Whiskyfun: Angus verkostet Duos von Flop bis Top

Mit dem ausgesprochenen Ziel, beide Enden der Bewertungssskala in dieser Verkostung zu erreichen, geht Angus MacRaild heute die Vertretung von Serge Valentin auf Whiskyfun an, die er wie jeden Samstag übernimmt.

Und dazu nimmt er sich diesmal wieder Duos vor: Zwei etwas dubiose Malts (oder vielleicht auch ein Blend?), zwei Originalabfüllungen von Balvenie und zwei Bottlings aus der Brennerei Bowmore (die wir heute auch für unser Titelbild ausgewählt haben).

Tatsächlich schafft Angus in der Verkostung heute den Spagat zwischen wirklich schauderhaft und wirklich sensationell – mit Noten zwischen 45 und 93 Punkten. Aber sehen Sie selbst:

  • Park Gate Whisky Réserve (40%, Italy, +/- 1970s): 50 Punkte
  • The Cabinet’s Choice 10 yo ‘Winston Churchill’ 10 yo (43%, Premier Distillers, US import, Single Highland Malt): 45 Punkte
  • Balvenie 21 yo Port Wood (43%, OB, -/+1990s): 85 Punkte
  • Balvenie 15 yo 1978/1993 (50.4%, OB ‘Single Barrel’, cask #204 or 640): 90 Punkte
  • Bowmore 22 yo 1995/2018 (48.1%, OB ‘Hand Filled’, bourbon, cask #1304): 92 Punkte
  • Bowmore 45 yo 1972/2018 (46.7%, Signatory Vintage 30th Anniversary, cask #3882, refill sherry butt, 246 bottles): 93 Punkte
Bowmore am Abend. Bild © Whiskyexperts 2018

Neu: Tomintoul 1973 Double Wood Matured

Eine neue Abfüllung aus der Destillerie Tomintoul ist heute von Angus Dundee Distillers angekündigt worden: Der Spirit für den Tomintoul 1973 wurde am 23. April des Jahres ins Fass gefüllt, reifte von seinen 45 Jahren zunächst mehr als drei Jahrzehnte in amerikanischer Weißeiche, bevor er den Rest der Reifezeit in Oloroso Sherry Fässern verbrachte.

240 Flaschen sind von ihm abgefüllt worden, mit einer Alkoholstärke von 43.7%. 

Der Whisky wird ab sofort in ausgesuchten Märkten in Europa und Asien verfügbar sein, ein Preis wurde in der Verlautbarung nicht angeführt. Dafür aber gibt es zu ihm die offiziellen Tasting Notes:

Tasting notes

Colour: Deep amber

Nose: Clean Sherry influence on a sweet malty layer. Intense waxy aromas merge with hints of orange citrus and Christmas pudding.

Palate: Richly mouth-filling as notes of nuts, chocolate, mocha coffee bean and spicy oak tannins vie for supremacy.

Finish: Dry and spicy with a rich and enduring finalé.

PR: Erste Abfüllung der SMWS exklusiv für deutsche Mitglieder

Die Scotch Malt Whisky Society (SMWS) hat nun erstmals eine exklusive Abfüllung für ihre deutschen Mitglieder veröffentlicht – ein 14 Jahre alter Speysider, der die gesamte Zeit in einem Barriquefass (Ex-Chardonnay) reifte. Ausgesucht wurde er von einem Panel aus deutschen Mitgliedern und den Brand Ambassadoren.

Wer kein Mitglied ist, kann ihn aber dennoch ab heute in verschiedenen Bars in Deutschland kosten – die Liste der Bars finden Sie in der Pressemitteilung, die wir hier gerne veröffentlichen:


Mystisch, magisch, mysteriös: Erste Abfüllung der SMWS exklusiv für deutsche Mitglieder

Die Scotch Malt Whisky Society (kurz: SMWS) gab gestern eine exklusive Abfüllung für ihre deutschen Mitglieder frei. Das Fass für diesen Single Cask Whisky wurde von den Mitgliedern selbst ausgesucht. Auch Nichtmitglieder werden die Möglichkeit haben, die Nummer 35.219 zu probieren.

Es ist eine Premiere für die Scotch Malt Whisky Society, die im September gerade ihren 35. Geburtstag gefeiert hat: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte bestimmte nicht das Tasting Panel in Edinburgh darüber, ob ein Fass abgefüllt wird oder nicht, sondern die Mitglieder selbst.

Anfang des Jahres hatten 20 Mitglieder des renommierten Whisky-Clubs in mehreren deutschen Städten die Gelegenheit, Samples von unterschiedlichen Fässern zu verkosten. Zusammen mit den deutschen Brand Ambassadoren wurden für jede Probe Tasting Notes erstellt und ein Favorit erkoren. Das Fass mit den meisten Stimmen kam schließlich in die Flasche.

Die Nummer 35.219 „Mystisch, magisch, mysteriös“ ist ein 14 Jahre alter Speysider, der die volle Zeit in einem Barriquefass (Ex-Chardonnay) reifte. Die Tastings Notes verzeichnen Aromen von Rumtopf, karibischen Gewürzen, Butter-Karamell und Eiswein.  

Alle deutschen Whisky-Freunde sind eingeladen, selbst darüber zu urteilen, ob die SMWS Mitglieder eine gute Wahl getroffen haben.

In folgenden deutschen Partnerbars wird die Abfüllung 35.219 „Mystisch, magisch, mysteriös“ ab dem 12. Oktober ausgeschenkt:

–  Rabbithole / Hamburg
–  Bar am Steinplatz / Berlin
–  Union Jack / Berlin
–  Bar Wagemut / Berlin
–  Schwarz Weiß Bar / Stuttgart
–  Suderman / Köln

Susan Colville (Benromach) ist Keeper of the Quaich

Als Keeper of the Quaich werden Personen ausgezeichnet, die sich um schottischen Whisky verdient gemacht haben. Nun ist auch der Brand Home Manager von Benromach, Susan Colville, mit dieser Ehrung bedacht worden – dafür, dass sie mit ihrer Arbeit und ihrer Persönlichkeit tausenden Menschen jährlich einen inspirierenden Besuch der Brennerei in der Speyside ermöglicht.

Wir gratulieren Susan, übrigens verheiratet mit Diageo Global Malts Ambassador Donald Colville, ganz herzlich zu dieser Ehrung – und bringen hier die englischsprachige Pressemitteilung, die uns die Destillerie zur Veröffentlichung gesendet hat.


Brand Home Manager of Forres distillery joins exclusive Scotch whisky society

A distillery brand home manager who has been delighting visitors for five years about Benromach Speyside single malt Scotch whisky has become a Keeper of the Quaich at an exclusive ceremony at Blair Castle in Perthshire.

Susan Colville was invited to join the international and select society which recognises those who have shown outstanding commitment to the Scotch whisky industry.

Susan, who was born and raised in Speyside, joined the Forres-based distillery in 2013 to lead a dedicated team of guides who deliver a highly personal and up-close experience to thousands of visitors from all over the world each year.

Throughout 2018, as Benromach celebrates its 20th anniversary since production restarted, Susan has been driving an exciting programme of activity. She began by leading the team that staged the Spirit of Speyside Whisky Festival opening gala dinner in May and is helping to host colleague and trade events throughout the year.  

Susan was thrilled to be honoured by the Keepers of the Quaich She said:

“This has been an incredible year at the distillery, and to receive this accolade during our 20th anniversary is particularly special for me.

“As one of only a few distilleries in Scotland where every whisky is handcrafted without any automated equipment, we’ve worked hard to deliver tours and tastings to our visitors that are truly unique. Since 2013, we’ve seen a 40% increase in visitor numbers from across the globe.”

Susan, who lives in Elgin, Speyside with her husband and daughter, was determined to pursue a career in the Scotch whisky industry from an early age having been inspired by her father who worked for over 30 years as a distiller at Glenrothes Distillery. 

Beginning her career as a tour guide at Glenfiddich and Glenfarclas Distilleries over the summer holidays, she then moved to Edinburgh to work for Royal Mile Whiskies. With a natural disposition for customer service and a love of Scotch whisky, Susan relished the opportunity to develop her knowledge and hone her sales skills. 

Sales and marketing roles with Douglas Laing, AD Rattray, Wemyss and Glenglassaugh saw Susan travel the world, conducting countless masterclasses and tastings to an audience keen to learn and enjoy Scotch whisky. 

Susan was acknowledged by her industry peers in 2012 when she was presented with the Young Ambassador of the Year accolade at the Icons of Whisky Awards. Following this recognition, Susan was named Visitor Centre Manager of the year at the World Whiskies Awards in 2015.

The venue for the Keepers of the Quaich ceremony – Blair Castle – is home to the Atholl Highlanders, Europe’s only private army. The banquet is held in the Grand Ballroom of the Castle, famous for its ceiling decorated with 175 deer antlers.

Keith Cruickshank, distillery manager at Benromach, commented:

“Susan’s tireless commitment and significant contribution to our wonderful industry makes her an outstanding candidate to become a Keeper of the Quaich.

“She is a terrific ambassador for Scotch malt whisky and is truly deserving of this honour.”

Last month, Benromach Distillery, which attracts more than 13,000 visitors per year achieved its Five Star Visitor Attraction status from VisitScotland’s Quality Assurance scheme.

Whisky im Bild: Zu Besuch bei Glen Scotia (20 Bilder)

Wenn wir die Whiskyregion Campbeltown nennen, welche Destillerie fällt Ihnen dazu ein? Die erste Antwort wird in der Regel Springbank sein, aber dass Glen Scotia immer häufiger genannt wird, liegt auch daran, dass die Brennerei in den letzten Jahren eine ansehnliche Entwickung durchgemacht hat und vom Mauerblümchen auf der Halbinsel Kintyre zu einer respektablen Destillerie mit ausgezeichneten Whiskys wurde. Wer die Gelegenheit hat, einmal eine der immer öfter zu findenden Einzelfassabfüllungen zu probieren, der sollte das tun – wenn man den Output der Brennerei heute mit dem vor sechs oder sieben Jahren vergleicht, so wird man, denken wir, sehr erfreut sein.

Und auch ein Besuch dort lohnt sich, wie auch die Bilder von Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen zeigen, die sie uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Die zwanzig Fotos lassen sich durch Anklicken wie üblich vergrößern.

Viel Vergnügen damit!

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Serge verkostet: Ein Trio aus Pittyvaich

Pittyvaich ist in ihrer Art eine recht besondere Lost Distillery. Sie war nur kurz in Betrieb, nämlich von 1975 bis 1993 (nicht 1974 wie Serge schreibt), nie für eigene Abfüllungen gedacht und auch nie für irgendetwas berühmt. Es gab ab und zu unabhängige Abfüllungen, aber die waren von durchwachsener Qualität.

Allerdings gab und gibt es auch einige Highlights unter den Bottlings, die geschmacklich überzeugen können. Die Special Releases von Diageo gehörten immer dazu, und wenn man Serge Glauben schenkt, so kann auch die diesjährige Pittyvaich-Abfüllung überzeugen. Dazu gibt es noch zwei Unabhängige in der Verkostung heute, eine davon laut Serge Valentin knapp davor, wirklich miserabel zu sein. Aber, so sagt er, Whiskygeschichte ist Whiskygeschichte, und man soll sich über jede Flasche davon freuen.

Hier die Abfüllungen, die zur Verkostung kamen:

  • Pittyvaich 28 yo 1988/2016 (51.5%, The Cooper’s Choice, bourbon, cask #35105, 295 bottles): 60 Punkte
  • Pittyvaich-Glenlivet 16 yo 1977/1994 (60%, Cadenhead): 85 Punkte
  • Pittyvaich 28 yo 1989/2018 (52.1%, OB, Special Release, refill American oak hogshead, 4,680 bottles): 90 Punkte
Gelände der ehemaligen Pittyvaich-Destillerie, Foto von Christopher Gillan CC-Lizenz

Wir gratulieren übrigens Serge Valentin ganz herzlich zur Ernennung zum Keeper of the Quaich. Very well deserved, Serge!

Glenkinchie und Caol Ila reichen Bauantrag für neue Besucherzentren ein

Die immense Summe von 150 Millionen Pfund nimmt Diageo in den nächsten drei Jahren die Hand, um in Edinburgh ein neues Johnnie Walker Besucherzentrum zu errichten und die Besucherzentren in 12 anderen Destillerien ausbauen. Darüber berichteten wir im April dieses Jahres. Heute erreicht uns die englischsprachige Pressemitteilung, dass für die Destillerie Glenkinchie der Bauantrag für ein neues Besucherzentrum beim East Lothian Council eingereicht wurde.

Dieser Antrag sieht den Umbau eines Lagerhauses in ein Besucherzentrum vor. Darin enthalten sein werden eine Willkommens-Lounge, ein Shop und Verkostungs-Räume. Weitere Teile des neuen Besucherzentrum sind als Bildungsräume für die Kreativen der Bar- und Cocktail-Kultur vorgesehen sowie für eine ‚cask draw experience‘.

Wenn die Bauantrag ohne Probleme genehmigt wird, soll mit dem Umbau im nächsten Jahr begonnen werden und 2020 abgeschlossen sein. Und bei weiteren Brennerein wird sich auf diesem Gebit wohl noch eine Menge tun. So soll um die vier Hauptbestandteile der Johnnie Walker Whiskys – Glenkinchie, Cardhu, Caol Ila und Clynelish – eine eine einzigartige Johnnie Walker Tour durch Schottland gestaltet werden.

Addendum: Auch für Caol Ila ist ein Bauantrag bereits eingereicht worden, berichtet Scotchwhisky.com.

Folgend finden Sie die komplette englischsprachige Pressemitteilung zu Glenkinchie mit weiteren Bildern des geplanten Besucherzentrums.


Glenkinchie Distillery visitor experience transformation plans submitted

Plans to transform the visitor experience at Glenkinchie Distillery have been formally submitted to East Lothian Council.

The Detailed Planning Application sets out proposals that will significantly expand and enhance the experience the distillery offers to tourists from around the world. The submission of formal plans follows community engagement last month as well as pre-application consultation with East Lothian Council and Historic Environment Scotland.

The plans centre around the renovation and conversion of Glenkinchie’s beautiful, traditional red brick warehouse buildings into a stunning multi-levelled visitor experience, which will include a welcome lounge, retail unit, bar and cocktail making classroom, tasting rooms and a cask draw experience.

Externally, a number of non-original buildings would be removed to allow extensive landscaping to create a beautiful welcome garden in front of the visitor experience.

The East Lothian distillery is one of a number of Diageo distilleries that will see major work undertaken as part the company’s £150m investment in Johnnie Walker and single malt scotch whisky visitor attractions around Scotland.

As part of the plan Glenkinchie will be linked to a new global visitor attraction in Edinburgh for Johnnie Walker – the world’s biggest selling Scotch whisky brand. Glenkinchie is a key part of the Johnnie Walker single malt portfolio, providing the light, floral, classic lowland style of single malt for Johnnie Walker scotch whiskies.

If planning permission is successful work would commence in 2019 with planned completion in 2020.

Ramsay Borthwick, Glenkinchie Distillery Manager, said: “This is a very significant and exciting point on our journey to transform Glenkinchie. We are all incredibly excited about the plans which will surely capture the imagination of Scotch whisky fans of all ages, tastes and experience from around the world.

“We want to celebrate the distillery’s history and combine this with a new state-of-the-art visitor experience which will not only link us to the new global Johnnie Walker visitor attraction in Edinburgh but will establish Glenkinchie as a must-see for tourists in Scotland.”

Glenkinchie Distillery has a long history of association with Johnnie Walker, with stock books from 1894 listing Glenkinchie among the single malts going into the Walker blending inventory.

Whisky from Diageo’s distilleries all over Scotland contribute to Johnnie Walker, but four distilleries – Glenkinchie, Cardhu, Caol Ila and Clynelish – will be linked directly to the Johnnie Walker venue in Edinburgh, representing the ‘four corners of Scotland’ and the regional flavour variations crucial to the art of whisky blending. Together these sites will create a unique Johnnie Walker tour of Scotland, encouraging visitors to the capital city to also travel to the country’s extraordinary rural communities.

schau tv zu Besuch in der Old Raven Destillerie

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Im Rahmen ihrer Sendung ’schau Leben‘ stattete der österreicherischer TV-Sender ‚SchauTV‘ der Old Raven Destillerie einen Besuch ab. In etwas mehr 3 Minuten porträtiert das Video diese kleine Brennerei im österreichischen Neustift an der Lafnitz, genau an der Grenze zwischen der Steiermark und dem Burgenland gelegen. Dieses Video können Sie auf der Website des Senders abrufen. Die dortige Paywall inklusive Zahlungsaufforderung verstehen wir als Möglichkeit und nicht als Voraussetzung. Wir durften ebenfalls Andreas Schmidt in seiner Brennerei schon besuchen (unsere Fotoreportage finden Sie hier). Nicht nur seine Leidenschaft für Whisky überzeugte uns, sondern auch sein eigener Old Raven Single Malt Whisky.

Und das ist das Ergebnis: Der Old Raven Whisky. Wir nehmen ihn zum Verkosten auf unseren Stand bei der Aquavitae in Mülheim mit. Eine Rarität, da der Old Raven eigentlich nur sehr lokal verkauft wird. Wir freuen uns darauf, ihn mit Ihnen zu verkosten!

PR: GlenDronach Revival 15 Years Old

Lange war der 15-jährige GlenDronach Revival nicht mehr erhältlich. Eine Produktionspause zwang die Brennerei, für diese Whiskys auf ältere Whiskys zurück zu greifen. Als auch dies nicht mehr so einfach möglich war, wurde dieser Whisky eingestellt. Wie wir Anfang September berichten durften, kehrt dieser Whisky nun zurück. Und, wie uns heute der deutsche Importeur Kammer-Kirsch informiert, ist der GlenDronach Revival 15 Years Old ab sofort auch wieder auf dem deutschen Markt erhältlich:

GlenDronach Revival 15 Years Old – Eine Whisky-Ikone kehrt zurück

Die GlenDronach Distillery, tief verborgen in der fruchtbaren Landschaft des Forgue-Tals in den östlichen Highland Hills, feiert die viel erwartete Rückkehr ihres 15 Jahre alten Whiskys GlenDronach Revival. Diese Whisky-Ikone, die von Single-Malt-Kennern auf der ganzen Welt geschätzt wird, reiht sich in den Stil der ausdrucksstarken Sherry-Fass-Reifung der GlenDronach Whiskys ein. Mit diesem Single Malt wird das 1826 vom Destillerie-Gründer James Allardice entwickelte Erbe fortgeführt und Highland-Flair mit spanischem Eichenholz harmonisch kombiniert.

15 Jahre lang schlummerte dieser imposante Single Malt Whisky in feinsten Pedro Ximinez und Oloroso Sherry Fässern aus Andalusien, die in der Dunkelheit der GlenDronach Lagerhäuser reiften. Von seinem luxuriösen Ruheplatz geweckt, ist dieser Single Malt von großer Eleganz und Komplexität. „GlenDronach Revival 15 Years Old zeigt eine exzellente Balance aus Intensität und Finesse. Im Geschmack umhüllen intensive Noten von reifen dunklen Früchten und Manuka-Honig ein elegantes samt-seidiges Schokoladen-Finish, das die vielschichtige Komplexität dieses legendären Single Malts widerspiegelt“, meint Master Distiller Rachel Barrie.

Die ursprüngliche 15 Jahre alte Sherry-Fass gereifte Abfüllung wurde von GlenDronach in den 1990er Jahren eingeführt und mit 40% Vol. abgefüllt. 2009 kam sie als GlenDronach Revival 15 Years Old mit 46% Vol erneut auf den Markt. Als einer der besten Sherry-Fass gereiften Single Malts wurde er im Jahr 2015 aufgrund von Lieferbeschränkungen eingestellt. Nach einer Wartezeit von drei Jahren kehrt dieser exquisite Highland Single Malt Whisky nun mit 46% Vol. wieder zurück. Wie alle GlenDronach Whiskys ist er nicht kaltgefiltert und enthält keine Farbstoffe. Auf dem deutschen Markt ist er ab sofort in limitierter Auflage erhältlich. Das Release 2018 erhielt bei der San Francisco World Spirits Competition die Double Gold Medaille, die höchstmögliche Auszeichnung bei diesem Wettbewerb.

Zagatti-Museum mit fast 3000 Whisky-Flaschen eröffnet (mit Video)

Valentino Zagatti sammelte über 50 Jahre lang Whisky. Als er Ende der 50er Jahre mit dem Rauchen aufhörte, begann er mit dem Geld, welches nun übrig war, unterschiedliche Weine und Spirituosen aus allen Ländern der Welt zu sammeln. Später konzentrierte er sich dann ausschließlich auf Whisky. Seine Sammlung wuchs und wuchs.1972 änderte er dann die Ausrichtung seiner Sammlung. Nicht mehr die Masse und Vielzahl standen im Vordergrund, seine Sammlung sollte nun durch rare Abfüllungen eine ganz besondere werden.

Ein Teil seiner Sammlung seltener Whiskys präsentierte Valentino Zagatti in zwei Büchern. Diese, ‘The Best Collection of Malt I’ und ‘The Best Collection of Malt II’, sind mittlerweile selbst gesuchte und schwer zu erwerbende Raritäten.

Valentino Zagatti hat seine Sammlung nie sehen können. Er verlor im Alter von 11 Jahren unwiederbringlich sein Augenlicht durch eine Landmine. Und doch kann er sich dank seines außergewöhnlichen Gedächtnisses an jede Flasche seiner Sammlung, ‚The Unseen Valentino Zagatti Collection‘, erinnern.

‚The Unseen Valentino Zagatti Collection‘ zieht um

Vor einigen Jahren entschloss sich Valentino Zagatti zum Verkauf seiner Sammlung. Interessenten, denen es auch nicht an den nötigen finanziellen Mittel mangelte, gab es reichlich. Den Zuschlag erhielt 2014 der Niederländer Michel Kappen mit seiner Investment-Firma Scotch Whisky International (SWI) (wir berichteten). Ein Jahr später zogen dann die 3.103 Flaschen um, ihre Reise ging von Italien nach Sassenheim nahe Amsterdam (auch hier berichteten wir, inklusive Video des Transports).

In dieser Woche wurden die Räumlichkeiten, in der Valentino Zagatti’s nun beheimatet ist, offiziell eröffnet. Die Präsentation der Sammlung in einer Art Museum war Bedingung des Verkaufs. Thijs Klaverstijn widmet sich in seinem Artikel auf scotchwhisky.com der Geschichte der Sammlung und stellt einige der besonderen Abfüllungen vor:

  • Die älteste Abfüllung ist aus dem Jahr 1843. Über diesen Whisky ist nicht viel bekannt, weder ob es sich hierbei um einen Blend oder einen Single Malt handelt. Das handgeschriebene Label weist diese Abfüllung als ein Geschenk eines Vater an seine Tochter Atty anlässlich ihrer Hochzeit aus.
  • In der Sammlung befinden sich vier Abfüllungen der Brennerei Parkmore. Diese Destillerie in Dufftown schloss im Jahr 1931, zahlreiche Gebäude dieser Brennerei sind noch erhalten und werden weiterhin genutzt. Ganz anders verhält es sich mit ihrem Whisky: Gerüchten zufolge soll dieser so schlecht gewesen sein, dass alle verbliebenen Fässer zerstört wurden. Ob diese Gerücht nun wahr ist oder nicht, es existieren kaum noch Abfüllungen aus Parkmore.
  • Whiskys der Brennerei Glen Grant sind in Italien sehr populär, und auch in der Sammlung von Valentino Zagatti finden sich sehr viele Abfüllungen dieser Destillerie. Mit ganzen 229 unterschiedlichen Flaschen nimmt Glen Grant einen großen Teil der Sammlung ein.

Bei so vielen außergewöhnlichen Abfüllungen spielen die verschiedenen Black Bowmore, die natürlich auch Teil der Sammlung sind, fast nur eine Nebenrolle. Ebenso ein 12-jähriger Port Ellen, abgefüllt anlässlich des Besuches der Queen.

Die neue Heimat

Das Museum befindet sich im zweiten Stock des Gebäudes des Käufers Scotch Whisky International. SWI plant, ihren Kunden dieses nun zugänglich zu machen. Weiterhin überlegt man bei SWI, dieses Museum später einmal monatlich der gesamten Öffentlichkeit zu präsentieren. Und es gibt auch Überlegungen, die Bücher ‘The Best Collection of Malt‘ neu aufzulegen. Die Whisky-Autoren Becky und Hans Offringa arbeiten momentan daran, und wir freuen uns schon jetzt drauf. Bis dahin bleibt uns das Video des Valentino Zagatti Museums, welches Sie zu beginn unseres Artikels oder auf Youtube finden.

Serge verkostet: Caol Ila, jung und alt

Schlechte Whiskys der Islay-Brennerei Caol Ila bei Whiskyfun? Serge Valentin kann sich schwerlich erinnern und vermutet, dass es wohl ein Caol Ila mit sonderbarem Wein-Finish war. Und auch in seinem heutigen Tasting präsentiert er sehr gute bis herausragende Whiskys. An die Seite der beiden diesjährigen Special Releases von Diageo stellt Serge einen jungen Indie-Rebellen und einen alten reifen Unabhängigen. Und auch bei der heutigen Session gibt es keine Enttäuschung, wie wir in der Kurzübersicht sehen können:

  • Caol Ila 15 yo 2002/2018 ‘Unpeated Style’ (59.1%, OB, Special Release) 82 Punkte
  • Caol Ila 9 yo 2008/2017 (52%, Hidden Spirits, The Young Rebels Collection, No.6) 86 Punkte
  • Caol Ila 33 yo 1984/2018 (52.8%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry hogshead, 216 bottles) 93 Punkte
  • Caol Ila 35 yo 1982/2018 (58.1%, OB, Special Release, refill American oak hogsheads and refill butts, 3,276 bottles) 91 Punkte

Rosebank soll im Herbst 2020 wiedereröffnet werden

Nicht nur von Brora gibt es Nachrichten über weitere Schritte zur Wiedereröffnung, auch bei Rosebank tut sich einiges: Die von Ian Macleod Distillers von Diageo erworbene Brennerei in den Lowlands soll jetzt im Herbst 2020 wieder in Betrieb gehen, nachdem sich erste Angaben zu einem Wiedereröffnungstermin im Jahr 2019 als zu optimistisch erwiesen.

Wie wir bereits im Sommer berichteten, sollen die noch vorhandenen Lagerhäuser am Kanal stehen bleiben und vollständig umgebaut werden. Dort soll der Besucherbereich untergebracht werden.

Bis auf den Kamin werden die Gebäude der Brennerei entlang der Straße abgerissen und durch einen modernen Neubau aus Backstein, Stahl und Glas ersetzt. 

Wie auf Scotchwhisky.com zu lesen ist, befindet sich das Gebäude, aus dem schon 2008 die meisten Anlagen gestohlen wurden, in einem bemitleidenswerten Zustand. Laut Robbie Hughes, Group Distillation Manager bei Ian Macleod Distillers, haben die Tauben darin das Regiment übernommen „und tun das, was Tauben besonders gut können“.

Eine Baugenehmigung erwartet man sich innerhalb der nächsten Wochen. Als einzige Anlage, die aus der alten Destillerie übernommen werden soll, nennt Hughes die Getreidemühle, die in den 1930ern von Port Ellen zu Rosebank kam. Die Anlagen zur Dreifachdestillation werden neu gebaut, allerdings entgegen früheren Meldungen nicht im Originalzustan – dazu habe sich die Technik in den letzten 50 Jahren zu stark verändert, so Hughes.

Im Jahr 2019 will man übrigens eine oder zwei Abfüllungen aus dem Bestand an Rosebank-Whiskys veröffentlichen, den man mit der Brennerei von Diageo erworben hat.

Rosebank Destillerie, Foto von Caper13, GNU-Lizenz

Brora erhält Baugenehmigung

Gute Nachrichten erreichen uns soeben aus Schottland: Wie Diageo bekanntgibt, hat Brora die Baugenehmigung erhalten – man kann dort also mit den Arbeiten für die Wiederinbetriebnahme der alten, ikonischen Destillerie fortfahren.

Im Gegensatz zu Port Ellen, dem zweiten „Wiederaufbau“-Projekt von Diageo, ist bei Brora noch fast die gesamte Ausrüstung erhalten, das bedeutet, dass der Spirit wohl dem alten ähnlich sein wird. Untenstehend die englischsprachige Pressemitteilung, zuvor aber eine Architektenzeichnung der Brennerei, wie sie nach der Erneuerung aussehen soll. Das Bild können Sie in voller Auflösung auch bei uns hier herunterladen (2MB).


Milestone passed with Brora Distillery planning permission

The famous Brora Distillery has taken another step towards reopening after Highland planners granted permission to the landmark project.

Painstaking work will now begin to restore the original buildings, which date back almost two centuries to 1819, bringing the site back to life as a working distillery.

Under the plans, the distillery’s historic stillhouse will be entirely dismantled before being meticulously rebuilt stone-by-stone so that it retains its original character but is structurally capable of once more producing the finest quality spirit.

Stewart Bowman, Brora Distillery Project Implementation Manager, said:

“This is a key milestone in our journey to bring Brora Distillery back into production.

“Everyone involved is raring to get going with the work to restore the beautiful distillery buildings so they can once more produce the spirit that Brora is famous for.

“We will now begin the painstaking work of bringing down and reconstructing the stillhouse with care and attention to detail so that every stone is perfect.”

Diageo first announced plans to reopen Brora Distillery in October last year, 35 years after it closed its doors, sparking local interest from the community and from whisky lovers around the world.

Earlier this year, the team bringing Brora Distillery back to life invited the local community to be a part of its revival by sharing their memories, stories and artefacts relating to the famous Scotch distillery. In return, Diageo shared exclusive drawings and plans for the distillery’s construction which, where possible, will replicate the distillation regimes and spirit character of the original distillery.

Whisky im Bild: Die Borders Distillery (8 Bilder)

Von den vielen neuen Brennereien, die in der letzten Zeit in Schottland eröffnet haben, ist die Borders Distillery etwas Besonderes. Sie ist die erste Brennerei in der Borders-Region seit 1837, und sie ist durch ihre Lage in einem alten Industriegebäude in Hawick auch optisch interessant.

Nachdem sie etwas abseits der Touristen-Trampelpfade liegt, sieht man sie nicht so häufig erwähnt wie andere Brennereien. Auch bei uns muss man etwas suchen, bevor man fündig wird: Zuletzt haben wir mit dem Hinweis auf einen Bericht von Petra Milde im Juni etwas über sie gebracht.

Heute können wir Ihnen dank unseres Lesers Dr. Dr. Wolfgang F. Rothe, auch als „Whiskyvikar“ bekannt, acht neue Bilder der Brennerei und der Gegend um Hawick präsentieren, die Sie vielleicht anregen können, die Destillerie ebenfalls einmal zu besuchen. 

Viel Vergnügen damit!

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