Wer heute am Abend etwas schottisches Flair genießen will, der sollte um 21 Uhr den NDR aufdrehen und mit der mare-TV Doku „Schottlands größter Fjord – Edinburgh und der Firth of Forth“ den Meeresarm, der sich von der Hauptstadt Richtung Stirling erstreckt, bereisen. Von der Forth Railway Bridge bis hin zum ebenso imposanten Schiffshebewerk, dem Falkirk Wheel, führt die 45minütige Reise.
Und wer zum Zeitpunkt der Ausstrahlung keine Zeit oder keine Möglichkeit zur Aufzeichnung der Sendung hat, kann sie auf der Programmseite des NDR schon jetzt (und wohl noch einige Zeit) in HD ansehen…
Auch heute nehmen wir Sie mit auf einen Besuch einer schottischen Destillerie. Diesmal befinden wir uns in der Whiskyregion Campbeltown – und zwar bei Glen Scotia. Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen in Götzis hat uns 18 Bilder von ihrem Besuch der Brennerei Ende Mai dieses Jahres zur Verfügung gestellt – und wir können Ihnen zeigen, wie Glen Scotia aktuell aussieht.
Auch heute widmet sich Serge Valentin Whiskys, die keine Herkunftsbezeichnung (oder allenfalls eine sehr vage) auf dem Etikett tragen. Die Gründe der Absenz einer Destillerieangabe auf der Flasche können dabei verschiedene sein: So zum Beispiel hat der Abfüller das Fass nur mit der Auflage bekommen, die Destillerie nicht zu nennen oder er hat sich dazu entschlossen, bei Möglichkeit unter einem Label immer wieder andere Destillerien abzufüllen.
Hier nun die numerischen Ergebnisse der Verkostung von heute – und als Symbolbild einfach mal ein schönes Schottland-Bild, auch wenn keiner der unten angeführten Whiskys dem Geschmack nach wirklich von dort kommen sollte (und wer von Ihnen weiß, wo dieses „dort“ ist? 🙂 )
Lismore 21 yo ‘The Legend’ (43%, Lismore, Speyside, single malt, +/-2016): 80 Punkte
Chieftain’s Speyside 1997/2015 (57.6%, Ian MacLeod, for Taiwan, first fill sherry butt, cask #5242, 628 bottles): 86 Punkte
Speyside 21 yo 1994/2015 (51.7%, The Whisky Agency, Vive la Vie, for China, sherry butt, cask #166956, 110 bottles): 86 Punkte
House Malt 25 yo 1990/2016 (54.2%, Wilson & Morgan, single Islay malt, sherry wood, cask #55): 86 Punkte
Black Snake ‘VAT No.11 First Venom’ (59.5%, Blackadder, for Taiwan, oloroso, single malt, 433 bottles, 2016): 79 Punkte
Das hat nicht allzu lange gedauert: Am 22. April haben wir darüber berichtet, dass die geplante White Peak Distillery in Ambergate den Bauantrag bei der Amber Valley Borough Council eingebracht hat. Jetzt, knapp über zwei Monate später, ist tatsächlich die Baugenehmigung für die erste Destillerie in Derbyshire erteilt worden.
Die Destillerie wird in den leerstehenden Gebäuden der Derwent Works in Matlock Road, Ambergate, errichtet. Gründer Max Vaughan will sehr rasch mit dem Bau beginnen und noch in diesem Jahr mit Touristenführungen eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen. Die Destillerie soll auch bereits Ende dieses Jahres die Produktion aufnehmen, berichtet der Derby Telegraph.
Im Bericht befindet sich auch ein kurzes, stummes Video, das die Gebäude und den momentanen Zustand der Destillerie zeigt.
11 Millionen Pfund wird sich Besitzer Distell aus Südafrika die Renovierung der Destillerie Bunnahabhain auf Islay kosten lassen, hat General Manager Derek Scott gestern auf einer Veranstaltung in London bekannt gegeben. Über die nächsten drei Jahre wird dieser Betrag in die Brennerei investiert – vor allem, um die Infrastruktur zu verbessern. Scott bezeichnete den Zustand der Destillerie wörtlich als „scruffy“, also schäbig, und meinte, dass in den letzten Jahren zu wenig zur Erhaltung der Brennerei getan wurde.
Was wird geschehen? Im Plan, der von fünf Jahren Bauzeit auf drei Jahre gestrafft wurde, ist der Abriss einiger Gebäude vorgesehen, neue Lagerhäuser in Meeresnähe werden gebaut, ebenso wie ein brandneues Besucherzentrum.
Die Kapazität der Brennerei soll nicht erhöht werden. Laut Derek Scott gibt es keine Probleme mit der Kapazität, man könne im Fall des Falles einiges der Produktion von Whiskys für Blends zu Single Malt Whiskys umleiten. Probleme habe man aber mit dem Mangel an alten Whiskys – die Vorbesitzer hätten einfach zu wenige zurückgelassen.
Trotzdem hat man im Rahmen der Veranstaltung auch den ältesten bislang erhältlichen Whiskyaus der Brennerei vorgestellt – zusammen mit drei weiteren Abfüllungen. Wir listen sie für Sie hier punktuell auf:
Bunnahabhain Eich Bhana Lìr, Vintage 1969, 46yo, Second Fill Oloroso Sherry Butts, 41.8%, 198 Flaschen, 5000 Pfund (er wurde übrigens bereits 2016 – siehe hier – angekündigt, Grund für die Verzögerung im Erscheinen ist keiner angegeben)
Bunnahabhain 2003 Pedro Ximénez Finish, Second Fill Sherry Casks plus 3 Jahre First Fill Oloros Sherry Butts, 54.8%, 5.000 Flaschen, 85 Pfund – für September angekündigt
Bunnahabhain 1980 Vintage Canasta Cask Finish, 36yo, Oloroso Sherry Casks, dann einige Monate in Fässern, in denen Oloroso und PX lagerte, 49.5%, 1.200 Flaschen, 1800 Pfund, erscheint im August
Bunnahabhain 2004 Moine Brandy Finish, getorft mit 40ppm, Sherry Casks mit 3 Jahren Finish in französischen Brandyfässern, 55.7%, 80 Pfund, erscheint im September
Zur Feier des 120. Jahrestags der Gründung von Glen Moray hat die Destillerie eine besondere Jubiläumsabfüllung auf den Markt gebracht: Glen Moray Mastery. Dabei handelt es sich um einen Blend von fünf verschiedenen Jahrgängen.
Drei der fünf Jahrgänge stammen aus der Periode der Master Distiller Robert Brown (1959-1987) und Edwin Dodson (1987-2005), zwei aus der Zeit des jetzigen Master Distillers Graham Coull, der auch die Auswahl der Fässer getroffen hat.
Der älteste Whisky im Glen Moray Mastery stammt aus dem Jahr 1979. Verwendet wurden Whiskys aus Madeira-Fässern als Herzstück der Abfüllung, aber auch First Fill Sherry Casks und ein Port-Finish fanden Aufnahme. Der Whisky ist ohne Kühlfiltration mit 52.3% abgefüllt.
Der Geschmack wird wie folgt beschrieben:
Rhabarber-Streuselkuchen mit Zuckerglasur, Schokoladenrosinen und geröstete Mandeln in der Nase, am Gaumen geröstete Kaffeebohnen, geschmolzene dunkle Schokolade und in fortifizierten Wein eingelegte süße Rosinen.
Zu haben ist der Glen Moray Mastery offiziell nur in Großbritannien, bei verschiedenen Händlern und in der Destillerie selbst. Für ihn muss man 800 Pfund auf den Ladentisch legen.
Wir möchten Sie mit unserem heutigen Whisky im Bild auf eine Besichtigung der Destillerie Arran (eigentlich Lochranza) auf der gleichnamigen Insel mitnehmen – und zwar in ihrem aktuellen Zustand im Mai 2017. Insgesamt 22 Fotos zeigen uns die Brennerei, vom Besuchercafé über die Halle mit den Stills bis hin zum Fasslager.
Die Bilder stammen von Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen in Vorarlberg, sie hat sie von der aktuellen Reise mitgebracht (zusammen mit vielen anderen, die wir Ihnen noch zeigen werden) – ganz herzlichen Dank dafür.
So einfach ist es heute nicht, einen passenden Überbegriff für die Session zu finden, die Serge präsentiert – denn ja, es sind alles vatted Malts, also Mischungen aus Single Malts verschiedener Destillerien, aber der Highland Malt, der als erstes am Programm steht, ist wesentlich älter als das, was danach aus der Vatting-Küche von Douglas Laingverkostet wird – und was aktuell in den Läden steht und daher von aktuellem Interesse ist.
Wie schneiden die drei vatted Malts mit Altersangaben von Douglas Laing ab? Würde sie Serge empfehlen? Nicht nur den Punkten nach gefallen sie ihm – und der Favorit heißt Rock Oyster 18yo:
Highland Malt 5 yo ‘Manx Millennium Viking Voyage’ (70° proof, Cockburn & Co., 1979): 72 Punkte
Timorous Beastie 18 yo (46.8%, Douglas Laing, blended malt, 2017): 86 Punkte
Scallywag 13 yo (46%, Douglas Laing, blended malt, 2017): 86 Punkte
Rock Oyster 18 yo (46.8%, Douglas Laing, blended malt, 2017) : 89 Punkte
Douglas McGibbon & Co hat heute das neue Design für seine Clan Denny Single Malts und Clan Denny Single Grains vorgestellt.
Zwei wesentliche Faktoren bestimmen die neuen Verpackungen: Zeit und Herkunft. In gedrängter, aber dennoch recht übersichtlicher Form werden auf den neuen Verpackungen alle wichtigen Angaben zum Whisky gemacht. Hier eine Vergrößerung des Labels des achtjährigen Craigellachie:
Douglas McGibbon & Company wurde von der Familie Laing 1947 gegründet, ein Jahr vor dem Schwesterunternehmen Douglas Laing. Das Rebranding erscheint pünktlich zum 70. Firmenjubliäum des von Fred und Cara Laing geleiteten Unternehmens und wird mit insgesamt neun Abfüllungen (5 Single Malts mit 48% und 4 Single Grains mit 50% abgefüllt) präsentiert. Einige der neuen Abfüllungen sind:
In der Vorwoche hatten wir die Gelegenheit, in Irland die Destillerie der West Cork Distillers zu besuchen (unsere Bildberichte finden Sie hier und hier). Betreut wurden wir dort von John O’Connell, einem der Mitbegründer und kreativer Kopf hinter der Destillerie.
Wir haben mit John im West Cork Hotel in Skibbereen auch ein knapp elfminütiges Video-Interview über seine Laufbahn, die Destillerie und die Abfüllungen von dort geführt. John erzählt unter anderem auch, welche neuen Abfüllungen von West Cork Distillers für Deutschland zu erwarten sind – und dass man an einem Nachfolger für denThe Pogues-Blend arbeitet.
Sehen Sie hier oder auf unserem Youtube-Kanal, was John O’Connell zu sagen hat – viel Vergnügen dabei!
Unabhängige Abfüllungen der Destillerie Ardbeg sind eher selten (und zählen zu den kostspieligeren Versuchungen unserer Leidenschaft). Da will es gut überlegt sein, ob sich eine solche Anschaffung auch geschmacklich lohnt.
Zwei dieser unabhängigen Ardbeg-Bottlings sind unlängst erschienen, eine aus der Kinship-Serie von Hunter Laing, und eine von Cadenhead zum 175jährigen Jubiläum des Unternehmens (diese allerdings war nur zur Feier des Jahrestags in einem Tasting zu erhalten). Serge Valentin hat die „Mühe“ auf sich genommen, die beiden zu verkosten und uns über das Ergebnis in Worten und Zahlen zu informieren:
Ardbeg 26 yo (49.7%, Hunter Laing, The Kinship, bourbon cask, 209 bottles, 2017): 91 Punkte
Ardbeg 23 yo 1993/2017 (52.4%, Cadenhead, 175th Anniversary Tasting Session, bourbon hogshead): 94 Punkte
Die Destillerie Ardbeg. Bildrechte: Marcel Freudenstein
Personelle Veränderung an der Spitze von Brown-Forman Deutschland: Wie uns eine Pressemitteilung des Unternehmens informierte, wird der Posten des Geschäftsführers von Brown-Forman Deutschland am 1. September mit Yiannis Pafilis neu besetzt. Hier alle Informationen dazu. Wir gratulieren herzlich und wünschen jede Menge Erfolg im neuen Aufgabenbereich!
Position des Brown-Forman Deutschland Geschäftsführers neu besetzt
Hamburg, 3. Juli 2017 – Ab 01.09.2017 übernimmt Yiannis Pafilis bei Brown-Forman Deutschland die Funktion des Geschäftsführers. Daneben zeichnet er auch für den tschechischen Markt verantwortlich.
Yiannis Pafilis, 47 Jahre, ist seit 1998 für Brown-Forman tätig, die letzten drei Jahre als General Manager für Russland. Der gebürtige Athener begann seine Karriere bei Brown-Forman als Sales Development Manager in Griechenland, bevor er 2006 zum Country General Manager für Griechenland und Zypern ernannt wurde. Es folgten knapp zwei Jahre als Group General Manager für Südosteuropa. 2014 wurde ihm dann die Verantwortung für den herausfordernden russischen Markt übertragen. Vor seiner Zeit bei BrownForman studierte er in den USA und arbeitete sowohl in den USA als auch Griechenland im Bereich Marketing und Sales, die letzte Station bei Kosmocar, Audi Athen.
„Wir freuen uns, dass mit Yiannis Pafilis ein langjähriger Brown-Forman Kollege in Deutschland an Bord kommt, der unser Unternehmen seit fast 20 Jahren kennt und die erfolgreiche Entwicklung bereits in verschiedenen Märkten mit vorangetrieben hat“,
so das Brown-Forman Deutschland Geschäftsleitungsteam, bestehend aus Mirja Kloss (Marketing), Rebecca Tang (HR), Philipp Fellmann (Shopper & Trade Marketing), Christian Cron (Vertrieb) und Jens-Peter Janiak (Finanzen & Supply Chain), mit dem der neue Geschäftsführer zukünftig das langfristige Wachstum auf dem deutschen Markt fortsetzen soll. Yiannis Pafilis:
„Ich fühle mich geehrt und sehe es gleichzeitig als besondere Herausforderung, zukünftig zusammen mit der gesamten Brown-Forman Deutschland Mannschaft für einen für unsere Flaggschiffmarke JACK DANIEL’S so bedeutenden Markt verantwortlich zu sein.“
Yiannis Pafilis folgt auf Winfried Rübesam, der das Unternehmen in diesem Jahr nach 14 Jahren verlassen hat.
Innerhalb des börsengelisteten und mittlerweile in fünfter Generation geführten amerikanischen Familienunternehmens Brown-Forman zählt der deutsche Markt weltweit zum drittstärksten Absatzmarkt für JACK DANIEL’S. Mit seinem American Whiskey Portfolio – dem Tennessee Whiskey JACK DANIEL’S und dem Bourbon Woodford Reserve – ist Brown-Forman Deutschland erfolgreicher Treiber der Kategorie und verzeichnet seit Übernahme der eigenen Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Deutschland vor knapp sieben Jahren eine kontinuierliche überaus positive Entwicklung.
Über 20 Jahre gibt es die Destillerie auf Arran jetzt – und in dieser Zeit hat sie sich einen fixen Platz im Mindset der Whiskyfreunde gesichert. Die letzten 14 Jahre davon hat Euan Mitchell bei Arran gearbeitet, und unter seiner Ägide ist das Wachstum der Destillerie zügig vorangeschritten. Nun ist man dabei, eine zweite Brennerei im Süden der Insel zu bauen, die die Aufgabe übernehmen wird, getorften Whisky zu erzeugen – ein sichtbares Zeichen des Erfolgs des Konzepts der Isle of Arran Distillers.
Herald Scotland zeichnet in einem Artikel mit dem Titel „Lust for water of life runs deep with Arran whisky chief Mitchell“ ein Portrait von Euan Mitchell, lässt ihn über seine erste Begegnung mit dem Wasser des Lebens, die keine besonders erfreuliche war, erzählen – und über die Unterschiede der existierenden Lochranza-Destillerie im Norden zu der neuen in Lagg im Süden. Interessante Lektüre nicht nur für Arran-Fans.
Euan Mitchell, Managing Director. Bild: Isle of Arran Distillers Ltd
Der Bowmore Tempest 10yo in der dritten Ausgabe ist das Objekt der Tasting Notes von Ralfy in seiner Review #663. Der fassstarke Whisky aus der traditionsreichen Islay-Destillerie trifft seinen Geschmack sehr gut, es gibt dafür 91 von 100 möglichen Punkten und einige sehr lobende Worte – für die jugendliche Kraft, die Rauchigkeit und die Freude, die er damit bereitet. Allerdings korrigiert Ralfy die Bewertung im Laufe des Videos auf 87 Punkte, denn das würde seiner Meinung nach dem Gesamtpaket, das der Whisky bietet, eher entsprechen.
Wie immer ist das Video voller nützlicher Infos und guter Gedanken rund um das Genießen von Whisky und diesmal geht es konkret um die Problematik der Bewertung von Whisky mit simplen Zahlen. Zu sehen hier und auf Youtube.