Aquavitae 2018 in Mülheim: Die aktuelle Liste der Aussteller

Die Veranstalter der Aquavitae 2018 in Mülheim, die in diesem Jahr am 27. und 28. Oktober stattfindet, haben uns darüber informiert, dass die Ausstellerliste für den Herbst nun fast komplett ist. Und diese Liste können Sie untenstehend einsehen, um zu wissen, was Sie auf dieser schon traditionell gewordenen Messe in der Stadthalle Mülheim heuer erwartet.Bei den unten angeführten Ausstellern handet es sich ausschließlich um die Whiskyaussteller – daneben haben bereits weitere knapp 20 Aussteller aus der Spirituosenszene ihr Kommen angesagt:

Auch dabei wieder einige Stände zum Thema Whisky, die nicht von Händlern oder Importeuren besetzt sind, sondern sich eher der Szene oder den Medien zuordnen lassen:

Wer die gesamte Liste sehen will, findet sie hier.

Fortschritte bei der Burnbrae Distillery und Ardross Distillery (mit Video)

Zwei im Bau befindliche schottische Destillerien kommen, etwas abseits vom Rampenlicht, gut und im Zeitplan voran. Beide sollten für unsere Leser keine Unbekannten sein. Und auch zu einem Blender gibt es dank unserer bestinformierten Quellen Neues zu berichten. Aber alles der Reihe nach:

Bei der Ardross Distillery (unsere bisherigen Artikel dazu finden Sie hier), die einige Meilen nördlich von Dalmore entsteht, gibt es ein schönen Drohnenvideo von Morrison Construction über den Baufortschritt auf Vimeo und obenstehend bei uns. Sie soll nach der Fertigstellung im eine Kapazität von 1 Million Liter Alkohol pro Jahr haben und bis zu 15 Arbeiter beschäftigen, auch in einem Besucherzentrum, das Blicke auf den nahen Loch Dubh bieten soll. Der angestrebte Fertigstellungstermin mit Ende 2018 ist laut einem so wie das Video sehr interessanten Artikel in Steelconstruction.info gesichert.

Auch bei der Burnbrae Distillery geht es zügig voran, wie Sie auf der (rudimentären) Webseite der Brennerei sehen können, wenn Sie auf „Follow us on our journey“ klicken. Dort sieht man, wie das Equipment der Lowland-Brennerei installiert wird. Hinter der Burnbrae Distillery steht Campbell Meyer & Co. Ltd, eine Firma, die sich als Blender (Pipe Major, McIvor, Highland Chief) unabhängiger Abfüller (Hart Brothers) und Exporteur betätigt. Man will in Burnbrae bis zu 2 Millionen Liter Alkohol pro Jahr destillieren.

Abseits davon gibt es auch noch Infos zu einem Ausbau seitens eines Blenders: John Dewars wird den Lagerhauskomplex in Poniel von derzeit 18 Lagerhäusern um 18 weitere vergrößern. Die Erweiterung wird in 9 Abschnitten erfolgen und die momentane Kapazität von 1.321.488 Hogsheads mehr als verdoppeln. Die Baugenehmigung für dieses Projekt erfolgte schon im März 2017.

Serge verkostet: Benrinnes en masse

Ganze dreizehn Abfüllungen aus der Highland-Destillerie Benrinnes sind es, die sich Serge heute für seine Verkostung präpariert hat. Fast alles, was man zur Zeit von Benrinnes bekommt, ist quasi dreifach destilliert, zumindest der Spirit, der bis 2007 erzeugt wurde. Dennoch, so merkt Serge an, ist Benrinnes im Charakter viel „fetter“ als zum Beispiel Auchentoshan.

Hier die Abfüllungen und ihre Wertungen in der Verkostung, wobei es sich ausschließlich um unabhängige Abfüllungen handelt, da abgesehen von der Flora & Fauna und einigen Spezialbottlings keine eigene Serie von Benrinnes existiert:

  • Benrinnes 2001/2014 ‘Rhubarb Royale’ (46%, Wemyss Malts, hogshead, 425 bottles): 81 Punkte
  • Benrinnes 1997/2017 ‘A Liquorice Potion’ (46%, Wemyss Malts, barrel, 265 bottles): 85 Punkte
  • Benrinnes 1997/2017 (46%, Scyfion Choice, Artania cask finish, 226 bottles): 85 Punkte
  • Benrinnes 20 yo 1997/2018 (54%, Cadenhead, Small Batch, 408 bottles): 87 Punkte
  • Benrinnes 1997/2016 (50.3%, Beacon Spirits): 87 Punkte
  • Benrinnes 10 yo 2006/2017 (58.3%, Adelphi, cask #357, 187 bottles): 88 Punkte
  • Benrinnes 10 yo 2006/2017 (49.1%, North Star Spirits, PX sherry finish, 294 bottles): 84 Punkte
  • Benrinnes 15 yo ‘Darkness!’ (52.9%, Master of Malts, +/-2015): 86 Punkte
  • Benrinnes 20 yo 1995/2016 (51.1%, The Single Malts of Scotland, hogshead, cask #9057, 281 bottles): 90 Punkte
  • Benrinnes 19 yo 1981/2001 (50%, Douglas Laing, Old Malt Cask, sherry cask, 242 bottles): 92 Punkte
  • Benrinnes 1979/2000 (57.6%, Scott’s Selection): 80 Punkte
  • Benrinnes 20 yo 1997/2018 (46%, Signatory Vintage for World of Whisky by Waldhaus, cask #9425, 301 bottles): 82 Punkte
  • Benrinnes 17 yo 1997/2016 (57.6%, Vive La Vie, bourbon, cask #815, 194 bottles): 85 Punkte
Die Stills von Benrinnes. Bild: Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Benrinnes. Bild: Potstill Vienna

Video: Wie Airbnb die Isle of Skye verändert

Am letzten Sonntag haben wir ein Video von VisitScotland gebracht, das verschiedene Möglichkeiten zeigte, in Schottland Unterkünfte zu finden. Airbnb, das Thema unseres heutigen Videos, war als Option dort nicht dabei.

Das mag im Fall des Sonntagsvideos damit zu tun haben, dass sich offizielle oder öffentlche Stellen mit dieser Form der Vermietung schwer tun. Aber vielleicht auch damit, dass sie auch im realen Leben Nebenwirkungen zeigt, mit der man sich als Nutzer der Plattform mangels Wissen nicht auseinandersetzt.

Channel 4, ein englischer TV-Sender, hat nun einen sechsminütigen Bericht über die Auswirkungen von Airbnb für die Isle of Skye, Heimat der Brennereien Torabhaig und Talisker, beschäftigt. Skye ist ja nicht nur der Destillerien wegen ein Tourismusmagnet, sondern auch wegen der unglaublich schönen Landschaft, die man auf der Insel vorfindet. Und weil die Einheimischen von diesem Tourismus verständlicherweise auf alle erdenklichen Arten profitieren wollen, ist Airbnb dort weit verbreitet.

Allerdings hat das auch ungewollte Auswirkungen – zum Beispiel die, dass Einheimische keine Wohnung mehr finden und 63 Familien ohne Bleibe sind. Aber auch die Qualität des Tourismus auf der Insel könnte leiden, befürchten manche, denn wenn die Beschäftigten für die Tourismusbranche keine Unterkunft finden, können Sie die Gäste nicht betreuen…

Sehen Sie den interessanten Bericht obenstehend oder auf Youtube.

Glasgow Distillery Company plant rasche Kapazitätserweiterung

Nicht nur für viele Whiskyfreunde, sondern auch für die Besitzer der Glasgow Distillery Company, deren Destillerie im Jahr 2015 die Produktion aufnahm, kommt der in der Überschrift angedeutete Schritt früher als erwartet: Die Brennerei im Hillington Business Park in Glasgow wird ihre Kapazität mit einem umfangreichen Ausbau so rasch wie möglich deutlich ausweiten, berichtet scotchwhisky.com heute.

Man hat bereits zwei den bestehenden Brennblasen baugleiche Stills in Deutschland geordert. Auch sieben Edelstahl-Washbacks sollen zusätzlich zu den bestehenden vier Stück die Ausrüstung komplettieren. Damit möchte man bereits im nächsten Jahr die Produktion auf 200.000 Liter im Jahr verdoppeln.

Liam Hughes, CEO und Mitbegründer der Destillerie, sagte in einem Statement, dass der Ausbau durch den Erfolg des Verkaufs der ersten 5000 Flaschen ihres Whiskys „1770“ (wir berichteten hier) und die Akzeptanz ihres Gins auf den internationalen Märkte begünstig wurde. 

Tomatin mit 24.6% mehr Umsatz

Bei Tomatin dürften die Mitarbeiter heute wohl ein Extra-Dram genießen: Laut den neusten Zahlen der Destillerie, so wie Sie bei Master of Malt berichtet werden, hat man im abgelaufenen Finanzjahr (das den Bereich des Kalenderjahres 2017 abdeckt) den Umsatz um beeindruckende 24.6% steigern können. 18 Millionen Pfund hat man mit dem Unternehmen bewegt, im Vergleich zu 14.6 Millionen im vorherigen Zeitraum. Auch der Gewinn vor Steuer stieg um 14% von 3.5 Millionen auf 4 Millionen Pfund.

Die Destillerie Tomatin. Bild: Gerhard Kreutz – Genuss am Gaumen

Tomatin in den Highlands hat im angesprochenen Zeitraum ein komplettes Redesign der Flaschen vorgenommen und die Serie „Five Virtues“ startete mit den ersten drei Abfüllungen.

Das neue Flaschendesign am Beispiel der Five Virtues Serie

Managing Director Stephen Bremner führt den großen Erfolg der Marke im Finanzjahr aber vor allem auf die guten Ergebnisse in den globalen Märkten zurück. Man habe vom Anwachsen des Marktes überdurchschnittlich profitieren können.

Tomatin aus der Luft. Bild: © Tomatin

PR: Neu – Bowmore 27yo Port Cask komplettiert die Vinter’s Trilogy

Eine interessante Trilogie von Bowmore findet nun mit einer Neuerscheinung ihren würdigen Abschluss:  Die Sonderabfüllung Bowmore® 27 Year Old Port Cask wird im Juli auf den Markt kommen und die beiden bisher erschienenen Ausgabe der Vinter’s Trilogy, Bowmore® 18 Year Old Double Matured Manzanilla und Bowmore® 26 Year Old Wine Matured ergänzen.

Alle Infos zu der neuen Abfüllung können Sie dem nachfolgenden Pressetext von Beam Suntory Deutschland entnehmen:


SAMMLERSCHATZ: BOWMORE® 27 YEAR OLD PORT CASK KOMPLETTIERT DIE LIMITIERTE VINTNER’S TRILOGY

BOWMORE® ISLAY SINGLE MALT SCOTCH WHISKY PRÄSENTIERT: BOWMORE® 27 YEAR OLD PORT CASK, ZWEIFACH GEREIFT IM ÄLTESTEN WHISKY-LAGERHAUS SCHOTTLANDS

 

Frankfurt am Main, 19. JUNI 2018. Neue Rarität für Whisky-Liebhaber: Die Destillerie Bowmore® Islay Single Malt bringt im Juli die Sonderabfüllung Bowmore® 27 Year Old Port Cask auf den Markt. Mit diesem Whisky rundet Bowmore® Islay Single Malt die limitierte Vintner’s Trilogy perfekt ab. Dazu gehören ebenfalls die beiden Single Malts Bowmore® 18 Year Old Double Matured Manzanilla und Bowmore® 26 Year Old Wine Matured, die im vergangenen Jahr gelauncht wurden. Die außergewöhnlichen Sonderabfüllungen unterscheiden sich durch ihre Reifedauern und ihre Fassauswahl. Doch eines verbindet die drei: Sie lagerten in den berühmten No. 1 Vaults, dem ältesten Whisky-Lagerhaus Schottlands.

RARITÄT AUS DEN TIEFEN DER NO. 1 VAULTS

Kein anderes schottisches Lagerhaus liegt wie die legendären No. 1 Vaults unter dem Meeresspiegel. Diese einzigartige Atmosphäre bringt begehrte Sammlerflaschen hervor. Denn Dunkelheit, Feuchtigkeit und Kälte schaffen ein mildes Klima durch das ein einzigartiger und ausbalancierter Geschmack entsteht. Zudem steckt in jeder Flasche die jahrzehntelange Expertise und Leidenschaft der Master Distiller von Bowmore. Auch die neue Vintner’s Trilogy präsentiert solch außergewöhnliche Sonderabfüllungen. Sie zelebriert seltene Fässer aus den Tiefen der No. 1 Vaults.

BOWMORE 27 YEAR OLD PORT CASK

Fast drei Jahrzehnte reift der Bowmore 27 Year Old Port Cask, solange wie kein anderer der Vintner’s Trilogy. Die ersten 13 Jahre lagert er in Ex-Bourbon-Fässern, die nächsten 14 Jahre in Portwein-Pipes. So entwickelt er eine dunkle Mahagoni-Farbe und einen komplexen Charakter. Der Single Malt verströmt Noten von Toffee, Kräutern und Heidekraut mit einem Hauch von Rosmarin, die sich in der Nase entfalten. Außerdem finden sich Nuancen von Portwein, Himbeercoulis und roten Beeren wieder. Auf der Zunge entwickelt er einen süß-salzigen und gleichzeitig rauchigen Geschmack, gemischt mit Aromen von Sultaninen, gesalzenem Karamell und süßen, ledrigen Noten. Auch Anklänge von Pfeffer, Gewürzen und Veilchen sind zu entdecken. Im Nachklang entfaltet der 27 Year Old Port Cask Noten von Erde, gesalzenen Datteln, getrockneten Kräutern, süßem Tabak, gedörrten Preiselbeeren und einen Hauch von weißem Pfeffer. Das volle Geschmackserlebnis eröffnet sich sowohl pur, auf Eis oder mit einem Tropfen Wasser. Bowmore 27 Year Old Port Cask wird in Fassstärke (48,3 % vol.) abgefüllt.

Bas Vermorken, Managing Director Germany bei Beam Suntory Deutschland, kommentiert:

„Der neue Bowmore 27 Year Old Port Cask komplettiert die limitierte Vintner’s Trilogy. Die No. 1 Vaults sind ähnlich einer Schatztruhe. Wir sind stolz darauf, eine solche Serie sammelbarer Premium-Whiskys mit Altersangabe auf den Markt bringen zu können. Jeder dieser Single Malts ist einzigartig. Was die drei vereint, ist die Bedeutung und Vielseitigkeit ihres Reifungsprozesses. So bekräftigt der Bowmore® 27 Year Old Port Cask zusammen mit den beiden Single Malts Bowmore® 18 Year Old Double Matured Manzanilla und Bowmore® 26 Year Old Wine Matured einmal mehr, dass Bowmore einer der weltweit führenden und hochwertigsten Single Malts ist.“

BOWMORE 18 YEAR OLD DOUBLE MATURED MANZANILLA UND 26 YEAR OLD WINE MATURED

Der jüngste Single Malt der Reihe, Bowmore 18 Year Old, reift in den ersten 13 Jahren in ehemaligen Bourbon-Fässern und danach 5 Jahre in Manzanilla-Sherry-Fässern, was ihm eine kräftige, dunkelgoldene Farbe verleiht. Bowmore 18 Year Old Double Matured Manzanilla wird in Fassstärke (52,5 % vol.) abgefüllt. Auch der Bowmore 26 Year Old Wine Matured lagert in zwei verschiedenen Fässern. Die ersten 13 Jahre reift er in ehemaligen Bourbon-Fässern, danach 13 Jahre in Barriquefässern. Dadurch erinnert seine Farbe an dunklen Bernstein. Bowmore 26 Year Old Wine Matured wird in Fassstärke (48,7 % vol.) abgefüllt.

Bowmore 18 YO Double Manzanilla, Bowmore 26 YO Wine Matured und Bowmore 27 YO Port Cask sind bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich.

Kurz verkostet: Tau Ceti I, 11yo, 53.5%, Scotch Universe (Video)

Auch heute haben wir wieder ein Video mit einer Kurzverkostung für Sie vorbereitet: Der unabhängige deutsche Abfüller Scotch Universe hat mit dem Tau Ceti I einen elfjährigen Highland Single Malt veröffentlicht, der, den verschlüsselten Angaben auf den Labels folgend, aus der Destillerie Fettercairn stammen könnte.

Was dieser Whisky aus dem Bourbon-Fass in der Nase und am Gaumen bietet, das stellen wir Ihnen im etwas über vier Minuten langen Video hier und auf Youtube vor – es ist übrigens das letzte in der „Kurz verkostet“-Serie, zumindest den Namen nach. Das Format wird aber unter einem neuen Namen weiter fortgeführt.

Viel Vergnügen mit dem Video – wir bedanken uns beim österreichischen Importeur Spirits.Land und hier besonders bei Hans Ganser für die Bereitstellung des Samples.

Wie üblich hat der Bereitsteller der Probe natürlich keinerlei Einfluss auf den Inhalt der Verkostung. Und wie bei allen unseren Verkostungen betonen wir, dass nicht alle alles gleich gern haben müssen ;-).

Video: Ralfy verkostet Balblair ’91, 26yo, 46% Alk. (Review #731)

Ralfy’s neueste Videoreview ist seit gestern abend online, und diesmal verkostet er einen satte 26 Jahre alten Balblair, eine Originalabfüllung aus der Brennerei. Der Balblair ’91 wurde mit 46% Alkohol abgefüllt und kommt in der für Balblair so typischen Ballonflasche.

Balblair in den Highlands füllt übrigens ausschließlich als Vintage ab, es gibt keinen offiziellen Whisky mit Altersangabe. Das bedeutet auch, dass man sich um die Konsistenz der Abfüllungen weniger Sorgen machen muss als anderswo – zwei verschiedene Balblair ’91 dürfen auch ganz verschieden schmecken.

Mit 90 Punkten (oder „Malt Marks“, wie Ralfy seine Wertungen zu benennen pflegt) schätzt er den verkosteten Whisky ausgesprochen hoch ein – das Warum und Wieso dazu erklärt er ausführlich in seinem über 22 Minuten langen Video, das Sie natürlich auch auf Youtube finden.

 

TTB-Neuheiten: Tobermory 12yo Fino Finish, Ledaig 19yo PX Finish

Auch heute können wir Ihnen zwei neue Abfüllungen zeigen, die dieser Tage in der US-amerikanischen TTB-Datenbank aufgetaucht sind. Beide betreffen Whiskys aus der Destillerie Tobermory, und beide sind fassstark und mit Sherry gefinisht:

Zunächst wäre da einmal der Tobermory 12yo Fino Sherry Cask Finish, also aus einem eher ungewöhnlichen Sherryfass, was die Whiskyreifung betrifft. Er ist mit 55.1 Prozent Alkohol abgefüllt und soll nach Orange und Zitrone riechen, sowie nach Toffee, etwas getrockneten Früchten, Kaffee und dunkler Schokolade. Der Gaumen präsentiert sich laut Label ähnlich, zusätzlich mit dem Einfluss des trockenen Fino-Sherrys. Im Abgang zeigt er sich ebenso trocken – also ziemlich konsistent, was seinen Geschmack angeht.

Aus der selben Brennerei, nur mit getorftem Malz destilliert, stammt der Ledaig 19yo Pedro Ximénez Cask Finish, abgefüllt mit 55.7% Alkohol. Hier setzen sich im Geruch neben Toffee, Orangenschokolade, Rosinen und Feigen auch etwas Rauch und Pfeffer durch. Geschmacklich soll er an Vanille, Eichenwürze, Orangenschokolade und Toffee erinnern, mit einem cremigen Mundgefühl und einer sanften Rauchigkeit. Im Abgang finden sich weiches Toffee und schwarzer Pfeffer, sagt das Etikett:

Wann und zu welchem Preis die beiden (nicht kältefiltrierten) Single Malts zu finden sein werden, bleibt noch abzuwarten. Wir werden Sie dann wie immer darüber informieren.

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

 

Serge verkostet: Glenfiddich vs. Wardhead

Ward-was? Wardhead ist einer dieser Kunstnamen in der Nomenklatur des schottischen Whiskys, der begriffstechnisch auch als Synonym durchgehen könnte. Denn er bezeichnet einen „teaspooned Glenfiddich“, also einen Glenfiddich, der – ganz streng gesehen – mit einem Teelöffel eines anderen Single Malts versetzt wurde, sodass er nur mehr als blended Malt gesehen werden darf und nicht mehr den Ursprungsnamen tragen darf (im Geiste sehen wir Mitarbeiter der Brennerei oder des unabhängigen Abfüllers mit einem Teelöffel durch die Abfüllanlage wandern und… naja).

So einen fast echten Glenfiddich gegen einen ganz echten Glenfiddich verkostet Serge heute, den „Original“ – eine Replika des ersten Single Malts der Brennerei, gegen einen einundzwanzigjährigen Wardhead des unabhängigen Abfüllers Liquid Treasures, der den (auf etwas schiefer Ebene stattfindenden) Vergleich in der Verkostung auch für sich entscheiden kann.

Hier die Wertungen:

  • Glenfiddich ‘The Original’ (40%, OB, 2017): 78 Punkte
  • Wardhead 21 yo 1997/2018 (55.5%, Liquid Treasures, bourbon hogshead): 85 Punkte
Die Destillerie Glenfiddich

 

 

Neu in der TTB-Datenbank: Longrow 14yo Sherry Cask Matured

Und noch ein zweiter Fund aus der US-amerikanischen TTB-Datenbank, in der alle neuen Getränke-Veröffentlichungen für den US-Markt eingetragen werden müssen: Von der Destillerie Springbank sollte es in absehbarer Zeit einen Longrow 14yo Sherry Cask Matured geben.

Der Longrow 14yo Sherry Cask Matured ist laut Angaben auf dem Label im Oktober 2003 destilliert worden und nach der Lagerung in Refill Oloroso Sherry Casks mit 57.8% in Fassstärke abgefüllt und wird in einer Auflage von 9.000 Flaschen veröffentlicht. Diese doch recht hohe Zahl deutet auf einen Release auch auf anderen Märkten und damit in Europa hin, zumindest war das so in den letzten Fällen.

Auch in diesem Fall müssen wir Sie mit Angaben zum Preis, zum Veröffentlichungsdatum (wohl im Juli oder August) und zur Frage, ob der Longrow 14yo Sherry Cask Matured tatsächlich erscheint, auf später vertrösten – mit der Versicherung, dass wir natürlich so schnell wie möglich diese Infos nachreichen werden…

Hier wiederum die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Neu in der TTB-Datenbank: Arran – The Explorer Series Volume 1: Brodick Bay

Viel können wir von den Etiketten noch nicht in Erfahrung bringen, aber es scheint in absehbarer Zeit eine neue Serie von Arran zu geben, die sich (wie The Devil’s Punchbowl oder die Smugglers Series) an die Sammler wendet:

Arran The Explorers Series Volume 1 – Brodick Bay ist ein 20 Jahre alter Whisky aus der Destillerie, der mit 49.8% abgefüllt wird. Als Volume 1 ist er Teil einer mehrstufigen Serie, und „The Explorers“ scheint ein direkter Nachfolger der „The Smugglers“ zu werden.

Über die Umverpackung (die bei den Schmugglern ja in Buchform war), gibt die Datenbank keine Auskunft, und natürlich wissen wir nicht, ob und wann The Explorer Series von Arran tatsächlich erscheint, aber wir sollten uns nicht wundern, wenn es bald eine offizielle Ankündigung gibt.

Arran hat uns gebeten, das Artwork nicht direkt zu zeigen, daher hier ein Link auf die Etiketten:

Brodick Bay. Photo credit: Reading Tom on Visual Hunt / CC BY

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

PR: Isle of Raasay Distillery Visitor Centre mit 5 Sternen ausgezeichnet

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Auf der kleinen Insel Raasay freut man sich: VisitScotland, die Organisation zur Förderung des Tourismus in Schottland, hat das Besucherzentrum der neuen Isle of Raasay Distillery nach einer Qualitätsüberprüfung mit der höchsten Wertung, fünf Sternen, ausgezeichnet. Diese höchste Prämierung wird nicht oft vergeben, und vor allem nicht nach so kurzer Zeit nach der Eröffnung des Besucherzentrums Anfang dieses Jahres.

Finden Sie untenstehend die englischsprachige Pressemitteilung dazu – und im Anschluss einige Bilder, die das Besucherzentrum und die direkt angeschlossene Luxus-Unterkunft  für Gäste zeigen:


ISLE OF RAASAY DISTILLERY VISITORS CENTRE AWARDED FIVE STARS BY VISITSCOTLAND’S QUALITY ASSURANCE SCHEME

Isle of Raasay Distillery is delighted to announce that its Visitors Centre has been awarded VisitScotland’s highest ‘Five Star Visitor Attraction’ accreditation, joining the ranks of some of the most unforgettable locations in the country.

Raasay Distillery is pioneering a new provenance for Scotch Whisky and, since opening the visitors centre in January 2018, it has become a popular tourist destination for whisky pilgrims. Visitors to the Raasay Distillery can now experience first-hand the exciting journey from converting a disused Victorian building to handcrafting the first Isle of Raasay single malt.

Raasay Distillery is independently owned by co-founders Alasdair Day and Bill Dobbie. The pair worked with local architect Olli Blair (ABIR Architects) and Allen Associates to incorporate Borodale House, a disused Victorian villa, within the design for a modern distillery, visitors centre and accommodation.

Alasdair Day comments:

“We were delighted to receive a five-star rating from VisitScotland for our visitor centre. It reflects all the great work by our talented team, who have managed to set a high standard in such a short amount of time.“

Distillery tours cater for all levels of whisky knowledge, from the curious to the connoisseur, and offer an insight into the innovative whisky making process. Raasay Distillery’s tour guides are local islanders who share their unrivalled knowledge of Raasay’s geography and community. The distillery offers eight tours per day, seven days a week, throughout the year. Raasay Distillery predicts that this modern Visitors Centre will bring a significant number of new visitors to the island.

Chris Taylor, VisitScotland Regional Leadership Director, adds:

“It is commendable that the Isle of Raasay Distillery Visitor Centre has achieved 5 Stars so soon after opening in January 2018. Delivering a quality experience that not only meets but exceeds visitor expectations is crucial in making Scotland a must-visit, must-return destination. I am delighted that Raasay’s first legal distillery and visitor centre has proved such a success and has been so well-supported by the island community. Just a few minutes’ walk from the ferry terminal, it is in an ideal location to attract visitors through its doors.

Quality Assurance means stars on the door and a great deal more. It is about the entire visitor experience and driving improvement in that experience throughout the country.”

Raasay Distillery is also the only distillery in Scotland to provide luxury accommodation within the same building. Three of the bedrooms offer views of the Cuillin mountains on Skye, while the other rooms overlook the production yard and are designed for the ultimate whisky lover. Raasay Distillery is also planning a calendar of events throughout the year, including Raasay Tunes which celebrates local musicians, and is an integral part of the annual ‘Whisky, Fire and Song’ community festival. The distillery is an ideal destination for whisky tourists and those looking for an unusual off-the-beaten track holiday.

Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distllery
Bild © Isle of Raasay Distllery