Neu: Bruichladdich The Organic 2009, Bere Barley 2008: Islay Grown

Der Advent beginnt, was Neuerscheinungen angeht, nicht besinnlich, sondern gleich mit zwei neuen Whiskys von Islay (einen davon konnten unsere aufmerksamen Leser zum ersten Mal übrigens hier entdecken):

Die Gerste für den neu erschienenen Bruichladdich The Organic 2009 stammt von den Mid Coul Farms in Dalcross am Moray Firth. William Rose, der Bauer, von dessen Feldern die biologische Gerste kommt, verwendet Fruchtwechsel, um auf künstlichen Dünger oder Pestizide verzichten zu können.

Die Gerste wurde 2009 verarbeitet, ist aber bereits im Jahr 2008 geerntet worden. Die Fässer sind ex-Bourbon und ex-Tennesseefässer, der Whisky konnte acht Jahre darin reifen und wurde dann mit 50% abgefüllt.

Insgesamt gibt es 18.000 Flaschen vom Bruichladdich The Organic 2009, im Webshop von Bruichladdich kostet er knapp unter 70 Pfund, er sollte aber in Bälde bei den entsprechenden Händlern in Deutschland erhältlich sein.

Der Bruichladdich Bere Barley 2008: Islay Grown stammt, wie der Name schon sagt, zu 100% von Gerste, die auf Islay wuchs, und zwar von der sechsreihigen Gerste, die als älteste kultivierte Gerstensorte Schottlands gilt. Im gegebenen Fall wuchs sie auf den Feldern des Dunlossit Estate.

Auch hier erfolgte die Reifung in ex-Bourbon und ex-Tennesseefässern, diesmal für neun Jahre. 18.000 Flaschen wurden mit 50% abgefüllt, der Whisky ist im Bruichladdich-Shop um 70 Pfund plus Porto erwerbbar, er wird aber, so wie der Organic, bei Händlern erhältlich sein.

Video: Ralfy verkostet The Antiquary 35yo Blend 46% (Review #701)

Der Hausblend der Destillerie Tomatin ist The Antiquary, und den gibt es in verschiedenen Altersabstufungen. Der The Antiquary 35yo Blended Scotch ist dabei mit einem Preis von knapp 300 Euro und einer Kleinauflage von gerade einmal 800 Flaschen das obere Ende des Sortiments.

Dass ein guter Blend ein ausgezeichnetes Geschmackserlebnis sein kann, beweisen viele Abfüllungen, auch von Unabhängigen (Family Silver von Cooper’s Choice fällt da zum Beispiel ein). Und dass The Antiquary 35yo nicht nur preislich in der Oberliga mitspielt, zeigt die Wertung von Ralfy mit fantastischen 93 von 100 Punkten. Wie es dazu kommt, zeigt das obenstehende Video, das diesmal über 20 Minuten lang ist.

Whiskys des Monats Dezember 2017: Bruichladdich Octomore-Serie

Seit fast fünf Jahren präsentieren wir Ihnen Monat für Monat einen Whisky, welchen wir beachtenswert finden, der halbwegs problemlos erhältlich ist und auch preislich im Rahmen bleibt. Und weil Weihnachten ist, sehen wir das letzte Kriterium diesmal nicht ganz so eng und erlauben uns auch mal den Griff in die gehobenere Preisklasse. Noch dazu haben wir diesmal nicht eine Einzelflasche, sondern eine Abfüllungsserie zum Whisky des Monats gekürt – und sie ist damit unsere sehr subjektive Weihnachtsempfehlung an unsere Leser: Der Bruichladdich Octomore.

Zum bereits achten Mal wurde der Bruichladdich Octomore in diesem Jahr veröffentlicht – ein Zeugnis dafür, wie sehr diese extrem getorften Whiskys nicht nur den Geschmack der Fans, sondern auch den Zeitgeist treffen. Dabei ist es interessant, dass der im Gesamtkonzept so futuristisch und innovativ anmutende Whisky nach einer längst vergangenen Destillerie auf der Insel Islay benannt ist, die auf dem Grundstück der Octomore Farm an den Hängen über Port Charlotte residierte. Man nimmt an, dass auch der Whisky von dort extrem torfig und jung war, als er ausgeschenkt wurde, und der Octomore ist eine Referenz auf diese lang vergangene, ungestüme Zeit.

Was uns bislang an den Octomore-Abfüllungen fasziniert hat ist der Umstand, dass die extreme Rauchigkeit nicht wie ein Vorschlaghammer die anderen Aromen des Whiskys zerprügelt. Da sind jede Menge anderer Geschmäcker, die es zu entdecken gilt, sei es nun aus dem Destillat selbst, oder aus den experimentellen Fässern, die bei Octomore immer wieder verwendet werden. Nach dem ersten „Rauchschock“ findet man in ihm Tiefen, die man von solch jungen Whiskys eigentlich nicht erwartet. Und in der Tat hat der Octomore seine Blütezeit in einem Alter von 10 Jahren abwärts. Der dreizehnjährige Octomore, den wir verkosten konnten, bricht in unseren Augen ein wenig mit der Stilistik.

Die neueste Serie, „Masterclass“ genannt, gefällt aber besonders. Die Abfüllungen sind sich in ihrer Strahlkraft ebenbürtig, man kann allenfalls über den Geschmack, nicht aber über die Qualität seinen Liebling definieren. Aber auch in den früheren Reihen sind durchwegs interessante und faszinierende Abfüllungen zu finden. Head Distiller Adam Hannett kuratiert die Octomore-Serie mit viel Fachverstand und Enthusiasmus. Sie finden sicherlich einen Octomore, der Sie faszinieren wird – so lange Sie nicht dem Rauch generell abhold sind.

Nein, der Bruichladdich Octomore ist nicht billig und ja, der Bruichladdich Octomore versucht im Aussehen für manche ein wenig zu sehr très chic zu sein, aber er ist und bleibt ein ausgezeichneter Whisky voller Innovationskraft und de facto ein eigenes Genre begründend. Er ist ein Erlebnis und hat sich die Auszeichnung als unser Whisky des Monats verdient – in welcher Ausprägung auch immer…

PR: Glenmorangie besiedelt Dornoch Firth mit heimischen Austern

Dass Glenmorangie sich für die lokale Umwelt mit interessanten Initiativen einsetzt, beweist unter anderem auch eine Aktion zur Aussiedelung von Austern im Dornoch Firth, über deren Ursprung wir bereits vor knapp einem Jahr berichteten. Nun hat uns dazu eine deutschsprachige Pressemitteilung erreicht, die wir hier gerne mit Ihnen teilen, berichtet sie doch auch darüber, dass Glenmorangie für solche und ähnliche Initiativen dreifach ausgezeichnet wurde:

Glenmorangie besiedelt Dornoch Firth mit heimischen Austern

Highland-Destillerie erhält drei Nachhaltigkeitspreise

Tain, Schottland / München, 30. November 2017. Austern in den Küstengewässern des Dornoch Firth wieder heimisch werden zu lassen und die Biodiversität in der Region zu erhöhen ist das Ziel der Glenmorangie Destillerie. Gemeinsam mit der Heriot-Watt Universität Edinburgh und der Marine Conservation Society siedelte die Highland-Destillerie europäische Austern (Ostrea edulis) an der schottischen Ostküste an. Sie gelten seit über 100 Jahren in der Region als ausgestorben. Dafür wurden die Partner mit drei Preisen im November 2017 ausgezeichnet. Die Scottish Environment Business Awards honorierten das nachhaltige Projekt zur Steigerung der Wasserqualität in der Küstenregion. Die Walpole British Luxury Awards würdigten ebenfalls die Umweltanstrengungen eines „Luxusherstellers mit Herz“ und die RSPB (Königliche Gesellschaft für Vogelschutz) prämierte mit ihrem Corporate Award das Engagement als eines der besten Naturschutzprojekte in Schottland.

Dr. Peter Nelson, Betriebsdirektor bei der Glenmorangie Company sagt:

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Vision, die fragile Schönheit der schottischen Highlandküste zu schützen und zu erhalten, von jenen ausgezeichnet wurde, die sich für unsere Umwelt einsetzen. Wir hoffen, dass diese Auszeichnungen großer Ansporn für die nächsten Schritte sein werden, dauerhaft natürliche Austernbänke wieder im Dornoch Firth zu etablieren.“

Das Dornoch Environmental Enhancement Project (DEEP) zählt zu den ersten Ansätzen, europäische Austern in einer natürlichen Umgebung wiederanzusiedeln. Unter der Leitung von Dr. Bill Sanderson setzte ein Team der Heriot-Watt-Universität 300 Austern in den Dornoch Firth ein und beobachtet kontinuierlich das Wachstum. Austern sind bekannt für ihre Fähigkeit, Wasser zu filtern. Mit der Schaffung natürlicher Austernbänke sollen die flachen Muscheln künftig Restwasser aus der Biogasanlage der Destillerie weiter reinigen. In naher Zukunft hoffen die Experten, junge Austern in Teichen mit der Abwärme der Glenmorangie Destillerie aufziehen zu können.

Dr. Bill Sanderson (rechts) und George Stoyle kontrollieren im schottischen Dornoch Firth die Wiederansiedelung europäischer Austern

Neu ab 6.12. 13:00 Uhr: Kilchoman Club Edition 2017

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Die Kilchoman Club Edition 2017 ist soeben angekündigt worden. 1241 Flaschen mit 57.4% des zu 100% in Bourbonfässern gereiften Whiskys können ab Mittwoch, dem 6. Dezember um 13 Uhr unserer Zeit bei Kilchoman im Clubshop online bestellt werden – und zwar wie üblich nur für Clubmitglieder. Preis: 99 Pfund plus Porto.

Die diesjährige Clubabfüllung bricht mit einer jahrelangen Tradition: Diesmal ist sie NICHT aus besonderen Fässern, sondern konzentriert sich auf den Destilleriecharakter im Bourbonfass. Aber (oder und): Es ist ein zehnjähriger Kilchoman, und zwar durch und durch. Hier alle Daten dazu – und wer Interesse hat, sollte sich vielleicht eine Erinnerung für nächsten Mittwoch setzen:

Neu: Johnnie Walker Blue Label Ghost and Rare (Brora, Pittyvaich, Cambus)

Einen Johnnie Walker, in dem Whisky aus drei Lost Distilleries zu finden ist, hat Diageo heute der Öffentlichkeit vorgestellt – und es wird nicht der letzte sein, der in der Serie erscheinen wird:

Johnnie Walker Blue Label Ghost and Rare enthält als sein Herzstück Whisky aus Brora, Pittyvaich und der geschlossenen Grain Distillery Cambus. Dazu findet man in ihm noch fünf andere Whiskys aus den Brennereien Royal Lochnagar, Clynelish, Glenkinchie, Glenlossie und Cameronbridge.

Abgefüllt ist der Johnnie Walker Blue Label Ghost and Rare mit 46%, in den USA kostet er 296 Dollar, was einen Preis von ca. 275 Euro bedeuten würde. Eine Anzahl der Flaschen wurde nicht genannt, sie sind aber einzeln durchnummeriert. Geschmacklich soll der Johnnie Walker Blue Label Ghost and Rare die Süße von Ananas zeigen, mit Haselnuss und dunkler Schokolade sowie ein leicht rauchiges Finish.

Master Distiller Jim Beveridge ist der Mann hinter der neuen Abfüllung, die, wie schon erwähnt, nicht die einzige der Serie bleiben soll.

PR: Kammer-Kirsch erweitert sein Sortiment um Produkte der KOVAL Distillery

Neues von Kammer-Kirsch: Man hat dort die Produkte der KOVAL Distillery aus Chicago in den Deutschlandvertrieb aufgenommen. Die Craft Distillery stellt nicht nur Whiskeys, sondern auch Gin her – und wurde von Brennmeister Robert Birnecker aus dem Salzkammergut in Oberösterreich gemeinsam mit seiner Frau Sonat gegründet. Hier alles Wissenswerte in der Pressemitteilung, die wir erhalten haben:

Kammer-Kirsch erweitert sein Sortiment um Produkte der KOVAL Distillery

Die Destillerie Kammer-Kirsch GmbH übernimmt den Import und Vertrieb von Whiskeys  und Gins der amerikanischen KOVAL Distillery aus Chicago.

Die charakteristischen Whiskeys von KOVAL zeichnen sich durch ihre einzigartige Getreidezusammensetzung und Herstellungsweise aus. Millet Whiskey, Rye Whiskey, Bourbon Whiskey und Four Grain Whiskey vervollständigen in idealer Weise das vielfältige Whiskey-Sortiment von Kammer-Kirsch. Im Gin-Segment bietet Kammer-Kirsch ab sofort auch den prämierten KOVAL Dry Gin und den für 6 Monate fassgereiften Barreled Gin der unabhängigen, familiengeführten KOVAL Distillery an.

KOVAL wurde im Jahr 2008 von Robert Birnecker und Sonat Birnecker Hart gegründet. Es war die erste Brennerei in Chicago seit mehr als 150 Jahren. Die Firmengründer gaben ihre akademischen Laufbahnen auf, um neue Techniken mit der Destillationstradition von Roberts österreichischem Großvater zu vereinen. Mittlerweile hat sich KOVAL durch den einzigartigen Produktionsstil zu einer der größten unabhängigen Craft Destillerien der USA entwickelt und weltweit Auszeichnungen für die konstante Qualität erhalten.

Nach der „grain-to-bottle“ Philosophie wird jeder Schritt der Destillation in Chicago ausgeführt – von der Maische bis hin zur Abfüllung. Das Wasser – ein Hauptbestandteil der Destillation – wird aus dem Lake Michigan gewonnen und mit natürlicher Holzkohle gefiltert.

Ausgangsprodukt für die Maische ist 100%naturreines Getreide aus dem Mittleren Westen der USA, das zu Mehl gemahlen und mit Enzymen aromaschonend eingemaischt wird.       Im Destillationsprozess wird nur das Herzstück des Destillats weiterverarbeitet, um die feinen Getreidearomen nicht zu verlieren. Als Brenngerät kommt hier eine 5000l Kothe Brennblase aus Deutschland zum Einsatz, die mit modernen Sensoren und Regelgeräten ausgestattet ist.

Die Fasslagerung erfolgt in neuen, dezent ausgebrannten Fässern aus amerikanischer Weißeiche. Durch die einmalige Verwendung der Fässer und speziell auf die Produkte zugeschnittene Größe von 30 Gallonen (ca.115 Liter) kann der Whisky seinen reinen und fruchtigen Körper bestmöglich entfalten und die perfekte Reifung erzielen. Die Destillate tragen die Bezeichnung “Single Barrel”, da alle Fässer als Einzelfässer bei gleichbleibender Qualität abgefüllt und auf der Flasche deklariert werden.

„JIM“ – der erste Smart Home Decanter für Whisky (mit Video)

Künstliche Intelligenz im Haushalt setzt sich immer mehr durch – nicht wenige Menschen in unseren Landen sprechen zum Beispiel mit einem walzenförmigen Gerät namens Alexa, andere rufen sporadisch „Ok, Google“ in ihr Smartphone oder haben eine kleine Siri in der Hosentasche.

Auf der US-amerikanischen Homepage des Bourbon-Giganten Jim Beam (die allerdings aus unseren Landen nicht erreichbar ist, wenn man nicht anonymisiert surft) wird das Ganze jetzt auf die Spitze getrieben – mit einem „intelligenten“ Bourbon Decanter namens „Jim“. Das um knapp 35 Dollar angepriesene Smart Device kann mit der Stimme von Master Distiller Fred Noe Fragen zu Bourbon beantworten. Und – das Wichtigste: Jim kann tatsächlich Bourbon einschenken. Nach sechs Monaten soll ihm aber der Saft ausgehen und er jeden Funken Intelligenz verlieren – er taugt dann nur mehr als Flasche ;-).

Machen Sie sich aber keine großen Hoffnungen, Jim wirklich kaufen zu können: Laut allen Angaben ist das Gerät momentan ausverkauft (und wird wohl nicht in Massenproduktion gehen). Für einen Schmunzler ist es aber allein vom Ansehen und Anhören her gut. Viel Spaß mit dem Video!

Serge verkostet: Ledaig, jung und knackig

Auf der Insel Mull steht die Destillerie Tobermory. Momentan macht sie tatsächlich nicht mehr als dort zu stehen, denn die Produktionslinie für ihre beiden Whiskysorten (Tobermory als ungetorfter Stoff, Ledaig als getorfter) wird gerade renoviert und bleibt daher stillgelegt. Besuche und Touren sind dennoch möglich – aber das nur so nebenbei.

Dem getorften Whisky aus Tobermory, Ledaig, widmet Serge Valentin heute seine Verkostung, und er hat sich vier Unabhängige ausgesucht, die gegen die zehnjährige Originalabfüllung antreten. Wer die Destillerie über die letzten Jahre verfolgt hat, der wird dort eine deutliche Steigerung in der Qualität der Abfüllungen bemerkt haben, und Ledaig ist mittlerweile durchaus als interessante und wertige Alternative zu so manchem Islay-Malt zu sehen.

Wie schlagen sich also die jungen Wilden aus Tobermory in der Verkostung? Sensationell, meint Serge, so lange sie nicht aus einem Weinfass stammen (denn das ist nicht nach seinem Geschmack, ganz generell):

  • Ledaig 2005/2017 (45%, Gordon & MacPhail, Private Collection, Hermitage wood finish, 4,100 bottles): 78 Punkte
  • Ledaig 2004/2017 (55.5%, Gordon & MacPhail, Cask Strength, sherry, first fill and refill sherry hogsheads, casks # 16600503-16600506): 90 Punkte
  • Ledaig 2005/2017 (56.6%, Signatory Vintage for La Maison du Whisky): 91 Punkte
  • Ledaig 10 yo (57.4%, Chorlton Whisky, bourbon hogshead, 2017: 91 Punkte
  • Ledaig 10 yo (46.3%, OB, +/-2017): 83 Punkte

GlenWyvis Distillery: Eröffnung heute

Ein guter Tag beginnt mit einer neuen Destillerie – und dementsprechend sollte das heute ein sehr guter Tag werden: GlenWyvis, die durch Crowdfunding finanzierte Brennerei in Dingwall, wird heute offiziell eröffnet und damit die erste Destillerie in der Region seit über 90 Jahren sein.

Von der Grundsteinlegung (siehe unser erstes Video unten) bis hin zur Eröffnung dauerte es nicht einmal ein Jahr, und die mehr als 3.000 Unterstützer, die das Projekt im Wert von 3.8 Millionen Pfund erst möglich machten, können mit dem Fortschritt wohl mehr als zufrieden sein.

Gründer und Managing Director John McKenzie ist es wohl auch, denn noch in diesem Jahr wird man auch mit der tatsächlichen Produktion von Whisky beginnen. Die Kapazität der beiden Stills ist überschaubar, 140.000 Liter kann man erzeugen, und man will einen grasigen, leichten Stil als Hausstil produzieren.

GlenWyvis wird zu 100% mit erneuerbarer Energie betrieben und will im Generellen so umweltfreundlich wie möglich produzieren. Untenstehend nochmals der neueste Film der Destillerie, den wir schon vor 14 Tagen gebracht haben, und der diese kurz vor ihrer Fertigstellung zeigt.

Mehr Berichte über GlenWyvis können Sie hier nachlesen.

 

Ab 5. Dezember: Kilkerran Cask Strength 8yo Batch #2

Gerade angekündigt wurde ein neuer Whisky aus der Destillerie Glengyle in Campbeltown: Der Kilkerran Cask Strength 8yo ist die Neuauflage des ersten Whiskys aus der Serie, diesmal aber mit einer Alkoholstärke von 55.7%. Er stammt zu 100% aus Bourbon-Fässern.

Der neue Kilkerran wird ab 5. Dezember in UK erhältlich sein und dort 48 Pfund kosten – aber es wird wohl nicht lange dauern, bis er auch bei uns erhältlich sein wird. Die englischsprachigen Tasting Notes lesen sich wie folgt:

Nose – Waxy with vanilla pods, lemon sponge, candy floss, malted barley and digestive biscuits.

Palate – Watermelon, lime and lemon zest, green apples, pencil shavings, salted peanuts, golden syrup with light mineral notes.

Finish – An excellent balance of peat smoke; Earthy, briny and hints of liquorice, leaving you yearning for more.

Glengyle gehört zu Springbank, ist aber eine eigenständige Destillerie, die unter anderem auch deshalb gebaut wurde, damit Campbeltown nicht den Status als Whiskyregion verliert. Uns darf es freuen, denn aus der Brennerei kommt in der Regel sehr beachtliche Qualität…

PR: Klaus Pinkernell übernimmt den Generalimport für Claxton’s in Deutschland

Neuigkeiten erreichen uns von Klaus Pinkernell, Noch-Betreiber der beiden Cadenhead-Shops in Berlin und Salzburg (über die Veränderungen berichteten wir hier), ab dem nächsten Jahr aber eigenständig in Sachen Whisky unterwegs. Er hat laut der Pressemitteilung, die wir erhalten haben, den exklusiven Generalimport für Claxton’s in Deutschland übernommen – aber nicht nur das. Lesen Sie hier mehr, auch über die Möglichkeit, bis Jahresende noch Cadenhead-Produkte zu erwerben:

Klaus Pinkernell übernimmt den Generalimport für Claxton’s in Deutschland

Pinkernell, bislang Mitimporteur für Cadenhead’s, Schottlands ältestem unabhängigen Abfüller, stellt den Vertrieb von Cadenheadabfüllungen zum Jahresende in Berlin und Salzburg ein.

Ab kommendem Wochenende, im Rahmen des Munich Whisk(e)y Market, werden dann die künftigen Aktivitäten von „Pinkernells Whisky Market“ vorgestellt. Diese sind für

Berlin:

  • Generalimporteur mit Großhandel von „Claxton’s – The Single Cask“
  • Ausbau des „Unabhängigen“ Sortiments im Ladengeschäft, u.a. mit Abfüllungen von „The Whisky Chamber“

Salzburg:

  • Generalimporteur (ohne Großhandel) von „Maltbarn“ und „The Whisky Chamber“
  • Ausbau des „Unabhängigen“ Sortiments im Ladengeschäft, u.a. „Claxton’s – The Single Cask“

Für Berlin und Salzburg laufen derzeit noch weitere Gespräche über Kooperationen und Großhandel mit anderen Abfüllern, einige sind schon sehr weit fortgeschritten. Aber solange es keine fertigen Verträge gibt, muß noch Stillschweigen gewahrt bleiben.

Cadenheadprodukte, soweit noch in den beiden Läden vorhanden, können noch bis zum Jahresende (und auf der Messe in München) im Groß- und Einzelhandel erworben werden, zum Jahreswechsel verschwinden diese aber, da Platz für die neuen Produkte benötigt wird.

Claxton’s – The Single Cask“ ist ein relativ neuer Unabhängiger Abfüller mit Sitz in York, der seit kurzem auf dem europäischen Markt aktiv ist und für das kommende Jahr den Schwerpunkt auf Deutschland setzen möchte. Im ersten Quartal 2018 ist somit mit einer sehr vorzeigbaren Produktpallette zu rechnen. Hier haben sich offensichtlich 2 Partner gefunden, die gemeinsam den Deutschen Whiskymarkt „rocken“ wollen.

Pinkernell:

„Persönlich freue ich mich, dass es eine so große Anzahl von Kunden, Händlern, Produzenten und Importeuren gibt, die sich bereits jetzt auf die Zusammenarbeit mit mir freuen, da sie mich zum Teil seit 20 und mehr Jahren als verlässlichen und kompetenten Ansprechpartner für guten Malt Whisky kennen.“

Neu: Glenglassaugh Rare Casks Batch 3 (acht neue Abfüllungen)

Aus der Destillerie Glenglassaugh, jetzt im Besitz von Brown-Forman, gibt es neue Abfüllungen zu vermelden. Master Blender Rachel Barrie hat acht Fässer aus den Jahren 1965 bis 1986 ausgesucht, die nun als Einzelfassabfüllungen auf den Markt kommen. Wir haben hier für Sie die englischsprachigen Tasting Notes und Details zu allen (abgesehen von den Preisen, die nicht in der Aussendung enthalten waren):

1965 Cask #3510 / Hogshead / 50 Years Old

  • Colour: Rich amber.
  • Nose: Boiled sweets, gentle floral oak, distant notes of tropical fruits and crisp cereal.
  • Palate: Caramelised autumn fruits, hints of peach and mellow citrus notes. A gentle oak balance with a fresh barley background.

ABV: 40.1%

1967 Cask #1114-1 / Hogshead / 49 Years Old

  • Colour: Dark crimson oak.
  • Nose: Sour plums, rich blackcurrant, mellow coffee and dark chocolate.
  • Palate: Red berry compote, crisp cranberry, hints of leather and plum skin through stewed barley.

ABV: 42.7%

1968 Cask #2230 / Pedro Ximenez Sherry Puncheon / 47 Years Old

  • Colour: Golden amber.
  • Nose: Gentle notes of dates and blackcurrants, dark chocolate fondant and fresh black peppercorns.
  • Palate: Sun dried raisins and golden sultanas, a dusting of cocoa, hints of walnut loaf and delicate oak.

ABV: 46.1%

1972 Cask #1721 / Massandra Sherry / 44 Years Old

  • Colour: Dark amber.
  • Nose: Rich prunes and ripe figs, brittle toffee, white pepper and mixed peel.
  • Palate: Dark Mediterranean fruits, gentle vanilla pod, a dusting of nutmeg, dark chocolate and caramelised orange.

ABV: 42.4%

1973 Cask #5638 / Bourbon Barrel / 42 Years Old

  • Colour: Antique gold.
  • Nose: Roasted orchard fruits, rich vanilla pods, gentle cinnamon and stem ginger.
  • Palate: Poached yellow pears, mellow five spice, hints of hazelnut and a dry cedar box background.

ABV: 40.6%

1975 Cask #1277-1 / Sauternes Hogshead / 41 Years Old

  • Colour: Rich gold.
  • Nose: Hints of wild honey, white pepper spice, yellow pear, apricot preserve and barley sugars.
  • Palate: Caramelised orchard fruits, warm oak, cinnamon spice, grape skin and rich sweet barley.

ABV: 50.5%

1978 Cask #2343 / Pedro Ximenez Sherry Puncheon / 38 Years Old

  • Colour: Rich polished red wood.
  • Nose: Gentle cedar wood, honeycomb, red summer fruits and a hint of rich marmalade.
  • Palate: Fresh red grape, ripe gooseberry, a dusting of muscovado sugar and delicate orange blossom.

ABV: 42.5%

1986 Cask #1393 / Pedro Ximenez Sherry Puncheon / 30 Years Old

  • Colour: Golden mahogany. 
  • Nose: Dark chocolate, red grape, blackcurrants, black pepper and a floral oak spice.
  • Palate: Fresh plum syrup, heather honey, gentle chocolate notes, candied ginger and soft barley sugar.

ABV: 42.6%

 

Neu: Bowmore 1966

Man braucht etwas Kleingeld, und allzu viele Chancen, den neuen Bowmore 1966, der dieser Tage auf den Markt kommt, zu besitzen, hat man auf Grund der doch sehr kleinen Auflage nicht: Beam Suntory hat soeben einen neuen, 50 Jahre alten Bowmore vorgestellt, eine Einzelfassabfüllung aus dem Jahr, in dem der erste Bowmore Single Malt überhaupt auf den Markt kam.

50 Jahre reifte das Fass in den No. 1 Vaults bei der Destillerie, ehe nun gerade einmal 74 Flaschen abgefüllt wurden. Die Engel haben einen gehörigen Anteil des Alkohols eingefordert – die Alkoholstärke beträgt noch 41.5%.

Das ist nun die dritte Ausgabe, die im Rahmen der Bowmore 50yo Vault Legends auf den Markt kommt, nach dem Bowmore 1961 im Vorjahr und dem Bowmore 1964 im Sommer. 30.000 Dollar will man für die Flasche – man kann sich also ungefähr ausrechnen, was die gesamte Sammlung kostet.

Ein handgefertigter Kristalldecanter und eine aufwendige Naturholzbox sind bei so einer Edition schon Pflicht; erwähnenswert vielleicht der Umstand, dass jede Box ein Einzelstück ist.

Die Tasting Notes möchten wir Ihnen gerne im Original servieren:

On the nose, Bowmore 1966 50 Years Old offers elegant bursts of lychee, pineapple, and watermelon, developing into light floral notes and a dry finish on the palate. It is perfectly balanced with a silky whisper of smooth syrup.