Warum kaufte Billy Walker GlenAllachie, wenn er zuvor drei andere Destillerien um viel Geld verkaufte und damit eigentlich in den wohlverdienten Ruhestand hätte gehen können?
In unserem Exklusivinterview gibt der Master Distiller der Speyside-Brennerei eine überraschende, aber sehr einleuchtende Antwort: Er hätte BenRiach, Glendronach und Glenglassaugh nicht verkaufen wollen, da er vor allem bei Glenglassaugh noch viel ungehobenes Potential sah. Als Teil einer Besitzergruppe musste er sich letztlich den Mitbesitzern beugen und die Brennereien zu Geld machen. Und sein Geld machte er dann zu GlenAllachie.
Warum gerade diese Brennerei und was er mit ihr vorhat, warum und wie man auch mit Torf experimentiert, das können Sie in unserem knapp sieben Minuten langen obenstehenden Videointerview mit Billy Walker aus erster Hand erfahren. Viel Vergnügen dabei.
Zum 70. Geburtstag des Familienunternehmens Douglas Laing & Co gibt es nicht nur erfreuliche Zahlen, sondern auch einen neuen CEO im Führungsteam zu vermelden. Dieser ist Chris Leggat (auf unserem Titelbild in der Mitte zu sehen) und der Schwiegersohn von Chairman Fred Laing (rechts). Links sitzt seine Tocher Cara Laing, die die Position des Directors of Whisky innehat – und Chris zum Mann. Cooper in der Mitte ist der Vorstandsvorsitzende des Fox Terrier Departments bei Douglas Laing. Oder so.
Zu den Zahlen: Wie Insider.co.uk berichtet, haben sich die Gewinne um 40% im Vergleich zum Vorjahr auf 2.4 Millionen Britische Pfund erhöht. Mittlerweile verkauft man weltweit 70.000 Cases – nicht übel für ein Unternehmen, das (noch) keine eigene Produktion besitzt und als unabhängiger Abfüller agiert. Großen Anteil an diesem Erfolg haben sicherlich das ausgezeichnete Marketing und die vielen markanten Bottling-Reihen wie die Regional Malts oder der Big Peat (drei Big Peat 25yo können Sie bei uns gerade gewinnen – schauen Sie einfach hier).
60 Länder werden mittlerweile beliefert, man hat 22 Angestellte und man nutzt die kräftigen Gewinne, um in weiteres Wachstum zu investieren.
Zugegeben, Glen Spey ist jetzt nicht die bekannteste der schottischen Destillerien, und um sie wird auch PR-mäßig so wenig Wirbel gemacht, dass man sich oft fragt, ob man dort überhaupt Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Aber vielleicht vertraut man auch auf die Whiskys als Markenbotschafter und hält sich von anderem Brimborium fern.
Serge Valentin hat heute zwei neue unabhängige Abfüllungen aus Glen Spey unter die Lupe genommen, und beide scheinen so aufzutreten wie die Destillerie selbst: angenehm unauffällig, mit guten Noten und laut Serge ehrlich im Geschmack. Und was will man eigentlich mehr?
Hier die beiden Abfüllungen der Verkostung im Detail:
Glen Spey 22 yo 1995/2018 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill American hogshead, 650 bottles): 82 Punkte
Glen Spey-Glenlivet 16 yo 2001/2018 (54%, Cadenhead, Small Batch, hogsheads, 858 bottles): 82 Punkte
Destillerie Glen Spey. Bildrechte bei Lars Pechmann.
Eines der beeindruckendsten Features der neuen The Macallan-Destillerie ist zweifelsohne das Dach, das architektonisch als auch von der Konstruktion her etwas gänzlich Neues für eine Brennerei ist.
Was nicht alle wissen: Das Dach wurde in Österreich gefertigt, aus 350.000 Einzelteilen, und dann vor Ort in der Speyside zusammengesetzt. Es greift das Thema der rollenden Hügel der Gegend auf, ohne die Destillerie dabei zu verstecken.
Ein fünfminütiger Dokumentarfilm, der von The Macallan produziert wurde, auf der Youtubeseite der Konstruktionsfirma zeigt nun, wie das Dach entstanden ist und aufgebaut wurde. Wunderschöne Aufnahmen, die auch die neue Brennerei bei Tageslicht zeigen. Viel Vergnügen mit dem obenstehenden Video.
Im Rahmen unseres Besuches der GlenAllachie Destillerie war es uns möglich, schon vorab erste Infos und Eindrücke der neuen GlenAllachie Core Range zu erhalten. Denn der Deal zwischen Pernod Ricard und Billy Walker umfasste nicht nur die Brennerei. Auch eine recht große Anzahl an Fässern waren Teil des Geschäfts. Einige dieser Casks wurden in den 1970ern abgefüllt, und so können Billy Walker und sein Team schon jetzt eine stattliche Core Range zu präsentieren.
Nicht umsonst waren der Whisky von GlenAllachie bei Blendern sehr beliebt, als sog. Backbone bot er ein formidables Gerüst für Blends, an dem Whiskys anderer Destillerien ihren Halt finden können. Die Whiskys der Brennerei GlenAllachie sind sehr ölig und haben einen sehr vollen Körper. Hinzu kommen Speyside-typische Noten von Honig und helleren Früchten. Durch dieses präsente Volumen erhält der Spirit durch die verwendeten Fässer lediglich eine passende Ergänzung. So konnten wir uns bei verschiedenen Fassproben davon überzeugen. Auch gegen eigentlich recht starke Fass-Einflüsse wie Moscatel oder Rotwein behält der Whisky geschmacklich die Oberhand.
Die neue GlenAllachie Core Range
Alle Whisky der Core Range sind und werden mit einem Minimum von 46 Vol. % abgefüllt, alle Abfüllungen kommen ohne Kühlfilterung aus und bleiben ungefärbt. Zum Einsatz kommen Fässer aus der Bourbon-Herstellung als auch aus der Sherry-Produktion. Verwendet werden ebenfalls Virgin Oak (Fässer ohne Vorbelegung) und mit Port, Marsala, Moscatel, Barolo und anderen Weinen vorbelegte Fässer.
Beim Design nimmt GlenAllachie (abgeleitet vom gälischen Gleann Aileachaidh, das Tal der Steine) die Bedeutung des Namens auf. Inspiriert von keltischen Runen und piktischen Steinen, meißelte ein örtlicher Steinmetz den Schriftzug in eine Granitplatte. Auch bei den Flaschen-Labels und den Umverpackungen finden wir das Element Stein wieder. Im Hintergrund befindet sich eine Stein-Struktur, welche, je nach Abfüllung, unterschiedlich eingefärbt ist.
Die Abfüllungen im Detail
GlenAllachie 10 Year Old CS Batch 1
Abgefüllt mit 57, Vol. %, stehen von dieser fassstarken Abfüllung weltweit 2.000 Cases zur Verfügung. Zum Einsatz kamen hier Fässer aus amerikanischer Eiche, Pedro Ximenez, Oloroso und Fässer ohne Vorbelegung. Die offiziellen Tasting Notes erwähnen Honig, Vanille gepaart mit einer leichten Würzigkeit.
GlenAllachie 12 Year Old
Das Flaggschiff der Core Range kommt mit 46 Vol. %. und ohne Limitierung auf den Markt. Er durfte in Pedro Ximenez, Oloroso und Virgin Oak Casks reifen und bietet unter anderem Noten von Rosinen und Mokka.
GlenAllachie 18 Year Old
Die Ausgabe des 18-jährigen umfasst in diesem Jahr 1.000 Cases und wird ebenfalls mit 46 Vol. % abgefüllt. Hier setze GlenAllachie ebenfalls Casks aus amerikanischer Eiche, Pedro Ximenez- und Oloroso- Fässer sowie Fässer ohne Vorbelegung ein. Die Tasting Notes erwähnen volle Kirsch-Aromen und Würze mit einem Hauch von dunkler Schokolade.
GlenAllachie 25 Year Old
Ebenfalls limierte 1.000 Cases stehen in diesem Jahr vom 25-jährigen zur Verfügung. Der Senior der Range kommt jedoch mit 48 Vol. % etwas stärker zu uns. Neben Noten von Sultaninen und Ananas erwähnen die offiziellen Notes Weihnachtskuchen, Marmelade und süße Gewürzen.
Diese Whiskys von GlenAllachie erscheinen im nächsten Monat bei uns im Handel. Weitere Infos, unter anderem auch die unverbindlichen Preisempfehlungen, reichen wir bei ihrer Bekanntgabe nach.
Disclaimer: Im Sinne unserer Redaktionsrichtlinien legen wir offen, dass wir die Reise zu GlenAllachie auf Einladung und Kosten des deutschen Importeurs, Kirsch Whisky, unternahmen. Auf die Inhalte und Formulierungen unserer Berichterstattung hatte Kirsch Whisky keinerlei Einfluss.
Georgie Crawford, die bisherige Distillery Managerin von Lagavulin und als solche sicher vielen Whiskyfreunden, die die Islay-Brennerei besucht haben, bekannt, wird ab sofort als Projektmanagerin für den Wiederaufbau von Port Ellen tätig sein.
Der bisherige Site Operations Manager von Lagavulin, Colin Gordon, wird nun ihre Rolle als Distillery Manager übernehmen.
Auch für Brora ist ein neuer Porjektmanager bestimmt worden, und die Besetzung dieses Posten ist eine recht naheliegende: Es ist Stewart Bowman, der bislang Operations Manager bei Clynelish war – der Schwesterdestillerie von Brora.
Wir wünschen Georgie, Colin und Stwart alles Gute für ihre neuen Aufgaben und viel Erfolg!
Von der Eröffnung der neuen Destillerie von The Macallan in der Speyside haben wir ja aus erster Hand berichtet (die Videos dazu finden Sie hier und hier).
Nun hat uns eine Pressemitteilung über die drei neuen Abfüllungen von The Macallan erreicht, die wir anlässlich eines Tastings mit Brand Ambassador Nicola Riske in Wien bereits verkosten durften (hier ist der Bericht dazu, samt Videointerview).
Alles Wissenswerte samt den Tasting Notes zu den drei neuen Abfüllungen, die ab Ende Mai in den Handel kommen werden, finden Sie im nachstehenden Pressetext:
The Macallan – Ein Whisky mit dem Ruf, einer der wahrlich weltbesten Single Malts zu sein.
The Macallan wurde von Alexander Reid, einem Farmer und Lehrer, gegründet. Der ursprüngliche Name des Gebietes lautete „Maghellan“, eine Zusammensetzung aus dem gälischen Wort „magh“ in der Bedeutung „fruchtbarer Boden“ und „Ellan“ in Erinnerung an den Mönch St. Fillan, der in enger Verbindung zur Kirche stand, die sich bis zum Jahr 1400 auf dem Grundstück der Destillerie The Macallan befand.
Die Farmer haben auf den Gehöften der Speyside seit Jahrhunderten aus der überschüssigen Gerste in den ruhigeren Wintermonaten Whisky produziert. Heute wird die Gerste im Frühling ausgesät, im Sommer reift sie heran, im frühen Herbst wird geerntet. In der stilleren Winterzeit wird die Gerste fermentiert und zu Whisky destilliert. Das feuchte kalte Wetter liefert ausreichend Kühlwasser für die Brennblasen. Im Frühling beginnt der Kreislauf im Rhythmus der Natur von vorne.
Die Unverwechselbarkeit des Macallan beruht auf den perfekten Umgang mit Spirituosen und Holz und der unbeirrbaren Überzeugung, Sherryfässer als zentrales Element in der Produktion dieses außergewöhnlichen Single Malts zu etablieren. Diese kostspieligen und begehrten Fässer verleihen dem Whisky eine einzigartige Tiefe, Komplexität und geschmackliche Vielfalt. The Macallan kauft 90 % aller neu produzierten Sherryfässer, deren Herstellung jeweils 6 Jahre dauert. Punkto Qualität der Fässer werden keine Kompromisse eingegangen, auch wenn das bedeutet, dass man bis zu zehnmal mehr für sie ausgibt als andere.
The Macallan Trilogy
Als Sortiment bietet das Macallan-Trio ein umfassendes Spektrum an Single Malts von exquisiter Stilistik. Zwölf Jahre alte Abfüllungen von Sherry Oak Cask, Double Cask und Triple Cask Matured, die jeweils über eine eigene Geschichte und ein individuelles Geschmacksprofil verfügen, spiegeln die Kompetenz und hohe Kunstfertigkeit der Master Distiller von The Macallan wider. Eine außergewöhnliche Vielfalt an von den Fässern abgeleiteten Geschmackserfahrungen mit einem Single Malt für jede Gelegenheit aus einer Hand.
The Macallan Sherry Oak 12 YO – Mild & harmonisch
The Macallan Sherry Oak 12 Jahre offenbart das beispiellose Streben nach Perfektion im Umgang mit Holz und Spirituosen, für das The Macallan seit seiner Gründung im Jahr 1824 bekannt ist.
Nach der Abfüllung ruht die Spirituose zwölf Jahre lang ungestört in denselben Eichenfässern. Diese leisten den eigentlichen Beitrag zur herausragenden Qualität, natürlichen Farbe und zu den charakteristischen Aromen und Geschmacksnuancen, die dem Macallan Single Malt zugrunde liegen.
Nach der Reifung in ausschließlich in Sherry seasoned Eichenfässern aus Jerez wird die vielschichtige, fruchtige und vollmundige „New Make“-Spirituose in einen klassischen Single Malt verwandelt. Die mit Sherry verfeinerten Eichenfässer bringen einen vielschichtigen und komplexen Whisky hervor, der sich durch Würzigkeit und die Aromen getrockneter Früchte sowie seine natürliche goldene Farbe auszeichnet: den The Macallan Sherry Oak 12 Jahre.
Dr. Nick Savage, Master Distiller von The Macallan: „The Macallan Sherry Oak 12 Jahre spiegelt die intensive Holznote und die Aromen getrockneter Früchte wider, die mit der Sherry-Eichen-Stilistik von The Macallan assoziiert werden, und ist Ausdruck unseres nachhaltigen Strebens, unvergleichliche Single Malts zu kreieren. Wir investieren mehr in Seasoned Casks als jede andere Destillerie, indem wir unsere Fässer mit großer Sorgfalt auswählen, produzieren und betreuen, um jene Tiefe, Komplexität und Geschmacksvielfalt zu erzeugen, für die The Macallan bekannt ist.“
The Macallan Sherry Oak 12 Jahre ist Teil der Serie „The Macallan Sherry Oak Cask“. Diese umfasst eine Reihe von Single Malts, welche – zur Entwicklung von Vielschichtigkeit und Komplexität – ausschließlich in handverlesenen Eichenfässern aus Jerez reiften, in denen zuvor Sherry lagerte. Jede Abfüllung zeichnet sich durch Würze, die Aromen getrockneter Früchte und reifer Eiche aus, wobei die geschmackliche Tiefe je nach Reifezeit variiert.
Bei der Herstellung der Serie „The Macallan Sherry Oak Cask“ arbeitet The Macallan eng mit Unternehmen in Spanien zusammen, die über umfassende Kompetenzen im gesamten Herstellungsprozess von Fässern, von der Auswahl des Baumes bis zur Fertigstellung der Seasoned Casks, verfügen und die Eichenbäume in den Wäldern Nordspaniens auswählen, fällen, die Eichenholzdauben schneiden und trocknen, bevor sie zur Lufttrocknung in den Süden transportiert werden, um die Feuchtigkeit weiter zu reduzieren. Danach werden die Fässer 18 Monate lang gereift, bevor sie nach Schottland gebracht werden, wo sie mit der „New Make“-Spirituose, dem frischen Destillat von The Macallan, befüllt werden.
The Macallan SHERRY OAK 12YO, 40% VOL
Tasting Notes:
NASE: Vanille mit einem Hauch Ingwer, Trockenfrüchten und süßem Holz
GESCHMACK: sanft, reich an Trockenfrüchten und Würze
NACHKLANG: süßes Karamell
The Macallan Double Cask – 2 Welten, ein Macallan
The Macallans unermüdlicher Einsatz für ein außergewöhnliches Holzmanagement bestimmt jeden einzelnen Aspekt der Whiskykreation. Im Double Cask 12 Jahre vereinen sich zwei Welten, um einen unverwechselbaren Macallan entstehen zu lassen.
Die perfekte Balance zweier Fässer ergeben diesen wunderbar ausgeglichenen Single Malt. Amerikanische und europäische Eichenfässer kreieren einen süßen, abgerundeten Whisky, der seine eigene Geschichte erzählt.
Die Geschichte einer Reise – die unterschiedliche Welten zusammenführt. Für die Kreation des Double Cask transportieren wir neue Eiche aus Amerika tausende Meilen nach Spanien, wo sie in liebevoller Handarbeit zu Fässern verarbeitet wird, die mit Sherry befüllt und gereift werden. Sobald dieser Prozess zu unserer Zufriedenheit abgeschlossen ist, sind die Fässer bereit, den Macallan aufzunehmen und werden zu unserer Destillerie in Speyside gebracht.
Die Whiskys aus den amerikanischen Fässern gehen eine harmonische Verbindung mit jenen ein, die in den besten europäischen Eichenfässern reiften, in denen zuvor Sherry lagerte. Die Kunst dieser Verbindung wird in anderen Destillerien nicht praktiziert und resultiert allein aus dem beispiellosen Streben nach Perfektion, für das The Macallan seit 1824 bekannt ist.
Das Ergebnis ist eine Neuinterpretation des zwölf Jahre alten Macallan, der zum Markenzeichen des Unternehmens avancierte: süß, dabei aber ausgewogen und mit Honigcharakter. The Macallan Double Cask 12 Jahre und der Double Cask Gold sind ab Sommer 2018 bzw. Herbst in Österreich erhältlich.
Nick Savage, der Master Distiller von The Macallan: „The Macallan Double Cask 12 Jahre ist ein faszinierender Single Malt, der die Vereinigung zweier stilistischer Richtungen zelebriert, um einen meisterhaft abgerundeten und markanten, warmen Charakter mit Honig-, Zitrus- und Ingweraromen zu kreieren. Durch die Verbindung von Holzeinflüssen konnten wir eine neue Abfüllung produzieren, die sich perfekt zwischen unseren „Sherry Oak“- und „Triple Cask Mature“-Serien einreiht und Whisky-Liebhabern die Möglichkeit bietet, die Welt von The Macallan weiter zu erkunden.
The Macallan DOUBLE CASK 12Y, 40% VOL
Tasting notes:
NASE: Karamellapfel trifft auf Butterscotch und kandierte Orange
GESCHMACK: honigsüß, Hauch von Zitrus, mit Rosinen und Karamell
NACHKLANG: warme, süße Eichennote
The Macallan Triple Cask Matured 12 YO – ein starkes Trio
Eine starke Kombination aus amerikanischen und europäischen Ex-Oloroso-Sherry Fässern sowie amerikanischen Ex-Bourbon-Fässern stehen für den 12 Jahre alten Triple Cask.
Nach der Abfüllung ruht die Spirituose zwölf Jahre lang ungestört in denselben Eichenfässern. Diese leisten den eigentlichen Beitrag zur herausragenden Qualität, natürlichen Farbe und zu den charakteristischen Aromen und Geschmacksnuancen, die dem Macallan Single Malt zu Grunde liegen.
Nick Savage, der Master Distiller von The Macallan: „Die Kombination aus drei Fässern, die für Triple Cask Matured 12 Jahre verwendet wurde, schafft einen Macallan mit einer leichteren Stilistik und einem komplexeren Charakter und ist Ausdruck unseres ständigen Strebens, konkurrenzlose Single Malts zu entwickeln. Die Verwendung mit amerikanische Ex-Bourbon Eichenfässer verleiht dem Whisky markantere Aromen und Geschmacksnuancen nach hellen Zitrusfrüchten, während er gleichzeitig die hellere Farbe und Süße, die mit amerikanischer Eiche assoziiert wird, beibehält.“
Der Macallan Triple Cask Matured 12 Jahre ist Teil der Serie The Macallan Triple Cask Matured. Jede Abfüllung zeichnet sich durch einen weichen und exquisiten, dabei aber komplexen Charakter und eine Geschmackstiefe aus, die sich über alle Altersstufen entwickelt. Ein Drei-Fässer-Symbol veranschaulicht die exquisite Verbindung von drei Fasstypen.
THE MACALLAN TRIPLE CASK MATURED 12 YO, 40% VOL
Tasting notes:
NASE: stark, rund, komplex –reife Früchte treffen auf Karamell und ein wenig Rauch
GESCHMACK: viele Früchte nehmen den ganzen Mundraum gefangen, dann Eiche und wieder süßes Malz
Nachdem wir Ihnen im ersten Beitrag unserer sechsteiligen Serie über die Brennerei GlenAllachie die Eckdaten der Destillerie und ihre Mitarbeiter vogestellt haben, möchten wir Sie jetzt mit der obenstehenden Videoreportage durch die Brennerei und ihre Lagerhäuser führen. Von Michael Duncan, einem der Mitarbeiter in der Produktion, hören wir Interessantes über Mashtun, Washbacks und die Brennblasen. Wir sehen uns die Lagerhäuser an und spazieren über das Gelände, das in einer besonders malerischen Region der Speyside liegt.
Da GlenAllachie momentan noch über kein Besucherzentrum verfügt (es ist eines geplant, dessen Bau wird aber noch einige Zeit dauern), ist dieses Video momentan wohl die beste Möglichkeit, die Brennerei zu besichtigen. Viel Vergnügen!
Disclaimer: Im Sinne unserer Redaktionsrichtlinien legen wir offen, dass wir die Reise zu GlenAllachie auf Einladung und Kosten des deutschen Importeurs, Kirsch Whisky, unternahmen. Auf die Inhalte und Formulierungen unserer Berichterstattung hatte Kirsch Whisky keinerlei Einfluss.
Von Stephan Körner (Barmanager Bricks Bar und Restaurant, Düsseldorf) und dem Produzenten von Woodford Reserve, Brown-Forman, haben wir das Rezept zu einer interessanten Variante des Old Fashioned erhalten. Den „Ratatouille“ können Sie mit folgendem Rezept einfach daheim machen – dazu wünschen wir viel Vergnügen:
Den Bourbon 60 Minuten mit einer Scheibe Aubergine, einem Rosmarinzweig und zwei Blättern Basilikum ziehen lassen, danach mit Agavendicksaft und Angostura Bitters im Rührglas kalt rühren.
Im Tumbler auf einem Eisblock servieren, mit drei Tropfen Olivenöl, Rosmarinzweigen und Aubergine garnieren.
Wir hätten es sehr wahrscheinlich anders gemacht. Wir hätten das Geld einfach genommen und uns zur Ruhe gesetzt. Aber Billy Walker hatte andere Pläne. Als Brown Forman 2016 ihm und seinen Partnern ein Kaufangebot für die Brennerei Benriach machte, war für ihn der richtige Zeitpunkt gekommen, dies anzunehmen – obwohl er eigentlich nicht wollte. Und es entstand die Gelegenheit, ein weiteres neues Projekt zu beginnen. Wir haben Billy Walker, sein Team und die Brennerei besucht und uns alles genau angeschaut und erklären lassen. Und in den nächsten drei Tagen nehmen wir Sie mit, in die Speyside nach GlenAllachie, dem neuen Projekt von Billy Walker.
Und eigentlich spricht auch alles für dieses neue Projekt. In seiner langen Zeit in der Whisky-Branche hatte Billy Walker den Malt von GlenAllachie kennen und schätzen gelernt. Zum damaligen Eigentümer Pernod Ricard gab über viele Jahre eine gute Beziehung, in der es möglich war, einen Kauf der Brennerei Glenallachie (da hatte sie noch das kleine a) zu diskutieren und zu finalisieren. Und, vielleicht der Hauptgrund für den Kauf: Von dieser Brennerei gab es keine Original-Abfüllung (bis auf eine Cask Strength Edition von Chivas Brothers aus dem Jahr 2005). So stand Glenallachie da wie eine unbemalte Leinwand, auf der die eigenen Bilder gemalt werden können.
Nun ging es darum, andere von dieser Idee zu begeistern (die Billy uns auch noch in einem Video erläutern wird) und so ein Team zusammen zu stellen. Gemeinsam mit Graham Stevenson und Trisha Savage gründete Billy Walker die „The GlenAllachie Distillers Company “. Alle drei zusammen weisen mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Whisky-Branche auf.
Als Operations Director konnte Richard Beattie gewonnen werden. Auch er weist einen Erfahrungsschatz aus 30 Jahren Tätigkeit auf. Unter anderem war er Distillery Manager in der Speyside Distillery und Director of Distilling bei den MossburnDistillers (Torabhaig). In einem Video-Interview wird er uns noch unter anderem seine berufliche Laufbahn näher bringen.
Kenny Dent und Dennis Cooper arbeiteten schon vor dem Kauf in der GlenAllachie Destillerie und deshalb von unschätzbarem Wert für die Ausbildung des Produktion-Teams. Hier kamen Phillip Murray und Michael Duncan hinzu, diese Vier bilden gemeinsam das Distillery Team. Michael wird uns noch mitnehmen auf eine Rundgang durch die Brennerei.
Michael Duncan vor den Stills
Die Lagerhäuser sind das Reich von Lindsay Cormie, Stuart Geddes und Willie Kewley. Sie bilden das Warehouse Team und haben hier schon einiges zu tun. Denn Teil des Brennerei-Kaufs war auch eine stattliche Anzahl von bereits befüllten Fässern. GlenAllachie verfügt schon über einen Stock von 40.000 Fässern!
Stuart Geddes und Willie Kewley bei der Arbeit. Bild @ Whiskyexperts
Die 1968 errichtete Destillerie liegt mitten in der Whiskyregion Speyside. Sie verfügt über zwei Brennblasenpaare, zu jedem Paar gehört ein eigener Spiritsafe. Die Brennerei hat eine Produktionskapazität von 4 Millionen Liter Alkohol, diese wurde auf 800.000 Liter reduziert. Die Gerste bezieht GlenAllachie von Crisps Maltings aus Port Gordon, verwendet wird ausschließlich die Sorte Concerto. In den Washbacks aus Edelstahl räumt GlenAllachie der Fermentation sehr viel Zeit ein, ganze 160 Stunden dauert sie. Im letzten Monat begann man auch, getorftes Malz zu verwenden. Wir können also in ein paar Jahren auch rauchigen GlenAllachie erwarten. Neu sind eine Abfüllstation und sogenannte Dunnage Warehouses. Jede Woche werden ungefähr 100 Fässer abgefüllt. Der Spirit kommt in drei unterschiedlichen Alkoholstärken in die Fässer. Je nach gewünschtem Geschmacksprofil wird mit 63,5, 68 oder 72 Vol. abgefüllt.
Die Core Range
Durch den großen zur Verfügung stehenden Stock ist es schon jetzt möglich, zum ersten Mal in der Geschichte Glenallachies Orginal-Abfüllung in einem größeren Portfolio zu veröffentlichen. Diese Single Malt Whiskys bestehen aus vier Bottlings:
Glenallachie 10 year old Cask Strength, Batch 1
Glenallachie 12 year old
Glenallachie 18 year old
Glenallachie 25 year old
Wir hatten vor Ort die Möglichkeit, vor der Markt-Einführung diese Whiskys zu verkosten. Was wir von diesen Whisky erwarten dürfen, werden Sie heute Nachmittag lesen können.
Disclaimer: Im Sinne unserer Redaktionsrichtlinien legen wir offen, dass wir die Reise zu GlenAllachie auf Einladung und Kosten des deutschen Importeurs, Kirsch Whisky, unternahmen. Auf die Inhalte und Formulierungen unserer Berichterstattung hatte Kirsch Whisky keinerlei Einfluss.
Ardmore, im Besitz von Beam Suntory, war lange Zeit die einzige Highland-Brennerei, die in der Core-Range getorften Whisky produzierte (geografisch ist sie eigentlich in der Speyside verortet, lüft aber seit 2009 als Highlander) . Heute gehört es fast schon zum guten Ton in der Region, die rauchigen Whiskys, die man leise für die Blends produzierte, auch als Single Malts abzufüllen – sei es in Sondereditionen oder in der Hauptlinie.
Um Ardmore geht es heute in der Verkostung von Serge Valentin, und dabei sind nicht nur Unbhängige zu finden, sondern auch der Ardmore 20yo, der im letzten Jahr mit einem recht angenehmen Preis veröffentlicht wurde.
10 Millionen Pfund will man für eine neue Destillerie auf South Uist in die Hand nehmen – es wäre die erste seit 1844 und sie soll nahe dem Ort entstehen, wo die SS Politician, das Schiff um das sich die Geschichte von „Whisky Galore“ dreht, gesunken ist.
Wie Insider.co.uk heute berichtet, plant das Unternehmen Stòras Uibhist, das als demokratisch gewähltes Konsortium die Inseln verwaltet, eine Brennerei zu errichten, die von der Gemeinschaft dort betrieben und verwaltet wird. Entstehen soll die Destillerie in Lochboisdale. Man will jährlich 300.000 Liter Spirit produzieren und die Möglichkeit schaffen, auf 1 Million Liter auszubauen. Auch ein Besucherzentrum ist geplant. Man will umweltfreundlich bauen und arbeiten, lokale Gerste einsetzen und sogar einen eigenen Malting Floor bauen, um die Gerste nicht herumschiffen zu müssen. Für die Pläne zeichnet Organic Architects verantwortlich.
Eine genau Anzahl der durch die Destillerie geschaffenen Arbeitsplätze wurde nicht genannt, sie wird aber für die Einwohner dort sicherlich von großer wirtschaftlicher Bedeutung sein, auch weil sie lokalen Farmern Getreide abkauft.
Die SS Politician, die 1941 Schiffbruch erlitt. Bildquelle: Website der Isle of Uist.Sonnenuntergang auf South Uist. Photo credit: kloniwotski on VisualHunt.com / CC BY-SA
Was hat The Macallan unternommen, um die Qualität und den Geschmack des Spirits in der neuen Destillerie gleich zu machen wie in der alten, jetzt eingemotteten Brennerei? Was geschieht mit der alten Destillerie und was musste man neben dem Brennvorgang in der neuen auch anderes tun, um den Character von The Macallan zu bewahren?
Auf diese Fragen antwortet uns der Master Distiller von The Macallan, Dr Nick Savage PhD, in einem exklusiven englischsprachigen Videointerview, das wir am Nachmittag vor der offiziellen Eröffnung mit ihm geführt haben und das Sie obenstehend oder auf unserem Youtube-Kanal finden. Viel Vergnügen damit!
Nach unserem Video über die Lightshow zur Eröffnung der neuen Destillerie von The Macallan, das Sie hier finden, möchten wir Sie nun gerne mit auf einen Rundgang durch die Brennerei und das Besucherzentrum mitnehmen. Die neue Anlage, die mit 21 Washbacks aus Edelstahl und 36 Kupferbrennblasen 15 Millionen Liter Spirit im Jahr produzieren kann, ist logistisch und optisch ein Meisterwerk. Die Edrington Group hat sich mit ihr vorgenommen, einen Meilenstein für kommende Jahrzehnte zu setzen – und dem ersten Augenschein nach ist ihnen das voll und ganz gelungen. Nicht nur eine kalte technische Anlage sollte es werden, sondern ein Gesamterlebnis für alle Sinne, das auch optisch den Anspruch von The Macallan, die Premium-Whiskymarke der Welt zu sein, untermauert.
Zwei Details, die das wohl perfekt verdeutlichen: Den Exzellenzanspruch betreffend – das riesige Besucherzentrum und die noch riesigere Brennerei befinden sich unter einem Dach, was aus feuerschutztechnischen Gründe eigentlich absolut unmöglich ist. Die beiden Teile sind aber durch eine Glaswand getrennt, die einem Vollbrand der Brennerei zwei Stunden lang widerstehen kann. Ian Curle, CEO von Edrington, erzählte uns, dass sowohl die Stahl- wie auch die Glasfirma dieses Unterfangen für unmachbar hielten, aber gemeinsam dann eine innovative Lösung fanden.
Und was die Führungsrolle anbelangt – man hat weit über das bestehende hinaus geplant. Mit einem zweiten 17t-Mashtun kann man jederzeit die Kapazität weiter deutlich erhöhen. Und wenn das noch nicht reicht: Man hat Platz, die bestehende Anlage noch einmal daneben zu bauen. Und, so Curle, wird das auch tun, wenn es notwendig werden würde.
Die alte Brennerei wird übrigens nur eingemottet, nicht dekommissioniert. Also auch hier noch Reserven (sie lieferte bis vor kurzem 9 Millionen Liter im Jahr).
Jetzt aber viel Vergnügen mit unserem Video und unseren Bildern – und wenn Sie interessiert, wie man bei The Macallan sicherstellte, dass sich der Spirit durch die neue Brennerei in Qualität und Geschmack nicht verändert, freuen Sie sich auf unser kommendes Videointerview mit Nick Savage, dem Master Distiller von The Macallan.
Disclaimer: Im Sinne unserer Redaktionsrichtlinien legen wir offen, dass wir die Reise zu Macallan auf Einladung und Kosten der Edrington Group, unternahmen. Auf die Inhalte und Formulierungen unserer Berichterstattung hatte die Edrington Group keinerlei Einfluss.