Fremde Federn (13): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Dreizehn Wochen lang gibt es sie nun schon, unsere Rubrik „Fremde Federn“. Sie stellt Ihnen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür) – heute in der zwölften Woche. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben, diesmal ein ganzes Dutzend:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Angus verkostet: Paarlauf der Destillerien

Bei Angus ist heute in seinem Tasting auf Whiskyfun, wo er die Samstagsvertretung von Serge Valentin übernimmt, wieder einmal Pärchenbildung zu beobachten: Jeweils zwei Abfüllungen einer Brennerei treten gemeinsam (oder gegeneinander) an – und den Cladach, jenen Blended Malt aus den Special Release, den auch Serge unlängst verkostet und für gut befunden hat, hat er auch dabei. Ansonsten gibt es auf dem Menü Craigellachie, Glen Ord, Ben Nevis, Longmorn und Ardbeg.

Apropos Ardbeg: Mit dabei auch der Ardbeg Twenty Something 23yo, der Vorgänger des Ardbeg Twenty Something 22yo ist, der am Montag in den Verkauf kommt – er teilt sich mit einem Ben Nevis den Tagessieg mit 91 Punkten.

Hier aber die gesamten Abfüllungen, die in der Verkostung zu finden sind:

  • Craigellachie 2005/2018 12 yo (55.9%, Berry Brothers for The Whisky Shop Dufftown, cask #900275): 87 Punkte
  • Craigellachie 14 yo 2002/2017 (57.6%, Scotch Malt Whisky Society, #44.78 ‘Peek-a-boo’, bourbon hogshead/virgin oak hogshead, 276 bottles): 76 Punkte
  • Glen Ord 12 yo 2006/2018 (58.3%, Thompson Bros, finished in a 100 litre Koval bourbon cask for 6 months, 144 bottles): 82 Punkte
  • Glen Ord 21 yo 1996/2017 (55.7%, Cadenhead Authentic Collection, hogshead, 252 bottles): 90 Punkte
  • Ben Nevis 20 yo 1997/2018 (54.6%, Berry Brothers, cask #85, butt): 90 Punkte
  • Ben Nevis 27 yo 1990/2018 (58.4%, Scoma 40th Anniversary, bourbon, cask #1368, 317 bottles): 91 Punkte
  • Longmorn 27 yo 1990/2018 (58.1%, Scotch Malt Whisky Society, #7.185 ‘Sweet, smooth s’more’, refill hogshead, 150 bottles): 90 Punkte
  • Longmorn 30 yo 1985 (54.0%, Scotch Malt Whisky Society, #7.128 ‘A sonata of sapidity’, refill hogshead, 72 bottles): 91 Punkte
  • Ardbeg 23 yo ‘Twenty Something‘ (46.3%, OB, 2017): 91 Punkte
  • Ardbeg 23 yo 1994/2017 (56.0%, Private Bottling, sherry hogshead, cask #1048): 90 Punkte
  • Cladach (57.1%, OB, Special Releases, blended malt, 2018): 86 Punkte

Und als Bild nehmen wir diesmal eines von Ardbeg…

Ardbeg. Bild © Whiskyexperts 2018

TTB-Neuheit: Highland Park Twisted Tattoo

Highland Park befindet sich im Moment offenbar in einer Art Sondereditionen-Lauf: Wieder einmal kann man der us-amerikanischen TTB-Datenbank eine Sonderabfüllung der Orkney-Destillerie finden, und zwar den Highland Park Twisted Tattoo

Dabei handelt es sich um einen 16-jährigen Single Malt, der mit 46.7% abgefüllt wurde. Eine Hintergrundgeschichte zur Abfüllung oder nähere Angaben zur Fassauswahl sucht man auf dem Label vergeblich, dafür kann man auf der Rückseite die Tasting Notes lesen: Süße Vanille, sonnengereifte Pfirsiche, Rotwein und leichter Torfrauch.

Dass der Whisky ungefärbt in die Flasche kam, kann man ebenfalls dem Etikett entnehmen, und indirekt auch, dass er nicht kühlfiltriert wurde, denn ab 46.3% Alkohol ist dieser Vorgang, der die Trübung des Whiskys bei Abkühlung verhindern soll, nicht mehr nötig. Und aus den Tasting Notes könnte man auch vermuten, dass wir es hier mit einer Abfüllung aus dem Weinfass zu tun haben. Mehr erfahren wir wohl erst, wenn der Whisky tatsächlich erscheint (wann und ob er es auch bei uns tut, bleibt abzuwarten).

Hier auf jeden Fall einmal die Etiketten für Sie:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

William Grant & Sons (Glenfiddich) mit 12,6% mehr Gewinn

Es sind die Kernmarken von William Grant & Sons, die dem Familienunternehmen und Schottland wertvollstem Getränkekonzern ein sattes Gewinnwachstum um 12,6% nach Steuern bescherten – und zwar auf 250 Millionen Pfund: und unter den Whiskymarken ist es vor allem Glenfiddich, die als Gewinnmotor fungiert. Bei William Grant & Sons führt man das auch darauf zurück, dass man mit Sonderausgaben wie Winter Storm und anderen Projekten in den Experimental Series neue Käuferschichten an Whisky heranführen konnte.

Gewinnbringer Nummer zwei in diesem Segment, und im Artikel von The Spirits Business ausdrücklich genannt, ist The Balvenie.

Auch das zweite Standbein, Hendrick’s Gin, konnte zum positiven Gesamtergebnis im Jahr 2017 (die Zahlen dafür kamen erst jetzt) beitragen.

Der Umsatz des Unternehmen betrug im Jahr 2017 1,19 Milliarden Pfund.

Die Destillerie Glenfiddich

Neu: Douglas Laing Private Stock Invergordon 44yo

Ein neuer Whisky, ein Single Grain aus der Destillerie Invergordon ist heute vom unabhängigen Abfüller Douglas Laing aus Glasgow angekündigt worden. Der Douglas Laing Private Stock Invergordon 44yo wurde anlässlich des 70jährigen Firmenjubiläums abgefüllt und ist auf nur 120 Flaschen begrenzt. Der mit 42.2% Alkohol abgefüllte Single Grain soll am Gaumen nach Marzipan, geschmolzener Butter, Karamell, Mandeln und süßer Würzigkeit schmecken.

Wer eine der 120 Flaschen um 295 Britische Pund plus Porto erwerben will, sollte das über eine Bestellung auf dieser Seite tun – nach 120 Flaschen ist definitiv Ende.

Hier noch die offiziellen Tasting Notes:

On the nose, milk chocolate biscuits develop to creamy cereal, dried apricots and honeycomb. The palate brings marzipan initially followed by melted butter, caramel, almonds and a sweet spiciness. The finish is long with freshly ground nutmeg, vanilla poached pears and mature oak.

PR: Neu – Säntis Malt Edition Snow White VI mit Orangen-Finish

Vom deutschen Importeur Bremer Spirituosen Kontor sind wir über eine neue Abfüllung von Säntis Malt aus der Schweiz informiert worden: Der Säntis Malt Edition Snow White VI bietet ein außergewöhnliches Orangen-Finish und ist ab sofort im Fachhandel erhältlich. Zusätzlich gibt es aber die offiziellen Tasting Notes am Ende des Pressetextes:


Säntis Malt bringt eine neue limitierte Winter-Edition auf den Markt

Säntis Malt Edition Snow White VI mit Orangen-Finish

Die Destillerie der Schweizer Brauerei Locher AG bringt nun zum sechsten Mal ihre Winter-Edition, den Säntis Malt Snow White VI, auf den Markt. Die Kombination von Appenzeller Single Malt und einer fruchtbetonten Nachreifung hat in den letzten Jahren schon für viele hoch-aromatische Momente gesorgt. Auch in diesem Jahr wurde eine limitierte Menge Säntis Malt nach der klassischen Bierfassreifung in außergewöhnliche und einzeln selektierte Fässer gefüllt.

Die Suche nach geeigneten Fässern führte in diesem Jahr nach Frankreich. Neben Cognac, Armagnac und Calvados ist das Land vor allem für seine Cognac-basierten Orangenliköre mit dem Namenszusatz „Cordon Rouge“ bekannt. Der Snow White VI reifte fünf Jahre in alten Eichenholz-Bierfässern der Brauerei und erhielt ein einjähriges Finish in eben diesen Orangenlikör-Fässern. Durch ständige Überwachung der Nachreifung erhielt der Malt feine Noten vom Orangenlikör ohne von davon dominiert zu werden. Ein angenehmes wärmendes Gefühl von Sommer in der nahenden kalten Jahreszeit.

Der Appenzeller Grafiker Philip Broger ließ sich bei der Gestaltung der Flaschenausstattung von den winterlichen, mystischen Sternenbildern von Perseus und Andromeda über dem Schweizer Seealpsee inspirieren und macht diese Edition zu einem Hingucker.

Seit dieser Woche stehen dem deutschen Spirituosen-Fachhandel 492 der 2.000 abgefüllten und nummerierten Flaschen des Säntis Malt Snow White VI mit Orangen-Finish zur Verfügung.

Verkostungsnotizen von Julia Nourney:

Farbe: Bernstein mit orangefarbenen Reflexen

Nase: Reife Fruchtaromen, vorwiegend Äpfel, getrocknete Birnen und Zesten von süßen Orangen, cremig und sahnig, Orangenmilch mit etwas Holzeinfluss, dezent floral mit zarten Lavendel-Aromen, der Geruch erinnert an einen Sommertag am Strand, man hat förmlich den warmen Sand und die Sonnencreme vor Augen.

Gaumen: Intensive, reiffruchtige Aromen, darunter sind auch Orangen, die jedoch nicht dominant sind und sich vorwiegend von der Zestenseite zeigen, den Unterbau bildet Malz mit mittleren Röst- und weichen Würznoten, auch am Gaumen zeigt sich wieder die leicht kampfer-artige Lavendel-Aromatik, jetzt ist aber auch eine Holzstruktur mit Tanninen erkennbar, dabei ist es schwierig zu sagen, ob die dezenten Bitternoten eher von den Zesten oder vom Holz stammen.

Nachklang: Wärmend und würzig, der Whisky ist nun gar nicht mehr so fruchtig, es sind hauptsächlich Zestenaromen, die ölig am Gaumen kleben bleiben.

Bemerkung: Der die Orangen-Destillat-Fässer haben dem Whisky ihren Stempel aufgedrückt, beherrschen ihn aber nicht. Eine wahrhaft gelungene Kombination!

Säntis Malt Snow White VI in der 0,5-Liter-Flasche, 48,0 % Vol.; UVP 63,99 Euro

 

Serge verkostet: Springbank, unabhängig abgefüllt

Vier unabhängige Abfüllungen aus der Destillerie Springbank durften sich heute bei Serge einer genaueren geschmacklichen Prüfung unterziehen lassen. In der Regel kommen dabei recht hohe Bewertungen heraus, und auch die heutige Session macht dabei keine Ausnahme.

Von 85 bis 91 Punkte reicht heute die Bandbreite, am Ende der Skala (und damit immer noch sehr gut bewertet) steht ein Bottling von Murray McDavid, ganz vorne ein 22 Jahre alter Springbank von The Bottlers.

Wie immer liegt die Würze im Detail und damit in den schriftlichen Notizen von Serge, die Sie hinter unserem Link nachlesen können.

Hier aber erst einmal die Wertungen der Verkostung:

  • Springbank 20 yo 1998/2018 (48%, ALOS, sherry, 248 bottles): 87 Punkte
  • Springbank 22 yo 1993/2015 (51.9%, The Bottlers, refill sherry hogshead, cask #227): 91 Punkte
  • Springbank 23 yo 1992 (52.2%, The Whisky Exchange, Masterpieces): 87 Punkte
  • Springbank 19 yo 1991/2011 (56.1%, Murray McDavid, Mission Gold, refill sherry, 559 bottles): 85 Punkte
Springbank. Bild (c) ALexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Whisky im Bild: Ein Besuch bei Laphroaig (24 Bilder)

Im Süden der Insel Islay liegen drei Brennereien wie auf einer Perlenschnur aufgereiht: Laphroaig im Westen, in der Mitte Lagavulin und im Osten dann Ardbeg. Wenn man mit dem Schiff die Küste entlangfährt, kann man diese Brennereien nacheinander sehen – und auch beim Landeanflug auf Islay, wenn man vom Südosten her anfliegt (was man aus Glasgow meist tut) sind die drei zu sehen.

Unsere heutige Fotostrecke widmet sich Laphroaig, der größten der drei Brennereien dort. Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen hat sie im September besucht und zwei Dutzend Bilder geschickt, die wir für Sie als Galerie aufbereitet haben. Ein Klick auf das Bild vergrößert es. Viel Vergnügen damit! 

[justified_image_grid preset=3 row_height=350 caption=fade mobile_caption=off load_more=click load_more_text=Mehr… load_more_limit=28 ng_gallery=58]

Neu: Woodford Reserve Baccarat Edition für den Global Ravel Retail

Auch bei amerikanischem Whiskey gibt es Versuche, mit aufwendigen Premium-Editionen am Markt neue Segmente von Käuferschichten zu gewinnen. Waren US-Whiskeys bislang im Vergleich zu schottischen Whiskys relativ günstig angesiedelt (wenn man einmal von einigen auf Sammler ausgelegten Sonderserien absieht), so versucht es nun Woodford Reserve mit einer hochpreisigen Ausgabe für den Global Travel Retail.

Die Woodford Reserve Baccarat Edition nimmt ihren Namen von hochwertigen Baccarat-Kristalldekantern, in die sie abgefüllt wurde. Auch die Box, in der der Whisky präsentiert wird, ist aufwendig gestaltet. Gefinisht ist sie in ex-XO-Cognacfässern, der Bourbon kommt mit 45.2% in die Flasche.

Zu haben ist das Ganze ab Mai 2019 im Travel Retail, zu einem Preis von 1500 Dollar. Bleibt abzuwarten, wie eine solche Edition von den Kunden angenommen wird.

Neu: Raasay While We Wait 2018

Die Isle of Raasay Distillery hat uns eine Info zu einem neuen Whisky aus ihrer Range gesendet – der Raasay While We Wait 2018. Nachdem die Brennerei ja erst im Jahr 2020 mit einem eigenen Whisky auf den Markt kommen kann, ist der neue Raasay While We Wait wiederum ein Blended Malt, der den angestrebten Geschmack der Brennerei vorwegnehmen soll. Diesmal hat man den Einsatz der Montechiari-Weinfässer aus der Toskana weiter verfeinert und ausbalanciert. Mehr Infos zum Whisky und der Hintergrundgeschichte zur Fassauswahl in der englischsprachigen Pressemitteilung:


RAASAY DISTILLERY LAUNCHES RAASAY WHILE WE WAIT 2018

In October 2018, Raasay Distillery will release Raasay While We Wait 2018 – the fourth expression to date of the brand’s independently bottled single malt – which was created as a representation of the flavours that drinkers can expect from future Raasay scotch whisky. The release of Raasay While We Wait 2018 begins the countdown to 2020 when the first ever Raasay single malt in Scotch whisky history will be released.

Die Isle of Raasay Distillery

Unlike some new whisky distilleries, the adventurous team at Raasay Distillery decided to concentrate their attention on whisky. The result is an independently bottled single malt – Raasay While We Wait – which has been crafted as an accurate representation of Raasay Distillery’s future core style.

Designed as a peaty and fruity single malt, each iteration of Raasay While We Wait has been crafted through the vatting of two malts from a single Highland distillery – heavily peated at 45ppm and unpeated – matured in bourbon barrels and finished in Tuscan Montechiari wine casks.

The team at Raasay Distillery are keen to push the boundaries of the spirit, exploring the effect that different finishing times and casks have on the flavour profile of the spirit.

Compared to previous releases, the 2018 Release uses a higher proportion of second-fill than first-fill Tuscan Montechiari wine casks, resulting in a finer balance between the influence of French oak and smoke.

With a welcomed smokiness on first nosing, mixed with red berries, lemon, lime and grassy notes. With more time in the glass this evolves into notes of pear, tangerine and melon. On the palate there is dry peatiness, mixed in with fruity red wine notes and orange zest, while the finish is oaky and buttery.

This easy to drink whisky adeptly balances peatiness with smoothness, making it the perfect introduction for newcomers to peated single malt, and acts as an unusual addition to a flight of red wine finished whiskies. Raasay While We Wait 2018 has been crafted to be enjoyed neat, on the rocks, and served in premium cocktails.

Raasay While We Wait 2018 is priced at £53 and available to purchase on raasaydistillery.com and Master of Malt

Whisky im Bild: Die Schönheit Schottlands – Dunnet Head Lighthouse

Wir setzen heute wieder die zehnteilige Sonderserie im Rahmen unserer Rubrik „Whisky im Bild“ mit der vierten Folge fort: „Die Schönheit Schottlands“ stellt zehn magische Plätze der Heimat des schottischen Whiskys vor – an Zauber bereichert durch das Talent und Können des Fotografen Siegfried Klingls. Der 38-jährige Franke und Betriebswirt ist ein leidenschaftlicher Landschaftsfotograf und Whiskyliebhaber konnte auf seiner diesjährigen Schottlandreise die schönsten Plätze mit seiner Kamera einfangen.

Heute widmet sich Klingl dem Dunnet Head Lighthouse und zeigt es uns als Leuchtfeuer gegen die Dunkelheit an der rauen Küste. Dieser Leuchtturm ganz im Norden Schottlands, in der Nähe von Thurso (dort, wo sich Wolfburn befindet) hat einen Erbauer, dessen Enkel man wohl besser kennt als ihn selbst. Robert Stevenson, der ihn im Jahr 1831 errichtete, ist nämlich der Großvater von Robert Louis Stevenson (Die Schatzinsel). Der Leuchtturm ist heute noch aktiv, allerdings seit dem Jahr 1989 automatisiert. 

Dunnet Head Lighthouse. Bildverwendung auf Whiskyexperts mit freundlicher Genehmigung © Siegfried Klingl, alle weiteren Rechte vorbehalten

Bisher erschienen:

Weitere eindrucksvolle Bilder von Siegfried Klingl finden Sie auch auf seinem Instagram-Account.

The Owl Distillery- eine Fotoreportage (28 Bilder)

Mitte des vergangenen Monats besuchte die Whiskyexperts-Redaktion die Owl Distillery im belgischen Fexhe-le-Haut-Clocher. Viele Whisky-Interessierte wurden auf diese Brennerei aufmerksam, als die Owl Distillery zwei der Stills der Lost Distillery Caperdonich auf das europäische Festland nach Belgien holten und ihnen dort einen neuen Einsatz ermöglichten (wir berichteten).

Begleiten Sie uns bei unserer Tour durch die Owl Distillery. Wer Näheres zur Geschichte der Brennerei und über den belgischen Whisky mit schottischem Herzen erfahren möchte, dem legen wir unser gestriges Video ans Herz. Dort stellt Mitbesitzer und Master Distiller Etienne Bouillon die Owl Distillery vor, und Sales Manager Femke van der Forst präsentiert uns das Portfolio des Belgian Owl Whiskys.

Mit einem Mouseover über die Bilder können Sie noch weitere Erklärungen dazu abrufen, ein Klick vergrößert sie.

 

Serge verkostet: Highland Park Valknut und unabhängige Abfüllung

Den Valknut, eine Originalabfüllung von Highland Park, genauer gesagt die Fortsetzung der Serie, die mit dem Highland Park Valkyrie begann, gegen einen unabgängigen Highland Park von Signatory – das ist die Paarung bei der heutigen Verkostung von Serge Valentin auf seiner Seite. Man könnte versucht sein zu sagen, sie wäre etwas unfair, denn hier muss ein No Age Statement gegen einen 27 Jahre alten Highland Park in den Ring steigen – aber auch wenn die unabhängige Abfüllung hervorragend punktet, so steht ihr doch der offizielle HP nicht wirklich nach.

Die blanken Daten der Verkostung sehen wie folgt aus – Details dann hinter unserem Link:

  • Highland Park ‘Valknut’ (46.8%, OB, 2018): 87 Punkte
  • Highland Park 27 yo 1991/2018 (52%, Signatory Vintage, 30th Anniversary, sherry butt, cask #15086, 545 bottles): 90 Punkte

Highland Park. Photo credit: yashima on VisualHunt / CC BY-SA

The Macallan Valerio Adami – Million verfehlt, Rekord geschafft

Die Auktion des The Macallan Valerio Adami 1926, über die wir zuletzt hier berichtet haben, ist mit dem erwarteten Rekord zu Ende gegangen. Oder besser gesagt: nicht ganz mit dem erwarteten Rekord, denn man mutmaßte, dass die Flasche bei Bonhams eine Million Euro (oder 900.000 Britische Pfund) erzielen würde. Geworden sind es knapp unter 850.000 Pfund (genau: 848.750,-).

Zuletzt wurde eine Flasche des The Macallan Valerio Adami um 818.000 Pfund versteigert, also konnte man noch einmal 40.000 Pfund mehr erlösen. Insgesamt 12 Flaschen von diesem Whisky mit dem Etikett des italinischen Künstlers, nach dem der Whisky benannt wurde, wurden im Jahr 1986 aufgelegt – wie viele davon noch existieren, ist nicht bekannt.

Mit dem Rekord in Edinburgh hält Bonhams nun die Rekorde für die drei teuersten Whiskys der Welt.