Bauantrag für Portavadie Distillery eingereicht

In den Highlands soll eine weitere neue Destillerie entstehen, und zwar im „Geisterdorf“ Polphail, einer Siedlung, die für Arbeiter an Ölplattformen gebaut wurde und nun relativ verwahrlost leersteht (Bilder des Baugrunds können Sie auf der Webseite von Darren Baird Architecture sehen).

Die Portavadie Distillery, für die der Bauantrag beim Argyll and Bute Council eingebracht wurde, soll nach der Fertigstellung 60.000 Liter Whisky und Gin produzieren. Eine Baugenehmigung, die man bereits für Lagerhäuser erteilt bekommen hat, wird laut dem Bericht in The Spirits Business nicht genutzt, man will die Fässer an anderer Stelle lagern, bis tatsächlicher Bedarf an Lagerfläche vor Ort besteht.

Ganz neu ist das Projekt übrigens nicht, wir haben bereits im Jahr 2013(!) über die Pläne berichtet – allerdings war es seit damals sehr ruhig um die Destillerie.

Das Geisterdorf Polphail, vom Meer aus gesehen. Photo by Skin – ubx on VisualHunt.com / CC BY

Sechs bis acht Arbeitsplätze sollen mit der Destillerie entstehen, die auch ein Besucherzentrum und ein Café, einen Shop und Tastingräume enthalten soll. Auch Wohnraum für die Angestellten ist geplant.

Der Initiator, Alexander Bulloch (Loch Lomond), mittlerweile weit in seinen 80ern, hat bereits 300.000 Pfund in die Pläne gesteckt und will, wenn alle administrativen Hürden genommen sind, Mitte 2018 mit dem Bau beginnen.

Video: Ralfy verkostet Auchentoshan 12yo (Review #702)

Dreifach destillieren – das machen zumeist die Iren. In Schottland war es in den Lowlands üblich, von den alten Destillerien dort brennt aber nur mehr Auchentoshan auf diese traditonelle Weise. Abseits der Lowlands findet man diese Praktik zum Beispiel bei Springbank (ihr dreifach destillierter Malt nennt sich Hazelburn), und unlängst hat die Destillerie Benromach einen dreifach destillierten Single Malt auf den Markt gebracht, bei dem sich ein guter Preis mit guter Qualität trifft.

Ralfy widmet sich aber in seiner Videoreview heute dem Klassiker der dreifach gebrannten Schotten, dem Malt aus Auchentoshan. Und von dort hat er sich die Standardabfüllung ausgesucht, den Auchentoshan 12yo. Es ist ein Re-Review, und diesmal kann der Standard 82 von 100 Punkten einheimsen, was auf Ralfys Skala eher unten angesiedelt ist (Ralfys tiefste Wertung, bei der er noch ein Video online stellt, ist 80 Punkte).

Viel Vergnügen mit dem knapp 16 Minuten langen Video, das Sie natürlich auch auf Youtube sehen können.

Gewinnen Sie den Bowmore 26yo French Oak Wine Matured im Wert von € 420,-

Was für ein Gewinnspiel! Gemeinsam mit unserem Partner Beam Suntory Deutschland verlosen wir diesmal einen Hammerwhisky: Den Bowmore 26yo French Oak Wine Matured – ein wirklich exklusives Weihnachtsgeschenk, das die Herzen von Whiskyfreunden höher schlagen lässt. Mit diesem außergewöhnlichen Preis, dem wertvollsten Whisky, den wir bei Whiskyexperts jemals verlost haben, möchten wir uns auch für die Treue unserer Leserschaft und den stetig wachsenden Zuspruch bedanken! Ohne Sie könnten wir nicht das für Sie tun, was wir gerne tun: Ihnen Nachrichten und Hintergründe liefern, damit Sie sich Ihre eigene Meinung bilden können!

Jetzt aber geht’s in die Vollen – mit unserem Weihnachtsgewinnspiel.

Gewinnen Sie den Bowmore 26yo French Oak Wine Matured aus der Vintner’s Trilogy

„Vintner“, also Winzer, erklärt die Inspiration hinter den drei Abfüllungen der Reihe: Wein- & Sherry-Veredelungen. Die ersten beiden Auskopplungen aus der Serie sind Bowmore 18 Years Manzanilla Cask (52,5 Vol.-%) und Bowmore 26 Years French Oak Wine Matured (48,7 Vol.-%). Alle Single Malts lagerten in den berühmten No.1 Vaults – dem ältesten Whisky-Lagerhaus Schottlands – unter dem Meeresspiegel und bauen auf das charakteristische Geschmacksprofil von Bowmore auf.

Der Bowmore 18 Years Manzanilla Cask, die erste der beiden bislang erschienenen Abfüllungen, schmeckt nach gewürzten Sevilla-Orangen, Rübensirup, reifen Johannisbeeren, gesalzenem Karamell und einem leichten Hauch von Menthol und Kamille, ausbalanciert durch weiche Ringlotten, Vanillekaramellen und frischen Torfrauch.

Bowmore 26yo French Oak Wine Matured

Der Bowmore 26 Year Old Wine Matured reift die ersten 13 Jahre in ehemaligen Bourbon-Fässern, um danach 13 Jahre in Barriquefässern gelagert zu werden. Dadurch entwickelt er eine Farbe dunklen Bernsteins. In der Nase vermischen sich Rote-Johannisbeer-Marmelade, Kampferöl und Kirschkuchen mit erdigem Rauch und verwandeln sich unter Zugabe von Wasser in würziges Eichenholz, tropische Früchte wie Papaya und Mango und süßen Honig. Der vollmundige Whisky entwickelt am Gaumen Aromen von eichengewürztem Rauch und dunkler Schokolade, mit einem langen Abgang und dem für Bowmore typischen dezenten Salzaroma. Bowmore 26 Year Old Wine Matured wird in Fassstärke (48,7 Vol.-%) abgefüllt.

Im Handel ist diese Rarität um ca. € 420,- verfügbar.

Und so gewinnen Sie den Bowmore 26yo French Oak Wine Matured bei Whiskyexperts:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wie alt sind alle drei Abfüllungen der Vintner’s Trilogy zusammen?

a) 56 Jahre
b) 64 Jahre
c) 71 Jahre

Kleine Hilfe: Zum ersten Mal haben wir über die drei Bottlings im September dieses Jahres hier berichtet, und mit den Angaben dort können Sie auch die drei Altersangaben zur richtigen Lösungszahl addieren.

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Bowmore“!

3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.

Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 17. Dezember, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner des Preises und geben sie oder ihn am 18. Dezember 2017 bekannt. Der Gewinn wird durch Beam Suntory Deutschland versendet.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, seine Lösung mit dem Betreff „Bowmore“ einsendet und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab 4. Dezember 2017 bis 17. Dezember 2017, 23:59. Der Preisträger wird am 18. Dezember auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Beam Suntory Deutschland sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand erfolgt durch Beam Suntory Deutschland.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Serge verkostet: Ledaig, Teil 2

Schon in der vergangenen Woche hat sich Serge Valentin der rauchigen Abfüllungen der Destillerie Tobermory angenommen, die unter dem Namen Ledaig erhältlich sind (laut Auskunft von Kirstie McCallum, ehemalige Global Brand Ambassador von Tobermory, Bunnahabhain und Deanston, wird der Destilleriename Ledschick, mit Betonung auf der zweiten Silbe, ausgesprochen – aber auch hier kommt eine gewisse regionale Variabilität ins Spiel).

Auch diese Woche beginnt der Altmeister der Verkostungsnotizen mit Ledaig, und zwar mit fünf unabhängigen Abfüllungen – und wiederum gibt es nur eine darunter, die nicht ganz oben in den Punkterängen landet.

Hier also die Probanden der heutigen Verkostung und ihre Punkteergebnisse:

  • Ledaig 10 yo 2005/2016 (56.6%, Signatory Vintage for Taiwan, 1st fill sherry butt, cask #900149, 616 bottles): 88 Punkte
  • Ledaig 18 yo 1998/2016 (62.7%, Wilson & Morgan, sherry, butt #800032, 445 bottles): 88 Punkte
  • Ledaig 13 yo 2004/2017 (55.2%, The Single Malts of Scotland, hogshead, cask #37): 90 Punkte
  • Ledaig 8 yo 2008/2016 (60.9%, Archives, sherry butt, cask #700712, 609 bottles): 89 Punkte
  • Ledaig 11 yo 2005/2016 (56.8%, The Single Malts of Scotland, sherry butt, cask #900161, 564 bottles): 79 Punkte
Die Destillerie Tobermory (produziert auch Ledaig). Bildrechte bei Torsten Dahmke.

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (52)

Heute feiern wir ein kleines Jubiläum: Seit einem Jahr präsentieren wir Ihnen hier jeden Sonntag Videos und Podcasts, die wir von den Erstellern der Beiträge selbst zur Veröffentlichung erhalten haben und mit denen wir Sie einladen wollen, ein wenig auf geschmackliche Entdeckungsreise zu gehen.

Und bei dieser Gelegenheit wollen wir uns auch bei den Vloggern und Podcastern bedanken, die die Szene mit ihren Beiträgen bereichern. Diesmal, und das scheint der Vorweihnachtszeit geschuldet zu sein, ist es hier etwas ruhiger als sonst, aber umso interessanter finden wir die Beiträge, die wir Ihnen heute, in der 52. Folge, vorstellen können:

Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort auch als Playlist komplett ansehen – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite

Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Video: Loch Lomond mit dem Wasserflugzeug

Haben Sie heute etwas Lust auf Abenteuer? Dann laden wir Sie ein auf einen Rundflug mit einem Wasserflugzeug, von Loch Lomond startend, bis hinaus über das Nordende von Jura und wieder zurück.

Unser Flugzeug ist eine Cessna C208 auf Schwimmern, und unser Reisereporter ist iwancanobiRC auf Youtube, der den Rundflug von seinem Vater und dessen Frau geschenkt bekommen hat. Vom Start bis zur Landung zeigen eindrucksvolle Bilder die wunderschöne Landschaft der schottischen Westküste. Und damit Sie immer wissen, wo Sie sind, werden hin und wieder kleine Kartenbilder eingeblendet.

Also, anschnallen und in den Sonntag starten. Wir wünschen viel Vergnügen!

Whisky im Bild: Altnafeadh, nahe Glencoe (Wallpaper)

An der A82 bei Altnafeadh, etwas östlich von Glencoe, ist diese wunderschöne Aufnahme von Benjamin Davies entstanden, die wir Ihnen heute als Wallpaper präsentieren wollen. Die nebelige Lichtstimmung passt gut zur Jahreszeit, finden wir, das Grün ist für jene, die nicht unbedingt winteraffin sind, ein schöner Hoffnungsschimmer.

1.8MB und 3998×2533 Pixel sind die Dimensionen des rechtefreien Bildes in Originalgröße, das Sie unkomprimiert wie immer hier herunterladen können. Untenstehend bringen wir es für Sie zur Ansicht in einer auf kleinere Größe reduzierten Version.

Whiskyfun: Angus verkostet Bunnahabhain, Glen Garioch, Bowmore und Springbank

Angus MacRaild, die „Samstagsvertretung“ von Serge Valentin auf Whiskyfun, hat sich heute nicht auf eine Destillerie konzentriert, sondern widmet sich dem Paarlauf – zwei Abfüllungen aus der selben Brennerei, die miteinander oder gegeneinander antreten.

Mit dabei sind: Bunnahabhain, Glen Garioch, Bowmore und Springbank, wobei bei Bowmore das Duett ein Triplet geworden ist. Warum die Paarungen so zusammengestellt wurden, wie sie sind, entzieht sich unserer Kenntnis, allzu tiefen Sinn wollen wir aber gar nicht dahinter vermuten – meistens ist ja der Whisky selbst der beste Anlass, ihn zu trinken :-).

Hier die Wertungen der Verkostung, und die sind bis auf eine Ausnahme nicht von schlechten Eltern:

  • Glen Garioch 21 yo 1993/2015 (57.0%, Berry Brothers for Germany, cask 781) : 87 Punkte
  • Glen Garioch 24 yo 1990/2015 (55.5%, Dewar Rattray for Alba Import, Germany, Hogshead, #7947): 90 Punkte
  • Bunnahabhain 31 yo 1976/2008 (48.1%, Murray McDavid Mission, Fino sherry casks, 1134 bottles): 88 Punkte
  • Bunnahabhain 31 yo 1976/2008 (47.0%, Murray McDavid Mission, Oloroso sherry casks, 1025 bottles): 89 Punkte
  • Bowmore 11 yo ‘Feis Ile 2017’ (53.8%, OB, Sherry & Wine casks, 2000 bottles): 77 Punkte
  • Bowmore 2000/2016 (56.1%, Riegger’s Selection, Bourbon, cask#800115, 236 bottles): 90 Punkte
  • Springbank 21 yo ‘pear shape’ (43%, OB, Italian import, early 1970s): 94 Punkte
  • Springbank 12 yo ‘Cask Strength’ (57.6, OB, rotation 1994): 88 Punkte

Neu: Jameson Caskmates IPA Edition

Irish Distillers hat mit Jameson Caskmates eine recht erfolgreiche Marke in die Welt gesetzt, die mit ihrer Kombination zweier Welten punkten kann. Irischer Whiskey, in mit Bier präparierten Fässern gefinisht – schöner kann man die Pubkultur in einem Getränk kaum zusammenfassen.

Nach dem globalen Erfolg von Jameson Caskmates hat man im September in Irland Jameson Caskmates IPA Edition versuchsweise auf den Markt gebracht – hier wird der dreifach destillierte irische Whiskey in IPA-seasoned barrels gefinisht. Abgefüllt wird der daraus resultierende Whiskey mit 40%, der Preis in Irland liegt momentan bei 38 Euro.

Der Marktversuch in Irland ist zur Zufriedenheit von Irish Distillers verlaufen – jetzt kommt der weltweite Rollout. Zunächst wird der Jameson Caskmates IPA Edition im Dezember in den USA veröffentlicht, dann im Januar in Irland und später dann auch in anderen Märkten.

Jameson empfiehlt übrigens, den Whiskey auf Eis oder als Sideorder zu einem Craft IPA zu genießen.

Neu: Springbank Local Barley 10yo erscheint am 5. Dezember

Und die nächste langerwartete Abfüllung, die wir allerdings schon im Oktober in der TTB-Datenbank aufgefunden haben, wird am Horizont sichtbar: Springbank hat bekanntgegeben, dass der neue Springbank Local Barley 10yo am 5. Dezember erscheinen wird.

Gereift ist der neue (und jüngste) Local Barley zu 70% in Bourbonfässern, zu 30% stammt er aus Sherryfässern, was die doch etwas dunklere Farbe auf den Fotos erklären könnte. Die Tasting Notes, die wir hier in der Originalsprache bringen, lauten wie folgt:

Nose: The nose on this dram is constantly changing and always exquisite. Pick your favourite dessert: vanilla ice-cream with butterscotch sauce, pecan pie or creme caramel. Custard cream biscuit and chocolate honeycomb are also present. The tasting panel has a sweet tooth.

Palate: The whisky has a lovely delicate floral quality of lemongrass and citrus tea. There’s also the sweetness of almonds and marzipan which is balanced with a hint of peat and ends on a note of luxury, pure smooth velvet.

Finish: You can tell this was matured in a dunnage warehouse, with the soft earthy finish. At the end you can taste salted caramel and the spiciness of freshly baked cinnamon buns drizzled with honey.

Das Erscheinungsdatum des mit 57.3% abgefüllten Whiskys, von dem 9000 Flaschen auf den Markt kommen werden, gilt für das Vereinigte Königreich, für unsere Lande muss man sich auf etwas zusätzliche Wartezeit einstellen. Der reguläre Verkaufspreis in UK beträgt 86 Pfund, einen Preis für Deutschland können wir noch nicht nennen.

PR: Der Rauchkofel Single Malt Whisky ist endlich erhältlich

Die Naturbrennerei Kuenz in Dölsach zählt jetzt auch zu den österreichischen Whisky-Destillerien. Wie sie in ihrer heutigen Pressemitteilung bekannt gibt, wurde Batch Nr.1 des Rauchkofel Single Malts abgefüllt und ist nun direkt bei der Brennerei in Osttirol erhältlich. Näheres zum ersten Single Malt der Naturbrennerei Kuenz finden Sie im folgenden Pressetext:

Die Kuenz Naturbrennerei ist seit vielen Jahren bekannt, Destillate auf höchstem Niveau zu erzeugen. Titel wie „Nationensieger Österreich 2015“ auf der Destillata machten den Betrieb weit über die Grenzen Osttirols bekannt. Beim Familienbetrieb ist nun mit Johannes und Florian Kuenz die 12. Generation am Ruder, die mit dem Rauchkofel Single Malt Whisky die vielfältige Produktpalette erweitert.

Über die letzten Jahre reifte ein besonderer Tropfen in den Fässern der Osttiroler Destillerie. Für den ersten Batch des Rauchkofel Single Malts wurde ausschließlich Österreichische Gerste, in Zukunft wird die Brennerei sogar auf 100% Osttiroler Gerste setzen, verwendet.

Schon der Rauchkofel White Spirit, der ungelagerte Newmake vom Kuenzhof, ließ durch seine fruchtigen Aromen erkennen wo die Reise hingeht. Die Hälfte der Lagerzeit verbrachte der Single Malt in Virgin Oak Fässern aus steirischem Eichenholz. Wie sich der Brand nach dieser Zeit präsentiert, kann man mit dem Rauchkofel Red Spirit erleben. Beim Finishing entschieden sich die Brüder für First Fill Pedro Ximenez Sherry Fässer, die dem Whisky ein wunderbares Spiel aus Honig und Zartbitterschokolade verliehen.

Am 01.Dezember 2017 startet nun der Verkauf der Erstabfüllung des Rauchkofel Single Malt Whiskys. Aufgrund der enormen Kundennachfrage, Interessenten konnten sich bereits über Monate hinweg Flaschen sichern, wird nur eine limitierte Stückzahl in den freien Verkauf gegeben. Die Familie Kuenz bietet außerdem eine exklusive COLLECTORS EDITION mit der Rauchkofel Serie (White Spirit, Red Spirit, Whisky aus dem ersten Batch) für Sammler sowie 50ml Flaschen als Kostprobe an.

Interessierten wird empfohlen sich direkt bei der Brennerei in Osttirol zu melden.
Kuenz Naturbrennerei Gödnach 2 9991 Dölsach info@kuenz-schnaps.at +43 4852 64307

Verkostungsnotiz Rauchkofel Single Malt Whisky Batch 1:
Farbe: Bernstein
Nosing: Gebirgshonig mit eleganter Vanille abgerundet mit harmonischer Sherrynote
Geschmack: Feines Zusammenspiel von frischem Eichenholz und zartem Karamell abgerundet mit angenehmer Süße
Nachklang: Überraschende Länge und intensiver Zarbitterschokoladenton

Inchdairnie Distillery wird unter dem Namen „Ryelaw“ schottischen Rye produzieren

Vielfalt ist etwas Schönes, und so ist die Ankündigung der Destillerie Inchdairnie in Fife, einer seit 100 Jahren in Vergessenheit geratenen Ausprägung von Scotch neues Leben einzuhauchen, mit Freude zu sehen.

Wie Inchdairnies Managing Director Ian Palmer gegenüber The Spirits Business angab, wird ab dem heutigen Tag in der Brennerei ein Spirit hergestellt, der einen großen Anteil von schottischem Roggen enthält. Vor über 100 Jahren, so Palmer, sei diese Rezeptur nichts Unübliches gewesen, wie er bei Studien alter Unterlagen herausfand, danach aber in Vergessenheit geraten.

Ryelaw, wie sich der Ryewhisky nennt, wird offiziell als Single Grain Scotch Whisky tituliert werden, den Gesetzen und Vorgaben entsprechend. Nach dem Brennen wird der Ryelaw in frische amerikanische Eichenfässer gefüllt werden und darf darin reifen, bis er den Standards der Destillerie entspricht. Dass das durchaus länger dauern kann, hat die Destillerie, die seit 2015 in Betrieb ist, schon mit ihrem Single Malt unter Beweis gestellt: Die erste Abfüllung soll erst 2029, also mit 14 Jahren, auf den Markt kommen.

Inchdairnie. Foro: Dr. Mario Prinz
Inchdairnie. Foro: Dr. Mario Prinz
Inchdairnie. Foro: Dr. Mario Prinz

Neu: BenRiach 21yo – gereift in vier Fasstypen

Dass der beliebte BenRiach 20yo und der BenRiach 16yo mit einigen anderen Abfüllungen vom Markt verschwinden werden, haben wir Ihnen ja bereits vor fast einem Jahr angekündigt, genauso wie das Erscheinen des neuen BenRiach 21yo, der heute offiziell vorgestellt wurde und damit den Reigen der Neuerscheinungen bei der Brennerei nach der Übernahme durch Brown-Forman fortsetzt. 

Der BenRiach 21yo ist in vier verschiedenen Fasstypen gereift: Bourbon barrels, virgin oak, Pedro Ximenez und Rotweinfässern. Rachel Barrie, Master Blenderin bei der Speyside-Destillerie, hat die Fässer geblendet und damit laut Angaben der Brennerei einen facettenreichen und ausbalancierten Malt geschaffen.

Im Original beschreibt Rachel Barrie den Geschmack so:

This new unpeated expression is likely to both surprise and delight, as it opens with
fresh summer fruit compote, soft vanilla and vibrant candied peel, developing into tangy
red fruits, barley sugar and the warmth of chocolate ginger. I look forward to sharing this
enigmatic malt with all intrigued to discover more.

Und hier die offiziellen Tasting Notes:

Colour: Bright autumn gold.
Nose: Ripe summer fruit compote with contrasting candied peel and a warming stem ginger background.
Taste: Soft vanilla and cinnamon give way to tangy red fruits and citrus peel. Barley sugars and honeyed malt build into the long, sweet and satisfying finish.

Der BenRiach 21yo wird demnächst im Handel erscheinen, und er wird Anfang 2018 von einem zweiten, diesmal aber rauchigen 21jährigen BenRiach ergänzt. Preis wurde in der Aussendung übrigens keiner genannt, aber er ist, wie man in englischen Webshops sehen kann, doch merkbar über dem Preis des alten 20yo positioniert (bei Master of Malt wird er z.B. mit 141 Euro ausgepreist, gegen 101 Euro für den BenRiach 20yo).

Neu: Bruichladdich The Organic 2009, Bere Barley 2008: Islay Grown

Der Advent beginnt, was Neuerscheinungen angeht, nicht besinnlich, sondern gleich mit zwei neuen Whiskys von Islay (einen davon konnten unsere aufmerksamen Leser zum ersten Mal übrigens hier entdecken):

Die Gerste für den neu erschienenen Bruichladdich The Organic 2009 stammt von den Mid Coul Farms in Dalcross am Moray Firth. William Rose, der Bauer, von dessen Feldern die biologische Gerste kommt, verwendet Fruchtwechsel, um auf künstlichen Dünger oder Pestizide verzichten zu können.

Die Gerste wurde 2009 verarbeitet, ist aber bereits im Jahr 2008 geerntet worden. Die Fässer sind ex-Bourbon und ex-Tennesseefässer, der Whisky konnte acht Jahre darin reifen und wurde dann mit 50% abgefüllt.

Insgesamt gibt es 18.000 Flaschen vom Bruichladdich The Organic 2009, im Webshop von Bruichladdich kostet er knapp unter 70 Pfund, er sollte aber in Bälde bei den entsprechenden Händlern in Deutschland erhältlich sein.

Der Bruichladdich Bere Barley 2008: Islay Grown stammt, wie der Name schon sagt, zu 100% von Gerste, die auf Islay wuchs, und zwar von der sechsreihigen Gerste, die als älteste kultivierte Gerstensorte Schottlands gilt. Im gegebenen Fall wuchs sie auf den Feldern des Dunlossit Estate.

Auch hier erfolgte die Reifung in ex-Bourbon und ex-Tennesseefässern, diesmal für neun Jahre. 18.000 Flaschen wurden mit 50% abgefüllt, der Whisky ist im Bruichladdich-Shop um 70 Pfund plus Porto erwerbbar, er wird aber, so wie der Organic, bei Händlern erhältlich sein.