In Gedenken an einen verstorbenen Freund verkostet Serge Valentin heute zwei Abfüllungen aus der Destillerie Clynelish. Sie hat eine bewegte Geschichte und einige Namensänderungen hinter sich, wie der Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia schön darstellt:

„Es gab einen Vorgänger der heutigen Clynelish-Brennerei gleichen Namens, der 1819 von George Granville Levison-Gower, dem zweiten Marquis of Stafford und späterem Duke of Sutherland gegründet wurde. Die heutige Clynelish-Brennerei (zeitweise Clynelish B genannt) wurde 1967 direkt neben der alten Brennerei (zunächst als Clynelish Abezeichnet) errichtet, um diese abzulösen. Die alte Brennerei wurde im Mai 1968 eingemottet, ging aber schon im April 1969 wieder in Produktion. Clynelish A wurde daraufhin in Brora und Clynelish B in Clynelish umbenannt. Beide Brennereien produzierten bis 1983 parallel als die Brora-Brennerei endgültig geschlossen wurde. Die Clynelish-Brennerei gehört seit 1987 zu United Distillers (UD) und damit seit 1998 zu Diageo, aber erst 1990 wurde die Lizenz von Ainslie & Heilbron Ltd. auf United Malt and Grain Distillers (UMGD), dem neuen Namen von Scottish Malt Distillers (SMD), übertragen.“

Mit den Wertungen tut sich Serge heute in der Verkostung etwas schwer, da er immer noch an seinem kapitalen Schnupfen laboriert, die Beschreibungen sind aber wie immer lesenswert:

  • Clynelish 18 yo 1997/2016 (54.3%, Archives, hogshead, cask #12357, 223 bottles): 88 bis 90 Punkte
  • Clynelish 26 yo 1990/2016 (45.3%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon barrel, 258 bottles): bleibt wegen Schnupfen unbewertet

 

Clynelish. Bild: Potstill Wien
Clynelish. Bild: Potstill Wien