Exklusives Videointerview: Surrinder Kumar (Amrut) – über Karriere und Leidenschaft

In der ersten Januarwoche konnten wir in Südindien die Destillerie Amrut besuchen, die Heimat des ersten indischen Single Malts, der international und national Lorbeeren einheimst.

Bevor wir Ihnen die Brennerei in den nächsten Tagen ausführlich in Wort und Bild vorstellen, möchten wir Sie noch mit jenem Mann bekannt machen, der bei Amrut mit seinem Team für die Qualität des Whiskys verantwortlich ist: Surrinder Kumar, Senior Vice President Operations und Master Distiller. Er war es auch, der uns durch die Destillerie führte und uns alle Fragen beantwortete.

Wer ist Surrinder Kumar, wie war sein beruflicher Werdegang und welche Motive leiten ihn bei seiner Arbeit? Wir haben mit dem Masters in Food Technology des CFTRI (Central Food Technological Research Institute, Mysore, India) darüber gesprochen und unser Gespräch in einem Video festgehalten. Viel Vergnügen damit.

Surrinder Kumar. Bild © Whiskyexperts

Im Sinne der in unseren Leitlinien vorgegebenen Transparenz geben wir bekannt, dass wir die Reisekosten nach Indien selbst bestritten haben. Das Programm vor Ort wurde von der Destillerie Amrut übernommen. Wir bedanken uns für die wunderbare Gastfreundschaft und die perfekte Betreuung.

Spectator Life: Welche Destillerieführungen Sie in Schottland machen sollten

Sie nennen es zwar in der Überschrift „Die besten Touren“, aber auch ohne den Superlativ ist der Artikel auf Spectator Life interessant genug, um hier bei uns erwähnt zu werden: Die Redaktion listet in ihm, getrennt nach Regionen, Destillerien in Schottland auf, die interessante Touren zu bieten haben und die Sie bei einem Schottlandbesuch nicht auslassen sollten.

In der Speyside wären das laut dem Artikel und der Meinung des Magazins Cragganmore, Glenlivet und Strathisla, auch ein Besuch im Craigellachie Hotel wird angeraten. In den Highlands ist es die Famous Grouse Experience und Oban, in den Lowlands empfiehlt man die Clydeside Distillery, Auchentoshan und Glenkinchie. Auch die Jura Distillery und Raasay stehen auf der Empfehlungsliste.

Auch wir möchten uns mit einer generellen Empfehlung anschließen: Wann immer möglich, entscheiden Sie sich für die teureren Tourvarianten. Sie bekommen dann wesentlich bessere und authentischere Einblicke geboten. Den höheren Preis sind diese Führungen in kleinerem Rahmen für Whiskyinteressierte fast immer wert.

Das Stillhouse der Clydeside-Destillerie

PR: Whiskyfair-RheinRuhr 2018 – Ausstellerliste und Tastings fix

Vom Veranstalter der Whiskyfair-RheinRuhr 2018 in Düsseldorf, die am 7. und 8. April in der Classic Remise stattfindet, haben wir die Info erhalten, dass die Ausstellerliste und die Tastings, die an den beiden Tagen stattfinden werden, nun fixiert sind. Wieder setzt man auf ein breites Angebot von unabhängigen Abfüllern und Repräsentanten der Destillerien, die im wunderschönen Ambiente der Classic Remise, die zugleich eine Oldtimer-Garage und ein Oldtimerhandel ist, ihre Produkte präsentieren. Auch wieder mit dabei: Star-Metzger Peter Inhoven mit seinen Wurstkreationen. Hier die Liste der Aussteller, die wir übermittelt bekommen haben:

Aussteller bei der Whiskyfair-RheinRuhr:

Die Liste der Tastings können Sie hier nachlesen – Der Vorverkauf für die Whiskyfair-RheinRuhr 2018 in der Classic Remise Düsseldorf ist ab sofort HIER möglich oder alternativ HIER via TICKETSCRIPT (bequemes ausdrucken des Tickets von zu Hause) ! WICHTIG: Selbstverständlich erhalten Sie auch Ihre Tickets, wie in der Vergangenheit in beiden Ladenlokalen von uns (Essen und Düsseldorf).

Blick über die Veranstaltungshalle der Remise in Düsseldorf! Bild © Whiskyexperts
Oldtimer in der Classic Remise in Düsseldorf! Bild © Whiskyexperts

Whisky im Bild: Rundgang durch die Isle of Raasay Distillery (17 Bilder)

Für die Destillerie Raasay auf der gleichnamigen Insel östlich von Skye ist heute ein ganz besonderer Tag: Der 15. Januar 2018 ist der erste Tag, an dem offiziell Touren durch die Destillerie angeboten werden. 

Wir haben uns gedacht, dass wir Ihnen an diesem besonderen Tag auch ein besonderes Feature bieten wollen und das Management der Brennerei gebeten, uns doch Fotos von der Tour zur Verfügung zu stellen.

Aus diesem Grund und dank der freundlichen Hilfe der Destillerie Raasay können wir Sie heute quasi zur Eröffnungstour mitnehmen und Ihnen ein paar Eindrücke zeigen, die Besucher vor Ort erleben werden, wenn sie die Führung mitmachen. 

Und falls Sie unsere 17 Bilder auf den Geschmack gebracht haben: Hier auf dieser Webseite können Sie sich für eine Tour anmelden. Derweilen aber viel Vergnügen auf dem fotografischen Rundgang!

Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery
Bild © Isle of Raasay Distillery

Exklusiv: Gewinnen Sie einen „kriminellen“ Fassdeckel von Whiskyfässer.com

Jetzt wird unser Gewinnspiel kriminell: Wir verlosen gemeinsam mit unserem Partner Whiskyfässer.com aus Deutschland einen Fassdeckel, der ein Stück eines Kriminalfalls war und deshalb ein ganz besonderes Stück Whiskygeschichte darstellt. Er ist nicht das, was er zu sein scheint, und er hat viele Leute um ihr Geld gebracht. Aber alles der Reihe nach.

Auch wenn der Deckel eine dubiose Geschichte hat, so ist die Quelle höchst seriös: Über 30 original schottische Whiskyfässer hat das Team von Whiskyfässer.com momentan im Onlineshop im Angebot und damit verfügt das kleine Mecklenburger Unternehmen über das größte Angebot an Whiskyfässern im gesamten deutschsprachigen Raum. Die meisten Fässer sind Ex-Bourbon Fässer, aber Whiskyfässer.com hat auch einige Ex-Sherry Fässer im Angebot. Dabei kommen diese naturbelassenen Fässer sogar aus allen Regionen Schottlands. Von den Lowlands bis zu den Highlands, über die Speyside bis zu den Inseln und natürlich Islay.

Nebenbei wird auch eine große Menge an Originaldeckeln von Whiskyfässern aus den verschiedensten Brennereien angeboten. Hier geht es von Highland Park über Caol Ila bis Glenlivet und Jura.

Der „kriminelle“ Fassdeckel:

Bei dem Originaldeckel handelt es sich um einen „Betrugsdeckel“ der Grandtully Distillerie aus dem Jahr 1993.

Die Grandtully Distillery produzierte ab 1825 und lag in der Nähe von Aberfeldy, Perth und Kinross und gehörte zu einer Reihe von Kleinbetrieben von denen nur noch Edradour übergeblieben ist. Die Brennerei schloss 1910 für immer ihre Türen und stellte die Produktion ein.

Berühmt wurde die Brennerei jedoch erst 2004, denn es lag ein riesiger Betrugsfall vor. Stephen Jupe, der mit seiner Firma mit Wein handelte und Pleite ging, kaufte ab 1992 in der Speyside Distillerie einige Fässer auf, lackierte die Deckel neu und bot sie als Originalfässer aus der Grandtully Distillerie an. Er gewann zahlreiche Investoren die in Grandtully Single Malt Scotch Whisky investieren sollten. Er versprach ein ausgezeichnetes Wachstumspotenzial mit „sehr wenigen Risiken“ und 2000 Investoren, von denen viele im Ruhestand waren, taten es.

Natürlich flog der Betrug auf und 2004 wurde der Betrüger Stephen Jupe dann vom Londoner Richter Neil Steward zu einer 5 jährigen Haftstrafe verurteilt. In seinem Schlußwort sagte der Richter zum Angeklagten: „Ich habe keinen Zweifel, dass dies von Anfang an ein unehrliches Unternehmen war.“

Einer dieser höchst kriminellen Deckel wird nun hier verlost.

Und so gewinnen Sie den „kriminellen“ Fassdeckel:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wann begann die echte Destillerie Grandtully mit der Produktion?

a) 1811
b) 1817
c) 1825

Kleine Hilfe: Einfach diesen Text hier aufmerksam lesen 😉

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Fassdeckel“!

3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.

Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 21. Januar, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner des Preises und geben sie oder ihn am 22. Januar 2018 bekannt. Der Gewinn wird durch Whiskyfässer.com versendet.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, seine Lösung mit dem Betreff „Fassdeckel“ einsendet und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab 15. Januar 2018 bis 21. Januar 2018, 23:59. Der Preisträger wird am 22. Januar auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Whiskyfässer.com sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand erfolgt durch Whiskyfässer.com.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Whiskydramsandmore: Interview mit Fotograf Ernie Button

Fast fünf Jahre ist es her, da haben wir über den Fotograf Ernie Button berichtet, der mit seiner Kamera Whiskyreste im Glas auf faszinierende Art ablichtet und damit kleine Kunstwerke schafft. Konkret geht es um den Bodensatz in einem Whiskyglas, dieser hauchzarte Film, der uns nach einem genußvollen Abend auch noch am nächsten Morgen mit Whiskyduft aus dem Glas erfreut.

Mittlerweile ist Button eine Berühmtheit. Seine „Vanishing Spirits photography“ wurde 2016 im Physics journal Physical Review Letters publiziert, er selbst ist einer der „Macallan Masters of Photography“. whiskydramsandmore hat Ernie Button jetzt zu seiner Tätigkeit befragt, und das englischsprachige Interview publiziert. Wir bringen einen kleinen Ausschnitt daraus, sozusagen als Appetithappen:

Some pictures from this series are part of the honorable „Masters of Photography Collection“ from The Macallan and some bottlings adorned your artwork? Congratulations to that!

Thank you. It was quite an honor to be included in that illustrious group of photographers for the Masters of Photography Collection. I was commissioned to create 12 Vanishing Spirits images using The Macallan whisky to be used in various markets around the world. If I remember correctly, the boxes were to be released in 14 countries with many of the boxes only available in that country. So there are certain boxes that were only released in Russia for example which makes them very collectable. The image that was used on the Estate Reserve bottle was the only image that was on the actual bottle. They also created some wooden bottle stoppers with the image for that box printed on the top of the stopper.

Und hier noch ein Bild, das sich aus einem Rest eines Balvenie-Whiskys ergab – mit freundlicher Genehmigung von Ernie Button:

Balvenie. Bild © Ernie Button

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (58)

Die deutsche Vloggerszene nimmt nach dem Jahreswechsel wieder Fahrt auf, und wir wollen Ihnen, wie jeden Sonntag, Videos und Podcasts, die wir von den Erstellern der Beiträge selbst zur Veröffentlichung erhalten haben, präsentieren –  und Sie dazu einladen, ein wenig auf geschmackliche Entdeckungsreise zu gehen. Die Vlogger und Podcaster haben sich wieder verschiedenste Abfüllungen ins Glas geschenkt und beschreiben den Geschmack der Whiskys – dazu gibt es interessante Hintergrundinfos und allerlei Unterhaltsames zum Thema Whisky. Hier sind die Videos und Podcasts des 58. wöchentlichen Beitrags unserer Serie:

Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube  – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.

Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Video: Re-Charring in Indien und Irland

Re-Charring, also die Wiederaufbereitung eines Fasses durch Auskohlen, ist ein essentieller Vorgang, um Fässer wieder verwenden zu können. Durch das Ausbrennen wird die nach dem Abschleifen neu entstandene oberste Schicht des Fassinneren verkohlt, es öffnen sich die Holzporen und das Fass kann wieder aktiv in die Whiskyreifung eingreifen.

Große Cooperages erledigen dieses Re-Charring maschinell, in kleineren Brennereien wird das noch von Hand getan. Und dabei sind die Destillerien innovativ und erfinderisch und denken sich eigene Systeme aus, die auf ihre ganz spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Zwei Beispiele dafür möchten wir Ihnen heute in unserem Sonntagsvideobeitrag zeigen. Unser erstes, obenstehendes Video, haben wir in der Destillerie Amrut in Bangalore, Indien aufgenommen. Man hat dort eine eigene, kleine Cooperage, die die Fässer für die Single Malt Produktion im Haus aufbereitet (mehr darüber in einem bald erscheinenden Beitrag über unseren Besuch bei Amrut). Die Aufbereitung erfolgt dort mit einer selbst gebauten und in den Details auch eigenentwickelten Apparatur, die das liegende Fass auskohlt. Das sieht dann recht spektakulär aus.

Video Nummer zwei, untenstehend, zeigt den gleichen Vorgang in der West Cork Distillery in Skibbereen, Irland. Auch dort hat man ein eigenes System entwickelt, hier mit einem Galgen, an dem das Fass hängt, und einem Gebläse für das extra kraftvolle Ausbrennen. Es entstand vor gut einem halben Jahr bei unserem Destilleriebesuch dort.

Die Resultate mögen gleich sein, der Weg zu ihnen aber verschieden. Die Videos zeigen unserer Meinung nach recht gut, dass die Freude am Experimentieren, das Ausprobieren eigener Ideen und der eigene Zugang zum Whiskybrennen ganz essentiell dazugehören und vielleicht auch einen Teil der Faszination ausmachen, die das Thema Whisky umgibt.

PR: Neue Abfüllung des Hamburg Malt Whisky

Neues gibt es aus der Hansestadt Hamburg zu vermelden: Die Manufaktur Lehmitz wird rechtzeitig zur Hansespirit ihre zweite eigene Abfüllung auf den Markt bringen (über das erste Bottling können Sie hier nachlesen) und hat uns über Details dazu informiert. So frisch ist die Info, dass wir Ihnen leider noch keine abgefüllten Flaschen zeigen können, sondern „nur“ das Label des im Sherryfass gereiften Whiskys, der eine recht bewegte Geschichte hat, wie Marco Lehmitz erklärt:

Neue Abfüllung des Hamburg Malt Whiskys

Die Manufaktur Lehmitz bringt pünktlich zur Messebeginn der Hansespirit in Hamburg  eine neue Abfüllung (2) vom Hamburg Malt Whisky heraus.

Ebenfalls wie die Erstabfüllung letztes Jahr, kam der Grundalkohol von der Brennerei Ardmore, über sieben Jahre reifte auch dieser in Hamburg, bis er vor kurzem ein drei-monatiges Pedro Ximenez (PX) Finish bekam.

Über die Herkunft des Fasses gibt Marco Lehmitz (Inhaber der Manufaktur) auch Auskunft, das Sherryfass kam vom bekannten Hersteller Delgado Zuleta. Hier reifte der hochgelobte „Monteagudo“ Pedro Ximenez heran. Dieser Typ des Sherrys besitzt eine hohe Note an dunkler Schokolade.  Der Spirituosen“Experte“ Markus Braun, der übrigens bei Jürgen Deibel seine Weiterbildung angefangen hatte, war kurz in der Manufaktur zu Gast auf Durchreise und durfte schon vom ersten Fassabstich kosten.

Diese Abfüllung vom Hamburg Malt Whisky bringt insgesamt 58,1 % Vol und ist mit 232 Flaschen wieder eine Hamburger Rarität. Die offizielle Vorstellung vom Hamburg Malt Whisky ist auf der Hansespirit, wer es besonders eilig hat, kann den Whisky bei der Manufaktur Online vorbestellen, er wird dann kurz vor der Messe versendet. Vorbestellungen sind auf www.manufaktur-lehmitz.de möglich.

Als besonderes Schmankerl hat Marco Lehmitz auch den passenden Sherry dabei, für Ihn ist wichtig, das jeder auch das kennt was vorher einmal im Fass war!

Gerade frisch eingetroffen ist das Sauternes-Fass aus Frankreich, für den nächste Abfüllung vom Hamburg Malt Whisky.

P&J: Hoffnung auf Wiedereröffnung von Dallas Dhu verstärkt sich

Dass man in Schottland darüber nachdenkt, die Destillerie Dallas Dhu, die momentan als Museum dient, wieder in Betrieb zu nehmen, haben wir bereits über mehrere Jahre lang in Nachrichtenform dokumentiert.

Was lange Zeit nicht mehr als eine vage Hoffnung war, verdichtete sich in der letzten Zeit immer mehr zu einem konkreten Plan, den die Verantwortlichen langsam zwar, aber dennoch verfolgten. Die Gespräche dazu, zunächst auf eher unterer und lokaler Ebene, haben nun nach einem Bericht von Press & Journal von gestern bereits die Ministerebene in Schottland erreicht. Nun sollen die Verantwortlichen von Heritage Scotland, dem Verein, der sich um die Kulturdenkmäler Schottlands bemüht und Dallas Dhu als Museum betreibt, mit der Kulturministerin Fiona Hyslop und dem Mitglied des schottischen Parlaments, Richard Lochhead gemeinsam konkretere Gespräche zur Wiederbelebung der Destillerie führen.

Immer noch fehlt ein mit Terminen gefestigter Fahrplan zur Wiedereröffnung (er war für 2017 angekündigt), aber man hat nun vor, 2018 zu dem Jahr zu machen, in dem „für Dallas Dhu ein neues Kapitel in seiner Geschichte aufgeschlagen wird“. Wir dürfen gespannt sein.

Dallas Dhu. Bild © Whiskyexperts

PR: Anam na h-Alba bringt erste Strathearn Single Cask Abfüllung

Tom Skowronek vom unabhängigen deutschen Abfüller Anam na h-Alba hat uns darüber informiert, dass man zur Whiskymesse in Trebsen am 19. – 21. Januar eine Single Cask Abfüllung der Destillerie Strathearn anbieten wird können, die erste für Deutschland und die erste überhaupt aus einem Sherrycask. Hier die Mitteilung zum Whisky aus der kleinen Highland-Destillerie, die wir von Anam na h-Alba erhalten haben:

Neu – erste Strathearn Single Cask Abfüllung von Anam na h-Alba

Wir freuen uns, zur Whiskymesse Trebsen eine Germany only Abfüllung von Strathearn Distillery vorstellen zu können. Strathearn ist eine echte Craft Distillery mit einer Produktionsmenge von lediglich 18.000l/Jahr. Echter handgemachter Single Malt im Stil der good ol´ times Alle Whiskies sind Single Cask Single Malt. Wir haben das Ex-Sherry Octavefass #70 ausgewählt, es gibt exklusive 50 Flaschen in Fassstärke.

Preis: 149€

Hier noch das Label der Flasche:

Video: Die 10 teuersten Whiskys, die bei whisky-onlineauctions versteigert wurden

Zurücklehnen und träumen: Im obenstehenden Video, das gestern vom Onlineauktionshaus whisky-onlineauctions.com auf Youtube veröffentlicht wurde, werden die 10 teuersten Whiskys, die dort jemals verkauft wurden, im Bild vorgestellt. Schon die Nummer 10 hat bereits über 17.000 Pfund erlöst, die beiden teuersten (beides Macallans) zusammen über 100.000 Pfund. 

Hier die Reihe aller Flaschen in den Top Ten:

  • #1 Macallan 50 Year Old First Release Lalique
  • #2 Macallan 55 Year Old Second Release Lalique
  • #3 Springbank 1919 50 Year Old
  • #4 Macallan 1928 Over 50 Year Old
  • #5 Macallan Millennium 50 Year Old
  • #6 Dalmore 50 Year Old
  • #7 Macallan 1938 Fine & Rare
  • #8 Dalmore Candela 50 Year Old
  • #9 Karuizawa 1964 48 Year old
  • #10 Johnnie Walker 1805 Celebration Blend

Um wieviel sie versteigert wurden und wie sie aussehen, können Sie im leider tonlosen Video sehen. Es dauert knapp über drei Minuten.

Serge verkostet: Linkwood, Teil 2

Weiter geht es bei der Verkostung von Abfüllungen von Linkwood, die ja gestern schon einige schöne Wertungen gebracht hat. Serge Valentin hat auch heute wieder fünf unabhängige Bottlings unter die Lupe genommen, und einen offiziellen Linkwood in der Rare Malts Serie.

Die Punktewertungen heute sind wieder recht gut, diesmal sogar ohne Ausnahme. Das sind die Flaschen der Verkostung:

  • Linkwood 21 yo 1995/2017 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask # 11599, 234 bottles): 85 Punkte
  • Linkwood 21 yo 1995/2016 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask # 11357, 283 bottles):84 Punkte
  • Linkwood 1995/2015 ‘Summer Breeze’ (46%, Wemyss Malts, hogshead, 374 bottles): 84 Punkte
  • Linkwood-Glenlivet 24 yo 1992/2017 (50.9%, Cadenhead, Small Batch, hogsheads, 384 bottles): 89 Punkte
  • Linkwood-Glenlivet 24 yo 1992/2017 (54.9%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 240 bottles): 86 Punkte
  • Linkwood 22 yo 1972 (54.3%, OB, Rare Malts, +/-1995): 91 Punkte
Linkwood Destillerie. Bild von Christopher Gillan, CC-Lizenz

Exklusiv: Whisky in Indien – Videointerview mit Thrivikram G. Nikam (Amrut)

Als Europäer hat man den nachvollziehbaren Hang dazu, die Welt aus dem europäischen Blickwinkel zu betrachten: Whisky ist schottisch oder irisch, der Markt dafür in Europa, und was hier passiert, bestimmt die Zukunft.

Was wir gerne vergessen ist, dass sich die Gewichte in der Welt in den letzten 25 Jahren massiv verlagert haben – etwas, das auch in der Whiskywelt immer mehr in unser Bewusstsein dringt. Zuallererst denken wir dabei an China und Ostasien, denn dieser Markt rückt durch die Tatsache, dass sich die schottischen Destillerien mehr und mehr darauf konzentrieren, in unser Blickfeld. Viele Abfüllungen extrem guter Qualität werden ausschließlich für den ostasiatischen Raum geschaffen. Der Grund dafür ist relativ einfach: Die Kaufkraft dort stellt die bei uns mehr und mehr in den Schatten.

Ein weiterer gigantischer Markt ist Indien. Eine Milliarde Menschen leben dort, seit 2007 herrscht dort ein gigantischer Boom, der immer mehr Menschen zu Geld kommen lässt. Jedes Jahr werden dort momentan 80 Millionen Menschen 18 Jahre alt und daher zusätzliche Zielgruppe für Spirituosen. Das bedeutet, dass jährlich ein Deutschland den Markt dort betritt!  Insgesamt ist Indien jung, sehr jung – ein Drittel der Bevölkerung ist unter 15 Jahren.

Das zauberhafte Indien aus den Fremdenverkehrsprospekten. Mysore Palace Bild © Whiskyexperts

Zudem verändert sich die indische Gesellschaft radikal: Durch den gestiegenen Reichtum der Mittelschicht beginnen die Menschen aus Indien zu reisen und das Wissen und die Vorlieben anderer Kulturen in das eigene Land mitzubringen. Dazu gehört zum Beispiel eine gerade erblühende Craft Beer Szene, dazu gehört aber auch die stark steigende Vorliebe für Single Malt.

Das Indien von heute hat nicht mehr viel mit den traditionellen Bildern davon zu tun. Blick auf Bangalore, Bild © Whiskyexperts

Eine Whiskynation war Indien schon immer. Nicht umsonst ist die Mehrzahl der Top Ten der Whiskymarken vom Subkontinent; auch der Weltmarktführer Officer’s Choice ist indisch. Aber das sind sehr leichte, für unsere Gaumen ungewohnte Blends, die auch aus dem kleinen Tetra Pak konsumiert werden und nichts mit unseren Genussgewohnheiten zu tun haben.

Whisky im Tetra Pak – Produkte für den heimischen Markt aus dem Hause Amrut. Bild © Whiskyexperts

Das Interesse an Single Malt ist ein junges. Der erste indische Single Malt, Amrut, erschien erst 2010 am heimischen Markt, nachdem er sich seit 2004 internationale Lorbeeren holen konnte.

Eine Auswahl an Amrut-Abfüllungen im HQ in Bangalore. Bild © Whiskyexperts

Ein weiteres Hindernis für die Bekanntheit des indischen Marktes bei uns ist die restriktive Politik der Abschottung – und die komplizierte Struktur, die man dort vorfindet. Fast 30 Bundesstaaten bilden Indien, und jeder dieser Staaten hat seine eigenen Gesetze für die Erzeugung, Verbreitung und Konsumation von Alkohol. Das führt zum Beispiel dazu, dass unterschiedliche Regionen unterschiedliche Höchstgrenzen des Alkoholgehalts vorschreiben – ein logistischer Albtraum für jeden Hersteller.

Die lokalen Marken von Amrut. Mit Rum und Brandy hat es begonnen. Bild © Whiskyexperts

Wir wollten diesen Markt und vor allem den Erfinder des indischen Single Malts, Amrut, aus erster Hand kennenlernen. Im Januar 2018 war es dann soweit, und wir flogen auf eine knappe Woche nach Bengaluru, die Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka im Süden Indiens, und Sitz der Destillerie Amrut. Bengaluru hat mehr Einwohner als Österreich, Karnataka so viel wie das Vereinigte Königreich – das sind die Dimensionen, in denen wir bei diesen Märkten denken müssen. 

Im Zentrum von Bangalore, wegen der vielen Headquarters von Internet- und Technologiekonzernen als das „Silicon Valley Asiens“ bezeichnet, befindet sich auch das Büro von Amrut – im siebten Stock eines Hochhauses. Dort trafen wir Thrivikram G. Nikam, den Executive Director Brands & PR des Familienunternehmens (und Schwiegersohn des Besitzers), um von ihm, als Kenner des indischen Marktes, mehr Einblick in diesen zu erhalten.

Das Amrut-HQ im Zentrum des Geschäftsbezirks von Bangalore. Man findet darin auch Pernod und Diageo. Bild © Whiskyexperts

Im Videointerview, das Sie untenstehend finden, spricht Thrivikram über die Besonderheiten des indischen Marktes, die Genesis des Engagements von Amrut im Single Malt Segment, das eigentlich auf eine Marktverwerfung in Indien zurückgeht und über die Schwierigkeit, verlässliche Zahlen über Marktentwicklungen zu generieren. Ein Einblick aus erster Hand in den Markt, der von vielen als der interessanteste weltweit angesehen wird.

Natürlich hat sich unser Interesse nicht nur auf den Markt an sich beschränkt, sondern vor allem auf die Destillerie Amrut konzentriert. Über unseren Besuch dort werden wir demnächst ausführlich berichten.

Ein Lastwagen mit lokalem Whisky und anderen Spirituosen auf dem Weg von Amrut zu den Händlern. Bild © Whiskyexperts

Im Sinne der in unseren Leitlinien vorgegebenen Transparenz geben wir bekannt, dass wir die Reisekosten nach Indien selbst bestritten haben. Das Programm vor Ort wurde von der Destillerie Amrut übernommen. Wir bedanken uns für die wunderbare Gastfreundschaft und die perfekte Betreuung.