Die Loch Lomond Distillery in Alexandria ist eine sehr außergewöhnliche Brennerei. Lange Zeit war sie die einzige, die sowohl Malt als auch Grain Whisky produzierte. Und die Whiskys dieser Destillerie sind unter recht vielen und unterschiedlichen Namen erhältlich. Die Abfüllungen tragen die Namen Inchmoan, Inchfad, Rosdhu, Inchmurrin, Croftengea oder auch einfach Loch Lomond. Geschmacklich treffen dieses Whiskys nicht unbedingt immer die Vorlieben der Whisky-Freunde.
Um das durchaus vorhandene Potential der Brennerei zu zeigen, erhielt das Image, das Portfolio und das Design der Loch Lomond Whiskys einige Änderungen. Ralfy stellt in seiner Review #730 dem Loch Lomond 12yo eine alterlose Loch Lomond Abfüllung, welche äußerst preisgünstig auch bei uns im Lebensmittelhandel erhältlich ist. Und hier im Vergleich werden die Qualitäten des 12-jährigen deutlicher, 82 Punkte vergibt Ralfs hier und lässt natürlich auch nicht unerwähnt, dass Loch Lomond der Lieblingswhisky von Captain Haddock aus Tim und Struppi ist.
Bemerkenswert an dieser Review #730: Wir können uns nicht erinnern, dass Ralfy sich jemals so deutlich missmutig über die Whisky-Beschreibung auf einer Umverpackung geäußert. Dieser Loch Lomond wird dort als „Smoothed to perfection“ beschrieben, was Ralfy ganz und gar nicht teilen kann und macht hieraus auch kein Geheimnis. Alleine dafür lohnt es sich schon, sich sein Video anzuschauen.
Eine mögliche Neuheit haben wir in der US-amerikanischen TTB-Datenbank gefunden: Einen 20-jährigen Bunnahabhain Palo Cortado Cask Finish. Dieser wurde am 20. November 1997 destilliert und lagerte die letzten zwei Jahre in Palo Cortado Fässern. Abgefüllt wurde er dann am 27. April 2018. Das Label weist eine Flaschenanzahl von 1620 aus, wobei die Flachen 1141 – 1620 wohl für den US-amerikanischen Markt vorgehen sind. Abgefüllt wurde mit starken 54,9 % Vol. ungefärbt und ungefiltert.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Ein sehr guter Whisky muss nicht unbedingt sehr viel Zeit in einem Fass verbringen. Und er muss dann, wenn schon mit jungen Jahren abgefüllt, auch nicht unbedingt von einem unabhängigen Abfüller kommen (gerade bei diesen finden wir öfter den Mut und auch die richtigen Fässer, einen jüngeren Whisky auch schon abzufüllen). Serge Valentin stellt uns in seiner heutigen Verkostung den recht aktuellen Kilkerran 8 yo vor. Satte 91 Punkte gibt er dieser Destillerie-Abfüllung. Da fällt es dem achtjährigen Hazelburn auf der anderen Seite bei diesem Duells schon schwer, mitzuhalten. Wobei die 80 Punkte, die er hier erhält, natürlich ein mehr als respektables Ergebnis ist.
Der Blend Grant’s wird ab September landesweit in Indien erhältlich sein. Die familiengeführte schottische Firma William Grant & Sons (Inhaber von unter anderem den Brennereien Glenfiddich und Balvenie sowie den Blends Monkey Shoulder und Grant’s) schloss in der letzten Woche einen Deal mit den indischen Modi Distilleries. Diese Kooperation sieht vor, dass der in Schottland produzierte Whisky erst in Indien abgefüllt und dann vertrieben wird.
Der indische Whisky-Markt gilt weltweit als der mit dem größten Wachstumspotential. So soll der Markt für Blended Scotch, nach IWSR (International Wine & Spirit Research), bis 2021 bis auf 5 Millionen Cases anwachsen. So sind viele Spirituosen-Riesen mit ihren Blended Scotch Marken auch schon auf dem indischen Markt vertreten und konkurrieren dort mit dem sogenannten Indian Whisky.
Wer mehr über den indischen Whisky-Markt und seine Besonderheiten erfahren möchte, dem empfehlen wir unser Interview mit Thrivikram G. Nikam, Executive Director Brands & PR bei Amrut, welches wir bei unserem Besuch im Januar diesen Jahres führen durften.
Dieser Monat ist und wird wohl noch weiter geprägt von Diskussionen über Protektionismus, Handelskriege, Zollgebühren und nachfolgende Vergeltungsmaßnahmen. Für Serge Valentin bietet dies passende Gelegenheit, sich einigen American Whiskies in einem kleinen Tasting anzunehmen. Und positioniert mit seinen Bewertungen auch zu diesen Wirtschafts-Auseindersetzungen. So erhalten die beiden American Whiskies, welche direkt aus den USA kommen, ein 25%tigen Abschlag. Der 13jähige Tennessee Bourbon vom unabhängigen Abfüller The Whisky Mercenary aus Belgien und bleibt natürlich so von der 25% Abwertung verschont.
Die drei heutigen Kandidaten und ihre Bewertung auf Whiskyfun in der Kurzübersicht:
Smooth Ambler Old Scout 7 yo ‘Batch 61’ (49.5%, OB, straight rye, USA, 2015) 64,8 Punkte (81 Punkte/1.25% )
Maker’s Mark ‘Cask Strength’ (55.75%, OB, Kentucky Straight Bourbon, USA, batch #16-02, 2016) 57,6 Punkte (72 Punkte/1.25% )
Tennessee Bourbon 13 yo 2013/2017 (51.5%, The Whisky Mercenary) 84 Punkte
Eine Woche lang läuft es noch, unser Gewinnspiel, und geht es um ein Unikat in zweierlei Hinsicht: Eine Einzelfassabfüllung des beliebten Jim Beam, die nicht nur aus einem von Master Distiller Fred Noe selbst selektierten Fass stammt, sondern von ihm höchstpersönlich während seines Aufenthalts in Wien für unsere Leser handsigniert wurde.
Damit ist der Jim Beam® Single Barrel aus der Fassnummer 8113, der mit 47.5% abgefüllt wurde, eine Besonderheit, die sie nirgendwo kaufen können – aber jetzt bei uns gewinnen!
Bevor wir Ihnen sagen, wie Sie diese exklusive Flasche bei uns gewinnen können, hier noch einige Infos dazu, die Ihnen auch bei der Beantwortung unserer Gewinnfrage helfen sollen:
Der neue Jim Beam® Single Barrel Bourbon: Nur ausgewählte Fässer
In seiner über 200-jährigen Handwerksgeschichte hat sich Jim Beam® immer als Bourbon für jene empfunden, die Geschichte schreiben wollten. Bis heute hat sich daran nichts geändert. So ist nun erstmals der Jim Beam® Single Barrel entstanden, ein Produkt für Whiskey-Liebhaber, die die leichten geschmacklichen Besonderheiten pro Flasche zu schätzen wissen.
Weniger als ein Prozent der Fässer eignen sich bzw. wurden dazu auserkoren als Jim Beam® Single Barrel-Fass Whiskey zu reifen. Mehr als 200 Flaschen werden aus einem Fass schließlich individuell abgefüllt und handnummeriert etikettiert: So entsteht das einzigartige Geschmacksprofil und die Premium Qualität eines perfekten Bourbons. Pur oder “on the rocks” mit Eis oder für Cocktailliebhaber in einem Boulevardier oder einem Old Fashioned ist der Jim Beam® Single Barrel geschmacklich perfekt, rund und für jeden ideal, der Premium Bourbons und Whiskeys schätzt. Dieser neue Jim Beam® wird besonders Kenner begeistern, die ihr Geschmacksprofil gerne per Hand selektiert wissen.
Wie alle Kentucky Straight Bourbons von Jim Beam reift der Single Barrel traditionell in neuen ausgeflammten Fässern aus amerikanischer Weißeiche. Die Besonderheit: Jim Beam Single Barrel ist eine Einzelfassabfüllung und wird nicht aus mehreren vermählt. Im Vorfeld werden die Fässer von Master Distiller Fred Noe handverlesen, so gewährleistet Jim Beam ein einzigartiges Geschmackserlebnis und außergewöhnliche Premium-Qualität. Später werden pro Fass nur circa 200 Flaschen abgefüllt und mit Sorgfalt handnummeriert, so ist jede Charge einzigartig.
Und so gewinnen Sie den von Fred Noe handsignierten Jim Beam® Single Barrel Bourbon, Barrel No. JB8113:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage, die Sie durch aufmerksames Lesen unseres Beitrags leicht beantworten können: In welchem US-Bundesstaat wird JIM Beam destilliert?
a) in Kansas
b) in Kentucky
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Jim Beam“!
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 17. Juni 2018, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner des Preises und geben sie/ihn am 18. Juni bekannt. Der Versand der Flaschen erfolgt dann durch Whiskyexperts.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, seine Lösung mit dem Betreff „Jim Beam“ einsendet und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 17. Juni 2018, 23:59 Uhr. Die Gewinnerin oder der Gewinnner werden am 18. Juni auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Flaschen erfolgt durch Whiskyexperts. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Im Webshop von Laphroaig ist er am 11. Juni 5pm BST (18 Uhr unserer Zeit) erhältlich: Der neue Laphroaig Cairdeas Fino für die Friends of Laphroaig.
Auch in diesem Jahr kommt diese Abfüllung, mit 51,8 % Vol., in Fassstärke. Der 2018er Cairdeas lagerte zunächst in Ex-Bourbon-Casks und erhielt dann ein Finish in Fino-Fässern. Der Preis ist mit £77 angegeben, und pro Friend können zwei Flaschen bestellt werden.
Wir wünschen allen Teilnehmenden und vor allem Laphroaig viel Glück und mehr Erfolg als im letzten Jahr. Weil der Laphroaig-Web-Server vom Ansturm der Friends überrascht wurde, quittierte dieser einfach seinen Dienst. Die Bestellmöglichkeit musste dann verschoben. Auch der zweite Versuch funktionierte nicht tadellos. Erst beim Dritten verlief alles wie gewünscht (wir berichteten mehrmals).
Seit nunmehr 79 Wochen bringen wir Ihnen jeden Sonntag Videos und Podcasts aus dem deutschen Sprachraum zum Thema Whisky und Whiskey. Das ist diesmal in unserer Auswahl dabei:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Eher kontemplativ fällt die dieswöchige Auswahl unserer Sonntagsvideos aus: Wir begeben uns mit Dave World in das Glen Roy National Nature Reserve, etwas östlich vom Loch Lochy in den westlichen Highlands, nordöstlich der Isle of Mull mit der Destillerie Tobermory. Dort besichtigen wir mit einem Drohnenflug den River Roy und die sogenannten Parallelstraßen, die in Wikipedia sehr gut beschrieben sind:
An den Hängen des Tales erkennt man bei 260 m, 325 m und 350 m drei parallele Linien, die aus der Ferne wie Straßen aussehen, daher ihr Name.
Tatsächlich handelt es sich dabei um drei ca. 10 m schmale Terrassen, die die Uferlinien eines früheren Sees anzeigen. Er bildete sich vor circa 13.000 Jahren während einer zwischenzeitlichen kurzen, nur 900 bis 1100 Jahre dauernden, Klimaabkühlung. Damals rückte Gletschereis von Westen vor und versperrte den natürlichen Wasserabfluss durch das Glen Spean. So staute sich da und in den Seitentälern ein See auf, dessen Wasserspiegel so lange stieg, bis er schließlich bei 260 m eine Geländeschwelle erreichte, über die das Wasser nach Nordosten ins Strath Spey abfließen konnte. Durch das weitere Vorrücken der Eisbarriere wurde von dem See im Glen Spean der sich ins Glen Roy erstreckende Arm abgetrennt, so dass das Wasser dort weiter anstieg, bis es bei 325 m einen neuen Abfluss nach Süden fand. Bei einem noch weiteren Vorrücken der Gletscherfront wurde auch dieser Abfluss versperrt und der schließlich auf 350 m angestiegene See entleerte sich nach Norden. Beim späteren Rückzug des Gletschereises wurde die umgekehrte Entwicklung durchlaufen, so dass der See zunächst wieder das mittlere, dann das untere Niveau annahm, bevor er schließlich ganz verschwand. Durch das jeweils mehrere hunderte Jahre lange Verharren des Seespiegels auf demselben Niveau bildeten sich am Ufer durch Wellenerosion sowie Gefrier- und Tauprozesse des Seeeises die heute als Parallelstraßen sichtbaren schmalen Terrassen an den Talhängen.
Heute verlaufen die Parallelstraßen nicht mehr vollkommen horizontal, sondern nach Nordwest minimal ansteigend (Steigung von 11 bis 14 cm pro km). Dies erklärt sich durch die leicht ungleichmäßige Hebung der lokalen Landmasse beim Abschmelzen des früheren Eisschildes.
Das obenstehende Video zeigt diese interessante Formation aus der Luft, unten finden Sie ein Video, das dem Verlauf des River Roy folgt. Ruhige Schönheit in 4k, ingesamt 16 Minuten lang
An diesem Wochenende lädt Tom Skowronek von Anam na h-Alba mit seinem Team zum vierten Mal zur Just Whisky ein. Und wie auch in den Jahren zuvor ist Veranstaltungsort das soziokulturelle Zentrum Altenberg in Oberhausen. In direkter Nähe zum Hauptbahnhof Oberhausen gelegen, beherbergte dieses Gelände früher eine Zinkfabrik.
Wenn Sie möchten, können Sie mit uns gemeinsam über diese kleinere Messe schlendern. Sie setzt sich bewusst von manch anderer Messe ab, in dem sie den alleinigen Fokus auf Whisky setzt. Und der großzügige Außenbereich erlaubt das Verweilen und den Whisky-Genuss unter freiem Himmel.
Die Just Whisky findet heute ihren Abschluss, von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr bietet sich Ihnen noch die Gelegenheit zu einem Besuch.
Wir sind es mittlerweile gewohnt und schätzen es sehr: Am Samstag gehört Whiskyfun (meistens) Angus MacRaild. Und heute präsentiert er uns wieder verschiedene Pärchen: Zwei unterschiedliche Abfüllungen einer Brennerei bilden ein vergleichendes Duett. Insgesamt bewegen wir uns wieder quer durch die letzten Jahrzehnte und den unterschiedlichen Altersstufen. Von einem aktuellen achtjährigen Ardmore bis 37-jähirgen Mannochmore reicht hier die Spannweite.
Der heutige Paarlauf auf Whiskyfun in der Kurzübersicht:
Ardmore 8 yo 2008/2017 (46%, Berry Brothers, bourbon barrel, cask #708604) 87 Punkte
Reglmäßig durften wir über neue Brennerei-Projekte in Schottland berichten. Und besonders in der Region „The Borders“, zu den Lowsland gehörend, wurden viele geplant. Hier, wo die letzte Whisky-Destillerie 1837 in Kelso schloss, scheint der richtige Ort für neue Brennereien zu sein. Das Rennen um die erste neu eröffnete Destillerie gewann The Borders Distillery in Hawick. Am 1. Mai konnten hier, wie geplant, die Tore für die Öffentlichkeit geöffnet werden.
Petra Milde traf nur ein wenig später dort ein. Auf ihrem Blog MeinWhisky finden wir jede Menge schöne Fotos und Infos dieser schmucken neuen Brennerei. Sie befindet sich in einem alten Manufakturgebäude, dessen historischer Charme durch unverputzte Steinwände erhalten bleibt und durch das gläserne Dach mit Sonnenlicht durchflutet wird.
Bis es den ersten Whisky der The Borders Distillery geben wird, vergehen noch mindestens drei Jahre. Bis dahin können wir, neben dem dort produzierten Gin, zwei ihrer Blends genießen, Clan Fraser und Lower East Side. Wie Petra schreibt:
Zwei leichte, weiche Whiskys, die den Stil der Borders repräsentieren sollen. Ob der hier in der The Borders Distillery erzeugte Single Malt einmal einen ähnlichen Charakter zeigen wird? Wait and see.
Am 2. Juni war wieder einmal Ardbeg Day, und in diesem Jahr fand die offizielle Veranstaltung dazu in Offenbach am Main statt. Über 500 Ardbeg-Fans verbrachten ein grandioses „Peat & Love Festival“ zum Ardbeg Day 2018. Höhepunkt des Tages war die gemeinsame Verkostung des neuen Ardbeg Grooves mit Karen Fullerton (Global Brand Ambassador Ardbeg) und Thomas Zilm (Brand Ambassador Deutschland).
Wir nehmen Sie mit, auf dieses Festival, mittels einer kleinen Foto-Galerie (und danken Tobias Russ, Communication Manager bei Moët Hennessy Deutschland, an dieser Stelle für die Bilder):
Wie wir gestern berichteten: Der Gerichtshof der Europäischen Union entschied, dass die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Glen Buchenbach und der Scotch Whisky Association vor dem Landgericht Hamburg weiter geführt werden muss. Dort muss unter anderem erst einmal geklärt, „ob ein normal informierter, angemessen aufmerksamer und verständiger europäischer Durchschnittsverbraucher durch den Namen des betreffenden Erzeugnisses veranlasst wird, gedanklich einen Bezug zu der Ware herzustellen, die die geschützte geografische Angabe trägt.“
Laienhaft in die Sprache der Normalsterblichen übersetzt: Gehen normale Konsumenten bei Glen Buchenbach wegen des „Glen“ davon aus, dass dieser Whisky aus Schottland kommt und damit ein Scotch Whisky ist.
Dr. Sven J. Mühlberger und die MS Concept Rechtsanwälte, welche Jürgen Klotz, seine Waldhornbrennerei und damit auch Glen Buchenbach in diesem Rechtsstreit vertreten, sehen dieses Entscheidung des Gerichtshof der Europäischen Union als großen Erfolg. Denn, wie wir ihrer Pressemitteilung entnehmen:
Dieser hat am Donnerstag entschieden, dass es nicht ausreicht, dass beim Wort „Glen“ bloße Assoziationen an Scotch Whisky geweckt werden können. Darüber hinaus folgt der EuGH seinem Generalanwalt Henrik Saugmandsgaard Øe auch in einem weiteren wichtigen Punkt. Saugmandsgaard Øe hatte in seinem Schlussantrag im Februar erklärt, dass für ihn eine „hinreichende inhaltliche Nähe“ zwischen dem Begriff „Glen“ und der geografischen Angabe „Scotch Whisky“ nicht sicher ist. Und solch eine Nähe sei nach seiner Auffassung aber Voraussetzung für eine unzulässige Anspielung auf eine geschützte Herkunftsangabe. Diese Interpretation hatte zuvor bereits die Europäische Kommission in ihrer Stellungnahme an den EuGH geäußert und den Standpunkt vertreten, dass eine Verletzung von Scotch Whisky durch das Wort Glen nicht besteht. Es fehle an der hierfür erforderlichen inhaltlichen Nähe, da die Verbraucher das Wort Glen nicht ohne Weiteres mit Scotch Whisky in Verbindung bringen.
Doch diese juristische Auseinandersetzung Glen Buchenbach vs. SWA findet nicht nur vor dem Landgericht Hamburg statt:
Nachdem es Mühlberger und der Waldhornbrennerei gelungen war, einen Löschungsangriff auf die Marke „Glen Buchenbach“ vor dem Deutschen Patent- und Markenamt abzuwehren, geht es hier in die nächste Instanz vor das Bundespatentgericht.
Die vollständige Pressemitteilung der Rechtsanwälte finden Sie auf der Website der MS Concept Rechtsanwälte. Die dort verlinkten Schlussanträgen des Generalanwalts und das Urteil des EuGH sind online noch nicht verfügbar. Sobald sich dies ändert, werden wir diesen Artikel ergänzen.