Serge verkostet: Glen Spey

Vier verschiedene Abfüllungen der Destillerie Glen Spey haben es heute in die Verkostung bei Serge Valentin geschafft – und wenn auch kein frenetischer Jubel aufbranden will, so findet Serge die Whiskys doch allesamt ordentlich und brauchbar:

  • Glen Spey 17 yo (46%, Duthies, 312 bottles, +/-2013): 80 Punkte
  • Glen Spey 27 yo 1988/2015 (47.7%, Sansibar and S Spirits Shop, bourbon, 198 bottles): 83 Punkte
  • Glen Spey 18 yo 1997/2015 (50%, Hunter Laing, Old Malt Cask, refill hogshead, cask #11192, 297 bottles): 80 Punkte
  • Glen Spey-Glenlivet 19 yo 1995/2015 (58.8%, Cadenhead, Small Batch, bourbon hogshead, 480 bottles): 84 Punkte

Men’s Journal: Das Ende der Whiskys mit Altersangabe?

Wohin man in letzter Zeit auch blickt: Whiskys mit Altersangaben zählen zu einer aussterbenden Rasse – ein guter Teil der Neuerscheinungen sind NAS-Whiskys, also solche, die statt eines Alters einen besonderen Namen als Differenzierungsmerkmal haben. Dass das so gekommen ist, sollte den aufmerksamen Beobachter der Whiskyszene nicht wundern: Die Destillerien haben nur mehr wenige Fässer, bei denen es sich lohnt, das Alter auf der Flasche zu vermerken. Wie uns ein Kenner der Szene unlängst mitteilte: Im Jahr 2013 wurden fast ein Drittel aller Fässer, die in den Lagern der Destillerien in Schottland älter als 12 Jahre waren, abgefüllt. Ein Trend, der sich in den nächsten beiden Jahren wohl fortgesetzt hat, wenn vielleicht auch durch die Umstände etwas abgeschwächt. Sie können sich vorstellen, wie es mit älteren Beständen also momentan aussieht.

In Men’s Journal nimmt sich jetzt ein Artikel unter dem Titel „End Times for Aged Whiskys?“ diesem Thema an, und zwar aus amerikanischer wie aus schottischer Sicht. Er versucht dabei ausgewogen zu sein, beide Seiten der Medaille darzustellen und auch das Dilemma, in dem sich Marketingabteilungen wie Destillerien nach dem Boom der letzten Jahre befinden, zu beleuchten. Zusammenfassend meint der Artikel, dass wir uns in der nächsten Dekade wohl hauptsächlich auf alterslose Whiskys einstellen müssen – und dass auch die Destillerien erst wirklich lernen müssen, mit ihnen umzugehen. Schönes Beispiel aus dem Artikel dazu: Craig Bridger, National Brand Ambassador für The Macallan, hat im Beitrag ursprünglich eröffnet, dass im Macallan Edition No. 1 auch zehnjährige Whiskys enthalten sind. Macallan hat das dann in einem Statement bestritten und wollte dazu keine näheren Angaben machen. Wie gesagt: Der Lernprozess scheint noch im Gange zu sein.

Wir verkosten: Bruichladdich 2006/2015 9yo, 55.2%, whic.de

[alert type=white]Bruichladdich 9yo, 55.2%, whic.de
Fass #317, 48 Flaschen

Destilliert 10.05.2006
Abgefüllt 14.08.2015
nicht gefärbt , nicht kühlfiltriert
Sample: whic.de 
Verkoster: Reinhard Pohorec[/alert]

Wir lieben das Besondere, das Feine, das Exklusive. Wir lechzen nach Craft, Small Batch, Limited nebst Single hier und artisanal da.

Dass „klein“ dann oft gar nicht so klein ist, muss man sich bisweilen immer wieder ins Gedächtnis rufen. Bei in die Zehntausenden gehenden Fläschchen, steht hinter dem rustikal handwerklichen Klischeebild nicht viel mehr als ein dickes Fragezeichen. 48 Flaschen allerdings klingt nach einer wirklich raren Geschichte.

Der Independent Bottler whic hat sich einen Teil des Bourbon Cask #317 herausgepickt und mit neun Jahren auf die Flasche gezogen, die Abfüllung erfolgte in Fassstärke, ohne Beigabe von Farbstoff und natürlich nicht kühlfiltriert.

Nase: erwartungsgemäß ein frisch würzige, grünlich florale Getreidenote, grasig, sehr lebendig und hell, dazu schmelzig-weiche Marille und Vanilletöne, fast hefig, Sauerteig, Germknödel auch nicht ohne den obligaten Powidl, buttrig laktil, etwas Birnenquitte, Frischkäse und Sauerrahm, Bienenwabe und Propolis tänzeln um die Fruchtnoten, dezent herbe Schalen von Cox Orange Äpfeln, etwas Rosenwasser, Muskat entwickelt sich hintergründig, ein maritimer Anflug will sich auch noch bemerkbar machen, Meeresfenchel, Salbei, Austernwasser

Jung, kräftig, fesselnd.

Gaumen: auch der mundfüllende, ölig dicht gewobene Eindruck und das Spiel auf der Zunge sind getragen von frisch fruchtiger Brillanz, strahlend hell, gelbe Steinfrucht, auch die parfümierte Note von Quitte ist wieder da, süßliche Zitrone und Vanillecreme, kräftiger Gerbstoff, in den neun Jahren hat man dem Whisky einen dicken Pack Holz mit auf den Weg gegeben, strammes Tannin, schwarzer Pfeffer, Muskat. Jugendliche Kraft, analog zum Duft, wenngleich etwas weniger breit aufgestellt, eher geradlinig am Gaumen.

Finish: wollen wir es einmal brav nennen, der Whisky spielt sich in seiner bereits bekannten Frische und Fülle den Rachen hinunter, klar strukturiert, ohne große Überraschungen, aber ebenso ohne Ausrutscher. Solide, ehrlich, jung – man wird nicht das kolossalste Finish seit Menschheits- und Whiskygedenken erwarten. Es bleibt viel Süße liegen, auch die florale Note gibt einen Schlussauftritt, im Widerstreit mit den kraftvollen Eichenspitzen.

Alles in allem: Bruichladdich, jung, und dazu steht man. Punkt aus. Der Whisky bietet Trinkvergnügen und ansprechenden Trinkfluss, bedenkt man die knackige Fassstärke und den packenden Fasscharakter.

Ob man eine der strengst limitierten 48 Flaschen ergattern wird, bleibt abzuwarten. Ob man es denn wirklich muss, sei ebenso dahingestellt. Ein lieber Malt, ein feiner Malt – „ja eh“, wie der Österreicher sagen würde, oder, in unseren Bewertungskriterien: Gut, aber auch nicht mehr.

Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec

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Video: Great Scotch Whisky

Am heutigen 3. Advent laden wir Sie mit unserem Video zu einer doppelten Zeitreise ein. Die Dokumentation „Great Scotch Whisky“ führt detailliert und kurzweilig durch die Geschichte Schottlands und des Scotch Whisky. Und, da diese Dokumentation im Jahre 2003 entstand, ist sie aus heutiger Sicht auch eine Reise in die jüngere Geschichte des Scotch Whisky. Begleiten Sie uns in die Zeit, in der z.B. Strathisla zur Seagram Gruppe gehörte, der 12-jährige Glenlivet noch George Smith’s Original war und Tam the Gun für die One O’Clock Gun im Edinburgh Castle verantwortlich war. Das knapp eineinhalb Stunden dauernde Video finden Sie auf Youtube oder direkt hier über unserem Post.

 

Video: Der erste Brenngang in der Waterford Distillery

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Vor einigen Tagen wurden zum ersten Mal die Stills in der neuen irischen Waterford Distillery von Mark Reynier angeworfen (einen früheren Bericht dazu finden Sie hier) – jetzt hat Mark Gillespie von Whiskycast auch ein knapp zehnminütiges Video dazu gepostet. Schöne Bilder, ein Interview und viele Hintergrundinfos entweder gleich hier oder auf Youtube – nettes Nachmittagsprogramm für Whiskyfreunde.

SZ: Deutscher Geist – über deutschen Whisky

In der Süddeutschen findet sich heute ein Artikel über deutsche Whiskys, gebaut rund um ein Gespräch mit Cornelia Bohn, Destilleriebesitzerin und Brennmeisterin des „Preussischen Whiskys“ aus der Uckermark. Das Interessante am Artikel: Er nimmt eine kritische, aber durchaus wohlwollende Distanz zu deutschen Whiskys ein – attestiert seinen Erzeugern handwerkliches Können, bemängelt aber auch etwas den Mangel an Charakter, den man in manchen deutschen Destillaten finden kann. Dabei ist der Artikel aber nie unfair oder überkritisch. Hier ein kleiner Auszug:

Schottischer Whisky. Keinen anderen beschreiben Experten wie Fans ähnlich poetisch. Er mag im Urteil einiger Kritiker gerade vom japanischen Whisky überholt worden sein. Doch er ist weiter das Maß aller Dinge. Er steht für Stärke und Rauchigkeit, für so abstrakte Bilder wie das Dahingleiten über weite Landschaften. Sein Vorbildcharakter liegt nicht nur an seinem Ruf, sondern auch an der Technik. Denn die meisten Schotten brennen im sogenannten Pot-Still-Verfahren, sie destillieren ihre Maische zweimal in zwiebelförmigen Kupferkesseln; dabei wird der Alkohol verdampft und durch Abkühlung wieder kondensiert. Viele Brennblasen sind riesig, fassen bis zu 20 000 Liter – das ist teuer, bestimmt aber den Geschmack: In kleinen, engen Kesseln wird das Destillat kräftiger, öliger. Dieses Rohdestillat ist so ungenießbar, dass sich erst während der langen Fassreife ein Getränk entwickelt, das mal mild, mal fruchtig, mal torfig, mal rauchig oder auch vieles davon zugleich sein kann. Bei der Lagerung profitiert der Brand vom gleichmäßigen schottischen Klima; im Fass passt das Destillat also seine Dichte kaum der Außentemperatur an.

Deutsche Whiskybrenner dagegen brennen in Obstbrennblasen, in die nur wenige Hundert Liter passen. So betonen sie den Eigengeschmack der Gerste, manchen filtern dabei mehrere Aromen heraus; schon das Rohdestillat ist genießbar. Die Brenner sind darauf sehr stolz, sie lagern ihr Destillat nur, weil sie es lagern müssen – vorgeschrieben für Single Malt sind drei Jahre.

Im Artikel gibt es auch neun Verkostungsnotizen zu deutschen Whiskys , darunter zum Beispiel der Aureum oder ein Slyrs. Insgesamt eine lesenswerte Wochenendlektüre, über die man sicherlich auch vortrefflich mit verschiedenen Standpunkten diskutieren könnte.

PR: Adelphi Glover 22yo – Sechs Flaschen für Deutschland (mit Tasting Notes)

Vom deutschen Generalimporteur für Adelphi, der Rolf Kaspar GmbH, haben wir eine Presseinformation zum Glover, dem raren schottisch/japanischen Whisky von Adelphi erhalten (über seine Vorstellung berichteten wir hier). Er ist nun auch in Deutschland erhältlich, allerdings nur in einer Kleinstauflage von sechs Stück. Hier die Infos:

Der Glover 22yo, der erste japanisch/schottische Whisky von Adelphi, ist nun endlich auch in Deutschland erhältlich. Der 22jährige Glover besteht aus einem Einzelfass aus der Destillerie Hanyu, Longmorn und einem Tropfen Glen Garioch als Hommage an den Geburtsort von Thomas Blake Glover. Weltweit gibt es von ihm nur 390 handsignierte Flaschen.

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In Deutschland wird dieser besondere, historische Whisky nur von drei ausgesuchten Händlern angeboten werden: Bei der Kelterei Kuhn, bei Whiskykoch.de und bei Rolf Kaspar. Preis pro Flasche: rund 1.500 Euro.

Die Tasting Notes:

Farbe: Dunkler Bernstein mit Kupferglanzlichtern.

Nase: Leinöl, Marzipan und Glasurzucker mit Maraschinokirschen, in dunkle Schokolade getaucht, reichhaltige Kuchenmischung mit getrockneten, exotischen Früchten: Mango, Banane, Papaya.

Gaumen: Den Mund füllende Textur, ölig, wabernde Gewürze. Frische Erdbeeren, Guave, Schwarzkirschen, Kokosplätzchen, Keralapfeffer und rosa Grapefruit.

Finish: Leicht abtrocknend mit Gewürznelken, Eukalyptus und Toblerone.

Mehr Informationen über The Glover können Sie auch auf der englischsprachigen Homepage des Whiskys abrufen.

 

The Whisky Lady: Drei exquisite Unterkünfte auf Arran

Anne-Sophie Bigot aka The Whisky Lady hat auf ihrem gleichnamigen Blog drei ausgesucht schöne Übernachtungsmöglichkeiten für jene veröffentlicht, die auf der Insel Arran mehr als nur einen Tag verbringen wollen. Die drei Lokalitäten sind das Glenisle Hotel (ab £83 pro Nacht), das Auchrannnie Resort (ab 59 Pfund pro Person) und Alice’s Wonderland, ein veganes B&B ab 65 Pfund pro Übernachtung.

Zu allen drei Orten gibt es gute Beschreibungen, Adressen und einige Bilder, die tatsächlich Lust darauf machen, am gesagten Ort zu übernachten.

Zimmer im Glenisle Hotel
Zimmer im Glenisle Hotel

Wir verkosten: Tobermory 1995/2015 20yo, 54.5%, whic.de

[alert type=white]Tobermory 20yo, 54.5%, whic.de
Hogshead #1241, 132 Flaschen

Destilliert 18.07.1995
Abgefüllt 17.08.2015
nicht gefärbt , nicht kühlfiltriert
Sample: whic.de 
Verkoster: Reinhard Pohorec[/alert]

Nicht nur über Tobermory’s bewegte Vergangenheit sondern auch des Autors Affinität für Mull’s Single Malt Preziosen war an dieser Stelle schon des Öfteren zu lesen.  Ein ganz eigener Charakter wohnt den Destillaten der Brennerei inne, als recht schwach getorfte Version glänzt Tobermory oft mit einer Vielzahl von Aromen, Fülle und Eleganz.

Seit 1993 leitet Burn Stewart die Geschicke des Hauses, die hier vorliegende, zwanzigjährige und auf 132 Flaschen limitierte „whic“-Abfüllung stellt somit eine der ältesten der Company dar.

Nase: ein sehr elegantes, fein gezeichnetes Opening, wohlbalancierte Reife, dunkler Mokka und erdige Akzente, dahinter etwas gedörrte Feige und Dattel, im Dialog mit grünlicher Würze, Kräutersträußchen von Estragon, Liebstöckel und etwas herber Minze, auch Zigarrendüfte einer vollmundigen Habano, untermalt wird der erwachsene Ausdruck von frisch, saftiger Frucht, roter Apfel, Quittengelee und in Salz gewälzte Zitrone, etwas Moschus, Tannennadel und frisches Moos, nebst süßlicher Vanillecreme und hellem Karamell, subtil graziler Duft, sehr komplex und fein verwoben, mit Zeit kommen noch gelbfruchtige Assoziationen, überreifer Weingartenpfirsich, dazu ein Anflug von Honigmelone

Gaumen: auch am Gaumen mit harmonischen Reifetönen, impulsiv und kraftvoll, cremig weiche Vanille, sehr ölig und fett ist das Mundgefühl, dazu wiederum die Herbe von schwarzen Oliven, Kardamom, etwas Lemon Sherbet, Kokosraspel, aber ohne die Süße und exotische Anmutung, Waldboden, thick cut Orangemarmelade, etwas brackig, Salzlake, auch pickle brine, balanciert von fülligem Karamell, etwas getreidige Erinnerungen, gekleidet in Pfefferminze, Zimt und getoastete Eichenspäne, English Breakfast Tee nur von einer Idee Obers gekrönt, ein Schmeichler vor dem Herrn

Finish: es setzen sich wieder die fruchtigen Noten durch, ein ungemein schmelziger, weicher und feinfühliger Touch von Creme Caramel, Sandelholz, Quitte und Zedernholz, auch etwas Zibet ist dabei, der Malt bleibt und bleibt und bleibt, minutenlang kaut man an der fetten Signatur des Tobermory, der den Gaumen frohlocken lässt, gegen Ende sogar Passionsfrucht, Gelbwurz und etwas Balsamico

Alles in allem: so geht understatement, hier muss nicht vor PPM Zahlen gebrüllt werden, hier ist kein über-fancy-chichi und bedeutungsschwangeres Schönschreiben eines Malts zu sehen, der seinen großen Destillerie Namen als qualitatives Hauptargument zu Felde führt. So simpel, so einfach (wenngleich ungemein komplex) so gut. Zwanzig Jahre, Fassstärke, nicht kühlfiltriert. Willkommen! Hier und Jetzt! In meinem Glas.

Was zählt sind Komplexität, Eleganz, Länge, Tiefe – wie ein gutes Buch, das man immer und immer wieder lesen muss, ein alter Freund, mit dem man jahrelang plaudern könnte, ein Vertrauter Gefährte am Weg des Glücks. Ein Sehr Gut, und was für eines!

Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec

toberwhic

BBC: Bushmills will Kapazität verdoppeln

BBC berichtet heute, dass die Besitzer der Bushmills-Destillerie in Nordirland (County Antrim) eine Planning Application eingereicht haben, die zu einer Verdopplung der Kapazitäten führen und 20 neue Arbeitsplätze schaffen wird. Die mexikanischen Besitzer, die Familie Beckmann, wollen 30 Millionen Pfund für die Ausbaupläne in die Hand nehmen.

Ebenfalls geplant ist ein neues Besucher- und Tourismuszentrum.

bushmills

Bald neu? Benromach 35yo

Und weil wir gerade dabei sind: Es scheint auch in absehbarer Zeit einen neuen (und wahrscheinlich nicht sehr günstigen) 35jährigen Benromach zu geben, wenn man der nächsten Eintragung in der TTB-Database Glauben schenken will, die Sku’s Recent Eats gefunden hat.

Der Benromach 35yo scheint mit 43% abgefüllt zu werden, und soll im Geschmack Zimt, Bienenwachs, gekochte Birnen und milde Würzigkeit von verbrannter Eiche tragen, so jedenfalls sagt das Rückseitenlabel. Auch hier gilt: Nicht sicher, aber wahrscheinlich – und wir bleiben dran.

benromach 35back benromach 35

Bald neu? Octomore 7.4 Virgin Oak

Und wieder ein mehr als interessanter Fund durch Sku’s Recent Eats auf der Database des TTB in den USA – ein Label für einen neuen Octomore, den Octomore 7.4 Virgin Oak, mit 167 ppm und auf 12.000 Flaschen limitiert. Laut Label ist er mit 61.2% abgefüllt und sieben Jahre alt.

Wann genau er erscheinen wird (und ob überhaupt), ist bei den Einträgen in der TTB-Datenbank nie zu 100% gesichert – aber sobald wir mehr wissen, wissen Sie es auch.

octomore7.4

Neu im Travel Retail: Talisker Neist Point

Einen neuen Talisker können Sie sich jetzt aus dem Travel Retail nach Hause holen – den Talisker Neist Point. Ab sofort soll er vor allem in Westeuropa und in Amerika zu finden sein. Geschmacklich wird er, so wie eigentlich sehr viele neue Abfüllungen aus der Destillerie von der Insel Skye, als weich und leicht beschrieben – das kann man im Frontier Magazine nachlesen. Der Neist Point ist übrigens die erste Neuerscheinung im Travel Retail seit dem Dark Storm vor 2 Jahren.

tnp

Interessant ist übrigens auch die Begründung durch Diageo, warum der Neist Point wieder ein NAS Whisky ist: „Schuld“ daran ist der Konsument, glaubt man Dr. Nick Morgan, Diageo’s head of whisky outreach. In einer Umfrage unter Whiskytrinkern im Travel Retail wurden laut ihm folgende Assets als wichtig angesehen, und zwar in dieser Reihenfolge: Geschmack, Weichheit, Preis und Alter. Alter ist also für den Konsumenten laut Diageo nur mehr nachrangig wichtig.

Apropos Preis: Ca. 150 Euro wird die Flasche kosten, die laut Donald Colville, dem Global Scotch Whisky Ambassador von Diageo, der „eleganteste Talisker bisher“ sei.

neist point

Whisky im Bild: Tomatin produziert den nächsten Cù Bòcan

Schade, dass es noch nicht das Internet der Gerüche gibt, denn dann wäre dieses stimmungsvolle Bild, das die Highland-Destillerie Tomatin veröffentlicht hat, noch eine Spur stimmungsvoller: In der ehemals größten Destillerie Schottlands wird nämlich in dieser Woche der jährliche Batch getorften Spirits (unter anderem für den Cù Bòcan) hergestellt. 60.000 Liter sind es, und laut Angaben der Destillerie zieht sich der leicht torfige Duft durch das ganze Gebäude…

cu bocan