The Drinks Report: Interview mit Dennis Malcolm (Glen Grant)

Dennis Malcolm, Master Distiller von Glen Grant, ist ja vor kurzem von Prinzessin Anne mit einer der höchsten britischen Auszeichnungen bedacht worden (OBE – Officer of the British Empire). Nicht zuletzt seine wertvolle Arbeit in der schottischen Whiskyindustrie mag den Ausschlag dafür gegeben haben – und über diese spricht er in einem ausführlichen Interview, das The Drinks Report gestern auf seinen Internetseiten veröffentlicht hat.

Im Interview geht es um den Werdegang des Master Distillers, seine Arbeit und auch über die No Age Statement Debatte sowie den Wert guter Mitarbeiter. Schauen Sie mal rein.

dennis malcolm tit

PR: Nachlese zur Spirituosenmesse in Teising/Bayern

Von der ALRA Handels GmbH aus dem bayrischen Teising nahe bei Altötting haben wir eine Presseinfo als Nachlese zu ihrer Hausmesse im November erhalten, die den 1000 Besuchern zahlreiche Tastings (unter anderem mit Thomas Zilm, Helmut Knöpfle und Andrea Caminneci) sowie viele deutsche und internationale Marken bot. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch über 3000 Euro für die Kinderhilfe Ghana gesammelt. Hier der Pressetext:

Nachlese zur ALRA-Hausmesse in Teising/Bayern

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der ALRA Handels GmbH strömten von 10.-12. November gut 1000 Besucher zur großen Hausmesse nach Teising.

Für den Spirituosen-Fachhändler war es zwar bereits die zweite Veranstaltung dieser Art, jedoch die Erste in einer solchen Größe. Vor 20 Jahren wurde die ALRA Handels GmbH als Getränkegroßhandel gegründet und war bis vor einigen Jahren den meisten aus der näheren Umgebung auch nur als normaler Getränkemarkt bekannt. Lange wussten nur wenige um die enorme Auswahl von knapp 3000 unterschiedlichen Spirituosen und die teils extrem wertvollen Schätze mit einem Wert von bis zu 50.000,00 € pro Flasche.

Doch spätestens durch die 2015 getroffene Entscheidung, sich ausschließlich auf den Verkauf von hochwertigen und seltenen Spirituosen und Weinen zu konzentrieren, genießt das Spirituosen- und Weinfachgeschäft heute einen weitaus höheren Bekanntheitsgrad, der bis weit über die Landkreisgrenzen hinaus reicht. Mit dem deutschlandweit unvergleichlichen Sortiment zieht das Geschäft aktuell Kenner und Liebhaber aus ganz Deutschland und der restlichen Welt ins kleine Teising.

Diese erfreuliche Entwicklung war Grund genug, um vom 10.-12. November das 20-jährige Bestehen der ALRA Handels GmbH in Form einer großen Jubiläumsveranstaltung gebührend zu feiern.

Am Donnerstag, den 10. November fiel abends um 19.00 Uhr mit einem gut besuchten R(h)um Einsteiger-Seminar der Startschuss zu insgesamt drei Tagen Hausmesse. Neben unzähligen Angeboten mit Rabatten bis zu 58% wurden insgesamt 15 Tastings (u.A. mit Thomas Zilm, Helmut Knöpfle und Andrea Caminneci) von fachmännischem Personal abgehalten, die von rund 260 Gästen gut besucht wurden.

alra-messe

Egal ob Rum, Whisky oder andere Spezialitäten – für jeden Geschmack wurde ein passendes Seminar angeboten. Auch die Kosten waren stets erschwinglich und freuten nicht nur den Geldbeutel, sondern auch den Besucher selbst.

Für alle Gäste der letztjährigen Hausmesse gab es in diesem Jahr eine kleine oder auch große Überraschung. Auf einer Fläche von 130 m² wurde im hinteren Teil des Fachgeschäftes die angeschlossene Messehalle präsentiert. Diese wurde Tage zuvor durch fleißige Mitarbeiter in ein kleines Winterwunderland verwandelt und ansprechend dekoriert. Dort gab es vor allem die Möglichkeit, sich von diversen Ausstellern und Firmen (Campari Deutschland, Bremer Spirituosen Contor, Lantenhammer / SLYRS, Brauerei Locher / Säntis Malt, Kymsee Whisky, Caminneci und Vita Dulcis) über besondere Spirituosen informieren zu lassen und beliebte, meist hochprozentige, Getränke kostenlos zu verkosten. Falls dort nicht das Passende dabei war, gab es auch noch die Möglichkeit an der hauseigenen Verkostungsbar aus einer der etwa 300 offenen Spirituosen und zahlreichen Weinen die entsprechende Flasche durch Probieren zu finden.

Nach drei intensiven, erfolgreichen und schönen Tagen ging am Samstag gegen 19.00 Uhr die Hausmesse allmählich dem Ende entgegen. Die unzähligen Teilnehmer der großen Tombola erwarteten gespannt die Verlosung der 10 Hauptpreise im Gesamtwert von ca. 1000 €.

Ganz besonders gefreut hat sich bestimmt der Gewinner des ersten Hauptpreises. Dieser erhielt vier der unter der neuen Eigenmarke „Vita Dulcis“ produzierten Spirituosen-Adventskalender im Wert von etwa 320,00 Euro.

Besonders zu erwähnen ist, dass die kompletten Erlöse der Tombola und des Ardbeg/Glenmorangie-Tastings mit Thomas Zilm am Donnerstag mit mehr als 50 Besuchern, sowie 10 € von jedem verkauften Adventskalender voll und ganz an die wohltätige Organisation „Kinderträume Ghana“ gespendet werden Dessen Gründerinnen, die an allen drei Tagen selbst vor Ort waren und jeden Gast bei Interesse ausführlich über ihr Projekt informiert haben, dürfen sich über eine Spende von ca. 3000 € freuen.

Alles in Allem war die zweite Hausmesse beim Teisinger Spirituosen-Fachhändler ein voller Erfolg, an dem etwa 1000 Besucher teilgenommen haben.

Brown-Forman mit etwas weniger Gewinn im 2. Quartal

0

Nach Informationen des Lexington Herald Leader aus Kentucky hat Brown-Forman (Jack Daniels, BenRiach, Glenglassaugh, Glendronach) im 2. Quartal seines Geschäftsjahres etwas weniger Gewinn gemacht als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (197 Millionen Dollar im Vergleich zu 200 Millionen). Der Rückgang kam allerdings nicht aus dem Whiskeygeschäft – das boomt mit +6% nach wie vor gewaltig, sondern eher durch Ausfälle nach dem Verkauf einiger Marken aus dem sonstigen Geschäft mit Getränken.

Die Verkäufe waren auch in Europa insgesamt recht gut, allerdings gilt das nicht für UK und Deutschland, wo man mit Rückgängen zu kämpfen hat. 

brownformantitel

Whisky im Bild: Die Macht des Wassers (Wallpaper)

Wo bleiben die Wallpapers, hat man uns gefragt. Hier, denn es ist tatsächlich wieder Zeit für eines. Mit dem rechtefreien Foto von Jacek Smoter widmen wir uns einer der Hauptzutaten von Whisky: Wasser. Auf dem Bild (3500×2333 Pixel und 3MB) stürzt es sich malerisch über einen grünen Abhang irgendwo in Schottland. Mit Hilfe unserer Leser, von denen viele Schottland bereits kreuz und quer bereist haben, wird es nicht lange dauern, bis wir das „irgendwo“ mit einer konkreten Ortsangabe ersetzen können. Wissen Sie es?

Wer das Bild erst in einer kleineren Version betrachten will, bevor er es in voller Größe herunterlädt, findet es hier:

waterfalltext

Drinks Business: Dhavall Gandhi (The Macallan) wird Master Blender bei The Lakes Distillery

Die Lakes Distillery holt sich laut einem Bericht von The Drinks Business ein gutes Jahr vor dem Erscheinen ihres ersten eigenen Malts (voraussichtlich 2018) Dhavall Gandhi von The Macallan als neuen Master Blender.

Gandhi, der vor seinem Job bei The Macallan, den er 2014 antrat, in verschiedenen, auch administrativen und finanzbezogenen Rollen in der Getränkeindustrie tätig war (so zum Beispiel bei Heineken), soll die Destillerie in North Cumbria im Streben nach höchster Qualität unterstützen und die Marke mit innovativen Ideen voranbringen, so der Gründer der Lakes Distillery, Paul Currie.

Ein rechtefreies Bild von Dhavall Gandhi steht uns leider nicht zur Verfügung.

Die Lakes Distillery
Die Lakes Distillery

Neue Destillerie: Toulvaddie Distillery

Und wieder können wir eine neue Destillerie in Schottland vermelden – eine mit einer Besonderheit, wie es sie seit 200 Jahren nicht gegeben hat: Die Toulvaddie Distillery ist die erste Destillerie in Schottland, die von einer Frau gegründet wurde. Gründerin und Master Distiller ist Heather Nelson.

Sie sagt über sich selbst und ihre Vision (Zitat von der Website):

Heather Nelson. Bild: Toulvaddie Distillery
Heather Nelson. Bild: Toulvaddie Distillery

“Whisky has always been perceived as a Man’s drink, and it really isn’t. I am pleased to say that this incorrect perception is dying, slowly, but things are changing and by starting my own distillery I hope to help break down the barriers, and say its ok to like whisky, by taking it a step further by producing it myself. I have a real passion and desire for making great tasting quality product that everyone can enjoy. Hopefully it may encourage other women to try whisky when they maybe would not have done before.“

Frei übersetzt in etwa: „Whisky wurde immer als Männergetränk gesehen, und das stimmt so nicht. Das Vorurteil stirbt langsam, und mit meiner eigenen Destillerie hoffe ich, es noch schneller zu Grabe tragen zu können. Meine Leidenschaft ist es, ein Produkt zu erzeugen, das jedem großartig schmeckt – und vielleicht kann ich damit Frauen ermutigen, Whisky zu probieren, wenn sie es vorher noch nie gemacht haben.“

Gelegen ist die Toulvaddie Distillery in den schottischen Highlands, auf dem ehemaligen Fliegerstützpunkt Owl auf der Fearn-Halbinsel in Ross-shire, an der Ostküste der Highlands. Sie soll nach ihrer Inbetriebnahme im Sommer 2017 jährlich 30.000 Liter Alkohol erzeugen, berichtet The Spirits Business.
 
Auch einen Webauftritt hat die neue Destillerie bereits, wo man sich über die Geschichte der Gründung, die Vision, die beiden Stills Milly und Nelly, Fasskauf und den Founders Club informieren kann. 
 
Wir haben mit der Destillerie bereits Kontakt aufgenommen und werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten…
toulvaddie

PR: Neu – Bruichladdich Black Art 5.1

Von Bruichladdich und dem deutschen Importeur Team Spirit sind wir über eine Neuerscheinung informiert worden, die mit Jahreswechsel auch in Deutschland verfügbar sein wird. Es handelt sich dabei um den Bruichladdich Back Art 5.1, das neueste Mitglied in dieser begehrten Serie. Hier alle Infos aus dem Originaltext (leider noch ohne Preisangabe):

NEUERSCHEINUNG – Black Art 5.1

„Kurz bevor Jim 2015 in den Ruhestand ging, nahm er mich beiseite und überreichte mir feierlich seine Rezeptur für das nächste Projekt – Black Art 5. Es war ein sehr emotionaler Moment als ich die volle Verantwortung für einen unserer großartigsten Whiskys übertragen bekam. Dankend nahm ich das Papier an mich und schloss es sicher ein….denn dieser Whisky sollte zu 100% mein ganz eigener Black Art werden“ (Adam Hannett, Head Distiller).

Black Art steht für eine ganz außergewöhnliche Cuvée. Die wenigen Fässer stammen aus allen Ecken der Warehouses und können nur von einem solch erfahrenen Master Distiller wie Jim McEwan oder Adam Hannett identifiziert und auf kunstvolle Weise zu einem Black Art vermählt werden. Jahrelang standen mehrere Fässer unter besonderer Beobachtung. Die endgültige Rezeptur bleibt eines der meistgehüteten Geheimnisse der Brennerei.

AUF EINEN BLICK

  • Ungetorfter Single Malt Scotch Whisky
  • Jahrgang 1992 – 24 Jahre alt
  • Weltweit limitiert auf 12.000 Flaschen, einzeln nummeriert
  • Fasstypen: k.A. (Adam’s Geheimnis)
  • 48,4% vol. für fassstarke Aromenvielfalt
  • Auf Islay destilliert, gereift und abgefüllt
  • Extrem langsame Destillation
  • Verzicht auf Kältefiltration und ohne Zusatz von Farbstoffen
  • Verfügbar ab Ende Dezember / Anfang Januar 2016

black-art-51

National Geographic: Glenmorangie wird Austern im Dornoch Firth ansiedeln

Die Zukunft des Whiskys liegt im Umweltschutz – so oder ähnlich klingt der Tenor eines Artikels, der gestern auf National Geographic erschienen ist. Und auch wenn das im ersten Anschein sehr reißerisch erscheint, so liegt darin doch eine ganz einfache Wahrheit: Whiskyerzeugung ist durchaus umweltbelastend, und immer mehr Destillerien nehmen die Projekte in Angriff, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Und sie müssen es tun, wenn sie nicht selbst an ihrem Image kratzen wollen (nebenbei hat es sich bereits herumgesprochen, dass Ökotechnologie durchaus auch unternehmerisch sinnvoll ist).

Die Destillerie Glenmorangie in den Highlands gehört dazu, und eine der Maßnahmen, die man dort ergriffen hat, ist die Zusammenarbeit mit der Marine Conservation Society, um in den Gewässern des Dornoch Firth wieder die europäische Flachauster anzusiedeln, die dort durch Überfischung ausgestorben ist.

Warum? Nun, zum einen, und das ist nicht besonders bekannt gewesen, hat die Destillerie Rückstände aus der Whiskyproduktion ins Meer verklappt, und wird das, nachdem in einigen Monaten eine Anlage fertiggestellt wird, die die Reststoffe organisch aufbereitet und so für die Landwirtschaft nutzbar macht (und dabei der Destillerie 15% Energiekosten spart), nicht mehr tun, sodass die Wasserqualität für die Wiederaussiedlung der Austern noch besser wird. Zum anderen scheint es bei schottischen Destillerien tatsächlich ein Umdenken in Bezug auf Umweltschutz zu geben – und ob dies aus eigenem Antrieb oder durch die öffentliche Meinung geschieht (wie immer liegt die Wahrheit wohl in der Mitte), ist dabei nicht so wichtig, wenn das Ergebnis stimmt.

Jedenfalls ein lesenswerter Artikel.

Bildrechte: Glenmorangie
Bildrechte: Glenmorangie

PR: Höchstklassige Auszeichnungen für Glen Grant

Nach einer Reihe von Auszeichnungen für die Whiskys von Glen Grant hat uns die Speyside-Destillerie über ihre Agentur eine Pressemitteilung zukommen lassen, in der sie diese Erfolge einmal in einer Zusammenfassung präsentiert – und den neu in Deutschland erhältlichen Glen Grant 12yo vorstellt. Hier der Text, den wir erhalten haben:

HÖCHSTKLASSIGE AUSZEICHNUNGEN FÜR GLEN GRANT GLEN GRANT

10 Year Old: „Best Single Malt Scotch” GLEN GRANT
12 Year Old: Gold bei den IWSC Awards

Oberhaching, Dezember 2016. Glen Grants neues Sortiment von Single Malt Scotch Whiskys sorgt durch prestigeträchtige Auszeichnungen weiterhin für Aufmerksamkeit. Obwohl das neue Sortiment erst seit wenigen Monaten auf dem Markt ist, wurde bis heute bereits jeder Qualität von der Whisky-Industrie ein hochkarätiger Preis verliehen. Die schottische Marke gehört zum Portfolio von Campari Deutschland.

„Das Beste aus Schottland“: Jim Murray lobt Glen Grants Sortiment

Der renommierte Whisky-Autor Jim Murray hat dem Sortiment von Glen Grant in der aktuellen Ausgabe seiner berühmten Whisky Bible großes Lob erteilt. Er verköstigte 1.241 Kostproben für die aktuelle Ausgabe des einflussreichen Whiskyhandbuchs und verleiht dem 10 Year Old, Glen Grants meistausgezeichneten Whisky innerhalb des Sortiments, bereits zum fünften Mal in Folge den begehrten Titel „Best Single Malt Scotch” in der Kategorie „10 Years and Under“. Jim Murray’s Whisky Bible ist der weltweit meistverkaufte und einflussreichste Whisky Guide, der sich – jährlich aufs Neue erscheinend – in der Branche an einem hohen Renommee erfreut. Die kompakte Sammlung fasst rund 4.500 detaillierte, professionell analysierte Tasting Notes der führenden Whiskys aber auch Newcomern zusammen. Jeder Whisky wird von Jim Murray persönlich getestet und auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet.

Mit Goldmedaille prämiert: Glen Grant 12 Year Old jetzt auch in Deutschland erhältlich

Mit dem Gewinn der Goldmedaille bei der International Wine and Spirits Competition (IWSC) steht der Glent Grant 12 Year Old den anderen Qualitäten aus dem Sortiment in nichts nach. Ein Ausschuss von mindestens sieben Juroren bestehend aus Vertretern der Industrie testete unzählige Whiskys und befand den Glen Grant 12 Year Old als herausragend. Die IWSC ist einer der angesehensten Verkostungswettbewerbe der Welt und prämiert nur die besten Produkte der Wein- und Spirituosenindustrie. Seine Ergebnisse werden stets mit Spannung erwartet und sind in der Spirituosenbranche von hoher Bedeutung.

gg-12yo-bottle-render

Der Glen Grant 12 Year Old wurde im Zuge der diesjährigen InterWhisky, Deutschlands bedeutendster Whisky-Messe, vorgestellt und wird ab Dezember im Handel erhältlich sein. Das auf dem deutschen Markt erhältliche Sortiment umfasst somit folgende Varianten:

• Glen Grant The Major’s Reserve
• Glen Grant 10 Year Old
• Glen Grant 12 Year Old – NEU ab Dezember 2016

gg_tmr10yo_group

Königlich ausgezeichnet: OBE für Glen Grants Master Distiller Dennis Malcolm

Dennis Malcolm, Glen Grants Master Distiller, über die Erfolge: „Wir fühlen uns geehrt angesichts all der unglaublichen Preise, die unsere neuen Whiskys erhalten. Die Auszeichnung „Best Single Malt Scotch” ist für einen Master Distiller wie mich ein wahrgewordener Traum. Es steckt eine Menge Liebe, Leidenschaft und vielleicht ein bisschen Magie in der Entstehung unserer einzigartigen Whisky: Wir sind so stolz darauf zu sehen, dass die gleichbleibende Qualität dieser hochwertigen Produkte auf der ganzen Welt von den angesehenen Branchenführern anerkannt wird.“ Malcolm, der dieses Jahr sein 55-jähriges Jubiläum bei Glen Grant feiert, wurde für seine herausragenden Leistungen in der Branche und sein Engagement für die Region Speyside kürzlich als Officer of the Order of the British Empire (OBE) ausgezeichnet. Die prestigeträchtige königliche Auszeichnung nahm der Master Distiller bei einer feierlichen Zeremonie im Buckingham Palace entgegen. Der Titel OBE würdigt seine langjährige Leidenschaft für die Marke sowie seine weitreichende Erfahrung und seine herausragenden Beiträge zum Wohle der Branche, die ihn zu einem der anerkanntesten Vertreter der Whisky-Industrie gemacht haben.

dennis malcolm tit

PR: Trüber, ungefilterter Whisky von Signatory – Ardmore 2008 Very Cloudy

Von Kirsch Whisky sind wir über eine neue Abfüllung von Signatory informiert worden, die in Kürze im deutschen Handel erhältlich sein wird. Hier alles Wissenswerte über den Ardmore 2008 Very Cloudy:

Trüber, ungefilterter Whisky von Signatory: Ardmore 2008 Very Cloudy!

Dieser nicht kühlgefilterte Ardmore wurde in einer Alkoholstärke von 40% vol. abgefüllt. Damit liegt dieser Whisky unter der bekannten Schwelle von 46% vol.: Oberhalb dieser Schwelle bleiben Öle und Fette im Whisky gelöst und unterhalb fallen diese aus und trüben den Whisky. Diese ausgetretenen Öle und Fette haben eine andere Textur und verändern dadurch das Mundgefühl und die Aromenwahrnehmung beim Tasting!

Im Geschmack zeigen sich tolle Zitrusnoten, etwas Rauch und leichte Pfeffer- und Kräuter-Noten. Der Whisky ist cremig ölig auf der Zunge und verbleibt so auch bis hin zum Finish. Vermählt wurden drei Ex-Bourbon-Barrels zu insgesamt 1075 Flaschen! Das Alter beträgt 8 Jahre und die UVP beläuft sich auf 37,90 €.

Schön ist es, dass Signatory heutzutage eine solche Abfüllung herausbringen kann. Lange Zeit galt es als mangelnde Qualität, wenn ein Whisky getrübt war. Heute weiß man, dass die Öle und Fette im Whisky einen Teil der Aromenvielfalt, die Ecken und Kanten, liefern, die so sehr bei Single Malt Whiskys geschätzt werden. Aus diesem Grund wir oftmals auf eine Geschmack entziehende Kühlfiltration verzichtet und in höherer Alkoholstärke abgefüllt.

ardmore-very-cloudy-2008-2016-8-y-o-signatory

 

TSB: Interview mit Kirsten Grant Meikle (William Grant & Sons)

Auf The Spirits Business findet sich heute ein Interview mit Kirsten Grant Meikle, Director of Prestige bei William Grant & Sons UK. Sie ist die Ururenkelin des Gründers von Glendronach, und obwohl sie zur Grant-Familie gehört, die einzige ihres Familienzweiges, die für das Unternehmen arbeitet.

Im recht interessanten Interview, das ein Reprint eines Beitrags der Druckausgabe aus dem September ist, erzählt Kirsten ihre Sicht auf Luxus, welche Langzeitstrategien das Unternehmen fährt und warum sie meint, das William Grant & Sons immer ein Familienunternehmen bleiben wird.

Kirsten Grant Mikle. Bild: William Grant & Sons
Kirsten Grant Meikle. Bild: William Grant & Sons

Wir verkosten: Caol Ila 2005, 57.3%, Gordon & MacPhail

Caol Ila 2005
Gordon & MacPhail Cask Strength Series

Sample: Gordon & MacPhail
Verkoster: Reinhard Pohorec

caolila2005

Es gibt Momente im Leben, die verlangen nach etwas Wärmendem – in jeder Hinsicht. Und bei einem Blick auf das vor mir stehende Etikett, lese ich alles, was ich wissen muss: Caol Ila, Check. Fassstärke, check. Es darf gekostet werden.

Nase: cremig süßliches Opening, ein Duft von Butterkeks, Marillenröster und ja, in der Tat, blumigen Noten, Lavendel ist da, auch etwas Lilie. Dahinter baut sich die große Wolke eines Islay-Giganten auf, schwer medizinale Aromen, grünlich, frisch, grasig nach Seetang, Jod, die Gischt schießt einem förmlich ins Gesicht, brackig-maritime Noten umwehen einen zweiten Anflug von Frucht, diesmal rötlicher, mehr Kirsche, die gemeine Räucherkirsche, möchte man fast meinen. Vanillezucker, Orangendrops und rohe Mandeln, auch dürfen kräutrige Highlights nicht fehlen, mentholisch-minzig, ein würzig wenngleich sehr balancierter, eindrucksvoller Eindruck in der Nase.

Gaumen: the proof is in the pudding, also ran an’s Gerät. Und da ist er, roh, erdig, unverfälscht, mit einer imposant-brachialen Ouvertüre. Der Alkohol ist deutlich spürbar, wenngleich nicht dominant oder spitz. Dazu mischt sich süßliches Getreide umrahmt von animalisch, fleischen Räucher-Spitzen. Verbrannter Brioche, dann wieder die dezente Salzlake, Oliven, unreife Banane von Noriblättern umwickelt. Noch einmal Karamell, Koriandersaat und etwas Kardamom. Und dann…? Stille. Jugendlich unerfahrenes Schweigen, möchte man mutmaßen?

Finish: irgendwo in all dem Spektakel reißt der Caol Ila ab und zieht sich ebenso schnell in seine Meereshöhle zurück, wie er aufgetaucht war. Es fehlt Substanz im Abgang, da ist zwar noch die Bitternote, die liegen bleibt, es huscht noch einmal eine Idee von Lapsang Souchong und Trockenfleisch durch den Rachen, aber insgesamt lässt das Finish ein paar Sehnsüchte unbeantwortet und den Wunsch auf mehr im Raum stehen. Grüntee und herber Kakao im Rückgeschmack.

Alles in allem: laut, impulsiv, kurz. Einmal mit vollen Kanonen die Sinne betören, doch dann geht es relativ rasch dem Ende zu. Eigentlich schade, hätte das fabulöse Intro doch gerne noch ein paar weitere Feuerwerke zünden dürfen. The wood makes the whisky, es bleibt jedenfalls ein Fragezeichen. Dem Caol Ila hätte jedenfalls ein bisschen mehr nicht geschadet, vom Wood, oder an Substanz, Reife, make your pick.

Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec

Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

Serge verkostet: Clynelish – in memoriam

In Gedenken an einen verstorbenen Freund verkostet Serge Valentin heute zwei Abfüllungen aus der Destillerie Clynelish. Sie hat eine bewegte Geschichte und einige Namensänderungen hinter sich, wie der Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia schön darstellt:

„Es gab einen Vorgänger der heutigen Clynelish-Brennerei gleichen Namens, der 1819 von George Granville Levison-Gower, dem zweiten Marquis of Stafford und späterem Duke of Sutherland gegründet wurde. Die heutige Clynelish-Brennerei (zeitweise Clynelish B genannt) wurde 1967 direkt neben der alten Brennerei (zunächst als Clynelish Abezeichnet) errichtet, um diese abzulösen. Die alte Brennerei wurde im Mai 1968 eingemottet, ging aber schon im April 1969 wieder in Produktion. Clynelish A wurde daraufhin in Brora und Clynelish B in Clynelish umbenannt. Beide Brennereien produzierten bis 1983 parallel als die Brora-Brennerei endgültig geschlossen wurde. Die Clynelish-Brennerei gehört seit 1987 zu United Distillers (UD) und damit seit 1998 zu Diageo, aber erst 1990 wurde die Lizenz von Ainslie & Heilbron Ltd. auf United Malt and Grain Distillers (UMGD), dem neuen Namen von Scottish Malt Distillers (SMD), übertragen.“

Mit den Wertungen tut sich Serge heute in der Verkostung etwas schwer, da er immer noch an seinem kapitalen Schnupfen laboriert, die Beschreibungen sind aber wie immer lesenswert:

  • Clynelish 18 yo 1997/2016 (54.3%, Archives, hogshead, cask #12357, 223 bottles): 88 bis 90 Punkte
  • Clynelish 26 yo 1990/2016 (45.3%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon barrel, 258 bottles): bleibt wegen Schnupfen unbewertet

 

Clynelish. Bild: Potstill Wien
Clynelish. Bild: Potstill Wien

PR: 0711 Spirits – Spirituosen mit Stil

Von den Veranstaltern der 0711 Spirits in Stuttgart haben wir eine Pressemitteilung zu der im Januar stattfindenden Veranstaltung erhalten, in der die Highlights der diesjährigen Messe, die nun zum dritten Mal und wieder in der Phoenixhalle im Stuttgarter Römerkastell stattfindet, vorgestellt werden und die wir hier gerne mit Ihnen teilen: 

Die Stuttgarter Messe für hochwertige Spirituosen

Bereits zum dritten Mal findet vom 27.-29.01.2017 die 0711 Spirits statt, die Stuttgarter Messe für Spirituosen mit Stil. Im Fokus steht erneut ein hochwertiges Angebot aus allen Spirituosen-Bereichen, sowie verschiedenen Weine als auch Biersorten, aber auch besonderen alkoholfreie Getränke werden präsentiert. Ende Oktober 2016 sind bereits 90 Prozent der Ausstellerflächen gebucht. Durch die gewonnenen Erfahrungen der letzten zwei Veranstaltungen wird die dritte 0711 Spirits weiter optimiert, um den Besuchern ein unvergessliches Messe-Erlebnis bieten zu können.

0711-spirits-presse-besucher

Neuheiten bei 0711 Spirits 2017

Die Planungen und Vorbereitungen für die dritte 0711 Spirits sind in vollem Gange, darunter einige Neuerungen und Veränderungen zur vorherigen Messe. Der Barber Shop von 1o1 Barbers verpasst allen Herren eine feine Rasur oder einen neuen Haarschnitt. Außerdem werden alle Produkte für eine perfekte Nassrasur angeboten. Zum ersten Mal gibt es 2017 ein beheiztes Cateringzelt mit noch größerer Auswahl an leckeren Speisen in dem sich die Besucher geschützt vor Wind und Wetter stärken können. Vielen ist die Zigarren-Lounge mit toller Auswahl an Tabakwaren und einem begleitenden Angebot von Schottischen Bieren und besten Spirituosen bekannt, diese werden bei der kommenden Messe wieder vertreten sein und direkt vor der Phoenixhalle ein eigenes Zelt bekommen. Neu sind auch die Gutscheine für Gratisproben und Angebote welche für jeden Besucher im Eintrittspreis enthalten sind. Auch bei der kommenden Ausgabe werden wieder einige neue Aussteller und Produkte zu sehen und zu probieren sein und das Angebot erstreckt sich von regionalen Produkten bis auf fast alle Kontinente der Erde.

0711-spirits-presse-produkte-1

Tastings und Masterclasses

Nach dem großen Andrang auf die Tastings bei der letzten 0711 Spirits, wird diesen bei der dritten Ausgabe ein besonderer Platz eingeräumt und finden im ehemaligen Castello Cafe direkt im Veranstaltungsgebäude statt. Dort kann in aller Ruhe den Ausführungen der Spezialisten aus Deutschland und Schottland gelauscht und die edlen Tropfen verkostet werden.

0711-spirits-presse-slowdrink

Genießen mit Stil in der Phoenixhalle

Erneut hat sich das Veranstalterteam für die außergewöhnlichen Räumlichkeiten des historischen Areals der Phoenixhalle im Stuttgarter Römerkastell entschieden. Sandstein, sichtbares Mauerwerk in Verbindung mit Holz und Glas schaffen ein charmantes und gemütliches Ambiente, das sich bereits bei den letzten Messen bewährte und sowohl Austellern sowie Spirituosenliebhabern für eine entspannte und harmonische Stimmung sorgte. All das wird wieder von stimmungsvoller Hintergrundmusik untermalt.

Jeder ist willkommen

Das breitgefächerte Spektrum der 0711 Spirits bietet für jeden Geschmack das Passende. Durch die täglich stattfindenden Tastings können die Getränke nicht nur probiert werden, sondern der Besucher bekommt auch einen guten Einblick in ihren Besonderheiten, ihre Art der Herstellung und in die richtige Art des Genusses. Dazu werden keine Vorkenntnisse erwartet. Auch ein unerfahrener Gaumen schmeckt schnell die Variationen der zarten Aromen von Vanille, Karamell, Trockenfrüchten oder Zitrusfrüchten heraus. 

Öffnungszeiten

Freitag 27.01.2017            17:00 -23:00 Uhr
Samstag 28.01.2017          13:00 -23:00 Uhr
Sonntag 29.01.2017          13:00 -19:00 Uhr

Eintritt für Besucher € 15,-

Mehr Infos auf www.0711spirits.de

logo-cmyk-negativ

Don’t drink and drive

Da nur ein vernünftiger Genuss von Alkohol Freude bereitet, wird die Messe vom Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS) und der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart unterstützt. Die Besucher können mit dem Taxi bis vor den Haupteingang der Phoenixhalle fahren und Kunden der VVS bekommen unter Vorlage eines gültigen Fahrscheins eine kleine Überraschung. Trotzdem bietet die Phoenixhalle ausreichend Parkplätze für einen großen Ansturm von Besuchern.

Von Stuttgartern für Stuttgarter

Veranstalter der 0711 Spirits ist das Stuttgarter Unternehmen Prowhisky GmbH, die 2013 von drei Whisky-Liebhabern gegründet wurde. Als Importeur besonderer Spirituosen (z.B. Whisky-Einzelfassabfüllungen aus Schottland oder Whisky aus Dänemark) hat sich die Prowhisky GmbH auf Spezialitäten mit kleineren Produktionszahlen spezialisiert.