Eine Erstabfüllung einer Destillerie, die 12 Jahre ist – diese Cohones muss man als Brennereibesitzer einmal haben. Gehabt hat man sie bei Daftmill, und sie stehen im Besitz von Francis Cuthbert, der tatsächlich allen Versuchungen widerstand, seinen Whisky früher auf den Markt zu bringen und damit Geld zu machen.

Nur: War es richtig oder war es Dickköpfigkeit? Hat sich das Warten gelohnt? Oder war es, wie Angus MacRaild sein Tasting mit einem Augenzwinkern übertitelt, „noch zu früh“?

Es war genau richtig, wenn man sich die Punktewertung ansieht. Und mehr noch, wenn man sich die Beschreibung durchliest. Der Daftmill kann gefallen, sei extrem gut gemacht und trinkbar – und man sollte auf ihn in den nächsten Jahren sicher viel Augenmerk legen, sagt Angus, der wie fast immer am Samstag Serge Valentin vertritt.

Zudem hat er zwei Fassproben verkostet, aber diese, gemäß den Richtlinien von Whiskyfun, nicht bewertet, nur beschrieben. Hier sind die Kandidaten der Verkostung aufgelistet:

  • Daftmill 2005/2018 (55.8%, OB, Inaugural Release, bourbon barrels, casks 2, 3 & 7, 629 bottles): 89 Punkte
  • Daftmill 2008/2018 (cask sample, bourbon barrel, cask #49): keine Wertung
  • Daftmill 2006/2018 (cask sample, sherry butt, cask #39): kein Wertung
Die Gebäude der Daftmill-Destillerie. Foto von Jeff24 unter GNU Lizenz
Die Destillerie Daftmill. © Petra Milde