Auch in Nordirland bekommt die Destillerieszene Zuwachs: Bei Carryduff nahe Belfast wird die Killaney Distillerie gebaut werden, ein sechs Millionen Pfund schweres Projekt der Killaney Estates Ltd, die im Besitz des Belfaster Geschäftsmannes Dr. Terry Cross steht.
Die Baugenehmigung für die Destillerie ist bereits erteilt, der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 zu erwarten. Vor Ort will man nicht nur eine Destillerie errichten, sondern auch ein Besucherzentrum, Lagerhäuser und eine Abfüllanlage.
Einige weitere Informationen lassen sich in lisburntoday.co.uk finden, wo der Artikel zur Killaney Distillery erschienen ist. Dort können Sie auch eine Computerzeichnung der Brennerei finden, die wir aus Copyrightgründen nicht bringen können.
Wir bringen hier stattdessen ein Bild vom Boardmills Secession Meeting House. Killaney, Lisburn, nahe dem geplanten Bauort der Brennerei.
Vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass die Besucherzahlen in irischen Destillerien um 11% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Jetzt zeigen neueste Zahlen, die in The Spirits Business veröffentlicht wurden, dass dahinter auch ein massiver Zuwachs beim Verkauf von irischem Whiskey weltweit steht.
Um beeindruckende 20% ist der Export von irischem Whiskey in 2017 gestiegen, auf 600 Millionen Euro. Damit befindet sich der Absatz auf dem Kurs, sich innerhalb von 5 Jahren bis 2020 verdoppelt zu haben.
Der gesamte Export von Getränken aus Irland stieg dabei um „nur“ 8% (der Wert betrug dabei 1.5 Milliarden Euro) – man sieht also, dass der Whiskey der Treiber des Wachstums ist. Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Spanien sowie die USA sind dabei die konstant wachsenden Märkte.
Sorgen macht man sich wegen des Brexits und den damit verbundenen Folgen wie die nach wie vor ungelöste Grenzfrage mit Großbritannien. Weiters sieht man in Werbebeschränkungen und geplanten neuen Vorschriften zu den Etiketten der Flaschen mögliche Wachstumshemmnisse, ist sich aber dennoch sicher, bis 2020 die Verdoppelung und eine weitere Exportverdoppelung bis 2030 erreichen zu können, liest man im Artikel.
Für manche ist Linkwood eine sträflich unterschätzte Brennerei mit hervorragenden Abfüllungen. In der Tat steht sie nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, da laufen ihr andere Destillerien in der Nähe den Rang ab. Und tatsächlich gibt es hervorragende und sehr „klassische“ Abfüllungen von dort, nicht nur, sondern auch solche, die ein nahezu biblisches Alter vorweisen können.
Serge Valentin widmet sich heute aber eher jungen Vertretern der Destillerie, und da fällt das Urteil durchmischt, doch großteils sehr positiv aus. Hier die Wertungen aus der heutigen Verkostung:
Linkwood 12 yo (43%, OB, Flora & Fauna, +/-2016): 83 Punkte
Linkwood 1995/2017 ‘Under The Lemon Tree’ (46%, Wemyss Malts, hogshead, 319 bottles): 86 Punkte
Linkwood 15 yo ‘100° proof’ (57%, Gordon & MacPhail, 75cl, 1980s): 86 Punkte
Linkwood 8 yo 2008/2016 (62.1%, Signatory Vintage for La Maison du Whisky, 60th anniversary, bourbon barrel, cask #800035, 277 bottles): 78 Punkte
Linkwood 17 yo 1999/2016 (46%, Signatory Vintage, Un-chillfiltered Collection, hogshead, cask #6174): 87 Punkte
Linkwood 20 yo 1997/2017 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, hogshead, cask #12036, 326 bottles): 82 Punkte
Linkwood Destillerie. Bild von Christopher Gillan, CC-Lizenz
In diesem Zusammenhang eine Frage an unsere Leser: Hat jemand von Ihnen ein Foto der Brennerei, das wir verwenden können? Selbst haben wir nur dieses kleine Bild im Archiv – das für unsere Titelbilder denkbar ungeeignet ist. Falls Sie uns eines zur Verfügung stellen können, bitte Mail an team (at) whiskyexperts.net
Bevor die News eintrudeln, etwas Zeit für Schönheit: Inverlochy Castle liegt malerisch am Fuße des Ben Nevis, des höchsten Bergs Schottlands. Jamie MacPherson hat den Zauber der Location eingefangen – in einem großformatigen Bild, das Sie bei uns unkomprimiert (2365×2992 Pixel, 1.5MB) herunterladen können. Da das Bild rechtefrei ist, können Sie es ausdrucken, vervielfältigen, auch kommerziell einsetzen.
Untenstehend finden Sie das Bild komprimiert und verkleinert zum Ansehen. Das Original stellen wir Ihnen hier zum Download zur Verfügung.
Von Johnnie Walker gibt es eine neue Edition in der Blenders‘ Batch Serie zu vermelden: Johnnie Walker Blenders‘ Batch Sherry Cask Finish. Alles Wissenswerte dazu entnehmen Sie bitte nachfolgender Pressemitteilung:
Das neue Jahr beginnt mit einem neuen Limited Edition-Whisky von Johnnie Walker
London (ots/PRNewswire) – Johnnie Walker Blenders‘ Batch Sherry Cask Finish wird ausschließlich an Reisende verkauft
Der Beginn eines neuen Jahres bringt neue Pläne, neue Vorsätze und Neuanfänge – aber für das Team von 12 erfahrenen Whiskyherstellern bei Johnnie Walker ist das jeden Tag der Fall, da sie die Grenzen für den Geschmack von Scotch-Whisky immer mehr sprengen.
Für dieses neue Jahr hat das Team der weltweit führenden Scotch-Whisky-Marke[1] eine besondere Whisky-Edition herausgebracht, die exklusiv für Reisende bestimmt ist: Johnnie Walker Blenders‘ Batch Sherry Cask Finish – ab sofort weltweit in Duty-free-Shops erhältlich.
Das Johnnie Walker Blenders‘ Batch-Portfolio besteht aus einer Reihe von Whiskys, die dank ihres Gestaltungsspielraums Mischungen hervorbringen, die die Traditionen der Whiskyproduktion herausfordern. Das Ergebnis ist eine einzigartige Serie experimenteller Whiskys, die unverwechselbare Aromen und erstaunliche Serviervorschläge liefern.
Das Experiment, auf dem diese neue Ausgabe beruht, ist vom legendären Johnnie Walker Black Label motiviert, der seit über 100 Jahren durch Reifung in Sherry-Fässern hergestellt wird. Von diesem Prozess inspiriert, befassten sich die Whiskyhersteller bei Johnny Walker noch eingehender mit den fruchtigen Noten, die dem Whisky durch die Reifung in Sherry-Fässern seinen Geschmack verleihen – und schufen den 12 Jahre gealterten, köstlich gehaltvollen und süßen Johnnie Walker Blenders Batch Sherry Cask Finish.
Johnnie Walker Blenders Batch Sherry Cask Finish wird aus Whiskys von Destillerien wie Blair Athol, Cardhu und Strathmill hergestellt und ist ein sanfter, dunkler Scotch mit Noten von süßer Vanille, Rauch, Rosinen und einem wärmenden Finish aus Zartbitterschokolade.
Aimée Gibson, Expertin für Whiskyherstellung bei Johnnie Walker, sagte: „Die Johnnie Walker Blenders‘ Batch Whiskys sind das Ergebnis kühner Experimente, die alle Grenzen für Geschmack überschreiten. Inspiriert durch das Element der Reifung in Sherry-Fässern im Johnnie Walker Black Label, war ich von dem gehaltvollen und fruchtigen Geschmack fasziniert, der dadurch der Mischung hinzufügt wurde. Das hat mich dazu motiviert, mit dem Sherry-Fass-Finish zu experimentieren, um mehr von diesen fruchtigen Noten zu entfesseln und eine einzigartige Geschmacksdynamik hinzuzufügen.“
Sie fügte hinzu: „Das Ergebnis war außergewöhnlich: Johnnie Walker Blenders‘ Batch Sherry Cask Finish ist ein fantastisch süßer und gehaltvoller Whisky. Er ist perfekt für Scotch-Whisky-Anfänger, wird aber auch erfahrene Whiskyliebhaber begeistern.“
Dayalan Nayager, der Geschäftsführer von Diageo Global Travel, kommentierte die exklusive Edition für den Reiseeinzelhandel: „Dies ist ein besonderer Auftakt für Diageo Global Travel, weil die Edition speziell unseren Kunden angeboten wird. Dies ist die erste Exklusiv-Edition für den Reiseeinzelhandel aus der Johnnie Walker Blenders‘ Batch-Reihe und damit perfekt für Reisende, die im neuen Jahr etwas ganz Besonderes verschenken wollen.
Reisende suchen nach Marken, die auf Entdeckungen, Authentizität, Handwerkskunst und echten menschlichen Geschichten beruhen, und dafür ist nichts besser geeignet als Johnnie Walker. Wir freuen uns, unseren Kunden einen Einblick in die Welt des Geschmacks der weltgrößten Scotch-Whisky-Marke geben zu können und unser Sortiment um eine weitere Innovation zu erweitern.“
Am besten genießen Sie Johnnie Walker Blenders‘ Batch Sherry Cask Finish mit Ginger-Ale und einem frischen Orangenschnitz – und schon haben Sie einen köstlichen hausgemachten Cocktail kreiert. Ähnlich wie Johnnie Walker Black Label eignet sich dieser neue Whisky perfekt zum Mixen. Servieren Sie diesen Longdrink am Abend und verleihen Sie diesen bestimmten Nächten, in denen Konversationen in vollem Gange sind, einen Hauch von Luxus.
Gönnen Sie sich oder jemand anderem in diesem neuen Jahr einen aufregenden neuen Geschmack. Reisende können ab sofort in ausgewählten Duty-free-Shops weltweit eine Flasche Johnnie Walker Sherry Cask Finish kaufen. Der Preis liegt bei £26,50/$44 (unverbindliche Preisempfehlung) für eine 1-Liter-Flasche.
[1] International Wine & Spirit Research (IWSR) 2017 – basierend auf Volumen- und Wertdaten aus 2016
Um 27% hat sich der Absatz von Whisky bei der im Besitz von Gordon & MacPhail stehenden Speyside Distillery Benromach im letzten Jahr gesteigert. Zurückzuführen ist das vor allem auf die Exportmärkte, in denen die Abfüllungen aus der Brennerei besonders gut gehen.
Man hat bei Benromach die Kapazitäten in der Brennerei bereits dementsprechend erweitert, nun braucht man auch neue Lagerhäuser, um der gesteigerten Nachfrage Folge leisten zu können. In diesem Sinne hat man Pläne für neue Lagerhäuser entworfen, die im Westen der Brennerei in den Randgebieten von Moray entstehen sollen, berichtet Press & Journal.
Die Pläne werden am 17. Januar zwischen 14 und 19 Uhr im Besucherzentrum der Destillerie einsehbar sein, auch beim zuständigen Architekten LDN Architects kann man sie nach telefonischer Voranmeldung betrachten. Dies tut man, damit sich die Öffentlichkeit, als deren Teil man sich bei Benromach sieht, über die Lage und das Aussehen der Lagerhäuser informieren kann.
Wann genau mit einem Baubeginn zu rechnen ist, kann man noch nicht sagen – „wenn wir sie dann brauchen“, hört man aus der Destillerie.
Whisky muss gut gereift sein, um gut zu sein. Muss er? Und. Was ist überhaupt Reife, und wie wirkt sie sich tatsächlich auf die Flüssigkeit namens Whisky aus?
Dieser Frage geht ein hochinteressanter Artikel auf scotchwhisky nach – und zwar durch Statements hochrangiger Whiskyexperten aus Schottland, die sich wohl wie kaum jemand anderer bei diesem Thema auskennen:
Dr Bill Lumsden, Glenmorangie
Richard Paterson, Whyte & Mackay and Dalmore
Ronnie Cox, Berry Bros & Rudd
David Stewart, Balvenie
Jim Beveridge, Johnnie Walker
John Glaser, Compass Box
Interessant zu sehen ist in diesem Artikel, dass sich selbst diese Kapazitäten nicht immer leicht tun, „Reife“ zu definieren – wie der Autor des Beitrags konstatiert, wird der Zugang dazu oft durch das Gegenteil, die „Jugend“ von Whisky versucht.
Jedenfalls ein lesenswerter Artikel, der dem schwierigen, aber wichtigen Thema durchaus gerecht wird.
Zwei neue Laphroaig sind in der US-amerikanischen TTB-Datenbank aufgetaucht – was auf einen zukünftigen Marktstart hindeutet, aber keine absolute Sicherheit dafür ist. Wir bringen für Sie die Links darauf, aus Respekt vor dem Copyright auf das Artwork der Etiketten unterlassen wir es seit einiger Zeit, diese hier abzubilden. Sie müssen aber einfach nur unseren Links folgen, dann können Sie das jeweilige Artwork (das manchmal auch weiterführende Infos enthält) sehen.
Zunächst gibt es einen neuenLaphroaig Cairdeas, der im Fino Cask gefinisht ist, nachdem er im ex-Bourbon-Fass reifte. Er wird mit 51.8% abgefüllt werden. Die Fässer reiften in den Lagerhäusern 8 und 10.
Weiters ist in der Datenbank ein Laphroaig 28yo aufgetaucht, der zunächst in verschiedenen Fassgrößen vom Quarter Cask bis zum Butt reifte, um danach 12 Monate lang im Sherryfass nachzureifen. Der Whisky wird mit 46.3% abgefüllt. Wie der Cairdeas ist er nicht gefärbt und nicht kältefiltriert.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Traurige Nachrichten aus der Destillerie Bruichladdich: Carl Reavey, der Head of Communications der Destillerie und damit ihr Sprachrohr in verschiedensten Kommunikationskanälen, ist heute plötzlich verstorben. Fast alle Texte, die seit 2012 auf der Website, in PR-Aussendungen und in sozialen Medien zu finden waren, stammten aus seiner Feder. Damit prägte er das Image von Bruichladdich entscheidend mit.
Carl Reavey wurde 61 Jahre alt. Unser Mitgefühl gilt der Familie.
2018 sollen die Stills arbeiten, aber schon jetzt macht das Projekt Schlagzeilen: Ihr gesourcter (also aus Fremdquellen zugekaufter) Whiskey ist laut Irish Central der schnellstwachsende Whiskey Irlands des Jahres 2017.
Im Online-Magazin hat man ein Interview mit Darryl McNally von eben jener Dublin Liberties Distillery geführt und ihn zu der Brennerei und den Entwicklungen in Irland befragt. Seine Expertise dazu ist nicht unerheblich, war McNally doch die letzten 18 Jahre für Pernod und Diageo zuständig, zuletzt als Master Distiller für Bushmills.
Hier ein Ausschnitt, in dem er über die Eigenheiten der Dublin Liberties Distillery spricht:
Our distillery will fall under the category of a craft to commercial size distiller, which will be able to handle up to 700,000 liters of alcohol. We’re in the process of building a really innovative, energy efficient, distillery right in the heart of Dublin City Center, which will be producing the finest distillery Dublin has seen for many years.
Along with a visitor’s center experience, which will not only showcase making whiskies but will also tell the liberties story of Dublin and the people of liberties and the many fine characters, it will be a historic tour of life in the Liberties. Paying our respects to those who came before us.
Das gesamte ausführliche Interview können Sie hier nachlesen.
Insgesamt 326 Geschmacksnoten für Whisky – davon jeweils 200 auf einem Poster entweder im Raster angeordnet oder auf einem zweiten Poster als Tasting Wheel dargestellt sowie Segmente als Postkarten – das ist das Kickstarter-Projekt, auf das uns dessen Team heute aufmerksam gemacht hat.
Die Initiatoren schreiben uns:
Über zweieinhalb Jahre haben wir gesucht, gesammelt und fotografiert und 326 Geschmacks- und Geruchsnoten zu Papier gebracht: die Aromen von Whisky, fotografiert im Whiskyglas.
Das Ganze wird entweder als Poster, als Wheel oder in Teilen auf Postkarten dargestellt. Hier mal ein Ausschnitt des Posters, das die Geschmäcker in Form eines Tasting Wheels angeordnet zeigt:
Nicht ganz so strukturiert, aber dafür sehr dekorativ ist das Poster mit der Rasteranordnung (auch hier ein Ausschnitt):
Das Flavour Wheel hat das Format 82 x 88 cm, das Rasterposter das Format 59.4 x 84.1 cm. Beide zeigen etwas unterschiedliche Dinge, für die genaue Beschreibung schauen Sie doch bitte einfach auf die Kickstarter-Seite.
Insgesamt will man 3590 Dollar sammeln, um die Kosten zu decken. Mit dabei ist man mit Beträgen von 5 bis 200 Euro (im System von Kickstarter scheint das durch das internationale Projekt so eingestellt zu sein), dafür gibt es dann auch unterschiedliche „Belohnungen“ bis hin zu einem Poster im eigenen Design (vielleicht was für Clubs?).
Das Ganze passiert nach dem „Alles oder nichts“-Prinzip: Wenn in den nächsten 25 Tagen (bis zum 3. Februar) der Betrag nicht eingesammelt werden kann, dann bleibt das Projekt unrealisiert und keiner zahlt einen Cent.
Dass wir hier auf Whiskyexperts gehäuft Nachrichten zu irischem Whiskey bringen, liegt schlicht und ergreifend an der Tatsache, dass sich die Whiskeyszene dort über die letzten Jahre mehr und mehr belebt hat. Aktuellstes Zeichen dafür sind die aktuellen Zahlen aus den irischen Destillerien, was den Zustrom an Besuchern betrifft.
Wie die Irish Times in einem Artikel berichtet, haben sich die Besucherzahlen bei den Destillerien im letzten Jahr deutlich positiv entwickelt. Ein Plus von 11% konnten jene zwölf Besucherzentren verzeichnen, die diese Daten auch erfassen. Statt 733.000 sind es nun, im Jahr 2017, 814.000 geworden.
Die Besucher kamen dabei laut den Unterlagen der Irish Whiskey Association, hauptsächlich aus den USA, UK, Deutschland, Frankreich und Nordeuropa.
Abgesehen davon, dass diese Entwicklung bei den Destillerien selbst für Freude sorgt, ist sie auch für die irische Tourismusindustrie relevant, da die Besucher natürlich nicht allein in den Brennereien ihr Geld lassen, sondern natürlich auch in den Hotels, der Gastronomie und in vielen anderen Wirtschaftszweigen.
Für das laufende Jahr erwartet man sich eine weitere Steigerung, nicht zuletzt dadurch, dass 2018 weitere Besucherzentren, wie zum Beispiel der Destillerien in Clonakilty und Drogheda, dazukommen werden.
Zwei Abfüllungen aus der Destillerie Strathmill stehen heute auf dem Programm einer kleinen aber feinen Verkostungssession bei Serge Valentin (heute wieder einmal ohne seinen Partner Angus).
Serge sagt, Strathmill sei weder besonders bekannt noch besonders berühmt, und er könne nicht wirklich den Charakter der Destillerie beschreiben – aber unserer Meinung nach gibt es immer wieder Abfüllungen von dort, die Aufmerksamkeit verdienen. Ob diesmal welche bei Serge dabei sind?
Nun ja, schlecht schneiden die beiden Bottlings aus dem Vorjahr in der Verkostung jedenfalls nicht ab:
Strathmill 2004/2017 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseur’s Choice): 82 Punkte
Strathmill1975/2017 (47.4%, Malts of Scotland for G&B Whisky Fest, cask #MOS 17047, 87 bottles): 88 Punkte
By Ulysses.Hood – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37546947
Cask Finishes, und dabei auch Wine Cask Finishes, sind momentan sehr gefragt. Einerseits bei Destillerien, weil man mit ihnen Whisky einen besonderen Touch geben kann, andererseits bei Genießern, denn – richtig eingesetzt – machen sie sowohl in der Nase als auch am Gaumen viel Freude. Richtig eingesetzt bedeutet dabei, dass das Finish den Charakter des Whiskys nicht überdecken, sondern unterstützen soll.
Master of Malt, ein Onlinehändler von der Insel, gibt in einem Blogeintrag einen kurzen Überblick über acht Whiskys, die ein Finish in Weinfässern aufweisen können. Dabei sind schottische Marken wie Tullibardine oder Arran und Edradour, aber auch amerikanische Whiskeys und auch zwei Iren, wovon einer ein Single Grain Whiskey ist.
Zu jedem Whisky gibt es im Artikel auch eine kurze Beschreibung, die vielleicht Lust machen könnte, sich das eine oder andere Bottling beim lokalen Händler zu holen.