Glasgow Distillery Company: Mehr Info zu Prometheus 26yo

Wir haben ja schon darüber berichtet, dass Liam Hughes, CEO der Glasgow Distillery Company, auf einer Reise durch die Speyside die Möglichkeit hatte, ein Fass mit einem besonderen 26jährigen Whisky zu erwerben. Die Firma wird diesen Whisky unter dem Namen Prometheus abfüllen.

Eine versprochene neuerliche Presseaussendung und ein darauffolgendes Telefonat mit Liam Hughes haben etwas mehr Licht in die Sache gebracht: Der Single Malt vereint die Rauchigkeit von Inselwhiskys mit der blumigen und pikanten Note der Speyside – ist also ein getorfter Speysider. Über die Herkunftsdestillerie darf nicht gesprochen werden, und dass er getorft ist, hilft jetzt bei den Spekulationen darüber auch nicht weiter, da es sehr viele Destillerien in der Region gibt, die torfige Whiskys produzieren (auch wenn diese kaum als Single Malts abgefüllt werden).

Nicht die gesamte Charge des Whiskys wird ab Anfang 2015 verkauft werden – die Glasgow Distillery Company wird einen Teil davon für weitere Reifung zurückbehalten. Was auf den Markt kommt, wird mit 47% abgefüllt, bei ausgesuchten Händlern und online erhältlich sein und 380 englische Pfund pro Flasche kosten. Von der Flasche haben wir ein Mockup bekommen, „echte“ Fotos wird es erst Mitte Januar geben, wenn der Whisky auch in den Verkauf geht.

prometheusbox

Serge verkostet: 2x Benromach

Zwei Abfüllungen aus der dem unabhängigen Abfüller gehörigen Speyside-Destillerie Benromach werden heute bei Serge Valentin verkostet. Einmal ist das der neue Benromach 100 Proof, eine Originalabfüllung mit 57% aus der Destillerie selbst, und einmal eine ältere Cadenhead-Abfüllung mit satten 65%. Bei beiden zeigt der Daumen nach oben, wobei die neue Originalabfüllung bei Serge sogar leicht besser abschneidet – sie ist laut ihm „ein Whisky der alten Schule“ – etwas, das sich Benromach zu erzeugen tatsächlich vorgenommen hat.

  • Benromach 10 yo ‚100° proof‘ (57%, OB, 2014): 87 Punkte
  • Benromach 18 yo 1976/1995 (65%, Cadenhead, Authentic Collection): 86 Punkte
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The Salt: Reportage aus der Kelvin Cooperage (USA)

Während Scotch weltweit gerade auf einen doch nicht unerheblichen Absatzrückggang blicken muss, boomt die Bourbonproduktion. 36% Umsatzsteigerung in den letzten 5 Jahren haben die amerikanischen Produzenten gesehen, und das bedeutet nicht nur für die Destillerien ein gutes Geschäft, sondern auch für die Fasserzeuger. So gut läuft es, dass sie bereits Schwierigkeiten bekommen, genügend Fässer produzieren zu können – erfährt man aus einem Artikel im Blog The Salt, das der Kelvin Cooperage einen Besuch abgestattet hat. Sie sagen, dass besonders Craft Distilleries unter der Knappheit zu leiden haben.

Mehr über das Business und den Herstellungsprozess der Fässer für den Bourbon finden Sie im Artikel.

Die Fässer in der KOVAL-Destillerie
Die Fässer in der KOVAL-Destillerie in Chicago – jungfräuliche Eichenfässer.

Neue offizielle Littlemill-Abfüllung für 2015 angekündigt

Auch wenn Littlemill längst eine Lost Distillery ist, hat die Loch Lomond Group noch genug Fässer, um offizielle Abfüllungen herauszubringen. Im Jahr 2015 wird wieder eine solche erscheinen, diesmal aber in einer anderen Flaschenform als die letzten beiden. 1000 Flaschen eines fünfundzwanzigjährigen Littlemill werden auf den Markt gebracht, abgefüllt mit 43%. Auch hier wissen wir noch keinen Preis, können aber dank der offiziellen Website der Loch Lomond Group bereits mit einem Bild der Flasche dienen. Unser Dank wieder an unseren Leser Peter Müller, der uns auf die Neuerscheinung hingewiesen hat.

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Drei neue Abfüllungen von Glen Scotia

Aus der Loch Lomond Group gibt es zwei Neuigkeiten zu vermelden (herzlichen Dank an unseren Leser Peter Müller): Zunächst einmal wird es drei neue Abfüllungen der Destillerie Glen Scotia geben. Der neue 15yo kommt aus amerikanischen Eichenfässern und wird als vanillig, fruchtig und mit einem Hauch Meeresbrise beschrieben.

glenscotia_15year

Ein neuer NAS-Whisky aus der Destillerie wird der Glen Scotia Double Cask werden. Er stammt aus First Fill Bourbon Casks und wurde danach in PX-Sherryfässern gelagert.

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Ebenfalls neu wird ein weiterer Single Malt ohne Altersangabe sein, namens Glen Scotia Victoriana. Er wurde in ausgekohlten Eichenfässern gefinished und wird mit 51.5% abgefüllt. Er beruft sich auf „viktorianische Traditionen“.

glenscotia_victoriana

 

Mehr über die neuen Whiskys von Glen Scotia finden Sie auf der offiziellen Website. Leider gibt es dort keine Preise zu sehen, wir versuchen aber, sie für Sie herauszufinden.

Serge verkostet: Glen Garioch

In den Highlands gelegen, hat sich die Destillerie Glen Garioch (ausgesprochen übrigens Glen Gierie) eine kleine, aber sehr treue Gefolgschaft unter den Whiskyfreunden geschaffen. Seit 1797 produziert sie Whisky, und zählt damit zu den ältesten Schottlands. Serge Valentin hat drei Abfüllungen aus ihr (von unabhängigen Abfüllern) verkostet und kommt dabei zu sehr positiven Resultaten:

  • Glen Garioch 22 yo 1991/2013 (52.9%, Whisky-Doris, bourbon hogshead, cask #5754, 259 bottles): 88 Punkte
  • Glen Garioch 23 yo 1990 (51.4%, Highland Laird, Bartels Rawlings, +/-2014): 86 Punkte
  • Glen Garioch 25 yo 1989/2014 (50.3%, The Whisky Agency, refill hogshead, 246 bottles): 89 Punkte
Destillerie Glen Garioch.  Bildrechte bei Lars Pechmann.
Destillerie Glen Garioch. Bildrechte bei Lars Pechmann.

The Scotsman: Gespräch mit David Frost (SWA)

Das erste Kalenderjahr, in dem David Frost die Agenden der Scotch Whisky Association wahrnimmt, neigt sich nun dem Ende zu. Grund genug für The Scotsman, ein Gespräch mit dem ehemaligen hochrangigen Diplomaten und jetzigen CEO der SWA zu führen und ihn auf seine Vergangenheit und die momentanen Herausforderungen, denen er sich gegenüber sieht, anzusprechen. Die Themenvielfalt in diesem Gespräch reicht vom indischen Markt bis hin zum Alkoholproblem in Schottland und warum Frost glaubt, dass ein Mindestpreis für Alkohol keine Lösung ist.

David Frost, Chief Executive Officer der Scotch Whisky Association. Bild: SWA
David Frost, Chief Executive Officer der Scotch Whisky Association. Bild: SWA

Süddeutsche: Der Spirituosenmarkt 2015

Ein lesenswerter Artikel über die Zukunft des Spirituosenmarkts unter besonderer Berücksichtigung von Whisky findet sich in der Onlineausgabe der Süddeutschen. In ihm bespricht die Zeitung vor allem mit Georgie Bell, der Brand Ambassadorin für Mortlach und einigen Menschen aus der Bar- und Getränkeszene die existierenden und kommenden Trends – nicht, ohne selbst dazu einen durchaus kritischen Standpunkt einzunehmen.

Als Fazit kann man aus dem Artikel deutlichen Argwohn gegenüber vom Marketing getriebenen Getränken herauslesen.

Whiskey glasses on tasting tray

PR: Die Edelbrenner von AltEnderle erweitern ihr spannendes Whisky-Portfolio

Von der Alt Enderle V&B GmbH haben wir heute eine Pressemitteilung über drei neue Whiskys in ihrem Portfolio erhalten, die wir natürlich gerne in Auszügen mit unseren Lesern teilen:

Joachim Alt ist ein versierter und umtriebiger Edelbrenner, der mit seinen Destillaten gerne auch mal die Grenzen der Brennkunst auslotet. Zusammen mit seinem Partner Michael Enderle kreiert er seit dem Start im Jahr 1991 nach traditionellen Methoden immer wieder spannende Produkte, die jenseits des Mainstreams unter Kennern inzwischen einen hervorragenden Ruf genießen.

Und so war es letztlich auch nicht verwunderlich, dass sein 12-jähriger Single Malt Whisky NECCARUS im vergangenen Jahr durch eine internationale Fachjury unter 140 eingereichten Whiskies mit dem Titel „Germanys Best Whisky National“ ausgezeichnet wurde. Für den renommierten englischen Whisky-Experten Jim Murray gehört der NECCARUS 12 Jahre sogar zu den wenigen „Superstar-Whiskies, für die es sich zu leben lohnt“: In der aktuellen Ausgabe seiner jährlich erscheinenden „Whisky Bible“ adelte er ihn mit 94 von 100 möglichen Punkten und dem Hinweis, damit einem der besten Malt Whiskies aus Deutschland begegnet zu sein.

Diese Auszeichnungen waren Ansporn genug, um jetzt noch einen draufzusetzen. Seit kurzem ist der 15-jährige NECCARUS in zwei Versionen auf dem Markt. Der 43%ige Single Malt wurde zum einen in Sherry-Fässern und zum anderen in Portwein-Fässern ausgebaut.

Die rötliche Sherry-Variante ist geprägt von einer intensiven Süße, die sich lang und wärmend im Mundgefühl hält, im Nachklang dominieren sanfte Karamelltöne, und erst ganz am Ende kommt das Holz deutlicher durch.

AltEnderle Neccarus 15 Jahre Sherry-Fass 0,5 l
AltEnderle Neccarus 15 Jahre Sherry-Fass 0,5 l

Bei der bernsteinfarbenen Port-Variante vereinen sich eher süßliche Fruchtnoten reifer Citrusfrüchte, Birnen und Rosinen mit leichten Malztönen zu einer komplexen und ausbalancierten Mischung.

AltEnderle Neccarus 15 Jahre Portwein-Fass 0,5 l
AltEnderle Neccarus 15 Jahre Portwein-Fass 0,5 l

Der Experimentierfreude von Joachim Alt ist es auch geschuldet, dass er sich inzwischen auch für die Destillation von Grünkern begeistern lässt. Grünkern, auch „Badischer Reis“ genannt, ist das Korn des Dinkels, das halbreif geerntet und unmittelbar danach über Buchenholzfeuer gedarrt wird. AltEnderle verfügt als eine von ganz wenigen Destillerien in Deutschland über eine eigene Darre, ganz nach schottischem Vorbild.

Der daraus kreierte AltEnderle Grünkern Whisky (mit 43%) zeigt sich – obwohl erst drei Jahre gereift – ausgesprochen harmonisch und rund, leicht rauchig und nussig im Geschmack, mit einer eleganten Fruchtnote.

AltEnderle Grünkern Whisky 0,5 l
AltEnderle Grünkern Whisky 0,5 l

„Unsere Whiskies wie unsere Obstbrände richten sich an Menschen, die sich zutrauen, ihr eigenes Urteil zu fällen, und die Freude an Neuentdeckungen und an ungewöhnlichen Geschmackserlebnissen haben“, betont Joachim Alt. „Dabei legen wir größten Wert darauf, mit Rohstoffen aus den heimischen Anbaugebieten Süddeutschlands zu arbeiten und die Jahrhunderte alte Handwerkskunst des Brennens nach traditionellem Vorbild zu pflegen.“

Die Whiskies von AltEnderle sind über den Online-Shop der Brennerei sowie im ausgesuchten Spirituosen-Fachhandel zu beziehen.

Chip Tate (ex-Balcones) von seinem Anwalt verklagt

Kaum einen Monat nach dem Ende des Streits mit den neuen Besitzern der Balcones-Destillerie sieht sich ex-Master Distiller Chip Tates wieder vor Gericht – diesmal aber gegen seine erste Anwaltskanzlei im Prozess, berichtet die Waco Tribune, unerschöpflicher Quell von Einzelheiten über diesen langanhaltenden Fall (einfach mal bei unserer Suche Chip Tate eingeben). Es geht um knapp über 25.000 Dollar, die Tate der Kanzlei schulden soll. Er selbst gibt dazu keinen Kommentar ab, wohl aber sein jetziger Anwalt, der meint, es handle sich um einen einfachen Fall: Chip war mit der ersten Kanzlei nicht zufrieden, daher der Disput um die Höhe des Honorars.

Wir werden auch über den Fortgang dieses Verfahrens natürlich berichten.

Chip Tate - Balcones Distillery (Bildrechte bei der Balcones Distillery)
Chip Tate – Balcones Distillery (Bildrechte bei der Balcones Distillery)

Artikel und heute im TV: Single Malt statt Spreewaldgurke

Für Freunde deutschen Whiskys gibt es heute Interessantes gleich im Doppelpack: rbb bringt am Abend um 18:32 im TV einen Beitrag über märkische Destillerien (Recorder programmieren!) – und schon jetzt einen ausführlichen Artikel dazu auf rbb-online.

Im TV findet man den Bildern im Artikel nach auch einen Bericht über den „Preußischer Whisky“ aus der Uckermark, im Artikel selbst geht es aber um die Destillerie und Mälzerei Glina Whisky und die Spreewaldbrennerei mit ihrem Whisky „Sloupisti“.

Preußischer Whisky

Video: Winterimpressionen von den Orkney-Inseln

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Am zweiten Weihnachtsfeiertag wollen wir Ihnen ein Video zeigen, das die Heimat der beiden Destillerien Scapa und Highland Park im Winter zeigt: Die Orkneys. Auch wenn die nächsten drei Minuten nicht unbedingt direkt etwas mit Whisky zu tun haben, fangen sie den Zauber dieser Ecke unseres Planeten doch wunderbar ein und tragen die ganz besondere Stimmung, die diese Inseln prägt. Viel Vergnügen mit dem Video von David Gregory hier oder auf Youtube.

Louisiana: Jack Daniels nennt seinen Sohn Jim Beam

Manchmal stolpert man über Meldungen, die einen fast sprachlos zurücklassen. So wie diese:

Laut einem Bericht in den New York Daily News hat Jack Daniels Leathers, 31, seinen jüngsten Sohn nun auf den Namen Jim Beam Leathers taufen lassen. Sein Vater hatte ihm selbst damals den Namen Jack Daniels gegeben, um seine Eltern zu ärgern; Jack Daniels Leathers wird diese Familientradition nun fortsetzen.

Sollte seine Frau noch einen Sohn bekommen, so soll dieser Evan Williams Leathers genannt werden (ebenfalls ein Bourbon) – eine Tochter würde den eher generischen Namen „Sherry“ bekommen.

Na dann, cheers!

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Drei neue Kilchoman-Abfüllungen für 2015

Hinter einem Weihnachtsgruß aus der Islay-Destillerie Kilchoman, den wir untenstehend abbilden, verbirgt sich eine Ankündigung von drei neuen Abfüllungen für das nächste Jahr:

  • Zunächst einmal wird es eine neue Abfüllung des Kilchoman Loch Gorm geben, die dritte also in der Reihe. Loch Gorm ist ein rauchiger Whisky mit einem Sherryeinschlag und in dieser Art der Einzige in der Standard-Range von Kilchoman.
  • Auch eine neue Vintage-Abfüllung wird erhältlich sein, und zwar der 2008 Vintage – und damit wohl ein Siebenjähriger, der älteste Kilchoman bisher, der einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung steht.
  • Und auch der Kilchoman Madeira Cask Matured, der gerade für den Klichoman Club als Small Batch Release abgefüllt wurde, wird nun als größere Serie abgefüllt – wie es scheint, mit 55%.

Ob es auch wieder einen Machir Bay geben wird, ist aus der Ankündigung nicht zu sehen, aber eigentlich anzunehmen…

kilchodrei