Mit seiner heutigen Verkostung bewegt sich Serge Valentin nicht weit weg von der Destillerie von gestern – quasi einfach einmal in westliche Richtung quer über Islay. Diesmal geht es um Port Charlotte, die rauchige Variante von Bruichladdich. Zwei Feis Ile-Abfüllungen sind dabei, eine Originalabfüllung und ein unabhängiges Bottling.
Die Wertungen sind eigentlich recht positiv, wie man es sich erwarten würde – mit einer Ausnahme: Der PC 12 bekommt bei Serge gerade mal 72 Punkte, was für Serge schon am unteren Ende der Skala liegt und eigentlich schon ein leichtes Erschaudern bedeutet:
Port Charlotte 10 yo 2005 (55.1%, OB for Islay House, Feis Ile 2016, 300 bottles): 83 Punkte
Port Charlotte 7 yo 2008/2016 (61%, OB, Valinch, Feis Ile 2016, cask #3821, 410 bottles): 84 Punkte
Port Charlotte ‘PC12 Oileanach Furachail’ (58.7%, OB, 2015): 72 Punkte
Port Charlotte 2001/2013 (59.2%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 13052, 292 bottles): 90 Punkte
Ach ja, und als unser Titelbild haben wir eine Abendstimmung über dem namensgebenden Ort Port Charlotte ausgesucht…
Der Bauboom bei Whiskydestillerien setzt sich fort: Laut einem Bericht in Press and Journal ist ein Antrag auf Baugenehmigung für eine Destillerie am Gelände des Dunrobin Castle in Sutherland eingereicht worden. Neben dem Destilleriegebäude sollen auch ein Besucherzentrum, ein Tasting Room, Lagerhäuser und ein Shop entstehen. Dazu werden teilweise bestehende Gebäude genutzt werden. Die Destillerie, die Whisky und Gin produzieren soll, soll acht Arbeitsplätze schaffen.
Hinter der Destillerie stehen die Besitzer des historischen Schlosses aus dem 13. Jahrhundert, das schon jetzt eine Touristenattraktion ist. Die Sutherland-Familie möchte an fünf Tagen der Woche destillieren.
Genauere Details zu den geplanten Gebäuden erfahren Sie im Artikel auf Press and Journal.
Die Veranstalter der Aquavitae 2016 in Mülheim an der Ruhr (auf der wir von Whiskyexperts so wie in den beiden letzten Jahren ebenfalls vertreten sein werden) haben uns informiert, dass die meisten Masterclasses auf der Messe vom 29. bis 30. Oktober nun fixiert und buchbar sind.
24 Tastings und Masterclasses sind es zur Zeit, verteilt auf beide Tage, und für fast alle sollte man sich wohl rechtzeitig Karten sichern. Hier mal ein Überblick über jene Veranstaltungen, die jetzt schon feststehen, die Karten dazu gibt es online im Shop zu kaufen:
SAMSTAG, 29. OKTOBER 2016
12.30 Uhr Tomatin-Tasting (Speyside Malt Whisky)
Seminarraum 1
Tomatin lagacy
Tomatin 18j
Tomatin Cask stangth
Cu bocan
eine Überraschung limitierte Edition
Referent: Peter Schütte
Eintritt: 20,00€
12.30 Uhr Classic Malts – Talisker Made by the Sea
Seminarraum 2
New Make zum Nosen
Talisker Skye
Talisker Port Ruighe
Talisker 57°North
Talisker Storm
Referent: Thomas Plaue
Eintritt: 20,00€
14.00 Uhr Adelphi Distillery
Seminarraum 1
Aktuelle (Einzelfass)-Abfüllungen
Referent: Alex Bruce & Charles MacLean
Eintritt: 25,00€
In englischer Sprache
14.00 Uhr Team-Spirit, „Whisky & Schokolade“
Seminarraum 2
Black Bottle mit „Blossom Garden“ Schokolade
Deanston 12 Jahre mit „Sunny Honey Schokolade“
Bunnahabhain 12 Jahre mit „Bonna Heaven Schokolade“
Ledaig 10 Jahre mit „Salty Smoke“ Schokolade
Referent: Robin Pitz
Eintritt: 20,00€
Seminarraum 2
New Make zum Nosen
Lagavulin 16
Lagavulin DE
Lagavulin 8
Lagavulin 12
Referent: Thomas Plaue
Eintritt: 20,00€
15.30 Uhr Glen Els Whisky aus dem Harz !
Seminarraum 3 Sorten folgen !!
Referent: Olaf Fetting
Eintritt: 20,00€
17.00 Uhr Sierra Madre-Gin Tasting !
Seminarraum 1
Kyrö Napue
Elephant Gin
G`Vine Nouaison
Haymans Royal Dock
Überraschung: Ein Gelagerter Gin aus Finnland
Referent: Peter Schütte
Eintritt: 10,00€
17.00 Uhr Die neue Glenfiddich – Ära des Brian Kinsman
Seminarraum 2 Sorten folgen !!
Referent: Hans Strenge, Malt Ambassador Campari Deutschland GmbH
Eintritt: 20,00€
17.00 Uhr Team-Spirit „Deanston“
Seminarraum 3
Deanston Virgin Oak
Deanston 12 Jahre
Deanston 18 Jahre
Deanston 20 Jahre „Sherry Oak“
Referent: Robin Pitz
Eintritt: 20,00€
Bladnoch war nicht erst seit dem Verkauf an den Australier David Prior eine Silent Distillery, also eine, die zwar hätte produzieren können, es aber nicht tat. Schon unter dem Vorbesitzer Raymond Armstrong wurde einige Jahre lang nicht mehr destilliert.
Das soll sich nun, nach einem Bericht der BBC, mit dem Frühjahr 2017 ändern. Die Renovierung der Destillerie schreitet plangemäß voran, und neue Boiler, Mash Tuns und Washbacks werden in Kürze geliefert und installiert. Auf vier Brennblasen (also doppelt so vielen wie bislang) will man produzieren, und 2020, also 10 Jahre nach dem letzten Destillationsvorgang, sollen neue Abfüllungen von Bladnoch auf den Markt kommen.
Zwei sehr interessante, aber leider nicht so einfach erhältliche Abfüllungen von Caol Ila hat sich Serge heute für seine Verkostung ausgesucht: Einen achtjährigen Caol Ila von The Whisky Exchange, der nur über den gleichnamigen Onlinehandel zu beziehen ist oder war, und die Feis Ile Abfüllung aus diesem Jahr. Beide werden von Serge sehr gut bewertet:
Caol Ila 8 yo 2007/2016 (46%, Signatory Vintage for The Whisky Exchange, bourbon barrel, cask #315325, 320 bottles): 90 Punkte
Caol Ila 12 yo ‘Feis Ile 2016’ (56.2%, OB, 1500 bottles): 89 Punkte
Und weil es heute so kurz war, hier noch ein paar Bilder von und aus der Destillerie, die wir im Mai dieses Jahres gemacht haben:
Und wieder einmal ist es Zeit, sich durch verschiedenste englischsprachige Whiskyblogs zu wühlen und Ihnen die interessantesten Tasting Notes komprimiert zu präsentieren. Für jeden Geschmack und für jede Geldbörse ist etwas dabei:
Words of Whisky bespricht den Glenlivet 12yo in der Ausgabe von 2016, wie er auf internationalen Märkten noch zu finden ist – und findet ihn nur marginal besser als den Founders Reserve.
The Epicurean, der Lowland Blended Malt von Douglas Laing, wird auf Malt and Oak verkostet – man ist dort sehr angetan davon, mehr als erwartet.
Ebenfalls auf Malt and Oak trinkt man den Blair Athol 1988 von Signatory, der von The Whisky Exchange auf den Markt gebracht wurde – ihrer Meinung nach braucht er viel Zeit im Glas, aber ist dann sehr schön.
Der gleiche Blair Athol 1988 wird auch auf Whisky Israel verkostet – dort bekommt er 89 von 100 Punkten und wird für seinen Sherrycharakter gelobt.
Thomas Speller von Whisky Worship verkostet den Highland Park 8yo von Gordon & MacPhail – eher zurückhaltend fallen dort die Wertung und das Lob aus.
Und Whiskyapocalypse verkostet den Compass Box The Circus – man mag ihn sehr, selbst der hohe Preis kann da nicht schrecken…
Wie Alba Import heute mitteilte, sind von den im Juni durch den unabhängigen Abfüller Wemyss angekündigten neun neuen Abfüllungen (siehe unseren Bericht) nun auch sieben davon in Deutschland eingetroffen und ab sofort beim Fachhandel Ihres Vertrauens erhältlich. Das sind die Abfüllungen, die in die Distribution gegangen sind:
„Arbor in Bloom“ 1995 (20yo) single cask aus der Glen Grant Distillery, Speyside
„Spiced Rum Baba“ 1988 (27yo) single cask aus der Glenrothes Distillery, Speyside
„Fields of Barley“ 1990 (24yo) single cask aus der Bunnahabhain Distillery, Islay
„Lemon Buttered Kippers“ (18yo) single cask aus der Bunnahabhain Distillery, Islay
„Briny Tangle“ (25yo) single cask aus der Bowmore Distillery, Islay
„Banquet of Fruits“ (21yo) single cask aus der Aberfeldy Distillery, Highlands
„Nuts about Pears“ (24yo) single cask aus der Blair Athol Distillery, Highlands
Von Whiskey Union, einem experimentierfreudigen Team aus dem Diageo-Mutterhaus, haben wir heute eine Pressemitteilung zu einem neuen Whisky erhalten, der in seiner Art etwas Besonderes ist: Ein Blend aus schottischen, kanadischen und amerikanischen Whiskys unter den Namen Huxley, der mit 42 Prozent abgefüllt und im Einsteiger-Preissegment platziert ist. Er ist ab Mitte Juli um ca. 30 Euro erhältlich. Seine Geschichte und weitere Informationen entnehmen Sie bitte untenstehendem Text:
Ein Fabelwesen schreibt Whiskeygeschichte
Wie ein Biologe aus dem 19. Jahrhundert zufällig den Whiskey für 2016 neu inspirierte
Wie macht man eigentlich einen richtig guten Whiskey? Die Frage hört Whiskey Union Masterblenderin Caroline Martin öfter. Sie ist bekannt für ihre ungewöhnlichen Whiskey-Mischungen, ein Patentrezept hat aber auch sie nicht parat. Genau müsse man sein, sagt sie, aufs Detail achten – „das Wichtigste aber ist Kreativität.“ Caroline geht deswegen gerne in Bibliotheken und liest in alten Büchern. Normalerweise kann sie da prima abschalten und den Kopf frei kriegen. An einem gewöhnlichen, regnerischen Mittwochabend aber stieß sie plötzlich auf eine Geschichte, die sie nicht mehr loslassen sollte:
Der englische Biologe Thomas Henry Huxley – ein renommierter Wissenschaftler aus dem 19. Jahrhundert – entdeckte bei einer Amerika-Reise ein Tier, wie es noch niemand vor ihm gesehen hatte: Gesicht und Körper hatten die Anmutung einer Raubkatze, auf dem Rücken hatte das Wesen Flügel wie ein Adler; und aus dem Kopf wiederum ragte ein riesengroßes Geweih – fast wie bei einem Elch. Eine Kreuzung aus drei komplett unterschiedlichen Tieren!? Wie war das möglich? Huxley war verzweifelt – er glaubte grundsätzlich nur an das, was sich auch beweisen lässt. Vorsorglich gab er dem merkwürdigen Wesen einen Namen: „Mobsprey“ (eine Kombination aus Bobcat = Raubkatze, Moose = Elch und Osprey = Fischadler). Doch egal wie sehr er sich auch bemühte – niemand hatte so ein Tier jemals gesehen, noch fand er eine schlüssige Erklärung dafür.
Caroline musste schmunzeln: Dieser arme Huxley – sie konnte seine Gewissensbisse mitfühlen, doch im Gegensatz zu ihm war sie schon immer überzeugt, dass es auf dieser Erde Dinge gibt, die sich nicht restlos erklären lassen. Sie wollte das Buch schon zur Seite legen, als ihr plötzlich noch etwas ganz anderes auffiel: Das Wesen setzte sich nicht nur aus drei verschiedenen Tieren zusammen, sondern auch aus drei verschiedenen Ländern: Schottland, USA und Kanada. Und wie es der Zufall will, handelte es sich bei allen dreien um erstklassige Whiskey-Regionen. Caroline überlegte weiter. In der Nacht kam ihr eine verwegene Idee: Was wäre, wenn nicht nur die Tierwelt ungewöhnliche Überraschungen parat hält, sondern auch die Geschichte des Whiskeys noch nicht auserzählt wäre? Noch vor Sonnenaufgang machte sie sich an die Arbeit: Zitrus-frischen Scotch mischte sie mit fruchtigen Noten aus Kanada, dazu kombinierte sie süßlich-herben, amerikanischen Whiskey. Das Ergebnis war überwältigend: Zuerst entfaltet sich ein fein buttriger Karamell-Geschmack, gefolgt von einer pfeffrigen Würze und einem rauchigen Abgang, der wiederum von tropischen Früchten begleitet wird: Ein wahrhaftiges Gaumenspektakel! Wie dankbar Caroline diesem Huxley und seiner Entdeckung doch war – denn feststeht: Ohne ihn und seinen merkwürdigen Mobsprey hätte es diesen Whiskey nie gegeben.
Der Huxley ist deswegen der ideale Drink für Menschen, die sich nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden geben. Die nicht aufhören, Fragen zu stellen – auch wenn die Antworten schon sicher erscheinen. Und vor allem für diejenigen, die fest daran glauben, dass es auch in einer Welt, die scheinbar keine Geheimnisse mehr kennt, noch viele unentdeckte Schätze gibt. Der Huxley ist mehr als ein Whiskey, er ist eine Haltung: Egal ob als Hux pur oder Hux and soda – Bleibt neugierig und entdeckt den „Mobsprey“ in euch!
Der UVP für Huxley liegt bei 30 € und Huxley ist Mitte Juli an coolen Plätzen, in netten Läden, crazy Bars, im Fachhandel sowie auf www.amazon.de/whiskeyunion erhältlich.
Für Fans und Japan-Liebhaber ist das wahrscheinlich ein Feiertag: Am 25. Juli startet in Japan der neue Godzilla-Film, und weil Marketing wohl keine Grenzen kennt, gibt es dazu (leider wohl nur in Japan) auch zwei Godzilla Whiskys, die vom Whisky-Store Shinanoya auf den Markt gebracht werden: Shin Godzilla (Der neue Godzilla) und Godzilla.
Shin Godzilla ist 6 Jahre alt und wird 13.800 Yen (umgerechnet 120 Euro) kosten, Godzilla ist 24 Jahre alt und um 22.800 Yen, rund 200 Euro, erhältlich. Der „Neue Godzilla“ ist ein Single Malt aus der Destillerie Talisker, der 24yo ein Blend, über dessen Zusammensetzung nichts Genaueres bekannt ist. Mehr dazu auf News On Japan.
Bleibt nur zu hoffen, dass Whiskys und Film gut werden 🙂
Im Gegensatz zum Blend ist in einem Blended Malt kein Grain Whisky enthalten, es handelt sich dabei also um ein Vatting verschiedener Single Malts – zumeist von unabhängigen Abfüllern oder als Handelsmarken. Solche Vattings verkostet Serge heute, darunter auch ein recht exotisches, das seine Destillerien komplett benennt: Auchentoshan, Arran, Tobermory und Rhosdhu (Loch Lomond) – und die Spanne seiner Bewertungen reicht von eher mau bis hin zu sehr ok:
Glen Calder (40%, Gordon & MacPhail, +/-2015): 75 Punkte
Atholl Highlanders (43%, OB, blended malt, +/-2015): 81 Punkte
Rìgh Seumas I 10 yo 2004/2015 (46%, Murray McDavid, blended malt, 882 bottles): 84 Punkte
Light Creamy Vanilla 23 yo (51.6%, Cadenhead, Creations, No.2, blended malt, 2016): 87 Punkte
Ach ja, unser Titelbild: Warum wir Blair Castle gewählt haben? Weil Sie genau dort den Atholl Highlanders bekommen können, wenn er Sie interessiert 🙂
Nicht alles von dem, was Pastemagazine im Artikel auflistet, kann man bei uns auch kaufen, aber ein Gutteil der Whiskeys, die nach der Ansicht der Redaktion der US-Onlinepublikation ein hervorragendes Verhältnis zwischen Preis und Leistung bieten, sind auch bei uns in den Shops und im Versandhandel erhältlich.
Was ist mit dabei? Der Evan Williams Bottled in Bond, ein Corn Whiskey, der Evan Williams 1783 oder der Old Overholt, um nur einige zu nennen. Auch ein Kanadier und ein schottischer Blend (Teacher’s) sind dabei. Wie gesagt, man kann diese Listen bierernst nehmen, oder einfach als Orientierungspunkt für eigene Entdeckungsreisen. Geschmack ist immer etwas Subjektives.
Die Liste wird übrigens von Bernie Lubbers, dem Brand Ambassador der Heaven Hill Distillery und einem engagierten und wirklich profunden Bourbon-Kenner kommentiert.
Die Woche möchten wir mit einem schönen, englischsprachigen Reisebericht auf Malt-Review.com beginnen: Dort war man bei der Highland-Destillerie Glengoyne zu Besuch und hat von dort schöne Eindrücke und Bilder mitgebracht. Man bekommt richtiggehend Lust, selbst einmal vorbeizuschauen (und die Meisten, die das getan haben, fanden die Tour sehr empfehlenswert).
Glengoyne liegt in den südlichen Highlands, die Lagerhäuser auf der anderen Straßenseite werden bereits den Lowlands zugerechnet. Die Destillerie gehört dem unabhängigen Abfüller Ian Macleod Distillers, so wie Tamdhu in der Speyside, und produziert in der Hauptsache eine Reihe von Whiskys mit Altersangabe sowie einen alterslosen Cask Strength Whisky. Nur vor Ort gibt es zum Beispiel den Tea Pot Dram, einen stark sherrylastigen Whisky in Fassstärke.
Glengoyne Distillery, Bild von K. Schwebke unter CC-Lizenz
Zur Vorstellung des Jim Beam Double Oak (wir berichteten hier) im Frühjahr in Wien kreierten österreichische Barkeeper auch einige neue Rezepte mit diesem aromatischen doppelt gereiften Bourbon. Wir haben Ihnen zwei davon (hier und hier) bereits vorgestellt, ein drittes möchten wir Ihnen heute zum Nachmachen und Kosten präsentieren. Es stammt von Adrian Komadina aus dem Beimir in Wien.
Der Smoked Chili Con Bourbon passt vielleicht als Starter zu einem BBQ oder zum Lagerfeuer, jedenfalls aber ganz einfach mal dann, wenn man Lust auf einen kreativen Cocktail hat – egal wie, wir wünschen viel Spaß mit diesem Rezept:
Smoked Chili Con Bourbon von Adrian Komadina, BeiMir
5 cl Jim Beam Double Oak
1 cl hausgemachtes Zuckermais-Kidneybohnen Sirup*
3 Dash Hella Bitters Smoked Chili Bitters
Geräucherte Rinderbrustspirale, Grapefruitzeste
Alle Zutaten mit einer großzügigen Menge Eis im Rührglas für ca. 20 Sekunden verrühren und auf einen Iceball in eine vorgekühlte kleine Konservendose strainen.
*Kidneybohnen – Zuckermaissirup: 1 Teil Kidneybohnen (für die Textur), 5 Teile Mais, 6 Teile Zucker pürieren. Mit der selben Menge Wasser aufkochen lassen und mindestens 15 Minuten ziehen lassen und anschließend durch ein feines Sieb abseihen.
Mit „den Besten“ ist es immer so eine Sache – Listen in dieser Art sind immer subjektiv und können allerhöchstens als Anhalts- und Orientierungspunkt dienen. Aber interessant sind sie dennoch, auch für uns, denn selbst wenn man mit ihnen nicht konform geht, können sie einem helfen, neue Dinge zu lernen.
Heute haben wir eine Liste der fünf bislang besten Single Malts, die im Jahr 2016 auf den Markt gekommen sind, gefunden. Sie wurde von Scotland Now publiziert und stammt von ihrem Whiskyexperten Andy Bell.
Die Liste ist schon alleine deshalb interessant, weil vier dieser fünf Whiskys von unabhängigen Abfüllern stammen (und wahrscheinlich bis auf die SMWS-Abfüllung auch hierzulande erhältlich sein könnten), und weil die Mischung recht bunt ist – es ist ein vierjähriger Ardmore ebenso dabei wie der offizielle Lagavulin 8yo, ein Scapa von Gordon & MacPhail ebenso wie ein Jura von Càrn Mòr und ein Glen Elgin der Scotch Malt Whisky Society.