Neuer Onlineshop für japanische Whiskys

Wer in unseren Gefilden einen japanischen Whisky kaufen will, der hat mit relativ beschränkter Auswahl zu rechnen. Ein neuer japanischer Onlineshop namens Dekanta.com könnte das ändern, berichtet The Spirits Business.

Dekanta bietet eine Vielzahl japanischer Single Malts und Blends an, auch aus geschlossenen japanischen Destillerien. Zudem findet man dort auch schottische Malts, die speziell für den japanischen Markt abgefüllt wurden und bei uns nie erhältlich waren.

Der Shop ist in Japan beheimatet, also darf man sich zwar auf eher höhere Versandgebühren einstellen, aber da er auch nach Deutschland und Österreich sowie in die Schweiz liefert, ist er, wenn man spezielle japanische Whiskys sammelt oder trinken will, eine gute Gelegenheit, sie auch bekommen zu können.

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Neu: Glenfarclas Pagoda Reserve

35.000 Euro müssten Sie auf der Seite haben, um diese – sichtlich für den asiatischen Markt gemachte – Trilogie von Glenfarclas zu erwerben. Die Glenfarclas Pagoda Reserve besteht aus drei Abfüllungen, die alle noch aus der Zeit vor 1972 stammen, als Glenfarclas noch die eigenen Floor Maltings betrieb. Die drei Whiskys stammen aus dem Jahr 1971, 1967 und 1956, sind 43, 48 und 59 Jahre alt und werden im Kristalldekanter mit Metallverschluss angeboten. Auflage? Nun, der Begriff „streng limitiert“ passt hier wirklich: 100 Sets gibt es.

Und falls Sie jetzt der Hafer sticht: Hier können Sie die Trilogie vorbestellen.

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Wolfburn: Interview mit Distillery Manager Shane Fraser

Auf der offiziellen Website der Destillerie Wolfburn findet sich ein kurzes Interview mit Distillery Manager Shane Fraser über seine Arbeit und seinen Werdegang – und über den Spirit, den Wolfburn produziert. Er beschreibt ihn als „süß und malzig, wie Weetabix mit warmer Milch“, und wer auf einer der letzten Messen die Möglichkeit hatte, den New Make zu verkosten, der wird seiner Beschreibung sicherlich zustimmen.

Sehr lange dauert es ja nun nicht mehr, bis die ersten Abfüllungen von Wolfburn auftauchen werden – im Februar des nächsten Jahres sollte es dann soweit sein. Wir freuen uns jedenfalls darauf.

Serge verkostet: Macallan

Für seine Verkostung heute hat sich Serge Valentin verschiedene Abfüllungen von Macallan eingeschenkt – zumeist von unabhängigen Abfüllern, aber auch eine Originalabfüllung im Decanter. Es ist eine dieser Art, über die Serge sagt: „keine Altersangabe, eine verspielte Flasche, wenig Stärke, eine sinnlose Hintergrundgeschichte, viel Tamtam auf den unnötigsten Luxus-Webseiten, die wahrscheinlich aus Nigeria heraus betrieben werden und Preise von 1200 Euro pro Flasche“. Autsch!

Die Nase vorne in der Verkostung heute haben sowieso die Unabhängigen – und dabei wieder einmal die Deutschen:

  • Macallan 14 yo 1998/2012 (53.8%, Hart Brothers): 86 Punkte
  • Macallan 1993/2010 (56.4%, The Whisky Cask, bourbon, Germany): 90 Punkte
  • Macallan 20 yo 1989/2009 (46%, Whisky-Doris, The Dram, bourbon barrel): 88 Punkte
  • Macallan 1989/2002 (43%, Strathblair Collection, Switzerland, sherry hogshead): 76 Punkte
  • Macallan 19 yo 1987/2006 (52.4%, Duncan Taylor, Rare Auld, cask #9793, 306 bottles): 80 Punkte
  • Macallan ‚Reflexion‘ (43%, OB, first-fill sherry hogshead, decanter, +/-2014): 81 Punkte

 

Neu: Green Spot Château Léoville Barton

Es bleibt abzuwarten, ob er auch  in Deutschland erhältlich ist – veröffentlicht wurde er nun einmal für fünf Märkte, von denen Irland, das Vereinigte Königreich und Frankreich namentlich bekannt sind: Der Green Spot Château Léoville Barton ist der erste irische Single Pot Still Whiskey, der im Bordeaux-Fass gefinished wurde.

Zunächst reifte der neue Green Spot in ex-Oloroso Sherry Fässern, neuen Bourbon Barrels und ex-Bourbon Barrels, bevor er für 12-24 Monate in ex-Bordeaux Weinfässern gelagert wurde. Das soll laut Pernod Ricard, denen die Marke gehört, sehr ausgeprägte florale Noten und schöne Holznoten ergeben.

Der Green Spot Château Léoville Barton wird mit 46% abgefüllt und kostet umgerechnet rund 60 Euro pro Flasche.

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Serge verkostet: Die Neuen von Glendronach

Bei Glendronach hat sich ja in letzter Zeit einiges im Portfolio getan; so ist zum Beispiel der achtjährige The Hielan‘ dazugekommen, oder der neue Glen Dronach Cask Strength Batch #4. Leider wird der Glendronach Revival (15yo) eingestellt, und der Parliament (21yo) nur mehr sporadisch produziert.

Serge Valentin hat heute die Neuen von Glendronach verkostet, auch zwei Vintage-Abfüllungen sind dabei, und die Wertungen sind durch die Bank sehr erfreulich. Besonders der Cask Strength Batch #4 konnte Serge diesmal begeistern – er schreibt, dass er ihn sogar noch etwas mehr mag als Batch #3:

  • Glendronach 8 yo ‚The Hielan‘ (46%, OB, 2015): 87 Punkte
  • Glendronach ‘Cask Strength’ (54.7%, OB, batch 4, 2015): 90 Punkte
  • Glendronach 20 yo 1994/2014 (54.8%, OB, for Abbey Whisky, cask #3400): 89 Punkte
  • Glendronach 23 yo 1990/2014 (52.3%, OB for Independent Spirit, Pedro Ximenez sherry puncheon, cask #1374, 717 bottles): 86 Punkte
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Glendronach Destillerie. Bild: K. Schwebke. CC-Lizenz.

Video: Wie Bourbon gemacht wird

Zwar ist eigentlich der Sonntag unser Videotag, aber nachdem in weiten Teilen von Deutschland heute ein Feiertag ist, bringen wir auch heute ein Video – und was für eines: „How Bourbon is made“ von Gear Patrol ist ein excellenter Beitrag über die Herstellung von Bourbon, der in knapp 10 Minuten alles Wissenswerte in den Worten der Menschen, die den Bourbon täglich herstellen, erzählt. Gar nicht akademisch, sondern immer an der Praxis erhalten Sie hier eine wirklich gute Einführung ins „Wie“ des amerikanischen Whiskeys. Zu sehen auf Youtube oder wie immer auch gleich hier.

Whisky im Bild: Messeabfüllung Just Whisky Oberhausen

Übermorgen geht sie los, die Just Whisky in Oberhausen (hier ein kleiner Vorbericht) – und passend zum vorherrschenden angenehmen Wetter gibt es dort auch einen exklusiven Messewhisky: einen leichten, wenn auch fassstarken Lowlander aus der Destillerie Auchentoshan.

Der Whisky stammt aus einem Sherry Butt, ist 17 Jahre alt und wurde mit 50.7% abgefüllt. 150 Flaschen davon gibt es zu haben, und wir wünschen allen, die ihn probieren oder erwerben werden, viel Vergnügen.

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Edradour bringt Whisky für Erdbebenopfer in Nepal

Einen ganz besonderen Whisky gibt es ab sofort laut Daily Record in der Destillerie Edradour zu kaufen: Andrew Symington, der Besitzer der Destillerie, hat 1033 Flaschen des Whiskys der kleinsten Destillerie Schottlands abgefüllt und bietet die Einzelfassabfüllung (destilliert: 8 Juni 2006, abgefüllt 4. Mai 2015) um 35 Pfund zum Verkauf an.

Auf die Idee kam Andrew, weil er mit seiner Familie hin und wieder Urlaub in den VAE macht, und ein Hotelmanager, der sich immer wieder freundlich um die Familie gekümmert hat, aus Nepal stammt. Aber auch die Lifeguards an der Küste dort sind Nepalesen. Andrew wollte daher einfach helfen; gerade deshalb, weil für ihn Nepal durch diese Menschen kein abstrakter Begriff mehr war.

Insgesamt wird diese Aktion mindestens £22,128.79 für den guten Zweck bringen. Mindestens deshalb, weil die erste Flasche des Fasses versteigert werden soll, um noch mehr Spenden zu bringen.

Sollten Sie also in nächster Zeit nach Pitlochry zu Edradour kommen: Helfen Sie Andrew Symington helfen, indem Sie so eine spezielle Flasche kaufen!

Der Erlös dieser Abfüllung aus Edradour kommt den Erdbebenopfern in  Nepal zugute.
Der Erlös dieser Abfüllung aus Edradour kommt den Erdbebenopfern in Nepal zugute.

Artbeg – Kunstausstellung bei Ardbeg

Ein interessantes Kunstprojekt anlässlich des 200jährigen Bestehens der Destillerie Ardbeg wurde heute in einer Presseaussendung vorgestellt (wer am Ardbeg Day bei der Destillerie war, mag das Projekt auch dort schon gesehen haben): Artbeg, so der Name des Projekts, wird an den Wänden der Destillerie und auf der Ardbeg Homepage (dort allerdings noch nicht auffindbar) 20 Fotografien des Künstlers Peter Heaton ausstellen, die während eines Islay-Aufenthalts im Jahr 2014 entstanden. Auf den Bildern werden Landschaften und Objekte der Insel mit Eindrücken aus den Archiven bei Ardbeg kombiniert und zeigen damit verschiedene Zeiten zugleich, ganz getreu dem Motto der heurigen Festivitäten: „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“.

Auch Besucher der Destillerie können ein Teil der Ausstellung werden, indem sie ihre Bilder auf www.ardbeg.com hochladen.

Foto: Peter Heaton für Ardbeg
Foto: Peter Heaton für Ardbeg

Serge verkostet: Glen Scotia

Wer an die Region Campbeltown denkt, denkt wohl zuerst an Springbank und erst danach an Glen Scotia. Viel mehr Whiskyfreunde haben eine Liebesbeziehung zu Springbank als zur zweiten Traditionsdestillerie dort – vielleicht auch deshalb, weil es von dort weniger Abfüllungen gibt, bei denen man haltlos ins Schwärmen geraten könnte?

Serge Valentin hat heute jedenfalls eine Reihe von Abfüllungen aus Glen Scotia verkostet, darunter auch zwei sehr aktuelle vom unabhängigen Abfüller Wemyss. Die Ratings reichen von ok bis Begeisterung:

  • Glen Scotia 1991/2014 ‚At Anchor in a Cove‚ (46%, Wemyss Malts, barrel, 304 bottles): 79 Punkte
  • Glen Scotia 1991/2013 ‚Merchant’s Mahogany Chest‘ (46%, Wemyss Malts, butt, 807 bottles): 86 Punkte
  • Glen Scotia 22 yo 1991/2013 (50,4%, The Whisky Agency and The Nectar, Spirits in the Sky Festival, refill hogshead, 279 bottles): 88 Punkte
  • Glen Scotia 22 yo 1992/2014 (57.6%, Silver Seal, refill sherry): 80 Punkte
  • Glen Scotia 1992/2013 (56.3%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 13032, 175 bottles): 90 Punkte
Destillerie Glen Scotia. Bildrechte bei Lars Pechmann.
Destillerie Glen Scotia. Bildrechte bei Lars Pechmann.

Blogrundschau – Quer durchs Gemüsebeet

Es wird wieder einmal Zeit für unsere Blogrundschau – diesmal kurz und knackig, mit allerlei Gängigem und Seltenem, wie es uns der Moment gerade zuträgt:

  • Whisky Bros hat sich eine eher ungewöhnliche Abfüllung ausgesucht, den Bruichladdich Peat. Man findet ihn gut, und mehr auch nicht.
  • Malt Fascination ist fasziniert vom Springbank 1995-2012, 56.5%,  The Whisky Exchange Retro Labels
  • Dramlicious aus Deutschland widmet sich den Basics in Form eines Bunnahabhain 12yo und meint, dass auch Standards sich über das Mittelmaß erheben können
  • Words of Whisky genießt den Glenrothes 1990/2015 Cadenhead – man attestiert ihm, etwas Besonderes zu sein.
  • Bestshotwhiskyreviews leert sich einen verkleideten Caol Ila ins Glas, den Port Askaig 15yo – ein Nicken ohne Jubel würde die Reaktion gut beschreiben.

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Whisky im Bild: 10 Jahre Kilchoman

Gestern war der offizielle 10. Geburtstag von Kilchoman – ist das wirklich schon wieder so lange her? Jedenfalls hat sich die Farm Distillery auf Islay zu einer festen Größe entwickelt, man könnte fast sagen: zu einem neuen Star auf Islay.

Auf dem Bild hier sieht man Anthony Wills, den Gründer, mit dem ersten abgefüllten Fass #1 – das Fass, von dem auch etwas in der Jubiläumsabfüllung steckt, die zum 10. Geburtstag in der Destillerie verkauft wurde…

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Die Deutschen trinken weniger

Weniger harte Alkoholika trinken die deutschen Bürger laut einer Agenturmeldung, die wir in der Frankfurter Allgemeinen gefunden haben. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist im letzten Jahr um 1.8% auf 5.4 Liter pro Jahr gesunken. Das sagen die Tabellen des Bundesverbands der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure unter Berufung auf vorläufige Zahlen des ifo-Instituts.

Seit 2000 ist dieser rückläufige Trend zu beobachten, damals betrug der Pro-Kopf-Verbrauch noch 5.8 Liter.

von Kotivalo (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von Kotivalo (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons