Serge verkostet: Port Charlotte x4

Mit seiner heutigen Verkostung bewegt sich Serge Valentin nicht weit weg von der Destillerie von gestern – quasi einfach einmal in westliche Richtung quer über Islay. Diesmal geht es um Port Charlotte, die rauchige Variante von Bruichladdich. Zwei Feis Ile-Abfüllungen sind dabei, eine Originalabfüllung und ein unabhängiges Bottling.

Die Wertungen sind eigentlich recht positiv, wie man es sich erwarten würde – mit einer Ausnahme: Der PC 12 bekommt bei Serge gerade mal 72 Punkte, was für Serge schon am unteren Ende der Skala liegt und eigentlich schon ein leichtes Erschaudern bedeutet:

  • Port Charlotte 10 yo 2005 (55.1%, OB for Islay House, Feis Ile 2016, 300 bottles): 83 Punkte
  • Port Charlotte 7 yo 2008/2016 (61%, OB, Valinch, Feis Ile 2016, cask #3821, 410 bottles): 84 Punkte
  • Port Charlotte ‘PC12 Oileanach Furachail’ (58.7%, OB, 2015): 72 Punkte
  • Port Charlotte 2001/2013 (59.2%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 13052, 292 bottles): 90 Punkte

Ach ja, und als unser Titelbild haben wir eine Abendstimmung über dem namensgebenden Ort Port Charlotte ausgesucht…

Port Charlotte

Neue Destillerie bei Dunrobin Castle (Highlands) geplant

Der Bauboom bei Whiskydestillerien setzt sich fort: Laut einem Bericht in Press and Journal ist ein Antrag auf Baugenehmigung für eine Destillerie am Gelände des Dunrobin Castle in Sutherland eingereicht worden. Neben dem Destilleriegebäude sollen auch ein Besucherzentrum, ein Tasting Room, Lagerhäuser und ein Shop entstehen. Dazu werden teilweise bestehende Gebäude genutzt werden. Die Destillerie, die Whisky und Gin produzieren soll, soll acht Arbeitsplätze schaffen.

Hinter der Destillerie stehen die Besitzer des historischen Schlosses aus dem 13. Jahrhundert, das schon jetzt eine Touristenattraktion ist. Die Sutherland-Familie möchte an fünf Tagen der Woche destillieren.

Genauere Details zu den geplanten Gebäuden erfahren Sie im Artikel auf Press and Journal.

Von Dunrobin_Castle_-Sutherland_-Scotland-26May2008.jpg: jack_spellingbaconderivative work: Snowmanradio (talk) - originally posted to Flickr as Dunrobin castle and uploaded to commons at Dunrobin_Castle_-Sutherland_-Scotland-26May2008.jpg, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8639843
Von Dunrobin_Castle_-Sutherland_-Scotland-26May2008.jpg: jack_spellingbaconderivative work: Snowmanradio (talk) – originally posted to Flickr as Dunrobin castle and uploaded to commons at Dunrobin_Castle_-Sutherland_-Scotland-26May2008.jpg, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8639843

PR: Aquavitae 2016 – Masterclasses jetzt online buchbar

Die Veranstalter der Aquavitae 2016 in Mülheim an der Ruhr (auf der wir von Whiskyexperts so wie in den beiden letzten Jahren ebenfalls vertreten sein werden) haben uns informiert, dass die meisten Masterclasses auf der Messe vom 29. bis 30. Oktober nun fixiert und buchbar sind.

24 Tastings und Masterclasses sind es zur Zeit, verteilt auf beide Tage, und für fast alle sollte man sich wohl rechtzeitig Karten sichern. Hier mal ein Überblick über jene Veranstaltungen, die jetzt schon feststehen, die Karten dazu gibt es online im Shop zu kaufen:

aquavitae2016

SAMSTAG, 29. OKTOBER 2016

12.30 Uhr Tomatin-Tasting (Speyside Malt Whisky)

Seminarraum 1
Tomatin lagacy
Tomatin 18j
Tomatin Cask stangth
Cu bocan
eine Überraschung limitierte Edition
Referent: Peter Schütte
Eintritt: 20,00€

 

12.30 Uhr Classic Malts – Talisker Made by the Sea

Seminarraum 2
New Make zum Nosen
Talisker Skye
Talisker Port Ruighe
Talisker 57°North
Talisker Storm
Referent: Thomas Plaue
Eintritt: 20,00€

 

 14.00 Uhr Adelphi Distillery

Seminarraum 1
Aktuelle (Einzelfass)-Abfüllungen
Referent: Alex Bruce & Charles MacLean
Eintritt: 25,00€
In englischer Sprache

 

14.00 Uhr Team-Spirit, „Whisky & Schokolade“

Seminarraum 2
Black Bottle mit „Blossom Garden“ Schokolade
Deanston 12 Jahre mit „Sunny Honey Schokolade“
Bunnahabhain 12 Jahre mit „Bonna Heaven Schokolade“
Ledaig 10 Jahre mit „Salty Smoke“ Schokolade
Referent: Robin Pitz
Eintritt: 20,00€

 

14.00 Uhr  Privatbrennerei Unterthurner  (Fruchtbrände & Grappa)

Seminarraum 3
Quitte Aged 20
Grappa Popp Hof
Walnuss-Haselnuss
Waldler Original
Kirschbrand
Kranebitter (Wacholder)
Referent: Martin Sölva
Eintritt: 10,00€

 

15.30 Uhr C2C-Spirits Cup Siegerehrung

Seminarraum 1
Bekanntgabe der Ergebnisse der Verkostungen 2016
Referent: Julia Nourney
Eintritt: frei

 

15.30 Uhr  Irish Whiskey: dreifach destilliert, unvergleichlich mild und ausgewogen

Seminarraum 2
Jameson
Red Breast
Green Spot
Powers
Referent: Aisling Byrne
Eintritt: 20,00€

 

15.30 Uhr Alba Import „Vibrant Stills“

Seminarraum 3
Sorten folgen !!
Referent: Dietmar Schulz
Eintritt: 20,00€

 

17.00 Uhr Cadenhead

Seminarraum 1
Sorten folgen !
Referent: Gernot Krakat
Eintritt: 20,00€

 

17.00 Uhr Die neue Glenfiddich – Ära des Brian Kinsman

Seminarraum 2
Sorten folgen !!
Referent: Hans Strenge, Malt Ambassador Campari Deutschland GmbH
Eintritt: 20,00€

 

17.00 Uhr 

Seminarraum 3
Sorten folgen !
Referent: Timo Lambrecht (BSC)
Eintritt: 20,00€

 

18.30 Uhr  Adelphi Distillery – Whisky & Food Seminarraum 1

Brandneue Adelphi-Abfüllungen :
Sorten folgen !
Referent: Charles MacLean und Chris Pepper
Eintritt: 30,00€
In englischer Sprache

 

18.30 Uhr Teeling Irish Whiskey – The Spirit of Dublin

Seminarraum 2
Offizieller Messewhiskey 2016 Jhrg. 2001
Offizieller Messewhiskey 2016 Jhrg. 1991
weitere Sorten
Referent:
Eintritt: 20,-EUR
In englischer Sprache

 

18.30 Uhr Reidemeister & Ulrichs „The Malts of the North“

Seminarraum 3
Old Pulteney Navigator, 46% vol
Old Pulteney 17 Years Old, 46% vol
Balblair 2005 1st release, 46% vol
Balblair 1990 2nd release, 46% vol
Balblair 2000 Sherry Cask, 51% vol
Referent: Adam Dittrich
Eintritt: 20,00€

 

Sonntag, 30. Oktober 2016

12.30 Uhr Adelphi Distillery

Seminarraum 2
Aktuelle (Einzelfass)-Abfüllungen (Sorten folgen !)
Referent: Alex Bruce & Charles MacLean
Eintritt: 25,00€
In englischer Sprache

 

12.30 Uhr Rum-Tasting

Seminarraum 3
Sorten folgen !!
Referent: Dirk Becker
Eintritt: 10,00€

 

14.00 Uhr  The Ultimate  

Seminarraum 1
Einzelfassabfüllungen
Sorten folgen !!
Referentin: Julia Nourney
Eintritt: 20,00€

 

14.00 Uhr  Teeling Irish Whiskey – The Spirit of Dublin

Seminarraum 2
Sorten folgen !!
Referent:
Eintritt: 20,-EUR
In englischer Sprache

 

14.00 Uhr  Privatbrennerei Unterthurner  (Fruchtbrände & Grappa)

Seminarraum 3
Quitte Aged 20
Grappa Popp Hof
Walnuss-Haselnuss
Waldler Original
Kirschbrand
Kranebitter (Wacholder)
Referent: Martin Sölva
Eintritt: 10,00€

 

15.30 Uhr  Alba Import „Vibrant Stills“

Seminarraum 1
Sorten folgen !!
Referent: Dietmar Schulz
Eintritt: 20,00€

 

15.30 Uhr  200 Jahre Lagavulin

Seminarraum 2
New Make zum Nosen
Lagavulin 16
Lagavulin DE
Lagavulin 8
Lagavulin 12
Referent: Thomas Plaue
Eintritt: 20,00€

 

15.30 Uhr  Glen Els Whisky aus dem Harz !

Seminarraum 3
Sorten folgen !!
Referent: Olaf Fetting
Eintritt: 20,00€

 

17.00 Uhr  Sierra Madre-Gin Tasting !

Seminarraum 1
Kyrö Napue
Elephant Gin
G`Vine Nouaison
Haymans Royal Dock
Überraschung: Ein Gelagerter Gin aus Finnland
Referent: Peter Schütte
Eintritt: 10,00€

 

17.00 Uhr Die neue Glenfiddich – Ära des Brian Kinsman

Seminarraum 2
Sorten folgen !!
Referent: Hans Strenge, Malt Ambassador Campari Deutschland GmbH
Eintritt: 20,00€

 

17.00 Uhr Team-Spirit „Deanston“

Seminarraum 3
Deanston Virgin Oak
Deanston 12 Jahre
Deanston 18 Jahre
Deanston 20 Jahre „Sherry Oak“
Referent: Robin Pitz
Eintritt: 20,00€

BBC: Bladnoch wird ab Frühjahr 2017 wieder destillieren

Bladnoch war nicht erst seit dem Verkauf an den Australier David Prior eine Silent Distillery, also eine, die zwar hätte produzieren können, es aber nicht tat. Schon unter dem Vorbesitzer Raymond Armstrong wurde einige Jahre lang nicht mehr destilliert.

Das soll sich nun, nach einem Bericht der BBC, mit dem Frühjahr 2017 ändern. Die Renovierung der Destillerie schreitet plangemäß voran, und neue Boiler, Mash Tuns und Washbacks werden in Kürze geliefert und installiert. Auf vier Brennblasen (also doppelt so vielen wie bislang) will man produzieren, und 2020, also 10 Jahre nach dem letzten Destillationsvorgang, sollen neue Abfüllungen von Bladnoch auf den Markt kommen.

Mehr darüber im Artikel der BBC.

Unser Bild zeigt ein Lagerhaus von Bladnoch.

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Serge verkostet: 2x Caol Ila

Zwei sehr interessante, aber leider nicht so einfach erhältliche Abfüllungen von Caol Ila hat sich Serge heute für seine Verkostung ausgesucht: Einen achtjährigen Caol Ila von The Whisky Exchange, der nur über den gleichnamigen Onlinehandel zu beziehen ist oder war, und die Feis Ile Abfüllung aus diesem Jahr. Beide werden von Serge sehr gut bewertet:

  • Caol Ila 8 yo 2007/2016 (46%, Signatory Vintage for The Whisky Exchange, bourbon barrel, cask #315325, 320 bottles): 90 Punkte
  • Caol Ila 12 yo ‘Feis Ile 2016’ (56.2%, OB, 1500 bottles): 89 Punkte

Und weil es heute so kurz war, hier noch ein paar Bilder von und aus der Destillerie, die wir im Mai dieses Jahres gemacht haben:

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Blogrundschau: Neue englischsprachige Verkostungsnotizen

Und wieder einmal ist es Zeit, sich durch verschiedenste englischsprachige Whiskyblogs zu wühlen und Ihnen die interessantesten Tasting Notes komprimiert zu präsentieren. Für jeden Geschmack und für jede Geldbörse ist etwas dabei:

  • Words of Whisky bespricht den Glenlivet 12yo in der Ausgabe von 2016, wie er auf internationalen Märkten noch zu finden ist – und findet ihn nur marginal besser als den Founders Reserve.
  • The Epicurean, der Lowland Blended Malt von Douglas Laing, wird auf Malt and Oak verkostet – man ist dort sehr angetan davon, mehr als erwartet.
  • Ebenfalls auf Malt and Oak trinkt man den Blair Athol 1988 von Signatory, der von The Whisky Exchange auf den Markt gebracht wurde – ihrer Meinung nach braucht er viel Zeit im Glas, aber ist dann sehr schön.
  • Der gleiche Blair Athol 1988 wird auch auf Whisky Israel verkostet – dort bekommt er 89 von 100 Punkten und wird für seinen Sherrycharakter gelobt.
  • Thomas Speller von Whisky Worship verkostet den Highland Park 8yo von Gordon & MacPhail – eher zurückhaltend fallen dort die Wertung und das Lob aus.
  • Und Whiskyapocalypse verkostet den Compass Box The Circus – man mag ihn sehr, selbst der hohe Preis kann da nicht schrecken…

Sieben neue Wemyss-Abfüllungen ab sofort in Deutschland

Wie Alba Import heute mitteilte, sind von den im Juni durch den unabhängigen Abfüller Wemyss angekündigten neun neuen Abfüllungen (siehe unseren Bericht) nun auch sieben davon in Deutschland eingetroffen und ab sofort beim Fachhandel Ihres Vertrauens erhältlich. Das sind die Abfüllungen, die in die Distribution gegangen sind:

  • „Arbor in Bloom“  1995 (20yo) single cask aus der Glen Grant Distillery, Speyside
  • „Spiced Rum Baba“ 1988 (27yo) single cask aus der Glenrothes Distillery, Speyside
  • „Fields of Barley“ 1990 (24yo) single cask aus der Bunnahabhain Distillery, Islay
  • „Lemon Buttered Kippers“ (18yo) single cask aus der Bunnahabhain Distillery, Islay
  • „Briny Tangle“ (25yo) single cask aus der Bowmore Distillery, Islay
  • „Banquet of Fruits“ (21yo) single cask aus der Aberfeldy Distillery, Highlands
  • „Nuts about Pears“ (24yo) single cask aus der Blair Athol Distillery, Highlands

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Bild: Alba Import

PR: Whiskey Union bringt HUXLEY auf den Markt

Von Whiskey Union, einem experimentierfreudigen Team aus dem Diageo-Mutterhaus, haben wir heute eine Pressemitteilung zu einem neuen Whisky erhalten, der in seiner Art etwas Besonderes ist: Ein Blend aus schottischen, kanadischen und amerikanischen Whiskys unter den Namen Huxley, der mit 42 Prozent abgefüllt und im Einsteiger-Preissegment platziert ist. Er ist ab Mitte Juli um ca. 30 Euro erhältlich. Seine Geschichte und weitere Informationen entnehmen Sie bitte untenstehendem Text:

Ein Fabelwesen schreibt Whiskeygeschichte

Wie ein Biologe aus dem 19. Jahrhundert zufällig den Whiskey für 2016 neu inspirierte

Wie macht man eigentlich einen richtig guten Whiskey? Die Frage hört Whiskey Union Masterblenderin Caroline Martin öfter. Sie ist bekannt für ihre ungewöhnlichen Whiskey-Mischungen, ein Patentrezept hat aber auch sie nicht parat. Genau müsse man sein, sagt sie, aufs Detail achten – „das Wichtigste aber ist Kreativität.“ Caroline geht deswegen gerne in Bibliotheken und liest in alten Büchern. Normalerweise kann sie da prima abschalten und den Kopf frei kriegen. An einem gewöhnlichen, regnerischen Mittwochabend aber stieß sie plötzlich auf eine Geschichte, die sie nicht mehr loslassen sollte:

Mobsprey

Der englische Biologe Thomas Henry Huxley – ein renommierter Wissenschaftler aus dem 19. Jahrhundert  – entdeckte bei einer Amerika-Reise ein Tier, wie es noch niemand vor ihm gesehen hatte: Gesicht und Körper hatten die Anmutung einer Raubkatze, auf dem Rücken hatte das Wesen Flügel wie ein Adler; und aus dem Kopf wiederum ragte ein riesengroßes Geweih – fast wie bei einem Elch. Eine Kreuzung aus drei komplett unterschiedlichen Tieren!? Wie war das möglich? Huxley war verzweifelt – er glaubte grundsätzlich nur an das, was sich auch beweisen lässt. Vorsorglich gab er dem merkwürdigen Wesen einen Namen: „Mobsprey“ (eine Kombination aus Bobcat = Raubkatze, Moose = Elch und Osprey = Fischadler). Doch egal wie sehr er sich auch bemühte – niemand hatte so ein Tier jemals gesehen, noch fand er eine schlüssige Erklärung dafür.

Caroline musste schmunzeln: Dieser arme Huxley – sie konnte seine Gewissensbisse mitfühlen, doch im Gegensatz zu ihm war sie schon immer überzeugt, dass es auf dieser Erde Dinge gibt, die sich nicht restlos erklären lassen. Sie wollte das Buch schon zur Seite legen, als ihr plötzlich noch etwas ganz anderes auffiel: Das Wesen setzte sich nicht nur aus drei verschiedenen Tieren zusammen, sondern auch aus drei verschiedenen Ländern: Schottland, USA und Kanada. Und wie es der Zufall will, handelte es sich bei allen dreien um erstklassige Whiskey-Regionen. Caroline überlegte weiter. In der Nacht kam ihr eine verwegene Idee: Was wäre, wenn nicht nur die Tierwelt ungewöhnliche Überraschungen parat hält, sondern auch die Geschichte des Whiskeys noch nicht auserzählt wäre? Noch vor Sonnenaufgang machte sie sich an die Arbeit: Zitrus-frischen Scotch mischte sie mit fruchtigen Noten aus Kanada, dazu kombinierte sie süßlich-herben, amerikanischen Whiskey. Das Ergebnis war überwältigend: Zuerst entfaltet sich ein fein buttriger Karamell-Geschmack, gefolgt von einer pfeffrigen Würze und einem rauchigen Abgang, der wiederum von tropischen Früchten begleitet wird: Ein wahrhaftiges Gaumenspektakel! Wie dankbar Caroline diesem Huxley und seiner Entdeckung doch war – denn feststeht: Ohne ihn und seinen merkwürdigen Mobsprey hätte es diesen Whiskey nie gegeben.

Whiskey Union_Huxley quer
Der Huxley ist deswegen der ideale Drink für Menschen, die sich nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden geben. Die nicht aufhören, Fragen zu stellen – auch wenn die Antworten schon sicher erscheinen. Und vor allem für diejenigen, die fest daran glauben, dass es auch in einer Welt, die scheinbar keine Geheimnisse mehr kennt, noch viele unentdeckte Schätze gibt. Der Huxley ist mehr als ein Whiskey, er ist eine Haltung: Egal ob als Hux pur oder Hux and soda – Bleibt neugierig und entdeckt den „Mobsprey“ in euch!

Whiskey Union_Huxley_Freisteller

Der UVP für Huxley liegt bei 30 € und Huxley ist Mitte Juli an coolen Plätzen, in netten Läden, crazy Bars, im Fachhandel sowie auf www.amazon.de/whiskeyunion erhältlich.

Japan: Neu – Godzilla-Whisky zum Filmstart

Für Fans und Japan-Liebhaber ist das wahrscheinlich ein Feiertag: Am 25. Juli startet in Japan der neue Godzilla-Film, und weil Marketing wohl keine Grenzen kennt, gibt es dazu (leider wohl nur in Japan) auch zwei Godzilla Whiskys, die vom Whisky-Store Shinanoya auf den Markt gebracht werden: Shin Godzilla (Der neue Godzilla) und Godzilla.

godzilla-resurgence-whisky-2

Shin Godzilla ist 6 Jahre alt und wird 13.800 Yen (umgerechnet 120 Euro) kosten, Godzilla ist 24 Jahre alt und um 22.800 Yen, rund 200 Euro, erhältlich. Der „Neue Godzilla“ ist ein Single Malt aus der Destillerie Talisker, der 24yo ein Blend, über dessen Zusammensetzung nichts Genaueres bekannt ist. Mehr dazu auf News On Japan.

Bleibt nur zu hoffen, dass Whiskys und Film gut werden 🙂

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Serge verkostet: Blended Malts

Im Gegensatz zum Blend ist in einem Blended Malt kein Grain Whisky enthalten, es handelt sich dabei also um ein Vatting verschiedener Single Malts – zumeist von unabhängigen Abfüllern oder als Handelsmarken. Solche Vattings verkostet Serge heute, darunter auch ein recht exotisches, das seine Destillerien komplett benennt: Auchentoshan, Arran, Tobermory und Rhosdhu (Loch Lomond) – und die Spanne seiner Bewertungen reicht von eher mau bis hin zu sehr ok:

  • Glen Calder (40%, Gordon & MacPhail, +/-2015): 75 Punkte
  • Atholl Highlanders (43%, OB, blended malt, +/-2015): 81 Punkte
  • Rìgh Seumas I 10 yo 2004/2015 (46%, Murray McDavid, blended malt, 882 bottles): 84 Punkte
  • Light Creamy Vanilla 23 yo (51.6%, Cadenhead, Creations, No.2, blended malt, 2016): 87 Punkte

Ach ja, unser Titelbild: Warum wir Blair Castle gewählt haben? Weil Sie genau dort den Atholl Highlanders bekommen können, wenn er Sie interessiert 🙂

blair castle

Bild: Blair Castle By © Guillaume Piolle / , CC BY 3.0

Pastemagazine: 10 tolle (meist) US-Whiskeys unter 25 Dollar

Nicht alles von dem, was Pastemagazine im Artikel auflistet, kann man bei uns auch kaufen, aber ein Gutteil der Whiskeys, die nach der Ansicht der Redaktion der US-Onlinepublikation ein hervorragendes Verhältnis zwischen Preis und Leistung bieten, sind auch bei uns in den Shops und im Versandhandel erhältlich.

Was ist mit dabei? Der Evan Williams Bottled in Bond, ein Corn Whiskey, der Evan Williams 1783 oder der Old Overholt, um nur einige zu nennen. Auch ein Kanadier und ein schottischer Blend (Teacher’s) sind dabei. Wie gesagt, man kann diese Listen bierernst nehmen, oder einfach als Orientierungspunkt für eigene Entdeckungsreisen. Geschmack ist immer etwas Subjektives.

Die Liste wird übrigens von Bernie Lubbers, dem Brand Ambassador der Heaven Hill Distillery und einem engagierten und wirklich profunden Bourbon-Kenner kommentiert.

evan-williams

Bild: Whiskyexperts

Malt-Review.com: Besuch bei Glengoyne

Die Woche möchten wir mit einem schönen, englischsprachigen Reisebericht auf Malt-Review.com beginnen: Dort war man bei der Highland-Destillerie Glengoyne zu Besuch und hat von dort schöne Eindrücke und Bilder mitgebracht. Man bekommt richtiggehend Lust, selbst einmal vorbeizuschauen (und die Meisten, die das getan haben, fanden die Tour sehr empfehlenswert).

Glengoyne liegt in den südlichen Highlands, die Lagerhäuser auf der anderen Straßenseite werden bereits den Lowlands zugerechnet. Die Destillerie gehört dem unabhängigen Abfüller Ian Macleod Distillers, so wie Tamdhu in der Speyside, und produziert in der Hauptsache eine Reihe von Whiskys mit Altersangabe sowie einen alterslosen Cask Strength Whisky. Nur vor Ort gibt es zum Beispiel den Tea Pot Dram, einen stark sherrylastigen Whisky in Fassstärke.

glengoyne

Glengoyne Distillery
Glengoyne Distillery, Bild von K. Schwebke unter CC-Lizenz

Bourbon-Cocktail: Smoked Chili Con Bourbon von Adrian Komadina

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Zur Vorstellung des Jim Beam Double Oak (wir berichteten hier) im Frühjahr in Wien kreierten österreichische Barkeeper auch einige neue Rezepte mit diesem aromatischen doppelt gereiften Bourbon. Wir haben Ihnen zwei davon (hier und hier) bereits vorgestellt, ein drittes möchten wir Ihnen heute zum Nachmachen und Kosten präsentieren. Es stammt von Adrian Komadina aus dem Beimir in Wien.

Der Smoked Chili Con Bourbon passt vielleicht als Starter zu einem BBQ oder zum Lagerfeuer, jedenfalls aber ganz einfach mal dann, wenn man Lust auf einen kreativen Cocktail hat – egal wie, wir wünschen viel Spaß mit diesem Rezept:

Smoked Chili Con Bourbon von Adrian Komadina, BeiMir

SmokedChili

  • 5 cl Jim Beam Double Oak
  • 1 cl hausgemachtes Zuckermais-Kidneybohnen Sirup*
  • 3 Dash Hella Bitters Smoked Chili Bitters
  • Geräucherte Rinderbrustspirale, Grapefruitzeste

Alle Zutaten mit einer großzügigen Menge Eis im Rührglas für ca. 20 Sekunden verrühren und auf einen Iceball in eine vorgekühlte kleine Konservendose strainen.

*Kidneybohnen – Zuckermaissirup: 1 Teil Kidneybohnen (für die Textur), 5 Teile Mais, 6 Teile Zucker pürieren. Mit der selben Menge Wasser aufkochen lassen und mindestens 15 Minuten ziehen lassen und anschließend durch ein feines Sieb abseihen.

Photo by Captivo Picture (c) Beam Suntory Austria

Scotland Now: Die bislang fünf besten Single Malts des Jahres 2016

Mit „den Besten“ ist es immer so eine Sache – Listen in dieser Art sind immer subjektiv und können allerhöchstens als Anhalts- und Orientierungspunkt dienen. Aber interessant sind sie dennoch, auch für uns, denn selbst wenn man mit ihnen nicht konform geht, können sie einem helfen, neue Dinge zu lernen.

Heute haben wir eine Liste der fünf bislang besten Single Malts, die im Jahr 2016 auf den Markt gekommen sind, gefunden. Sie wurde von Scotland Now publiziert und stammt von ihrem Whiskyexperten Andy Bell.

Die Liste ist schon alleine deshalb interessant, weil vier dieser fünf Whiskys von unabhängigen Abfüllern stammen (und wahrscheinlich bis auf die SMWS-Abfüllung auch hierzulande erhältlich sein könnten), und weil die Mischung recht bunt ist – es ist ein vierjähriger Ardmore ebenso dabei wie der offizielle Lagavulin 8yo, ein Scapa von Gordon & MacPhail ebenso wie ein Jura von Càrn Mòr und ein Glen Elgin der Scotch Malt Whisky Society.

Jedenfalls einen Blick wert, finden wir.

Lagavulin 8 Year Old Bottle- Packshot-1600x1600