskys mit persönlichen Geschichten der Akteure informiert wird.
Aber natürlich geht es bei Whisky hauptsächlich um eines: Um den Geschmack. Und um den Geschmack dieser drei Abfüllungen näher zu erkunden, haben wir uns mit Kirsten Grant, Ur-Ur-Enkelin von William Grant, dem Gründer von William Grant & Sons (ihnen gehören unter anderem die Brennereien The Balvenie und Glenfiddich), getroffen, um mit ihr alle drei Bottlings zu verkosten.
Wer Kirsten, die auch US Commercial Strategy Director des Unternehmen ist, kennt, der weiß, dass Tastings mit ihr keine knochentrockenen Analysen sind, sondern bei allem Informationsgehalt immer viel Spaß machen. Und darum freut es uns, dass wir Sie per Video an diesen drei Tastings und den Spaß, den wir dabei hatten, teilhaben lassen können.
Im dritten und letzten Video, das knapp über sieben Minuten lang ist, geht es um den „A Day of Dark Barley – 26yo„, einen sehr komplexen und eleganten Whisky, der im Jahr 2006 als 14 Jahre alte Abfüllung bereits einmal auf den Markt kam und von dem einige Fässer zurückgehalten wurden, um weiter reifen zu können. Seine Hintergrundgeschichte als Podcast können Sie hier abrufen – unser Video von der gemeinsamen Verkostung sehen Sie obenstehend. Viel Vergnügen!
Was wir vor einiger Zeit in der us-amerikanischen TTB-Datenbank gefunden haben, nämlich das Glenmorangie Rare Cask 237, hand selected by Dr Bill Lumsden, war wohl bereits eine weitere Ausgabe einer auf vier Bottlings geplanten Serie, die jetzt mit dem GlenmorangieRare Cask 1748 ihren Ausgang nimmt.
Die nur in der Brennerei erhältlichen 636 Flaschen der Erstausgabe enthalten 16 Jahre alten Whisky, der nach der für Glenmorangie üblichen Standardreifezeit von 10 Jahren in ex-Bourbonfässern nochmals sechs Jahre lang in PX-Fässern reifen durfte. Das solle in der Nase einen Duft von Kaffee und Walnusskuchen ergeben, am Gaumen dann cremigen Fudge, Toffee und süße, gekochte Früchte am Gaumen.
Abgefüllt wurde der GlenmorangieRare Cask 1748 mit 55% vol. Alk., der Preis der neuen Abfüllung beträgt bemerkenswerte 650 Britische Pfund.
Dass auch die weiteren Abfüllungen der Reihe, die noch 2019 mit den nächsten drei Fässern abgeschlossen werden soll, alle wie verlautbart exklusiv in der Destillerie zu erhalten sein werden, scheint uns nicht gesichert – zumindest Rare Cask 237 dürfte der Eintragung in der Datenbank wegen unter Umständen auch zur Veröffentlichung in den USA (und ev. anderswo) vorgesehen sein…
Gooderham & Worts? Nie gehört? Nun, Da sollten Sie sich keine Gedanken machen, denn da geht es Ihnen wie wohl den meisten Whiskyfreunden. Es liegt nämlich daran, dass der Whiskey, von dem wir hier sprechen, aus einer Region kommt, die bei uns wenig Beachtung findet: Kanada.
Die sehr laxen kanadischen Gesetze, was sich alles als Whiskey titulieren darf (in Kanada ist es zum Beispiel erlaubt, bis zu 9.09% Wein zur Geschmacksbildung in Whisky zu blenden), haben vielleicht Mitschuld daran, dass dieser bei uns eher ein Schattendasein führt, abgesehen vielleicht von einigen Marken und dem Crown Royal Northern Harvest Rye, der von Jim Murray vor ein paar Jahren für alle überraschend zu seinem Whisky des Jahres gekürt wurde.
Der Gooderham & Worts 17yo Blended Canadian Whisky scheint jedenfalls bei Ralfy voll punkten zu können – erhält er doch satte 89 Punkte. Roggen, Weizen und Mais geben ihm den Geschmack, den Ralfy sehr zu schätzen scheint. Sein Rat zum Ende des fast 16 Minuten langen Videos auf Youtube oder oben bei uns: Immer neugierig bleiben, immer auf Entdeckungsreise sein.
Im Januar haben wir über den Beginn der Auswahl zum World Class Bartender 2019berichtet, nun ist das Finale geschlagen und der diesjährige Gewinner steht fest. Diageo, Veranstalter der World Class, stellt ihn und seinen Siegercocktail in einer Pressaussendung vor, die wir natürlich gerne mit Ihnen teilen:
Sembo Amirpour ist Deutschlands WORLD CLASS Bartender 2019!
Berlin, 19. Juni 2019 – Gestern Abend stand es endlich fest: Sembo Amirpour aus der Bar „The Old Jacob“ in Bonn konnte mit seinem Feingefühl für Aromen sowie einer exzellenten Darbietung der Cocktailkunst den Titel als bester Bartender des Landes für sich entscheiden. Ab sofort darf er sich „WORLDCLASS Bartender of the Year 2019 Germany“ nennen. Mit herausragendem Know-how und Geschick setzte sich der Bonner damit erfolgreich vor einer hochkarätigen Jury gegen 13 weitere Anwärter durch. Bewertet wurden die Teilnehmer unter anderem von Sven Goller (WORLD CLASS Winner Germany 2017, Besitzer Das Schwarze Schaf), Tess Posthumus (WORLD CLASS Winner Netherlands 2015, Besitzerin Flying Dutchman) und dem Host der Bulleit Challenge: Jakob Etzold (Point Leo Estate, Beverage Manager).
Bild: Diageo
WORLD CLASS Finale Berlin: 14 Finalisten, vier Challenges, zwei Tage, ein Gewinner
14 Finalisten bewiesen in den vergangenen zwei Tagen ihre Cocktailfertigkeiten sowie ein Gespür für Sensorik und beeindruckten die Jury in Berlin. In vier anspruchsvollen Themenbereichen, die auf Basis vorher eintrainierter Studiomodule und anderer globaler Contests aufgesetzt wurden, mussten die Bartender zeigen, was sie konnten.
Bild: Diageo
Startschuss war Montag, der 17. Juni. Bei den ersten beiden Challenges „Citrus Heart“ und „Wanderlust“ waren Kreativität und Nachhaltigkeit gefragt. Die Herausforderung der Tanqueray Gin „Citrus Heart“-Challenge bestand darin, gemeinsam mit einem Influencer-Partner innerhalb eines Mini-Workshops einen individuellen Highball zu kreieren. Nicht nur die persönlichen Lieblingszutaten des Cocktail-Neulings bestimmten den Charakter des Drinks. Auch kaufmännisches Geschick war gefordert: In der Warenhauskette METRO mussten die Teilnehmer, ausgestattet mit 100 €, nachhaltige Zutaten, wichtige Tools sowie Gläser in einem Wettkampf gegen die Zeit finden. Besonderes Augenmerk richtete sich bei dieser Aufgabenstellung auf Lokalität und Saisonalität. „Es ist uns eine große Freude, in diesem Wettbewerb mit Kunden aus der Bartenderszene zusammenzuarbeiten und mehr über ihre Bedürfnisse zu erfahren. Das hilft uns, unser Sortiment noch besser auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen“, sagt Patricia Praß, Category Management METRO Wein & Spirituosen.
Die Ketel One Vodka „Wanderlust“-Challenge stand hingegen ganz unter dem Motto „Home and Away“ und war durch und durch inspiriert vom Thema nachhaltiges Reisen und Abenteuerlust. Dabei sollten sich die Finalisten zwei spezifische Zutaten überlegen, die in den Drinks besonders in Szene gesetzt werden mussten. Während der erste Drink Erinnerungen an die Heimat weckte, führte der zweite Drink bei der Jury zu Fernweh und echtem Urlaubsfeeling.
Am Dienstag, dem 18. Juni, ging es dann spannend und anspruchsvoll weiter: Vollendete Perfektion des Handwerks, ein Gespür für die optimale Komposition, gepaart mit einer Prise Entertainment – das waren die benötigten Bartender-Qualitäten, um die Jury von sich zu überzeugen. Während es bei der Schöpfung eines Drinks oftmals auf Geschmack und Aroma als wichtigste Komponenten ankommt, stand bei den Bulleit Whiskey „Finishing Moves“-Competition die Textur im Zentrum. Bevor die Finalisten ihre Fähigkeiten vorführen mussten, zeigte Jakob Etzold, Barkeeper und Host dieses Wettbewerbs, welche Rolle Temperaturen, aber vor allem Texturen spielen und wie mit ihnen gearbeitet wird. Das erlernte Wissen mussten die Teilnehmer anschließend in die Schöpfung eines Bulleit-Cocktails transformieren.
Wer wird „WORLD CLASS Bartender of the Year 2019 Germany“? Showdown im Schlosshotel Grunewald in Berlin
Am Dienstagabend wurden die nach dem Punktestand besten drei Bartender – die „WORLD CLASS Top 3“ Sembo Amirpour, (The Old Jacob, Bonn), Katrin Löcher (Suderman Bar, Köln) und Christof Reichert (Hotel Adlon Kempinski, Berlin) – im finalen Showdown im Schlosshotel Grunewald ins Rennen geschickt. Dieser Abend stand ganz im Zeichen von Barkultur und Hospitality. Dabei entschied sich im „Tartan Tiki Road to Glasgow“-Contest, wer die Reise zum Global Final nach Glasgow antreten wird. Jeder der drei Kandidaten zog per Los eine Basis-Spirituose mitsamt einer zusätzlichen Aufgabenstellung und musste daraus einen Tiki, einen Drink in Punsch-Form, kreieren. Die Schwierigkeit bestand vor allem darin, dass die Teilnehmer, passend zur diesjährigen Destination, ausschließlich mit Whisky-Größen wie Johnnie Walker, The Singleton oder Talisker arbeiten durften. Bei der Präsentation vor der versierten Jury konnten die Finalisten zudem nur mit einer packenden Darbietung der eigenen Cocktailkreation punkten. Diese Wettbewerbssituation forderte den Bartendern alles ab, denn es konnte nur der bestehen, der sein Handwerk perfekt beherrscht und neben Originalität auch Schnelligkeit, Routine und Belastbarkeit an den Tag legt.
Nun darf sich Sembo Amirpour als Sieger ein Jahr lang „WORLD CLASS Bartender of the Year 2019 Germany“ nennen und im Herbst als Botschafter der gehobenen Barkultur durch Deutschland touren. Außerdem sicherte er sich mit dem Titel einen Platz beim „WORLD CLASS Global Final 2019“ in Glasgow, misst sich dort mit den besten internationalen Bartendern der Welt und kämpft um den Titel des „WORLD CLASS Bartender of the Year 2019“.
Einer der Gewinner Drinks von Sembo Amirpour – WORLD CLASS Competition 2019 Germany – „Golden Kemuri“
Zutaten:
50 ml Johnnie Walker Black Label
10 ml Französischer Kräuterlikör
15 ml Smokey Honey
2 Dash Soja Sauce
2 Limettenscheiben
Garnish
Geräuchertes Skeleton Leaf, Limettenscheiben
Zubereitung:
In einem kleinen Topf 200 ml Wasser mit 30 g Lapsang Tee erhitzen. 10 Minuten ruhen lassen und im Anschluss abseihen. Dem Tee bei mittlerer Hitze 500 g Honig zugeben, bis der Honig vollständig aufgelöst ist.
Smokey Honey
Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. 2 g Zitronensäure hinzufügen und in einem luftdichten Glas bis zu 3 Wochen im Kühlschrank aufbewahren.
Geräuchertes Skeleton Leaf
Mit einem Flambierer das Skeleton Leaf und die Räucherchips anbrennen.