Wie Somerset Whisky Blog heute schreibt, ist die Destillerie Scapa, so wie Highland Park auf den Orkneys gelegen, ab sofort für Besucher zugänglich. Das neu eröffnete Besucherzentrum bietet den Gästen Touren durch die Destillerie, die Lagerhäuser und am Scapa Flow.
Das Besucherzentrum wird bis 28. September täglich geöffnet sein, bis 13. November dann Montag bis Freitag, jeweils von 09:30 bis 17:00. Die Website von Scapa ist übrigens bis zum Erscheinen unseres Artikels noch nicht mit den neuen Informationen ergänzt – dort spricht man noch davon, dass keine Touren möglich sind.
Scapa Destillerie, Foto von Lakeworther, CC-Lizenz
Drei Abfüllungen aus der Destillerie Ardbeg verkostet Serge Valentin heute – und welche der drei Flaschen bei ihm zum Sieger gekürt wurde, mag einige vielleicht verwundern. Aber, betrachtet man die Sache genauer, dann ist es eigentlich gar nicht SO verwunderlich, denn wenn bei Ardbeg in den letzten Jahren auf eines Verlass war, dann auf die Qualität des ganz normalen Zehnjährigen. Und darum ist bei Serge auch der Ardbeg Ten ganz vorne, und zwar nicht nur im Vergleich zu den beiden anderen Abfüllungen, sondern auch insgesamt mit einer formidablen Wertung für eine Standardabfüllung. Hier die drei im Lineup mit den Punktewertungen:
Ardbeg 1990/2002 (40%, Gordon & MacPhail, Meregalli, Italy): 76 Punkte
Ardbeg 10 yo ‚Ten‘ (46%, OB, +/- 2015): 89 Punkte
Islay Malt 20 yo 1990/2011 (53.4%, Whiskybroker, first fill sherry, cask #34, 86 bottles): 88 Punkte
Exklusiv: Interview mit Martin Markvardsen, Brand Ambassador Highland Park
Martin Markvardsen ist seit 2006 Brand Ambassador der nördlichsten Whisky Destillerie auf den Orkneyinseln – Highland Park. In seiner Funktion ist der 47-Jährige verantwortlich für den nördlichen und baltischen Raum, er reiste jedoch auch nach New York, Südafrika, Moskau und Japan, um Highland Park dort bekannt zu machen.
Geboren und aufgewachsen in Kopenhagen, wurde sein Interesse für Whisky erstmals bei einer Reise nach Schottland geweckt. Ab diesem Zeitpunkt gab es für den zweifachen dänischen Box-Champion keinen Weg zurück, bis er nicht alles erdenklich Mögliche über Scotch Whisky erfahren hatte. Dafür besuchte er jede Destillerie Schottlands – und arbeitete auch in einigen von ihnen – um jeden Schritt von der Produktion bis zur Lagerung zu erlernen. Martin war außerdem Whisky Manager in der weltberühmten Craigellachie Hotels Quaich Bar, die 780 verschiedene Single Malts in ihrem Sortiment hat. 2009 wurde er zum „Keeper of the Quaich“, der höchsten Auszeichnung der schottischen Whisky-Industrie, sowie zum ”Master of Malt” ernannt.
Martin verbringt die Hälfte seiner Zeit mit Reisen, er veranstaltet Trainings und Fortbildungen sowie Verkostungen für Bars, Restaurants und Whisky Clubs und nimmt an Messen teil. Bis heute beteiligte er sich an zahlreichen Büchern und Fachartikeln über Whisky. Zu seinen Vorträgen kommen alle Whisky-Liebhaber – angefangen von Einsteigern bis hin zu Experten – um an seinem Fachwissen teilzuhaben. In seiner Freizeit geht er immer noch seiner zweiten Leidenschaft – dem Gewichtheben – sowie dem Kochen nach.
Whiskyexperts hatte die Möglichkeit, mit Martin in Wien ein Gespräch über die Vergangenheit und Zukunft von Highland Park zu führen.
Wenn du auf die letzten Jahre von Highland Park schaust, wie siehst du diese?
Die letzten Jahre waren für Highland Park eine sehr erfolgreiche Zeit. Es reihten sich viele Erfolge aneinander, speziell mit den Limited Editions. Der 18jährige hat sowohl die Anerkennung als auch die Zuneigung der Whiskykenner errungen. Speziell die Range der Valhalla Collection, und davor die Earl Magnus Editions, hat das Interesse an Highland Park gesteigert. Das bemerke ich besonders bei meinen Reisen. Die Leute interessieren sich immer mehr für Highland Park und was wir so machen.
Wir müssen jetzt aber auch sehen, dass Highland Park nicht die größte Brennerei ist. An den Punkt, an dem wir jetzt sind, sind wir vielleicht ein wenig zu schnell gekommen. Wie viele andere Destillerien auch, haben wir nun ein Problem mit unseren Lagerbeständen. Deshalb haben wir beschlossen, jetzt auch so etwas wie den Dark Origins machen. Die Probleme mit dem Lagerbestand bedeuten nicht, dass wir unsere Qualität reduzieren müssen, wir machen nur etwas Neues und Anderes.
Was denkst Du sind die Faktoren, die Highland Park in der Entwicklung limitieren? Ist es die Produktionskapazität oder das Fass-Management oder etwas anderes?
Jetzt im Moment dreht sich alles um Lagerbestände. Wie viele andere Destillerien in Schottland, haben wir zwischen 1982 und 1993 nicht sehr viel Whisky produziert. Eine Menge Destillerien mussten damals sogar die Läden dichtmachen. In dieser Zeit wurde die Produktion bei uns auf ein oder zwei Tage in der Woche heruntergefahren. Der Whisky aus dieser Zeit wurde schon für Blended Whisky genutzt oder für jüngere Malts. Wenn wir jetzt über 18jährige, 21jährige oder 25jährige Highland Parks sprechen: Davon haben wir momentan nicht viel. Wir haben im Moment in unseren Warehouses jede Menge jüngeren Whisky, 12- oder 15jährigen, der irgendwann mal 18 Jahre alt und älter sein wird. Und wir haben Whisky, der 40 oder 50 Jahre alt ist. Aber dieser Whisky ist kein Dram für jeden Tag.
Wir haben also ein Problem, das viele andere Brennereien auch haben: Whisky im Alter zwischen 18 und 25 Jahren.
Aus diesem Grund wurde auch der Highland Park 15 eingestellt. In unseren Lagerhäusern befinden sich einige Fässer, die bald 18 Jahre Lagerung hinter sich haben. Auf den Märkten, in denen Highland Park wächst, können wir uns auf den 12jährigen und den Dark Origins konzentrieren. Auf den Märkten wie Österreich, Italien und Deutschland können wir dann den Bedarf an Highland Park 18 besser abdecken. Aufgrund der Situation in unseren Warehouses ist es das, was wir im Moment machen können. Auf manchen sich entwickelnden Märkten ist der Highland Park 18 also ein wenig limitiert, damit wir diesen auf Märkte bringen können, wo sich die Leute mit Highland Park auskennen.
Und wie sieht es mit dem Dark Origins aus?
Es ist ein wenig teurer, so einen Whisky zu produzieren, weil man eine Menge Sherry Casks benötigt. Wir haben aber beim Dark Origin, zusammen mit unserem Master Blender, die Möglichkeit, eine breitere Palette an Fässern zu verwenden. Wir können hier auch einen 10jährigen verwenden, solange die Qualität des Whiskys stimmt. Bei den NAS haben wir den Vorteil, eine breitere Auswahl nutzen zu können als bei Age Statement Whiskys. Der jüngste Whisky beim letzten Batch vom Dark Origin ist 11 Jahre, der älteste 15 Jahre alt. Aber: Wenn die Qualität vorhanden ist, könnten wir auch mit dem Alter heruntergehen auf 8 oder 9 Jahre. Aus diesem Grund haben wir den Dark Origins als NAS konzipiert. Wir nutzen hier zu 80% First Fill Sherry Casks. Und wie gesagt: die Preise für diese Fässer sind einfach sehr hoch.
Und der 12jährige ist immer noch die wesentliche Abfüllung?
Der 12jährige ist ein Whisky, auf den wir uns auf jedem Markt fokussieren müssen. Er ist die Einführung in Highland Park, selbst, wenn man unerfahren mit Whisky ist. Wenn Du einen guten Dram für jeden Tag zuhause haben möchtest, auch wenn Du mit Whisky schon sehr erfahren bist, triffst Du mit dem Highland Park 12 eine sehr gute Wahl. Wir glauben auch, dass der 12jährige immer noch eine sehr hohe Qualität hat, auch gemessen am Preis.
Korrigiere uns bitte, sollten wir falsch liegen: Wir haben das Gefühl, dass das Geschmacksprofil des 12jährigen in den letzten Jahren nicht sehr einheitlich war.
Es hat sich ein wenig geändert. Wenn man zurück geht zu der Zeit, in der der 12jährige zum ersten Mal erschien, damals kam der Highland Park 12 auch zu einem gewissen Teil aus Bourbon Casks. Danach waren es zu 100% Sherry Casks aus europäischer Eiche. Im Vergleich dazu benutzen wir jetzt auch Ex-Bourbon Casks. Wir versuchen gerade, das Geschmacksprofil nicht allzu sehr vom Fassmanagement bestimmen zu lassen. Wir benutzen immer noch 20 % First Fill Sherry Casks aus europäischer Eiche, wir nutzen aber auch Sherry Fässer aus amerikanischer Eiche. Von ihnen kommt diese Nussigkeit. Aus diesem Grund hat sich das Geschmacksprofil in den letzten 10 – 12 Jahren geändert. Aber in den letzten zwei, drei Jahren ist es stabil geblieben. Wir folgen zwar nicht unbedingt Trends, aber wir wollen natürlich für so viele Leute wie möglich gut schmecken.
Eingang zur Highland Park Distillery. Foto von David Wyatt unter CC-Lizenz
Lass uns noch einmal auf den Dark Origins zu sprechen kommen. Er scheint sehr gut angekommen zu sein. Es ist nicht einfach, diesen hier zu bekommen.
Oh ja, der Dark Origins ist sehr gut angekommen. Und wir sind ein bisschen überrascht. Für das erste Batch wurden nur 41 Fässer verwendet. Und wir dachten uns, wir schauen erst einmal, wie er so angenommen wird. Er muss erst eingeführt werden, und das dauert eine Weile. Aber es lief extrem gut. Batch 1 war augenblicklich ausverkauft. Also füllten wir ein weiteres Batch ab, und von diesem ist auch bald nichts mehr vorhanden.
Insgesamt lief es mit dem Dark Origins viel besser, als wir hofften. In meinen Master Classes sind viele überrascht von dieser Qualität eines NAS Whiskys. Und im Moment ist der Dark Origins der Highland Park mit dem besten Absatz.
Und erneut erzählen wir mit dem Dark Origins die Geschichte von Magnus Eunson, was von den Leuten immer noch gemocht wird. Wegen seiner dunklen Seite heißt der Whisky auch Dark Origins.
Eine Frage zum Thema Krieger und Götter. Was wird als Nächstes kommen?
Wir haben jetzt erst einmal die Valhalla Collection mit Odin beendet, was auch ein sehr großer Erfolg war. Und natürlich beschäftigen wir uns nun mit einem Ersatz für die Valhalla Collection. Ich kann bis jetzt nur sagen, dass wir weiterhin eine Geschichte erzählen werden. Wir können es noch nicht ganz genau sagen, vielleicht werden wir uns dem Thema „Wikinger“ widmen. Wir haben uns auch die Orkneys angeschaut und ihre besondere Plätzen wie Skara Brae und Scapa Flow. Aber im Moment denken wir, dass es sehr beliebt sein wird, wenn wir Geschichten der Wikinger und ihrer Mythen erzählen.
Wir werden Valhalla und seine Götter nicht weiterführen und ich weiß nicht, ob das Thema Wikinger oder Walküren schon als Nächstes kommen wird, aber wir werden es aufgreifen.
Wenn du schätzen müsstest: wieviel Prozent der Flaschen der Valhalla Collection wurden auch geöffnet?
Eine wirklich gute Frage. Ich würde sagen, es wurde vielleicht die Hälfte geöffnet und die andere Hälfte steht bei Sammlern. Wir wissen, dass viele Sammler zwei Flaschen kaufen, eine für die Sammlung und eine zum Öffnen. Und wir wissen, dass etwa ein Drittel an Restaurants und Bars verkauft wurde, und hoffentlich haben sie die Flaschen auch für ihre Gäste geöffnet. Insgesamt würde ich schätzen, dass die Hälfte geöffnet wurde.
Bei einer Abfüllung wie Odin, die aus 17.000 Flaschen besteht, gibt es eine weitere Diskussion. Kann das überhaupt Limited Edition genannt werden, bei 17.000 Flaschen?
Aus meiner Sicht, wenn es innerhalb von wenigen Stunden ausverkauft ist – in Schweden gab es zum Beispiel 1.500 Flaschen, die in 92 Sekunden ausverkauft waren – dann heißt limited hier, dass es nicht genug gibt. Und dann sind 17.000 natürlich limited. Aber wir haben nicht erwartet, dass Odin so schnell ausverkauft sein wird. Wir dachten, dass diese 17.000 ok sind. Und wir haben gelernt, dass dem nicht so ist. Und deshalb werden wir für unsere nächste Serie mehr abfüllen. Bei unserer ersten Trilogie mit Earl Magnus, Saint Magnus und Earl Haakon waren es auch nicht viel mehr Flaschen, und diese war auch schnell ausverkauft. Deshalb sind wir erfreut, die Gesamtmenge bei der nächsten Serie auf 23.000 Flaschen zu erweitern. Vielleicht sind diese dann auch schnell ausverkauft, aber das wissen wir vorher nicht.
Ist dies nicht ein zweischneidiges Schwert? Die Abfüllungen der Valhalla Collection ist ohne Frage nicht günstig. Für einen 15-jährigen oder 16-jährigen Whisky sind sie nicht billig. Viele Leute denken sich, Highland Park schreckt mich ab, sie verärgern mich, weil sie für einen Whisky, den ich gerne trinken würde, soviel Geld haben möchten.
Ich verstehe schon, dass diese Abfüllungen zu teuer für die Leute sein könnten, die sie wirklich trinken möchten, und ich verstehe auch, dass sie sich über die Verpackung beschweren. Aber: wenn es die Box nicht gäbe, würden sich andere darüber beschweren. Es wird immer ein Dafür und Dagegen sein.
Insgesamt ist der Whisky teurer geworden, nicht nur die Limited Editions, auch ein 12-jähriger und auch die NAS-Whiskys. Was die Leute oft vergessen: dass wir für Öl mehr bezahlen müssen, dass die Gerste teurer geworden ist. Und wir müssen auch für unser Wasser und auch unsere Abwässer bezahlen. Und, ja, auch wenn man das einrechnet, ist es immer noch ein sehr hoher Preis für einen 15-jährigen oder 16-jährigen Whisky.
(Hält ein wenig inne) Wie ihr hören könnt, komme ich nicht aus dem Marketing-Bereich. Und deshalb kann ich hier nur meinen alten Boss zitieren. Als wir ihn fragten, warum die Preise von Macallans, im Vergleich zu ähnlichen anderen Marken, so hoch sind, sagte er: „Weil wir es können“.
Ich werde oft auf die Preise der Highland Park Limited Editions angesprochen und frage dann: Wenn ihr eine Brennerei hättet und euren Whisky für 50 € verkauft, aber ihr könntet ihn auch für 500 € verkaufen, was würdet ihr machen? Die meisten sagen dann: „Ich möchte schon, dass mein Whisky auch getrunken wird“. Aber, wenn Du diesen Whisky auch genau so gut für 500 € verkaufen kannst? „Ja, dann natürlich.“
Und es gibt noch etwas Weiteres zu bedenken. Wir haben über Jahre aus der Geschichte des Whiskys gelernt. Der Verkauf von Whisky hatte immer seine Aufs und Abs. Gott sei Dank befinden wir uns in den letzten 10 bis 15 Jahren in einem Hoch. Aber wir wissen nicht, ob und wann wir an einen Punkt wie 1983 kommen. Werden die Leute irgendwann nur mehr Rum trinken, oder schwenken die Leute vielleicht wieder auf Cognac um? Wir müssen JETZT Geld verdienen.
Und dann gibt es auch noch die schwierige Situation in den Warehouses, in der wir nicht wissen, ob wir irgendwann nichts mehr haben oder uns nichts mehr abgekauft wird – was hoffentlich nicht eintreten wird – oder ob wir in die Situation kommen, in der wir einen kontinuierlich gleichbleibenden Stock haben. Mit diesen Perspektiven versuchen wir eine Balance zu finden zwischen Preis und Qualität.
Und hoffentlich finden die Leute, dass unser Whisky das Geld wert ist. Ich werde danach immer wieder gefragt, und ich bin eigentlich die falsche Person, weil ich sage, ja, er ist es wert.
Wir verkaufen auch einen 50-jährigen, für ungefähr 15.000 €. Und hier wird gesagt, dass dieser Preis nicht so hoch ist, weil dieser Whisky für Sammler ist.
Wir müssen bei den Preisen immer die Balance finden. Wir wissen, dass dies ein hoher Preis ist, auch für ein Sammlerstück. Aber auch verglichen mit anderen Brennereien, sind das die Preise, die für Sammlerstücke und Limited Editions bezahlt werden.
Wir haben eine abschließende Frage an alle Personen die wir interviewen. Wenn Du ein Whisky wärst, welcher würde es sein und warum?
(Lacht) Das ist eine sehr gute Frage. Ich denke, ich würde ein Highland Park 21 sein. Der Grund dafür: Highland Park 21 ist ein wenig anders als die Core Range. Er reifte zu 100 % in Sherry Fässern aus amerikanischer Eiche, was ihn einzigartig macht. Und sein Alkoholgehalt mit 47,5% ist ein wenig höher. Für mich ist er einer dieser Whiskys, die eine Menge Kraft haben, und dabei ist er aber auch sanft.
Martin, vielen Dank für das Interview.
Das Gespräch führten Dirk Piesczek und Bernhard Rems
Die Whisky Fair Limburg 2105 ist bald Geschichte – und mittelhessen.de bringt heute, während die Messe noch läuft, bereits einen Zwischenbericht. Man freut sich über jede Menge Besucher, aus dem In- und Ausland, und man streut den Veranstaltern Rosen für das, was sie für Limburg auch wirtschaftlich mit der Messe geschafft haben:
Was die beiden Initiatoren und Veranstalter der Limburger Whisky-Messe, Jens-Uwe Altmann und Carsten Ehrlich, in 14 Jahren aus dieser Veranstaltung gemacht haben, ist unbeschreiblich. Von Zehntausenden, die der Whisky weltweit vernetzt, steuern weit mehr als 5000 Fans einmal im Jahr Limburg an, wähnen sich hier unter Freunden im Whisky-Olymp. Hier trifft sich die Crème de la Crème des feinen Brandes. Ihre Auswahl besteht aus einigen tausend verschiedenen Sorten.
Detailliertere Berichte und Videos von der Messe wird es wohl in den nächsten Tagen geben…
Für unser wöchentliches Sonntagsvideo haben wir uns heute eine dreiteilige Dokumentation unter dem Titel „Von Skye nach Islay“ ausgesucht – zwar nicht in HD, aber mit beeindruckenden Bildern und interessanten Informationen. Insgesamt an die 40 Minuten hier oder auf Youtube (Teil 1, Teil 2, Teil 3), die man mit einem entsprechenden Whisky genießen könnte…
Fred Minnick berichtet in seinem Blog von einer schweren Explosion in der Silver Trail Distillery in Hardin, Kentucky. Durch ein „massives Versagen der Ausrüstung“, das eine Explosion zur Folge hatte, ist sie bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Zwei Angestellte der Destillerie, der zweite Brennmeister und sein Assistent, wurden bei dem Unglück schwer verletzt. Ein Video von der Brandruine ist auf WPSD-TV auf Facebook zu sehen.
Die Silver Trail Distillery ist in den USA für den dort in mehreren Variationen erzeugten Moonshine bekannt.
Whisky und Zigarren, zwei Genussmittel die zusammen passen? Dieser Frage geht heute Benjamin Roscher in einem Gastbeitrag nach und testest die Kombination beider Produkte. Hier nun exklusiv seine zweite Verkostung – die erste ist auf seinem Blog www.notesofmalt.de zu finden.
Die Open Master ist eine Robusto im 50er Ringmaß aus dem Hause Monetcristo und stammt aus Kuba. Mit einer Länge von 124 mm wird die Rauchdauer mit 60 Minuten angegeben. Die Zigarre riecht süß und leicht hölzern, erinnert an eine Pralinenschachtel. Beim Anrauchen bemerkt man sofort die mild holzigen Aromen, mit Leder und Kaffee sowie einer Spur von Nüssen. Das Ganze wirkt sehr cremig und leicht. Also mal sehen, wie die ausgewählten Whisk(e)ys dazu passen.
Whiskey No. 1: Knappogue Castle, 40% Alkohol (Single Malt aus Irland)
Der Ire zeigt sich trotz des Zigarrenrauches sehr fruchtig und lebendig mit vielen süßen Aromen. Auf dem Gaumen gewinnen die holzigen Noten der Zigarre, die Frucht des Whiskeys gerät stark in den Hintergrund. Dazu kommen pfeffrige Gewürze auf. Der Abgang gehört dann wieder dem Single Malt: tropische Früchte, süßer Honig und etwas Vanille. Die Open Master unterstreicht mit Holz, Leder und Bitterschokolade.
Die Aromen sind sehr gegensätzlich, wissen aber besonders im Abgang zu überzeugen. Beide Produkte verlieren zwar ein wenig ihres jeweiligen Profils, dennoch kann man beide gemeinsam gut genießen. Insbesondere dann, wenn man das Wechselspiel der verschiedenen Eindrücke mag. 3/5 Sterne
Whiskey No. 2: Yellowstone Bourbon 40% Alkohol (Bourbon aus Kentucky, USA)
Die Nase bleibt erst einmal erstaunlich zurückbleibend, entfernter sind Karamell und Vanille wahrnehmbar. Der Zigarrenrauch beeinflusst den Whisky sehr stark, obwohl sie knapp 40cm weg liegt. Auf dem Gaumen vereint sich dann das gemeinsame Holzaroma, es entwickeln sich Tannine und Bitterkaramell. Zudem kribbelt die gemeinsame Würze im gesamten Mundraum, von der Süße ist gar nichts mehr zu spüren. Der Abgang ist geprägt von Pfeffer und Gewürznelken, auch hier scheint wieder die Bitterkeit durch.
Dieser Bourbon ist nicht der optimale Begleiter zur Open Master, die Bitterkeit verdrängt die wirklich schönen Aromen beider Produkte. 1/5 Sterne
Whisky No. 3: Glendronach 8 Jahre, 43% Alkohol, Whisky Manufaktur (Single Malt aus der schottischen Speyside)
In der Nase sind die Früchte sowie die würzigen Aromen des Single Malt weiterhin gut wahrnehmbar. Es erscheinen Milchschokolade und milder Kaffee, daneben frisch geerntete Tabakblätter. Auf dem Gaumen folgen Brombeeren und getrocknete Früchte, Nüsse, Tabak, Zimt und Espresso. Die Aromen der Open Master stehen diesem Whisky sehr gut und locken zudem trockene Holznoten hervor, ohne jedoch wirklich bitter zu wirken. Der Abgang ist relativ kurz und steht im Fokus von Gewürzen, eine leichte Süße hält sich im Hintergrund.
Der Glendronach harmoniert mit der Zigarre, beide Aromenprofile stehen für sich und ergänzen sich gegenseitig. Der Genuss ist einfach und schön. 4/5 Sterne
Whisky No. 4: Glen Grant 22 Jahre, 50% Alkohol, Signatory Vintage (Single Malt aus der schottischen Speyside)
In der Nase erscheint der Whisky cremig und fruchtig, mit Zedernholz, frischen Äpfeln, Pfirsichen und leichten Zitrusfrüchten. Nach einer Weile gewinnt die Pfirsichnote die Oberhand. Auf dem Gaumen zeigt sich der Alkoholgehalt des Whiskys, er behauptet sich dadurch sehr gut gegen die Zigarre. Die Früchte spiegeln sich auch auf dem Gaumen wieder, allerdings ohne Süße, eher als würden sie in Holzfässern aufbewahrt. Daneben zeigen sich Vanille und milde Karamellbonbons, Tabak und Mandeln. Das Mundgefühl ist ziemlich trocken und angenehm würzig, der Abgang zeigt sich kräftig mit vielen Gewürzen, Nüssen, Malz und den Früchten der Nase. Das Holz der Zigarre unterstreicht den Abgang und verlängert ihn ein wenig.
Der Glen Grant passt wunderbar zur Open Master. Beide Produkte verlieren nicht zu sehr an Profil, ergänzen und harmonisieren. Sehr stark! 5/5 Sterne
Whisky No. 5: Glenfarclas 105, 10 Jahre, 60 % Alkohol (Single Malt aus der schottischen Speyside)
Die Nase zeigt vor allem Frucht und Süße, darunter Beerenfrüchte (Johannisbeeren, Brombeeren, Cranberrys). Daneben etwas Wiese im Morgentau und Getreide. Auf dem Gaumen entfalten sich diese Früchte vollkommen, die Zigarre steuert Zartbitterschokolade und Nüsse bei. Zusammen wirkt das, als ob getrocknete Beeren in hochwertiger Schokolade verarbeitet worden sind. Dahinter kommt ein zartes Zimtaroma, etwas Landbrot sowie Eichenholz. Im Abgang sind die Gewürze deutlich kräftiger, der Alkohol scheint durch und die Tannine wirken leicht bitter.
Nase und Gaumen zeigen sich hier gemeinsam sehr gut, der Abgang hingegen wirkt etwas alkoholisch, holzig und bitter. 3/5 Sterne
Whisky No. 6: Benromach Peat Smoke, 46 % Alkohol (rauchiger Single Malt aus der schottischen Speyside)
Zuerst Vanille und viele helle Früchte in der Nase, danach Honig und getrockneter Schinken, der Torfrauch hält sich dezent im Hintergrund und vereint sich dort mit dem Tabak. Auf dem Gaumen kommt dieser dann stärker durch, trotzdem sind vor allem Aromen von Vanille, Malz, Heu und Birnen spürbar. Daneben tauchen Karamell und Toffee auf. Tabak- und Torfrauch sind beide nur sehr leicht und schmecken wie getoastetes Weißbrot. Der Abgang dagegen wirkt deutlich phenolischer und leicht teerig, auch hier steuert die Zigarre einiges an Holz bei und verlängert damit den Abgang noch ein Stückchen. Dazu zeigen sich Aromen von Paranüssen, Kakao, Tabak und Muskat.
Der Benromach Peat Smoke verliert zwar ein wenig an Profil, wird aber an anderen Stellen wiederum vom Tabak unterstützt. Dieser rauchige Single Malt empfiehlt sich zur Open Master. 4/5 Sterne
Im Fazit passt die Montecristo Open Master zu Whiskys mit höherer Alkoholstärke, besonders überraschend war die Harmonie des getorften Benromach mit der Zigarre. Single Malts aus einem Sherryfass können harmonieren, bei zu starker Aromenähnlichkeit können allerdings bittere Fehlnoten aufkommen. Der Test war auf jeden Fall eine spannende Erfahrung!
Vom letzten Wochenende stammt diese Aufnahme des italienischen SMILE Whisky Clubs, die wir hier mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen – sie zeigt, dass bei Gartbreck, der neuesten und neunten Destillerie auf Islay, schon einige Veränderungen stattgefunden haben. Nebengebäude sind entfernt, der Schutt ist zum Teil weggeräumt. Vergleichen Sie das Bild mit diesem hier, das etwas älter ist.
Alles deutet jetzt auf einen baldigen Baubeginn hin. Wir bleiben dran für Sie!
30 Whiskys, 7 Destillerien, 1 Mälzerei – und dafür genau 3 Tage Zeit: Die WhiskyTour 2015 führte unsere Gastautoren Simon Weiß von whiskyerlebnisse.de und Christian Schrade von Heart-of-the-Run.de an einem langen Wochenende zu den deutschen Whiskybrennern. Das Ziel: Eindrücke, Einblicke und Einsichten von in und über die deutsche Whiskyszene. Ihre Berichte (Text: Christian Schrade) und Bilder darüber bringen wir mit freundlicher Genehmigung der Autoren auch auf Whiskyexperts. Heute: „Bavarian Pure Pott Still Whiskey“ aus der Feinbrennerei Simon‘s.
„Man darf das alles nicht so fanatisch betrachten. Das passt nicht zum Whiskymachen.“ Diese Aussage macht uns Severin Simon von Anfang an sympathisch. Was ist Whisky? Was darf sich Whisky nennen? Und wer entscheidet das eigentlich? Gerade in Deutschland gibt es darüber teils heftige Kontroversen. Insbesondere, wenn es um Whisky aus dem eigenen Land geht. Während wir uns in der Frühlingssonne unterhalten, mit Blick auf seinen Hof und den Weinhang, den Simon bewirtschaftet, wird uns schnell klar – in die Diskussion steigt der Whiskeybrenner gar nicht erst ein. „Letztendlich geht es doch darum, ein gutes Produkt zu machen. Und wenn es den Leuten schmeckt, dann ist doch eigentlich alles gesagt, oder?“
Dram in der Sonne: Simon Weiß und Severin Simon (v. l.). Foto: Christian Schrade
Das Produkt bei Simon‘s, das ist ein Whiskey. Mit e. Eigentlich ungewöhnlich für einen deutschen Gerstenbrand. „Das kommt daher, dass wir uns eher an der irischen Tradition orientieren, zumindest, was die Rohstoffe angeht“, erklärt Simon. Sein Whiskey wird aus gemälzter und ungemälzter Gerste hergestellt, so wie man es von den Destillaten der grünen Insel her kennt. Und da die Iren sich als Alleinstellungsmerkmal für ihren Whisk-E-y irgendwann das zusätzliche „e“ gegönnt haben, steht es jetzt auch bei Simon auf den Flaschen. Etwa 70 Prozent ungemälzte Gerste machen seinen „Bavarian Pure Pott Still Whiskey“ dann auch recht weich und rund – so wie man es eben von einem Pure Pot Still her gewohnt ist. Ob das zusätzliche „t“ ein Druckfehler ist oder Absicht, wie bei den Iren, das bleibt offen. Unverwechselbar macht es seinen Whiskey in jedem Fall.
Feines Paket: Whiskey und Rum aus der Feinbrennerei Simon’s. Foto: Simon Weiß
Wobei es Simon nicht allein um Abgrenzung geht, ganz im Gegenteil. Um neue Whisky-Kreationen zu schaffen, holt sich der Brenner auch schon mal Hilfe von seinen Kollegen aus der Gegend. „Wir kooperieren hier seit einigen Jahren sehr erfolgreich“, berichtet Simon. 13 Whiskybrenner sind sie inzwischen, die meisten davon kleine „Abfindungsbrenner“, die pro Jahr nur 300 Liter Alkohol produzieren – was etwa zwei Fässern Whisky entspricht. Das Ergebnis dieser kleinen Kooperative im Kahlgrund – so nennt sich die Gegend um den Fluss Kahl herum: ein eigener, regionaler Blended Whisky. Simons Whiskey macht darin den größten Anteil aus, das Mischungsverhältnis tüftelten die Brenner in mühsamer Arbeit gemeinsam mit der deutschen Whiskykennerin Julia Nourney aus. „Außerdem bieten wir alle gemeinsam einmal im Jahr eine Art Tag der offenen Tür bei uns Brennern an. Da kommen bis zu 20.000 Besucher zu uns in den Kahlgrund“, berichtet Simon mit bodenständigem Stolz. Der nächste Aktionstag am letzten Sonntag im Oktober sei bereits in der Planung, erklärt der Whiskymacher – mit Touren, Show-Destillation, Verkostungen und Genussprogramm. Ein richtiges regionales Whiskyfestival. Wer hätte das hier erwartet, direkt an der hessisch-bayerischen Grenze, unweit von Hanau bei Frankfurt.
Mehr Whiskey seit 2012: Severin Simon und Christian Schrade (v. l.) vor der neuen Brennanlage. Foto: Simon Weiß
Regional bleiben – das ist Severin Simons Devise. „Wir versuchen hier, möglichst viel selbst zu machen und eben nicht von weit weg hinzuzukaufen“, sagt Simon. Eine eigene Wasserquelle für den Whisky, die Brennblase wird mit Holzscheiten aus der Region befeuert. „Nur eben fanatisch darf man das nicht sehen“, wiederholt der Whiskeybrenner. Dass er für die Reifung seines Whiskeys neue Fässer aus deutscher Spessarteiche verwendet, ist daher für ihn auch keine geografische Entscheidung. „Das gibt unserem recht weichen New Make einen gewissen Pepp“, sagt Simon. Klar, dass bei einem Weingut auch Weinfässer im Spiel sind, wenn es um die Holzfasslagerung geht. „Zu 90 Prozent sind das dann Rotweinfässer, Fässer mit Weißweinvorbelegung verwenden wir für den Whiskey recht selten.“ Und der würzig-harzige Nachhall, den man in seinem „Pure Pott Still“ schmecken kann? „Der kommt von den Akazienfässern, in denen auch ein kleiner Teil unseres Whiskeys für wenige Monate reift.“ Wieder so eine für Whiskymacher nicht alltägliche Entscheidung. Schmeckt aber, wie wir finden, wenn auch zunächst etwas ungewohnt auf der Zunge. Und was ist mit Sherryfässern? „Die verwenden wir eigentlich nicht für unseren Whiskey, passt nicht zur Linie. Dafür tun die aber unserem Rum recht gut“, ergänzt Simon, während wir uns bereits die neue Brennanlage der Destillerie anschauen.
„Die haben wir 2012 eingebaut“, berichtet Simon. Seitdem wird auch wesentlich mehr Whiskey produziert als in der Anfangszeit. Die liegt für einen deutschen Whiskybrenner schon recht weit zurück. Anfang der 1990er startete Simon die Destillation aus Getreidemaische. Mehr als 100 Jahre, nachdem sein Ur-Urgroßvater damit begonnen hatte, auf einer kleinen Abfindungsanlage zu brennen. Der alte Mann auf der Whiskyflasche, der ist also keine Werbefigur erfahren wir. Wenn der wüsste, was inzwischen aus der Brennerei geworden ist, wäre er sicher stolz, mutmaßen wir. Zumal so viel in Eigenregie auf dem Hof entsteht.
Gäste können hier bald guten Whiskey angeln: Die Fischbecken sollen zu Warehouses umgebaut werden. Foto: Simon Weiß
„Es ist einfach immer viel zu tun, da dauern Projekte auch mal länger“, gesteht Simon ein. Nicht schlimm, finden wir. Auch Whisky braucht seine Zeit für die Reifung. Die soll demnächst dort stattfinden, wo jetzt noch Fische im Kreis schwimmen. „Die alten Becken sind fünf Meter tief, ideal, um darin Fässer zu stapeln“, erklärt Simon mit einer gewissen Vorfreude in der Stimme. „Im Dach wird es ein begehbares Glasfenster geben, um auch von oben reingucken zu können.“ Wann es damit losgeht? Dauert noch ein bisschen, wiegelt Simon ab. Jetzt geht es erst einmal auf den eigenen Stand auf der Landesgartenschau – 87 Tage lang Werbung für seine Brennerei. Whiskymachen braucht eben seine Zeit.
Während heute die Whisky Fair in Limburg beginnt (wir wünschen allen Maltheads viel Vergnügen), gibt es jetzt einen wirklich bequemen Service für Whiskyfreunde, die Ende Mai nach Islay fahren: Das gesamte Programm des Islay Festival of Music and Malt 2015 ist nun online auf dieser Site abrufbar, inklusive aller Öffnungszeiten der verschiedenen Destillerien und deren Programm. Wer also plant, das Festival zwischen dem 23. und 30. Mai zu besuchen, findet hier alle Informationen auf einen Blick und an einer Stelle.
Tickets für die einzelnen Veranstaltungen sind bequem von hier aus zu buchen.
Loch Indaal von Port Charlotte aus gesehen. Bild von Calum Hutchinson, Public Domain
Glen Spey. In kaum einer Whiskysammlung wird man Unmengen davon finden, und kaum einer wird davon erzählen, Dutzende Whiskys aus dieser Speyside-Destillerie gekostet zu haben. Auch Serge Valentin bringt es laut eigenen Angaben auf kaum 30 davon, und in seiner Verkostung heute fügt er einige mehr dazu – ohne aber in Jubel über den Geschmack auszubrechen:
In der neuen Werbekampagne, die dieser Tage veröffentlicht wurde, versucht sich Glenfiddich ein rebellischeres Image zu geben. Die Kampagne erzählt Meilensteine der Geschichte der größten Destillerie Schottlands, und sie tut dies mit sehr kraftvollen Bildern. Im ersten Clip „Die Glorreichen 10“, wird die Gründung von Glenfiddich gezeigt (Nachtrag: Es scheint, als hätte Glenfiddich das erste Video im Lauf des Vormittags vom Server zurückgezogen):
https://www.youtube.com/watch?v=cDkcrvF2OWI
Film Nummer 2 beschreibt, wie im Jahr 1963 der Single Malt in die USA exportiert wird:
Nach einem Bericht der Potsdamer Neueste Nachrichten plant die in Werder an der Havel gelegene Destillerie Glina einen Ausbau zur Verzehnfachung der Kapazität der Brennerei. Michael Schulz will dazu eine 35 x 18 Meter große Halle errichten. Hier ein Auszug aus dem Artikel:
Die neue Halle entsteht gleich neben dem Hofladen mit Restaurant, hat große Fenster und liegt direkt neben den eigenen Getreidefeldern. Die Besucher des Siedlerhofes, zu dem die Destillerie gehört, sollen künftig erleben können, wie das Getreide geschrotet und mit Wasser zu Maische vermengt wird, dann destilliert, gelagert und schließlich nach mehreren Jahren abgefüllt wird. Rund eine Million Euro investiert Michael Schultz dafür. Drei Jahre hat die Planung gedauert, eigentlich sollte die neue Halle schon im Vorjahr gebaut werden. Doch da das Brennen von Whisky nicht als landwirtschaftliche Tätigkeit zählt, musste erst ein Bebauungsplan aufgelegt werden, um im Außenbereich neben dem Siedlerhof zu bauen.
Auch der weitere Ausbau, der nochmals 1.5 Millionen Euro kosten soll, ist im Artikel beschrieben.
Man muss kein hardcore Whiskyfreak sein, um diese Sonnenbrillen cool zu finden: Auf imgur haben wir einen Beitrag gefunden der zeigt, wie man aus dem Holz eines Whiskyfasses einen Rahmen für Sonnenbrillen herstellen kann.
Das nötige handwerkliche Geschick und das entsprechende Werkzeug vorausgesetzt, sollte die Anleitung in Bildern genügen, um das Projekt nachmachen zu können. Einer modischen Laphroaig- oder Springbank-Brille steht also nichts mehr im Wege…