Neu: Douglas Laing Remarkable Regional Malts mit einem besonderen Dreh

Damit wir auch kein schlechtes Wortspiel auslassen: Bei Douglas Laing geht es jetzt zum 70-jährigen Firmenjubiläum rund: Der unabhängige Abfüller aus Glasgow veröffentlicht einen zehnjährigen Remarkable Regional Malts With A Twist, den man als einen Blended Blended Malt bezeichnen könnte, denn er enthält Single Malts aus allen Whiskyregionen Schottlands.

Dementsprechend lassen sich die Köpfe der Symbolfiguren der Regional Malts von Douglas Laing durch das Drehen des Verpackungsoberteils auf die anderen Körper der Figuren auf der Flasche aufsetzen, wie unser animated GIF zeigt:

5000 Flaschen dieser mit 48% Alkohol abgefüllten Jubiläumsausgabe wird es ab Mitte Oktober zu kaufen geben, jede einzeln nummeriert, zu einem Preis von jeweils 60 Pfund (umgerechnet wohl 65 bis 69 Euro).

Hier noch die englische Pressemitteilung mit den originalen Tasting Notes:


DOUGLAS LAING MARK THEIR 70TH ANNIVERSARY WITH A TWIST

Family owned Scotch Whisky specialist, Douglas Laing, continue to mark their Platinum Anniversary with the release of a commemorative Remarkable Regional Malts bottling.

The Company was established by Fred Douglas Laing in 1948. 70 years later, Douglas Laing is regarded as one of the most innovative independent spirit businesses, owned and run by 2nd and 3rd generation family members. This latest release certainly reflects the Company’s desire for innovation and creativity.

The “Remarkable Regional Malts – With A Twist” bottling encompasses Single Malts from all of Scotland’s Whisky producing regions, representing the various brands in the range. Aged for 10 years, bottled at 48% alcohol strength and offered without colouring or chill-filtration, the resulting Whisky reflects the very best of Scotch Malt Whiskies.

Only 5,000 bottles have been produced and the specialist packaging has been created to raise a smile and to reflect the ethos of Douglas Laing and its Regional Malts. The labels are individually numbered while the gift tube panels rotates enabling Big Peat’s iconic bearded face to sit on top of Scallywag’s furry canine body, or to line up the Timorous Beastie’s Mouse body with the Epicurean’s top hatted head.

Fred Laing, Chairman, comments:

“Our 70th Anniversary has been a big occasion for us and one we continue to enjoy celebrating. This latest Limited Edition reflects very much our focus and philosophy to release excellent, artisan Scotch Whiskies expressing some humour in the process, whilst not taking ourselves too seriously. After all, aligned to quality, Scotch Whisky should be fun!”.

The Remarkable Regional Malts With A Twist 10 Years Old Limited Edition of 5,000 bottles (70cl) will be available from mid-October with an RRP of £59.99.

TASTING NOTES

On the nose, a sweet, buttery biscuit quality with honeycomb initially developing to rock pools and a salty, seaweed tang. The palate shows mouth-coating milk chocolate alongside orange zest, vanilla’d oak then comes an earthiness with smoked bacon. The fruity finish is packed with stewed fruits and mocha balanced by candied lemon rind, black pepper and malted barley.  

Wir verkosten: Longmorn 1961/2018, Gordon & MacPhail Private Collection Cask #512 & #508

Longmorn 1961/2018, 40.8%, Gordon & MacPhail, Private Collection, cask #512
Longmorn 1961/2018, 45%, Gordon & MacPhail, Private Collection, cask #508
je 97 Decanter, nur im Doppel erhältlich
Sample: Gordon & MacPhail
Verkoster: Bernhard Rems

Zwei Fässer, am selben Tag gefüllt, in unmittelbarer Nachbarschaft gelagert, dann am selben Tag, 57 Jahre später, aus dem Fass entnommen – sie bilden die Grundlage für eine außergewöhnliche Abfüllung in der Private Collection von Gordon & MacPhail.

Die Whiskys wurden als „Twins“ in zwei Decanter abgefüllt und werden seit dem ersten Oktober als Set um satte 30.000 Britische Pfund angeboten. Beide stammen sie aus 1st Fill Sherry Hogsheads, aber Fass Nummer 512 bestand aus amerikanischer Eiche, während Fass 508 aus europäischer Eiche gefertigt wurde.

Wir haben von Gordon & MacPhail zwei Samples der beiden Raritäten zur Verfügung gestellt bekommen – und waren vor allem darauf gespannt, wie sehr sich die beiden Whiskys voneinander unterscheiden würden.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Unterschied zwischen den beiden Abfüllungen ist mehr als deutlich – nicht in der Qualität, da sind sie beide wirklich hervorragende Ausnahmewhiskys, sondern in der geschmacklichen Ausprägung.

Hier unsere Tasting Notes, nachdem beide Samples gut eine halbe Stunde im Glas ruhen durften:

Longmorn 1961/2018 (40.8%, Gordon & MacPhail, Private Collection, cask #512

Nase: Preiselbeeren, eingelegte Feigen, grünes Walnusshäutchen, etwas Vanille, etwas von fast schon trockenem Pfeifentabak in einer Mahagonischatulle, Weinbeisser mit weißer Zuckerglasur, sehr verhalten Speisewürze. Von den beiden Fässern die etwas zurückhaltendere, elegantere Nase. Jedenfalls ein Erlebnis.

Gaumen: Rote Johannisbeermarmelade mit Staubzucker, danach leichte Holznoten, die zum Ende hin stärker werden, angekauter Bleistift, etwas Tabaksaft, Espresso mit dunkler Schokoladenbohne, erstaunlich fruchtbetont – Preiselbeeren als Gatekeeper zum Finish.

Finish: pfeffrig, abtrocknend, getrocknete Johannisbeeren mit Mokka, endlos.

Longmorn 1961/2018 (45%, Gordon & MacPhail, Private Collection, cask #508

Nase: Dicht, eingelegte dunkle Früchte, Datteln, Kletzenbrot und Brombeeren, minzige Kräuternote, warmes Holz alter Bauernmöbel. Insgesamt wuchtig und deutlich mehr Körper als das Schwesterfass.

Gaumen: Edelhölzer mit wachsiger Politur, Schokolade, dann schwarze Kirschen, ungezuckerter Nusslikör, dunkle Blutorange und die kandierte Schale davon, eingelegte Sultaninen, Säuerliches vom Kampfer, dann wieder etwas Schokolade.

Finish: Sehr würzig, zerstoßene Chilis, ebenfalls abtrocknend, mit starken Einschlägen von Sauerkirschen und Tawny Orange.

Alles in allem: Beide Whiskys sind wunderbare Beispiele dafür, wie komplex und gleichzeitig lebendig so lange gereifte Tropfen sein können. Während Fass #512 fast noch verspielte Noten zeigt, trotz des Holzeinschlags, der aber eher ein Statement des Alters als eine Alterserscheinung ist, ist Fass #508 kraftvoll, breit und in seinen komplexen Eindrücken ein fast schon überwältigendes Erlebnis. Würde man den Verkoster vor die Entscheidung stellen, eines der beiden Fässern nochmals verkosten zu können, würde er sich nach reiflicher Überlegung für Fass #508 entscheiden, seine Präsenz ist wirklich begeisternd.

Abschließend möchten wir einem potentiellen Sammler oder Investor eines der 97 Decanterpaare in aller Bescheidenheit einen kleinen Rat geben: Falls Ihnen 30.000 Pfund keine gröberen Schmerzen bereiten, sollten es 60.000 Pfund auch nicht tun. Kaufen Sie bitte zwei Sets und öffnen Sie eines zum Trinken. Sie werden sich dann am Anblick der noch ungeöffneten Flaschen doppelt erfreuen. Mindestens!

Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

Serge verkostet: Grain mal zehn

Grain Whisky – wenn dieser Stoff, der eigentlich als Füller für Blends gedacht ist, ein schönen Fass zum Ruhen und genügend Zeit bekommt, dann ist er, zumindest für Liebhaber eher süßer Noten, eine schöne Abwechslung zu Malt Whisky. Zudem ist Grain auch eine preiswerte Alternative – allerdings haben auch die Preise für Grain Whisky in der letzten Zeit etwas zugelegt, sodass die älteren Jahrgänge auch keine reinen Schnäppchen mehr sind.

Serge Valentin hat heute zu Wochenbeginn zehn verschiedene Grain Whiskys von jung nach alt verkostet, um ein wenig Orientierungshilfe zu geben. Und auch, wenn er nicht wirklich ein deklarierter Grain-Liebhaber ist, so findet er dennoch einige Perlen unter den Abfüllungen, die auf der Liste standen.

Hier alle Bottlings der Verkostung mit ihren Punktewertungen:

  • Strathclyde 11 yo 2005/2017 (55.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask #11952, 638 bottles): 77 Punkte:
  • Invergordon 21 yo 1997/2018 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask #12185, 279 bottles): 76 Punkte
  • Strathclyde 26 yo 1990/2017 (55.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask #11600, 174 bottles): 82 Punkte
  • Cameronbridge 26 yo 1991/2018 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask #12661, 639 bottles): 84 Punkte
  • Girvan 28 yo 1989/2018 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask #12544, 255 bottles): 80 Punkte
  • Port Dundas 29 yo 1988/2018 (50.7%, Cadenhead, World Whiskies, bourbon hogshead, 215 bottles): 87 Punkte
  • Caledonian 30 yo 1987 (51.7%, Cadenhead, Cask Ends, hogshead): 80 Punkte
  • Strathclyde 30 yo 1988/2018 (54.3%, The Whisky Barrel, Glasgow Gardens Festival 30th Anniversary, barrel, cask #62125, 138 bottles): 87 Punkte
  • Invergordon 44 yo 1974/2018 (51.6%, The Whisky Exchange, The Future of Whisky, 249 bottles): 91 Punkte
  • Carsebridge 48 yo 1970/2018 (43.2%, OB, Special Release, refill American oak hogsheads, 1,000 bottles): 90 Punkte

Und für das Titelbild nehmen wir heute einfach mal ein schönes Symbolfoto eines Weizenfeldes…

Auch aus Weizen kann Grain Whisky erzeugt werden. Photo by Jonathan Combe on VisualHunt.com / CC BY

PR: Kilchoman European Land Rover Tour 2018 – durch Europa mit neuen Abfüllungen

Kilchoman ist wieder auf Tour durch Deutschland und Österreich. Über die deutschen Tourdaten und die spezielle Tourabfüllung hat uns der deutsche Importeur, Alba Import, in der nachfolgenden Presseaussendung informiert, den Termin in Österreich haben wir ergänzt:


Kilchoman European Land Rover Tour 2018 – durch Europa mit neuen Abfüllungen

Im September/Oktober 2018 geht Islay’s Farm Distillery Kilchoman nach dreijähriger Pause auf Tour durch Europa. Präsentiert werden dabei neue Abfüllungen zum Herbst und ein exklusives Tourbottling.

 Nach dreijähriger Pause ist es wieder soweit – Kilchoman Distillery geht auf Tour mit Landrover und einem großen Anhänger voller Überraschungen. Die diesjährige Roadshow startete am 24. September auf Islay und führt durch neun europäische Länder. Mit mehr als 7000 Meilen Länge ist sie die größte Tour, die Islay’s kleine Farmbrennerei bisher in Europa unternommen hat.

In dieser Woche werden George Wills, der Sohn des Gründers Anthony Wills und Olivia Sayers von Kilchoman mit ihrem Land Rover in Deutschland zu Gast sein. Täglich gibt es Talk & Taste Events im deutschen Fachhandel. Diese sind als offene Veranstaltung geplant, so dass auch stets an der Tageskasse noch Tickets erhältlich sein werden.

Auf den offenen Events wird die gesamte Range der Brennerei präsentiert werden – von Machir Bay, Sanaig, 100% Islay, Loch Gorm, über einen Cocktail und Food-Pairing bis hin zu der kürzlich erschienenen stark limitierten Edition Kilchoman Sauternes Finish und der extra für die Tasting Tour aufgelegten Sonderedition Machir Bay in Fassstärke. Dieses auf 2.310 Flaschen limitierte Tourbottling wird nur auf den Veranstaltungen erhältlich sein.

Für Fans der Brennerei und Interessierte werden die Events Gelegenheit zum Tasten, Experimentieren, Gesprächen und Informationsaustausch bieten. Auch ein kleines Rahmenprogramm und Merchandise werden nicht fehlen.

Die Termine im Fachhandel – täglich von 16.30 Uhr bis 21.30 Uhr:

 

  • Mo. 15.10.18   Whisk(e)y and More, Spaden (Bremerhaven)
  • Di.   16.10.18   Dehlwisch Handelshaus in Lohne (Oldenburg)
  • Mi.  17.10 18   Bilkenroth – Schenken und Genießen, Haltern
  • Do.  18.10.18   Jupp Hahner Weinhandel, Fulda
  • Fr.   19.10.18   GOURMÉTAGE, Mädlerpassage, Leipzig
  • Sa.   20.10.18   Whisky & Genuss, Dresden
  • Mo.  22.10.18 19Uhr30 – Potstill Wien und Kantin (Nebenhaus)

Tickets können gebucht werden über die Fachhändler vor Ort oder an der Tageskasse.

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (97)

Auch an diesem Sonntag haben wir unsere Rubrik „Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche“ für Sie vorbereitet. Darin stellen wir Ihnen wie jede Woche Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ vor, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos (oder im Podcast) werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

Hier aber zunächst einmal die (wieder zahlreichen) Beiträge von heute:

Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube  – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Photo credit: Wiertz Sébastien on Visual Hunt / CC BY

Video: „Jura – Deer Island“

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Heute haben wir Ihnen einen besonderen Sonntagsfilm zu bieten -und wir nennen ihn ganz bewusst „Film“ und nicht Video, auch wenn er „nur“ knapp sechs Minuten lang ist, denn er erzählt eine Geschichte, und er erzählt sie so eindrucksvoll, wie man es selten sieht.

Mit „Jura – Deer Island“ zeigt uns Euan Myles gemeinsam mit Kameramann Jonnie Lewis, der auch für den Schnitt sorgte, die Jagd auf Jura. Für das Color Grading und das Sound Design zeichneten John Vick und Simon Williamson verantwortlich.

Der Film handelt wie gesagt von Jura und seinem Wildbestand (es gibt dort auf der Insel 40x mehr Hirschwild als es Menschen gibt), und der Jagd darauf durch den Menschen. Aber er erzählt auch die Geschichte, wie sehr Mensch und Natur auf der Insel miteinander verwoben sind.

Er begleitet Craig Rozga, den Oberjäger des Ruantallain Estate im äußersten Westen der Insel.  Gesprochen wird der Text von dem leider schon verstorbenen und zum Zeitpunkt der Sprachaufnahme bereits schwer erkrankten Peter Campbell, der Jura und seine Tierwelt vielleicht besser kannte als alle anderen, so jedenfalls Euan Myles.

Ein wunderbares, berührendes Stück Film über eine grandiose Insel – rechtefrei zur Verfügung gestellt vom Autor und zu sehen hier oder auf Vimeo.

Fremde Federn (14): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Unser Service für die deutschsprachige Verkosterszene geht in die vierzehnte Woche. „Fremde Federn“ stellt Ihnen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Duos von Flop bis Top

Mit dem ausgesprochenen Ziel, beide Enden der Bewertungssskala in dieser Verkostung zu erreichen, geht Angus MacRaild heute die Vertretung von Serge Valentin auf Whiskyfun an, die er wie jeden Samstag übernimmt.

Und dazu nimmt er sich diesmal wieder Duos vor: Zwei etwas dubiose Malts (oder vielleicht auch ein Blend?), zwei Originalabfüllungen von Balvenie und zwei Bottlings aus der Brennerei Bowmore (die wir heute auch für unser Titelbild ausgewählt haben).

Tatsächlich schafft Angus in der Verkostung heute den Spagat zwischen wirklich schauderhaft und wirklich sensationell – mit Noten zwischen 45 und 93 Punkten. Aber sehen Sie selbst:

  • Park Gate Whisky Réserve (40%, Italy, +/- 1970s): 50 Punkte
  • The Cabinet’s Choice 10 yo ‘Winston Churchill’ 10 yo (43%, Premier Distillers, US import, Single Highland Malt): 45 Punkte
  • Balvenie 21 yo Port Wood (43%, OB, -/+1990s): 85 Punkte
  • Balvenie 15 yo 1978/1993 (50.4%, OB ‘Single Barrel’, cask #204 or 640): 90 Punkte
  • Bowmore 22 yo 1995/2018 (48.1%, OB ‘Hand Filled’, bourbon, cask #1304): 92 Punkte
  • Bowmore 45 yo 1972/2018 (46.7%, Signatory Vintage 30th Anniversary, cask #3882, refill sherry butt, 246 bottles): 93 Punkte
Bowmore am Abend. Bild © Whiskyexperts 2018

Neu: Tomintoul 1973 Double Wood Matured

Eine neue Abfüllung aus der Destillerie Tomintoul ist heute von Angus Dundee Distillers angekündigt worden: Der Spirit für den Tomintoul 1973 wurde am 23. April des Jahres ins Fass gefüllt, reifte von seinen 45 Jahren zunächst mehr als drei Jahrzehnte in amerikanischer Weißeiche, bevor er den Rest der Reifezeit in Oloroso Sherry Fässern verbrachte.

240 Flaschen sind von ihm abgefüllt worden, mit einer Alkoholstärke von 43.7%. 

Der Whisky wird ab sofort in ausgesuchten Märkten in Europa und Asien verfügbar sein, ein Preis wurde in der Verlautbarung nicht angeführt. Dafür aber gibt es zu ihm die offiziellen Tasting Notes:

Tasting notes

Colour: Deep amber

Nose: Clean Sherry influence on a sweet malty layer. Intense waxy aromas merge with hints of orange citrus and Christmas pudding.

Palate: Richly mouth-filling as notes of nuts, chocolate, mocha coffee bean and spicy oak tannins vie for supremacy.

Finish: Dry and spicy with a rich and enduring finalé.

PR: Erste Abfüllung der SMWS exklusiv für deutsche Mitglieder

Die Scotch Malt Whisky Society (SMWS) hat nun erstmals eine exklusive Abfüllung für ihre deutschen Mitglieder veröffentlicht – ein 14 Jahre alter Speysider, der die gesamte Zeit in einem Barriquefass (Ex-Chardonnay) reifte. Ausgesucht wurde er von einem Panel aus deutschen Mitgliedern und den Brand Ambassadoren.

Wer kein Mitglied ist, kann ihn aber dennoch ab heute in verschiedenen Bars in Deutschland kosten – die Liste der Bars finden Sie in der Pressemitteilung, die wir hier gerne veröffentlichen:


Mystisch, magisch, mysteriös: Erste Abfüllung der SMWS exklusiv für deutsche Mitglieder

Die Scotch Malt Whisky Society (kurz: SMWS) gab gestern eine exklusive Abfüllung für ihre deutschen Mitglieder frei. Das Fass für diesen Single Cask Whisky wurde von den Mitgliedern selbst ausgesucht. Auch Nichtmitglieder werden die Möglichkeit haben, die Nummer 35.219 zu probieren.

Es ist eine Premiere für die Scotch Malt Whisky Society, die im September gerade ihren 35. Geburtstag gefeiert hat: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte bestimmte nicht das Tasting Panel in Edinburgh darüber, ob ein Fass abgefüllt wird oder nicht, sondern die Mitglieder selbst.

Anfang des Jahres hatten 20 Mitglieder des renommierten Whisky-Clubs in mehreren deutschen Städten die Gelegenheit, Samples von unterschiedlichen Fässern zu verkosten. Zusammen mit den deutschen Brand Ambassadoren wurden für jede Probe Tasting Notes erstellt und ein Favorit erkoren. Das Fass mit den meisten Stimmen kam schließlich in die Flasche.

Die Nummer 35.219 „Mystisch, magisch, mysteriös“ ist ein 14 Jahre alter Speysider, der die volle Zeit in einem Barriquefass (Ex-Chardonnay) reifte. Die Tastings Notes verzeichnen Aromen von Rumtopf, karibischen Gewürzen, Butter-Karamell und Eiswein.  

Alle deutschen Whisky-Freunde sind eingeladen, selbst darüber zu urteilen, ob die SMWS Mitglieder eine gute Wahl getroffen haben.

In folgenden deutschen Partnerbars wird die Abfüllung 35.219 „Mystisch, magisch, mysteriös“ ab dem 12. Oktober ausgeschenkt:

–  Rabbithole / Hamburg
–  Bar am Steinplatz / Berlin
–  Union Jack / Berlin
–  Bar Wagemut / Berlin
–  Schwarz Weiß Bar / Stuttgart
–  Suderman / Köln

Susan Colville (Benromach) ist Keeper of the Quaich

Als Keeper of the Quaich werden Personen ausgezeichnet, die sich um schottischen Whisky verdient gemacht haben. Nun ist auch der Brand Home Manager von Benromach, Susan Colville, mit dieser Ehrung bedacht worden – dafür, dass sie mit ihrer Arbeit und ihrer Persönlichkeit tausenden Menschen jährlich einen inspirierenden Besuch der Brennerei in der Speyside ermöglicht.

Wir gratulieren Susan, übrigens verheiratet mit Diageo Global Malts Ambassador Donald Colville, ganz herzlich zu dieser Ehrung – und bringen hier die englischsprachige Pressemitteilung, die uns die Destillerie zur Veröffentlichung gesendet hat.


Brand Home Manager of Forres distillery joins exclusive Scotch whisky society

A distillery brand home manager who has been delighting visitors for five years about Benromach Speyside single malt Scotch whisky has become a Keeper of the Quaich at an exclusive ceremony at Blair Castle in Perthshire.

Susan Colville was invited to join the international and select society which recognises those who have shown outstanding commitment to the Scotch whisky industry.

Susan, who was born and raised in Speyside, joined the Forres-based distillery in 2013 to lead a dedicated team of guides who deliver a highly personal and up-close experience to thousands of visitors from all over the world each year.

Throughout 2018, as Benromach celebrates its 20th anniversary since production restarted, Susan has been driving an exciting programme of activity. She began by leading the team that staged the Spirit of Speyside Whisky Festival opening gala dinner in May and is helping to host colleague and trade events throughout the year.  

Susan was thrilled to be honoured by the Keepers of the Quaich She said:

“This has been an incredible year at the distillery, and to receive this accolade during our 20th anniversary is particularly special for me.

“As one of only a few distilleries in Scotland where every whisky is handcrafted without any automated equipment, we’ve worked hard to deliver tours and tastings to our visitors that are truly unique. Since 2013, we’ve seen a 40% increase in visitor numbers from across the globe.”

Susan, who lives in Elgin, Speyside with her husband and daughter, was determined to pursue a career in the Scotch whisky industry from an early age having been inspired by her father who worked for over 30 years as a distiller at Glenrothes Distillery. 

Beginning her career as a tour guide at Glenfiddich and Glenfarclas Distilleries over the summer holidays, she then moved to Edinburgh to work for Royal Mile Whiskies. With a natural disposition for customer service and a love of Scotch whisky, Susan relished the opportunity to develop her knowledge and hone her sales skills. 

Sales and marketing roles with Douglas Laing, AD Rattray, Wemyss and Glenglassaugh saw Susan travel the world, conducting countless masterclasses and tastings to an audience keen to learn and enjoy Scotch whisky. 

Susan was acknowledged by her industry peers in 2012 when she was presented with the Young Ambassador of the Year accolade at the Icons of Whisky Awards. Following this recognition, Susan was named Visitor Centre Manager of the year at the World Whiskies Awards in 2015.

The venue for the Keepers of the Quaich ceremony – Blair Castle – is home to the Atholl Highlanders, Europe’s only private army. The banquet is held in the Grand Ballroom of the Castle, famous for its ceiling decorated with 175 deer antlers.

Keith Cruickshank, distillery manager at Benromach, commented:

“Susan’s tireless commitment and significant contribution to our wonderful industry makes her an outstanding candidate to become a Keeper of the Quaich.

“She is a terrific ambassador for Scotch malt whisky and is truly deserving of this honour.”

Last month, Benromach Distillery, which attracts more than 13,000 visitors per year achieved its Five Star Visitor Attraction status from VisitScotland’s Quality Assurance scheme.

Whisky im Bild: Zu Besuch bei Glen Scotia (20 Bilder)

Wenn wir die Whiskyregion Campbeltown nennen, welche Destillerie fällt Ihnen dazu ein? Die erste Antwort wird in der Regel Springbank sein, aber dass Glen Scotia immer häufiger genannt wird, liegt auch daran, dass die Brennerei in den letzten Jahren eine ansehnliche Entwickung durchgemacht hat und vom Mauerblümchen auf der Halbinsel Kintyre zu einer respektablen Destillerie mit ausgezeichneten Whiskys wurde. Wer die Gelegenheit hat, einmal eine der immer öfter zu findenden Einzelfassabfüllungen zu probieren, der sollte das tun – wenn man den Output der Brennerei heute mit dem vor sechs oder sieben Jahren vergleicht, so wird man, denken wir, sehr erfreut sein.

Und auch ein Besuch dort lohnt sich, wie auch die Bilder von Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen zeigen, die sie uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Die zwanzig Fotos lassen sich durch Anklicken wie üblich vergrößern.

Viel Vergnügen damit!

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Serge verkostet: Ein Trio aus Pittyvaich

Pittyvaich ist in ihrer Art eine recht besondere Lost Distillery. Sie war nur kurz in Betrieb, nämlich von 1975 bis 1993 (nicht 1974 wie Serge schreibt), nie für eigene Abfüllungen gedacht und auch nie für irgendetwas berühmt. Es gab ab und zu unabhängige Abfüllungen, aber die waren von durchwachsener Qualität.

Allerdings gab und gibt es auch einige Highlights unter den Bottlings, die geschmacklich überzeugen können. Die Special Releases von Diageo gehörten immer dazu, und wenn man Serge Glauben schenkt, so kann auch die diesjährige Pittyvaich-Abfüllung überzeugen. Dazu gibt es noch zwei Unabhängige in der Verkostung heute, eine davon laut Serge Valentin knapp davor, wirklich miserabel zu sein. Aber, so sagt er, Whiskygeschichte ist Whiskygeschichte, und man soll sich über jede Flasche davon freuen.

Hier die Abfüllungen, die zur Verkostung kamen:

  • Pittyvaich 28 yo 1988/2016 (51.5%, The Cooper’s Choice, bourbon, cask #35105, 295 bottles): 60 Punkte
  • Pittyvaich-Glenlivet 16 yo 1977/1994 (60%, Cadenhead): 85 Punkte
  • Pittyvaich 28 yo 1989/2018 (52.1%, OB, Special Release, refill American oak hogshead, 4,680 bottles): 90 Punkte
Gelände der ehemaligen Pittyvaich-Destillerie, Foto von Christopher Gillan CC-Lizenz

Wir gratulieren übrigens Serge Valentin ganz herzlich zur Ernennung zum Keeper of the Quaich. Very well deserved, Serge!

Glenkinchie und Caol Ila reichen Bauantrag für neue Besucherzentren ein

Die immense Summe von 150 Millionen Pfund nimmt Diageo in den nächsten drei Jahren die Hand, um in Edinburgh ein neues Johnnie Walker Besucherzentrum zu errichten und die Besucherzentren in 12 anderen Destillerien ausbauen. Darüber berichteten wir im April dieses Jahres. Heute erreicht uns die englischsprachige Pressemitteilung, dass für die Destillerie Glenkinchie der Bauantrag für ein neues Besucherzentrum beim East Lothian Council eingereicht wurde.

Dieser Antrag sieht den Umbau eines Lagerhauses in ein Besucherzentrum vor. Darin enthalten sein werden eine Willkommens-Lounge, ein Shop und Verkostungs-Räume. Weitere Teile des neuen Besucherzentrum sind als Bildungsräume für die Kreativen der Bar- und Cocktail-Kultur vorgesehen sowie für eine ‚cask draw experience‘.

Wenn die Bauantrag ohne Probleme genehmigt wird, soll mit dem Umbau im nächsten Jahr begonnen werden und 2020 abgeschlossen sein. Und bei weiteren Brennerein wird sich auf diesem Gebit wohl noch eine Menge tun. So soll um die vier Hauptbestandteile der Johnnie Walker Whiskys – Glenkinchie, Cardhu, Caol Ila und Clynelish – eine eine einzigartige Johnnie Walker Tour durch Schottland gestaltet werden.

Addendum: Auch für Caol Ila ist ein Bauantrag bereits eingereicht worden, berichtet Scotchwhisky.com.

Folgend finden Sie die komplette englischsprachige Pressemitteilung zu Glenkinchie mit weiteren Bildern des geplanten Besucherzentrums.


Glenkinchie Distillery visitor experience transformation plans submitted

Plans to transform the visitor experience at Glenkinchie Distillery have been formally submitted to East Lothian Council.

The Detailed Planning Application sets out proposals that will significantly expand and enhance the experience the distillery offers to tourists from around the world. The submission of formal plans follows community engagement last month as well as pre-application consultation with East Lothian Council and Historic Environment Scotland.

The plans centre around the renovation and conversion of Glenkinchie’s beautiful, traditional red brick warehouse buildings into a stunning multi-levelled visitor experience, which will include a welcome lounge, retail unit, bar and cocktail making classroom, tasting rooms and a cask draw experience.

Externally, a number of non-original buildings would be removed to allow extensive landscaping to create a beautiful welcome garden in front of the visitor experience.

The East Lothian distillery is one of a number of Diageo distilleries that will see major work undertaken as part the company’s £150m investment in Johnnie Walker and single malt scotch whisky visitor attractions around Scotland.

As part of the plan Glenkinchie will be linked to a new global visitor attraction in Edinburgh for Johnnie Walker – the world’s biggest selling Scotch whisky brand. Glenkinchie is a key part of the Johnnie Walker single malt portfolio, providing the light, floral, classic lowland style of single malt for Johnnie Walker scotch whiskies.

If planning permission is successful work would commence in 2019 with planned completion in 2020.

Ramsay Borthwick, Glenkinchie Distillery Manager, said: “This is a very significant and exciting point on our journey to transform Glenkinchie. We are all incredibly excited about the plans which will surely capture the imagination of Scotch whisky fans of all ages, tastes and experience from around the world.

“We want to celebrate the distillery’s history and combine this with a new state-of-the-art visitor experience which will not only link us to the new global Johnnie Walker visitor attraction in Edinburgh but will establish Glenkinchie as a must-see for tourists in Scotland.”

Glenkinchie Distillery has a long history of association with Johnnie Walker, with stock books from 1894 listing Glenkinchie among the single malts going into the Walker blending inventory.

Whisky from Diageo’s distilleries all over Scotland contribute to Johnnie Walker, but four distilleries – Glenkinchie, Cardhu, Caol Ila and Clynelish – will be linked directly to the Johnnie Walker venue in Edinburgh, representing the ‘four corners of Scotland’ and the regional flavour variations crucial to the art of whisky blending. Together these sites will create a unique Johnnie Walker tour of Scotland, encouraging visitors to the capital city to also travel to the country’s extraordinary rural communities.