Meinwhisky: Neues bei der Cotswolds Distillery

Bei der Cotswolds Distillery in der gleichnamigen englischen Region hat sich seit der Veröffentlichung ihrer Erstabfüllung einiges getan: Eine neue Abfüllanlage wurde gebaut und Pläne für ein neues, größeres Besucherzentrum wurden konkretisiert.

Anlass genug für Petra Milde von meinwhisky.com, der Destillerie einen erneuten Besuch abzustatten und vor Ort mehr über die Veränderungen zu erfahren. So zum Beispiel, wo genau das Besucherzentrum entstehen wird – zwischen dem momentanen Shop und der Destillerie.

In dieser Lücke entsteht das neue Besucherzentrum. Eine Zeichnung davon finden Sie bei meinwhisky.com. Bild © meinwhisky.com, Petra Milde

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Beitrag, über die neue Abfüllanlage:

Wer die vollautomatischen Abfüllanlagen großer Brennereien vor Augen hat, wird vielleicht lächeln über die neue Cotswolds-Anlage, bei deren Betrieb noch viel Handarbeit nötig ist. Doch Zoe Rutherford und Nick Franchino erklären, dass mit jeder der beiden eingerichteten Bottling-Lines rund 1.000 Flaschen täglich abgefüllt werden können, insgesamt also 2.000. Bisher läuft meist nur eine. Die Anlage ist für den derzeitigen Bedarf der Brennerei also völlig ausreichend. Wenn man auf lange Sicht ein größeres Abfüllvolumen braucht, dann sieht man weiter – Die Halle bietet noch reichlich Platz.

Der Artikel hat natürlich noch mehr zu bieten, zum Beispiel viele aktuelle Bilder aus der Brennerei (Stand: Mai 2018).

Das Gebäude der neuen Abfüllanlage. Bild © meinwhisky.com, Petra Milde

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (76)

Seit nunmehr 76 Wochen bringen wir Ihnen jeden Sonntag Videos und Podcasts aus dem deutschen Sprachraum zum Thema Whisky und Whiskey. Entstanden ist diese Idee anlässlich eines Treffens deutscher Vlogger im Brühler Whiskyhaus von Marco Bonn – ein Event, der sich übrigens übernächsten Samstag endlich wiederholen wird (und bei dem wir natürlich dabei sind). 

Zurück aber zu den Videos und Podcasts der Woche. Das ist diesmal dabei:

Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube  – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Photo credit: Wiertz Sébastien on Visual Hunt / CC BY

Video: Hitchhiking in Scotland

Unser Sonntagsvideo unter dem Titel „Hitchhiking in Scotland“ ist heute einmal etwas – anders. Wir begleiten in ihm zwei junge Leute, die mit dem Rucksack drei Wochen lang durch Schottland touren und uns dabei Einblicke in ihre Reise geben. Und zwar auf eine ganz persönliche und erfrischende Art.

Fast 18 Minuten lang nehmen uns die beiden auf Ihrer Reise mit, und erzählen die Geschichte ihres Trips in dynamischen kleinen Miniaturen. Der Autor JIECHXN schreibt darüber:

This is a compilation of all the little bits and pieces of the time I went backpacking for 3 weeks with my friend Cameron in July 2015! It was my very first attempt at daily vlogging the travels we had but sometimes I forgot and mostly because I ran out of memory and battery! There are many parts that are not videotaped such as our adventures in Glencoe, many parts in the Isle of Skye where we tried biking to Storr from Portree in 40mph winds. We also took a train to York, stayed a night in Brighton, and hung out with Cameron’s relatives. I want to give a huge thank you to all of the people we met that helped us along the way! Especially Cameron’s lovely family! We couldn’t have done all the amazing experiences without you all! 🙂

Viel Vergnügen beim Mitreisen hier oder auf Youtube. 🙂

Whiskyfun: Angus verkostet Daftmill Inaugural Release

Eine Erstabfüllung einer Destillerie, die 12 Jahre ist – diese Cohones muss man als Brennereibesitzer einmal haben. Gehabt hat man sie bei Daftmill, und sie stehen im Besitz von Francis Cuthbert, der tatsächlich allen Versuchungen widerstand, seinen Whisky früher auf den Markt zu bringen und damit Geld zu machen.

Nur: War es richtig oder war es Dickköpfigkeit? Hat sich das Warten gelohnt? Oder war es, wie Angus MacRaild sein Tasting mit einem Augenzwinkern übertitelt, „noch zu früh“?

Es war genau richtig, wenn man sich die Punktewertung ansieht. Und mehr noch, wenn man sich die Beschreibung durchliest. Der Daftmill kann gefallen, sei extrem gut gemacht und trinkbar – und man sollte auf ihn in den nächsten Jahren sicher viel Augenmerk legen, sagt Angus, der wie fast immer am Samstag Serge Valentin vertritt.

Zudem hat er zwei Fassproben verkostet, aber diese, gemäß den Richtlinien von Whiskyfun, nicht bewertet, nur beschrieben. Hier sind die Kandidaten der Verkostung aufgelistet:

  • Daftmill 2005/2018 (55.8%, OB, Inaugural Release, bourbon barrels, casks 2, 3 & 7, 629 bottles): 89 Punkte
  • Daftmill 2008/2018 (cask sample, bourbon barrel, cask #49): keine Wertung
  • Daftmill 2006/2018 (cask sample, sherry butt, cask #39): kein Wertung
Die Gebäude der Daftmill-Destillerie. Foto von Jeff24 unter GNU Lizenz
Die Destillerie Daftmill. © Petra Milde

1.1 Mio. Dollar: Macallan bricht Auktions-Weltrekord

Jeweils mehr als eine Million Dollar brachten diese beiden Flaschen gestern bei einer Auktion von Bonham in Hongkong: Links, der  Macallan Peter Blake-1926-60 Year Old (lot 381) ging für HK$7,962,500 (US$1,014,422 / £751,703) an einen Telefonbieter, und wurde danach noch von dem Macallan Valerio Adami-1926-60 Year Old (lot 608) für HK$8,636,250 (US$1,100,197 / £814,081) übertroffen, der an einen Bieter im Raum ging. Bei beiden Flaschen wurden die Schätzwerte um ca. das Doppelte überschritten.

Damit hat Macallan die Krone des teuersten Auktionswhiskys wieder aus Japan nach Schottland zurückgeholt. Zuletzt hielten ihn Abfüllungen von Yamazaki und Karuizawa. Auf schottischer Seite waren die teuersten Flaschen nach 2001 von Dalmore, Glenfiddich und Bowmore. Nach diesen 17 Jahren ist The Macallan wieder an der Spitze.

Falls Ihnen die beiden Flaschen bekannt vorkommen: Am Airport von Dubai wurden sie vor nicht ganz einem Monat um je 600.000 Dollar verkauft – wir berichteten hier darüber. Je 12 Flaschen mit dem Etikett des britischen Künstlers Sir Peter Blake gibt es, 12 weitere gestaltete 1993 der italienische Pop Art Künstler Valerio Adami. Offen verkäuflich waren diese nie, sondern wurden von Macallan an besonders gute Kunden abgegeben.

Interessant wäre es zu wissen, wie viele dieser 24 Flaschen geöffnet wurden. Sie kosteten den speziellen Kunden damals übrigens 20.000 britische Pfund.

Neu: Glengoyne Cask Strength Batch #6 100% Sherry Cask

Die südlichste Highland-Destillerie Glengoyne (ihre Lagerhäuser auf der anderen Straßenseite liegen bereits in den LOwlands) hat heute Batch #6 ihres Cask Strength Whiskys angekündigt – und dieser ist der erste, der vollständig aus Sherryfässern abgefüllt wurde.

Zum Einsatz kamen beim Glengoyne Cask Strength Batch #6 first-fill European oak sherry casks, American oak sherry butts und refill sherry butts. Das ganze ergibt dann laut Destillerie den Geschmack von Vollkornkeksen, reifen Bananen und einer Spur Pfeffer.

Es steht anzunehmen, dass der mit 59.8% Alkohol abgefüllte Single Malt so wie seine Vorläufer auch wieder nach Deutschland kommen wird – im Webshop der Brennerei ist er jetzt schon um 55 Pfund erhältlich.

Ganz aufmerksame Leser werden bemerken, dass wir den neuen Glengoyne mit einem Bild von Batch #1 illustrieren – die Destillerie tut es auf ihrer Webseite ebenfalls. Wenn wir das richtige Bild haben, tauschen wir es natürlich so rasch wie möglich aus.

 

Kurzinfo: Zwei neue Glen Grant in Heathrow

Freunde von Glen Grant, die in nächster Zeit am Flughafen Heathrow oder anderen Flughäfen in UK einen Stopp einlegen, könnten zwei neue Abfüllungen aus der Speyside-Destillerie Glen Grant interessieren, die dort ausgestellt und als „UK Airport Exclusive“ ausgezeichnet waren. Wir haben sie sozusagen „im Vorbeigehen“ fotografiert, 

ZUnächst gibt es einmal den Glen Grant „Rothes Chronicles Cask Haven“, der aus First Fill Bourbon & Sherry Casks stammt – eine recht typische NAS-Abfüllung mit 46% und kostet 60 Pfund.

  1. Der zweite neue Glen Grant ist einer mit Altersangabe: Glen Grant 15yo Batch Strength First Edition. Zumindest auf den ersten Blick sind bei ihm keine Angaben über die verwendeten Fässer auszumachen, klein gedrückt sieht man dann, dass er aus 1st füll Bourbon casks stammt. Er ist mit 50% abgefüllt und kostet 82 Pfund:

Serge verkostet: Blair Athol

Diesmal hat sich Serge Valentin für seine Verkostungen auf Whiskyfun die Destillerie Blair Athol ausgesucht, bei Pitlochry in den schottischen Highlands. Drei unabhängige Abfüllungen sind es, von Gordon & MacPhail, Cadenhead und Douglas Laing, die gemeinsam in den Ring treten.

Während die Abfüllung von Gordon & MacPhail keine zehn Jahre alt ist, teilen sich die beiden anderen Bottlings ein Alter von 15 Jahren. Die Abfüllung von Cadenhead stammt aus Sherry Hogsheads.

Und so haben sie in der Verkostung abgeschnitten:

  • Blair Athol 2008/2017 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice): 81 Punkte
  • Blair Athol 15 yo 2002/2017 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask #12106, 357 bottles): 81 Punkte
  • Blair Athol 15 yo 2001/2016 (54.6%, Cadenhead, Small Batch, sherry hogshead, 300 bottles): 88 Punkte
Die Destillerie Blair Athol. Bild: Marcel Freudenstein

Deconstructing Toki – ein japanischer Abend in München

In den Zeiten der akuten Verknappung japanischer Whiskys kommt ein neuer japanischer Blend in Deutschland in den Handel – und Beam Suntory Deutschland stellte diesen am Mittwoch in München vor. Unser Gastautor Björn Bachirt war bei der Präsentation des neuen TOKI für uns vor Ort und berichtet hier über einen Abend, der ganz der Neuerscheinung und der japanischen Genusskultur gewidmet war:

Deconstructing Toki – ein japanischer Abend in München

Der Spirituosenkonzern Beam Suntory bringt im Juni einen neuen japanischen Premium Blend mit Namen Toki auf den deutschen Markt. Chief Blender Shinji Fukuyo vereint darin Elemente aus allen drei japanischen Suntory Destillerien: Yamazaki, Hakushu und Chita. Er soll damit vor allem die weiterhin hohe Nachfrage nach japanischen Whiskys befriedigen. 

Toki bedeutet übersetzt „Zeit“. Der Name spielt darauf an, dass dieser Blend Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet, indem er für authentischen japanischen Genuss steht – so wie Japans Kultur, die althergebrachte Bräuche würdigt und trotzdem modern ist.

Am 16. Mai lud Beam Suntory zu einer exklusiven Vorstellung des Toki Blended Whisky nach München ein. Im japanisch zeitgenössischen Ambiente des Restaurants „KOI“ stellte kein geringerer als World Brand Ambassador Mike Miyamoto persönlich die neueste Kreation vor. Begleitet von einem kulinarischen und musikalischen Rahmenprogramm gewährte der Abend zugleich interessante Einblicke in die japanische Bar- und Trinkkultur.

Nach Begrüßung der Gäste lud Mike Miyamoto, mittlerweile seit 40 Jahren für Suntory tätig, die Gäste in zwei Gruppen zu einem „Deconstruction-Tasting“, denn wer den Toki Whisky wirklich erfahren möchte, der beginnt die Reise am besten, indem er die einzelnen Säulen dieses Blends kennenlernt.

Um japanischen Whisky und dessen Besonderheiten besser zu verstehen, empfiehlt es sich allerdings auch etwas über dessen Geschichte und Herstellung zu erfahren. Mike Miyamoto begann seine Präsentation deshalb mit einer kurzweiligen Einführung in die Geschichte von Suntory, die freilich mit einem Namen beginnen muss: Shinji Torii, der Urvater des japanischen Whiskys. Er selbst war bereits mit dem „Akadama“, einem Likörwein, auf dem japanischen Markt erfolgreich, vermisste jedoch das Angebot an hochwertigen Spirituosen, weshalb er diese zunächst aus dem Ausland importierte. Inspiriert von schottischen Destillaten begann er damit, einen eigenen Whisky für den japanischen Gaumen herzustellen und gründete dazu 1923 die Firma Suntory und mit ihr die erste, nur auf Whisky spezialisierte Brennerei Japans, die wir heute unter dem Namen Yamazaki kennen. 1929 erschien mit dem Shirofuda der erste Whisky, welcher jedoch wenig Liebhaber fand, wie Mike Miyamoto erzählt. Ein größerer Erfolg gelang Torii dagegen mit dem 1937 veröffentlichten Kakubin, der im Übrigen heute noch verkauft wird.

Obwohl sich die japanische Whiskyindustrie in der Folgezeit weiter entwickelte und die Produktionsprozesse verfeinerte, blieb die Anzahl der Brennereien gleichwohl überschaubar. Um Vielfalt zu erzeugen, gehen japanische Hersteller heute deshalb einen eigenen Weg und kreieren in den Brennereien unterschiedlichste Destillate. Möglich wird dies durch den Einsatz verschieden geformter Pot Stills, Lyne Arms, verschiedene Hefestämme und unterschiedlichste Fässer. So kann Suntory in seinen Brennereien auf eine große Auswahl an Destillaten zurückgreifen. Das kommt vor allem den eigenen Blends zu Gute.

Üblicherweise bilden Yamazaki Single Malts eine wichtige Komponente für Suntory Blends, während Grain Whisky deren Basis stellt. Mike Miyamoto betonte, dass sich Chief Blender Shinji Fukuyo für den Toki für eine andere Herangehensweise entschieden hatte. Eine der Säulen bildet der Single Malt Hakushu American White Oak, der vor allem die fruchtigen Komponenten mitbringt. Als zweite Säule wählte Fukuyo bewusst einen schweren Grain Whisky der Brennerei Chita, der für die gewünschte Süße des Toki sorgt.

Zusätzlich wählte Fukuyo zwei Yamazaki Single Malts aus, und zwar einen American White Oak Cask sowie einen Spanish Oak Cask, um mehr Komplexität in den Blend einzubinden.

Mit diesen einleitenden Worten über die Zusammensetzung des Toki Whisky durften die Teilnehmer nun den Hakushu Single Malt verkosten. Die Hakushu Destillerie verwendet für die Herstellung ihres Whiskys besonders weiches Wasser, welches sogar so gut ist, dass Suntory es eigens abfüllen lässt. Es zählt mittlerweile zu den meistverkauften Mineralwassern Japans. Zudem zeichnet sich die Lage der Brennerei durch sehr ausgeprägte Jahreszeiten aus. Besonders heiße Sommer stehen sehr kalten Wintern gegenüber. Für den Toki verwendete Fukuyo einen fruchtigen, leicht getorften Malt mit ebenso leichtem Körper, dessen fruchtige Aromen tatsächlich im Vordergrund stehen: Frische grüne Äpfel, Birne gehen einher mit kräutrigen Noten. Sehr weich und rund im Geschmack fällt dieser Malt aus.

Dazu passt der im Anschluss verkostete Chita Single Grain, der vor allem süße Getreide- und Vanillenoten in die Nase transportiert.

Mike Miyamoto begann in seiner Präsentation mit der Geschichte der Brennerei Yamazaki und genau dahin kehren wir nun zurück, als wir uns mit der dritten Säule des Toki befassen, wobei an diesem Abend der Yamazaki Spanish Oak probiert werden durfte. Deutlich kräftiger als die bisher verkosteten Destillate stehen hier nun würzige Eichennoten gepaart mit Schokolade und Karamelltoffee im Vordergrund.

Nachdem die Teilnehmer sich nun mit den einzelnen Bestandteilen des Toki befassen konnten, gab es zum Schluss selbstverständlich eine Kostprobe dieses neuen Blends, abgefüllt übrigens mit 43% vol., ohne Altersangabe. Tatsächlich lässt sich dort der Einfluss der einzelnen zuvor verkosteten Destillate wiederfinden. Fruchtige Aromen strömen ebenso in die Nase wie Karamell- und Toffeenoten in einem subtilen Zusammenspiel mit angenehmen Holznoten. Insgesamt sehr weich und harmonisch.

Mit diesen Eindrücken endete das Tasting, aber noch lange nicht der Abend, denn die Gäste erwartete noch eine unterhaltsame Vorstellung dreierlei Cocktails, für welche der Toki Whisky die Basis bildet. Dieser Blend darf zwar gerne pur genossen werden, seine Vielseitigkeit zeigt sich aber vor allem in Cocktails. Besonders beliebt ist der Highball, ein Mix aus Whisky und Sodawasser mit viel Eis, der in Japan auch gerne zum Essen getrunken wird. In den 1950er Jahren war er unter den japanischen Whiskytrinkern außerordentlich beliebt, gerade weil er besonders erfrischend daher kommt und auch noch gut zur japanischen Küche passt.

Apropos Küche: Das von der japanischen Izakaya-Küche beeinflusste KOI lieferte an diesem Abend eine vielseitige Auswahl an begleitenden Spezialitäten wie etwas Kamo Kari Salada (Knusprige Ente, Hijki-Algen-Karotten-Salat, Granny-Smith-Apfel-Limetten Salsa), Turi_No_Tebasaki Age (Spicey Chicken Wings), Honetuki Karubi (Wagyu Short Rips, Ponzu Lack, Cashew), Crispy & Spicey Tuna Tempura oder Bananen Toffee und Whisky Eis, um nur einmal ein paar Beispiele aus der reichhaltigen Auswahl zu nennen.

Neben dem zuvor erwähnten Highball wurden noch zwei weitere Kreationen vorgestellt: Der „Time Flies“ ein Cocktail besehend aus Toki Whisky, Himbeershrub, Azuki Limette, Sojasauce, Falernum und Eiweiss sowie der „San“ besehend aus Toki Whisky, Yuzu, Celegio, Litschi Marmelade und Sansho Pfeffer.

Eine rundum gelungene Präsentation.

Ab Juni wird der Toki erhältlich sein. Der Ausgabepreis wird bei 29,99 € liegen.   

PR: Beam Suntory präsentiert Suntory Whisky Toki™

In den Zeiten, in der japanischer Whisky immer knapper zu werden scheint, ist es erfreulich, wenn es eine Neuvorstellung eines solchen gibt. So gestern geschehen bei einer Veranstaltung in München, wo Beam Suntory Deutschland den neuen Premium Blend Toki vorstellte. Hier ist die Pressemitteilung, unser eigener Bericht von der Präsentation folgt in Bälde:


NEUER JAPANISCHER PREMIUM BLEND: BEAM SUNTORY PRÄSENTIERT SUNTORY WHISKY TOKI™

Frankfurt am Main, 17. Mai 2018. Beam Suntory bringt im Juni den neuen japanischen Premium Blend Suntory Whisky Toki auf den deutschen Markt. Er vereint gekonnt japanische Tradition und Moderne. Mit der einzigartigen Vermählung von Elementen aus allen drei Suntory Destillerien hat Chief Blender Shinji Fukuyo einen ebenso innovativen wie zeitlosen Blend erschaffen, der durch seinen unverwechselbar lebendigen und ausgewogenen Charakter besticht. Mit Toki bedient das Unternehmen dabei die wachsende Nachfrage nach japanischen Whiskys und kann seine Position als Marktführer im Bereich der japanischen Whiskys weiter ausbauen.

Japan ist ein Land der Kontraste und Paradoxe – seine Kultur ist von großer Ehrfurcht vor Herkunft und Tradition geprägt, gleichzeitig aber auch von einer Faszination für die Zukunft. Denn die Japaner ehren althergebrachte Bräuche und erfinden trotzdem die Welt um sich herum ständig neu. Suntory, das Traditionshaus des japanischen Whiskys, stellt mit Stolz eine neue Abfüllung vor, die ganz auf diese Philosophie setzt: Toki. Übersetzt bedeutet Toki „Zeit“. Der Name spielt darauf an, dass dieser Blend Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet, indem er für authentischen japanischen Genuss steht, die japanische Kultur würdigt und dabei trotzdem modern ist.

Japanische Whiskys sind stark gefragt – seit 2014 hat sich der Umsatz mehr als vervierfacht. Diese kontinuierlich steigende Nachfrage bedient Suntory mit seinem neuen Premium Blend. So baut Suntory das Segment japanische Whiskys weiter aus und positioniert sich nicht nur als Marktführer, sondern auch als Wachstumstreiber.

EINE SPANNENDE MISCHUNG, AUF ZEITLOSE WEISE ZUBEREITET

Toki ist ein Blend aus sorgfältig ausgewählten Whiskys der weltbekannten Hakushu Destillerie, der Yamazaki Destillerie und der Chita Destillerie von Suntory. Er wurde auf traditionelle Weise nach Suntorys „Art of Blending“ kreiert. So weist er alle typischen Merkmale eines Suntory Blends auf: exquisite Balance, Harmonie und Einheit.

Toki respektiert Tradition, stellt aber zugleich die bestehenden Konventionen in Sachen Whisky mit einem ganz neuen Ansatz in der Gewichtung der Zutaten infrage. Bei den Suntory Blends werden als wichtigste Komponente oft Yamazaki Single Malts verwendet. Shinji Fukuyo, der vierte Chief Blender aus dem Hause Suntory, hat sich bei Suntory Whisky Toki für eine ganz neue Herangehensweise entschieden. Eine der beiden Säulen des Blends bildet der Single Malt Hakushu American White Oak Cask, den Frische, Weichheit und Noten von grünem Apfel prägen. Als zweite Säule wählte Fukuyo mit Chita einen schweren Grain Whisky mit klarem Geschmack und süßen Vanillenoten. Durch die Kombination dieser unterschiedlichen Whiskys, die sich perfekt ergänzen, hat Fukuyo die altbekannte Beziehung zwischen Malz und Getreide aufgehoben. Er sah diese Whiskys mit ihrer exquisiten Balance aus Komplexität, Subtilität und Raffinesse nicht nur als bloßes Gerüst für den Malt, sondern als wahren Helden des Blends. Das Resultat: Eine Mischung, die ebenso innovativ wie zeitlos ist.

Während diese einzigartige Vermählung von Hakushu und Chita Toki seinen seidigen Geschmack und seinen lebendigen Charakter verleiht, wählte Fukuyo zusätzlich zwei Yamazaki Single Malts aus, um diesem Blend noch mehr Tiefe und Komplexität zu verleihen. Yamazaki American White Oak Cask verbindet die Hakushu- und Chita-Komponenten, während er für einen runden Geschmack sorgt und die Süße des schweren Chita mit seinen Pfirsich- und Vanillenoten verstärkt. Der Yamazaki Spanish Oak Cask verleiht der Mischung hingegen holzige und bittersüße Aromen. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreicher, ausgewogener und seidiger Blend mit einem subtilen süß-würzigen Abgang.

AUSSERGEWÖHNLICH VIELSEITIG

Der seidig-weiche Toki kann wunderbar pur genossen werden, auf Eis, als Highball oder auch als Cocktail gemixt. Der Toki Highball ist ein Tipp für alle, die ihn auf moderne japanische Art trinken möchten.

Der Highball ist ein eleganter Mix aus Whisky und Sodawasser mit viel Eis. In den 1950er Jahren war er unter den japanischen Whiskytrinkern der klare Favorit. Sie mochten es, Whisky als einfachen und stilvollen Cocktail zu trinken, der besonders erfrischend ist. Zudem harmonierte der Highball sehr gut mit der japanischen Küche. Heute spielt Suntory eine Schlüsselrolle dabei, diesen Drink einer neuen Generation von Whiskytrinkern wieder näherzubringen.

So wird der typisch japanische Toki Highball zubereitet: Ein großes Glas bis zum Rand mit Eis füllen, 2 cl Whisky dazugeben und umrühren. Am Rand des Glases noch ein wenig Eis hinzufügen. Nun 6 cl gekühltes Mineralwasser entlang der Wand des Glases hineingeben – so bleibt die Kohlensäure erhalten und das Eis länger gefroren. Mit einer Zitronen- oder Grapefruitscheibe garnieren und genießen.

Toki (43% Vol.) ist ab Juni 2018 zu einem UVP von 29,99€ erhältlich und erweitert das Suntory Whisky Portfolio um einen innovativen wie zeitlosen Blend.

The Spirits Business: Die 10 reichsten Alkoholbarone im Vereinigten Königreich

Weil man ja für Whisky viel Geld ausgeben kann, kann man mit ihm auch viel Geld verdienen. Das mag nun eine Milchmädchenrechnung sein, aber dennoch gibt es nicht nur um Whisky, sondern auch rund um andere alkoholische Getränke Familien, die damit im Vereinigten Königreich groß und sehr reich geworden sind.

The Spirits Business hat nun in einem mehrseitigen Artikel die reichsten Magnaten in Großbritannien rund um den Alkohol aufgelistet, und Whiskyfreunde werden darunter einige bekannte Namen finden.

Konkret befinden sich whiskybezogene Personen und Familien auf den Plätzen 10 (127 Millionen Pfund), 6, 2 und 1 (2.57 Milliarden Pfund). Welche Namen dahinter stehen, können Sie im oben verlinkten Artikel herausfinden.

Übrigens: Auch die Gründer von Brew Dog, einer Craft Beer Brauerei in Schottland, finden sich in den Top Ten – womit Schottland in der Liste sehr gut vertreten ist.

SFD: Acht spannende Destillerieprojekte, die jetzt in Schottland passieren

Scotsman Food & Drink hat vor kurzem einen Artikel veröffentlicht, in dem acht Destillerieprojekte in Wort und Bild vorgestellt werden, die aktuell in Schottland passieren. Leser von Whiskyexperts werden alle natürlich schon kennen und mitverfolgt haben, aber sie so konzentriert auf einer Seite zu sehen hat durchaus seinen Reiz.

Bei den Projekten handelt es sich um:

  • Die Wiedererweckung von Brora und Port Ellen
  • Die Restaurierung von Rosebank
  • Die Eröffnung der Borders Distillery
  • Die Eröffnung der Clydeside Distillery in Glasgow
  • Der erste Single Malt aus Glasgow seit 1902 der Glasgow Distillery
  • Der erste Single Malt Whisky aus der Eden Mill Distillery
  • Die Fertigstellung von Ardnahoe
  • Die 150 Millionen Pfund Investition von Diageo in die Besucherzentren

Zu allen Projekten gibt es im Artikel auf Scotsman Food & Drink Bilder und kurze Textpassagen, für den schnellen Überblick also bestens geeignet. Für tiefergehende Infos zu den Projekten könnten Sie es auch mit unserer Suchfunktion probieren – in mehr als 8500 Artikeln wird sich einiges dazu finden…

Die Clydeside Distillerie in Glasgow

Neu: Royal Salute Royal Wedding Edition um 8500 Euro

Die Hochzeit zwischen Prinz Henry und Meghan Markle ist der Anlass für einen neuen Blend von Royal Salute, der dieses Ereignis speziell würdigen soll.

Pernod Ricard hat für die Royal Salute Royal Wedding Edition einige der ältesten und kostbarsten Fässer aus dem Fundus geholt (zu Ehre von Meghan Markle – so der Hersteller – ausschließlich Fässer aus amerikanischer Eiche) und in einem Kristalldecanter von Dalington abgefüllt. Es gibt davon nur 70 Stück, die jeweils in einer Box aus amerikanischer Eiche präsentiert werden. Kostenpunkt: Etwa 8500 Euro pro Flasche.

Gestern wurde die Abfüllung vorgestellt, und wir hatten das Glück, sie im Travel Retail des Terminal 5 am Heathrow Airport zu entdecken. Das freundliche Personal hat für uns die Sicherheitsvitrine geöffnet, sodass wir Ihnen zwei eigene Bilder des Decanters präsentieren können:

Serge verkostet: Kavalan x4

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Kavalan ist in den letzten Jahren in Deutschland immer bekannter und beliebter geworden. Es gibt viele verschiedene Abfüllungen, und es gibt sie in vielen verschiedenen Preisregionen.

Serge Valentin hat an diesem Donnerstag ein Quartett von Abfüllungen in der Verkostung, drei Einzelabfüllungen unter dem „Solist“-Label, und den Einsteiger-Kavalan mit 40% Alkohol. Summa summarum können die Whiskys gefallen, auch wenn der günstige Kavalan aus der King Car Distillery nicht ganz die 80-Punkte-Hürde überspringen kann. Die drei Solisten machen einen ausgezeichneten Eindruck und bewegen sich in den hohen Achzigern.

Hier die Wertungen, die Serge in der Verkostung vergeben hat:

  • Kavalan (40%, OB, Taiwan, +/-2017): 79 Punkte
  • Kavalan 2008/2017 ‘Solist’ (55.6%, OB, Taiwan, for KavaFAN and HNWS, bourbon cask, cask #B080828075, 142 bottles): 88 Punkte
  • Kavalan 2010/2017 ‘Solist’ (55.6%, OB, Taiwan, for Jing Yuan, bourbon cask, cask #B100811028A, 170 bottles): 87 Punkte
  • Kavalan 2010/2017 ‘Solist’ (56.3%, OB, Taiwan, for 3rd., sherry cask, cask #S100303016A, 502 bottles): 89 Punkte

Und wer noch nicht weiß, wie die Destillerie aussieht, kann hier einige Eindrücke bekommen:

Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan